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Dienstag, 1. September 2026

Playlist #457 vom 06.09.2026 - VILMOS ZSIGMOND Special

Der ungarisch-amerikanischer Kameramann Vilmos Zsigmond prägte mit seinen Arbeiten für namhafte Regisseure wie Robert Altman, Steven Spielberg, Brian De Palma, Michael Cimino und Woody Allen maßgeblich den Look des „New Hollywood“-Kinos und wurde von den Mitgliedern der International Cinematographers Guild zu einem der zehn einflussreichsten Kameramänner der Geschichte gewählt. Der am 1. Januar 2016 im Alter von 85 Jahren verstorbene Zsigmond gewann den Oscar für die Beste Kamera für „Unheimliche Begegnung der dritten Art“ und den BAFTA Award für die Beste Kamera für „Die durch die Hölle gehen“. In der heutigen Sendung gibt es Highlights aus den Soundtracks zu seinen Arbeiten zu hören, von Philip Glass über Bernard Herrmann, Stanley Myers und Mark Isham bis zu Jerry Goldsmith, James Newton Howard, Ennio Morricone und John Williams.

Vilmos Zsigmond
wurde am 16. Juni 1930 im ungarischen Szeged als Sohn einer Verwaltungsangestellten und eines Fußballspielers und -trainers geboren. Sein Interesse an der Fotografie begann im Alter von 17 Jahren, nachdem ihm ein Onkel einen Bildband mit Schwarz-Weiß-Fotografien des ungarischen Fotografen Jenő Dulovits geschenkt hatte.
Da seine Familie in den Augen der sowjetisch eingesetzten Regierung der Ungarischen Volksrepublik als bürgerlich galt, war es ihm jedoch verboten, Fotografie zu studieren. Stattdessen arbeitete Zsigmond in einer Fabrik, kaufte sich eine Kamera und brachte sich selbst das Fotografieren bei. Später gründete er einen Fotoclub für die Arbeiter. Dadurch gewann er den Respekt der örtlichen Kommissare und durfte an der Akademie für Drama und Film in Budapest Film studieren. Zsigmond verbrachte vier Jahre an der Filmhochschule, wo er viele 14-Stunden-Tage und Sechs-Tage-Wochen absolvierte. 
Obwohl er das Leben unter der Tyrannei des kommunistischen Regimes verabscheute, lernte er von dem Leiter des Fachbereichs, György Illés, und anderen Dozenten wichtige Erkenntnisse. „Sie lehrten uns, dass ein Film nur dann Kunst ist, wenn er eine wichtige Botschaft hat“, erinnert sich Zsigmond. „Er sollte mehr als bloße Unterhaltung sein. Er sollte einen gesellschaftlichen Wert haben.“ 
Nach seinem Studienabschluss arbeitete Zsigmond 1955 als Kameraassistent und Kameramann im staatlichen Filmstudio in Budapest.
Zsigmond und sein Freund und Kommilitone László Kovács liehen sich eine 35-mm-Kamera von ihrer Schule und dokumentierten die Ereignisse der Ungarischen Revolution von 1956 in Budapest. Sie versteckten die Kamera in einer Einkaufstasche und filmten durch ein Loch, das sie hineingeschnitten hatten. Die beiden drehten 9000 Meter Film und flohen kurz darauf nach Österreich. 1958 kamen Zsigmond und Kovács als politische Flüchtlinge in die USA und verkauften das Filmmaterial an CBS für eine Dokumentation über die Revolution, die von Walter Cronkite kommentiert wurde.
1962 wurde Zsigmond US-amerikanischer Staatsbürger, ließ sich in Los Angeles nieder und arbeitete in Fotolaboren als Techniker und Fotograf.
Sein erster Film in den USA war der 1963 erschienene Schwarzweiß-Exploitationfilm „The Sadist“ mit Arch Hall Jr. in der Hauptrolle. In den 1960er-Jahren arbeitete er an zahlreichen Low-Budget-Independent- und Lehrfilmen, um in der Filmbranche Fuß zu fassen.
Kovács, der 1969 den Film „Easy Rider“ für Peter Fonda und Dennis Hopper drehte, empfahl Zsigmond Fonda für dessen Western „Der weite Ritt“ von 1971, anschließend wurde Zsigmond von Robert Altman für dessen Western-Revisionismus „McCabe & Mrs. Miller“ engagiert. Dieser Film markierte Zsigmonds Durchbruch und seine erste Arbeit an einer großen Hollywood-Produktion.
Im Laufe des folgenden Jahrzehnts avancierte Zsigmond zu einem der gefragtesten Kameramänner Hollywoods. Zu den wichtigsten Filmen, die er in den 1970er-Jahren drehte, zählen John Boormans „Beim Sterben ist jeder der Erste“, Altmans „Der Tod kennt keine Wiederkehr“ und Brian De Palmas „Schwarzer Engel“ sowie Steven Spielbergs „Sugarland Express“ und „Unheimliche Begegnung der dritten Art“. Für letzteren Film erhielt er bei der 50. Oscarverleihung den Oscar für die Beste Kamera.
1978 arbeitete Zsigmond an Michael Ciminos Drama „Die durch die Hölle gehen“ mit Robert De Niro, Meryl Streep und Christopher Walken in den Hauptrollen. Zsigmonds visuelle Arbeit an dem Film brachte ihm 1980 den BAFTA Award für die Beste Kameraführung und eine weitere Oscar-Nominierung ein. Zsigmond arbeitete erneut mit Cimino an dessen Western-Epos „Heaven’s Gate“ (1980).
Zsigmond blieb in den folgenden Jahren ein gefragter Kameramann und arbeitete mehrfach mit verschiedenen Regisseuren zusammen. Er arbeitete erneut mit De Palma an dessen Filmen „Blow Out“, „Fegefeuer der Eitelkeiten“ und „Black Dahlia“.
Zsigmond arbeitete an Filmen wie „Liberty“, „The Rose“, „Menschen am Fluss“ und „Intersection“. Er drehte mit George Miller „Die Hexen von Eastwick“ und mit Kevin Smith „Jersey Girl“. Außerdem arbeitete er mit Woody Allen an „Melinda und Melinda“, „Cassandras Traum“ und „Ich sehe den Mann deiner Träume“, für Richard Donner stand er bei „Maverick“ and „Assassins“ hinter der Kamera.
Auf die Frage, wie er seine Projekte auswählt, antwortet Zsigmond im Interview mit The ASC: „Mein Grundsatz lautet: Wenn ein Film dem Publikum nichts Wertvolles zu vermitteln hat, lohnt es sich meiner Meinung nach nicht, ihn zu drehen. Man hat im Leben nur Zeit für eine begrenzte Anzahl von Filmen. In vielleicht 75 Prozent der Fälle lässt sich schon beim Lesen des Drehbuchs erkennen, ob sich ein Film lohnt – doch ich habe mich auch schon getäuscht. Es gab Momente, in denen ich glaubte, ein Projekt würde ein guter Film werden, was sich dann aber nicht bewahrheitete. Es müssen so viele Faktoren zusammenspielen – die Schauspieler, der Regisseur, das Drehbuch.“
Zu Zsigmonds Fernseharbeiten zählt die HBO-Miniserie „Stalin“, für die er 1993 den Emmy Award für herausragende Einzelleistung in der Kameraführung für eine Miniserie oder ein Special gewann. Für seine Arbeit an der Miniserie „Die Nebel von Avalon“ aus dem Jahr 2001 wurde er für einen Emmy nominiert. Zwischen 2012 und 2014 drehte Zsigmond außerdem 24 Episoden von „The Mindy Project“.
2011 gründete Zsigmond zusammen mit seinem Kameramannkollegen Yuri Neyman das Global Cinematography Institute in Los Angeles. Das Institut bot ein fortgeschrittenes Ausbildungsprogramm im Bereich Kameraführung für Postgraduierte und erfahrene Filmemacher an.

„Ich ermutige Filmstudenten, die sich für Kameraarbeit interessieren, sich auch mit Bildhauerei, Malerei, Musik, Schriftstellerei und anderen Kunstformen zu beschäftigen“, sagt Zsigmond im Interview mit The ASC. „Filmemachen ist eine Verbindung all dieser Künste. Studenten fragen mich oft um Rat, und ich sage ihnen, dass sie mit Begeisterung bei der Sache sein müssen, denn es ist harte Arbeit. Man kann daran nur dann Freude haben, wenn man voll und ganz darin aufgeht. Wer sich nicht auf diese Weise darauf einlässt, für den kann der Beruf sehr frustrierend sein. Ich bereue nur eine Sache in meiner Karriere: Dass wir keine Stummfilme mehr drehen. Das ist die reinste Kunstform, die ich mir vorstellen kann.“

1998 nahm er den Lifetime Achievement Award der American Society of Cinematographers in Empfang. 2003 wurde er bei einer Umfrage der International Cinematographers Guild unter ihren Mitgliedern in die Top 11 der wichtigsten Kameramänner der Filmgeschichte gewählt.
 
Filmografie: 
 
1957: Ungarn in Flammen 
1963: Todesangst (The Sadist) 
1964: 2071 – Mutan-Bestien gegen Roboter (The Time Travelers) 
1964: What’s Up Front! 
1964: The Nasty Rabbit 
1965: Deadwood ´76 
1965: Summer Children 
1965: Psycho a Go-Go 
1965: Rat Fink 
1967: The Road to Nashville 
1967: Mondo Mod 
1967: Jennie: Wife/Child 
1967: Blood of Ghastly Horror 
1968: Prelude (Kurzfilm) 
1968: Das Rasthaus der teuflischen Schwestern (The Name of the Game Is Kill!) 
1969: Futz 
1969: The Monitors 
1969: Fünf blutige Gräber (Five Bloody Graves) 
1969: Hot Rod Action 
1969: The Picasso Summer 
1970: Astro-Vampire – Todesmonster aus dem All (Horror of the Blood Monsters) 
1971: The Ski Bum 
1971: Der weite Ritt (The Hired Hand) 
1971: McCabe & Mrs. Miller 
1971: Red Sky at Morning 
1972: Beim Sterben ist jeder der Erste (Deliverance) 
1972: Spiegelbilder (Images) 
1973: Asphalt-Blüten (Scarecrow) 
1973: Der Tod kennt keine Wiederkehr (The Long Goodbye) 
1973: Zapfenstreich (Cinderella Liberty) 
1974: Das Mädchen von Petrovka (The Girl from Petrovka) 
1974: Sugarland Express 
1976: Catch Ferrari (Sweet Revenge) 
1976: Schwarzer Engel (Obsession) 
1977: Unheimliche Begegnung der dritten Art (Close Encounters of the Third Kind) 
1978: Die durch die Hölle gehen (The Deer Hunter) 
1979: Philadelphia Clan (Winter Kills) 
1979: The Rose 
1979: Flesh & Blood (Fernsehfilm) 
1980: Heaven’s Gate 
1981: Blow Out – Der Tod löscht alle Spuren (Blow Out) 
1982: Verhext (Jinxed!) 
1983: Ein Tisch für fünf (Table for Five) 
1984: Eine starke Nummer (No Small Affair) 
1984: Menschen am Fluß (The River) 
1985: Was für ein Genie (Real Genius) 
1987: Die Hexen von Eastwick (The Witches of Eastwick) 
1988: Reise zur Insel der Geister (Journey to Spirit Island) 
1989: Die Schattenmacher (Fat Man and Little Boy) 
1990: Die Spur führt zurück – The Two Jakes (The Two Jakes) 
1990: Fegefeuer der Eitelkeiten (The Bonfire of the Vanities) 
1992: Stalin 
1993: Sliver 
1994: Begegnungen – Intersection (Intersection) 
1994: Maverick – Den Colt am Gürtel, ein As im Ärmel (Maverick) 
1995: Crossing Guard – Es geschah auf offener Straße (Crossing Guard) 
1995: Assassins – Die Killer (Assassins) 
1996: Der Geist und die Dunkelheit (The Ghost and the Darkness) 
1998: Leben und lieben in L.A. (Playing by Heart) 
2000: Ljuset håller mig sällskap (Dokumentarfilm) 
2001: Das Haus am Meer (Life as a House) 
2001: The Body 
2001: Die Nebel von Avalon (The Mists of Avalon) 
2002: Bánk bán 
2004: Melinda und Melinda (Melinda and Melinda) 
2004: Jersey Girl 
2005: Surrender, Dorothy (Fernsehfilm) 
2006: The Black Dahlia 
2007: Cassandras Traum (Cassandra’s Dream) 
2010: Ich sehe den Mann deiner Träume (You Will Meet a Tall Dark Stranger) 
2010: Louis 
2011: The Maiden Danced to Death (A halálba táncoltatott leány) 
2013: Compulsion 
2012-2014: The Mindy Project (TV-Serie, 3 Folgen) 
2014: God the Father 
2014: Six Dance Lessons in Six Weeks 
 
Playlist:
01. Stanley Myers - Cavatina [Reprise] (The Deer Hunter) - 03:55 
02. Michel Legrand - Head For Home (The Picasso Summer) - 04:23 
03. John Williams - The Long Goodbye (The Long Goodbye) - 04:30 
04. John Williams - The Final Ride (The Sugarland Express) - 03:36 
05. David Mansfield - Overture (Heaven's Gate) - 03:58 
06. Bernard Herrmann - Sandra at Monument (Obsession) - 03:01 
07. Pino Donaggio - Theme From Blow Out (Blow Out) - 03:47 
08. John Williams - Love Theme (The River) - 04:55 
09. Jerry Goldsmith - The Bridge (The Ghost and the Darkness) - 04:09 
10. Ennio Morricone - We Must Not Forget (Fat Man and Little Boy) - 06:11 
11. Van Dyke Parks - The Plot Thickens (The Two Jakes) - 04:46 
12. Lee Holdridge - The Mystic's Dream (The Mists of Avalon) - 07:42 
13. Howard Shore - The End (Sliver) - 05:32 
14. James Newton Howard - End Titles (Intersection) - 04:10 
15. John Williams - Resolution and End Title (Close Encounters of the Third Kind) - 06:54 
16. Randy Newman - Opening (Maverick) - 05:37 
17. John Barry - Playing by Heart [Vows Renewed] (Playing by Heart) - 06:37 
18. Mark Isham - Madeline/Nothing Stays Buried Forever (The Black Dahlia) - 03:12 
19. Mark Isham - I Built Myself A Life (Life As A House) - 05:48 
20. Philip Glass - The Pursuit & Murder in the Park (Cassandra's Dream) - 06:46 
21. John Williams - The Dance of the Witches/End Credits (The Witches of Eastwick) - 04:47 
22. Lee Holdridge - Finale (The Mists of Avalon) - 05:19 
23. Jerry Goldsmith - Welcome to Tsavo #2 - Revised (The Ghost and the Darkness) - 09:54

Samstag, 15. August 2026

Playlist #456 vom 23.08.2026 - Neuheiten 2026 (4)

Christopher Nolans opulentes Historienepos „Die Odyssee“ zählt fraglos zu den Highlights dieses Kinosommers, wenn nicht des ganzen Jahres. Wie schon zu Nolans vorangegangen Filmen „Tenet“ und „Oppenheimer“ komponierte Ludwig Göransson dazu den passenden, mitreißenden Score, den es in dieser Sendung ebenso zu hören gibt wie neue Arbeiten von Hanan Townshend, David Holmes, Christopher Lennertz, Marcelo Zarvos, Volker Bertelmann, A.R. Rahman sowie die Musik zu Serien wie „The Agency“, „SILO“, „Unsere kleine Farm“, „Cape Fear“ und „House of the Dragon“.
Der US-amerikanische Regisseur und Drehbuchautor David Robert Mitchell landete 2014 mit dem ungewöhnlichen Horrorfilm „It Follows“ erst einen Überraschungshit, um dann mit seinem nächsten Film „Under the Silver Lake“ 2018 fürchterlich baden zu gehen. Nun präsentiert er uns mit „The End of Oak Street“ einen durchaus massentauglichen Abenteuerfilm, in dem eine Nachbarschaft plötzlich in die Vergangenheit versetzt und anschließend von Dinosauriern überrannt wird. Die stimmungsvolle musikalische Untermalung besorgte der versierte Michael Giacchino („Cloverfield“, „Up“), der zudem noch das neue Marvel-Abenteuer „Spider-Man: Brand New Day“ vertonte.
In seinem Dokumentarfilm „Eyríki“ begleitet Nikolai Galitzine den Kampf einer kleinen arktischen Gemeinde gegen den Klimawandel und gesellschaftliche Veränderungen, nachdem ihre Kirche in einem Sturm einem Brand zum Opfer gefallen ist.
,Eyríki‘ ist eine Liebeserklärung an Grímsey, eine wunderschöne, abgelegene Insel vor der Küste Islands mit einer schrumpfenden Bevölkerung von nur noch etwa 25 Menschen. Als uns Regisseur Nikolai Galitzine den Film zum ersten Mal zeigte, war sofort klar, dass die Musik intim und zurückhaltend sein musste“, erklären die beiden britischen Komponisten Kathryn MacLennan und Mike MacLennan („Civilisations: Rise & Fall“) die Entstehung ihrer sehr gefühlvollen, minimalistisch instrumentierten Musik.
„Im Mittelpunkt des Films stehen die Zerstörung und der Wiederaufbau der Kirche von Grímsey. Daher schufen wir eine Palette aus Flächenklängen und Texturen, die von Kirchenglocken inspiriert sind, und verwebten sie mit der gesamten Musik. Diese werden mit Streichern – gespielt vom Geiger John Mills vom Tippett Quartet – und subtilen Synthesizern kombiniert, um eine Klangwelt zu erschaffen, die zerbrechlich und hoffnungsvoll zugleich wirkt. Es war uns wichtig, dass die Musik die emotionale Landschaft dieser abgelegenen Gemeinde widerspiegelt, die mit Bevölkerungsrückgang, Klimawandel und einer ungewissen Zukunft zu kämpfen hat, und dabei stets Raum für ihre Stimmen und Geschichten lässt.“
Markus Goller („Frau Ella“, „25 km/h“) erzählt in seinem Film „23 000 Leben“ die Geschichte des Seenotrettungsschiffes Iuventa, das 2016 und 2017 im zentralen Mittelmeer im Einsatz war, bevor es von italienischen Behörden beschlagnahmt wurde. Die Crew der Iuventa war in dieser Zeit bei 16 Einsätzen an der Rettung von mehr als 23.000 Menschen beteiligt. Volker Bertelmann („Im Westen nichts Neues“, „Konklave“)komponierte zu dem bewegenden Drama eine feinfühlige, mitreißende Musik mit Piano, Streichern und Synthesizern.
In dem Drama „Deep Quiet Room“ erzählt Ko-shang Shen die Geschichte von Ming, die nach dem Selbstmord seiner schwangeren Frau die Pflege seines Schwiegervaters übernimmt und dabei auf dunkle Familiengeheimnisse stößt, die das Motiv für Yi-tings tragische Entscheidung enthüllen.
„Für ‚Deep Quiet Room‘ sprachen Regisseur Ko-shang Shen und ich oft über Stille, nicht einfach als Abwesenheit von Geräuschen, sondern als emotionalen Raum, den das Publikum betreten kann. Ein Großteil der Musik basiert auf Zurückhaltung: zerbrechliches präpariertes Klavier, sparsame Streicher, ferne Resonanzen und wiederkehrende Melodiefragmente, die sich im Verlauf der Geschichte subtil verändern“, berichtet Hanan Townshend („The Tree of Life“) von der Arbeit an dem Drama. „Der Film durchläuft sechs emotionale Abschnitte, die jeweils eine andere Phase von Trauer, Offenbarung, Schuld und letztendlich Zerstörung widerspiegeln. Anstatt diese als separate musikalische Welten zu behandeln, suchten wir nach einem einzigen thematischen Faden, der sich organisch parallel zum Innenleben der Figuren entwickeln konnte. Viele der Musikstücke wurden aus einer, wie Ko-shang es nannte, ,göttlichen Perspektive‘ angegangen – Musik, die mit Mitgefühl statt mit Urteilen beobachtet. Selbst in den düsteren Passagen versuchten wir, offene Horrorsprache zu vermeiden und stattdessen auf Mehrdeutigkeit, stille Spannung und emotionale Schwere zu setzen. Das Ergebnis ist eine Musik, die fein zwischen Intimität und Unbehagen changiert und die Auseinandersetzung des Films mit verdrängten Traumata widerspiegelt.“
Christopher Nolan („Inception“, „Interstellar“) hat seit zwanzig Jahren davon geträumt, Homers „Odyssee“ zu verfilmen. Längst hat der Oscar-prämierte Filmemacher einen Statur erreicht, in dem er offenbar jedes Projekt realisieren kann. In der fast dreistündigen Neuverfilmung – u.a. wurde das antike Epos 1954 mit Kirk Douglas und 2024 mit Ralph Fiennes in der Titelrolle auf die große Leinwand gebracht – versucht König Odysseus (Matt Damon) nach dem Trojanischen Krieg wieder zu seiner Frau Penelope (Anne Hathaway) und seinem Sohn Telemachos (Tom Holland) nach Ithaka zurückzukehren. Doch der Heimweg wird schwieriger als erwartet, denn Odysseus steht ein langes Abenteuer voller Gefahren bevor. So muss er sich unter anderem mit der Göttin Kalypso (Charlize Theron), dem Zyklopen Polyphem (Bill Irwin) und der Zauberin Circe (Samantha Morton) auseinandersetzen. 
In der Zwischenzeit macht sich in Odysseus‘ Heimat Ithaka eine Horde von potenziellen Nachfolgern breit, die gerne Penelope heiraten und dadurch den Thron für sich beanspruchen würden. Daher begibt sich Telemachos auf der Suche nach seinem Vater nun zu König Menelaos von Sparta (Jon Berthal), Odysseus‘ Mitstreiter im Trojanischen Krieg, und bittet diesen um Rat. Da der Film in der Bronzezeit spielt, wies Nolan seinen Komponisten Ludwig Göransson an, kein traditionelles Orchester zu verwenden, weil es das damals nicht gab, sondern Bronze als thematischen Anker für die Musik zu verwenden. Göransson nahm auf, wie er 35 Bronzegongs unterschiedlicher Größe sowie unkonventionelle Gegenstände wie Altmetall, Klimaanlagen, Wände und Geländer schlug. Dadurch entstand ein treibender, metallischer Puls, der sich oft nahtlos in das Sounddesign des Films einfügt. Während die Partitur stark auf rohen, perkussiven Elementen basiert, verwendete Göransson auch authentische Instrumente aus dieser Zeit. Um den melodischen Elementen Authentizität zu verleihen, verwendete er rekonstruierte Lyren und die Aulos – ein traditionelles antikes griechisches Doppelpfeifeninstrument. Um emotionales Tempo und ein menschliches Element hinzuzufügen, überlagerte er diese Klänge mit Synthesizern und ätherischen Hintergrundgesang, einschließlich Beiträgen des Künstlers James Blake.
Der Animations-Film „Winnipeg, el barco de la esperanza“ von Beitia und Elio Quiroga erzählt die Geschichte einer Odyssee von 2200 spanischen Flüchtlingen, die im September 1939 von Frankreich nach Chile segelten, um nach drei Jahren verheerenden Bürgerkriegs der Diktatur Francisco Francos zu entkommen.
„Die Komposition der Filmmusik für ,Winnipeg, el barco de la esperanza‘ war eine sehr emotionale Reise“, blickt Komponist Diego Navarro auf seine Arbeit an dem Film zurück. „Ich bin seit Beginn des Projekts im Jahr 2019 dabei, als die Produzenten mich um ein Interessenbekundungsschreiben baten, um den Soundtrack zu schreiben. Nachdem ich das Drehbuch gelesen hatte, war ich tief bewegt. Die Geschichte hat mich sehr berührt. Unmittelbar danach begann ich zu recherchieren und entdeckte unter anderem, dass Mitglieder eines oder mehrerer baskischer Chöre mit den Passagieren reisten. Aus offensichtlichen Gründen fand ich diese Tatsache faszinierend. Sie widmeten sich der Unterhaltung und sangen vierstimmig während der langen, beschwerlichen und einmonatigen Überfahrt nach Valparaíso, durch einen Atlantik, der von deutschen U-Booten heimgesucht wurde, und überwanden unzählige Hindernisse. Sie waren ein wesentlicher Bestandteil. Deshalb entschied ich, dass das Hauptthema neben dem Sinfonieorchester auch Chorgesang beinhalten sollte – und zwar nicht nur in diesem Stück, das den Kern der Filmmusik bildet, die ich später komponieren sollte.“
 
Playlist: 
01. Michael Giacchino - Old Pool Politics (The End of Oak Street) - 03:15 
02. David Holmes & Brian Irvine - Irish Class (Trespasses) - 04:26 
03. David Holmes - Lying to Myself My Whole Life (The Christophers) - 03:13 
04. Kathyrn MacLennan & Mike MacLennan - Fiskveiðar (Eiríki) - 04:26 
05. Adiescar Chase - The End (All Night Wrong) - 02:55 
06. Emilie Levienaise-Farrouch & Lindsay Wright - A Source Abroad (The Agency - Season 2) - 03:12 
07. Christopher Lennertz - The Truth (72 Hours) - 03:24 
08. Volker Bertelmann - 23 000 Leben (23 000 Leben) - 04:37 
09. Marcelo Zarvos - Atlantis Landing (Spacewoman) - 04:04 
10. Hanan Townshend - Living a Twisted Life (Deep Quiet Room) - 05:14 
11. Dominik Scherrer - Car Crash Guilt (The Rapture) - 03:38 
12. Ludwig Göransson - Penelope (The Odyssey) - 04:16 
13. Claudia Sarne - Supergirl Suite (Supergirl) - 03:05 
14. Atli Örvarsson - Vitamins (SILO - Season 3) - 05:02 
15. Nathaniel Mechaly - Father Uploaded (O Horizon) - 04:24 
16. Diego Navarro - Calamidad (Winnipeg, El Barco De La Esperanza) - 03:03 
17. Dan Romer - River Crossing (Little House on the Prairie - Season 1) - 03:01 
18. Ramin Djawadi - If This Be Victory (House of the Dragon - Season 3) - 05:40 
19. Ceiri Torjussen - Shabnam's Story (Delhi Crime 3) - 04:26 
20. Jeff Russo - Family (Cape Fear - Season 1) - 04:14 
21. A.R. Rahman - Nizma's Sister (BAAB) - 04:55 
22. Jason Lazarus - Klyle (Operation Taco Gary's) - 02:24 
23. François Tétaz - Love in the Shadows (My Brilliant Career) - 03:48 
24. Isabella Summers - Drive to the Field (Lucky) - 04:35 
25. Isabella Summers - Judith's Story (Ride or Die) - 03:52 
26. John Carpenter, Cody Carpenter & Daniel Davies - Resolution (Cathedral) - 03:49 
27. Michael Giacchino - Suite New Day (Spider-Man: Brand New Day) - 06:14 
28. Pino Donaggio - Don't Bring a Knife to an Axe Fight (Her Private Hell) - 09:54

Sonntag, 6. August 2023

Playlist #377 vom 13.08.2023 - DONALD SUTHERLAND Special

Seit den 1970er Jahren zählt der kanadische Schauspieler Donald Sutherland zu den profiliertesten und produktivsten Vertretern seiner Zunft in Hollywood ebenso wie auf den Theaterbühnen. Zu seinen bekanntesten Filmen zählen so unterschiedliche Werke wie „M.A.S.H.“, „Klute“, „Die Nadel“, „Wenn die Gondeln Trauer tragen“, „Fellinis Casanova“, „1900“, „Das dreckige Dutzend“, „Outbreak“, „Die Körperfresser kommen“ und die „Die Tribute von Panem“-Reihe. Zuletzt war der mit dem Ehrenoscar für sein Lebenswerk ausgezeichnete Vater von Kiefer Sutherland in Roland Emmerichs „Moonfall“, John Lee Hancocks Mystery-Drama „Mr. Harrigan’s Phone“ und in der Fernsehserie „Swimming with Sharks“ zu sehen. 
Donald Sutherland wurde am 17. Juli 1935 im kanadischen Saint John, New Brunswick, als Sohn eines schottischstämmigen Arbeiters geboren und war bereits während seiner Schulzeit als Nachrichten-Korrespondent bei dem lokalen kanadischen Radiosender CKBW tätig. Nachdem er im Alter von fünfzehn Jahren sein schauspielerisches Talent als Sprecher der Rolle des Scrooge für das Hörspiel von Charles Dickens‘ „A Christmas Carol“ und Stand-up-Comedian unter Beweis gestellt hatte, studierte er an der Universität von Toronto und trat dort der Schauspielgruppe bei. 
Als der Theaterkritiker Herbert Whitaker den jungen Mann in einer Aufführung von Shakespeares „Der Sturm“ sah, legte er Sutherland eine professionelle Schauspielkarriere nahe. Also zog Sutherland nach London, um an der Royal Academy of Dramatic Art zu studieren und gab Anfang der 1960er Jahre sein Bühnendebüt an der Seite von Rex Harrison im Stück „August for the People“, worauf er eineinhalb Jahre beim Perth Repertory Theatre in Schottland verbrachte. 
Der Produzent Paul Maslansky entdeckte Sutherland während einer Theatertournee durch Großbritannien und verschaffte dem Schauspieler sein Kinodebüt in dem Horrorfilm „Das Schloss der lebenden Toten“ (1964).  
Sutherland war nicht nur in Serien wie „Simon Templar“ und „Mit Schirm, Charme und Melone“ zu sehen, sondern machte auch in Robert Aldrichs Kriegsfilmklassiker „Das dreckige Dutzend“ (1967) und Robert Altmans „M.A.S.H.“ (1970) auf sich aufmerksam. Ein weiterer Meilenstein in Sutherlands Karriere war seine Rolle in Alan J. Pakulas Mystery-Thriller „Klute“ (1971), es folgten Nicolas Roegs Mystery-Drama „Wenn die Gondeln Trauer tragen“ (1973), Bernardo Bertoluccis Historien-Epos „1900“ (1976), Fellinis „Casanova“ (1976) und Philip Kaufmans Horror-Thriller „Die Körperfresser kommen“ (1978). 
Zu den bekanntesten Filmen in den 1980er Jahren zählen Richard Marquands Thriller „Die Nadel“ (1981), Herbert Ross‘ Komödie „Max Dugans Moneten“ (1983), Hugh Hudsons Historien-Drama „Revolution“ (1985) und John Flynns Action-Drama „Lock Up – Überleben ist alles“ mit Sylvester Stallone in der Hauptrolle. 1985 trat er im Videoclip zur Single „Cloudbusting“ der britischen Sängerin Kate Bush in der Rolle des Wilhelm Reich auf, der die „Cloudbuster“ zur Wettermanipulation erfand. 
Seit den 1990er Jahren ist er auch häufig in profilierten Nebenrollen zu sehen, wie beispielsweise 1995 in „Outbreak – Lautlose Killer“ an der Seite von Dustin Hoffman und Morgan Freeman. Für seine Rolle in der 1995 ausgestrahlten Serie „Citizen X“ erhielt er den Emmy Award in der Kategorie Outstanding Actor in a Supporting Role in a Miniseries or a Movie
Anschließend folgten bedeutende Nebenrollen in Filmen wie „Die Jury“ (1996), „Instinkt“ (1999), „Space Cowboys“ (2000), „Unterwegs nach Cold Mountain“ (2003) oder „Die Tribute von Panem – The Hunger Games“ und dessen Fortsetzungen (2012-2015). 
2018 bekam Donald Sutherland, der mit seinem Sohn Kiefer Sutherland erstmals bei dem Western „Forsaken“ (2015) gemeinsam vor der Kamera stand (in den beiden vorangegangenen Filmen „Max Dugans Moneten“ und „Die Jury“ hatten sie nur eine kurze bzw. keine gemeinsamen Szenen), den Ehrenoscar verliehen. 
In nun über 60 Jahren hat Donald Sutherland mit so prominenten Regisseuren wie Nicolas Roeg, Oliver Stone, Federico Fellini, Robert Aldrich, Robert Altman, Wolfgang Petersen, Roland Emmerich, Alan J. Pakula, Bernardo Bertolucci, Guiseppe Tornatore, Joel Schumacher und Anthony Minghella zusammen. Die Musik zu seinen Filmen komponierten Größen wie Ennio Morricone, John Williams, Pino Donaggio, James Newton Howard, Danny Elfman, Bill Conti, Miklós Rozsa, Lalo Schifrin, Georges Delerue und Hans Zimmer
 

Filmografie: 

1962: Studio 4 (TV-Serie, Folge 1x03) 
1962: Man of the World (TV-Serie, Folge 1x10) 
1963: Suspense (TV-Serie, Folge 2x05) 
1963: The Odd Man (TV-Serie, Folge 4x5) 
1963: The Sentimental Agent (TV-Serie, Folge 1x09) 
1963: The World Ten Times Over 
1963: Terry-Thomas says How do you do? (Fernsehfilm) 
1963–1965: ITV Play of the Week (TV-Serie, Folgen 8x48, 9x23 und 10x43) 
1964: Europäisches Theater: Hamlet (Hamlet at Elsinore, Fernsehfilm) 
1964: Il castello dei morti vivi 
1965: Songs of the American Civil War (Fernsehfilm) 
1965: Die Todeskarten des Dr. Schreck (Dr. Terror’s House of Horrors) 
1964: Das düstere Haus (Fanatic, auch: Die! Die! My Darling!) 
1965: Zwischenfall im Atlantik (The Bedford Incident) 
1965: The Sullavan Brothers (TV-Serie, Folge 2x01) 
1965–1966: Simon Templar (The Saint, TV-Serie, Folgen 3x23 und 5x14) 
1966: Versprich ihr alles (Promise Her Anything) 
1966: A Farewell to Arms, (TV-Miniserie, 2 Episoden) 
1966: BBC Play of the Month (TV-Serie, Folge 1x6) 
1966: Court Martial (TV-Serie, Folge 1x10) 
1966: Theatre 625 (TV-Serie, Folgen 3x16 und 3x34) 
1966: Gideon’s Way (TV-Serie, Folge 1x21) 
1967: Das dreckige Dutzend (The Dirty Dozen) 
1967: Das Milliarden-Dollar-Gehirn (Billion Dollar Brain) 
1967: Mit Schirm, Charme und Melone (The Avengers, TV-Serie, Folge 5x12) 
1967–1968: Der Mann mit dem Koffer (Man in a Suitcase, TV-Serie, Folgen 1x2 und 1x24) 
1968: Der mysteriöse Mr. Sebastian (Sebastian) 
1968: Joanna 
1968: The Sunshine Patriot (Fernsehfilm) 
1968: Zwischenspiel (Interlude) 
1968: König Oedipus (Oedipus the King) 
1968: Die ganz große Kasse, auch: Bullen – Wie lange wollt ihr leben? (The Split) 
1969: The Champions (TV-Serie, Folge 1x16) 
1969: The Name of the Game (TV-Serie, Folge 1x20) 
1970: Stoßtrupp Gold (Kelly’s Heroes) 
1970: MASH (M*A*S*H) 
1970: Zwei Haudegen kommen selten allein (Start the Revolution Without Me) 
1970: Act of the Heart 
1970: Alex im Wunderland (Alex in Wonderland) 
1971: Kleine Mörder (Little Murders) 
1971: Klute 
1971: Johnny zieht in den Krieg (Johnny Got His Gun) 
1973: Ganoven auf Abwegen (Steelyard Blues) 
1973: Diamantenlady (Lady Ice) 
1973: Wenn die Gondeln Trauer tragen (Don’t Look Now) 
1974: Ferner Donner (Alien Thunder) 
1974: S*P*Y*S
1975: Der Tag der Heuschrecke (The Day of the Locust) 
1975: Der Richter und sein Henker 
1976: 1900 (Novecento) 
1976: Fellinis Casanova (Il Casanova di Federico Fellini) 
1976: Der Adler ist gelandet (The Eagle Has Landed) 
1977: Kentucky Fried Movie (The Kentucky Fried Movie) 
1977: Sein letzter Mord (The Disappearance) 
1977: Bethune (Fernsehfilm) 
1978: Blutsverwandte, auch: Der Kommissar und das Mädchen (Les Liens de sang) 
1978: Ich glaub’, mich tritt ein Pferd (Animal House) 
1978: Der große Eisenbahnraub (The First Great Train Robbery) 
1978: Die Körperfresser kommen (Invasion of the Body Snatchers) 
1979: Sherlock Holmes – Mord an der Themse (Murder by Decree) 
1979: Dollarrausch, auch: Der Trick mit dem großen Geld (A Man, a Woman and a Bank) 
1979: Die Bäreninsel in der Hölle der Arktis (Bear Island) 
1979: Ein Professor geht aufs Ganze (Nothing Personal) 
1980: Eine ganz normale Familie (Ordinary People) 
1981: Die Nadel (Eye of the Needle) 
1981: Gas 
1981: Herzchirurg Dr. Vrain (Threshold) 
1983: Max Dugans Moneten (Max Dugan Returns) 
1983: The Winter of Our Discontent (Fernsehfilm) 
1984: Crackers – Durch die Mauer führt der Weg, auch: Pechvögel (Crackers) 
1984: Agatha Christie’s Tödlicher Irrtum (Ordeal by Innocence) 
1985: Die Himmelsstürmer (Heaven Help Us) 
1985: Revolution 
1986: Die Augen des Wolfes (Oviri) 
1987: Der Mörder mit dem Rosenkranz (The Rosary Murders) 
1987: Der Mörder und sein Liebling (The Trouble with Spies) 
1987: Die Nacht der Dämonen (Apprentice to Murder) 
1989: Roadhome 
1989: Lock Up – Überleben ist alles (Lock Up) 
1989: Weiße Zeit der Dürre (A Dry White Season) 
1990: Bethune – Ein Arzt wird zum Helden (Bethune: The Making of a Hero) 
1990: Total Control (Eminent Domain) 
1991: Buster’s Bedroom 
1991: Backdraft – Männer, die durchs Feuer gehen (Backdraft) 
1991: Cerro Torre: Schrei aus Stein 
1991: JFK – Tatort Dallas (JFK) 
1991: Sehnsucht ohne Grenzen (Long Road Home, Fernsehfilm) 
1992: Am Abgrund (Quicksand: No Escape, Fernsehfilm) 
1992: Tote Gleise (The Railway Station Man) 
1992: Buffy – Der Vampir-Killer (Buffy the Vampire Slayer) 
1992: Rakuyô, auch: The Setting Sun 
1992: Schatten des Wolfes (Agaguk) 
1993: Younger and Younger 
1993: Im Bann des Zweifels (Benefit of the Doubt) 
1993: Red Hot 
1993: Punch 
1993: Das Leben – Ein Sechserpack (Six Degrees of Separation) 
1994: Puppet Masters – Bedrohung aus dem All (The Puppet Masters) 
1994: Enthüllung (Disclosure) 
1994: Experiment des Grauens (The Lifeforce Experiment, Fernsehfilm) 
1995: Citizen X (Fernsehfilm) 
1995: Outbreak – Lautlose Killer (Outbreak) 
1996: Lethal Point – Zwei gnadenlose Profis (Hollow Point) 
1996: Die Jury (A Time to Kill) 
1997: Die Verschwörung im Schatten (Shadow Conspiracy) 
1997: The Assignment – Der Auftrag (The Assignment) 
1997: Hate – Der Feind in meinem Haus (Natural Enemy, Fernsehfilm) 
1998: Dämon – Trau keiner Seele (Fallen) 
1998: Grenzenlos (Without Limits) 
1998: Free Money 
1999: Virus – Schiff ohne Wiederkehr (Virus) 
1999: Vaterliebe hält ewig (Behind the Mask, Fernsehfilm) 
1999: Hunley – Tauchfahrt in den Tod (The Hunley, Fernsehfilm) 
1999: Instinkt (Instinct) 
2000: Panic 
2000: Space Cowboys 
2000: The Art of War 
2001: Final Fantasy: Die Mächte in dir (Final Fantasy: The Spirits Within, Stimme) 
2001: Big Shots Beerdigung (Dàwàn) 
2001: The Big Heist (Fernsehfilm) 
2002: Uprising – Der Aufstand (Uprising, Fernsehfilm) 
2002: Path to War – Entscheidung im Weißen Haus (Path to War, Fernsehfilm) 
2003: Der Tag, an dem Aldo Moro starb (Five Moons Plaza) 
2003: The Italian Job – Jagd auf Millionen (The Italian Job) 
2003: Baltic Storm 
2003: Unterwegs nach Cold Mountain (Cold Mountain) 
2004: Salem’s Lot – Brennen muss Salem (Salem’s Lot, TV-Miniserie) 
2004: Die Kreatur – Gehasst und gejagt (Frankenstein, TV-Miniserie) 
2005: Human Trafficking – Menschenhandel (Human Trafficking, TV-Miniserie) 
2005: Aurora Borealis 
2005: Fierce People – Jede Familie hat ihre Geheimnisse (Fierce People) 
2005: Stolz und Vorurteil (Pride & Prejudice) 
2005: Lord of War – Händler des Todes (Lord of War) 
2005: American Gun 
2005–2006: Welcome, Mrs. President (Commander in Chief, TV-Serie, 19 Folgen) 
2005: Der Fluch der Betsy Bell (An American Haunting) 
2006: Land of the Blind (Land of the Blind) 
2006: Ask the Dust 
2006: Bierfest (Beerfest) 
2007: Die Liebe in mir (Reign Over Me) 
2007: Puffball 
2007–2009: Dirty Sexy Money (TV-Serie, 23 Folgen) 
2008: Ein Schatz zum Verlieben (Fool’s Gold) 
2009: The Eastmans (Fernsehfilm) 
2010: Die Säulen der Erde (The Pillars of the Earth, TV-Miniserie) 
2010: The Con Artist 
2011: The Mechanic 
2011: Der Adler der neunten Legion (The Eagle) 
2011: Kill the Boss (Horrible Bosses) 
2011: Man on the Train 
2011: Moby Dick (TV-Miniserie) 
2011: My Life as an Experiment (Fernsehfilm) 
2012: Living Loaded (TV-Kurzfilm) 
2012: Die Schatzinsel (Treasure Island, TV-Miniserie) 
2012: Die Tribute von Panem – The Hunger Games (The Hunger Games) 
2012: Assassin’s Bullet – Im Visier der Macht (Assassin’s Bullet, auch: Sofia) 
2012: Dawn Rider (Dawn Rider) 
2013: The Best Offer – Das höchste Gebot (La migliore offerta) 
2013: Jappeloup – Eine Legende (Jappeloup) 
2013–2015: Crossing Lines (TV-Serie, 34 Folgen) 
2013: Die Tribute von Panem – Catching Fire (The Hunger Games: Catching Fire) 
2014: The Calling – Ruf des Bösen (The Calling) 
2014: Die Tribute von Panem – Mockingjay Teil 1 (The Hunger Games: Mockingjay – Part 1) 
2015: Forsaken 
2015: Die Tribute von Panem – Mockingjay Teil 2 (The Hunger Games: Mockingjay – Part 2) 
2016: Milton’s Secret 
2016: Ice (TV-Serie, 6 Folgen) 
2017: Das Leuchten der Erinnerung (The Leisure Seeker) 
2017: Basmati Blues – Liebe im Reisfeld (Basmati Blues) 
2018: Measure of a Man – Ein fetter Sommer (Measure of a Man) 
2018: Trust (TV-Serie, 6 Folgen) 
2019: American Hangman 
2019: Backdraft 2 – Ein brandheißer Tipp (Backdraft 2) 
2019: Ad Astra – Zu den Sternen (Ad Astra) 
2019: The Burnt Orange Heresy 
2020: The Undoing (TV-Miniserie) 
2020: Stay Alive – Überleben um jeden Preis (Alone) 
2022: Moonfall 
2022: Mr. Harrigan’s Phone 
2022: Swimming with Sharks (TV-Serie, 6 Folgen) 
2023: Miranda’s Victim

Playlist:

1. Craig Armstrong - Blue (The Burnt Orange Heresy) - 03:16 
2. Frank DeVol - The Builders/Train Time (The Dirty Dozen) - 02:38 
3. Ennio Morricone - Serene Family (Disclosure) - 04:11 
4. Pino Donaggio - John's Theme (Don't Look Now) - 04:19 
5. Georges Delerue - The Interlude Triangle (Interlude) - 04:23 
6. Lalo Schifrin - Sherman Holiday Inn (Kelly's Heroes) - 02:56 
7. Michael Small - Love Theme from Klute (Klute) - 03:48 
8. Guy Farley - End Credits (Land of the Blind) - 03:58 
9. Rolfe Kent - New Life (Reign Over Me) - 03:32 
10. Gabriel Yared - Rebirth (Cold Mountain) - 03:47 
11. Heitor Pereira - The Morning (Ask the Dust) - 04:40 
12. James Newton Howard - Healing Katniss (The Hunger Games) - 03:07 
13. Jonathan Goldsmith - Church (Forsaken) - 02:29 
14. John Williams - Garrison Family Theme (JFK) - 02:15 
15. Mark Isham - Chihuahuas and Boys (The Mechanic) - 01:55 
16. Max Richter - Event Horizon (Ad Astra) - 06:14 
17. John Powell - The New Plan (The Italian Job) - 05:09 
18. Bill Conti - The Mustang (Lock Up) - 03:39 
19. Elliot Goldenthal - Pavane For Justice (A Time to Kill) - 02:31 
20. Maurice Jarre - Uprising (Uprising) - 04:06 
21. Miklós Rózsa - Love Scene (Eye of the Needle) - 01:44 
22. Trevor Morris - The Final Chapter/The Legacy Of Achievement (The Pillars of the Earth) - 03:32 
23. Dario Marianelli - The Living Sculptures of Pemberly (Pride & Prejudice) - 03:04 
24. James Newton Howard - Military Arrives (Outbreak) - 02:36 
25. Danny Elfman - Into the Wild (Instinct) - 08:49 
26. Jerry Goldsmith - Clues (The Great Train Robbery) - 03:58 
27. Ennio Morricone - Tema Di Ada (Nove Cento) - 04:53 
28. Hans Zimmer - Lazy Afternoon (Younger & Younger) - 03:43 
29. Javier Navarrete - You Can Rest Now (Mr. Harrigan's Phone) - 05:28 
30. Ennio Morricone - Volti E Fantasmi (La migliore offerta) - 07:59

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