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Mittwoch, 9. September 2026

Playlist #458 vom 20.09.2026 - TOM NOONAN Special

Tom Noonan war sicher kein Hollywood-Star, doch mit seinen bemerkenswerten Rollen als Francis Dollarhyde in Michael Manns „Manhunter“ (1986), Frankensteins Monster in „The Monster Squad“ (1987), Kain in „RoboCop 2“ (1990), der Ripper in „Last Action Hero“ (1993), Kelso in „Heat“ (1995), Sammy Barnathan in „Synecdoche, New York“ (2008) oder als Reverend Nathaniel in der Fernsehserie „Hell on Wheels“ (2011–2014), hat der 1,96 Meter große US-amerikanischer Schauspieler, Regisseur und Drehbuchautor durchaus nachhaltig Eindruck hinterlassen. Zudem war der am 14. Februar 2026 im Alter von 74 verstorbene Noonan als Autor und Regisseur für Theater und Film tätig. In der heutigen Sendung zu seinem Andenken gibt es Musik aus seinen Filmen von Elliot Goldenthal, Jon Brion, Carter Burwell, Thomas Newman, Harry Gregson-Williams, David Wingo, Graeme Revell und anderen zu hören.
Thomas Patrick Noonan wurde am 12. April 1951 als Sohn einer Mathematiklehrerin und eines Jazzmusikers und Zahnarztes in Greenwich, Connecticut, geboren. Sein älterer Bruder John Ford Noonan war Schauspieler, Dramatiker und Drehbuchautor, er selbst ein sehr talentierter Basketballspieler: „Basketballspielen hat mir in vielerlei Hinsicht das Performen beigebracht. Dadurch bin ich auf die Schauspielerei aufmerksam geworden … Als Kind habe ich nie Theater gespielt. Ich habe nie in Schultheaterstücken mitgewirkt. Ich habe erst mit 27 Jahren angefangen zu spielen … Man lernt unheimlich viel, wenn man vor Publikum steht, die Menge begeistert und man etwas tut, das man liebt. Viele der Fähigkeiten, die man für die Schauspielerei braucht, erwirbt man dabei … Es ist wie ein Kampf auf Leben und Tod vor Menschen, die man beeindrucken möchte.“
Noonan studierte Schauspiel an der Yale University. Nach seinem Abschluss 1983 gründete er in New York die Theatergruppe The Paradise Factory (ursprünglich: Paradise Theatre) und war als Schauspieler, Regisseur und Dramatiker tätig. Später betrieb er mit seiner Gruppe eine eigene Spielstätte im Manhattans East Village. Er spielte u.a. in der Off-Broadway-Uraufführung von Sam Shepards Stück „Buried Child“ mit, hatte Anfang der 80er Jahre aber schon seine ersten Filmrollen. So war er 1980 an der Seite von Michael Ontkean in der Komödie „Willie and Phil“ zu sehen, spielte im Thriller „Gloria, die Gangsterbraut“ (1980) von John Cassavetes neben Gena Rowlands, im Western „Heaven’s Gate“ (1980) an der Seite von Kris Kristofferson, Christopher Walken und John Hurt.
Mit einer Körpergröße von 1,96 m war Noonans imposante Erscheinung wohl der Grund dafür, dass er häufig als bedrohlicher Bösewicht besetzt wurde, wie beispielsweise in „RoboCop 2“, „Last Action Hero“, „Manhunter“ und „Das Versprechen“. Seine Größe wurde in „The Moving Finger“, dem Serienfinale der Horror-Anthologie „Monsters“ (bei der er auch bei mehreren Episoden Regie führte und das Drehbuch schrieb), komisch eingesetzt.
1986 spielte Noonan Francis Dollarhyde, einen Serienmörder, der ganze Familien auslöscht, in Michael Manns „Manhunter“, dem ersten Film mit Hannibal Lecter. Eine weitere Nebenrolle und eine weitere Zusammenarbeit mit Mann folgte 1995 als Kelso in „Heat“. Er spielte außerdem das Frankenstein-Monster in „The Monster Squad“ und den Drogenboss Cain in „RoboCop 2“. In den 1990er-Jahren verfasste er mehrere Theaterstücke. Für das Drehbuch zu „What Happened Was…“ (1994) wurde Noonan auf dem Sundance Film Festival 1994 mit dem Grand Jury Price und dem Waldo Salt Screenwriting Award ausgezeichnet. Auch bei seinen Filmen „The Wife“ (1995), „Wang Dang“ (1999) und „The Shape of Something Squashed“ (2014) war er zugleich als Darsteller, Regisseur und Drehbuchautor tätig. The Wife war 1995 für den Grand Jury Prize des Sundance Film Festivals nominiert. In den 2000er-Jahren wirkte Noonan in mehreren weiteren Filmen mit, darunter Charlie Kaufmans Regiedebüt „Synecdoche, New York“ als Sammy Barnathan.
Noonan hatte außerdem zahlreiche Gastauftritte in Fernsehserien, darunter „Akte X“ (in der vielgelobten Folge „Paper Hearts“ von 1996, die eigens für ihn geschrieben wurde), „Law & Order: Criminal Intent“, „Law & Order: Special Victims Unit“, „Tales from the Darkside“ und „CSI: Den Tätern auf der Spur“ sowie als Detective Victor Huntley in „Damages“. In „Blacklist“ war er als „The Stew Maker, Louie“ zu sehen, ein Arzt, der den jungen Louie in drastischen anatomischen Details durch die Kreuzigung führt. Außerdem spielte er Reverend Nathaniel Cole in der AMC-Originalserie „Hell on Wheels“.
Im Jahr 2015 sprach Noonan alle Nebenrollen in Duke Johnsons und Charlie Kaufmans Stop-Motion-Komödie „Anomalisa“, wofür er den San Diego Film Critics Society Award als Bester Nebendarsteller gewann.
Noonan starb am 14. Februar 2026 im Alter von 74 Jahren in einem Krankenhaus in Englewood, New Jersey.

Filmografie: 

1980: Willie and Phil 
1980: Gloria, die Gangsterbraut (Gloria) 
1980: Rage (Fernsehfilm) 
1980: Heaven’s Gate 
1981: Wolfen 
1983: Kopfjagd (Eddie Macon’s Run) 
1983: Monty, der Millionenerbe (Easy Money) 
1984: Angriff ist die beste Verteidigung (Best Defense) 
1984: Geschichten aus der Schattenwelt (Tales from the Darkside, TV-Serie, 1 Folge) 
1985: Der Verrückte mit dem Geigenkasten (The Man with One Red Shoe) 
1986: F/X – Tödliche Tricks (F/X) 
1986: Manhunter – Roter Drache (Manhunter) 
1987: Monster Busters (The Monster Squad) 
1989: Der Equalizer (The Equalizer, TV-Serie, 1 Folge) 
1989: Mystery Train 
1989: Detroit City – Ein irrer Job (Collision Course) 
1990: Robocop 2 
1991: Das 10 Millionen Ding (The 10 Million Dollar Getaway) 
1991: Monsters (TV-Serie, 1 Folge) 
1993: Last Action Hero 
1994: What Happened Was… (auch Regie und Drehbuch) 
1994: Fackeln im Sturm – Buch 3 (Heaven & Hell: North & South, Book III; TV-Miniserie) 
1995: The Wife (auch Regie und Drehbuch) 
1995: Heat 
1997: Akte X – Die unheimlichen Fälle des FBI (The X-Files, Fernsehserie, eine Folge) 
1998: Phoenix – Blutige Stadt (Phoenix) 
1999: Die Frau des Astronauten (The Astronaut’s Wife) 
1999: Sein letzter Coup (The Opportunists) 
2000: The Photographer 
2001: Das Versprechen (The Pledge) 
2001: Knockaround Guys 
2002: CSI: Den Tätern auf der Spur (CSI: Crime Scene Investigation, TV-Serie, eine Folge) 
2002: Arac Attack – Angriff der achtbeinigen Monster (Eight Legged Freaks) 
2003: Criminal Intent – Verbrechen im Visier (Law & Order: Criminal Intent, TV-Serie, Folge 2x21) 
2003: Madness and Genius 
2003: The Egoists 
2005: The Roost 
2006: Seraphim Falls 
2007: Engel im Schnee (Snow Angels) 
2008: Alphabet Killer (The Alphabet Killer) 
2008: Synecdoche, New York 
2009: Law & Order: New York (Law & Order: Special Victims Unit, TV-Serie, eine Folge) 
2009: Follow the Prophet 
2009–2011: Damages – Im Netz der Macht (Damages, TV-Serie, 17 Folgen) 
2009: The House of the Devil 
2011: The Cape (TV-Serie, 2 Folgen) 
2011: Bad Karma (TV-Serie, 1 Folge) 
2011–2014: Hell on Wheels (TV-Serie, 18 Folgen) 
2014: The Leftovers (TV-Serie, 1 Folge) 
2014: Late Phases 
2013: The Blacklist (TV-Serie, eine Folge) 
2014: How and Why (Fernsehfilm) 
2014: The Shape of Something Squashed (auch Regie und Drehbuch) 
2015: Anomalisa 
2015–2018: 12 Monkeys /TV-Serie, 18 Folgen) 
2016: Deckname Quarry (Quarry, TV-Serie, 3 Folgen) 
2016: Horace and Pete (TV-Serie, 3 Folgen) 
2017: Wonderstruck

Playlist:

01. Bill Conti - On the Run (Gloria) - 03:04 
02. David Mansfield - Long Road (Heaven's Gate) - 03:48 
03. James Horner - Indian Bar (Wolfen) - 06:57 
04. Thomas Newman - Strange Beginning (The Man With One Red Shoe) - 04:20 
05. Bill Conti - Hi Rollie, I'm Leo (F/X) - 04:15 
06. Shriekback - Coelocanth (Manhunter) - 04:20 
07. Klaus Schulze - Freeze (Manhunter) - 06:42 
08. Kitaro - Hikari no Sono (Manhunter) - 04:33 
09. Moby - God Moving Over the Face of the Waters (Heat) - 06:59 
10. Lisa Gerrard - Gloradin (Heat) - 03:56 
11. Mark Snow - El Camino [Paper Hearts] (The X-Files) - 06:38 
12. George S. Clinton - Post Coital/Positive/Fried (The Astronaut's Wife) - 03:00 
13. Graeme Revell - Getting Things Sorted Out/Doing the Right (Phoenix) - 04:22 
14. Hans Zimmer & Klaus Badelt - Opening Salvation (The Pledge) - 05:44 
15. Harry Gregson-Williams - Forgive Me (Seraphim Falls) - 05:03 
16. Kevin Kiner - Ruth Goes to the Fight (Hell on Wheels) - 02:57 
17. Shriekback - Evaporation (Manhunter) - 03:20 
18. Michael Brook - Ultramarine (Heat) - 04:34 
19. Leonard Rosenman - Robo Finds Hob (Robocp 2) - 03:20 
20. Stephen Barton - The Right Thing, The Right Way (12 Monkeys) - 03:02 
21. David Wingo & Jeff McIllwain - Credits (Snow Angels) - 03:41 
22. Jon Brion - Piano Three (Synecdoche, New York) - 04:02 
23. Carter Burwell - Mementos (Wonderstruck) - 04:24 
24. Max Richter - De Profundis (The Leftovers - Season 1) - 05:05
25. Bear McCreary - The Faraday Family (The Cape) - 02:00 
26. Elliot Goldenthal - Heat (Heat) - 08:32

Dienstag, 1. September 2026

Playlist #457 vom 06.09.2026 - VILMOS ZSIGMOND Special

Der ungarisch-amerikanischer Kameramann Vilmos Zsigmond prägte mit seinen Arbeiten für namhafte Regisseure wie Robert Altman, Steven Spielberg, Brian De Palma, Michael Cimino und Woody Allen maßgeblich den Look des „New Hollywood“-Kinos und wurde von den Mitgliedern der International Cinematographers Guild zu einem der zehn einflussreichsten Kameramänner der Geschichte gewählt. Der am 1. Januar 2016 im Alter von 85 Jahren verstorbene Zsigmond gewann den Oscar für die Beste Kamera für „Unheimliche Begegnung der dritten Art“ und den BAFTA Award für die Beste Kamera für „Die durch die Hölle gehen“. In der heutigen Sendung gibt es Highlights aus den Soundtracks zu seinen Arbeiten zu hören, von Philip Glass über Bernard Herrmann, Stanley Myers und Mark Isham bis zu Jerry Goldsmith, James Newton Howard, Ennio Morricone und John Williams.

Vilmos Zsigmond
wurde am 16. Juni 1930 im ungarischen Szeged als Sohn einer Verwaltungsangestellten und eines Fußballspielers und -trainers geboren. Sein Interesse an der Fotografie begann im Alter von 17 Jahren, nachdem ihm ein Onkel einen Bildband mit Schwarz-Weiß-Fotografien des ungarischen Fotografen Jenő Dulovits geschenkt hatte.
Da seine Familie in den Augen der sowjetisch eingesetzten Regierung der Ungarischen Volksrepublik als bürgerlich galt, war es ihm jedoch verboten, Fotografie zu studieren. Stattdessen arbeitete Zsigmond in einer Fabrik, kaufte sich eine Kamera und brachte sich selbst das Fotografieren bei. Später gründete er einen Fotoclub für die Arbeiter. Dadurch gewann er den Respekt der örtlichen Kommissare und durfte an der Akademie für Drama und Film in Budapest Film studieren. Zsigmond verbrachte vier Jahre an der Filmhochschule, wo er viele 14-Stunden-Tage und Sechs-Tage-Wochen absolvierte. 
Obwohl er das Leben unter der Tyrannei des kommunistischen Regimes verabscheute, lernte er von dem Leiter des Fachbereichs, György Illés, und anderen Dozenten wichtige Erkenntnisse. „Sie lehrten uns, dass ein Film nur dann Kunst ist, wenn er eine wichtige Botschaft hat“, erinnert sich Zsigmond. „Er sollte mehr als bloße Unterhaltung sein. Er sollte einen gesellschaftlichen Wert haben.“ 
Nach seinem Studienabschluss arbeitete Zsigmond 1955 als Kameraassistent und Kameramann im staatlichen Filmstudio in Budapest.
Zsigmond und sein Freund und Kommilitone László Kovács liehen sich eine 35-mm-Kamera von ihrer Schule und dokumentierten die Ereignisse der Ungarischen Revolution von 1956 in Budapest. Sie versteckten die Kamera in einer Einkaufstasche und filmten durch ein Loch, das sie hineingeschnitten hatten. Die beiden drehten 9000 Meter Film und flohen kurz darauf nach Österreich. 1958 kamen Zsigmond und Kovács als politische Flüchtlinge in die USA und verkauften das Filmmaterial an CBS für eine Dokumentation über die Revolution, die von Walter Cronkite kommentiert wurde.
1962 wurde Zsigmond US-amerikanischer Staatsbürger, ließ sich in Los Angeles nieder und arbeitete in Fotolaboren als Techniker und Fotograf.
Sein erster Film in den USA war der 1963 erschienene Schwarzweiß-Exploitationfilm „The Sadist“ mit Arch Hall Jr. in der Hauptrolle. In den 1960er-Jahren arbeitete er an zahlreichen Low-Budget-Independent- und Lehrfilmen, um in der Filmbranche Fuß zu fassen.
Kovács, der 1969 den Film „Easy Rider“ für Peter Fonda und Dennis Hopper drehte, empfahl Zsigmond Fonda für dessen Western „Der weite Ritt“ von 1971, anschließend wurde Zsigmond von Robert Altman für dessen Western-Revisionismus „McCabe & Mrs. Miller“ engagiert. Dieser Film markierte Zsigmonds Durchbruch und seine erste Arbeit an einer großen Hollywood-Produktion.
Im Laufe des folgenden Jahrzehnts avancierte Zsigmond zu einem der gefragtesten Kameramänner Hollywoods. Zu den wichtigsten Filmen, die er in den 1970er-Jahren drehte, zählen John Boormans „Beim Sterben ist jeder der Erste“, Altmans „Der Tod kennt keine Wiederkehr“ und Brian De Palmas „Schwarzer Engel“ sowie Steven Spielbergs „Sugarland Express“ und „Unheimliche Begegnung der dritten Art“. Für letzteren Film erhielt er bei der 50. Oscarverleihung den Oscar für die Beste Kamera.
1978 arbeitete Zsigmond an Michael Ciminos Drama „Die durch die Hölle gehen“ mit Robert De Niro, Meryl Streep und Christopher Walken in den Hauptrollen. Zsigmonds visuelle Arbeit an dem Film brachte ihm 1980 den BAFTA Award für die Beste Kameraführung und eine weitere Oscar-Nominierung ein. Zsigmond arbeitete erneut mit Cimino an dessen Western-Epos „Heaven’s Gate“ (1980).
Zsigmond blieb in den folgenden Jahren ein gefragter Kameramann und arbeitete mehrfach mit verschiedenen Regisseuren zusammen. Er arbeitete erneut mit De Palma an dessen Filmen „Blow Out“, „Fegefeuer der Eitelkeiten“ und „Black Dahlia“.
Zsigmond arbeitete an Filmen wie „Liberty“, „The Rose“, „Menschen am Fluss“ und „Intersection“. Er drehte mit George Miller „Die Hexen von Eastwick“ und mit Kevin Smith „Jersey Girl“. Außerdem arbeitete er mit Woody Allen an „Melinda und Melinda“, „Cassandras Traum“ und „Ich sehe den Mann deiner Träume“, für Richard Donner stand er bei „Maverick“ and „Assassins“ hinter der Kamera.
Auf die Frage, wie er seine Projekte auswählt, antwortet Zsigmond im Interview mit The ASC: „Mein Grundsatz lautet: Wenn ein Film dem Publikum nichts Wertvolles zu vermitteln hat, lohnt es sich meiner Meinung nach nicht, ihn zu drehen. Man hat im Leben nur Zeit für eine begrenzte Anzahl von Filmen. In vielleicht 75 Prozent der Fälle lässt sich schon beim Lesen des Drehbuchs erkennen, ob sich ein Film lohnt – doch ich habe mich auch schon getäuscht. Es gab Momente, in denen ich glaubte, ein Projekt würde ein guter Film werden, was sich dann aber nicht bewahrheitete. Es müssen so viele Faktoren zusammenspielen – die Schauspieler, der Regisseur, das Drehbuch.“
Zu Zsigmonds Fernseharbeiten zählt die HBO-Miniserie „Stalin“, für die er 1993 den Emmy Award für herausragende Einzelleistung in der Kameraführung für eine Miniserie oder ein Special gewann. Für seine Arbeit an der Miniserie „Die Nebel von Avalon“ aus dem Jahr 2001 wurde er für einen Emmy nominiert. Zwischen 2012 und 2014 drehte Zsigmond außerdem 24 Episoden von „The Mindy Project“.
2011 gründete Zsigmond zusammen mit seinem Kameramannkollegen Yuri Neyman das Global Cinematography Institute in Los Angeles. Das Institut bot ein fortgeschrittenes Ausbildungsprogramm im Bereich Kameraführung für Postgraduierte und erfahrene Filmemacher an.

„Ich ermutige Filmstudenten, die sich für Kameraarbeit interessieren, sich auch mit Bildhauerei, Malerei, Musik, Schriftstellerei und anderen Kunstformen zu beschäftigen“, sagt Zsigmond im Interview mit The ASC. „Filmemachen ist eine Verbindung all dieser Künste. Studenten fragen mich oft um Rat, und ich sage ihnen, dass sie mit Begeisterung bei der Sache sein müssen, denn es ist harte Arbeit. Man kann daran nur dann Freude haben, wenn man voll und ganz darin aufgeht. Wer sich nicht auf diese Weise darauf einlässt, für den kann der Beruf sehr frustrierend sein. Ich bereue nur eine Sache in meiner Karriere: Dass wir keine Stummfilme mehr drehen. Das ist die reinste Kunstform, die ich mir vorstellen kann.“

1998 nahm er den Lifetime Achievement Award der American Society of Cinematographers in Empfang. 2003 wurde er bei einer Umfrage der International Cinematographers Guild unter ihren Mitgliedern in die Top 11 der wichtigsten Kameramänner der Filmgeschichte gewählt.
 
Filmografie: 
 
1957: Ungarn in Flammen 
1963: Todesangst (The Sadist) 
1964: 2071 – Mutan-Bestien gegen Roboter (The Time Travelers) 
1964: What’s Up Front! 
1964: The Nasty Rabbit 
1965: Deadwood ´76 
1965: Summer Children 
1965: Psycho a Go-Go 
1965: Rat Fink 
1967: The Road to Nashville 
1967: Mondo Mod 
1967: Jennie: Wife/Child 
1967: Blood of Ghastly Horror 
1968: Prelude (Kurzfilm) 
1968: Das Rasthaus der teuflischen Schwestern (The Name of the Game Is Kill!) 
1969: Futz 
1969: The Monitors 
1969: Fünf blutige Gräber (Five Bloody Graves) 
1969: Hot Rod Action 
1969: The Picasso Summer 
1970: Astro-Vampire – Todesmonster aus dem All (Horror of the Blood Monsters) 
1971: The Ski Bum 
1971: Der weite Ritt (The Hired Hand) 
1971: McCabe & Mrs. Miller 
1971: Red Sky at Morning 
1972: Beim Sterben ist jeder der Erste (Deliverance) 
1972: Spiegelbilder (Images) 
1973: Asphalt-Blüten (Scarecrow) 
1973: Der Tod kennt keine Wiederkehr (The Long Goodbye) 
1973: Zapfenstreich (Cinderella Liberty) 
1974: Das Mädchen von Petrovka (The Girl from Petrovka) 
1974: Sugarland Express 
1976: Catch Ferrari (Sweet Revenge) 
1976: Schwarzer Engel (Obsession) 
1977: Unheimliche Begegnung der dritten Art (Close Encounters of the Third Kind) 
1978: Die durch die Hölle gehen (The Deer Hunter) 
1979: Philadelphia Clan (Winter Kills) 
1979: The Rose 
1979: Flesh & Blood (Fernsehfilm) 
1980: Heaven’s Gate 
1981: Blow Out – Der Tod löscht alle Spuren (Blow Out) 
1982: Verhext (Jinxed!) 
1983: Ein Tisch für fünf (Table for Five) 
1984: Eine starke Nummer (No Small Affair) 
1984: Menschen am Fluß (The River) 
1985: Was für ein Genie (Real Genius) 
1987: Die Hexen von Eastwick (The Witches of Eastwick) 
1988: Reise zur Insel der Geister (Journey to Spirit Island) 
1989: Die Schattenmacher (Fat Man and Little Boy) 
1990: Die Spur führt zurück – The Two Jakes (The Two Jakes) 
1990: Fegefeuer der Eitelkeiten (The Bonfire of the Vanities) 
1992: Stalin 
1993: Sliver 
1994: Begegnungen – Intersection (Intersection) 
1994: Maverick – Den Colt am Gürtel, ein As im Ärmel (Maverick) 
1995: Crossing Guard – Es geschah auf offener Straße (Crossing Guard) 
1995: Assassins – Die Killer (Assassins) 
1996: Der Geist und die Dunkelheit (The Ghost and the Darkness) 
1998: Leben und lieben in L.A. (Playing by Heart) 
2000: Ljuset håller mig sällskap (Dokumentarfilm) 
2001: Das Haus am Meer (Life as a House) 
2001: The Body 
2001: Die Nebel von Avalon (The Mists of Avalon) 
2002: Bánk bán 
2004: Melinda und Melinda (Melinda and Melinda) 
2004: Jersey Girl 
2005: Surrender, Dorothy (Fernsehfilm) 
2006: The Black Dahlia 
2007: Cassandras Traum (Cassandra’s Dream) 
2010: Ich sehe den Mann deiner Träume (You Will Meet a Tall Dark Stranger) 
2010: Louis 
2011: The Maiden Danced to Death (A halálba táncoltatott leány) 
2013: Compulsion 
2012-2014: The Mindy Project (TV-Serie, 3 Folgen) 
2014: God the Father 
2014: Six Dance Lessons in Six Weeks 
 
Playlist:
01. Stanley Myers - Cavatina [Reprise] (The Deer Hunter) - 03:55 
02. Michel Legrand - Head For Home (The Picasso Summer) - 04:23 
03. John Williams - The Long Goodbye (The Long Goodbye) - 04:30 
04. John Williams - The Final Ride (The Sugarland Express) - 03:36 
05. David Mansfield - Overture (Heaven's Gate) - 03:58 
06. Bernard Herrmann - Sandra at Monument (Obsession) - 03:01 
07. Pino Donaggio - Theme From Blow Out (Blow Out) - 03:47 
08. John Williams - Love Theme (The River) - 04:55 
09. Jerry Goldsmith - The Bridge (The Ghost and the Darkness) - 04:09 
10. Ennio Morricone - We Must Not Forget (Fat Man and Little Boy) - 06:11 
11. Van Dyke Parks - The Plot Thickens (The Two Jakes) - 04:46 
12. Lee Holdridge - The Mystic's Dream (The Mists of Avalon) - 07:42 
13. Howard Shore - The End (Sliver) - 05:32 
14. James Newton Howard - End Titles (Intersection) - 04:10 
15. John Williams - Resolution and End Title (Close Encounters of the Third Kind) - 06:54 
16. Randy Newman - Opening (Maverick) - 05:37 
17. John Barry - Playing by Heart [Vows Renewed] (Playing by Heart) - 06:37 
18. Mark Isham - Madeline/Nothing Stays Buried Forever (The Black Dahlia) - 03:12 
19. Mark Isham - I Built Myself A Life (Life As A House) - 05:48 
20. Philip Glass - The Pursuit & Murder in the Park (Cassandra's Dream) - 06:46 
21. John Williams - The Dance of the Witches/End Credits (The Witches of Eastwick) - 04:47 
22. Lee Holdridge - Finale (The Mists of Avalon) - 05:19 
23. Jerry Goldsmith - Welcome to Tsavo #2 - Revised (The Ghost and the Darkness) - 09:54

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