Starke Soundtracks

Dienstag, 1. März 2016

DIE 6. LANGE NACHT DER FILMMUSIK 04./05.03.2016 - JON HOPKINS Special

Mit seinen Scores zu „Monsters“, „How I Live Now“ und „uwantme2killhim?“ hat sich der 1979 im Londoner Stadtteil Wimbledon geborene Jon Hopkins auch in der filmmusikalischen Szene einen Namen gemacht. Vor allem sorgt der Musikproduzent, DJ, Komponist und Remixer aber in der Dance und Electro-Szene für Furore. In diesem einstündigen Special im Rahmen der 6. Langen Nacht der Filmmusik auf Radio ZuSa stehen also nicht nur Hopkins‘ cineastischen Ambitionen im Fokus, sondern auch seine bemerkenswerten Solo-Alben, Remix-Arbeiten und natürlich auch das zusammen mit Brian Eno entstandene Album „Small Craft On A Milk Sea“.

Bereits im Alter von sieben oder acht Jahren begeisterte sich Hopkins für elektronische und House-Musik. Als Fan von Depeche Mode und Pet Shop Boys waren seine ersten eigenen Songs von ihren Einflüssen geprägt. Mit zwölf Jahren begann Hopkins, in einer Jugendgruppe des Royal College of Music in London Klavier zu lernen, zwei Jahre später programmierte er auf einem Amiga 500 digitale Musik. Nachdem er ein Jahr später einen Klavierwettbewerb für sich entscheiden konnte, erwarb er von dem Preisgeld einen professionellen Roland-Synthesizer, mit dem er komplette Kompositionen anfertigte. Nach seinem Schul-Abschluss heuerte Hopkins als Keyboard-Player in der Band von Imogen Heap an und begleitete sie auch auf Tour.
2001 erschien mit „Opalescent“ sein erstes Solo-Album.
„Ich war 19 oder 20, als ich mein erstes Album aufnahm. Es war eine steile Lernkurve, und heute ist es für mich schwer anzuhören – möglicherweise für jeden anderen auch! Aber es besitzt einen ziemlichen naiven Sound, der vielleicht interessant sein kann, denke ich. Ich kann meinen Lernprozess darin hören, mehr noch auf der zweiten Platte, die viel komplexer zu schreiben war und ein Jahr benötigte“, blickt Hopkins im Interview mit Cyclic Defrost. zurück.
Mit seinem dritten Album „Insides“ landete er bei PopMatters in den Top 10 der elektronischen Alben 2009 und erreichte Platz 15 in den Dance/Electronic Album Charts. Es folgten Kollaborationen mit King Creosote, Tunng und Brian Eno, der Hopkins in den inneren Zirkel von Coldplay einführte, als er auf dem 2008er Album „Viva La Vida Or Death And All His Friends“ die Keyboards bediente und Eno bei der Produktion aushalf.
Mit dem 2013 veröffentlichten vierten Solo-Album „Immunity“ war Jon Hopkins schließlich in aller Munde und war nun auch im Filmgeschäft ein gefragter Mann. Er komponierte den Soundtrack zur Leinwandadaption des preisgekrönten Jugendbuchs „How I Live Now“ von Meg Rosoff durch den Oscar-prämierten Regisseur Kevin Macdonald („The Last King of Scotland“).
Zuletzt veröffentlichte Hopkins einen Mix in der „Late Night Tales“-Reihe und fertigte einen Remix des Coldplay-Tracks „Midnight“ an.
Diskographie: 
2001: Opalescent
2004: Contact Note
2009: Insides
2009: In meinem Himmel OST (mit Brian Eno und Leo Abrahams)
2010: Monsters OST
2010: Small Craft On A Milk Sea (mit Brian Eno und Leo Abrahams)
2011: Diamond Mine (mit King Creosote)
2013: How I Live Now OST
2013: Immunity
2013: uwantme2killhim? OST

Playlist: 
01. Jon Hopkins - Circle (Contact Note) - 05:50
02. Jon Hopkins - Breathe This Air (Immunity) - 05:32
03. Jon Hopkins - Lost In Thought (Opalescent) - 06:17
04. Jon Hopkins - Monsters Theme (Monsters) - 04:55
05. Jon Hopkins - Completion (uwantme2killhim?) - 05:04
06. Jon Hopkins & Raphaelle Standell - Form By Firelight (Asleep Versions) - 04:14
07. Jon Hopkins - Cold Out There (The Art Of Chill 2) - 03:53
08. Jon Hopkins - Song One (EP1) - 04:04
09. Jon Hopkins - I Remember (Late Night Tales) - 04:20
10. Jon Hopkins - How I Live Now (How I Live Now) - 04:34
11. David Lynch - I Know (Jon Hopkins Remix) (Good Day Today) - 05:00
12. Brian Eno with Jon Hopkins & Leo Abrahams - Late Anthropocene (Small Craft On A Milk Sea) - 08:11

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