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Mittwoch, 9. September 2026

Playlist #458 vom 20.09.2026 - TOM NOONAN Special

Tom Noonan war sicher kein Hollywood-Star, doch mit seinen bemerkenswerten Rollen als Francis Dollarhyde in Michael Manns „Manhunter“ (1986), Frankensteins Monster in „The Monster Squad“ (1987), Kain in „RoboCop 2“ (1990), der Ripper in „Last Action Hero“ (1993), Kelso in „Heat“ (1995), Sammy Barnathan in „Synecdoche, New York“ (2008) oder als Reverend Nathaniel in der Fernsehserie „Hell on Wheels“ (2011–2014), hat der 1,96 Meter große US-amerikanischer Schauspieler, Regisseur und Drehbuchautor durchaus nachhaltig Eindruck hinterlassen. Zudem war der am 14. Februar 2026 im Alter von 74 verstorbene Noonan als Autor und Regisseur für Theater und Film tätig. In der heutigen Sendung zu seinem Andenken gibt es Musik aus seinen Filmen von Elliot Goldenthal, Jon Brion, Carter Burwell, Thomas Newman, Harry Gregson-Williams, David Wingo, Graeme Revell und anderen zu hören.
Thomas Patrick Noonan wurde am 12. April 1951 als Sohn einer Mathematiklehrerin und eines Jazzmusikers und Zahnarztes in Greenwich, Connecticut, geboren. Sein älterer Bruder John Ford Noonan war Schauspieler, Dramatiker und Drehbuchautor, er selbst ein sehr talentierter Basketballspieler: „Basketballspielen hat mir in vielerlei Hinsicht das Performen beigebracht. Dadurch bin ich auf die Schauspielerei aufmerksam geworden … Als Kind habe ich nie Theater gespielt. Ich habe nie in Schultheaterstücken mitgewirkt. Ich habe erst mit 27 Jahren angefangen zu spielen … Man lernt unheimlich viel, wenn man vor Publikum steht, die Menge begeistert und man etwas tut, das man liebt. Viele der Fähigkeiten, die man für die Schauspielerei braucht, erwirbt man dabei … Es ist wie ein Kampf auf Leben und Tod vor Menschen, die man beeindrucken möchte.“
Noonan studierte Schauspiel an der Yale University. Nach seinem Abschluss 1983 gründete er in New York die Theatergruppe The Paradise Factory (ursprünglich: Paradise Theatre) und war als Schauspieler, Regisseur und Dramatiker tätig. Später betrieb er mit seiner Gruppe eine eigene Spielstätte im Manhattans East Village. Er spielte u.a. in der Off-Broadway-Uraufführung von Sam Shepards Stück „Buried Child“ mit, hatte Anfang der 80er Jahre aber schon seine ersten Filmrollen. So war er 1980 an der Seite von Michael Ontkean in der Komödie „Willie and Phil“ zu sehen, spielte im Thriller „Gloria, die Gangsterbraut“ (1980) von John Cassavetes neben Gena Rowlands, im Western „Heaven’s Gate“ (1980) an der Seite von Kris Kristofferson, Christopher Walken und John Hurt.
Mit einer Körpergröße von 1,96 m war Noonans imposante Erscheinung wohl der Grund dafür, dass er häufig als bedrohlicher Bösewicht besetzt wurde, wie beispielsweise in „RoboCop 2“, „Last Action Hero“, „Manhunter“ und „Das Versprechen“. Seine Größe wurde in „The Moving Finger“, dem Serienfinale der Horror-Anthologie „Monsters“ (bei der er auch bei mehreren Episoden Regie führte und das Drehbuch schrieb), komisch eingesetzt.
1986 spielte Noonan Francis Dollarhyde, einen Serienmörder, der ganze Familien auslöscht, in Michael Manns „Manhunter“, dem ersten Film mit Hannibal Lecter. Eine weitere Nebenrolle und eine weitere Zusammenarbeit mit Mann folgte 1995 als Kelso in „Heat“. Er spielte außerdem das Frankenstein-Monster in „The Monster Squad“ und den Drogenboss Cain in „RoboCop 2“. In den 1990er-Jahren verfasste er mehrere Theaterstücke. Für das Drehbuch zu „What Happened Was…“ (1994) wurde Noonan auf dem Sundance Film Festival 1994 mit dem Grand Jury Price und dem Waldo Salt Screenwriting Award ausgezeichnet. Auch bei seinen Filmen „The Wife“ (1995), „Wang Dang“ (1999) und „The Shape of Something Squashed“ (2014) war er zugleich als Darsteller, Regisseur und Drehbuchautor tätig. The Wife war 1995 für den Grand Jury Prize des Sundance Film Festivals nominiert. In den 2000er-Jahren wirkte Noonan in mehreren weiteren Filmen mit, darunter Charlie Kaufmans Regiedebüt „Synecdoche, New York“ als Sammy Barnathan.
Noonan hatte außerdem zahlreiche Gastauftritte in Fernsehserien, darunter „Akte X“ (in der vielgelobten Folge „Paper Hearts“ von 1996, die eigens für ihn geschrieben wurde), „Law & Order: Criminal Intent“, „Law & Order: Special Victims Unit“, „Tales from the Darkside“ und „CSI: Den Tätern auf der Spur“ sowie als Detective Victor Huntley in „Damages“. In „Blacklist“ war er als „The Stew Maker, Louie“ zu sehen, ein Arzt, der den jungen Louie in drastischen anatomischen Details durch die Kreuzigung führt. Außerdem spielte er Reverend Nathaniel Cole in der AMC-Originalserie „Hell on Wheels“.
Im Jahr 2015 sprach Noonan alle Nebenrollen in Duke Johnsons und Charlie Kaufmans Stop-Motion-Komödie „Anomalisa“, wofür er den San Diego Film Critics Society Award als Bester Nebendarsteller gewann.
Noonan starb am 14. Februar 2026 im Alter von 74 Jahren in einem Krankenhaus in Englewood, New Jersey.

Filmografie: 

1980: Willie and Phil 
1980: Gloria, die Gangsterbraut (Gloria) 
1980: Rage (Fernsehfilm) 
1980: Heaven’s Gate 
1981: Wolfen 
1983: Kopfjagd (Eddie Macon’s Run) 
1983: Monty, der Millionenerbe (Easy Money) 
1984: Angriff ist die beste Verteidigung (Best Defense) 
1984: Geschichten aus der Schattenwelt (Tales from the Darkside, TV-Serie, 1 Folge) 
1985: Der Verrückte mit dem Geigenkasten (The Man with One Red Shoe) 
1986: F/X – Tödliche Tricks (F/X) 
1986: Manhunter – Roter Drache (Manhunter) 
1987: Monster Busters (The Monster Squad) 
1989: Der Equalizer (The Equalizer, TV-Serie, 1 Folge) 
1989: Mystery Train 
1989: Detroit City – Ein irrer Job (Collision Course) 
1990: Robocop 2 
1991: Das 10 Millionen Ding (The 10 Million Dollar Getaway) 
1991: Monsters (TV-Serie, 1 Folge) 
1993: Last Action Hero 
1994: What Happened Was… (auch Regie und Drehbuch) 
1994: Fackeln im Sturm – Buch 3 (Heaven & Hell: North & South, Book III; TV-Miniserie) 
1995: The Wife (auch Regie und Drehbuch) 
1995: Heat 
1997: Akte X – Die unheimlichen Fälle des FBI (The X-Files, Fernsehserie, eine Folge) 
1998: Phoenix – Blutige Stadt (Phoenix) 
1999: Die Frau des Astronauten (The Astronaut’s Wife) 
1999: Sein letzter Coup (The Opportunists) 
2000: The Photographer 
2001: Das Versprechen (The Pledge) 
2001: Knockaround Guys 
2002: CSI: Den Tätern auf der Spur (CSI: Crime Scene Investigation, TV-Serie, eine Folge) 
2002: Arac Attack – Angriff der achtbeinigen Monster (Eight Legged Freaks) 
2003: Criminal Intent – Verbrechen im Visier (Law & Order: Criminal Intent, TV-Serie, Folge 2x21) 
2003: Madness and Genius 
2003: The Egoists 
2005: The Roost 
2006: Seraphim Falls 
2007: Engel im Schnee (Snow Angels) 
2008: Alphabet Killer (The Alphabet Killer) 
2008: Synecdoche, New York 
2009: Law & Order: New York (Law & Order: Special Victims Unit, TV-Serie, eine Folge) 
2009: Follow the Prophet 
2009–2011: Damages – Im Netz der Macht (Damages, TV-Serie, 17 Folgen) 
2009: The House of the Devil 
2011: The Cape (TV-Serie, 2 Folgen) 
2011: Bad Karma (TV-Serie, 1 Folge) 
2011–2014: Hell on Wheels (TV-Serie, 18 Folgen) 
2014: The Leftovers (TV-Serie, 1 Folge) 
2014: Late Phases 
2013: The Blacklist (TV-Serie, eine Folge) 
2014: How and Why (Fernsehfilm) 
2014: The Shape of Something Squashed (auch Regie und Drehbuch) 
2015: Anomalisa 
2015–2018: 12 Monkeys /TV-Serie, 18 Folgen) 
2016: Deckname Quarry (Quarry, TV-Serie, 3 Folgen) 
2016: Horace and Pete (TV-Serie, 3 Folgen) 
2017: Wonderstruck

Playlist:

01. Bill Conti - On the Run (Gloria) - 03:04 
02. David Mansfield - Long Road (Heaven's Gate) - 03:48 
03. James Horner - Indian Bar (Wolfen) - 06:57 
04. Thomas Newman - Strange Beginning (The Man With One Red Shoe) - 04:20 
05. Bill Conti - Hi Rollie, I'm Leo (F/X) - 04:15 
06. Shriekback - Coelocanth (Manhunter) - 04:20 
07. Klaus Schulze - Freeze (Manhunter) - 06:42 
08. Kitaro - Hikari no Sono (Manhunter) - 04:33 
09. Moby - God Moving Over the Face of the Waters (Heat) - 06:59 
10. Lisa Gerrard - Gloradin (Heat) - 03:56 
11. Mark Snow - El Camino [Paper Hearts] (The X-Files) - 06:38 
12. George S. Clinton - Post Coital/Positive/Fried (The Astronaut's Wife) - 03:00 
13. Graeme Revell - Getting Things Sorted Out/Doing the Right (Phoenix) - 04:22 
14. Hans Zimmer & Klaus Badelt - Opening Salvation (The Pledge) - 05:44 
15. Harry Gregson-Williams - Forgive Me (Seraphim Falls) - 05:03 
16. Kevin Kiner - Ruth Goes to the Fight (Hell on Wheels) - 02:57 
17. Shriekback - Evaporation (Manhunter) - 03:20 
18. Michael Brook - Ultramarine (Heat) - 04:34 
19. Leonard Rosenman - Robo Finds Hob (Robocp 2) - 03:20 
20. Stephen Barton - The Right Thing, The Right Way (12 Monkeys) - 03:02 
21. David Wingo & Jeff McIllwain - Credits (Snow Angels) - 03:41 
22. Jon Brion - Piano Three (Synecdoche, New York) - 04:02 
23. Carter Burwell - Mementos (Wonderstruck) - 04:24 
24. Max Richter - De Profundis (The Leftovers - Season 1) - 05:05
25. Bear McCreary - The Faraday Family (The Cape) - 02:00 
26. Elliot Goldenthal - Heat (Heat) - 08:32

Samstag, 1. August 2026

Playlist #455 vom 09.08.2026 - R.I.P. SAM NEILL (1947-2026)

Als Dr. Alan Grant in Steven Spielbergs „Jurassic Park“ (1993) wurde Sam Neill weltberühmt, doch war er schon zuvor in Filmen wie „Das Omen III“ (1981), „Jagd auf Roter Oktober“ (1990) und „Todesstille“ (1989) einem größeren Publikum bekannt. Der für drei Primetime Emmy Awards und zwei Golden Globe Awards nominierte neuseeländische Schauspieler verstarb am 13. Juli 2026 im Alter von 78 Jahren an den Folgen einer Lungenentzündung.
In der heutigen Sendung gedenken wir dem charismatischen Darsteller mit Kompositionen von John Williams, Jerry Goldsmith, Michael Nymen, Graeme Revell, Basil Poledouris, Trevor Jones, Thomas Neman, Trevor Morris und vielen anderen.
Nigel John Dermot Neill wurde am 14. September 1947 in Omagh, County Tyrone, Nordirland, als Sohn einer Engländerin, Priscilla Beatrice Ingham, und eines Neuseeländers, Dermot Neill, geboren. Infolgedessen besaß er drei offizielle Staatsbürgerschaften: die irische, die britische und die neuseeländische. Sein Urgroßvater, Percival „Percy“ Neill, Sohn eines Weinhändlers, war von Belfast nach Australien ausgewandert, wo er in Melbourne in eine Handelsfirma eintrat. Schließlich zog er nach Neuseeland und ließ sich 1863 in Dunedin nieder. Zum Zeitpunkt von Neills Geburt war sein Vater in Nordirland stationiert und diente als Offizier bei den Royal Irish Fusiliers.
1954 zog die Familie Neill nach Neuseeland und ließ sich im Christchurch-Vorort Cashmere nieder. Neill besuchte die Cashmere Primary School und die Medbury School, eine private Vorbereitungsschule. Nach einem Jahr zogen seine Eltern und seine jüngere Schwester Juliet in den Süden, in die Heimatstadt seines Vaters, Dunedin. Als Kind stotterte Neill und hoffte, von Leuten nicht angesprochen zu werden, damit er nicht antworten müsse. Er wuchs
In der Schule nannte er sich „Sam“, weil mehrere andere Jungen Nigel hießen und weil er den Namen Nigel für einen neuseeländischen Spielplatz als etwas zu affektiert empfand. Ab 1961 war er Internatsschüler am Christ’s College, einem anglikanischen Jungeninternat und Tagesgymnasium in Christchurch.
Er besuchte die University of Canterbury in Christchurch, war sich aber bezüglich seiner beruflichen Laufbahn unsicher und entschied sich, nicht in die Fußstapfen seines Vaters zu treten und weder zum Militär noch in das Familienunternehmen einzusteigen. Er erwog ein Jurastudium, fiel aber im ersten Jahr in allen vier Modulen durch. Er wirkte in mehreren Universitätsaufführungen mit, unter anderem 1969 als Theseus in „Ein Sommernachtstraum“ und in Mervyn Thompsons Inszenierung von „Marat/Sade“.
Nach seinem Umzug nach Wellington wechselte er für ein Jahr an die Victoria University of Wellington, um seinen Bachelor of Arts abzuschließen. 1970 erwarb er dort einen Bachelor-Abschluss in Anglistik. Er spielte Macbeth in einer Universitätsproduktion und wurde als professioneller Schauspieler bei Downstage engagiert, wo er Pentheus in Euripides’ „Die Bakchen“ verkörperte.
Seinen Einstand beim Film feierte Neill mit dem neuseeländischen Fernsehfilm „The City of No“ (1971), es folgten der Kurzfilm „The Water Cycle“ (1972) und der Fernsehfilm „Hunt’s Duffer“ (1973). Neill schrieb und inszenierte Filme für die New Zealand National Film Unit, darunter „Phone“ (1974), „Flare – A Ski Trip“ (1977) und „Architect Athfield“ (1977). Er spielte auch in „Landfall“ (1975). Sein Durchbruch gelang ihm mit „Sleeping Dogs“ (1977), der erstmals auch im Ausland breite Beachtung fand.
Neill zog nach Australien, wo er eine Gastrolle in der Fernsehserie „The Sullivans“ hatte. Er spielte die romantische Hauptrolle in „My Brilliant Career“ (1979) an der Seite von Judy Davis sowie in mehreren australischen Filmen, die weniger Beachtung fanden.
1981 erhielt Neill seine erste große internationale Rolle als Damien Thorn in „The Final Conflict“. Im selben Jahr spielte er die männliche Hauptrolle in Andrzej Żuławskis Kultfilm „Possession“.
Die Verfilmung von „Ivanhoe“ aus dem Jahr 1982 machte Neill in Schweden zu einer lokalen Berühmtheit. Der Film wird dort seit vier Jahrzehnten jedes Jahr am Neujahrstag auf SVT ausgestrahlt.
Er galt als einer der aussichtsreichsten Kandidaten für die Nachfolge von Roger Moore als James Bond, doch die Rolle ging letztendlich an Timothy Dalton.
Neill verkörperte Helden und gelegentlich auch Schurken in einer Reihe von Film- und Fernsehproduktionen, sowohl in Dramen als auch in Komödien. In Großbritannien erlangte er früh Bekanntheit und wurde für seine Darstellung von Sidney Reilly in der Miniserie „Reilly, Ace of Spies“ (1983) für einen Golden Globe nominiert. Eine seiner ersten amerikanischen Hauptrollen spielte er in „Amerika“ (1987), in dem er einen hochrangigen KGB-Offizier verkörperte, der die Besetzung und Aufteilung der besiegten Vereinigten Staaten leitete. Zu seinen Haupt- und Nebenrollen in Filmen zählen der Thriller „Todesstille“ (1989) und das zweiteilige Historienepos „La Révolution française“ (1989), in dem er den Marquis de Lafayette darstellte.
Neill
festigte seinen Status als Hauptdarsteller mit Filmen wie „Jagd auf Roter Oktober“ (1990), „Tod in Braunschweig“ (1990), „Jurassic Park“ (1993), „Verführung der Sirenen“ (1994), „Das Dschungelbuch“ (1994), John Carpenters „Die Mächte des Wahnsinns“ (1995), „Event Horizon“ (1997), „Der 200 Jahre Mann“ (1999) und „Jurassic Park III“ (2001). Er wirkte weiterhin in neuseeländischen Filmen mit, darunter Jane Campions „Das Piano“ (1993), „Perfect Strangers“ (2003), „Under the Mountain“ (2009) und Taika Waititis „Wo die wilden Menschen jagen“ (2016).
Er verkörperte die Titelrolle in der Miniserie „Merlin“ (1998) und kehrte später in „Merlin 2 - Der letzte Zauberer“ (2006) in diese Rolle zurück.
Neill spielte die Hauptrolle des Kardinals Thomas Wolsey in der historischen Fernsehserie „Die Tudors“.
In „Peaky Blinders“ war er als Chief Inspector Chest Campbell zu sehen, ein korrupter und sadistischer Polizist, der von Winston Churchill zur Säuberung des Nachkriegs-Birminghams entsandt wurde.
2017 war er in „Thor: Ragnarok“ als Odin zu sehen. Dieselbe Meta-Rolle übernahm er 2022 auch in „Thor: Love and Thunder“.
2022 spielte Neill in der Foxtel-Anwaltsserie „The Twelve“ die Rolle des Brett Colby.
In seiner im März 2023 erschienenen Autobiografie „Did I Ever Tell You This?“ (‚Hab ich Dir das je erzählt?‘) gab Neill bekannt, dass er sich seit März 2022 einer Chemotherapie unterziehen müsse, nachdem bei ihm ein Angioimmunoblastisches T-Zell-Lymphom (ein Non-Hodgkin-Lymphom) diagnostiziert worden sei. Er sei nach der Therapie krebsfrei gewesen. 

Filmografie:

1975: Landfall 
1977: Schlafende Hunde (Sleeping Dogs)
1979: Meine brillante Karriere (My Brilliant Career) 
1980: Barbara’s Baby – Omen III (The Final Conflict: Omen 3)
1981: Aus einem fernen Land (Da un paese lontano)
1981: Possession
1982: Ivanhoe (Fernsehfilm)
1982: Die grünen Teufel vom Mekong (Attack Force Z) 
1982: Enigma
1983: Zwei Mädchen vom Lande (The Country Girls) 
1983: Reilly, Spion der Spione (Reilly, Ace of Spies, Fernsehserie) 
1984: Das Blut der Anderen (Le Sang des autres) 
1985: Kain und Abel (Kane and Abel)
1985: Bandit aus gutem Hause – Die Captain Starlight Legende (Robbery Under Arms) 
1985: Eine demanzipierte Frau (Plenty)
1985: Nur die Liebe allein (For Love Alone)
1986: The Good Wife (The Umbrella Woman) 
1986: Strong Medicine – Tödliche Dosis (Strong Medicine) 
1987: Amerika (Fernsehserie)
1988: Im Zweifel für das Leben – Sieg über den Krebs (Leap of Faith)
1988: Ein Schrei in der Dunkelheit (A Cry in the Dark)
1989: Todesstille (Dead Calm) 
1989: Die Französische Revolution – Jahre der Hoffnung/Jahre des Zorns (La révolution française)
1990: Jagd auf Roter Oktober (The Hunt for Red October) 
1990: Gesellschaft für Mrs. Di Marco (Death in Brunswick)
1991: Allein gegen den Wind (One Against The Wind) 
1991: Undercover – Geiseln des Terrors (The Hostage)
1991: Fieber des Bösen (Fever)
1991: Bis ans Ende der Welt
1992: Das Piano (The Piano)
1992: Anschlag auf die Rainbow Warrior (The Sinking of the Rainbow Warrior)
1992: Jagd auf einen Unsichtbaren (Memoirs of an Invisible Man) 
1993: Szenen einer Familie (Family Pictures) – Regie: Philip Saville 
1993: Jurassic Park – Regie: Steven Spielberg 
1994: Eine Liebe in Australien (Country Life)
1994: Victory
1994: Verführung der Sirenen (Sirens) 
1994: Das Dschungelbuch (The Jungle Book) 
1994: Die Mächte des Wahnsinns (John Carpenter’s In the Mouth of Madness) 
1995: Forgotten Silver
1995: Zeit der Sinnlichkeit (Restoration) 
1996: Kaltblütig 1. + 2. Teil (In Cold Blood, Part 1 + 2) 
1996: Children of the Revolution
1997: Schneewittchen (Snow White: A Tale of Terror)
1997: Hering auf der Hose (The Revengers’ Comedies) 
1997: Event Horizon – Am Rande des Universums (Event Horizon) 
1998: Der Pferdeflüsterer (The Horse Whisperer) 
1998: Merlin
1999: Molokai: The Story of Father Damien
1999: Der 200 Jahre Mann (Bicentennial Man)
2000: The Dish
2000: Der Zauberpudding (The Magic Pudding, Stimme) 
2000: Sally Hemings: An American Scandal (Fernsehfilm) 
2001: Jurassic Park III
2001: Gefangen in eisigen Tiefen (Submerged, Fernsehfilm)
2001: The Zookeeper
2002: Doktor Schiwago (Doctor Zhivago)
2002: The Master Criminal (Framed)
2003: Perfect Strangers 
2002: Dirty Deeds – Dirty Business (Dirty Deeds) 
2004: Wimbledon – Spiel, Satz und … Liebe (Wimbledon)
2004: Yes  
2005: Little Fish
2005: To the Ends of the Earth (Miniseries, 3 Episoden) 
2006: Unwiderstehlich (Irresistible) 
2006: Merlin 2 – Der letzte Zauberer (Merlin’s Apprentice)
2006: Bermuda Dreieck – Tor zu einer anderen Zeit (The Triangle) 
2007: Angel – Ein Leben wie im Traum (Angel)
2007: Die Tudors (The Tudors, Fernsehserie) 
2008: Dean Spanley 
2008: Skin – Schrei nach Gerechtigkeit (Skin)
2008–2010: Crusoe (Fernsehserie) 
2009: Daybreakers 
2009: I Am You – Mörderische Sehnsucht (In Her Skin) 
2009: Under the Mountain 
2010: Happy Town (Fernsehserie) 
2010: Die Legende der Wächter (Legend of the Guardians: The Owls of Ga’Hoole, Stimme) 
2011: The Hunter 
2011: Ice – Der Tag, an dem die Welt erfriert (Ice, Fernsehfilm) 
2011: Das Geheimnis der Drachenperle (The Dragon Pearl) 
2012: Für immer Liebe (The Vow) 
2012: Alcatraz (Fernsehserie, 13 Episoden) 
2013: Escape Plan 
2013: Der Abenteurer – Der Fluch des Midas (The Adventurer: The Curse of the Midas Box) 
2013–2014: Peaky Blinders – Gangs of Birmingham (Peaky Blinders, Fernsehserie) 
2014: A Long Way Down
2014: United Passions
2015: Und dann gabs keines mehr (And Then There Were None, Miniserie) 
2015: MindGamers
2015: Backtrack – Tote vergessen nicht (Backtrack)
2015: Die Wildente (The Daughter)
2016: Wo die wilden Menschen jagen (Hunt for the Wilderpeople)
2017: Sweet Country
2017: Thor: Tag der Entscheidung (Thor: Ragnarok)
2018: The Commuter
2018: Peter Hase (Peter Rabbit)
2019: Rick and Morty (Fernsehserie, Episode 4x02, Stimme) 
2019: Ride Like a Girl – Ihr größter Traum (Ride Like a Girl)
2019: Blackbird – Eine Familiengeschichte (Blackbird)
2020: Besser wird’s nicht (Rams)
2021: Peter Hase 2 – Ein Hase macht sich vom Acker (Peter Rabbit 2: The Runaway, Stimme)
2021: Infiltration (Fernsehserie, Episode 1x01) 
2022: Jurassic World: Ein neues Zeitalter (Jurassic World Dominion)
2022: Thor: Love and Thunder
2022–2025: The Twelve (Miniserie) 
2023: The Portable Door
2023: Assassin Club
2025: The Fox (Stimme) 
2025: Untamed (Miniserie, 6 Episoden)

Playlist:

01. Jeff Russo - Sorry (Untamed) - 04:21 
02. Jerry Goldsmith - Main Title (The Final Conflict) - 03:25 
03. Graeme Revell - Storm Is Coming / Back to John (Dead Calm) - 06:19 
04. Bruce Smeaton - Plenty (Plenty) - 03:59 
05. Georges Delerue - Déclaration des Droits de l'homme (La révolution française) - 04:48 
06. Basil Poledouris - End Title (The Hunt For Red October) - 04:40 
07. Rafael May - Critical Theory (The Twelve - Season 1) - 03:52 
08. Bruce Smeaton - Main Title (A Cry In the Dark) - 03:27 
09. Shirley Walker - In A State of Molecular Flux (Memoirs of an Invisible Man) - 04:03 
10. Michael Nyman - Promise (The Piano) - 04:16 
11. John Williams - Welcome to Jurassic Park (Jurassic Park) - 07:53 
12. Rachel Portman - The Yearning / Sirens Suite (Sirens) - 03:27 
13. Basil Poledouris - Mowgli (The Jungle Book) - 03:40 
14. James Newton Howard - The Fire (Restoration) - 03:18 
15. John Ottman - Claudia Arrives (Snow White) - 03:01 
16. Graeme Revell - Harmonica III (Until the End of the World) - 03:42
17. Thomas Newman - The Rhythm of the Horse (The Horse Whisperer) - 03:15 
18. Trevor Jones - May Angels Fly Thee Home (Merlin) - 08:15 
19. James Horner - A New Home / Passage of Time (Bicentennial Man) - 04:18 
20. Iva Davies - Opening Episode 2 (The Incredible Journey of Mary Bryant) - 03:03 
21. Philippe Rombi - A Gift From Paradise (Angel) - 04:24 
22. Trevor Morris - A Historic Love (The Tudors - Season 1) - 03:00 
23. Peter Gregson - Paul Walks Alone (Blackbird) - 03:53  
24. John Carpenter & Jim Lang - The Portal Opens (In the Mouth of Madness) - 03:06 
25. Fernando Velázquez - Otto's Secret Room (The Adventurer- The Curse Of The Midas Box) - 02:56 
26. Ales Heffes - Striking A Deal With Hobbs (Escape Plan) - 05:05 
27. Michael Giacchino - Suite, Suite Dino Revenge (Jurassic World: Dominion) - 08:58

Sonntag, 24. Mai 2026

Playlist #450 vom 31.05.2026 - TIM ROBBINS Special

Als Schauspieler in Meisterwerken wie Robert Altmans „The Player“, Clint Eastwoods „Mystic River“ und Frank Darabonts Stephen-King-Verfilmung „Die Verurteilten“, aber auch als Regisseur des Gefängnis-Dramas „Dead Man Walking“ hat sich Tim Robbins seinen Stern auf dem Walk of Fame in Hollywood redlich verdient. Der heutige Rückblick auf Leben und Wirken des charismatischen, politisch engagierten Mannes, der 21 Jahre lang mit der Hollywood-Schauspielerin Susan Sarandon liiert war, präsentiert Musik von Komponisten wie Thomas Newman, Carter Burwell, James Newton Howard, Jerry Goldsmith, John Williams, Maurice Jarre und Ennio Morricone.

Tim Robbins wurde am 16. Oktober 1958 in West Covina, Kalifornien, als Sohn der Musikerin Mary Cecelia und des Sängers, Schauspielers Gilbert Lee Robbins geboren, der auch als Manager des „Gaslight Café“ fungierte. Robbins wuchs mit seinen zwei Schwestern und seinem Bruder David in New York City auf und besuchte die Stuyvesant High School. Bereits in jungen Jahren zog Robbins mit seiner Familie nach Greenwich Village, während sein Vater eine Karriere als Mitglied der Folk-Gruppe The Highwaymen verfolgte. Nachdem er im Alter von zwölf Jahren angefangen hatte, Theater zu spielen, trat Robbins dem Theaterclub der Stuyvesant High School bei, verbrachte zwei Jahre an der SUNY Plattsburgh und kehrte anschließend nach Kalifornien zurück, um an der UCLA Film School zu studieren. 1981 schloss er sein Studium mit einem Bachelor of Arts in Theaterwissenschaften ab.
Robbins’ Schauspielkarriere begann am Theater for the New City, wo er während seiner Teenagerjahre im Rahmen des jährlichen „Summer Street Theater“-Programms auftrat und zudem die Titelrolle in einer Musical-Adaption von Antoine de Saint-Exupérys „Der kleine Prinz“ spielte. Nach seinem College-Abschluss im Jahr 1981 gründete Robbins gemeinsam mit befreundeten Schauspielern aus seinem College-Softballteam – darunter auch John Cusack – in Los Angeles die Actors’ Gang, eine experimentelle Theatergruppe.
Im Jahr 1982 trat er in drei Episoden der Fernsehserie „St. Elsewhere“ in der Rolle des inländischen Terroristen Andrew Reinhardt auf. Zudem übernahm er eine kleine Rolle in dem Film „No Small Affair“ (1984), in dem Demi Moore die Hauptrolle spielte. Nach einem Gastauftritt in der zweiten Folge der Fernsehserie „Moonlighting“ (1985) und ersten Rollen in Spielfilmen, wie etwa die eines wilden Studentenverbindungsmitglieds in „American Eiskrem“ (1985) und die des Lt. Sam „Merlin“ Wells in dem Kampfpilotenfilm „Top Gun“ (1986), feierte Robbins seinen Durchbruch als Pitchers Ebby Calvin „Nuke“ LaLoosh in dem Baseballfilm „Annies Männer“ (1988), in dem er an der Seite von Susan Sarandon und Kevin Costner spielte.
Robbins’ Darstellung eines amoralischen Filmmanagers in Robert Altmans Film „The Player“ (1992) brachte ihm bei den Filmfestspielen von Cannes eine Auszeichnung als bester Darsteller ein. Sein Debüt als Regisseur und Drehbuchautor gab er mit „Bob Roberts“ (ebenfalls 1992), einer Mockumentary über einen rechten Senatskandidaten. Anschließend spielte Robbins an der Seite von Morgan Freeman in Frank Darabonts Drama „Die Verurteilten“ (1994), das auf einer Novelle von Stephen King basierte.
Robbins hat mehrere Filme mit starkem gesellschaftskritischem Gehalt geschrieben, produziert und inszeniert – darunter das Drama über die Todesstrafe „Dead Man Walking“ (1995) mit Susan Sarandon und Sean Penn. Der Film brachte ihm eine Oscar-Nominierung für die Beste Regie ein. Laut
Seine nächste Regiearbeit war das im Zeitalter der Weltwirtschaftskrise angesiedelte Musical „Cradle Will Rock“ (1999). Robbins trat zudem in kommerziellen Hollywood-Thrillern auf – etwa in „Arlington Road“ (ebenfalls 1999) als mutmaßlicher Terrorist und in „Antitrust“ (2001) als skrupelloser Computer-Tycoon – sowie in Komödien wie „Hudsucker – Der große Sprung“ (1994), „Nichts zu verlieren“ (1997) und „High Fidelity“ (2000). Darüber hinaus wirkte Robbins als Schauspieler und Regisseur an mehreren Theaterproduktionen der Actors' Gang mit.
Robbins gewann den Oscar als Bester Nebendarsteller sowie den SAG Award für seine Leistung in „Mystic River“ (2003), in dem er einen Mann verkörperte, der durch eine Entführung und Vergewaltigung in seiner Kindheit schwer traumatisiert ist. Auf seinen Oscar-Gewinn folgten Rollen als vorübergehend erblindeter Mann, der von einer psychisch verwundeten jungen Frau gesund gepflegt wird („The Secret Life of Words“, 2005), sowie als Folterer aus der Apartheid-Ära („Catch a Fire“, 2006).
Anfang 2006 führte Robbins Regie bei einer Bühnenadaption von George Orwells Roman „1984“, verfasst von Michael Gene Sullivan, einem Mitglied der mit dem Tony Award ausgezeichneten San Francisco Mime Troupe. Die Inszenierung feierte ihre Premiere bei der Actors' Gang an deren neuem Spielort, der Ivy Substation in Culver City, Kalifornien. Neben Auftritten an Spielstätten in den gesamten Vereinigten Staaten gastierte die Produktion auch in Athen (Griechenland), beim Melbourne International Festival in Australien sowie beim Hong Kong Arts Festival.
Robbins wirkte in den Filmen „The Lucky Ones“ – an der Seite seiner Schauspielkollegin Rachel McAdams – sowie in „City of Ember“ (beide 2008) mit. Seine nächste Filmrolle übernahm Robbins als Senator Hammond in dem Superheldenfilm „Green Lantern“ (2011).
Im Jahr 2010 veröffentlichte Robbins das Album „Tim Robbins & The Rogues Gallery Band“ – eine Sammlung von Liedern, die er im Laufe von 25 Jahren geschrieben hatte und mit der er schließlich auf Welttournee ging. Bereits 1992, nach dem Erfolg seines Films „Bob Roberts“, war ihm ursprünglich die Gelegenheit geboten worden, ein Album aufzunehmen; er lehnte jedoch ab, da er „zu großen Respekt vor dem Prozess“ hatte – nicht zuletzt, weil er miterlebt hatte, wie hart sein Vater als Musiker gearbeitet hatte – und weil er das Gefühl hatte, zu jenem Zeitpunkt noch nichts wirklich Wichtiges zu sagen zu haben. Robbins führte von 1988 bis 2009 eine langjährige Beziehung mit der Schauspielerin Susan Sarandon, mit der er einen gemeinsamen Sohn hat. Von 2017 bis 2022 war er mit der Schauspielerin Gratiela Brancusi verheiratet. Er ist bekannt für sein umfangreiches politisches Engagement auf liberaler Seite, wozu auch sein Widerstand gegen den Irakkrieg zählt.
Zuletzt war Tim Robbins in den Serien „Castle Rock“ (2019) und „Silo“ (seit 2023) zu sehen. 

Filmografie:

1979: Buck Rogers (Buck Rogers in the 25th Century, Fernsehserie) 
1982: Chefarzt Dr. Westphall (St. Elsewhere, Fernsehserie) 
1983: Die Football-Prinzessin (Quarterback Princess)
1983: Love Boat (The Love Boat, Fernsehserie, Folge 8x02) 
1984: Legmen (Fernsehserie) 
1984: Hardcastle & McCormick (Fernsehserie) 
1984: California Clan (Santa Barbara, Fernsehserie) 
1984: Polizeirevier Hill Street (Hill Street Blues, Fernsehserie) 
1984: Schnitzeljagd – Teenage Apocalypse (Toy Soldiers) 
1984: Eine starke Nummer (No Small Affair) 
1985: American Eiskrem (Fraternity Vacation) 
1985: Der Volltreffer (The Sure Thing) 
1985: Das Model und der Schnüffler (Moonlighting, Fernsehserie) 
1985: Verrücktes Hollywood (Malice in Wonderland, Fernsehfilm) 
1986: Unglaubliche Geschichten (Amazing Stories, Fernsehserie) 
1986: Top Gun – Sie fürchten weder Tod noch Teufel (Top Gun) 
1986: Howard – Ein tierischer Held (Howard the Duck) 
1987: Pinguine in der Bronx (Five Corners) 
1988: Annies Männer (Bull Durham) 
1988: Tapeheads – Verrückt auf Video (Tapeheads) 
1989: Miss Firecracker 
1989: Twister – Keine ganz normale Familie (Twister) 
1989: Erik der Wikinger (Erik the Viking) 
1990: Cadillac Man 
1990: Jacob’s Ladder – In der Gewalt des Jenseits (Jacob’s Ladder) 
1991: Jungle Fever 
1992: The Player 
1992: Bob Roberts (auch Regie) 
1986–1992: Saturday Night Live (Fernsehshow, als Ensemblemitglied) 
1993: Short Cuts 
1994: Hudsucker – Der große Sprung (The Hudsucker Proxy) 
1994: Die Verurteilten (The Shawshank Redemption) 
1994: Prêt-à-Porter 
1994: I.Q. – Liebe ist relativ (I.Q.) 
1995: Dead Man Walking – Sein letzter Gang (Dead Man Walking, nur Regie) 
1997: Nix zu verlieren (Nothing to Lose) 
1999: Arlington Road 
1999: Austin Powers – Spion in geheimer Missionarsstellung (Austin Powers: The Spy Who Shagged Me) 1999: Das schwankende Schiff (Cradle Will Rock, nur Regie) 
2000: Mission to Mars 
2000: High Fidelity 
2001: Startup (Antitrust) 
2001: Human Nature – Die Krone der Schöpfung (Human Nature) 
2002: The Truth About Charlie 
2003: Freedom: A History of Us (Fernsehserie) 
2003: Mystic River 
2003: Code 46 
2004: Anchorman – Die Legende von Ron Burgundy (Anchorman: The Legend of Ron Burgundy) 
2005: Krieg der Welten (War of the Worlds) 
2005: Das geheime Leben der Worte (The Secret Life of Words) 
2005: Embedded (auch Regie) 
2005: Zathura – Ein Abenteuer im Weltraum (Zathura: A Space Adventure) 
2006: Catch a Fire 
2006: Kings of Rock – Tenacious D (Tenacious D in The Pick of Destiny) 
2006: Tim Robbins: The Punk Gets Responsible (Kurzfilm) 
2007: Noise – Lärm! (Noise) 
2008: The Lucky Ones 
2008: Possible Side Efects (Fernsehfilm, nur Regie) 
2008: City of Ember – Flucht aus der Dunkelheit (City of Ember) 
2011: Green Lantern 
2011: Cinema Verite – Das wahre Leben (Cinema Verite) 
2012: Thanks for Sharing – Süchtig nach Sex (Thanks for Sharing) 
2012: Empire of War – Der letzte Widerstand (Yi jiu si er) 
2013: Life of Crime 
2015: A Perfect Day 
2015: The Brink – Die Welt am Abgrund (The Brink, Fernsehserie, 10 Folgen) 
2017: Marjorie Prime 
2018: Here and Now (Fernsehserie, 10 Folgen) 
2019: Vergiftete Wahrheit (Dark Waters) 
2019: 45 Seconds of Laughter (Dokumentarfilm, Regie) 
2019: Castle Rock (Fernsehserie, 10 Folgen) 
seit 2023: Silo (Fernsehserie)

Playlist:

01. Atli Örvarsson - Spoken Request (SILO - Season 1) - 04:24 
02. Harold Faltermeyer - Love Scene (Top Gun) - 03:42 
03. James Newton Howard - Penguin (Five Corners) - 03:13 
04. Thomas Newman - Good Dog's Water (The Player) - 02:39 
05. Thomas Newman - Compass and Guns (The Shawshank Redemption) - 05:36 
06. Carter Burwell - Norville Suite (The Hudsucker Proxy) - 03:54 
07. Jerry Goldsmith - End Credits (I.Q.) - 04:05 
08. Marcelo Zarvos - End Credits (Dark Waters) - 03:27 
09. John Barry - Jenning As Dark Overload (Howard the Duck) - 07:21 
10. Angelo Badalamenti - The Truth Is Out There (Arlington Road) - 03:11 
11. Ennio Morricone - A Heart Beats In Space (Mission to Mars) - 07:58 
12. Rachel Portman - Lola Is Killed (The Truth About Charlie) - 03:06 
13. Thomas Newman - Hey Killer (Castle Rock) - 04:14 
14. John Debney - Aftermath (Zathura) - 02:59 
15. Clint Eastwood - Orchestral Variation #1 (Mystic River) - 07:36 
16. The Free Association - Dreaming On A Train (Code 46) - 03:53 
17. Rolfe Kent - Driving Across Prairie (The Lucky Ones) - 01:58 
18. John Williams - Bodies In the Water / Ray and Rachel (War of the Worlds) - 03:46 
19. Andrew Lockington - Escape to Sunrise (City of Ember) - 04:57 
20. James Newton Howard - Prologue / Parallax Unbound (Green Lantern) - 03:09 
21. Robert Folk - Locked Up Tight (Nothing to Lose) - 03:10 
22. Angelo Badalamenti - Lament For Leah (Arlington Road) - 03:51 
23. David Robbins & Nusrat Fateh Ali Khan - The Execution (Dead Man Walking) - 04:22
24. Thomas Newman - Brooks Was Here (The Shawshank Redemption) - 05:17 
25. Graeme Revell - Parade (Human Nature) - 02:37 
26. Maurice Jarre - Sarah (Jacob's Ladder) - 07:17 
27. Harold Faltermeyer - Mav Reflects In Goose's Room / Mav Bugs Out (Top Gun) - 11:04

Sonntag, 22. Juni 2025

Playlist #426 vom 29.06.2025 - J.T. WALSH (1943-1998) Special

Auch wenn er so gut wie nie in der ersten Reihe stand, hinterließ der US-amerikanische Schauspieler J.T. Walsh (1943-1998) mit seinen Engagements immer einen nachhaltigen Eindruck beim Publikum und arbeitete im Verlauf seiner viel zu früh beendeten Karriere mit namhaften Regisseuren wie Woody Allen, Wolfgang Peterson, Oliver Stone, Barry Levinson, David Mamet, Peter Hyams, Rob Reiner, Ron Howard, William Friedkin und John Dahl zusammen. Zu seinen eindringlichsten Rollen zählt fraglos die des Bösewichts in Jonathan Mostows Thriller „Breakdown“ mit Kurt Russell in der Hauptrolle, mit dem er zuvor bereits in „Tequila Sunrise“, „Backdraft“ und „Einsame Entscheidung“ gemeinsam vor der Kamera stand. In der heutigen Sendung gibt es neben den Soundtracks zu diesen vier Filmen zudem Musik von Graeme Revell, Jerry Goldsmith, Randy Newman, Howard Shore, James Newton Howard und vielen mehr zu hören.
J.T. Walsh wurde am 28. September 1943 als James Thomas Patrick Walsh in San Francisco, Kalifornien, geboren. Sein strenger Vater schickte James ebenso wie seinen Bruder Christopher auf das Jesuiten-Internat Clongowes Wood College in Irland, dem Land ihrer Vorfahren. James verbrachte als Sohn eines zivilen Rechnungsprüfers des Militärs sieben Jahre seiner Kindheit auf einer Militärbasis in München und dann in Stuttgart. Dort verbrachte James sechs Jahre, die ihn prägten.
Mit 19 Jahren begann er ein Studium an der Eberhard-Karls-Universität in Tübingen. Als sein Vater 1962 an einem Hirntumor starb, zog die Familie zurück in die USA nach Rhode Island, wo seine Mutter aufgewachsen war. Dort begann Walsh an der University of Rhode Island zu studieren, an der er in vielen Theateraufführungen mitwirkte. Zu dieser Zeit war er Präsident der Students for a Democratic Society („Studenten für eine demokratische Gesellschaft“), einer Organisation, die aus der Antikriegsbewegung der 1960er Jahre hervorging.
Nach seinem abgeschlossenen Studium der Gesellschaftswissenschaften arbeitete Walsh sowohl als Sozialarbeiter, Verkäufer von Enzyklopädien, Grundschullehrer, Journalist wie auch als Restaurantleiter und als Barkeeper in einem der besten Fischrestaurants in Manhattan. Erst im Alter von 30 Jahren begann er seine Karriere als Schauspieler zunächst in Off-Broadway-Stücken, nachdem er 1974 von einem Theaterregisseur entdeckt worden war.
Eine seiner ersten Filmrollen hatte er erst 1983 im Alter von 39 Jahren in dem Film „Kopfjagd“. Seinen Durchbruch hatte er 1984 am Broadway als einer der korrupten Immobilienmakler in dem Stück „Glengarry Glen Ross“ von David Mamet.
In den folgenden fünfzehn Jahren wirkte Walsh als vielbeschäftigter Schauspieler in über 50 Fernseh- und Spielfilmen sowie in zahlreichen Fernsehserien mit - u. a. in der mit einem Emmy ausgezeichneten Serie „Dark Skies – Tödliche Bedrohung“.
Der berühmte und einflussreiche US-amerikanische Fernsehkritiker Leonard Maltin charakterisierte Walshs Rollen einmal als die eines „angestellten, stillen, boshaften Widerlings“. In diesem Sinne verkörperte er meist unfreundliche, cholerische oder intrigante Charaktere. Walsh äußerte sich einmal so, dass er hoffe, dem Beispiel des Schauspielers Gene Hackman folgen zu können und auch für komplexer strukturierte Figuren und substanziellere Rollen besetzt zu werden.
Zu seinen bekanntesten Rollen zählen die des Lt. Col. Matthew Markinson in Rob Reiners „Eine Frage der Ehre” (1992) und des Sgt. Major Dickerson in „Good Morning, Vietnam“ (1987).
1996 spielte er den psychisch kranken Patienten Charles Bushman in Billy Bob Thorntons Drama „Sling Blade“. Walsh verkörperte zudem drei tatsächlich lebende Figuren – den Journalisten Bob Woodward in „Wired“ (1989), den Teamsters-Präsidenten Frank Fitzsimmons in „Hoffa“ (1992) und Richard Nixons Berater John Ehrlichman in „Nixon“ (1995).
1997 war er für seine Verkörperung des Ray Percy in dem Fernsehfilm „Hope“ als Bester Nebendarsteller für einen Emmy nominiert. 
Im gleichen Jahr spielte er als Antagonist von Kurt Russell in Jonathan Mostows Entführungsthriller „Breakdown“ einen mordenden Truckfahrer.
In seinem letzten Lebensjahr wirkte Walsh u. a. in den Filmen „Das Todeskomplott“, „Pleasantville – Zu schön, um wahr zu sein“ und in dem Thriller „Verhandlungssache“ mit. In Erinnerung an ihn wurden ihm diese Filme auch postum gewidmet. Auch den Film „Outside Ozona“ widmete man ihm, da er ursprünglich die Rolle des Odell Parks hatte spielen sollen, jedoch kurz vor Produktionsbeginn verstarb. Walsh wurde danach durch Robert Forster ersetzt.
Walsh, der fließend Deutsch sprach, starb während eines Urlaubs im Alter von 54 Jahren an Herzversagen. Während der 70. Academy-Award-Verleihung widmete Jack Nicholson seinen dritten Oscar, den er für seine Darstellung in der Filmkomödie „Besser geht’s nicht“ erhalten hatte, unter anderem J.T. Walsh.

Filmografie:

1982: Kleine Gloria – Armes reiches Mädchen (Little Gloria… Happy at Last)
1983: Kopfjagd (Eddie Macon’s Run)
1984: Harte Pfeile – Mitten ins Herz (Hard Choices)
1984: The Beniker Gang
1984: The Edge of Night (TV-Serie, 9 Folgen)
1985: Das Recht zu töten (Right to Kill?, Fernsehfilm)
1986: Hannah und ihre Schwestern (Hannah and Her Sisters)
1986: Power – Der Weg zum Ruhm (Power)
1987: Good Morning, Vietnam
1987: Tin Men
1987: Haus der Spiele (House of Games)
1988: Tequila Sunrise
1988: Im Schatten der Götter (Windmills of the Gods, TV-Mini-Serie)
1988: Wo Bitte geht’s zum Knast (Things Change)
1989: John Belushi – Sex & Drugs in Hollywood (Wired)
1989: The Big Picture
1989: Dad
1990: Moon 44
1990: Misery
1990: Das Russland-Haus (The Russia House)
1990: Why me? – Warum gerade ich? (Why Me?)
1990: Crazy People
1990: Narrow Margin – 12 Stunden Angst (Narrow Margin)
1990: Grifters (The Grifters)
1991: Iron Maze – Im Netz der Leidenschaft (Iron Maze)
1991: Backdraft – Männer, die durchs Feuer gehen (Backdraft)
1991: Der große Blonde mit dem schwarzen Fuß (True Identity)
1991: Wehrlos (Defenseless)
1992: Contact (Kurzfilm)
1992: Eine Frage der Ehre (A Few Good Men)
1992: Jimmy Hoffa (Hoffa)
1992: Im Schatten eines Mörders (In the Shadow of a Killer)
1992: The Prom
1993: Red Rock West
1993: Loaded Weapon 1 (National Lampoon’s Loaded Weapon 1)
1993: In einer kleinen Stadt (Needful Things)
1993: Morgen früh, so Gott will… (Morning Glory)
1993: Die Stunde der Wahrheit (The American Clock, Fernsehfilm)
1993: Sniper – Der Scharfschütze (Sniper)
1993: Partners (Fernsehfilm)
1994: Blue Chips
1994: Der Klient (The Client)
1994: Die letzte Verführung (The Last Seduction)
1994: Das Wunder von Manhattan (Miracle on 34th Street)
1994: Hilfe, ich liebe einen Filmstar (Star Struck, Fernsehfilm)
1994: Stummer Schrei (Silent Fall)
1995: Nixon
1995: Outbreak – Lautlose Killer (Outbreak)
1995: Akte X – Die unheimlichen Fälle des FBI (The X-Files, Fernsehserie, Folge 3×05 Die Liste)
1995: Charlie’s Ghost (Fernsehfilm)
1995: The Low Life
1995: Tage der Angst (Black Day, Blue Night)
1995: Innocent Babysitter (The Babysitter)
1995: Blutspur durch St. Petersburg (Sacred Cargo)
1996: Dark Skies – Tödliche Bedrohung (Dark Skies, TV-Serie, 19 Folgen)
1996: Sling Blade – Auf Messers Schneide (Sling Blade)
1996: Täter Unbekannt (Persons Unknown)
1996: The Little Death
1996: Killer Cops – Mörder in Uniform (Gang in Blue, Fernsehfilm)
1996: Einsame Entscheidung (Executive Decision)
1997: Hope
1997: Breakdown
1998: Pleasantville – Zu schön, um wahr zu sein (Pleasantville)
1998: Verhandlungssache (The Negotiator)
1998: Das Todeskomplott (Hidden Agenda) 

Playlist:


01. Basil Poledouris - Earl's Truck By / Photos / No Help (Breakdown) - 04:11 
02. Alex North  - The Village (Good Morning Vietnam) - 03:52 
03. Dave Grusin - Tequila Dreams (Tequila Sunrise) - 04:17 
04. Cliff Eidelman - Kathy Talks About Adam (Crazy People) - 03:01 
05. Elmer Bernstein - Enddings (The Grifters) - 04:44 
06. Marc Shaiman - Number One Fan (Misery) - 06:39 
07. Jerry Goldsmith - The Family Arrives (The Russia House) - 07:43 
08. Howard Shore - The End (The Client) - 03:39 
09. Bruce Broughton - Susan's Christmans Wish (Miracle on the 34th Street) - 03:07 
10. James Horner - Taking Dad Home (Dad) - 06:40 
11. James Newton Howard - Nobody Leaves Town / E-1101 / Quiet Streets (Outbreak) - 03:15 
12. Jerry Goldsmith - Drill Team (Executive Decision) - 05:39 
13. Marc Shaiman - Honor (A Few Good Men) - 03:47 
14. Bruce Broughton - No Carol For Wooton (Narrow Margin) - 03:36 
15. Joel Goldsmith - So Long Felix (Moon 44) - 04:08 
16. Hans Zimmer - Show Me Your Firetruck / She's Hot and Smokey / Tim Burns (Backdraft) - 05:55 
17. John Williams - The 1960's: The Turbulent Years (Nixon) - 05:03 
18. David Newman - Hoffa End Credits (Hoffa) - 08:06 
19. Patrick Doyle - End Titles (Needful Things) - 03:54 
20. Graeme Revell - End Game (The Negotiator) - 05:21 
21. Randy Newman - A New Day (Pleasantville) - 05:03 
22. Howard Shore - The Boathouse (The Client) - 08:54 
23. James Horner - Goodbyes (Dad) - 09:09

Sonntag, 13. April 2025

Playlist #421 vom 20.04.2025 - R.I.P. Val Kilmer (1959-2025)

Als Iceman in „Top Gun“, als Verkleidungskünstler ohne Namen in „The Saint“, als Batman in „Batman Forever“ oder als Frontmann Jim Morrison in Oliver Stones Biopic „The Doors“ hat Hollywood-Star Val Kilmer ebenso seine Spuren hinterlassen wie in Michael Manns Gangster-Epos „Heat“ oder Ron Howards Fantasy-Klassiker „Willow“. Am 1. April 2025 verstarb der zuvor bereits an Kehlkopfkrebs erkrankte Hollywood-Star im Alter von 65 Jahren an den Folgen einer Lungenentzündung.
Val Edward Kilmer wurde am 31. Dezember 1959 in Los Angeles als Sohn eines Händlers für Raumfahrtausrüstung sowie Immobilienentwicklers und einer schwedisch-stämmigen Mutter geboren und besuchte zunächst die von der neuen religiösen Bewegung „Christian Science“ geführte Berkeley Hall School bis zur neunten Schulstufe, wechselte dann zunächst an die Chatsworth High School, an der er zusammen mit Kevin Spacey und Mare Winningham erste Schauspielerfahrungen sammelte, und später an die Hollywood Professional School, eine private Schauspielschule für Kinder und Jugendliche. 1977 begann Kilmer schließlich im Alter von 17 Jahren sein Studium an der Fakultät für Schauspiel („Drama Division“) der Juilliard School in New York City, das er 1981 abschloss.
Nachdem er den Orestes in „Electra und Orestes“ gespielt hatte sowie die Titelrollen in „Richard III.“ und „Macbeth“, fungierte er als Koautor des Theaterstücks „How It All Began“ nach der gleichnamigen Autobiografie des West-Berliner Linksterroristen Michael Baumann.
Sein Broadway-Debüt gab er 1983 in „Slab Boys“, wo er gemeinsam mit Sean Penn und Kevin Bacon auf der Bühne stand, wo man ihn darüber hinaus in „Heinrich IV., Erster Teil“ von William Shakespeare wie auch als Hauptdarsteller in „Wie es euch gefällt“ am Tyrone Guthrie Theatre in Minneapolis sah. Nach weiteren Theaterstücken gab Kilmer sein Spielfilm-Debüt im Jahr 1984 in der Komödie „Top Secret!“ von Jim Abrahams und Jerry Zucker, in der er eine Parodie auf Rock-’n’-Roll-Sänger und im Besonderen Elvis Presley ablegte. Es folgte die Rolle eines Studenten in der Komödie „Was für ein Genie“. Der Durchbruch gelang ihm dann 1986 als Kampfpilot Iceman, der Antagonist von Tom Cruise, in Tony Scotts Blockbuster-Erfolg „Top Gun“. Anschließend sah man ihn in Ron Howards Fantasy-Epos „Willow“ (1988), in John Dahls Erotik-Thriller „Kill Me Again“ (1989) und in Michael Apteds True-Crime-Mystery-Western „Halbblut“ (1992).
In Oliver Stones Biopic „The Doors“ (1991) verkörperte Kilmer die Rock-Legende Jim Morrison und sang alle Konzert-Sequenzen selbst. Nach Tony Scotts Gangster-Romantik-Thriller „True Romance“ (1993), Russell Mulcahys Thriller-Drama „Karen McCoy – Die Katze“ (1993) und dem Western „Tombstone“ (1993), agierte Kilmer auch als Hauptdarsteller in Joel SchumachersBatman Forever“ (1995) in der Rolle des gleichnamigen Comichelden.
Nach den Dreharbeiten zu Michael MannsHeat“ an der Seite von Robert De Niro und Al Pacino nahm Kilmer John FrankenheimersDNA – Die Insel des Dr. Moreau“ (1996) und Stephen Hopkins‘ Abenteuer-Drama „Der Geist und die Dunkelheit“ (1996) in Angriff, in denen er beide Male die Hauptrollen spielte.
Nach den Flops mit der Leinwandadaption der Fernsehserie „The Saint“ (1997), dem romantischen Drama „Auf den ersten Blick“ (1999) und dem Science-Fiction-Drama „Red Planet“ (2000) wurde es wesentlich ruhiger um Val Kilmer. Er war entweder in Low-Budget-Produktionen wie „Hard Cash – Die Killer vom FBI“ (2002) oder „Blind Horizon“ (2003) zu sehen oder in Nebenrollen größerer Filme. So engagierte ihn unter anderem Ron Howard für eine Nebenrolle in seinem Westerndrama „The Missing“ (2003), und auch Oliver Stone arbeitete 2004 mit erneut mit Kilmer in seinem Historienfilm „Alexander“ zusammen, besetzte ihn in einer Nebenrolle als Filmvater von Hauptdarsteller Colin Farrell. 2004 spielte er Moses im Musical The Ten Commandments in Los Angeles. 2006 arbeitete Kilmer zudem ein weiteres Mal mit Tony Scott, mit dem er zu Beginn seiner Laufbahn schon Top Gun gedreht hatte, zusammen und übernahm eine größere Rolle in dessen Thriller „Déjà Vu – Wettlauf gegen die Zeit“ (2006), wo er an der Seite von Hauptdarsteller Denzel Washington agierte.
Val Kilmer stand zunehmend für diverse Fernsehproduktionen vor der Kamera, darunter „The Man Who Broke 1000 Chains“ und „Gore Vidal’s Billy The Kid“. In den 2000er-Jahren war er zudem immer häufiger in Direct-to-DVD-Filmen wie „Spartan“ (2004), „Mindhunters“ (2004), „Played – Abgezockt“ (2006) und „Summer Love“ (2006) sowie Fernsehserien wie „Numb3rs – Die Logik des Verbrechens“, „Entourage“ und „Comanche Moon“ zu sehen. 2008 übernahm er die Synchronisation für K.I.T.T. in der Neuauflage der Fernsehserie „Knight Rider“.
Val Kilmer und seine Filmkarriere sind Gegenstand der 2021 veröffentlichten Dokumentation „Val“, die von Leo Scott und Tong Poo verantwortet wurde. Als Grundlage dienten Kilmers eigene Filmaufnahmen, die er während verschiedener Dreharbeiten anfertigte. Auch sein Gesundheitszustand wurde thematisiert.
In „Top Gun: Maverick“ (2022), dem Sequel von „Top Gun“, hat Kilmer einen kurzen Auftritt als Admiral Tom „Iceman“ Kazanski, der wie Kilmer an Kehlkopfkrebs leidet. Dies war sein letzter Aufritt in einem Film.

Filmographie:

1984: Top Secret! 
1985: Junge Schicksale (ABC Afterschool Specials, Fernsehserie, Folge 13x07) 
1985: Was für ein Genie (Real Genius) 
1986: Mord in der Rue Morgue (The Murders in the Rue Morgue, Fernsehfilm) 
1986: Top Gun – Sie fürchten weder Tod noch Teufel (Top Gun) 
1987: Escape – Die Flucht (The Man Who Broke 1,000 Chains, Fernsehfilm) 
1988: Willow 
1989: Billy the Kid: Gejagt bis in den Tod (Billy the Kid, Fernsehfilm) 
1989: Kill me again (Kill Me Again) 
1991: The Doors 
1992: Halbblut (Thunderheart) 
1993: True Romance 
1993: Karen McCoy – Die Katze (The Real McCoy) 
1993: Tombstone 
1995: Wings of Courage (Kurzfilm) 
1995: Batman Forever 
1995: Heat 
1996: DNA – Die Insel des Dr. Moreau (The Island of Dr. Moreau) 
1996: Der Geist und die Dunkelheit (The Ghost and the Darkness) 
1997: The Road of Excess (Dokumentarfilm, Kurzfilm) 
1997: The Saint – Der Mann ohne Namen (The Saint)
1997: Dead Girl 
1998: Der Prinz von Ägypten (The Prince of Egypt, Zeichentrickfilm, Stimme im Original) 
1999: Joe the King 
1999: Auf den ersten Blick (At First Sight) 
2000: Pollock 
2000: Red Planet 
2002: The Salton Sea 
2002: Hard Cash – Die Killer vom FBI 
2003: The Missing 
2003: Blind Horizon – Der Feind in mir (Blind Horizon) 
2003: Wonderland 
2003: Masked and Anonymous 
2004: Spartan 
2004: Mindhunters 
2004: Entourage (Fernsehserie, Folge 1x05) 
2004: Trudell 
2004: Stateside 
2004: Alexander 
2005: Champion 
2005: Kiss Kiss, Bang Bang 
2006: Streets of Philadelphia – Unter Verrätern (10th & Wolf) 
2006: Played – Abgezockt (Played) 
2006: Summer Love 
2006: The Ten Commandments: The Musical 
2006: Déjà Vu – Wettlauf gegen die Zeit (Déjà Vu) 
2006: Moscow Zero – Eingang zur Hölle (Moscow Zero) 
2007: Numbers – Die Logik des Verbrechens (NUMB3RS, Fernsehserie, Folge 4x01) 
2007: Comanche Moon 
2007: Have Dreams, Will Travel 
2008: Columbus Day – Ein Spiel auf Leben und Tod (Columbus Day) 
2008: Conspiracy – Die Verschwörung (Conspiracy) 
2008: Felon 
2008: XIII – Die Verschwörung (XIII) 
2008: 2:22 
2008–2009: Knight Rider (Fernsehserie, K.I.T.T. im Original) 
2009: Bad Lieutenant – Cop ohne Gewissen (Bad Lieutenant: Port of Call New Orleans) 
2009: Frozen – Etwas hat überlebt (The Thaw) 
2009: Streets of Blood 
2009: Double Identity (Fake Identity) 
2009: Das Chaos Experiment (The Steam Experiment) 
2009: Hardwired 
2009: Double Identity – Zur falschen Zeit am falschen Ort (Double Identity) 
2010: Bloodworth – Was ist Blut wert? (Bloodworth) 
2010: MacGruber 
2010: The Traveller – Nobody Will Survive (The Traveler) 
2010: Gun 
2011: Blood Out 
2011: Bulletproof Gangster (Kill the Irishman) 
2011: 5 Days of War 
2011: Twixt 
2012: The First Ride of Wyatt Earp (Wyatt Earp’s Revenge) 
2012: Deep in the Heart 
2012: Breathless – Immer Ärger mit Dale (Breathless) 
2012: 7 Below – Haus der dunklen Seelen (Seven Below) 
2013: Riddle – Jede Stadt hat ihr tödliches Geheimnis (Riddle) 
2013: Palo Alto 
2014: Psych (Fernsehserie, Folge 8x10) 
2014: Tom Sawyer und Huckleberry Finn (Tom Sawyer & Huckleberry Finn) 
2017: Song to Song 
2017: Schneemann (The Snowman) 
2017: The Super 
2019: Jay and Silent Bob Reboot 
2020: Paydirt 
2021: The Birthday Cake 
2021: Val (Dokumentarfilm) 
2022: Top Gun: Maverick

Playlist:

01. Hans Zimmer & Lorne Balfe - Time To Let Go (Top Gun: Maverick) - 04:44 
02. Harold Faltermeyer - Top Gun Theme (Top Gun) - 04:44 
03. Maurice Jarre - Happy Ending (Top Secret!) - 02:57 
04. James Horner - This Land Is Not For Sale / End Titles (Thunderheart) - 08:24 
05. James Horner - Elora Danan (Willow) - 09:50 
06. Hans Zimmer - You're So Cool / Main Title (True Romance) - 02:28 
07. Brad Fiedel - Off To Brazil (The Real McCoy) - 02:37 
08. Bruce Broughton - A Family (Tombstone) - 02:05 
09. Elliot Goldenthal - Finale (Heat) - 03:11 
10. Elliot Goldenthal - Memory Repressed / Love (Batman Forever) - 02:36 
11. Hans Zimmer - Setis Reprimand (The Prince of Egypt) - 04:43 
12. Jerry Goldsmith - First Time (The Ghost and the Darkness) - 04:02 
13. Gary Chang - The Serum (The Island of Dr. Moreau) - 02:38 
14. Graeme Revell - Alone (Red Planet) - 02:13 
15. Graeme Revell - Main Title (The Saint) - 06:27 
16. Mark Isham - You Don't See Me (At First Sight) - 03:38 
17. Mark Isham - Looking For Clues / Daryl Story (Bad Lieutenant: Port of Call New Orleans) - 04:16 
18. Jeff Beal - Unfinished (Pollock) - 04:08 
19. Thomas Newman - One Red Hair (The Salton Sea) - 05:12 
20. James Horner - Lilly's Fate In These Hands (The Missing) - 06:43 
21. Tuomas Kantelinen - Mindhunters Theme II (Mindhunters) - 03:00 
22. Vangelis - Gardens Of Delight (Alexander) - 05:23 
23. John Ottman - Surveillance Lesson (Kiss Kiss Bang Bang) - 03:22 
24. Brian Tyler - Affirmations (Standing Up) - 03:45 
25. Marco Beltrami - Main Titles (The Snowman) - 03:29 
26. The Doors - The End (The Doors) - 11:43

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