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Donnerstag, 1. Oktober 2026
Die kanadische Schauspielerin Rachel McAdams zählt
mit ihren Hauptrollen in Komödien und Dramen wie „Wie ein einziger Tag“,
„Die Hochzeits-Crasher“, „Die Frau des Zeitreisenden“, „To The Wonder“ und „Southpaw“
sowie ihrer Arbeit für Fernsehen und Theater zu den beliebtesten Darstellerinnen
in Hollywood. Zu ihren Auszeichnungen zählen Nominierungen für einen Academy
Award, einen British Academy Film Award und einen Tony Award. Im Jahr 2026
wurde sie mit einem Stern auf dem Hollywood Walk of Fame geehrt. Grund genug, die
Höhepunkte aus den Soundtracks zu ihren Filmen zu präsentieren, darunter Musik
von Hans Zimmer, Aaron Zigman, James Horner, Marco Beltrami, Hanan
Townshend, Howard Shore und Pino Donaggio.
Rachel Anne McAdams wurde am 17. November 1978 in
London, Ontario, als Tochter einer Krankenschwester und eines Lastwagenfahrers
geboren. Sie wuchs in einem protestantischen Elternhaus in St. Thomas auf.
McAdams begann im Alter von vier Jahren mit dem
Eiskunstlauf, lehnte jedoch mit neun Jahren das Angebot ab, für ein Training im
Paarlauf nach Toronto zu ziehen. Sie betrieb den Sport bis zu ihrem 18.
Lebensjahr wettkampfmäßig und gewann dabei regionale Auszeichnungen. Sie
äußerte, dass das Eiskunstlaufen sie auf die Schauspielerei vorbereitet habe,
da sie dabei gelernt habe, ein gutes Körpergefühl zu entwickeln.
McAdams besuchte die Myrtle Street Public School
und das Central Elgin Collegiate Institute. Während der Sommerferien
arbeitete sie drei Jahre lang in einer McDonald’s-Filiale.
Schon im Alter von sieben Jahren entwickelte sie ein
Interesse an der Schauspielerei; ihre Eltern unterstützten sie zwar darin,
suchten ihr jedoch nicht aktiv einen Agenten. Als Kind besuchte sie Sommercamps
zu den Themen Disney und William Shakespeare. Ab ihrem zwölften Lebensjahr
wirkte sie an Produktionen der „Original Kids Theatre Company“ in London mit und
führte als Jugendliche Regie bei Kindertheaterstücken. Sie wirkte zudem an
Theateraufführungen ihrer Schule mit und gewann beim Sears Ontario Drama
Festival eine Auszeichnung für ihre schauspielerische Leistung. Ursprünglich
wollte sie an der University of Western Ontario Kulturwissenschaften studieren,
ließ sich jedoch von ihrem Theaterlehrer davon überzeugen, dass eine
professionelle Schauspielkarriere eine realistische Option darstellte.
Sie begann ein vierjähriges Theaterstudium an der York
University und schloss dieses 2001 mit einem Bachelor of Fine Arts (mit
Auszeichnung) ab. Während ihrer Studienzeit arbeitete sie mit der in Toronto
ansässigen Necessary Angel Theatre Company zusammen.
Im Jahr 2001 gab McAdams ihr Fernsehdebüt in dem
MTV-Piloten „Shotgun Love Dolls“ in der Rolle der Beth Swanson; die
Dreharbeiten fanden während der Semesterferien an der York University statt. Ebenfalls
in diesem Jahr debütierte sie im kanadischen Film mit der Komödie „My Name
Is Tanino“. Die italienisch-kanadische Koproduktion wurde auf Sizilien
gedreht, als McAdams 22 Jahre alt war; für sie war es zudem das erste
Mal, dass sie in einem Flugzeug saß. Später erhielt McAdams in Kanada
eine Nominierung für den Genie Award für ihre Rolle in dem Drama „Perfect
Pie“.
2002 gab sie an der Seite von Rob Schneider und Anna
Faris ihr Hollywood-Debüt in der Komödie „The Hot Chick“ – ein Film,
den McAdams als „großen Meilenstein“ ihrer Karriere bezeichnete. Sie
spielte eine zickige Highschool-Schülerin, die ihren Körper mit der von Schneider
verkörperten Figur – einem Kleinkriminellen – tauscht. Anschließend kehrte McAdams
nach Kanada zurück, um die Rolle der Kate McNab in „Slings and Arrows“ zu
übernehmen – einer Comedy-Miniserie über das Theaterleben hinter den Kulissen
des fiktiven „New Burbage Shakespearean Festival“. Nach ihrem Erfolg in den
Vereinigten Staaten wurde ihre Figur aus der zweiten Staffel der Serie
herausgeschrieben. Für ihre Arbeit an der Serie erhielt sie zwei Nominierungen
für den Gemini Award, von denen sie eine gewann.
Der Durchbruch gelang McAdams im Jahr 2004 mit der
Komödie „Mean Girls – Girls Club“, in der sie an der Seite von Lindsay
Lohan, Lacey Chabert und Amanda Seyfried spielte. McAdams war
24 Jahre alt, als sie für die Rolle der arroganten Highschool-Anführerin Regina
George besetzt wurde; bei der Darstellung ihrer Figur orientierte sie sich an Alec
Baldwins schauspielerischer Leistung in dem Drama „Glengarry Glen Ross“
(1992).
Der Film spielte weltweit 129 Millionen US-Dollar ein und
brachte McAdams zwei MTV Movie Awards ein.
Ebenfalls im Jahr 2004 spielte McAdams an der Seite
ihres kanadischen Kollegen Ryan Gosling in dem romantischen Drama „Wie
ein einziger Tag“, das auf dem gleichnamigen Roman von Nicholas Sparks
basiert. Vor Drehbeginn verbrachte McAdams einige Zeit in Charleston,
South Carolina, um sich mit dem Südstaaten-Akzent vertraut zu machen, und nahm
Ballett- sowie Etikette-Unterricht. McAdams gewann einen MTV Movie Award
und vier Teen Choice Awards.
Im Jahr 2005 spielte McAdams an der Seite von Owen
Wilson, Vince Vaughn und Bradley Cooper in der romantischen Komödie „Die
Hochzeits-Crasher“. Sie verkörperte die Tochter eines einflussreichen
Politikers, die in ein Liebesdreieck mit den von Wilson und Cooper
gespielten Figuren gerät. Zur Vorbereitung auf emotionale Szenen hörte sich McAdams
wiederholt den Song „Landslide“ von Fleetwood Mac aus dem Jahr 1975 an. Für
eine Bootssequenz absolvierte sie ein Segeltraining, da ihre Figur als
versierte Seglerin dargestellt wurde.
Anschließend spielte McAdams an der Seite von Cillian
Murphy in Wes Cravens Psychothriller „Red Eye“ die
Hauptrolle; sie verkörperte eine junge Hotelmanagerin, die während eines
Nachtflugs von Murphys Figur als Geisel genommen wird. Ende 2005 stand McAdams
gemeinsam mit Sarah Jessica Parker und Diane Keaton in der
weihnachtlichen Familien-Dramödie „The Family Stone – Verloben verboten!“ vor der Kamera,
die McAdams die Gelegenheit bot, eine zerzauste und sarkastische
Schwester zu spielen, anstatt der üblichen Rollen als „offensichtliche“
Freundin oder Ehefrau.
Von 2006 bis 2007 legte McAdams eine Pause von ihrer
Filmkarriere ein. In dieser Zeit lehnte sie Rollen in den Filmen „Der Teufel
trägt Prada“ (2006), „Casino Royale“ (2006), „Mission: Impossible
III“ (2006), „Iron Man“ (2008) und „Get Smart“ (2008) ab.
Im Jahr 2008 kehrte McAdams zu ihrer Filmkarriere
zurück. Sie spielte an der Seite von Pierce Brosnan und Chris Cooper in
dem im Stil des Film noir gehaltenen Drama „Married Life“ (angesiedelt
in den 1940er Jahren) die Rolle der Kay Nesbitt, einer jungen Witwe, die das
Herz der beiden älteren Männer erobert.
Anschließend war McAdams an der Seite von Tim
Robbins und Michael Peña in der Roadmovie-Dramödie „The Lucky Ones“zu sehen; der Film erzählt die Geschichte dreier Soldaten aus dem Irakkrieg,
die nach ihrer Rückkehr in die USA eine kurze Reise quer durchs Land
unternehmen.Im Jahr 2009 spielte McAdams an der Seite von Russell
Crowe, Helen Mirren und Ben Affleck in dem Politthriller „State
of Play – Stand der Dinge“, der auf der gleichnamigen BBC-Fernsehserie
basiert. McAdams verkörperte Della Frye, eine Online-Reporterin, die
gemeinsam mit Crowes Figur – einem erfahrenen Printjournalisten – einer
möglichen Verschwörung nachgeht.
Ebenfalls 2009 spielte McAdams an der Seite von Eric
Bana in dem romantischen Science-Fiction-Drama „Die Frau des
Zeitreisenden“, das auf dem gleichnamigen Bestsellerroman von Audrey
Niffenegger basiert.
Kurz darauf war sie als Irene Adler in der Neuverfilmung der
Romanreihe des „Sherlock Holmes“ und 2012 in der Fortsetzung „Sherlock
Holmes: Spiel im Schatten“ zu sehen. 2012 folgten Spielfilmarbeiten
mit Terrence Malick und Brian De Palma. In Malicks Drama „To
the Wonder“ ist sie als Geliebte von Ben Affleck zu sehen, während
sie in De Palmas Thriller „Passion“ (eine Neuverfilmung von Alain
Corneaus „Liebe und Intrigen“ aus dem Jahr 2010) an der Seite von Noomi
Rapace agiert. Beide Filme erhielten Einladungen in den Wettbewerb der 69.
Internationalen Filmfestspiele von Venedig. 2015 war sie in einer Hauptrolle in
der zweiten Staffel der HBO-Serie „True Detective“ neben Colin
Farrell, Vince Vaughn und Taylor Kitsch zu sehen. 2015 übernahm sie eine größere Rolle in dem Film „Spotlight“,
wofür sie eine Nominierung als Beste Nebendarstellerin bei der Oscarverleihung
2016 erhielt, sowie in dem Boxerdrama „Southpaw“ und in Wim Wenders‘
Drama „Every Thing Will Be Fine“. Zuletzt war sie in Sam Raimis
Survival-Horror-Thriller „Send Help“ zu sehen.
Filmografie:
2000–2001: The Famous Jett Jackson (Fernsehserie, 2 Folgen)
2001: Shotgun Love Dolls
2002: My Name is Tanino
2002: Mission Erde – Sie sind unter uns (Earth: Final
Conflict, Fernsehserie)
2002: Perfect Pie
2002: Guilt by Association (Coupable par Amour)
2002: Hot Chick – Verrückte Hühner (The Hot Chick)
2003–2005: Slings and Arrows (Fernsehserie, 7 Folgen)
2004: Girls Club – Vorsicht bissig! (Mean Girls)
2004: Wie ein einziger Tag (The Notebook)
2005: Red Eye
2005: Die Familie Stone – Verloben verboten! (The Family
Stone)
2007: Married Life
2008: The Lucky Ones
2009: State of Play – Stand der Dinge (State of Play)
2009: Die Frau des Zeitreisenden (The Time Traveler’s
Wife)
2009: Sherlock Holmes
2010: Morning Glory
2011: Midnight in Paris
2011: Sherlock Holmes: Spiel im Schatten (Sherlock
Holmes: A Game of Shadows)
2012: Für immer Liebe (The Vow)
2012: To the Wonder
2012: Passion
2013: Alles eine Frage der Zeit (About Time)
2014: A Most Wanted Man
2015: Every Thing Will Be Fine
2015: Aloha – Die Chance auf Glück (Aloha)
2015: True Detective (Fernsehserie, 5 Folgen)
2015: Southpaw
2015: Spotlight
2015: Der kleine Prinz (The Little Prince)
2016: Doctor Strange
2017: Ungehorsam (Disobedience)
2018: Game Night
2020: Eurovision Song Contest: The Story of Fire Saga
2021: What If…? (Fernsehserie, Folge 1x04, Stimme)
2022: Doctor Strange in the Multiverse of Madness
2023: Are You There God? It’s Me, Margaret.
2023: Dave (Fernsehserie, 3 Folgen)
2026: Send Help
01. Danny Elfman - End Credits (Send Help) - 03:04
02. Rolfe Kent - Regina's Revenge (Mean Girls) - 03:14
03. Rolfe Kent - Claire, a Beach and John (Wedding Crashers) - 03:21
04. Matthew Herbert - Goodbye (Disobedience) - 06:18
05. Michael Giacchino - It's Snowing (The Family Stone) - 05:10
06. Aaron Zigman - End Title (The Notebook) - 05:07
07. Marco Beltrami - Arriving at the Airport (Red Eye) - 04:11
08. Dickon Hinchliffe - He Decided to Kill Her/Photoshop (Married Life) - 03:07
09. Rolfe Kent - Driving Across the Prairie (The Lucky Ones) - 01:58
10. Alex Heffes - Cal Connects the Evidence (State of Play) - 04:34
11. Mychael Danna - Meadow (The Time Traveler's Wife) - 03:19
12. Rachel Portman & Michael Brook - A Good Life Again (The Vow) - 02:58
13. Hanan Townshend - Marina's Theme - Overture (To the Wonder) - 06:28
14. Pino Donaggio - Journey Through a Nightmare (Passion) - 07:46
15. Herbert Grönemeyer - They're Closing In (A Most Wanted Man) - 03:14
16. James Horner - The Funeral, Alone… (Southpaw) - 05:16
17. Michael Giacchino - Ancient History (Doctor Strange) - 04:00
18. Howard Shore - Delivering the News (Spotlight) - 03:40
19. Matthew Herbert - For Love (Disobedience) - 04:14
20. Rachel Portman & Michael Brook - Remember (The Vow) - 02:30
21. Cliff Martinez - I Cheat at Everything (Game Night) - 03:19
22. Alex Heffes - Research (State of Play) - 04:36
23. Hans Zimmer - Catatonictes - End Titles (Sherlock Holmes) - 03:28
24. James Horner - A Cry For Help (Southpaw) - 04:16
25. Hans Zimmer - Score Suite (Are You There God? It's Me, Margaret.) - 05:38
26. Hanan Townshend - Sweet Prospect (To the Wonder) - 05:17
27. Michael Giacchino - The Family Stone Suite (The Family Stone) - 09:06
Sonntag, 23. November 2025
Playlist #437 vom 30.11.2025 - SUSAN SARANDON Special
Susan Sarandon zählt nicht nur wegen ihres Oscar-Gewinns für ihre beeindruckende Darstellung in dem Drama „Dead Man Walking – Sein letzter Gang“ (1995) zu den profiliertesten Schauspielerinnen in Hollywood. In ihrer umfangreichen Werksbiografie finden sich Dramen, Thriller, Komödien und historische Stoffe ebenso wie eine Vielfalt an Serien. In der heutigen Sendung gibt es Musik aus einigen ihrer bekanntesten Filme wie „Begierde“, „Die Hexen von Eastwick“, „Light Sleeper“, „Betty und ihre Schwestern“, „Thelma & Louise“, „Der Klient“, „Im Zwielicht“ und „Seite an Seite“ von Komponisten wie John Williams, Howard Shore, Mark Isham, Elmer Bernstein, Hans Zimmer, Michel Legrand, Danny Elfman und Thomas Newman zu hören.
Susan Abigail Sarandon wurde am 4. Oktober 1946 in New York
City als ältestes von neun Kindern einer streng katholischen Familie
italienisch-walisischer Herkunft namens Tomalin geboren. Während sie die Edison
High School in Edison Township besuchte, trat sie 1962 einer Band und einer
Tanzgruppe bei, um kranke Kinder in einer nahegelegenen Reha-Klinik zu
unterhalten. In der elften Klasse spielte sie die Hauptrolle in dem
Theaterstück „Lady Precious Stream“, in der zwölften Klasse verkörperte
sie die Titelrolle in der Komödie „My Sister Eileen“ und wurde dafür in
den Lokalzeitungen erwähnt. 1964 wurde Sarandon in die National Honor Society
aufgenommen und schloss die High School ab. Sie besuchte von 1964 bis 1968 die
Catholic University of America in Washington D.C., wo sie einen Bachelor of Arts
in Drama erwarb und bei dem Schauspiellehrer Gilbert V. Hartke studierte,
während sie ihren Lebensunterhalt als Sekretärin, Putzfrau und Model verdiente.
Obwohl sie zunächst recht wenig Interesse an der Schauspielerei hatte, wirkte
sie 1964 an einer Theateraufführung mit und lernte dort ihren späteren Ehemann
Chris Sarandon kennen, mit dem sie von 1967 bis 1979 verheiratet war. Das Paar
wurde 1970 für John G. Avildsens „Joe – Rache für Amerika“
gecastet, doch nur Susan Sarandon bekam eine Rolle. Es folgten kleinere Parts
für das Fernsehen während ihres Studiums, ehe sie an der Seite von Robert
Redford 1975 in „Tollkühne Flieger“ zu sehen war. In dem
Kult-Musical „The Rocky Horror Picture Show“ feierte sie in der Rolle der
Janet Weiss ihren ersten großen Erfolg. Für Louis Malle stand sie in „Pretty
Baby“ (1978) und „Atlantic City“ (1980) vor der Kamera, erhielt für
den letzteren ihre erste Oscar-Nominierung.
Ihr umstrittenster Filmauftritt war in Tony Scotts
modernem Vampir-Drama „Begierde“ (1983), in dem sie eine Sexszene mit Catherine
Deneuve hatte. Es war der erste amerikanische Mainstream-Film mit einer
solchen Szene zwischen zwei Star-Schauspielerinnen. Anschließend war sie in der
Fantasy-Komödie „Die Hexen von Eastwick“ (1987) an der Seite von Jack
Nicholson, Cher und Michelle Pfeiffer zu sehen, um dann mit Kevin
Costner und Tim Robbins in dem Film „Annies Männer“ (1988)
mitzuwirken, der sowohl kommerziell als auch bei den Kritikern ein Erfolg war.
Sarandon wurde in den 1990er-Jahren vier weitere Male
für den Oscar nominiert: als Beste Hauptdarstellerin für ihre Rollen als Louise
Sawyer in Ridley Scotts Road-Movie-Drama „Thelma & Louise“
(1991), Michaela Odone in „Lorenzos Öl“ (1992) und Reggie Love in Joel
Schumachers Adaption von John Grishams Bestseller „Der Klient“
(1994). Den Oscar gewann sie schließlich für „Dead Man Walking“ (1995),
in dem sie Schwester Helen Prejean spielte, die regelmäßig einen verurteilten
Mörder im Todestrakt besucht. Außerdem erhielt sie acht
Golden-Globe-Nominierungen, unter anderem für die Filme „Frühstück bei ihr“
(1990), „Seite an Seite“ (1998), „Igby“ (2002) und „Bernard
and Doris“ (2007).
Zu ihren weiteren Filmen zählen „Bob Roberts“ (1992),
„Betty und ihre Schwestern“ (1994), „James und der Riesenpfirsich“
(1996), „Überall, nur nicht hier“ (1999), „Darf ich bitten?“
(2004), „Alfie“ (2004), „Elizabethtown“ (2005), „Verwünscht“
(2007) und „Speed Racer“ (2008). Sarandon hatte nicht nur
Gastauftritte in zwei Folgen der „Simpsons“, sondern auch in „Friends“,
„Malcolm mittendrin“, „Saturday Night Live“, „30 Rock“ und „Mike &
Molly“.
Sarandon sprach den Kommentar zu über zwei Dutzend
Dokumentarfilmen, von denen viele soziale und politische Themen behandelten.
Außerdem moderierte sie zahlreiche Folgen der PBS-Dokumentarfilmreihe
Independent Lens. 1999 und 2000 moderierte und präsentierte sie Mythos, eine
Vortragsreihe des verstorbenen amerikanischen Mythologieprofessors Joseph
Campbell. Sarandon ist zudem Jurymitglied des NYICFF, eines New
Yorker Filmfestivals, das sich auf Filme für Kinder und Jugendliche zwischen 3
und 18 Jahren spezialisiert hat.
Sarandon spielte 2009 in Peter Jacksons „In
meinem Himmel“ an der Seite einer Starbesetzung und arbeitete mit ihrer
Tochter Eva Amurri, die aus einer Liebesbeziehung mit dem italienischen
Regisseur Franco Amurri stammt, in „Middle of Nowhere“ (2008), „That's
My Boy“ (2012) und „Das geheime Leben der Marilyn Monroe“ (2015)
zusammen. Sie wirkte in den Filmen „Arbitrage“ (2012), „Cloud Atlas“
(2012), „Tammy“ (2014) und „The Meddler“ (2015) mit. 2017
verkörperte Sarandon Bette Davis in der ersten Staffel der FX-Anthologie-Serie
„Feud“, wofür sie ihre neunte Golden-Globe-Nominierung erhielt.
2018 wurde Sarandon Mitglied des „Social Impact
Advisory Board“ des San Diego International Film Festival. Im Herbst 2022
spielte sie die Hauptrolle in der FOX-Fernsehserie „Monarch“. 2023 war
sie in dem DC-Extended-Universe-Superheldenfilm „Blue Beetle“ zu sehen.
2025 spielte sie an der Seite von Vince Vaughn in „Nonnas“, einer
US-amerikanischen Komödie unter der Regie von Stephen Chbosky. Ebenfalls
2025 gab sie ihr britisches Bühnendebüt in Tracy Letts’ Stück „Mary
Page Marlowe“.
Sarandon ist bekannt für ihr aktives Engagement bei
progressiven und linken politischen Anliegen. Ihr Einsatz reicht von Spenden an
Organisationen wie EMILY's List bis hin zur Teilnahme an einer Delegation nach
Nicaragua im Jahr 1983. 1999 wurde sie zur UNICEF-Botschafterin des Guten
Willens ernannt. In dieser Funktion unterstützte sie aktiv die weltweite
Interessenvertretung der Organisation sowie die Arbeit des kanadischen
UNICEF-Komitees. 2006 war sie eine von acht Frauen, die ausgewählt wurden, die
olympische Flagge bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele 2006 in
Turin, Italien, zu tragen. Im selben Jahr erhielt Sarandon den
humanitären Preis von Action Against Hunger. 2018 spendete sie Obstbäume an die
Jamaica Houses der New Yorker Wohnungsbehörde im Stadtbezirk Queens. Sarandon
besuchte die Wohnanlage persönlich, um beim Pflanzen der Bäume zu helfen. Im
Jahr 2022 wurde sie Botschafterin des HALO Trust, einer
Minenräumungsorganisation. Im Mai 2024 rief sie die irischen Wähler dazu auf,
Mick Wallace und Clare Daly als Europaabgeordnete wiederzuwählen. Immer wieder
hat Sarandon in der Vergangenheit auch demokratische
Präsidentschaftskandidaten wie Barack Obama und Bernie Sanders
unterstützt.Filmografie (Auswahl)
1970: Joe – Rache für Amerika
1971: A World Apart (Fernsehserie, 1 Episode)
1971: Fleur bleue
1971: Mortadella (La Mortadella)
1974: Extrablatt (The Front Page)
1974: Aus Liebe zu Molly (Lovin’ Molly)
1974: F. Scott Fitzgerald and ’The Last of the Belles’
(Fernsehfilm)
1975: The Rocky Horror Picture Show
1976: Geheimnis der Libelle (Dragonfly)
1977: Jenseits von Mitternacht (The Other Side of
Midnight)
1978: Pretty Baby
1978: König der Zigeuner (King of the Gypsies)
1979: Fast wie im siebten Himmel (Something Short of
Paradise)
1980: Atlantic City, USA (Atlantic City)
1980: Ein Walzer vor dem Frühstück (Loving Couples)
1982: Der Sturm (Tempest)
1983: Begierde (The Hunger)
1984: Biete Mutter – suche Vater (The Buddy System)
1985: A.D. – Anno Domini (A.D., Fernsehserie, 5
Episoden)
1985: Tödliche Beziehungen (Compromising Positions)
1987: Die Hexen von Eastwick (The Witches of Eastwick)
1988: Annies Männer (Bull Durham)
1988: Hell Zone – Im Vorhof zur Hölle (Woman of Valor)
1988: Sweethearts Dance – Liebe ist mehr als ein Wort (Sweet
Hearts Dance)
1989: Im Zeichen der Jungfrau (The January Man)
1991: Thelma & Louise
1992: Bob Roberts
1992: Light Sleeper
1992: Lorenzos Öl (Lorenzo’s Oil)
1994: Safe Passage
1994: Der Klient (The Client)
1994: Betty und ihre Schwestern (Little Women)
1995: Dead Man Walking – Sein letzter Gang (Dead Man
Walking)
1996: James und der Riesenpfirsich (James and the Giant
Peach, Stimme)
1996: Tell the Truth and Run: George Seldes and the American
Press (Dokumentarfilm, Stimme)
1998: Illuminata
1998: Seite an Seite (Stepmom)
1998: Im Zwielicht (Twilight)
1999: Das schwankende Schiff (Cradle Will Rock)
1999: Überall, nur nicht hier (Anywhere But Here)
1999: Earthly Possessions (Fernsehfilm)
2000: Joe Goulds Geheimnis (Joe Gould’s Secret)
2001: Friends
2002: Malcolm mittendrin (Malcolm in the Middle,
Fernsehserie, 2 Episoden)
2002: Groupies Forever (The Banger Sisters)
2002: Moonlight Mile
2003: Gefangen im ewigen Eis – Die Geschichte der Dr. Jerri
Nielsen (Ice Bound, Fernsehfilm)
2004: Darf ich bitten? (Shall We Dance)
2004: Alfie
2004: Noel
2005: Romance & Cigarettes
2005: Elizabethtown
2005: Die Simpsons (The Simpsons, Fernsehserie,
Episode 17x14 Bart Has Two Mommies, Stimme)
2005: The Exonerated
2006: Unwiderstehlich (Irresistable)
2006: Bernard and Doris
2007: Im Tal von Elah (In the Valley of Elah)
2007: Emotional Arithmetic
2007: Verwünscht (Enchanted)
2007: Mr. Woodcock
2008: Speed Racer
2008: Emergency Room – Die Notaufnahme (ER,
Fernsehserie, Episode 15x19 Old Times)
2008: Middle of Nowhere
2009: In meinem Himmel (The Lovely Bones)
2009: Solitary Man
2009: Leaves of Grass
2009: Zeit der Trauer (The Greatest)
2010: Ein Leben für den Tod (You Don’t Know Jack,
Fernsehfilm)
2010: Wall Street: Geld schläft nicht (Wall Street: Money
Never Sleeps)
2010: Peacock
2011: 30 Rock (Fernsehserie, 2 Episoden)
2011: Jeff, der noch zu Hause lebt (Jeff, Who Lives at
Home)
2012: Der Chaos-Dad (That’s My Boy)
2012: Arbitrage – Macht ist das beste Alibi (Arbitrage)
2012: The Big C (Fernsehserie, 6 Episoden)
2012: Robot & Frank
2013: Snitch – Ein riskanter Deal (Snitch)
2013: The Big Wedding
2013: Mein Leben mit Robin Hood (The Last of Robin Hood)
2013–2014: Mike & Molly (Fernsehserie, 2 Episoden)
2014: Tammy – Voll abgefahren (Tammy)
2014: The Calling
2015: Alle Farben des Lebens (3 Generations)
2015: Mit besten Absichten (The Meddler)
2016: Zoolander 2
2016: Ace the Case – Olivia allein zu Haus (Ace the Case)
2017: At Home with Amy Sedaris (Fernsehserie) Folge 2x05 Anniversary
2017: Feud – Die Feindschaft zwischen Bette und Joan (Feud:
Bette and Joan, Fernsehserie, 8 Episoden)
2017: Bad Moms 2 (A Bad Moms Christmas)
2017–2018: Neo Yokio (Fernsehserie, 7 Episoden, Stimme)
2017–2019: Ray Donovan (Fernsehserie, 19 Episoden)
2018: The Death and Life of John F. Donovan
2018: Viper Club
2019: Blackbird – Eine Familiengeschichte (Blackbird)
2019: VHYes
2019: Jesus Rolls (The Jesus Rolls)
2020: Fearless (Stimme)
2021: Ride the Eagle
2022: Forty Winks
2022: Monarch (Fernsehserie, 4 Episoden)
2023: Hochzeit auf Umwegen (Maybe I do)
2023: Blue Beetle
2023: C*A*U*G*H*T (Fernsehserie, 6 Episoden)
2024: The Gutter
2024: The Fabulous Four
2024: The Six Triple Eight
2025: Nonnas
Playlist:
01. Hans Zimmer - Thelma & Louise End Titles (Thelma & Louise) - 03:58
02. Henry Mancini - Free As A Bird (The Great Waldo Pepper) - 03:00
03. Elmer Bernstein - End Credits (Twilight) - 05:05
04. John Williams - The Dance of the Witches / End Credits (The Witches of Eastwick) - 04:47
05. Thomas Newman - Valley of the Shadow (Little Women) - 02:10
06. Michel Legrand - Le sauvage (The Other Side of Midnight) - 03:50
07. Michel Legrand - Slot Machine Baby (Atlantic City) - 03:43
08. Léo Delibes - Lakme [Excerpt] (The Hunger) - 06:11
09. Dave Grusin - Father and Daughter / Stoltz and Suzette (A Dry White Season) - 02:36
10. George Fenton - The Reading (White Palace) - 03:59
11. Danny Elfman - Score Suite (Anywhere But Here) - 07:35
12. Thomas Newman - The Player (The Player) - 03:07
13. Brian Tyler - I Have Only Now (Children of Dune) - 03:12
14. John Williams - A Christmas Quilt (Stepmom) - 03:56
15. Mark Isham - Body Parts (In the Valley of Elah) - 04:39
16. Cliff Martinez - Just Go Away (Arbitrage) - 05:23
17. Cliff Martinez - I Met Your Daughter (The Company You Keep) - 04:03
18. Dominic Lewis - Pretty Face (Jolt) - 02:23
19. Brian Eno, Jon Hopkins & Leo Abrahams - Ship In A Bottle (The Lovely Bones) - 02:31
20. Craig Armstrong - Money (Wall Street: Money Never Sleeps) - 03:13
21. Christophe Beck - Allen & Rose (The Greatest) - 02:39
22. Daniel Licht - Flooded Suspense (Dishonored) - 03:05
23. Aaron Zigman - Finding Abram (The Six Triple Eight) - 04:26
24. Marcelo Zarvos - The Letter (Nonnas) - 04:54
25. Reinhold Heil, Johnny Klimek & Tom Tykwer - Temple of Sacrifice (Cloud Atlas) - 02:03
26. Michael Been - Marianne's Fall (Light Sleeper) - 03:14
27. Howard Shore - Romey's Suicide (The Client) - 08:34
28. Eddie Vedder & Nusrat Fateh Ali Khan - The Long Road (Dead Man Walking) - 10:39
Mittwoch, 1. Oktober 2025
Playlist #433 vom 05.10.2025 - R.I.P. Robert Redford (1936-2025)
Robert Redford unzweifelhaft zu den bekanntesten
Schauspielern seiner Generation und zu den wichtigsten Filmemachern, der als
Initiator des Sundance Film Festivals vor allem Independent-Produktionen
ein wichtiges Podium bietet. Darüber hinaus hat er sich als Umweltschützer einen
Namen gemacht und kämpfte für die Rechte der indigenen Bevölkerung. Nach
ersten Fernsehauftritten im Jahr 1960 (in Serien wie „Maverick“, „Rescue 8“,
„Playhouse 90“, „Perry Mason“ und „Tate“) avancierte Redfordin den 1970er Jahren zu einem der populärsten Schauspieler der
New-Hollywood-Generation und war auch als Regisseur erfolgreich.Nun verstarb die Hollywood-Legende am 16. September 2025 in Sundance, Utah, im Alter von 89 Jahren.Der am 18. August 1936 im kalifornischen Santa Monica
geborene Robert Redford wuchs in einfachen Verhältnissen auf, erhielt
1955 als herausragender Baseballspieler ein Stipendium der University of
Colorado, doch brachen seine sportlichen und schulischen Leistungen nach dem
Tod seiner Mutter ein. Nach dem Verlust seines Stipendiums jobbte Redford
u.a. auf Ölfeldern und ging schließlich nach Europa, wo er in Paris und Florenz
mehrere Kunstakademien besuchte und sich zeitweise als Straßenmaler versuchte.
Nach seiner Rückkehr in die USA 1958 studierte Redford Theaterdesign am
New Yorker Pratt Institute und entdeckte ab 1959 an der American Academy of
Dramatic Arts seine Leidenschaft für die Schauspielerei.
Während er auf den Theaterbühnen schnell Erfolge feiern
konnte, entwickelte sich seine Filmkarriere eher schleppend. Seine ersten
Rollen hatte er in den Broadway-Produktionen „Tall Story“ und „Little
Moon of Alban“. Das erste Mal vor der Kamera stand er für eine Folge der
Fernsehserie „Maverick“, in der James Garner, Jack
Kelly und Roger Moore die Hauptrollen spielten.
Nachdem er 1960 diverse Auftritte in TV-Serien wie „Perry
Mason“, „Alfred Hitchcock Presents“ oder „Die Leute von
der Shiloh Ranch“ hatte, konnte er 1962 in „Hinter feindlichen
Linien“ sein Leinwanddebüt feiern. Der Film konnte sich zwar an den
Kinokassen nicht durchsetzen, doch freundete sich Redford während der Dreharbeiten
mit dem späteren Regisseur Sydney Pollack an, der hier
ebenfalls als Filmschauspieler debütierte.
Zunächst folgten noch etliche Flops wie die Kriegskomödie „Lage
hoffnungslos – aber nicht ernst“ (1965) und das Drama „Ein Mann wird
gejagt“ (1966). Mit der damals sehr populären Natalie Wood, einer
ehemaligen Schulkameradin von der Van Nuys High School, drehte Redford
erst „Verdammte, süße Welt“ (1965), dann „Dieses Mädchen ist für
alle“ (1966), Redfords erster Zusammenarbeit mit Regisseur Sydney
Pollack.
Erst 1967 wurde Redford in „Barfuß im Park“
einem größeren Publikum bekannt und zwei Jahre später in George Roy Hills
Westernkomödie „Zwei Banditen“ an der Seite von Paul Newman zum
Superstar. „Butch Cassidy und Sundance Kid“ (so der Alternativtitel) traf
den liberalen Zeitgeist der späten 1960er Jahre und zeigte die beiden Zug- und
Bankräuber Butch und Sundance als sympathische, fast hippiehafte Antihelden,
die schließlich von einem riesigen Polizeiaufgebot zusammengeschossen werden.
Der Film wurde zu einem der größten Kassenerfolge der späten 1960er Jahre und
festigte bei einem weltweiten Publikum Redfords Image als Frauenschwarm
und romantischer Held. Mit Paul Newman blieb er zeitlebens eng
befreundet.
1973 drehten die beiden Darsteller, wieder unter der Regie
von George Roy Hill, die Gaunerkomödie „Der Clou“, die zu
einem der erfolgreichsten Filme der 1970er Jahre avancierte. Redford
erhielt für die Darstellung des Trickbetrügers Hooker seine
einzige Oscar-Nominierung als Schauspieler. Redford und Newman wollten
nach „Der Clou“ ihre erfolgreiche Zusammenarbeit fortsetzen,
fanden aber kein geeignetes Projekt.
In „Jeremiah Johnson“ (1972) spielte Redford unter
der Regie von Sydney Pollack einen zivilisationsmüden Trapper, 1973
wurde das Liebesdrama „So wie wir waren“ ebenso zum Kassenschlager wie Pollacks
Polit-Thriller „Die drei Tage des Condor“ (1975), womit Redford
zum erfolgreichsten Filmstar avancierte. Fortan nutzte Redford seine
Popularität, um Filme zu produzieren, die seine liberale politische Haltung
reflektierten, wie z.B. „Die Unbestechlichen“ von Alan J. Pakula.
„Ob er als ‚Der große Gatsby‘ im pinkfarbenen Anzug vor den
Herrenhäusern der Ostküste steht, sich in ‚Jenseits von Afrika‘ mit
Jägerschlapphut an Löwen heranpirscht oder in ‚Die Unbestechlichen‘ mit
hochgekrempelten Hemdsärmeln seine Enthüllungsartikel in die Schreibmaschine
hackt – alle Redford-Figuren sind zunächst einmal Inkarnationen seiner
selbst“, befand Katja Nicodemus in „Die Zeit“ (46/2007).
Mit „Der große Gatsby“ (1974) und „Tollkühne Flieger“ (1975)
konnte der Womanizer zwar nicht mehr ganz an die vorangegangenen Erfolge
anknüpfen, doch durch den von ihm erstmals produzierten Polit-Thriller „Die
Unbestechlichen“ (1976), mit dem Regisseur Alan J. Pakula den durch
die Journalisten Bob Woodward (Redford) und Carl Bernstein (Dustin
Hoffman) aufgedeckten Watergate-Skandal thematisierte, war Redford
wieder ganz oben.
Es folgten noch Auftritte in dem stargespickten Kriegsfilm „Die Brücke von
Arnheim“ (1977) und in Sydney Pollacks „Der elektrische Reiter“
(1979), ehe Redford 1980 mit dem Sozialdrama „Eine ganz normale
Familie“ sein Regiedebüt feierte und seinen ersten Oscar in Empfang nehmen
konnte. 1980 gründete Redford in seiner Heimat Utah das Sundance
Institute, das sich der Förderung unabhängiger Filmemacher und ihrer Werke
verschrieb. Das 1984 erstmals ins Leben gerufene Sundance Film Festival ist
längst zum wichtigsten Treffpunkt der amerikanischen Independent-Filmer
avanciert.
In den 80er und 90er Jahren war Redford nur noch
sporadisch auf der Leinwand zu bewundern. 1980 spielte er in „Brubaker“
einen idealistischen Gefängnisdirektor, 1984 war er in „Der Unbeugsame“ als
Baseballspieler zu sehen. 1985 folgte das von Sydney Pollack inszenierte
Liebesdrama „Jenseits von Afrika“, ein Jahr später das romantische
Thriller-Drama „Staatsanwälte küsst man nicht“, ehe 1990 mit „Havanna“
die sechste und letzte Zusammenarbeit mit Sydney Pollack über die Bühne
ging. In „Sneakers“ spielte Redford 1992 den Chef einer Bande von
High-Tech-Einbruchsspezialisten, außerdem führte er nach „Eine ganz normale
Familie“ und „Milagro – Der Krieg im Bohnenfeld“ (1988) bei dem
Drama „Aus der Mitte entspringt ein Fluss“ zum dritten Mal Regie, die
den Anfang der langjährigen Zusammenarbeit mit Komponist Mark Isham
markierte, der auch Redfords „Quiz Show“ (1994), das Politdrama „Von
Löwen und Lämmern“ (2007) und „Die Lincoln-Verschwörung“ (2010)
vertonte. 1993 machte Redford Demi Moore „Ein unmoralisches Angebot“,
1996 mimte er neben Michelle Pfeiffer in „Aus nächster Nähe“ einen
Fernsehjournalisten. 1998 führte er Regie bei der Bestseller-Verfilmung von „Der
Pferdeflüsterer“, im Jahr 2000 bei dem Drama „Die Legende von Bagger
Vance“.
Redford inszeniert seine Filme sehr entschleunigt und rhythmisch
vielseitig. Dabei geht er sehr musikalisch vor.
„Ich komponiere meine Filme so, wie ich auch Musik höre. Ein
Teil der Konzeption von ‚Ordinary People‘ war der Kanon von Pachelbel.
In ‚The Horse Whisperer‘ war es das Dvorák-Concerto, das sich
während der Montagesequenz über ein Gitarrenriff in ein Western-Stück
verwandelt. Von den langen, arbeitsamen Tagen der Streichermusik zu den
schnellen, dissonanten Klängen des Pferdetrainings“, erklärte Redford im
Interview mit Daniel Kothenschulte („Nachbesserungen am amerikanischen
Traum. Der Regisseur Robert Redford“, Schüren, S. 173). „Einige Filme
wurden durch den Rhythmus des Sujets bestimmt. ‚Ordinary People‘ war so
langsam und finster, die Langsamkeit, in der man die Mutter aus ihrer
eingefahrenen Rolle stößt und die des Heilungsprozesses. Der Pachelbel-Kanon
wird zu Beginn auf einem Finger gespielt. Am Ende, wenn es zur Konfliktlösung
kommt, spielt dann das ganze Orchester.“
2002 erhielt Redford den Ehre-Oscar für sein
Lebenswerk.
Im neuen Jahrtausend trat er zunächst in den Filmen „Die
letzte Festung“ (2001) und in dem Spionagefilm „Spy Game“ (2001)
auf, in dem er als Lehrmeister von Brad Pitt zu sehen war.
Es folgten 13 weitere Rollen in unterschiedlichen Genres.
Als Regisseur realisierte er nach „Die Legende von Bagger Vance“ noch
drei Filme, die Politdramen „Von Löwen und Lämmern“ (2007) und „Die
Lincoln-Verschwörung“ (2010) sowie den Thriller „The Company You Keep –
Die Akte Grant“ (2012). In „All Is Lost“ (2013) zeigte Redford
als einziger Schauspieler und mit minimalem Text seine Fähigkeit, durch seine
schiere Präsenz einen Film zu tragen. Im Jahr darauf war er in der
Comicverfilmung „The Return of the First Avenger“ zu sehen, in
der er einen Bösewicht darstellte.
Im Sommer 2018 kündigte Redford seinen Rückzug aus
dem Schauspielgeschäft an. Im selben Jahr spielte er in der
Krimikomödie „Ein Gauner & Gentleman“ seine letzte
Hauptrolle, ein Jahr später war er noch in einer cameohaften Nebenrolle in dem
stargespickten Superheldenfilm „Avengers: Endgame“ zu sehen.
Filmographie (Auswahl):
1960: Maverick (Fernsehserie, Folge 03x23)
1962: Hinter feindlichen Linien (War Hunt)
1965: Lage hoffnungslos, aber nicht ernst (Situation Hopeless … But Not
Serious)
1965: Verdammte, süße Welt (Inside Daisy Clover)
1966: Dieses Mädchen ist für alle (This Property is Condemned)
1966: Ein Mann wird gejagt (The Chase)
1967: Barfuß im Park (Barefoot in the Park)
1969: Zwei Banditen (Butch Cassidy and the Sundance Kid)
1969: Blutige Spur (Tell Them Willie Boy Is Here)
1969: Schussfahrt (Downhill Racer)
1970: Stromer der Landstraße (Little Fauss and Big Halsy)
1972: Vier schräge Vögel (The Hot Rock)
1972: Bill McKay – Der Kandidat (The Candidate)
1973: Der Clou (The Sting)
1973: So wie wir waren (The Way We Were)
1974: Der große Gatsby (The Great Gatsby)
1975: Die drei Tage des Condor (Three Days of the Condor)
1977: Die Brücke von Arnheim (A Bridge Too Far)
1979: Der elektrische Reiter (The Electric Horseman)
1980: Brubaker
1980: Eine ganz normale Familie (Ordinary People, Regie)
1984: Der Unbeugsame (The Natural)
1985: Jenseits von Afrika (Out of Africa)
1986: Staatsanwälte küsst man nicht (Legal Eagles)
1988: Milagro – Der Krieg im Bohnenfeld (The Milagro Beanfield War, auch Regie)
1990: Havanna (Havana)
1992: Sneakers – Die Lautlosen (Sneakers)
1992: Aus der Mitte entspringt ein Fluss (A River Runs Through It, Regie)
1993: Ein unmoralisches Angebot (Indecent Proposal)
1994: Quiz Show (Regie)
1996: Aus nächster Nähe (Up Close & Personal)
1998: Der Pferdeflüsterer (The Horse Whisperer, auch Regie)
2000: Die Legende von Bagger Vance (Bagger Vance)
2001: Die letzte Festung (The Last Castle)
2001: Spy Game – Der finale Countdown (Spy Game)
2004: Anatomie einer Entführung (The Clearing)
2005: Ein ungezähmtes Leben (An Unfinished Life)
2007: Von Löwen und Lämmern (Lions for Lambs, auch Regie)
2010: Die Lincoln Verschwörung (The Conspirator, Regie)
2012: The Company You Keep – Die Akte Grant (The Company You Keep, auch Regie)
2013: All Is Lost
2014: The Return of the First Avenger (Captain America: The Winter Soldier)
2015: Picknick mit Bären(A Walk in the Woods)
2015: Der Moment der Wahrheit (Truth)
2016: Elliot, der Drache (Pete’s Dragon)
2017: The Discovery
2017: Unsere Seelen bei Nacht (Our Souls at
Night)
2018: Ein Gauner & Gentleman (The Old Man
& the Gun)
2019: Avengers: Endgame
Playlist:
02. Kenyon Hopkins - Tea Room (Downhill Racer) - 02:34
03. John Barry - Blues For Bubber (The Chase) - 04:06
04. Neal Hefti - A New Home Upstairs (Barefoot in the Park) - 04:41
05. Marvin Hamlisch - Look What I've Got (The Way We Were) - 03:05
06. Randy Newman - The End Title (The Natural) - 03:23
07. Harry Gregson-Williams - Beirut, A War Zone (Spy Game) - 03:20
08. John Rubinstein & Tim McIntire - The Cabin (Jeremiah Johnson) - 04:24
09. David Shire - Finale and End Title (All the President's Men) - 02:48
10. Marvin Hamlisch - Time to Go Bowling (Ordinary People) - 03:08
11. Dave Grusin - Goodbye For Kathy (3 Days of the Condor) - 02:16
12. Lalo Schifrin - Finale [Brubaker's Adagio & Coda] (Brubaker) - 03:43
13. Marvin Hamlisch - Solace [Orchestra Version] (The Sting) - 03:37
14. Dave Grusin - Rising Star (The Electric Horseman) - 02:34
15. Dave Grusin - Adios Habana (Havana) - 03:06
16. James Horner - "… And the Blind Shall See" (Sneakers) - 04:32
17. Cliff Martinez - I Met Your Daughter (The Company You Keep) - 04:03
18. John Barry - End Title [You Are Karen] (Out of Africa) - 04:01
19. John Barry - Helicopter to Yacht (Indecent Proposal) - 04:30
20. Mark Isham - In the Half-Light of the Canyon (A River Runs Through It) - 02:47
21. Thomas Newman - She Knows Now (Up Close & Personal) - 02:23
22. Alexander Ebert - Dance of Lilies (All Is Lost) - 05:18
23. Mark Isham - Todd's Decision / End Credits (Lions For Lambs) - 05:08
24. Craig Armstrong - At the Stream (The Clearing) - 05:45
25. Deborah Lurie - Leaving Gary (An Unfinished Life) - 02:36
26. Rachel Portman - The Day of the Match Dawns (The Legend of Bagger Vance) - 03:09
27. Nathan Larson - So Many Stars (A Walk in the Woods) - 05:21
28. Daniel Hart - Three Day Bank (The Old Man & the Gun) - 06:42
29. Mark Isham - The Oversight Blues (Quiz Show) - 10:41
Donnerstag, 1. Mai 2025
Playlist #422 vom 04.05.2025 - VIOLA DAVIS Special
Viola Davis gehört zu den wenigen Künstlerinnen, die alle
wichtigen Darstellerpreise in der amerikanischen Unterhaltungsindustrie
erhalten haben – einen Emmy, einen Grammy, einen Oscar und zwei Tony Awards
– und nach wie vor zu den vielseitigsten Darstellerinnen in Hollywood zählt. So
ist sie in Dramaserien wie „How to Get Away with Murder“ ebenso zuhause
wie in Dramen mit typisch afroamerikanischer Thematik wie „The Help“ und
„Fences“ oder aktuell im Action-Thriller „G20“.
Viola Davis wurde am 11. August 1965 in Saint
Matthews, South Carolina, auf der Farm ihrer Großmutter geboren, wuchs aber mit
ihrer Schwester in Central Falls, Rhode Island, in ärmlichen Verhältnissen auf.
Ihr Vater arbeitete als Pferdepfleger sowie Trainer. Er war alkoholabhängig und
galt als gewalttätig. Ihre Mutter war als Fabrikarbeiterin angestellt und
engagierte sich als Aktivistin in der Bürgerrechtsbewegung. An der High School
in Central Falls entdeckte Davis ihre Liebe für die Schauspielerei. 1988
schloss sie das Rhode Island College im Fach Theaterkunst ab, dem sich ein
vierjähriges Schauspielstudium an der renommierten Juilliard School anschloss.
1992 startete Davis ihre professionelle
Bühnenkarriere in der Off-Broadway-Produktion von Shakespeares Komödie „As
You Like It“ an der Seite von Elizabeth McGovern am Delacorte
Theatre.
Davis debütierte 1996 in der Nebenrolle der Vera in
dem August-Wilson-Stück „Seven Guitars“ am New Yorker Broadway,
für das sie sogleich für den wichtigsten Theaterpreis Tony nominiert wurde und
einen Theatre World Award gewann.
Der afroamerikanische zweifache Pulitzer-Preisträger, der in
seinen Stücken ganz normale Schwarze in den Mittelpunkt rückte, tauchte in
ihrem Lehrplan nicht auf. „Bei ‚August‘ musste ich mich nicht verstecken“, erzählt
Davis im Interview mit "Harper's Bazaar". „Es war so vertraut, dass es
mich umhaute. Ich sah meinen Vater, meine Onkel, meine Mutter, meine Tanten,
meine Schwestern. Sie sprangen mir entgegen. Ich fand ein Zuhause.“ Nach ihrer ersten
professionellen Produktion in Wilsons „Joe Turners Come and Gone“
(1988) spielte Davis immer wieder in Theater- und Filmproduktionen nach Wilsons
Vorlagen, von der Hausfrau der Fünfzigerjahre, die in „Fences“ unter
der Last ihrer zerplatzten Träume zusammenbricht, bis zur werdenden Mutter, die
Angst hat, ihr Kind vor dem Hintergrund der Waffengewalt großzuziehen, in „King
Hedley II“.
Viola Davis gab 1996 im Filmdrama „The Substance
of Fire“ an der Seite von Tony Goldwyn, Timothy Hutton und Sarah
Jessica Parker in einer kleinen Nebenrolle ihr Filmdebüt. In der
Fernsehkomödie „The Pentagon Wars“ (1998) spielte sie eine der größeren
Rollen. Ihr Off-Broadway-Auftritt in Thulani Davis’ Theaterstück „Everybody’s
Ruby: Story Of A Murder In Florida“ neben Phylicia Rashad wurde 1999
mit einem Obie Award prämiert, worauf 2001 ein Tony Award für die
Nebenrolle der Tonya im Theaterstück „King Hedley II“ folgte.
Steven Soderbergh, der Viola Davis bereits in „Out
of Sight“ (1998) und „Traffic – Die Macht des Kartells“ (2000) mit
kleineren Rollen bedacht hatte, besetzte sie in seinem Science-Fiction-Film „Solaris“
(2002) an der Seite von George Clooney und Natascha McElhone,
wofür sie 2003 eine Nominierung für den Black Reel Award erhielt, für
ihre Rolle im Filmdrama „Antwone Fisher“ folgte eine weitere für den Independent
Spirit Award.
2004/05 gewann sie für die Hauptrolle der Esther im
Theaterstück „Intimate Apparel“ den Drama Desk Award, Obie Award
und Los Angeles Drama Critics Circle Award.
In den Jahren 2005 und 2006 spielte sie den Gegenpart von Tom
Sellecks Rolle in einer Serie von Fernsehfilmen, die auf den Romanen von Robert
B. Parker basierten: „Jesse Stone: Stone Cold“, „Jesse Stone: Night
Passage“ und „Jesse Stone: Death in Paradise“.
Im Filmdrama „The Architect“ (2006) übernahm sie
neben Anthony LaPaglia, Isabella Rossellini und Hayden Panettiere
eine der größeren Rollen. Für den Part einer verzweifelten Mutter in John
Patrick Shanleys Theaterverfilmung „Glaubensfrage“ (2008), deren
Sohn angeblich von einem katholischen Priester missbraucht wurde, erhielt sie
den Preis des National Board of Review und Nominierungen für den Oscar
und Golden Globe. In der Action-Komödie „Knight and Day“ mit Tom
Cruise und Cameron Diaz spielte sie die Rolle einer
CIA-Abteilungsleiterin. Nur wenige Monate später feierte der Erfolgsfilm „Eat
Pray Love“ Premiere, in dem sie an der Seite von Julia Roberts, Javier
Bardem und James Franco auftrat.
2011 spielte Davis die Hauptrolle im mehrfach Oscar-nominierten
Rassismus-Drama „The Help“ von Tate Taylor. An der Seiet von Emma
Stone, Octavia Spencer, Bryce Dallas Howard und Jessica Chastain spielte
sie die schwarze Haushälterin Aibileen Clark zur Zeit der Rassentrennung der
1960er. Davis beschrieb ihre Darstellung im Film als eine Verkörperung
ihrer Mutter und Großmutter und sagte:
„Ich habe das Gefühl, meine Mutter zum Leben erweckt zu haben; ich habe ihren Geist kanalisiert. Ich habe den Geist meiner Großmutter kanalisiert und ihnen sozusagen Tribut gezollt, wie sie zu meinem Leben und dem Leben so vieler Menschen beigetragen haben.“
Seitdem hat
sie tiefes Bedauern darüber ausgedrückt, die Rolle übernommen zu haben; obwohl
sie die Menschen, mit denen sie zusammengearbeitet hat, immer noch bewundert,
glaubt sie nicht, dass die Geschichte oder die Darstellung das Leben der
schwarzen Charaktere wahrheitsgetreu wiedergibt.
Davis wurde 2012 für den Oscar als Beste
Hauptdarstellerin nominiert, musste sich aber Meryl Streep
geschlagen geben, mit welcher Davis bereits im Film „Glaubensfrage“ zusammenspielte.
Es folgten die gewichtige Nebenrolle der Abby Black im
ebenfalls Oscar-nominierten Drama „Extrem laut & unglaublich nah“ (2011),
eine Hauptrolle in dem Drama „Beautiful Creatures – Eine unsterbliche Liebe“,
das auf der gleichnamigen Buchreihe von Kami Garcia und Margaret
Stohl beruht, sowie größere Rollen in Denis Villeneuves
Mystery-Thriller „Prisoners“ und Gavin Hoods Sci-Fi-Thriller „Ender’s
Game“ (beide 2013). 2015 gewann Davis für ihre Darstellung der
ehrgeizigen Rechtsanwältin und Strafverteidigerin Annalise Keating in Shonda
Rhimes’ Krimiserie „How to Get Away with Murder“ als erste
afroamerikanische Schauspielerin den Emmy in der Kategorie Beste
Hauptdarstellerin in einer Dramaserie. In ihrer Dankesrede kritisierte sie
die Rollenauswahl für afroamerikanische Schauspielerinnen.
Seit 2016 ist Davis in mehreren Verfilmungen des DC Extended
Universe zu sehen, in welchen sie Amanda Waller verkörpert. Diese spielte sie
bisher in den Filmen „Suicide Squad“ (2016), „The Suicide Squad“
(2017) und „Black Adam“ (2022) sowie in der Fernsehserie „Peacemaker“
(ebenfalls 2022). In der Serie „Creature Commandos“ ist sie seit 2024 in
dieser Rolle zu hören.
Obwohl als Hauptrolle angelegt, gewann Davis für ihre
Leistung in Denzel Washingtons Verfilmung des Theaterstücks „Fences“
als langmütige Ehefrau und Mutter 2017 den Oscar als Beste Nebendarstellerin.
Für den Part der Rose Maxson, den sie neben Washington bereits am
Broadway gespielt hatte (u. a. Tony Award als Beste
Hauptdarstellerin, 2010), gewann sie mit dem Golden Globe, Critics’ Choice
Movie Award, Screen Actors Guild Award sowie BAFTA Award alle
bedeutenden Filmpreise der Saison.
2020 übernahm Davis in dem Netflix-Musikfilm „Ma
Rainey’s Black Bottom“ die Titelrolle der bekannten Bluessängerin Ma
Rainey (1882–1939), der erneut auf einem Stück von August Wilson
basiert. Allerdings übernahm den Gesang bis auf einen Song („Those Dogs of Mine“)
die US-amerikanische Soul-Sängerin Maxayn Lewis. Für ihre Leistung wurde
sie erneut für den Golden Globe Award und Oscar nominiert.
Im Jahr 2022 war Davis in dem nach wahren
Begebenheiten inszenierten Drama „The Woman King“ als Generalin Nancisca
zu sehen, die 1823 im westafrikanischen Königreich Dahomey die Elite-Einheit Agojie
anführt, die nur aus Frauen besteht und für ihre außergewöhnliche Brutalität
bekannt ist. Als sich der Konflikt zwischen Dahomey und seinen Besatzern
zuspitzt, sieht Nancisca endlich ihre Chance gekommen, sich an dem Oyo-Krieger
Oba Ade zu rächen, der sie einst vergewaltigte...
„So etwas habe ich noch nie gemacht. Schon als kleines Mädchen habe ich mir immer vorgestellt, in so einem Film mitzuspielen“, sagt sie im Interview mit "Harper's Bazaar". „Man sieht ,Gladiator‘ oder ,Wonder Woman‘ und sieht sich selbst darin, aber solche Drehbücher bekommt man nie zugeschickt. Eine Geschichte wie ,The Woman King‘ lässt einen wieder aufleben. Ich habe dunkle Haut und eine tiefe Stimme. Mein ganzes Leben lang wurde mir gesagt, ich sei zu stark, zu männlich. In diesem Film definieren wir neu, was es bedeutet, weiblich zu sein. Er hat mich befreit.“
Im April 2022 veröffentlichte sie ihre Autobiografie mit dem
Titel „Finding Me“. Im Februar 2023 wurde sie für die Audio-Version
dieses Buches mit einem Grammy-Award ausgezeichnet. Sie zählt damit zu
den wenigen Personen, die Emmy, Grammy, Oscar und Tony Award
gewonnen haben.
Zuletzt war Viola Davis in Ben Afflecks Sportdrama
„Air – Der große Wurf“, in Francis Lawrences „Die Tribute von
Panem - The Ballad of Songbirds and Snakes“ (beide 2013) sowie in dem von
ihr produzierten Action-Thriller „G20“ zu sehen. Darin spielt sie die Präsidentin
Sutton, die ihre Regierungs- und Militärerfahrung einbringt, um ihre Familie,
ihr Unternehmen und die Welt zu verteidigen, die Terroristen bei der Übernahme
des G20-Gipfels bedrohen.
Filmographie:
1996: The Substance of Fire
1996: New York Cops: NYPD Blue (Fernsehserie, 1 Folge)
1996: New York Undercover (Fernsehserie, 1 Folge)
1998: Krieg im Pentagon (The Pentagon Wars) (Fernsehfilm)
1998: Out of Sight
1998: Grace & Glorie (Fernsehfilm)
1998: Miss Apprehension and Squirt
2000: Für alle Fälle Amy (Judging Amy) (Fernsehserie, 1 Folge)
2000: City of Angels (Fernsehserie, 24 Folgen)
2000: Traffic – Macht des Kartells (Traffic)
2001: The Shrink is in – Wahnsinn auf zwei Beinen! (The Shrink Is In)
2001: Kate & Leopold
2001: Amy & Isabelle (Fernsehfilm)
2001: The Guardian – Retter mit Herz (Fernsehserie, 1 Folge)
2001: Ocean’s Eleven
2001: Third Watch: Einsatz am Limit (Fernsehserie, 1 Folge)
2002: Dem Himmel so fern (Far from Heaven)
2002: Solaris
2002: Antwone Fisher
2002: Criminal Intent – Verbrechen im Visier (Fernsehserie, 1 Folge)
2002: Lady Cops – Knallhart weiblich (Fernsehserie, 1 Folge)
2002: CSI: Vegas (Fernsehserie, 1 Folge)
2002: Father Lefty (Fernsehfilm)
2003: Die Straßen von Philadelphia (Hack) (Fernsehserie, 1 Folge)
2003: Practice: Die Anwälte (Fernsehserie, 1 Folge)
2003–2008: Law & Order: Special Victims Unit (Fernsehserie, 7 Folgen)
2004: Century City (Fernsehserie, 9 Folgen)
2005: Nemesis: Der Angriff (Fernsehserie, 1 Folge)
2005: Get Rich or Die Tryin‘
2005: Syriana
2005: Jesse Stone: Eiskalt (Jesse Stone: Stone Cold) (Fernsehfilm)
2006: Jesse Stone: Knallhart (Jesse Stone: Night Passage) (Fernsehfilm)
2006: Jesse Stone: Totgeschwiegen (Jesse Stone: Death in Paradise) (Fernsehfilm)
2006: The Architect
2006: World Trade Center
2006: Withour a Trace – Spurlos verschwunden (Fernsehserie, 1 Folge)
2006: Life Is Not a Fairytale: The Fantasia Barrino Story (Fernsehfilm)
2006: Laws of Chance (Fernsehserie, 1 Folge)
2007: Disturbia
2007: Jesse Stone: Alte Wunden (Jesse Stone: Seachange) (Fernsehfilm)
2007: Traveler (Fernsehserie, 8 Folgen)
2007: Fort Pit (Fernsehfilm)
2008: Brothers & Sisters (Fernsehserie, 1 Folge)
2008: Das Lächeln der Sterne (Nights in Rodanthe)
2008: Glaubensfrage (Doubt)
2008: Andromeda – Tödlicher Staub aus dem All (The Andromeda Strain)
2009: Gesetz der Rache (Law Abiding Citizen)
2009: Madea Goes to Jail
2009: State of Play – Stand der Dinge (State of Play)
2010: Taras Welten (United States of Tara, Fernsehserie, 6 Folgen)
2010: Knight and Day
2010: Eat Pray Love
2010: It’s Kind of a Funny Story
2010: Trust
2011: The Help
2011: Extrem laut & unglaublich nah (Extremely Loud & Incredibly Close)
2012: Um Klassen besser (Won’t Back Down)
2013: Beautiful Creatures – Eine unsterbliche Liebe (Beautiful Creatures)
2013: Prisoners
2013: Ender’s Game – Das große Spiel (Ender’s Game)
2014–2020: How to Get Away with Murder (Fernsehserie, 90 Folgen)
2014: Das Verschwinden der Eleanor Rigby (The Disappearance of Eleanor Rigby: Them)
2014: Get on Up
2015: Blackhat
2015: Lila & Eve – Blinde Rache (Lila & Eve)
2016: Suicide Squad
2016: Fences
2018: Scandal (Fernsehserie, Folge 7x12)
2018: Widows – Tödliche Witwen (Widows)
2019: Troop Zero
2020: Ma Rainey’s Black Bottom
2021: The Suicide Squad
2021: The Unforgivable
2022: The First Lady (Fernsehserie, 10 Folgen)
2022: The Woman King
2022: Peacemaker (Fernsehserie, 2 Folgen)
2022: Black Adam
2023: Air: Der große Wurf (Air)
2023: Die Tribute von Panem – The Ballad of Songbirds and Snakes (The Hunger Games: The Ballad of Songbirds and Snakes)
2024: Kung Fu Panda 4
2024-2025: Creature Commandos (Fernsehserie, Stimme)
2025: G20
Playlist:
01. Howard Shore - Goodbye Sermon (Doubt) - 02:3702. David Holmes - The Trunk Scene (Out of Sight) - 04:44
03. Cliff Martinez - The Police Won't Find Your Car (Traffic) - 03:58
04. Jeff Beal - There's Something Else (Jesse Stone: The Ultimate Collection) - 03:27
05. Rolfe Kent - Charlie Wins Patrice, Leopold Wins Kate (Kate & Leopold) - 03:41
06. Elmer Bernstein - Revelation And Decision (Far From Heaven) - 04:23
07. Mychael Danna - Mom & New Family (Antwone Fisher) - 04:32
08. Craig Armstrong - Ethereal (World Trade Center) - 05:24
09. Geoff Zanelli - Voyeurism (Disturbia) - 02:35
10. Alex Heffes - Cal Connects The Evidence (State Of Play) - 04:34
11. Brian Tyler - Unconfession (Law Abiding Citizen) - 06:20
12. John Powell - June Spies (Knight And Day) - 03:29
13. Dario Marianelli - The Augusteum (Eat Pray Love) - 04:19
14. Thomas Newman - Ain't You Tired (The Help) - 03:36
15. Alexandre Desplat - Syriana [Piano Solo] (Syriana) - 03:18
16. Alexandre Desplat - Reconciliation (Extremely Loud and Incredibly Close) - 03:59
17. Jóhann Jóhannsson - The Candlelight Vigil (Prisoners) - 05:10
18. Son Lux - Almost Crossing (The Disappearance of Eleanor Rigby) - 02:42
19. Harry Gregson-Williams - Love Scene (Blackhat) - 03:33
20. Hans Zimmer - Perimeter Check (Widows) - 03:09
21. Terence Blanchard - We Bring Tribute (The Woman King) - 02:59
22. Hans Zimmer & David Fleming - Cells (The Unforgivable) - 03:07
23. Branford Marsalis - The Story of Memphis Green (Ma Rainey's Black Bottom) - 04:19
24. Marcelo Zarvos - Troy's Story (Fences) - 03:30
25. Geoff Zanelli - I Have Used My Moment Well (The First Lady) - 04:36
26. James Newton Howard - Snow Lands on Top (The Hunger Games: The Ballad of Songbirds & Snakes) - 03:29
27. Hans Zimmer & Steve Mazzaro - A Different Path (Kung Fu Panda 4) - 03:12
28. Joseph Trapanese - Family Mission (G20) - 02:22
29. Cliff Martinez - Hi Energy Proton Accelerator (Solaris) - 10:51
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