Radio ZuSa

Samstag, 15. August 2026

Playlist #456 vom 23.08.2026 - Neuheiten 2026 (4)

Christopher Nolans opulentes Historienepos „Die Odyssee“ zählt fraglos zu den Highlights dieses Kinosommers, wenn nicht des ganzen Jahres. Wie schon zu Nolans vorangegangen Filmen „Tenet“ und „Oppenheimer“ komponierte Ludwig Göransson dazu den passenden, mitreißenden Score, den es in dieser Sendung ebenso zu hören gibt wie neue Arbeiten von Hanan Townshend, David Holmes, Christopher Lennertz, Marcelo Zarvos, Volker Bertelmann, A.R. Rahman sowie die Musik zu Serien wie „The Agency“, „SILO“, „Unsere kleine Farm“, „Cape Fear“ und „House of the Dragon“.
Der US-amerikanische Regisseur und Drehbuchautor David Robert Mitchell landete 2014 mit dem ungewöhnlichen Horrorfilm „It Follows“ erst einen Überraschungshit, um dann mit seinem nächsten Film „Under the Silver Lake“ 2018 fürchterlich baden zu gehen. Nun präsentiert er uns mit „The End of Oak Street“ einen durchaus massentauglichen Abenteuerfilm, in dem eine Nachbarschaft plötzlich in die Vergangenheit versetzt und anschließend von Dinosauriern überrannt wird. Die stimmungsvolle musikalische Untermalung besorgte der versierte Michael Giacchino („Cloverfield“, „Up“), der zudem noch das neue Marvel-Abenteuer „Spider-Man: Brand New Day“ vertonte.
In seinem Dokumentarfilm „Eyríki“ begleitet Nikolai Galitzine den Kampf einer kleinen arktischen Gemeinde gegen den Klimawandel und gesellschaftliche Veränderungen, nachdem ihre Kirche in einem Sturm einem Brand zum Opfer gefallen ist.
,Eyríki‘ ist eine Liebeserklärung an Grímsey, eine wunderschöne, abgelegene Insel vor der Küste Islands mit einer schrumpfenden Bevölkerung von nur noch etwa 25 Menschen. Als uns Regisseur Nikolai Galitzine den Film zum ersten Mal zeigte, war sofort klar, dass die Musik intim und zurückhaltend sein musste“, erklären die beiden britischen Komponisten Kathryn MacLennan und Mike MacLennan („Civilisations: Rise & Fall“) die Entstehung ihrer sehr gefühlvollen, minimalistisch instrumentierten Musik.
„Im Mittelpunkt des Films stehen die Zerstörung und der Wiederaufbau der Kirche von Grímsey. Daher schufen wir eine Palette aus Flächenklängen und Texturen, die von Kirchenglocken inspiriert sind, und verwebten sie mit der gesamten Musik. Diese werden mit Streichern – gespielt vom Geiger John Mills vom Tippett Quartet – und subtilen Synthesizern kombiniert, um eine Klangwelt zu erschaffen, die zerbrechlich und hoffnungsvoll zugleich wirkt. Es war uns wichtig, dass die Musik die emotionale Landschaft dieser abgelegenen Gemeinde widerspiegelt, die mit Bevölkerungsrückgang, Klimawandel und einer ungewissen Zukunft zu kämpfen hat, und dabei stets Raum für ihre Stimmen und Geschichten lässt.“
Markus Goller („Frau Ella“, „25 km/h“) erzählt in seinem Film „23 000 Leben“ die Geschichte des Seenotrettungsschiffes Iuventa, das 2016 und 2017 im zentralen Mittelmeer im Einsatz war, bevor es von italienischen Behörden beschlagnahmt wurde. Die Crew der Iuventa war in dieser Zeit bei 16 Einsätzen an der Rettung von mehr als 23.000 Menschen beteiligt. Volker Bertelmann („Im Westen nichts Neues“, „Konklave“)komponierte zu dem bewegenden Drama eine feinfühlige, mitreißende Musik mit Piano, Streichern und Synthesizern.
In dem Drama „Deep Quiet Room“ erzählt Ko-shang Shen die Geschichte von Ming, die nach dem Selbstmord seiner schwangeren Frau die Pflege seines Schwiegervaters übernimmt und dabei auf dunkle Familiengeheimnisse stößt, die das Motiv für Yi-tings tragische Entscheidung enthüllen.
„Für ‚Deep Quiet Room‘ sprachen Regisseur Ko-shang Shen und ich oft über Stille, nicht einfach als Abwesenheit von Geräuschen, sondern als emotionalen Raum, den das Publikum betreten kann. Ein Großteil der Musik basiert auf Zurückhaltung: zerbrechliches präpariertes Klavier, sparsame Streicher, ferne Resonanzen und wiederkehrende Melodiefragmente, die sich im Verlauf der Geschichte subtil verändern“, berichtet Hanan Townshend („The Tree of Life“) von der Arbeit an dem Drama. „Der Film durchläuft sechs emotionale Abschnitte, die jeweils eine andere Phase von Trauer, Offenbarung, Schuld und letztendlich Zerstörung widerspiegeln. Anstatt diese als separate musikalische Welten zu behandeln, suchten wir nach einem einzigen thematischen Faden, der sich organisch parallel zum Innenleben der Figuren entwickeln konnte. Viele der Musikstücke wurden aus einer, wie Ko-shang es nannte, ,göttlichen Perspektive‘ angegangen – Musik, die mit Mitgefühl statt mit Urteilen beobachtet. Selbst in den düsteren Passagen versuchten wir, offene Horrorsprache zu vermeiden und stattdessen auf Mehrdeutigkeit, stille Spannung und emotionale Schwere zu setzen. Das Ergebnis ist eine Musik, die fein zwischen Intimität und Unbehagen changiert und die Auseinandersetzung des Films mit verdrängten Traumata widerspiegelt.“
Christopher Nolan („Inception“, „Interstellar“) hat seit zwanzig Jahren davon geträumt, Homers „Odyssee“ zu verfilmen. Längst hat der Oscar-prämierte Filmemacher einen Statur erreicht, in dem er offenbar jedes Projekt realisieren kann. In der fast dreistündigen Neuverfilmung – u.a. wurde das antike Epos 1954 mit Kirk Douglas und 2024 mit Ralph Fiennes in der Titelrolle auf die große Leinwand gebracht – versucht König Odysseus (Matt Damon) nach dem Trojanischen Krieg wieder zu seiner Frau Penelope (Anne Hathaway) und seinem Sohn Telemachos (Tom Holland) nach Ithaka zurückzukehren. Doch der Heimweg wird schwieriger als erwartet, denn Odysseus steht ein langes Abenteuer voller Gefahren bevor. So muss er sich unter anderem mit der Göttin Kalypso (Charlize Theron), dem Zyklopen Polyphem (Bill Irwin) und der Zauberin Circe (Samantha Morton) auseinandersetzen. 
In der Zwischenzeit macht sich in Odysseus‘ Heimat Ithaka eine Horde von potenziellen Nachfolgern breit, die gerne Penelope heiraten und dadurch den Thron für sich beanspruchen würden. Daher begibt sich Telemachos auf der Suche nach seinem Vater nun zu König Menelaos von Sparta (Jon Berthal), Odysseus‘ Mitstreiter im Trojanischen Krieg, und bittet diesen um Rat. Da der Film in der Bronzezeit spielt, wies Nolan seinen Komponisten Ludwig Göransson an, kein traditionelles Orchester zu verwenden, weil es das damals nicht gab, sondern Bronze als thematischen Anker für die Musik zu verwenden. Göransson nahm auf, wie er 35 Bronzegongs unterschiedlicher Größe sowie unkonventionelle Gegenstände wie Altmetall, Klimaanlagen, Wände und Geländer schlug. Dadurch entstand ein treibender, metallischer Puls, der sich oft nahtlos in das Sounddesign des Films einfügt. Während die Partitur stark auf rohen, perkussiven Elementen basiert, verwendete Göransson auch authentische Instrumente aus dieser Zeit. Um den melodischen Elementen Authentizität zu verleihen, verwendete er rekonstruierte Lyren und die Aulos – ein traditionelles antikes griechisches Doppelpfeifeninstrument. Um emotionales Tempo und ein menschliches Element hinzuzufügen, überlagerte er diese Klänge mit Synthesizern und ätherischen Hintergrundgesang, einschließlich Beiträgen des Künstlers James Blake.
Der Animations-Film „Winnipeg, el barco de la esperanza“ von Beitia und Elio Quiroga erzählt die Geschichte einer Odyssee von 2200 spanischen Flüchtlingen, die im September 1939 von Frankreich nach Chile segelten, um nach drei Jahren verheerenden Bürgerkriegs der Diktatur Francisco Francos zu entkommen.
„Die Komposition der Filmmusik für ,Winnipeg, el barco de la esperanza‘ war eine sehr emotionale Reise“, blickt Komponist Diego Navarro auf seine Arbeit an dem Film zurück. „Ich bin seit Beginn des Projekts im Jahr 2019 dabei, als die Produzenten mich um ein Interessenbekundungsschreiben baten, um den Soundtrack zu schreiben. Nachdem ich das Drehbuch gelesen hatte, war ich tief bewegt. Die Geschichte hat mich sehr berührt. Unmittelbar danach begann ich zu recherchieren und entdeckte unter anderem, dass Mitglieder eines oder mehrerer baskischer Chöre mit den Passagieren reisten. Aus offensichtlichen Gründen fand ich diese Tatsache faszinierend. Sie widmeten sich der Unterhaltung und sangen vierstimmig während der langen, beschwerlichen und einmonatigen Überfahrt nach Valparaíso, durch einen Atlantik, der von deutschen U-Booten heimgesucht wurde, und überwanden unzählige Hindernisse. Sie waren ein wesentlicher Bestandteil. Deshalb entschied ich, dass das Hauptthema neben dem Sinfonieorchester auch Chorgesang beinhalten sollte – und zwar nicht nur in diesem Stück, das den Kern der Filmmusik bildet, die ich später komponieren sollte.“
 
Playlist: 
01. Michael Giacchino - Old Pool Politics (The End of Oak Street) - 03:15 
02. David Holmes & Brian Irvine - Irish Class (Trespasses) - 04:26 
03. David Holmes - Lying to Myself My Whole Life (The Christophers) - 03:13 
04. Kathyrn MacLennan & Mike MacLennan - Fiskveiðar (Eiríki) - 04:26 
05. Adiescar Chase - The End (All Night Wrong) - 02:55 
06. Emilie Levienaise-Farrouch & Lindsay Wright - A Source Abroad (The Agency - Season 2) - 03:12 
07. Christopher Lennertz - The Truth (72 Hours) - 03:24 
08. Volker Bertelmann - 23 000 Leben (23 000 Leben) - 04:37 
09. Marcelo Zarvos - Atlantis Landing (Spacewoman) - 04:04 
10. Hanan Townshend - Living a Twisted Life (Deep Quiet Room) - 05:14 
11. Dominik Scherrer - Car Crash Guilt (The Rapture) - 03:38 
12. Ludwig Göransson - Penelope (The Odyssey) - 04:16 
13. Claudia Sarne - Supergirl Suite (Supergirl) - 03:05 
14. Atli Örvarsson - Vitamins (SILO - Season 3) - 05:02 
15. Nathaniel Mechaly - Father Uploaded (O Horizon) - 04:24 
16. Diego Navarro - Calamidad (Winnipeg, El Barco De La Esperanza) - 03:03 
17. Dan Romer - River Crossing (Little House on the Prairie - Season 1) - 03:01 
18. Ramin Djawadi - If This Be Victory (House of the Dragon - Season 3) - 05:40 
19. Ceiri Torjussen - Shabnam's Story (Delhi Crime 3) - 04:26 
20. Jeff Russo - Family (Cape Fear - Season 1) - 04:14 
21. A.R. Rahman - Nizma's Sister (BAAB) - 04:55 
22. Jason Lazarus - Klyle (Operation Taco Gary's) - 02:24 
23. François Tétaz - Love in the Shadows (My Brilliant Career) - 03:48 
24. Isabella Summers - Drive to the Field (Lucky) - 04:35 
25. Isabella Summers - Judith's Story (Ride or Die) - 03:52 
26. John Carpenter, Cody Carpenter & Daniel Davies - Resolution (Cathedral) - 03:49 
27. Michael Giacchino - Suite New Day (Spider-Man: Brand New Day) - 06:14 
28. Pino Donaggio - Don't Bring a Knife to an Axe Fight (Her Private Hell) - 09:54

Samstag, 1. August 2026

Playlist #455 vom 09.08.2026 - R.I.P. SAM NEILL (1947-2026)

Als Dr. Alan Grant in Steven Spielbergs „Jurassic Park“ (1993) wurde Sam Neill weltberühmt, doch war er schon zuvor in Filmen wie „Das Omen III“ (1981), „Jagd auf Roter Oktober“ (1990) und „Todesstille“ (1989) einem größeren Publikum bekannt. Der für drei Primetime Emmy Awards und zwei Golden Globe Awards nominierte neuseeländische Schauspieler verstarb am 13. Juli 2026 im Alter von 78 Jahren an den Folgen einer Lungenentzündung.
In der heutigen Sendung gedenken wir dem charismatischen Darsteller mit Kompositionen von John Williams, Jerry Goldsmith, Michael Nymen, Graeme Revell, Basil Poledouris, Trevor Jones, Thomas Neman, Trevor Morris und vielen anderen.
Nigel John Dermot Neill wurde am 14. September 1947 in Omagh, County Tyrone, Nordirland, als Sohn einer Engländerin, Priscilla Beatrice Ingham, und eines Neuseeländers, Dermot Neill, geboren. Infolgedessen besaß er drei offizielle Staatsbürgerschaften: die irische, die britische und die neuseeländische. Sein Urgroßvater, Percival „Percy“ Neill, Sohn eines Weinhändlers, war von Belfast nach Australien ausgewandert, wo er in Melbourne in eine Handelsfirma eintrat. Schließlich zog er nach Neuseeland und ließ sich 1863 in Dunedin nieder. Zum Zeitpunkt von Neills Geburt war sein Vater in Nordirland stationiert und diente als Offizier bei den Royal Irish Fusiliers.
1954 zog die Familie Neill nach Neuseeland und ließ sich im Christchurch-Vorort Cashmere nieder. Neill besuchte die Cashmere Primary School und die Medbury School, eine private Vorbereitungsschule. Nach einem Jahr zogen seine Eltern und seine jüngere Schwester Juliet in den Süden, in die Heimatstadt seines Vaters, Dunedin. Als Kind stotterte Neill und hoffte, von Leuten nicht angesprochen zu werden, damit er nicht antworten müsse. Er wuchs
In der Schule nannte er sich „Sam“, weil mehrere andere Jungen Nigel hießen und weil er den Namen Nigel für einen neuseeländischen Spielplatz als etwas zu affektiert empfand. Ab 1961 war er Internatsschüler am Christ’s College, einem anglikanischen Jungeninternat und Tagesgymnasium in Christchurch.
Er besuchte die University of Canterbury in Christchurch, war sich aber bezüglich seiner beruflichen Laufbahn unsicher und entschied sich, nicht in die Fußstapfen seines Vaters zu treten und weder zum Militär noch in das Familienunternehmen einzusteigen. Er erwog ein Jurastudium, fiel aber im ersten Jahr in allen vier Modulen durch. Er wirkte in mehreren Universitätsaufführungen mit, unter anderem 1969 als Theseus in „Ein Sommernachtstraum“ und in Mervyn Thompsons Inszenierung von „Marat/Sade“.
Nach seinem Umzug nach Wellington wechselte er für ein Jahr an die Victoria University of Wellington, um seinen Bachelor of Arts abzuschließen. 1970 erwarb er dort einen Bachelor-Abschluss in Anglistik. Er spielte Macbeth in einer Universitätsproduktion und wurde als professioneller Schauspieler bei Downstage engagiert, wo er Pentheus in Euripides’ „Die Bakchen“ verkörperte.
Seinen Einstand beim Film feierte Neill mit dem neuseeländischen Fernsehfilm „The City of No“ (1971), es folgten der Kurzfilm „The Water Cycle“ (1972) und der Fernsehfilm „Hunt’s Duffer“ (1973). Neill schrieb und inszenierte Filme für die New Zealand National Film Unit, darunter „Phone“ (1974), „Flare – A Ski Trip“ (1977) und „Architect Athfield“ (1977). Er spielte auch in „Landfall“ (1975). Sein Durchbruch gelang ihm mit „Sleeping Dogs“ (1977), der erstmals auch im Ausland breite Beachtung fand.
Neill zog nach Australien, wo er eine Gastrolle in der Fernsehserie „The Sullivans“ hatte. Er spielte die romantische Hauptrolle in „My Brilliant Career“ (1979) an der Seite von Judy Davis sowie in mehreren australischen Filmen, die weniger Beachtung fanden.
1981 erhielt Neill seine erste große internationale Rolle als Damien Thorn in „The Final Conflict“. Im selben Jahr spielte er die männliche Hauptrolle in Andrzej Żuławskis Kultfilm „Possession“.
Die Verfilmung von „Ivanhoe“ aus dem Jahr 1982 machte Neill in Schweden zu einer lokalen Berühmtheit. Der Film wird dort seit vier Jahrzehnten jedes Jahr am Neujahrstag auf SVT ausgestrahlt.
Er galt als einer der aussichtsreichsten Kandidaten für die Nachfolge von Roger Moore als James Bond, doch die Rolle ging letztendlich an Timothy Dalton.
Neill verkörperte Helden und gelegentlich auch Schurken in einer Reihe von Film- und Fernsehproduktionen, sowohl in Dramen als auch in Komödien. In Großbritannien erlangte er früh Bekanntheit und wurde für seine Darstellung von Sidney Reilly in der Miniserie „Reilly, Ace of Spies“ (1983) für einen Golden Globe nominiert. Eine seiner ersten amerikanischen Hauptrollen spielte er in „Amerika“ (1987), in dem er einen hochrangigen KGB-Offizier verkörperte, der die Besetzung und Aufteilung der besiegten Vereinigten Staaten leitete. Zu seinen Haupt- und Nebenrollen in Filmen zählen der Thriller „Todesstille“ (1989) und das zweiteilige Historienepos „La Révolution française“ (1989), in dem er den Marquis de Lafayette darstellte.
Neill
festigte seinen Status als Hauptdarsteller mit Filmen wie „Jagd auf Roter Oktober“ (1990), „Tod in Braunschweig“ (1990), „Jurassic Park“ (1993), „Verführung der Sirenen“ (1994), „Das Dschungelbuch“ (1994), John Carpenters „Die Mächte des Wahnsinns“ (1995), „Event Horizon“ (1997), „Der 200 Jahre Mann“ (1999) und „Jurassic Park III“ (2001). Er wirkte weiterhin in neuseeländischen Filmen mit, darunter Jane Campions „Das Piano“ (1993), „Perfect Strangers“ (2003), „Under the Mountain“ (2009) und Taika Waititis „Wo die wilden Menschen jagen“ (2016).
Er verkörperte die Titelrolle in der Miniserie „Merlin“ (1998) und kehrte später in „Merlin 2 - Der letzte Zauberer“ (2006) in diese Rolle zurück.
Neill spielte die Hauptrolle des Kardinals Thomas Wolsey in der historischen Fernsehserie „Die Tudors“.
In „Peaky Blinders“ war er als Chief Inspector Chest Campbell zu sehen, ein korrupter und sadistischer Polizist, der von Winston Churchill zur Säuberung des Nachkriegs-Birminghams entsandt wurde.
2017 war er in „Thor: Ragnarok“ als Odin zu sehen. Dieselbe Meta-Rolle übernahm er 2022 auch in „Thor: Love and Thunder“.
2022 spielte Neill in der Foxtel-Anwaltsserie „The Twelve“ die Rolle des Brett Colby.
In seiner im März 2023 erschienenen Autobiografie „Did I Ever Tell You This?“ (‚Hab ich Dir das je erzählt?‘) gab Neill bekannt, dass er sich seit März 2022 einer Chemotherapie unterziehen müsse, nachdem bei ihm ein Angioimmunoblastisches T-Zell-Lymphom (ein Non-Hodgkin-Lymphom) diagnostiziert worden sei. Er sei nach der Therapie krebsfrei gewesen. 

Filmografie:

1975: Landfall 
1977: Schlafende Hunde (Sleeping Dogs)
1979: Meine brillante Karriere (My Brilliant Career) 
1980: Barbara’s Baby – Omen III (The Final Conflict: Omen 3)
1981: Aus einem fernen Land (Da un paese lontano)
1981: Possession
1982: Ivanhoe (Fernsehfilm)
1982: Die grünen Teufel vom Mekong (Attack Force Z) 
1982: Enigma
1983: Zwei Mädchen vom Lande (The Country Girls) 
1983: Reilly, Spion der Spione (Reilly, Ace of Spies, Fernsehserie) 
1984: Das Blut der Anderen (Le Sang des autres) 
1985: Kain und Abel (Kane and Abel)
1985: Bandit aus gutem Hause – Die Captain Starlight Legende (Robbery Under Arms) 
1985: Eine demanzipierte Frau (Plenty)
1985: Nur die Liebe allein (For Love Alone)
1986: The Good Wife (The Umbrella Woman) 
1986: Strong Medicine – Tödliche Dosis (Strong Medicine) 
1987: Amerika (Fernsehserie)
1988: Im Zweifel für das Leben – Sieg über den Krebs (Leap of Faith)
1988: Ein Schrei in der Dunkelheit (A Cry in the Dark)
1989: Todesstille (Dead Calm) 
1989: Die Französische Revolution – Jahre der Hoffnung/Jahre des Zorns (La révolution française)
1990: Jagd auf Roter Oktober (The Hunt for Red October) 
1990: Gesellschaft für Mrs. Di Marco (Death in Brunswick)
1991: Allein gegen den Wind (One Against The Wind) 
1991: Undercover – Geiseln des Terrors (The Hostage)
1991: Fieber des Bösen (Fever)
1991: Bis ans Ende der Welt
1992: Das Piano (The Piano)
1992: Anschlag auf die Rainbow Warrior (The Sinking of the Rainbow Warrior)
1992: Jagd auf einen Unsichtbaren (Memoirs of an Invisible Man) 
1993: Szenen einer Familie (Family Pictures) – Regie: Philip Saville 
1993: Jurassic Park – Regie: Steven Spielberg 
1994: Eine Liebe in Australien (Country Life)
1994: Victory
1994: Verführung der Sirenen (Sirens) 
1994: Das Dschungelbuch (The Jungle Book) 
1994: Die Mächte des Wahnsinns (John Carpenter’s In the Mouth of Madness) 
1995: Forgotten Silver
1995: Zeit der Sinnlichkeit (Restoration) 
1996: Kaltblütig 1. + 2. Teil (In Cold Blood, Part 1 + 2) 
1996: Children of the Revolution
1997: Schneewittchen (Snow White: A Tale of Terror)
1997: Hering auf der Hose (The Revengers’ Comedies) 
1997: Event Horizon – Am Rande des Universums (Event Horizon) 
1998: Der Pferdeflüsterer (The Horse Whisperer) 
1998: Merlin
1999: Molokai: The Story of Father Damien
1999: Der 200 Jahre Mann (Bicentennial Man)
2000: The Dish
2000: Der Zauberpudding (The Magic Pudding, Stimme) 
2000: Sally Hemings: An American Scandal (Fernsehfilm) 
2001: Jurassic Park III
2001: Gefangen in eisigen Tiefen (Submerged, Fernsehfilm)
2001: The Zookeeper
2002: Doktor Schiwago (Doctor Zhivago)
2002: The Master Criminal (Framed)
2003: Perfect Strangers 
2002: Dirty Deeds – Dirty Business (Dirty Deeds) 
2004: Wimbledon – Spiel, Satz und … Liebe (Wimbledon)
2004: Yes  
2005: Little Fish
2005: To the Ends of the Earth (Miniseries, 3 Episoden) 
2006: Unwiderstehlich (Irresistible) 
2006: Merlin 2 – Der letzte Zauberer (Merlin’s Apprentice)
2006: Bermuda Dreieck – Tor zu einer anderen Zeit (The Triangle) 
2007: Angel – Ein Leben wie im Traum (Angel)
2007: Die Tudors (The Tudors, Fernsehserie) 
2008: Dean Spanley 
2008: Skin – Schrei nach Gerechtigkeit (Skin)
2008–2010: Crusoe (Fernsehserie) 
2009: Daybreakers 
2009: I Am You – Mörderische Sehnsucht (In Her Skin) 
2009: Under the Mountain 
2010: Happy Town (Fernsehserie) 
2010: Die Legende der Wächter (Legend of the Guardians: The Owls of Ga’Hoole, Stimme) 
2011: The Hunter 
2011: Ice – Der Tag, an dem die Welt erfriert (Ice, Fernsehfilm) 
2011: Das Geheimnis der Drachenperle (The Dragon Pearl) 
2012: Für immer Liebe (The Vow) 
2012: Alcatraz (Fernsehserie, 13 Episoden) 
2013: Escape Plan 
2013: Der Abenteurer – Der Fluch des Midas (The Adventurer: The Curse of the Midas Box) 
2013–2014: Peaky Blinders – Gangs of Birmingham (Peaky Blinders, Fernsehserie) 
2014: A Long Way Down
2014: United Passions
2015: Und dann gabs keines mehr (And Then There Were None, Miniserie) 
2015: MindGamers
2015: Backtrack – Tote vergessen nicht (Backtrack)
2015: Die Wildente (The Daughter)
2016: Wo die wilden Menschen jagen (Hunt for the Wilderpeople)
2017: Sweet Country
2017: Thor: Tag der Entscheidung (Thor: Ragnarok)
2018: The Commuter
2018: Peter Hase (Peter Rabbit)
2019: Rick and Morty (Fernsehserie, Episode 4x02, Stimme) 
2019: Ride Like a Girl – Ihr größter Traum (Ride Like a Girl)
2019: Blackbird – Eine Familiengeschichte (Blackbird)
2020: Besser wird’s nicht (Rams)
2021: Peter Hase 2 – Ein Hase macht sich vom Acker (Peter Rabbit 2: The Runaway, Stimme)
2021: Infiltration (Fernsehserie, Episode 1x01) 
2022: Jurassic World: Ein neues Zeitalter (Jurassic World Dominion)
2022: Thor: Love and Thunder
2022–2025: The Twelve (Miniserie) 
2023: The Portable Door
2023: Assassin Club
2025: The Fox (Stimme) 
2025: Untamed (Miniserie, 6 Episoden)

Playlist:

01. Jeff Russo - Sorry (Untamed) - 04:21 
02. Jerry Goldsmith - Main Title (The Final Conflict) - 03:25 
03. Graeme Revell - Storm Is Coming / Back to John (Dead Calm) - 06:19 
04. Bruce Smeaton - Plenty (Plenty) - 03:59 
05. Georges Delerue - Déclaration des Droits de l'homme (La révolution française) - 04:48 
06. Basil Poledouris - End Title (The Hunt For Red October) - 04:40 
07. Rafael May - Critical Theory (The Twelve - Season 1) - 03:52 
08. Bruce Smeaton - Main Title (A Cry In the Dark) - 03:27 
09. Shirley Walker - In A State of Molecular Flux (Memoirs of an Invisible Man) - 04:03 
10. Michael Nyman - Promise (The Piano) - 04:16 
11. John Williams - Welcome to Jurassic Park (Jurassic Park) - 07:53 
12. Rachel Portman - The Yearning / Sirens Suite (Sirens) - 03:27 
13. Basil Poledouris - Mowgli (The Jungle Book) - 03:40 
14. James Newton Howard - The Fire (Restoration) - 03:18 
15. John Ottman - Claudia Arrives (Snow White) - 03:01 
16. Graeme Revell - Harmonica III (Until the End of the World) - 03:42
17. Thomas Newman - The Rhythm of the Horse (The Horse Whisperer) - 03:15 
18. Trevor Jones - May Angels Fly Thee Home (Merlin) - 08:15 
19. James Horner - A New Home / Passage of Time (Bicentennial Man) - 04:18 
20. Iva Davies - Opening Episode 2 (The Incredible Journey of Mary Bryant) - 03:03 
21. Philippe Rombi - A Gift From Paradise (Angel) - 04:24 
22. Trevor Morris - A Historic Love (The Tudors - Season 1) - 03:00 
23. Peter Gregson - Paul Walks Alone (Blackbird) - 03:53  
24. John Carpenter & Jim Lang - The Portal Opens (In the Mouth of Madness) - 03:06 
25. Fernando Velázquez - Otto's Secret Room (The Adventurer- The Curse Of The Midas Box) - 02:56 
26. Ales Heffes - Striking A Deal With Hobbs (Escape Plan) - 05:05 
27. Michael Giacchino - Suite, Suite Dino Revenge (Jurassic World: Dominion) - 08:58

Donnerstag, 16. Juli 2026

Playlist #454 vom 26.07.2026 - DANNY GLOVER Special

Vor allem als Mel Gibsons Partner in der erfolgreichen Action-Filmreihe „Lethal Weapon“ ist Danny Glover weltweit berühmt geworden, doch auch in Filmen wie Steven Spielbergs „Die Farbe Lila“ (1984), Peter Weirs „Der einzige Zeuge“ (1985), „Predator 2“ (1990), „Saw“ (2004) oder Roland Emmerichs Katastrophenfilm „2012“ (2009) hinterließ der politisch aktive schwarze Schauspieler, Regisseur und UNICEF-Sonderbotschafter einen bleibenden Eindruck. In der heutigen Sendung sind neben der Musik aus den genannten und weiteren Filmen von Komponisten wie Maurice Jarre, Michael Kamen, Christopher Young, James Newton Howard, Basil Poledouris, Charlie Clouser, Georges Delerue, James Horner und Rachel Portman auch welche aus Serien wie „Brothers & Sisters“ und „Leverage“ zu hören.
Danny Lebern Glover wurde am 22. Juli 1946 im kalifornischen San Francisco als Sohn von Postangestellten geboren, die sich auch für Bürgerrechte engagierten. Glover studierte an der San Francisco State University, machte aber keinen Abschluss. Stattdessen war er in der Stadtverwaltung im Bereich der Gemeindeentwicklung tätig, bevor er zum Theater wechselte. „Ich empfand den Wechsel nicht als schwierig. Die Schauspielerei ist eine Plattform, die als Sprachrohr für Ideen dienen kann. Kunst ist eine Möglichkeit, Dinge zu verstehen sowie sich mit Problemen und den eigenen Gefühlen auseinanderzusetzen – all dies im Rahmen der Möglichkeiten, die sie bietet“, rekapitulierte Glover in einem Interview mit dem "Ability Magazine". „Für mich war es vielleicht ein Sprung ins Ungewisse, nicht nur wegen meiner Lernschwäche (Legasthenie), sondern auch, weil ich mich oft unbeholfen fühlte. Ich erlebte all das, was jemand empfindet, der gut 1,90 Meter groß ist, gepaart mit meinen eigenen, eher bescheidenen Vorstellungen davon, wer ich sein könnte und wie ich mich fühlen würde. Ganz gleich, ob ich mich der Kunst, der Schauspielerei oder dem Theater widme: ​​Ich bringe dabei stets besonders viel Leidenschaft und Energie ein.“ Seine ersten Erfahrungen im Theaterbereich sammelte er am American Conservatory Theatre, einem regionalen Ausbildungsinstitut in San Francisco. 
Es war sein Broadway-Debüt in Fugards „Master Harold... and the Boys“, das ihm nationale Anerkennung einbrachte und Regisseur Robert Benton veranlasste, Glover 1984 in seiner für den Oscar nominierten Film „Ein Platz im Herzen“ zu spielen. Im darauffolgenden Jahr spielte Glover in zwei weiteren Nominierungen für den besten Film mit: Er spielte den Ehemann von Whoopi Goldbergs Figur Celie in der gefeierten Literaturverfilmung „Die Farbe Lila“ und Lieutenant James McFee in Peter Weirs Krimi-Drama „Der einzige Zeuge“
Am bekanntesten ist Glover für seine Darstellung des Police-Sergeants Roger Murtaugh aus Los Angeles im Actionfilm „Lethal Weapon – Zwei stahlharte Profis“ (1987) sowie in den Fortsetzungen der Filmreihe aus den Jahren 1989, 1992 und 1998, in denen er an der Seite von Mel Gibson spielte. Er erhielt Nominierungen für den Primetime Emmy Award für seine Rollen als Nelson Mandela im HBO-Fernsehfilm „Mandela“ (1987) und als Joshua Deets in der CBS-Western-Miniserie „Lonesome Dove“ (1989). 1990 übernahm er die Hauptrolle in dem Blockbuster „Predator 2“ (an der Seite von Gary Busey), der Fortsetzung des Science-Fiction-Actionfilms „Predator“
Im selben Jahr spielte er in Charles Burnetts „To Sleep with Anger“ die Hauptrolle, wofür er mit dem Independent Spirit Award als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet wurde. Zudem wirkte er in Filmen wie „Grand Canyon – Im Herzen der Stadt“ (1991) und „Bopha!“ (1993) mit. 1994 gründete Glover gemeinsam mit dem Schauspieler Ben Guillory die Robey Theatre Company in Los Angeles zu Ehren des Schauspielers und Konzertsängers Paul Robeson. Ziel der Gründung war es, den Fokus auf Theaterstücke von und über schwarze Menschen zu legen. Ebenfalls 1994 gab Glover sein Regiedebüt mit dem Kurzfilm „Override“ für den Sender Showtime und spielte die Rolle des Baseball-Managers George Knox in dem Disney-Film „Angels in the Outfield“. Wie zuvor Humphrey Bogart, Elliott Gould und Robert Mitchum, die Raymond Chandlers Privatdetektiv Philip Marlowe verkörpert hatten, übernahm auch Glover diese Rolle in der Episode „Red Wind“ der Showtime-Serie „Fallen Angels“ (1995), wofür er eine Nominierung für den Primetime Emmy Award erhielt. 
Im selben Jahr spielte Glover die Rolle des Captain Sam Cahill in dem Kriegsfilm „Operation Dumbo Drop“. 1997 fungierte Glover über seine damalige Produktionsfirma Carrie Films als ausführender Produzent für zahlreiche Filme von Regisseuren, die ihr Debüt gaben; dazu gehörte unter anderem Pamm Malveaux’ Neo-Noir-Kurzfilm „Final Act“ mit Joe Morton in der Hauptrolle, der auf dem Independent Film Channel ausgestrahlt wurde. 1998 spielte er die Rolle des Paul D. in dem Filmdrama „Beloved“, das auf dem Roman von Toni Morrison basiert. Darüber hinaus war Glover als Synchronsprecher an vielen Kinderfilmen beteiligt, darunter „Der Prinz von Ägypten“ (1998), „Antz“ (1998) und „Our Friend, Martin“(1999). 
Im Jahr 2000 verkörperte er Will Walker in dem für den Sender TNT produzierten Biopic „Freedom Song“, was ihm eine weitere Nominierung für einen Primetime Emmy Award einbrachte. An der Seite von Gwyneth Paltrow, Anjelica Huston, Ben Stiller und Owen Wilson war Glover 2001 in Wes Andersons „The Royal Tenenbaums“ zu sehen. Er spielte in dem von der Kritik hochgelobten Spielfilm „Dreamgirls“ unter der Regie von Bill Condon und in „Po' Boy's Game“ für Regisseur Clement Virgo mit. Er trat in dem Spielfilmhit „Shooter“ von Antoine Fuqua, „Honeydripper“ von John Sayles und „Abgedreht“ von Michel Gondry auf. Glover hat auch Anerkennung für seinen weitreichenden gemeinnützigen Aktivismus und seine philanthropischen Bemühungen erlangt, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf dem Eintreten für wirtschaftliche Gerechtigkeit und dem Zugang zu Gesundheits- und Bildungsprogrammen in den Vereinigten Staaten und Afrika liegt. 
Auf internationaler Ebene war Glover von 1998-2004 als Botschafter des guten Willens für das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen tätig, wobei er sich auf Themen wie Armut, Krankheit und wirtschaftliche Entwicklung in Afrika, Lateinamerika und der Karibik konzentrierte. Außerdem ist er UNICEF-Botschafter. 2005 war Glover Mitbegründer von Louverture Films, das sich der Entwicklung und Produktion von Filmen von historischer Relevanz, sozialem Zweck, kommerziellem Wert und künstlerischer Integrität widmete. 
Das in New York ansässige Unternehmen hat eine Reihe progressiver Spiel- und Dokumentarfilme veröffentlicht, darunter „Trouble the Water“, der 2008 beim Sundance Film Festival mit dem Großen Preis der Jury ausgezeichnet wurde, „Africa Unite“, der preisgekrönte Spielfilm „Bamako“ und die jüngsten Projekte „Uncle Boonmee Who Can Recall His Past Lives“ und „The Disappearance of McKinley Nolan“. 
Glover beteiligte sich 2008 neben anderen als Produzent an dem palästinensischen Spielfilm „Das Salz des Meeres“. 2020 fungierte er gemeinsam mit Regisseur Oliver Stone als Executive Producer der dreiteiligen Reportage-Reihe „The War on Cuba“ der unabhängigen Dokumentarfilmfirma Belly of the Beast. Am 5. November 2021 startete die zweite Staffel der Serie über Kuba und die Beziehungen zwischen Kuba und den USA, die erneut drei Folgen umfassen soll. 
Im Jahr 2009 wirkte Glover in „The People Speak“ mit, einem Dokumentarfilm, der auf Howard Zinns Werk „A People's History of the United States“ basiert und Briefe, Tagebucheinträge sowie Reden gewöhnlicher Amerikaner in Form dramatischer und musikalischer Darbietungen präsentiert. Zudem übernahm er wiederkehrende Rollen in den Serien „ER“ und „Brothers & Sisters“.  
Glover spielte Präsident Thomas Wilson in dem Katastrophenfilm „2012“ unter der Regie von Roland Emmerich. 2010 war er in der schwarzen Komödie „Death at a Funeral“ sowie in dem spanischen Film „I Want to Be a Soldier“ zu sehen. 2012 spielte er eine Hauptrolle in dem Film „Donovan's Echo“. Glover spielte eine Rolle in der Science-Fiction-Komödie „Sorry to Bother You“ (2018). Außerdem wirkte er in dem Film „The Last Black Man in San Francisco“ (2019) mit. 
Im Dezember 2019 verkörperte er Milo Walker in der Actionkomödie „Jumanji: The Next Level“ an der Seite von Dwayne Johnson, Kevin Hart, Jack Black und Karen Gillan. Glover spielte Mark Walker in dem Indie-Drama „The Drummer“ (2020). Im Jahr 2020 trat er als Uncle Norman in einer Folge der ABC-Sitcom „Black-ish“ (2014–2022) auf. Er spielte Jerry in der Komödie „American Dreamer“ (2022) und Cooper in dem Liebesdrama „Press Play“ (2022). Zudem verkörperte er den Weihnachtsmann im Disney+-Film „The Naughty Nine“ (2023) sowie Michael Tedeschi im Film „Double Soul“ (2023). Zuletzt war Glover in den beiden Kurzfilmen „Newbies“ und „Grizzly Peak“ (beide 2025) zu sehen. 

Filmografie: 

1979: B.J. und der Bär (B.J. and the Bear, Fernsehserie, Folge 1x03 A Coffin with a View) 
1979: Flucht von Alcatraz (Escape from Alcatraz) 
1979: Lou Grant (Fernsehserie, Folge 3x03 Slammer) 
1979: Paris (Fernsehserie, Folge 1x02 Dear John) 
1981: Palmerstown, U.S.A. (Fernsehserie, Folge 2x06 The Threat) 
1981: The Greatest American Hero (Fernsehserie, Folge 1x07 Fire Man) 
1981: Crazy Street Life (Chu Chu and the Philly Flash) 
1981: Polizeirevier Hill Street (Hill Street Blues, Fernsehserie, 4 Folgen) 
1981: Gimme a Break! (Fernsehserie, Folge 1x06 A Man in Nell’s Room) 
1982: Out 
1983: The Face of Rage (Fernsehfilm) 
1983: Die Polizei-Chiefs von Delano (Chiefs, Fernsehdreiteiler, Folge 1x02 Part 2) 
1983: Die Schuld der Helden (Memorial Day, Fernsehfilm) 
1984: The Stand-In 
1984: Ein Platz im Herzen (Places in the Heart) 
1984: Rückkehr aus einer anderen Welt (Iceman) 
1985: Die Farbe Lila (The Color Purple) 
1985: Der einzige Zeuge (Witness) 
1985: Silverado 
1987: Mandela (Fernsehfilm) 
1987: Lethal Weapon – Zwei stahlharte Profis (Lethal Weapon) 
1988: A Place at the Table (Fernsehfilm) 
1988: BAT-21 – Mitten im Feuer (BAT21) 
1989: Weg in die Wildnis (Lonesome Dove) (Vierteilige TV-Serie) 
1989: Brennpunkt L.A. (Lethal Weapon 2) 
1989: Der Henker muss warten (Dead Man Out, Fernsehfilm) 1990: Predator 2 
1990: Zorniger Schlaf (To Sleep With Anger) 
1991: Flug durch die Hölle (Flight of the Intruder) 
1991: Reine Glückssache (Pure Luck) 
1991: Harlem Action 
1991: Grand Canyon – Im Herzen der Stadt (Grand Canyon) 
1992: Brennpunkt L.A. – Die Profis sind zurück (Lethal Weapon 3) 
1993: Queen (Miniserie, 3 Folgen) 
1993: Bopha! 
1993: Streets of New York (The Saint of Fort Washington) 
1994: Angels – Engel gibt es wirklich! (Angels in the Outfield) 
1994: Maverick – Den Colt am Gürtel, ein As im Ärmel (Maverick) 
1995: Operation: Dumbo (Operation Dumbo Drop) 
1997: Buffalo Soldiers (Fernsehfilm) 
1997: Wild America 
1997: Switchback – Gnadenlose Flucht (Switchback) 
1997: Der 100.000 $ Fisch (Gone Fishin’) 
1997: Der Regenmacher (The Rainmaker) 
1998: Lethal Weapon 4 
1998: Antz (Synchronisation) 
1998: Menschenkind (Beloved) 
1998: Der Prinz von Ägypten (The Prince of Egypt, Synchronisation) 
1999: The Monster 
2000: Freedom Song (Fernsehfilm) 
2000: Bàttu 
2000: Boesman and Lena 
2000: 3 A.M. – Drei Stunden nach Mitternacht (3 A.M.) 
2001: Die Royal Tenenbaums (The Royal Tenenbaums) 
2003: Good Fences (Fernsehfilm) 
2003: The Law and Mr. Lee (Fernsehfilm) 
2004: Earthsea – Die Saga von Erdsee (Fernsehzweiteiler, alle Folgen) 
2004: Saw 
2004: The Cookout 
2005: Emergency Room – Die Notaufnahme (ER, Fernsehserie, 4 Folgen) 
2005: Manderlay 
2005: The Exonerated (Fernsehfilm) 
2005: Missing in America 
2006: Dreamgirls 
2006: Poor Boy’s Game 
2006: Das Weltgericht von Bamako (Bamako) 
2006: Shaggy Dog – Hör mal, wer da bellt (The Shaggy Dog) 
2007: Shooter 
2007: Poor Boy’s Game 
2007: Terra (Battle for Terra) 
2007: Honeydripper 
2007: Namibia – Der Kampf um die Freiheit (Namibia: The Struggle for Liberation) 
2007–2008: Brothers & Sisters (Fernsehserie, 6 Folgen) 
2008: Abgedreht (Be Kind Rewind) 
2008: Die Stadt der Blinden (Blindness) 
2008: Gospel Hill 
2009: Night Train 
2009: The Harimaya Bridge 
2009: Down for Life 
2009: 2012 
2009: My Name Is Earl (Fernsehserie, Folge 4x19) 
2010: Legendary – In jedem steckt ein Held (Legendary) 
2010: Fünf Minarette in New York (Five Minarets in New York) 
2010: Sterben will gelernt sein (Death at a Funeral) 
2010: Alpha und Omega (Alpha and Omega, Synchronisation) 
2010: I’m Still Here 
2010: Mooz-Lum 
2010: Ich möchte Soldat werden (De mayor quiero ser soldado) 
2011: Age of the Dragons 2011: Mysteria 
2011: Leverage (Fernsehserie, Folge 4x04 The Van Gogh Job) 
2011: Psych (Fernsehserie, Folge 6x05) 
2012: Touch (Fernsehserie, 7 Folgen) 
2013: Muhammad Alis größter Kampf (Muhammad Ali's Greatest Fight) 
2013: Extraction 
2013: The Shift 2013: Chasing Shakespeare 
2013: Highland Park 
2013: The Bouquet 
2013: A Timeless Love Story – Die Liebe meines Lebens (Chasing Shakespeare) 
2013: Space Warriors – Das verrückte Weltraumcamp (Space Warriors) 
2014: Tokarev – Die Vergangenheit stirbt niemals (Rage) 
2014: Bad Ass 2: Bad Asses (Bad Asses) 
2014: Supremacy 
2014: Mumie des Grauens (Day of the Mummy) 
2015: Bad Ass 3 (Bad Asses on the Bayou) 
2015: Schachmatt – Spiel ohne Ausweg 
2015: Waffle Street 
2015: Andròn: The Black Labyrinth (Das schwarze Labyrinth) 
2015: Diablo 
2015: Gridlocked – In der Schusslinie (Gridlocked) 
2016: Almost Christmas 
2016: Dirty Grandpa 
2016: Complete Unknown 
2016: Darkweb 
2016: Mr. Pig 
2016: Criminal Minds (Fernsehserie, Folge 11x16 Derek) 
2016: Monster Trucks 
2016: Back in the Day 
2016: Pushing Dead 
2016: Mozart in the Jungle (TV-Serie, 1 Folge) 
2016: 93 Days 
2017: Erpressung – Wie viel ist deine Familie wert? (Extortion) 
2017: Locke & Key (Fernsehfilm) 
2017: The Christmas Train (Fernsehfilm) 
2017: Buckout Road 
2017: Vagabonds (Kurzfilm) 
2017: Tour de Pharmacy (Fernsehfilm) 
2017: Cold Case Files (TV-Serie, 9 Folgen) 
2017: The Good Catholic 
2018: Proud Mary 
2018: Sorry to Bother You 
2018: Come Sunday 
2018: Ulysses: A Dark Odyssey 
2018: Ein Gauner & Gentleman (The Old Man & the Gun) 
2018: Death Race: Anarchy 
2018: Izzy gegen die Weihnachtsräuber (Christmas Break-In) 
2019: The Last Black Man in San Francisco 
2019: The Dead Don’t Die 
2019: Strive 
2019: Jumanji: The Next Level 
2020: The Drummer 
2020: Black-ish (Fernsehserie, Folge 7x06 Our Wedding Dre) 
2021: Saint Paul 
2022: Raus aus dem Haus – Living the American Dream (American Dreamer) 
2022: Press Play and Love Again (Press Play) 
2023: Double Soul 
2023: Andy’s 8 – Der Weihnachtsraub (The Naughty Nine) 
2025: Newbies (Kurzfilm) 
2025: Grizzly Peak (Kurzfilm)

Playlist: 

01. Bruce Smeaton - Main Title (Iceman) - 03:31 
02. Maurice Jarre - Witness / Journey to Baltimore (Witness) - 06:22 
03. Bruce Broughton - On to Silverado (Silverado) - 06:26 
04. Quincy Jones - Reunion / Finale (The Color Purple) - 04:33 
05. Michael Kamen & Eric Clapton - Amanda (Lethal Weapon) - 03:07 
06. Michael Kamen, Eric Clapton & David Sanborn - Goodnight Rika (Lethal Weapon 2) - 04:04 
07. Christopher Young - North Passage (BAT 21) - 05:06 
08. Basil Poledouris - Captain Call's Journey (Lonesome Dove) - 07:18 
09. Basil Poledouris - Morg's Death (Flight of the Intruder) - 06:40 
10. Alan Silvestri - Swinging Rude Boys (Predator 2) - 05:33 
11. Jonathan Sheffer - Getting Close (Pure Luck) - 03:37 
12. James Newton Howard - Don't Want Out (Grand Canyon) - 06:49 
13. James Newton Howard - Matthew Takes A Picture (The Saint of Fort Washington) - 03:22 
14. James Horner - Theme From Bopha! / Amandla! (Bopha!) - 06:02 
15. Randy Edelman - Man of the Hour (Angels in the Outfield) - 03:52 
16. Randy Edelman - Sleepwalking (Gone Fishin') - 03:34 
17. Uakti - Minimal 13 (Blindness) - 03:31 
18. David Newman - Cahill and Lihn / The Temple (Operation Dumbo Drop) - 06:13 
19. Rachel Portman - Beloved (Beloved) - 03:35 
20. Charlie Clouser - Hello Zepp (Saw) - 03:03 
21. Jeff Rona - If Not Us (Earthsea) - 03:22 
22. Daniel Hart - You're Doing A Great Job (The Old Man and the Gun) - 03:35 
23. Fil Eisler - I'm Mary (Proud Mary) - 03:39  
24. Basil Poledouris - Spreader Fight (Switchback) - 10:54

Freitag, 3. Juli 2026

Playlist #453 vom 12.07.2026 - J. PETER ROBINSON Special

Vor allem durch seine Arbeit an John Schlesingers Okkult-Thriller „Das Ritual“ (1987) und seine Zusammenarbeit mit Jackie Chan an Filmen wie „Mr. Nice Guy“ und „Rumble in the Bronx“ ist der in Los Angeles ansässige britische Komponist und Arrangeur J. Peter Robinson bekannt geworden. Darüber hinaus hat er mit Künstlern wie Phil Collins, David Bowie, Eric Clapton, Al Jarreau und Frank Zappa zusammengearbeitet. Neben Arbeiten für Serien wie „Charmed“ und „The Outer Limits“ ist er mit der Musik zu Roger Donaldsons Filmen „Bank Job“ und „Pakt der Rache“ aufgefallen.
John Peter Robinson ist am 16. September 1945 im englischen Fulmer, Buckingshire, geboren und studierte Klavier und Komposition an der Royal Academy of Music. Seine Karriere als Musiker und Pianist begann er bei der Originalaufnahme von Andrew Lloyd Webbers und Tim Rices „Jesus Christ Superstar“. In den 1970er Jahren arbeitete Robinson als Session-Keyboarder mit Künstlern wie Brand X, Phil Collins, Mike Rutherford, Shawn Phillips, Quatermass, Sun Treader/Morris Pert, Carly Simon, Bryan Ferry, Stealers Wheel, The Hollies, Stanley Clarke und anderen zusammen.
Als Filmkomponist verdiente Robinson seine ersten Credits an der Seite von Michael Hoenig, mit dem er die beiden Horrorfilme „The Wraith“ (1986) und „The Gate“ (1987) sowie die englischsprachige Fassung von „Godzilla 2000“ vertonte. Seinen Durchbruch als eigenständiger Komponist feierte Robinson mit dem Score zu John Schlesingers Horror-Thriller „Das Ritual“ (1987).
Kurz darauf komponierte er den Soundtrack für den Action-Thriller „Blinde Wut“ von Philip Noyce und „Cocktail“ (1988), seiner ersten Zusammenarbeit mit dem neuseeländischen Regisseur Roger Donaldson.
Auf diese Filme folgten die überaus erfolgreichen Komödien „Wayne’s World“ (1992) und „Steinzeit Junior“ (1992). Robinsons Musik zur Action-Komödie „Mr. Nice Guy“ (1997) bildete den Abschluss eines Drei-Filme-Vertrags mit New Line Cinema und Jackie Chan, der mit dem Überraschungserfolg „Rumble in the Bronx“ (1995) begonnen hatte.
Seine langjährige Verbindung zu New Line vertiefte sich durch mehrere Projekte mit dem Horror-Spezialisten Wes Craven, darunter „Wes Craven’s New Nightmare“ (1994), „Vampire in Brooklyn“ (1995), „Nightmare Café“ (1992) und „Don’t Look Down“ (1998). Robinson komponierte zudem die Musik für John Herzfelds Film „15 Minuten Ruhm“ (2001) und arbeitete mit dem Regisseur mehrfach an Fernsehprojekten zusammen.
Nach „Cocktail“ vertonte Robinson vier weitere Filme von Roger Donaldson: „Cadillac Man“, „Mit Hand und Herz“ (2005), „Bank Job“ (2008) und zuletzt „Pakt der Rache“. Zu seinen weiteren bekannten Produktionen zählen „Der Kuss“ (1988), „Highlander III – Die Legende“ (1994) und zuletzt „R.I.P.D. 2: Rise of the Damned“ (2022)
Robinson komponierte die Musik für zahlreiche Fernsehfilme, darunter die CBS-Miniserie „Covert One: The Hades Factor“. Deren Regisseur, Mick Jackson, engagierte ihn später auch für die Serie „The Handler“. Darüber hinaus arbeitete er an „Der gefährlichste Job Alaskas“, an der langlebigen Serie „Charmed“ – die 2006 nach acht Staffeln im US-Fernsehen endete – sowie an der beliebten Reality-Serie „The Deadliest Catch“.
Robinson war durch seine Arbeit als Komponist für Film und Fernsehen so stark beansprucht, dass er schweren Herzens seine Karriere als Rock’n’Roll-Musiker aufgab – eine Laufbahn, die sich über mehr als zwei Jahrzehnte erstreckte und unter anderem eine achtjährige Tätigkeit als Keyboarder für Phil Collins umfasste. Zuvor hatte er als Songwriter, Arrangeur, Koproduzent oder Co-Songwriter mit Collins sowie mit Eric Clapton, David Bowie, Al Stewart, Quatermass, Stanley Clarke (bei dessen Album „School Days“), Brand X, Al Jarreau, Frank Zappa, Berlin und Shawn Phillips zusammengearbeitet. Obwohl er durch und durch Brite ist, lebt Robinson schon seit Langem in Los Angeles.

Filmografie: 

1985: Police Story (警察故事, Jǐngchá Gùshì) 
1986: Interceptor (The Wraith) 
1986: Heißhunger (Kate’s Secret, Fernsehfilm) 
1987: J. Edgar Hoover (Fernsehfilm) 
1987: Full House (Rags to Riches, Fernsehserie, 4 Episoden) 
1987: Gate – Die Unterirdischen (The Gate) 
1987: Das Ritual (The Believers) 
1987: Bates Motel (Fernsehfilm) 
1988: Toll treiben es die wilden Zombies (Return of the Living Dead Part II) 
1988: Cocktail 
1988: Sheriff gesucht (Desert Rats, Fernsehfilm) 
1988: Police Story 2 (警察故事 II, Jǐngchá Gùshì II) 
1988: Der Kuss (The Kiss) 
1989: Der Junge aus dem Weltall (The Gifted One, Fernsehfilm) 
1989: Klassiker der unheimlichen Art (Nightmare Classics, Fernsehserie, Episode 1x01) 
1989: Blinde Wut (Blind Fury) 
1989: Joy Stick Heroes (The Wizard) 
1990: Cadillac Man 
1990: Leben um jeden Preis (When You Remember Me, Fernsehfilm) 
1990–1991: Wunderbare Jahre (The Wonder Years, Fernsehserie, 16 Episoden) 
1990–1991, 1996: Geschichten aus der Gruft (Tales from the Crypt, Fernsehserie, 4 Episoden) 
1991: Frauen hinter Gittern (Prison Stories: Women on the Inside, Fernsehfilm) 
1991: Tödliche Absichten (Deadly Intentions… Again?, Fernsehfilm) 
1991: Höllenwut (Hell Hath No Fury, Fernsehfilm) 
1991: Im Teufelssturm (Lightning Field, Fernsehfilm) 
1991–1992: Eerie, Indiana (Fernsehserie, 5 Episoden) 
1992: Flirt mit dem Tod – Eine gnadenlose Affäre (Are You Lonesome Tonight, Fernsehfilm) 
1992: Wayne’s World 
1992: Nightmare Cafe (Fernsehserie, 6 Episoden) 
1992: Steinzeit Junior (Encino Man) 
1992: Blutspur in die Vergangenheit (With a Vengeance, Fernsehfilm) 1992: Spiel der Patrioten (The President’s Child, Fernsehfilm) 
1993: Cool! – Endlich sind die Eltern weg (The Day My Parents Ran Away, Fernsehfilm) 
1994: Freddy’s New Nightmare (Wes Craven’s New Nightmare) 
1994: Highlander III – Die Legende (Highlander III: The Sorcerer) 
1995: Rumble in the Bronx (紅番區, Hóngfān qū) 
1995: The Omen (Fernsehfilm) 
1995: Mindripper (The Outpost) 
1995: Vampire in Brooklyn (Wes Craven’s Vampire in Brooklyn) 
1995–1999: Outer Limits – Die unbekannte Dimension (The Outer Limits, Fernsehserie, 7 Episoden) 1996: Jackie Chans Erstschlag (警察故事 IV:簡單任務, Jǐngchá Gùshì IV: Jiǎndān Rènwu) 
1996: Generation X (Fernsehfilm) 
1996: Embraced – Clan der Vampire (Kindred: The Embraced, Fernsehserie, 6 Episoden) 
1996: Hilfeschreie aus dem Jenseits (Buried Secrets, Fernsehfilm) 
1997: Deadly Speed – Todesrennen auf dem Highway (Runaway Car, Fernsehfilm) 
1997: Mr. Nice Guy (一個好人, Yī Gè Hǎo Rén) 
1997: Perversions of Science (Fernsehserie, 2 Episoden) 
1998: Firestorm – Brennendes Inferno (Firestorm) 
1998: Gargantua – Das Monster aus der Tiefe (Gargantua, Fernsehfilm) 
1998: Soulskater – Vier Freunde auf Rollen (Brink!, Fernsehfilm) 
1998: Schau nie nach unten! Die Angst am Abgrund (Don’t Look Down, Fernsehfilm) 
1999: Todd McFarlane’s Spawn (Fernsehserie, 9 Episoden) 
1999: Detroit Rock City 
1999–2006: Charmed – Zauberhafte Hexen (Charmed, Fernsehserie, 73 Episoden) 
2000: Die Linda McCartney Story (The Linda McCartney Story, Fernsehfilm) 
2000: Waterproof 
2001: 15 Minuten Ruhm (15 Minutes) 
2001: Black River (Fernsehfilm) 
2001: WW3 (Fernsehfilm) 
2002: Wishcraft 
2002: Beeper 
2003: Air Terror – Killerjagd über dem Pazifik (Code 11–14, Fernsehfilm) 
2003–2004: The Handler (Fernsehserie, 8 Episoden) 
2004: 12 Days of Terror (Fernsehfilm) 
2004: Identity Theft: The Michelle Brown Story (Fernsehfilm) 
2005: Mit Herz und Hand (The World’s Fastest Indian) 
2006: Echo Park L.A. (Quinceañera) 
2006: Der Hades-Faktor (Covert One: The Hades Factor, Fernsehfilm) 
2007: Shelter 
2008: Bank Job (The Bank Job) 
2008: SIS (Fernsehfilm) 
2009–2011: Der gefährlichste Job Alaskas (Deadliest Catch, Dokuserie, 45 Episoden) 
2011: Blue Crush 2 – No Limits (Blue Crush 2) 
2011: Pakt der Rache (Seeking Justice) 
2013–2014: Cleaners (Fernsehserie, 18 Episoden) 
2016: Political Animals (Dokumentarfilm) 
2016: Heaven’s Floor 
2017: Mad Families 
2022: R.I.P.D. 2: Rise of the Damned

Playlist:

01. J. Peter Robinson & Michael Hoenig - End Credits (The Gate) - 03:08 
02. J. Peter Robinson & Michael Hoenig - Final Race (The Wraith) - 06:02 
03. J. Peter Robinson - Track 2 (The Kiss) - 02:55
04. J. Peter Robinson - End Credits (The Believers) - 05:33 
05. J. Peter Robinson - Main Theme & End Credits (Blind Fury) - 04:33 
06. J. Peter Robinson - Resolution (Nightmare Cafe) - 03:31 
07. J. Peter Robinson - Revolution Highlander - The Final Dimension (Highlander III) - 05:33 
08. J. Peter Robinson - The Park (Wes Craven's New Nightmare) - 03:38 
09. J. Peter Robinson - Chasing Julius (Vampire In Brooklyn) - 03:43 
10. J. Peter Robinson - Back to Stalking (Jackie Chan's First Strike) - 04:33 
11. J. Peter Robinson - Escape / Conclusion (Rumble In the Bronx) - 04:37 
12. J. Peter Robinson - Up and Down (Mr. Nice Guy) - 03:51 
13. J. Peter Robinson - Water Demon Suite (Charmed) - 07:35 
14. J. Peter Robinson - End Credits (Firestorm) - 04:26 
15. J. Peter Robinson - Main Title (Godzilla 2000) - 03:47 
16. J. Peter Robinson - The Dead Return (Return of the Living Dead II) - 04:03 
17. J. Peter Robinson - Memories (The World's Fastest Indian) - 03:16 
18. J. Peter Robinson - Baker Street (The Bank Job) - 04:16 
19. J. Peter Robinson - Toyland / Remembering Lisa / Strange Worship (The Believers) - 05:08 
20. J. Peter Robinson - Proposal (Seeking Justice) - 03:12 
21. J. Peter Robinson - End Titles (The Day My Parents Ran Away) - 03:47 
22. J. Peter Robinson - The Incident at Snake Gully (R.I.P.D. 2) - 04:55 
23. J. Peter Robinson - Bread Crumbs (Wes Craven's New Nightmare) - 03:28 
24. J. Peter Robinson - Stadium (Seeking Justice) - 03:27 
25. J. Peter Robinson - Conclusions (The Bank Job) - 03:24 
26. J. Peter Robinson - Forever Charmed (Charmed) - 04:13 
27. J. Peter Robinson - New York Bar [Source] (The Believers) - 07:46

Sonntag, 21. Juni 2026

Playlist #452 vom 28.06.2026 - Neuheiten 2026 (3)

Auf den Mattscheiben und Leinwänden kehrt Altbekanntes zurück. Hier ein Themenpark zur „Drachenzähmen leicht gemacht“-Reihe, dort das Sequel zu „Der Teufel trägt Prada“ und schließlich ein Remake des einst gefloppten Superhelden-Spektakels „Masters of the Universe“. In der heutigen Sendung gibt es neben den Soundtracks zu diesen Filmen auch Serien-Highlights neuer Staffeln von „Euphoria“, „Citadel“ und „Good Omens“ sowie den neuen Serien „Watson“ und „Dutton Ranch“. Freut euch auf Musik von Daniel Pemberton, Hans Zimmer, John Powell, Jeff Russo, John Williams, Volker Bertelmann, Christopher Young und vielen anderen.
In Orlando hat Universal mit „How to Train Your Dragon – Isle of Berk“ einen neuen Themenpark (nach „The Wizarding World of Harry Potter – Ministry of Magic“, „Super Nintendo World“ und „Dark Universe“ mit klassischen Monstern) eröffnet. Zu den Highlights der Ankündigung gehören neben den vielen interaktiven Drachen-Erlebnissen und der „Hiccup’s Wing Gliders“-Achterbahn die orchestrale Musik von John Powell, der bereits die Scores zu den Filmen der „Drachenzähmen leicht gemacht“-Reihe komponierte.
David Oyelowo spielt in Nate Parkers Thriller-Drama „Newborn“ die Titelfigur, die nach sieben Jahren in Einzelhaft versucht, sich ein neues Leben aufzubauen und wieder eine Bindung zu seiner Familie herzustellen – doch er muss feststellen, dass die Freiheit zu einem beängstigenden psychologischen Schlachtfeld geworden ist.
„Musikalisch ist die Welt der Einzelhaft zutiefst psychologisch geprägt und unerbittlich. Sie wirkt einerseits karg und gedämpft, andererseits aber auch weitläufig und intensiv, um die erschütternde Tiefe echter Isolation zu veranschaulichen. Schon früh im Produktionsprozess ließ Regisseur Nate Parker uns Originalaufnahmen aus Einzelhaftzellen hören – etwa das Schlagen von Häftlingen gegen Türen und Fenster. Dies wollten wir in der Filmmusik durch aggressive Metallklänge nachempfinden, die zwar rhythmisch die Konturen des Familienthemas nachzeichnen, dies jedoch in einem Ton der Verzweiflung tun. Während Chris versucht, diese Welt hinter sich zu lassen, unternimmt die Familie einen Ausflug nach Windor Peak – gedreht im stimmungsvollen Vancouver“, erzählt Komponist Anthony Willis. In Stücken wie ‚Looking for Peace‘ und ‚The Perfect Day‘ baut er eine Bindung zu seinem Sohn Jake auf; die Musik spiegelt dabei die Wärme und Intimität des Familienlebens wider – ein Gefühl der Wiederannäherung und des Nachhausekommens. Doch immer wieder wird er durch seine Umgebung und quälende Halluzinationen – etwa in ‚Visions of Prison‘ und ‚Build, Cell, Run‘ – aus der Bahn geworfen und beginnt, alles um sich herum infrage zu stellen.“
Volker Bertelmann hat bereits mit seiner Oscar-prämierten Musik zur Neuverfilmung des Klassikers „Im Westen nichts Neues“ Erfahrungen mit Kriegsfilmen machen können. Nun vertonte er mit „Pressure“ die britisch-französische Filmproduktion des australischen Filmemachers Anthony Maras, die wiederum auf dem gleichnamigen Theaterstück von David Haig basiert, das erstmals im Jahr 2014 uraufgeführt wurde. Der Film spielt in den 72 Stunden vor der geplanten alliierten Invasion in die Normandie, die von einem entscheidenden Element abhängt: das englische Wetter. Der britische Chefmeteorologe James Stagg steht vor der Aufgabe, die wichtigste Wettervorhersage der Geschichte zu liefern, was ihn in eine angespannte Pattsituation mit der gesamten alliierten Führung bringt. Falsche Bedingungen könnten die größte Seeinvasion aller Zeiten zum Scheitern bringen, während jede Verzögerung die Gefahr birgt, dass der deutsche Geheimdienst Wind von der Sache bekommt. Nur seinem vertrauten Adjutanten Captain Kay Summersby kann er sich anvertrauen, und die katastrophale Generalprobe für den D-Day verfolgt ihn, so liegt die endgültige Entscheidung beim Oberbefehlshaber der Alliierten, General Dwight D. Eisenhower…
Deborah Correa hat mit „The War Between“ Western-Drama inszeniert, das 1862 im Arizona-Territorium spielt. In den ersten Monaten des Bürgerkriegs müssen hier zwei feindliche Soldaten zusammenarbeiten, um zu überleben, nachdem sie in der Sonora-Wüste gestrandet sind.

„Schon seit meiner Kindheit liebe ich Geschichten über den Wilden Westen und den Bürgerkrieg. Als Kind schlich ich mich sogar heimlich ins örtliche Kino, um den neuesten John-Wayne-Film zu sehen – ein kleines, aber feines Vergnügen für mich. Dort wurde mir erstmals bewusst, welche Wirkung Filmmusik hat; ich war fasziniert und wollte unbedingt wissen, wie diese Art von Filmmagie entsteht“, erzählt Filmkomponist Dennis Dreith. „Als mich Ron Yungul – Autor und Produzent von ‚The War Between‘ – anfragte, ob ich die Musik für seinen im Arizona-Territorium spielenden Bürgerkriegsfilm komponieren wolle, ergriff ich sofort die Gelegenheit. Die Zusammenarbeit mit Filmemachern, die ihr erstes Projekt realisieren, kann durchaus eine Herausforderung sein, ist aber auch sehr bereichernd, da man ihnen zeigen kann, was Musik für einen Film bewirken kann. In diesem Fall hatten die Filmemacher eine klare Vorstellung von ihrem Projekt, die sich wunderbar mit meiner eigenen Vision deckte. Das Ergebnis dieser Zusammenarbeit war eine Mischung aus Aaron Copland und Earl Klugh, gepaart mit einer Hommage an die klassischen Soundtracks der Westernfilme vergangener Zeiten.“

Einst komponierte Genre-Spezialist Christopher Young die Musik zu großartigen Horror-Werken wie Clive Barkers „Hellraiser“, dessen Fortsetzung „Hellraiser II“, George A. Romeros „The Dark Half“ oder Sam Raimis „The Gift“. Mittlerweile wird der Altmeister nur noch für B-Movie-Produktionen wie dem verpatzten Remake von „Friedhof der Kuscheltiere“, dem Okkult-Horror „The Offering“ oder dem Mystery-Horror „The Piper“ engagiert. In diese Reihe gehört auch „Passenger“. Für die moderne „Jeepers Creepers“-Variante komponierte Young zwei verschiedene Arten von Musik. Während die „Passenger“-Cues gruselige Horror-Klänge präsentieren, bieten die „St. Christopher“-Stücke sakrale Chöre ohne instrumentale Begleitung. 

„Als ich die CD mit der Filmmusik zusammenstellte, beschloss ich, das eigentliche Material aus dem Film als Ausgangspunkt für eine Suite von Ideen zu nutzen, die zu einer eigenen musikalischen Erzählung weiterentwickelt wurden. Angelehnt an den Ablauf eines Gottesdienstes beginnt das Werk mit einem Vorspiel für Streichorchester (anstelle des üblichen Orgelvorspiels). Darauf folgen drei Abschnitte: Im ersten Teil singen ein Knaben- und ein Männerchor einen eigens komponierten Hymnus im Stil traditioneller episkopaler Chormusik; dieser steht für die Figur des Heiligen Christophorus. Es schließt sich eine Prozession von Geistlichen an, die Trommeln und Glocken spielen. Schließlich folgt auf diesen Abschnitt das düstere Material – jene Musik, die „The Passenger“ (den Passagier) repräsentiert. Die beiden verbleibenden Teile der Partitur sind nach demselben Prinzip aufgebaut.“

Damit gelingt Christopher Young einmal mehr das Kunststück, unauffällige Horror-Produktionen mit seiner versierten Musik extrem aufzuwerten.
1987 inszenierte Gary Goddard mit „Masters of the Universe“ mit Dolph Lundgren in der Hauptrolle ein trashiges-Action-Science-Fiction-Abenteuer, das seinen Ursprung in einer Spielzeugreihe aus dem Jahr 1982 hatte und in dem der heroische Krieger He-Man gegen den bösen Lord Skeletor und seine Armeen der Dunkelheit um die Kontrolle über Castle Grayskull kämpfte. Fast vierzig Jahre später versucht sich nun Regisseur Travis Knight („Kubo: Der tapfere Samurai“, „Bumblebee“) an einer Wiederbelebung, bewahrt in seiner Interpretation der Geschichte den skurrilen Ton der 80er-Jahre-Realverfilmung. Der gerade einmal zehn Jahre alte Prinz Adam stürzt mit seinem Raumschiff auf dem Planeten Erde ab und wird dabei von seinem mächtigen magischen Schwert getrennt, das ihn mit seiner Heimat Eternia verbindet. Erst fast zwei Jahrzehnte später findet er die kraftvolle Klinge wieder und wird durch ihre magischen Kräfte durch das All zurück auf seinen mittlerweile ziemlich anders aussehenden Heimatplaneten gewirbelt. Der wurde nämlich während seiner Abwesenheit von Skeletor übernommen und während dieser Schreckensherrschaft regelrecht in Schutt und Asche gelegt. Um Skeletor also besiegen zu können, muss Prinz Adam erst einmal die Geheimnisse seiner eigenen Vergangenheit aufdecken und zu He-Man, dem mächtigsten Mann des Universums, werden. Zum Glück kann er dabei auch auf seine engsten und treuesten Verbündeten zählen: Teela und Duncan aka Man-at-Arms.
Um He-Mans Verwandlung vom durchschnittlichen jungen Mann zu einem allmächtigen Wesen – jemandem, der ein Schwert führt, das sonst niemand handhaben kann – musikalisch zu untermalen, arbeitete Komponist Daniel Pemberton mit dem Queen-Mitbegründer Brian May gemeinsam an dem Titelsong „Electrica“. Dabei handelt es sich um eine dreiminütige Ballade, die einen 100-köpfigen Chor, ein 80-köpfiges Orchester, eine Rockband und zahlreiche Synthesizer vereint.

„Ich wollte, dass sich ein erwachsener Mann wieder wie ein kleiner Junge fühlt und ein kleiner Junge wie ein erwachsener Mann“, sagt Pemberton im Interview mit "Variety". „Ich wollte etwas, das die Wucht und Ernsthaftigkeit eines Hard-Rock-Songs besitzt, gepaart mit der Farbigkeit, dem Camp-Faktor und dem leicht Kitschigen eines eingängigen Euro-Pop-Songs. Die Einflüsse jener Zeit waren stark vom Pop geprägt. Der Song sollte genau diese Stimmung vermitteln: Sobald der Film beginnt, weiß man, dass einen etwas Unterhaltsames erwartet. Das ist das Wichtigste an diesem Film – er macht einfach ungeniert Spaß.“

In Ricardo de Montreuils Drama „Mistura“ gerät das Leben einer Frau aus den Fugen, als sie durch den Verrat ihres Mannes aus der Welt der High Society verstoßen wird. Sie wendet sich Randgruppen zu und begibt sich auf eine Reise der Wandlung; mit einem gewagten kulinarischen Unterfangen stellt sie gesellschaftliche Normen infrage und definiert ihr Leben völlig neu.
„Als Regisseur Ricardo de Montreuil mir erstmals Standbilder vom Set von ,Mistura‘ zeigte, war ich sofort fasziniert. Die Bilder besaßen eine leuchtende, zeitlose Qualität, die an ein Meisterwerk mit Sophia Loren erinnerte – eine Rückkehr zu einer Art von exquisiter Filmkunst, wie ich sie seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen hatte. Doch als ich den fertigen Film sah, entfaltete sich eine tiefere, emotional unmittelbarere Geschichte. Wir begleiten Norma, eine Frau aus privilegierten Verhältnissen, der plötzlich ihre Welt genommen wird; sie steht vor dem Nichts und ist von jener Elite-Gesellschaft isoliert, die einst ihr Leben bestimmt hatte. Ihre Reise ist geprägt von radikalem Wandel: Sie öffnet sich für Gemeinschaften, die zuvor keine Rolle für sie spielten, und fordert den Status quo durch ein gewagtes kulinarisches Projekt heraus, das schließlich ihre Seele neu definiert. Die größte Herausforderung bei der Komposition für ,Mistura‘ bestand darin, eine Klangsprache zu finden, die sowohl die äußere Schönheit von Normas Träumen als auch den inneren Kampf um ihr Überleben einfangen konnte“, berichtet Komponist Timothy Williams von der Arbeit an „Mistura“. „Die Musik musste einerseits so kultiviert wirken wie ihre Vergangenheit, andererseits aber auch so ungefiltert und rau wie ihre Gegenwart. Während Normas Themen oft durch elegante Klavier- und Streicherarrangements getragen werden, bildet die Figur des Oscar einen essenziellen Gegenpol. Um seine Welt musikalisch darzustellen, integrierte ich ein lebendiges ‚Street-Flair‘, bei dem der legendäre Alex Acuña am Schlagwerk mitwirkte. Seine rhythmischen Texturen bilden den Herzschlag der lokalen Kultur und fungieren als Katalysator, der Normas Entwicklung vorantreibt. Ganz im Sinne des Filmtitels ist auch die Filmmusik eine ‚Mistura‘ – eine bewusste Mischung. Wir verbanden klassische Strukturen mit traditionellen rhythmischen Wurzeln, um Normas Weg aus den Salons der High Society hinein in das pulsierende Herz der Gemeinschaft widerzuspiegeln.“ 
„Disclosure Day“ stellt die 30. Zusammenarbeit zwischen Regisseur Steven Spielberg und Maestro John Williams dar. Obwohl Williams dem Filmemacher vier andere Komponisten vorschlug, konnte sich Spielberg am Ende durchsetzen und den versierten Komponisten zu einem melodischen, sehr ruhigen Score zu dem Science-Fiction-Film überreden, der zwar etwas an Spielbergs Meisterwerk „Unheimliche Begegnung der dritten Art“ erinnert, sich aber in einem entscheidenden Punkt von „Disclosure Day“ unterscheidet.
„Die Filmmusik zu ,Unheimliche Begegnung der dritten Art‘ hat fast opernhaften Charakter, sie führt den Film an – sie ist dem Film gewissermaßen voraus“, meinte Spielberg in einem Interview. „Bei ,Disclosure Day‘ wollte ich hingegen, dass Johns Musik hinter dem Film steht, ihn gleichsam unterfüttert. Sie sollte den Film tragen, aber nicht zu sehr abheben lassen; sie sollte ihn lenken und stützen, sich aber niemals in den Vordergrund drängen.“

Playlist: 

01. John Powell - Fate of the Hidden World (How to Train Your Dragon - Isle of Berk) - 03:22 
02. Anthony Willis - Solitary Suite (Newborn) - 06:08 
03. Volker Bertelmann - Pressure Ending Credits (Pressure) - 06:22 
04. Dennis Dreith - Reunion and Loss (The War Between) - 03:27 
05. Christopher Young - St. Christopher #1 (Passenger) - 04:25 
06. Hans Zimmer - Rue Romance (Euphoria - Season 3) - 08:47 
07. Nick Cave & Warren Ellis - Shootout (Detective Hole) - 03:41 
08. Dickon Hinchliffe - Remarkable Bright Creatures (Remarkable Bright Creatures) - 03:04 
09. John Williams - Memory... (Disclosure Day) - 04:07 
10. Kris Bowers & Michael Dean Parsons - You Loved Me at My Worst (Spider-Noir) - 03:13 
11. Volker Bertelmann - Singing Together (La Bataille de Gaulle - L’Âge de fer) - 03:30 
12. Brian Tyler & Breton Vivian - Texas Train Station (Dutton Ranch - Season 1) - 03:22 
13. Arturo Cardelùs - Misericordia (Terra Alta) - 02:39 
14. Nick Foster & Sam Thompson - Landing (The Balloonists) - 04:01 
15. Max Aruj - She Needs You (Man on Fire) - 03:41 
16. Daniel Pemberton - Young Adam (Masters of the Universe) - 03:46 
17. Rupert Gregson-Williams - Crawl (Prisoner) - 03:48 
18. Paul Leonard-Morgan - Take Care of the Babies (Watson - Seasons 1 & 2) - 03:04 
19. Timothy Williams - If I Lost You (Mistura) - 04:10 
20. David Arnold - Jesus Is Confused (Good Omens 3) - 03:06 
21. Theodore Shapiro - Timeless (The Devils Wear Prada 2) - 04:03 
22. Siddhartha Khosla - She's Gone (Swapped) - 04:27 
23. Federico Jusid - A Message From Home (Star City) - 03:16 
24. Mike Forst - We Gotta Move (Seven Snipers) - 03:26 
25. Will Bates - Lonely Boy Absolved (Tuner) - 04:04 
26. Austin Wintory - Happy Birthday Little Buddy (SWAPMEAT) - 06:57
27. Randy Newman - Tech Boom (Toy Story 5) - 03:05
28. Jeff Russo - Citadel Redux [Broken] (Citadel - Season 2) - 08:04

  © Blogger template Brooklyn by Ourblogtemplates.com 2008

Back to TOP