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Donnerstag, 8. Oktober 2026

Playlist #460 vom 18.10.2026 - DION BEEBE Special

Im Kreis prominenter Kameraleute zählt der australisch-südafrikanische Dion Beebe nicht zu den ganz Großen. Dabei hat er durch seine Oscar-prämierte Zusammenarbeit mit Regisseur Rob Marshall („Die Geisha“) und auch durch die erfolgreiche Kollaboration mit Michael Mann bei „Collateral“ und „Miami Vice“ ein gefragter Mann seiner Zunft geworden. Er arbeitete über die Jahre mit Ang Lee, Jane Campion, Michael Bay, Martin Campbell, Doug Liman und Niki Caro zusammen. In der heutigen Sendung gibt es deshalb Musik aus den Soundtracks zu seinen Arbeiten von Angelo Badalamenti, John Williams, Stephen Warbeck, James Newton Howard, Danny Elfman, Christophe Beck und anderen zu hören.
Dion Beebe wurde 1968 im australischen Brisbane, Queensland, geboren und verbrachte einen Großteil seiner Kindheit in Kapstadt (Südafrika), bevor er nach Australien zurückkehrte und von 1988 bis 1990 die Australian Film Television and Radio School in Sydney besuchte, wo er als Student der Cinematography eingeschrieben war. Anschließend arbeitete er als Kameramann und Regisseur für Musikvideos. Er begleitete Projekte für Künstler wie INXS, Beyoncé, Rihanna, Lana Del Rey, Arctic Monkeys und Tony Bennett sowie preisgekrönte Werbespots für Marken wie Burberry, Guinness, Apple, Victoria’s Secret und BMW.
1992 gab er sein Filmdebüt als Kameramann mit dem Film „Crush“.
Für seine Kameraarbeit an Rob Marshalls „Chicago“ wurde er erstmals für einen Academy Award nominiert; später gewann er den Oscar für „Die Geisha“ (2005). Doch schon zuvor hat er bei Michael Manns „Collateral“ Großes geleistet, als er eine neue Art der filmischen Inszenierung der Nacht erfand, wobei er mehr oder weniger bewusst an eine fast hundertjährige Tradition anknüpfen musste: die des Film noir. Zwar hatte dieses stark reglementierte Genre bereits einige Wandlungen durchlaufen, doch nachdem digitale Bilder mittlerweile zunehmend unseren Alltag durchdrangen, hielt Michael Mann die Zeit für gekommen, dem nächtlichen Thriller eine neue Dimension zu verleihen. „Collateral“ wurde teilweise mit neuen Digitalkameras gedreht, was Dion Beebe die Möglichkeit bot, die weitaus lichtempfindlicheren Sensoren dieser neuen Technik voll auszuschöpfen. Der Kameramann nutzte das vorhandene Licht der Stadt optimal, um der Erzählung eine ausgeprägt urbane Atmosphäre zu verleihen. Die tausenden Lichter der Metropole Los Angeles tragen auf beinahe impressionistische Weise zur Ausleuchtung der Schauspieler und des Sets bei – ebenso sehr wie die im Kino üblichen gerichteten Scheinwerfer. Zudem verlieh Beebe dem Film jenen grau-blauen Farbton, der an einen vom Stadtlicht erhellten, rauchigen Himmel erinnert und zum Markenzeichen dieses mittlerweile zum Kultfilm avancierten Werks wurde.
Doch dies war nicht Beebes erste Bewährungsprobe. Als Australier hatte er sich bereits mehrfach mit dem gleißenden Sonnenlicht seiner Heimat auseinandersetzen müssen. Bei „Holy Smoke“ – seinem ersten Projekt für einen Film seiner Landsfrau Jane Campion – musste er beispielsweise durch Lichtreflexion eine Lösung finden, um die Kontraste zwischen den Gesichtern von Kate Winslet und Harvey Keitel in einer schattenlosen Wüste hervorzuheben, in der die unaufhörliche Sonne jeden Punkt des Bildes versengte. Beebe ist aber vielseitig genug, um sich auf natürliche Umgebungen einzustellen und komplexe Studiotechniken zu beherrschen. Im Studio ist der Kameramann wie ein Gott, der jedes gewünschte Bild erschaffen kann – „vorausgesetzt, man versteht das Licht wirklich“, erklärt Beebe. 
Dazu gehört etwa das Verständnis dafür, wie Licht je nach reflektierendem Material wirkt. Für „Die Geisha“, der fast vollständig im Studio gedreht wurde, errichtete man eine gewaltige Metallkonstruktion, um das Licht des Japans der Vorkriegszeit in Kalifornien nachzubilden. Ein Bild von reiner filmischer Qualität, der Gegenentwurf zum stilisierten Naturalismus von „Collateral“. Doch genau das ist die Aufgabe des Kameramanns, wie Dion Beebe bescheiden in Erinnerung ruft: „Im Dienste der Geschichte stehen.“
2019 kehrte Beebe nach Australien zurück, um gemeinsam mit seiner Frau, der Regisseurin Unjoo Moon, den Film „I Am Woman“ zu drehen; anschließend tauchte er in die Unterwasserwelt von Disneys „Arielle, die Meerjungfrau“ ein. Zuletzt wirkte er an „Michael“ mit, Antoine Fuquas Biopic über Michael Jackson. 

Filmografie:

1992: Crush
1993: The Journey
1994: Eternity
1995: Vacant Possession
1996: Fu sheng
1996: What Have I Written
1998: My Own Country (Fernsehfilm)
1998: Praise
1998: Sehnsucht und Erinnerung (Memory & Desire)
1999: Holy Smoke!
2000: Forever Lulu
2000: The Goddess of 1967
2001: Die Liebe der Charlotte Gray (Charlotte Gray)
2002: Equilibrium
2002: Chicago
2003: In the Cut
2004: Collateral
2005: Die Geisha (Memoirs of a Geisha)
2006: Miami Vice
2007: Machtlos (Rendition)
2009: Die fast vergessene Welt (Land of the Lost)
2009: Nine
2011: Green Lantern
2012: Gangster Squad
2012: The Zen of Bennett
2014: Edge of Tomorrow
2014: Into the Woods
2016: 13 Hours: The Secret Soldiers of Benghazi
2017: Schneemann (The Snowman)
2018: Mary Poppins’ Rückkehr (Mary Poppins Returns)
2019: Gemini Man
2019: I Am Woman
2023: Arielle, die Meerjungfrau (The Little Mermaid)
2026: Michael
 
Playlist: 
01. Angelo Badalamenti - Love Journey (Holy Smoke!) - 03:27 
02. Stephen Warbeck - Waiting (Charlotte Gray) - 04:46 
03. Klaus Badelt - Dupont's Admonition/Partridge is Found Out (Equilibrium) - 05:05 
04. Danny Elfman - Roxie's Suite (Chicago) - 03:58 
05. James Newton Howard - Would Anyone Notice? (Collateral) - 03:53 
06. John Williams - The Journey to the Hanamachi (Memoirs of a Geisha) - 04:06 
07. John Murphy - Miami Vice Theme (Miami Vice) - 06:54 
08. Paul Hepker & Mark Kilian - Journal (Rendition) - 05:36 
09. Michael Giacchino - Enik the Altrusian (Land of the Lost) - 03:19 
10. Angelo Badalamenti - Waiting, Reaching, Seeking (Holy Smoke!) - 03:56 
11. James Newton Howard - The Origin of Parallax (Green Lantern) - 03:25 
12. Steve Jablonsky - The City of Angels (Gangster Squad) - 04:06 
13. Stephen Warbeck - The Village (Charlotte Gray) - 05:26 
14. John Williams - Sayuri's Theme and End Credits (Memoirs of a Geisha) - 05:06 
15. Christophe Beck - Live Die Repeat (Edge of Tomorrow) - 04:23 
16. Danny Elfman - After Midnight (Chicago) - 03:24 
17. John Murphy - Meet Fred (Miami Vice) - 03:53 
18. Klaus Badelt - Viviana/O'Brien Combustion/John Cries (Equilibrium) - 05:11 
19. Antonio Pinto - Requiem (Collateral) - 01:56 
20. Paul Hepker & Mark Kilian - Roundabout (Rendition) - 03:15 
21. Stephen Warbeck - Charlotte Gray (Charlotte Gray) - 05:43 
22. Lorne Balfe - Last Shot (Gemini Man) - 03:55 
23. Angelo Badalamenti - Montage Finale (Holy Smoke!) - 04:58 
24. Marco Beltrami - Main Titles (The Snowman) - 03:30 
25. John Williams - The Fire Scene and the Coming of War (Memoirs of a Geisha) - 06:48 
26. Lorne Balfe - Forgotten (13 Hours: The Secret Soldiers of Benghazi) - 09:09

Donnerstag, 1. Oktober 2026

Playlist #459 vom 04.10.2026 - RACHEL McADAMS Special

Die kanadische Schauspielerin Rachel McAdams zählt mit ihren Hauptrollen in Komödien und Dramen wie „Wie ein einziger Tag“, „Die Hochzeits-Crasher“, „Die Frau des Zeitreisenden“, „To The Wonder“ und „Southpaw“ sowie ihrer Arbeit für Fernsehen und Theater zu den beliebtesten Darstellerinnen in Hollywood. Zu ihren Auszeichnungen zählen Nominierungen für einen Academy Award, einen British Academy Film Award und einen Tony Award. Im Jahr 2026 wurde sie mit einem Stern auf dem Hollywood Walk of Fame geehrt. Grund genug, die Höhepunkte aus den Soundtracks zu ihren Filmen zu präsentieren, darunter Musik von Hans Zimmer, Aaron Zigman, James Horner, Marco Beltrami, Hanan Townshend, Howard Shore und Pino Donaggio.
Rachel Anne McAdams wurde am 17. November 1978 in London, Ontario, als Tochter einer Krankenschwester und eines Lastwagenfahrers geboren. Sie wuchs in einem protestantischen Elternhaus in St. Thomas auf.
McAdams begann im Alter von vier Jahren mit dem Eiskunstlauf, lehnte jedoch mit neun Jahren das Angebot ab, für ein Training im Paarlauf nach Toronto zu ziehen. Sie betrieb den Sport bis zu ihrem 18. Lebensjahr wettkampfmäßig und gewann dabei regionale Auszeichnungen. Sie äußerte, dass das Eiskunstlaufen sie auf die Schauspielerei vorbereitet habe, da sie dabei gelernt habe, ein gutes Körpergefühl zu entwickeln.
McAdams besuchte die Myrtle Street Public School und das Central Elgin Collegiate Institute. Während der Sommerferien arbeitete sie drei Jahre lang in einer McDonald’s-Filiale.
Schon im Alter von sieben Jahren entwickelte sie ein Interesse an der Schauspielerei; ihre Eltern unterstützten sie zwar darin, suchten ihr jedoch nicht aktiv einen Agenten. Als Kind besuchte sie Sommercamps zu den Themen Disney und William Shakespeare. Ab ihrem zwölften Lebensjahr wirkte sie an Produktionen der „Original Kids Theatre Company“ in London mit und führte als Jugendliche Regie bei Kindertheaterstücken. Sie wirkte zudem an Theateraufführungen ihrer Schule mit und gewann beim Sears Ontario Drama Festival eine Auszeichnung für ihre schauspielerische Leistung. Ursprünglich wollte sie an der University of Western Ontario Kulturwissenschaften studieren, ließ sich jedoch von ihrem Theaterlehrer davon überzeugen, dass eine professionelle Schauspielkarriere eine realistische Option darstellte.
Sie begann ein vierjähriges Theaterstudium an der York University und schloss dieses 2001 mit einem Bachelor of Fine Arts (mit Auszeichnung) ab. Während ihrer Studienzeit arbeitete sie mit der in Toronto ansässigen Necessary Angel Theatre Company zusammen.
Im Jahr 2001 gab McAdams ihr Fernsehdebüt in dem MTV-Piloten „Shotgun Love Dolls“ in der Rolle der Beth Swanson; die Dreharbeiten fanden während der Semesterferien an der York University statt. Ebenfalls in diesem Jahr debütierte sie im kanadischen Film mit der Komödie „My Name Is Tanino“. Die italienisch-kanadische Koproduktion wurde auf Sizilien gedreht, als McAdams 22 Jahre alt war; für sie war es zudem das erste Mal, dass sie in einem Flugzeug saß. Später erhielt McAdams in Kanada eine Nominierung für den Genie Award für ihre Rolle in dem Drama „Perfect Pie“.
2002 gab sie an der Seite von Rob Schneider und Anna Faris ihr Hollywood-Debüt in der Komödie „The Hot Chick“ – ein Film, den McAdams als „großen Meilenstein“ ihrer Karriere bezeichnete. Sie spielte eine zickige Highschool-Schülerin, die ihren Körper mit der von Schneider verkörperten Figur – einem Kleinkriminellen – tauscht. Anschließend kehrte McAdams nach Kanada zurück, um die Rolle der Kate McNab in „Slings and Arrows“ zu übernehmen – einer Comedy-Miniserie über das Theaterleben hinter den Kulissen des fiktiven „New Burbage Shakespearean Festival“. Nach ihrem Erfolg in den Vereinigten Staaten wurde ihre Figur aus der zweiten Staffel der Serie herausgeschrieben. Für ihre Arbeit an der Serie erhielt sie zwei Nominierungen für den Gemini Award, von denen sie eine gewann.
Der Durchbruch gelang McAdams im Jahr 2004 mit der Komödie „Mean Girls – Girls Club“, in der sie an der Seite von Lindsay Lohan, Lacey Chabert und Amanda Seyfried spielte. McAdams war 24 Jahre alt, als sie für die Rolle der arroganten Highschool-Anführerin Regina George besetzt wurde; bei der Darstellung ihrer Figur orientierte sie sich an Alec Baldwins schauspielerischer Leistung in dem Drama „Glengarry Glen Ross“ (1992).
Der Film spielte weltweit 129 Millionen US-Dollar ein und brachte McAdams zwei MTV Movie Awards ein. 
Ebenfalls im Jahr 2004 spielte McAdams an der Seite ihres kanadischen Kollegen Ryan Gosling in dem romantischen Drama „Wie ein einziger Tag“, das auf dem gleichnamigen Roman von Nicholas Sparks basiert. Vor Drehbeginn verbrachte McAdams einige Zeit in Charleston, South Carolina, um sich mit dem Südstaaten-Akzent vertraut zu machen, und nahm Ballett- sowie Etikette-Unterricht. McAdams gewann einen MTV Movie Award und vier Teen Choice Awards.
Im Jahr 2005 spielte McAdams an der Seite von Owen Wilson, Vince Vaughn und Bradley Cooper in der romantischen Komödie „Die Hochzeits-Crasher“. Sie verkörperte die Tochter eines einflussreichen Politikers, die in ein Liebesdreieck mit den von Wilson und Cooper gespielten Figuren gerät. Zur Vorbereitung auf emotionale Szenen hörte sich McAdams wiederholt den Song „Landslide“ von Fleetwood Mac aus dem Jahr 1975 an. Für eine Bootssequenz absolvierte sie ein Segeltraining, da ihre Figur als versierte Seglerin dargestellt wurde.
Anschließend spielte McAdams an der Seite von Cillian Murphy in Wes Cravens Psychothriller „Red Eye“ die Hauptrolle; sie verkörperte eine junge Hotelmanagerin, die während eines Nachtflugs von Murphys Figur als Geisel genommen wird. Ende 2005 stand McAdams gemeinsam mit Sarah Jessica Parker und Diane Keaton in der weihnachtlichen Familien-Dramödie „The Family Stone – Verloben verboten!“ vor der Kamera, die McAdams die Gelegenheit bot, eine zerzauste und sarkastische Schwester zu spielen, anstatt der üblichen Rollen als „offensichtliche“ Freundin oder Ehefrau.
Von 2006 bis 2007 legte McAdams eine Pause von ihrer Filmkarriere ein. In dieser Zeit lehnte sie Rollen in den Filmen „Der Teufel trägt Prada“ (2006), „Casino Royale“ (2006), „Mission: Impossible III“ (2006), „Iron Man“ (2008) und „Get Smart“ (2008) ab.
Im Jahr 2008 kehrte McAdams zu ihrer Filmkarriere zurück. Sie spielte an der Seite von Pierce Brosnan und Chris Cooper in dem im Stil des Film noir gehaltenen Drama „Married Life“ (angesiedelt in den 1940er Jahren) die Rolle der Kay Nesbitt, einer jungen Witwe, die das Herz der beiden älteren Männer erobert.
Anschließend war McAdams an der Seite von Tim Robbins und Michael Peña in der Roadmovie-Dramödie „The Lucky Ones“zu sehen; der Film erzählt die Geschichte dreier Soldaten aus dem Irakkrieg, die nach ihrer Rückkehr in die USA eine kurze Reise quer durchs Land unternehmen.
Im Jahr 2009 spielte McAdams an der Seite von Russell Crowe, Helen Mirren und Ben Affleck in dem Politthriller „State of Play – Stand der Dinge“, der auf der gleichnamigen BBC-Fernsehserie basiert. McAdams verkörperte Della Frye, eine Online-Reporterin, die gemeinsam mit Crowes Figur – einem erfahrenen Printjournalisten – einer möglichen Verschwörung nachgeht.
Ebenfalls 2009 spielte McAdams an der Seite von Eric Bana in dem romantischen Science-Fiction-Drama „Die Frau des Zeitreisenden“, das auf dem gleichnamigen Bestsellerroman von Audrey Niffenegger basiert.
Kurz darauf war sie als Irene Adler in der Neuverfilmung der Romanreihe des „Sherlock Holmes“ und 2012 in der Fortsetzung „Sherlock Holmes: Spiel im Schatten“ zu sehen. 2012 folgten Spielfilmarbeiten mit Terrence Malick und Brian De Palma. In Malicks Drama „To the Wonder“ ist sie als Geliebte von Ben Affleck zu sehen, während sie in De Palmas Thriller „Passion“ (eine Neuverfilmung von Alain Corneaus „Liebe und Intrigen“ aus dem Jahr 2010) an der Seite von Noomi Rapace agiert. Beide Filme erhielten Einladungen in den Wettbewerb der 69. Internationalen Filmfestspiele von Venedig. 2015 war sie in einer Hauptrolle in der zweiten Staffel der HBO-Serie „True Detective“ neben Colin Farrell, Vince Vaughn und Taylor Kitsch zu sehen. 2015 übernahm sie eine größere Rolle in dem Film „Spotlight“, wofür sie eine Nominierung als Beste Nebendarstellerin bei der Oscarverleihung 2016 erhielt, sowie in dem Boxerdrama „Southpaw“ und in Wim Wenders‘ Drama „Every Thing Will Be Fine“. Zuletzt war sie in Sam Raimis Survival-Horror-Thriller „Send Help“ zu sehen.
 
Filmografie:
2000–2001: The Famous Jett Jackson (Fernsehserie, 2 Folgen)
2001: Shotgun Love Dolls
2002: My Name is Tanino
2002: Mission Erde – Sie sind unter uns (Earth: Final Conflict, Fernsehserie)
2002: Perfect Pie
2002: Guilt by Association (Coupable par Amour)
2002: Hot Chick – Verrückte Hühner (The Hot Chick)
2003–2005: Slings and Arrows (Fernsehserie, 7 Folgen)
2004: Girls Club – Vorsicht bissig! (Mean Girls)
2004: Wie ein einziger Tag (The Notebook)
2005: Die Hochzeits-Crasher (Wedding Crashers)
2005: Red Eye
2005: Die Familie Stone – Verloben verboten! (The Family Stone)
2007: Married Life
2008: The Lucky Ones
2009: State of Play – Stand der Dinge (State of Play)
2009: Die Frau des Zeitreisenden (The Time Traveler’s Wife)
2009: Sherlock Holmes
2010: Morning Glory
2011: Midnight in Paris
2011: Sherlock Holmes: Spiel im Schatten (Sherlock Holmes: A Game of Shadows)
2012: Für immer Liebe (The Vow)
2012: To the Wonder
2012: Passion
2013: Alles eine Frage der Zeit (About Time)
2014: A Most Wanted Man
2015: Every Thing Will Be Fine
2015: Aloha – Die Chance auf Glück (Aloha)
2015: True Detective (Fernsehserie, 5 Folgen)
2015: Southpaw
2015: Spotlight
2015: Der kleine Prinz (The Little Prince)
2016: Doctor Strange
2017: Ungehorsam (Disobedience)
2018: Game Night
2020: Eurovision Song Contest: The Story of Fire Saga
2021: What If…? (Fernsehserie, Folge 1x04, Stimme)
2022: Doctor Strange in the Multiverse of Madness
2023: Are You There God? It’s Me, Margaret.
2023: Dave (Fernsehserie, 3 Folgen)
2026: Send Help 

Playlist: 

01. Danny Elfman - End Credits (Send Help) - 03:04 
02. Rolfe Kent - Regina's Revenge (Mean Girls) - 03:14 
03. Rolfe Kent - Claire, a Beach and John (Wedding Crashers) - 03:21 
04. Matthew Herbert - Goodbye (Disobedience) - 06:18 
05. Michael Giacchino - It's Snowing (The Family Stone) - 05:10 
06. Aaron Zigman - End Title (The Notebook) - 05:07 
07. Marco Beltrami - Arriving at the Airport (Red Eye) - 04:11 
08. Dickon Hinchliffe - He Decided to Kill Her/Photoshop (Married Life) - 03:07 
09. Rolfe Kent - Driving Across the Prairie (The Lucky Ones) - 01:58 
10. Alex Heffes - Cal Connects the Evidence (State of Play) - 04:34 
11. Mychael Danna - Meadow (The Time Traveler's Wife) - 03:19 
12. Rachel Portman & Michael Brook - A Good Life Again (The Vow) - 02:58 
13. Hanan Townshend - Marina's Theme - Overture (To the Wonder) - 06:28 
14. Pino Donaggio - Journey Through a Nightmare (Passion) - 07:46 
15. Herbert Grönemeyer - They're Closing In (A Most Wanted Man) - 03:14 
16. James Horner - The Funeral, Alone… (Southpaw) - 05:16 
17. Michael Giacchino - Ancient History (Doctor Strange) - 04:00 
18. Howard Shore - Delivering the News (Spotlight) - 03:40 
19. Matthew Herbert - For Love (Disobedience) - 04:14 
20. Rachel Portman & Michael Brook - Remember (The Vow) - 02:30 
21. Cliff Martinez - I Cheat at Everything (Game Night) - 03:19 
22. Alex Heffes - Research (State of Play) - 04:36 
23. Hans Zimmer - Catatonictes - End Titles (Sherlock Holmes) - 03:28 
24. James Horner - A Cry For Help (Southpaw) - 04:16 
25. Hans Zimmer - Score Suite (Are You There God? It's Me, Margaret.) - 05:38 
26. Hanan Townshend - Sweet Prospect (To the Wonder) - 05:17 
27. Michael Giacchino - The Family Stone Suite (The Family Stone) - 09:06

Freitag, 5. Juni 2026

Playlist #451 vom 14.06.2026 - TAYLOR HACKFORD Special

Seit seinem Erfolg mit dem romantischen Drama „Ein Offizier und Gentleman“ (1982) hat sich Taylor Hackford zu einem der namhaftesten Regisseure und Produzenten in Hollywood entwickelt. Zu seinen Credits zählen neben dem Oscar-prämierten Kurzfilm „Teenage Father“ (1978) auch die erfolgreiche Stephen-King-Verfilmung „Dolores“, der Okkult-Thriller „Im Auftrag des Teufels“, die Thriller „Lebenszeichen - Proof of Life“ und „Gegen jede Chance“ sowie die Biopics „Chuck Berry: Hail! Hail! Rock’n‘Roll“ und „Ray“. Musikalisch bietet die Sendung Kompositionen von Jack Nitzsche, Danny Elfman, James Newton Howard, Craig Armstrong, Michel Colombier und David Buckley. 
Hackford wurde am 31. Dezember 1944 im kalifornischen Santa Barbara geboren, besuchte die Santa Barbara High School und studierte an der University of Southern California Rechtswissenschaften im Vorstudium mit den Schwerpunkten Internationale Beziehungen und Wirtschaftswissenschaften.
Nach seinem Abschluss leistete er Freiwilligendienst beim Peace Corps in Bolivien, wo er in seiner Freizeit begann, mit Super-8-Filmen zu arbeiten. Er entschied, dass er keine juristische Laufbahn einschlagen wollte, und nahm stattdessen eine Stelle in der Poststelle des in Los Angeles ansässigen öffentlichen Senders KCET an. Bei KCET fungierte er 1970 als Associate Producer für das Leon-Russell-Special „Homewood“. Im Jahr 1973 produzierte er bei KCET das einstündige Special „Bukowski“ (über den Dichter Charles Bukowski) unter der Regie von Richard Davies. Hackford war er einer der Ersten, der Rock’n’Roll-Sendungen ins amerikanische Fernsehen brachte und dort etablierte.
Er erschuf auch etliche preisgekrönte Dokumentarfilme für die Kulturredaktion des Senders und fungierte außerdem als investigativer Reporter für die Nachrichtenredaktion. 1979 wurde ihm für seinen ersten Film, „Teenage Father“, bei dem er Regie führte, das Drehbuch schrieb und sein eigener Produzent war, ein Oscar in der Kategorie Bester Live-Action Kurzfilm verliehen. Sein Spielfilmdebüt gab er dann 1980 mit „Alle meine Stars“ mit Ray Sharkey und Peter Gallagher in den Hauptrollen.
Sowohl für seine Dokumentarfilme als auch für seine journalistischen Beiträge erhielt er einen Associate Press Award sowie zwei Emmy Awards. 
Sein zweiter Spielfilm, „Ein Offizier und Gentleman“, mit Richard Gere und Debra Winger in den Hauptrollen, wurde 1982 zu einem großen Publikumserfolg und erhielt auch von den Kritikern viel Lob. Bei fünf Nominierungen gewann der Film in zwei Kategorien: Louis Gosset, Jr. wurde als Bester Nebendarsteller und „Up Where We Belong“ als Bester Originalsong ausgezeichnet. Zusätzlich bekam Hackford für seine herausragende Leistung eine Nominierung vom Verband der Regisseure, der Directors Guild of America.
Bei all seinen weiteren Filmen betätigte sich Taylor Hackford gleichzeitig als Regisseur und Produzent, darunter das Neo-Noir-Drama „Gegen jede Chance“ (1984) mit Jeff Bridges, Rachel Ward und James Woods, „White Nights – Nacht der Entscheidung“ (1985) mit Mikhail Baryshnikov, Gregory Hines, Helen Mirren und Isabella Rossellini, „Ein Leben voll Leidenschaft“ (1988) mit Dennis Quaid, Jessica Lange und John Goodman sowie der gefeierte Dokumentarfilm „Chuck Berry: Hail! Hail! Rock ’n’ Roll“ (1987) mit Chuck Berry und Keith Richards. 
Hackford gründete die Produktionsfirma New Visions Pictures, um mit anderen Regisseuren qualitativ hochwertige Filme mit bescheideneren Budgets zu realisieren. Zu seinen Produktionen gehören u.a. der hoch gelobte „Der lange Weg“ mit Sissy Spacek und Whoopi Goldberg, „Queens Logic“ mit einem Ensemble-Cast, darunter John Malkovich, Kevin Bacon, Joe Mantegna, Jamie Lee Curtis und Linda Fiorentino, „Tödliche Gedanken“ mit Demi Moore, Glenn Headley und Bruce Willis sowie „Wehrlos“ mit Barbara Hershey, Mary Beth Hurt und Sam Shepard.
Seit seiner Zeit als freiwilliges Mitglied des Friedenscorps in Südamerika (1968-69) ist Hackford von der lateinamerikanischen Kultur in all ihren Facetten fasziniert. So entwickelte und produzierte er mit „La Bamba“ das Biopic über Ritchie Valens, durch den Lou Diamond Phillips in seiner Filmkarriere durchstartete. Mit einem Drehbuch und unter der Regie von Luis Valdez wurde „La Bamba“ zu einem Überraschungserfolg und eröffnete vielen Latino-Künstlern in Hollywood neue Möglichkeiten.
Fünf Jahre später kehrte Taylor Hackford hinter die Kamera zurück und realisierte mit „Blood In, Blood Out – Verschworen auf Leben und Tod“, für den er 1993 auf dem Filmfestival in Tokio mit dem Preis für die Beste Regie ausgezeichnet wurde, ein episches Drama über East L.A. Zu einem Publikums- und Kritikererfolg avancierte sein darauffolgender Spielfilm, die Adaption von Stephen Kings Bestseller „Dolores Claiborne“ (1995) mit Kathy Bates und Jennifer Jason Lee in den Hauptrollen.
1996 entdeckte Hackford unveröffentlichtes Dokumentarfilm-Material zum legendären Boxkampf und die Titelverteidigung zwischen Muhammed Ali und George Foreman in Zaire, Afrika. Das Original-Material war 1974 vom Filmemacher Leon Gast gedreht worden; Hackford setzte es zu einem Dokumentarfilm ganz neu zusammen, wozu er auch aktuelle Interviews mit u.a. Spike Lee, Norman Mailer, George Plimpton führte. Er ließ so im Schneideraum in Ergänzung des historischen Materials den ganzen Hype, die Politik und die Figuren um jenes legendäre Ereignis wieder lebendig werden. Der vollendete Film, „When We Were Kings – Einst waren wir Könige“, war 1996 auf dem Sundance Film Festival ein großer Hit und wurde 1997 mit einem Oscar in der Kategorie Bester Dokumentarfilm ausgezeichnet.
1998 führte Hackford bei dem weltweit erfolgreichen und von der Kritik gefeierten Film „Im Auftrag des Teufels“ Regie. In dieser zeitgenössischen Fabel, die in der Welt der mächtigen New Yorker Juristen spielt, verkörpern Al Pacino und Keanu Reeves die Hauptrollen. 2001 realisierte Hackford den spannungsgeladenen Thriller „Lebenszeichen — Proof of Life“ mit Meg Ryan, Russell Crowe und David Morse, basierend auf William Prochnaus „Vanity Fair“-Artikel „Adventures in the Ransom Trade“, in dem über den wahren Fall der Entführung des amerikanischen Geschäftsmannes Thomas Hargrove berichtet wurde.
2004 drehte Hackford mit „Ray“ eine Biografie des Musikers Ray Charles. Der Film erhielt zahlreiche Oscar-Nominierungen. Hauptdarsteller Jamie Foxx wurde schließlich als Bester Hauptdarsteller ausgezeichnet.
„Meine stolzesten Momente bei ,Ray‘ waren jene in den sogenannten ‚Chitlin‘ Clubs‘. Ray Charles beendete sein Leben in Konzertsälen, in die die Leute im Smoking gingen, um einem Genie schweigend bei seinem Auftritt zuzuhören. Doch in diesen Clubs musste er die Leute dazu bringen, aufzustehen und zu tanzen“, blickte Hackford auf die Arbeit an dem Film zurück. „Ich versuchte, ein wenig von dieser Energie und dieser Ausgelassenheit auszudrücken. Das Großartige an der Musik ist, wenn man die Leute von den Sitzen reißen kann.“
Für Hackford, der nie eine Filmhochschule besucht hat, spielte Musik immer eine große Rolle in seinem Leben.
„Ich fühle mich beim Inszenieren von Musik sehr wohl, und ich glaube, das sieht man dem Ergebnis auch an.“ Hackford führte zudem bei Musikvideos Regie, darunter bei „Against All Odds (Take a Look at Me Now)“ von Phil Collins und „Say You, Say Me“ von Lionel Richie.
Am 25. Juli 2009 wurde Hackford zum Präsidenten der Directors Guild of America gewählt und zwei Jahre später für eine zweite, zweijährige Amtszeit als Präsident wiedergewählt.
Zu seinen letzten Filmen zählte der Jason-Statham-Action-Film „Parker“ (2013) und die romantische Komödie „The Comedian – Wer zuletzt lacht“ (2016) mit Robert De Niro.

Filmografie: 

1973: Economic Love-In (Fernsehfilm) 
1973: Bukowski 
1978: Teenage Father (Kurzfilm) 
1980: Alle meine Stars oder Idolmaker – Das schmutzige Geschäft des Showbusiness (The Idolmaker) 
1982: Ein Offizier und Gentleman (An Officer and a Gentleman) 
1984: Gegen jede Chance (Against All Odds) 
1985: White Nights – Die Nacht der Entscheidung (White Nights) 
1986: A Tribute to Rick Nelson (Fernsehfilm) 
1987: Chuck Berry – Hail! Hail! Rock 'n' Roll 
1987: La Bamba (Produzent) 
1988: Ein Leben voller Leidenschaft (Everybody’s All-American) 
1989: Rooftops – Dächer des Todes (Rooftops) 
1991: Geboren in Queens (Queens Logic) 
1993: Blood in, Blood out – Verschworen auf Leben und Tod (Bound by Honor) 
1995: Dolores (Dolores Claiborne) 
1996: When We Were Kings (Produktion und Schnitt) 
1997: Im Auftrag des Teufels (The Devil’s Advocate) 
1999: Greenwich Mean Time (Produzent) 
2000: Lebenszeichen – Proof of Life (Proof of Life) 
2004: Ray 2010: Love Ranch 
2013: Parker 
2013: Company Town (Fernsehfilm) 
2014: Dangerous Liaisons (Fernsehfilm) 
2016: The Comedian 

Playlist:

01. Jack Nitzsche - The Morning After Love Theme (An Officer and a Gentleman) - 03:10 
02. Larry Carlton & Michel Colombier - The Job (Against All Odds) - 06:11 
03. Michel Colombier - Suite (White Nights) - 07:14 
04. Bill Conti - Miklo Goes Home (Blood In Blood Out) - 03:44 
05. Danny Elfman - The Old Well (Dolores Claiborne) - 05:29 
06. Danny Elfman - Main Title (Proof of Life) - 05:52 
07. James Newton Howard - Lovemaking (Devil's Advocate) - 03:32 
08. Craig Armstrong - Dreams of Ray III (Ray) - 04:55 
09. Bill Conti - Prison (Blood In Blood Out) - 05:55 
10. Terence Blanchard - Jackie's Lament (The Comedian) - 05:34 
11. Virgil Fox - Air On the G String (Devil's Advocate) - 04:28 
12. David Buckley - Seed Money (Parker) - 03:53 
13. Lee Ritenour - Love Theme (An Officer and a Gentleman) - 05:20 
14. Michael Lang - Rendez-vous (Devil's Advocate) - 03:40 
15. Craig Armstrong - Della's Theme (Ray) - 04:46 
16. Terence Blanchard - Tit For Tat Nocturne (The Comedian) - 06:49 
17. Bill Conti - End Credits (Blood In Blood Out) - 05:28 
18. David Buckley - Peeping Leslie (Parker) - 07:14 
19. Danny Elfman - The Inquest (Dolores Claiborne) - 06:14 
20. Craig Armstrong - Dreams of Ray II (Ray) - 03:51 
21. Danny Elfman - The Rescue (Proof of Life) - 03:37 
22. James Newton Howard - Weaver (Devil's Advocate) - 04:05 
23. Larry Carlton & Michel Colombier - Love and Murder of a Friend (Against All Odds) - 09:27

Mittwoch, 1. April 2026

Playlist #446 vom 05.04.2026 - WINONA RYDER Special

In den 1990er Jahren erlebte Winona Ryder mit Rollen in Tim Burtons „Edward mit den Scherenhänden“, Francis Ford Coppolas „Bram Stokers Dracula“, Bille Augusts „Das Geisterhaus“, Jim Jarmuschs „Night On Earth“ und Martin Scorseses „Zeit der Unschuld“ größten Erfolge. Sie hat es allerdings geschafft, bis heute immer wieder in von Kritikern und Publikum gefeierten Filmen und Serien mitzuwirken, zuletzt in Tim Burtons „Beetlejuice Beetlejuice“ und in der Serie „Stranger Things“. In der heutigen Sendung könnt ihr euch auf Musik von Danny Elfman, Thomas Newman, Hans Zimmer, Clint Mansell, Mychael Danna, Elmer Bernstein, Christopher Young und Carter Burwell freuen.
Als Tochter zweier Hippies wuchs die am 29. Oktober 1971 in Winona, Minnesota, geborene Winona Laura Horowitz ab 1978 in einer Kommune in der Nähe von Mendocino in Kalifornien auf. Als die Familie 1981 ins kalifornische Petaluma umzog, besuchte Winona zunächst eine private Schule, weil sie in der staatlichen Schule als Außenseiterin galt, und später die Schauspielschule des American Conservatory Theater.
1985 bewarb sie sich mit einem Video, auf dem sie einen Monolog aus dem Buch „Franny und Zooey“ von J. D. Salinger vortrug, um eine Rolle in dem Film „Desert Bloom“ zu erhalten. Obwohl die Wahl der Besetzung auf ihre Kollegin Annabeth Gish fiel, erkannte der Regisseur und Autor David Seltzer ihr Talent und besetzte sie als Rina in seinem Film „Lucas“ (1986) über einen Teenager (Corey Haim) und sein Leben an der High School. Als sie entscheiden sollte, unter welchem Namen sie im Abspann genannt werden wollte, fiel ihre Wahl auf Ryder als Künstlername, weil im Hintergrund des Abspanns ein Lied von Mitch Ryder gespielt wurde.
Nachdem sie auch in „Square Dance – Wiedersehen in Texas“ (1987) überzeugen konnte, besetzte Tim Burton sie in seinem Film „Beetlejuice“ (1988), weil ihm ihre Performance in „Lucas“ gefiel.
1989 spielte sie die Hauptrolle der Veronica Sawyer in dem Independent-Film „Heathers“. Der Film handelt von einem Pärchen, das populäre Schülerinnen umbringt. Der Film war allerdings ebenso ein finanzieller Misserfolg wie das Biopic „Great Balls of Fire – Jerry Lee Lewis – Ein Leben für den Rock’n’Roll“ (1989). Im selben Jahr trat Ryder in Mojo Nixons Musikvideo „Debbie Gibson Is Pregnant with My Two-Headed Love Child“ auf. 
Anfang der 1990er Jahre nahm Ryders Karriere ordentlich an Fahrt auf. In Tim Burtons erfolgreicher Fantasy-Märchen „Edward mit den Scherenhänden“ (1990) an der Seite ihres späteren Lebensgefährten Johnny Depp und Horror-Ikone Vincent Price in seiner letzten Rolle überzeugte sie ebenso wie in der ebenfalls 1990 im Kino angelaufenen Familienkomödie „Meerjungfrauen küssen besser“ mit Cher und Christina Ricci, in Jim Jarmuschs Episoden-Kulthit „Night on Earth“ (1991) und in Francis Ford Coppolas bildgewaltigen Adaption von „Bram Stokers Dracula“ (1992), in der sie sowohl als Mina Murray als auch Elisabeta zu sehen war. Es folgte die Verfilmung von Isabel Allendes Bestseller „Das Geisterhaus“ (1993) mit Antonio Banderas, Meryl Streep und Glenn Close, Martin Scorseses Adaption von Edith Whartons Roman „Zeit der Unschuld“ mit Michelle Pfeiffer und Daniel Day-Lewis. Ihre Rolle brachte ihr einen Golden Globe als beste Nebendarstellerin sowie eine Oscar-Nominierung ein.
Nach ihrer Rolle in Ben Stillers Komödie „Reality Bites – Voll das Leben“ (1994) erhielt sie im selben Jahr eine weitere Oscar-Nominierung für ihre Rolle als Jo in dem Drama „Betty und ihre Schwestern“.
1996 spielte sie neben Daniel Day-Lewis und Joan Allen die Hauptrolle in „Hexenjagd“, einer Adaption von Arthur Millers Bühnenstück über die puritanische Hexenverfolgung in Salem. Ein Jahr später verkörperte sie einen Androiden in dem erfolgreichen Horrorfilm „Alien – Die Wiedergeburt“ (1997) an der Seite von Sigourney Weavers Ripley. 1998 war sie in Woody Allens „Celebrity – Schön. Reich. Berühmt.“ zu sehen, nachdem Drew Barrymore die Rolle abgelehnt hatte. 
1999 spielte sie im Drama „Durchgeknallt“ eine Psychiatriepatientin mit Borderline-Syndrom, basierend auf Susanna Kaysens autobiografischem Roman. Der Film wurde zum Durchbruch für ihre Kollegin Angelina Jolie, die mit einem Oscar ausgezeichnet wurde.
Im folgenden Jahr trat sie neben Richard Gere in „Es begann im September“ auf, einer Romanze über die Liebe eines älteren Mannes zu einer jüngeren Frau. Außerdem hatte sie einen Gastauftritt in der Komödie „Zoolander“ (2000). Im Oktober 2000 erhielt Ryder den Stern mit der Nummer 2165 auf dem Hollywood Walk of Fame.
2002 wurde die Komödie „Mr. Deeds“ (mit Adam Sandler) ihr bislang größter finanzieller Erfolg, fiel aber bei den Kritikern durch.
Nachdem sie 2002 wegen wiederholten Ladendiebstahls von Kleidern im Wert von 5000 US-Dollar zu einer Bewährungszeit von drei Jahren und einer Arbeitsauflage von 480 Stunden verurteilt worden war, zog sich Winona Ryder aus der Öffentlichkeit zurück und kehrte erst ab 2006 wieder vermehrt auf die Leinwand zurück. So war sie in Verfilmung von Philip K. Dicks Roman „A Scanner Darkly“ an der Seite von Keanu Reeves, Robert Downey Jr. und Woody Harrelson zu sehen, dann in J.J. Abrams‘ „Star Trek“ (2009). Sie trat zudem an der Seite von Robin Wright und Julianne Moore in Rebecca Millers „Pippa Lee“ (2009) auf, außerdem neben Natalie Portman und Mila Kunis in Darren Aronofskys „Black Swan“ (2010). Darüber hinaus spielte sie die Hauptrolle in dem Fernsehfilm „When Love Is Not Enough: The Lois Wilson Story“, was ihr Nominierungen für den Satellite Award und den Screen Actors Guild Award einbrachte.
2011 war sie an der Seite von Vince Vaughn, Kevin James und Jennifer Connelly in der Komödie „Dickste Freunde“ zu sehen. Danach spielte sie in den Thrillern „The Iceman“ (2012) und „The Letter“ (2012). In Tim Burtons „Frankenweenie“ (2012) lieh sie der Figur Elsa Van Helsing ihre Stimme. In der Netflix-Serie „Stranger Things“ verkörperte sie von 2016 bis 2025 die Hauptfigur Joyce Byers. 2023 spielt Ryder in Disneys „Haunted Mansion“ eine genervte Museumsführerin.
2024 kehrte sie in Tim Burtons Sequel „Beetlejuice Beetlejuice“ in der Rolle der inzwischen erwachsenen Lydia Deetz zurück, die 36 Jahre nach der verhinderten Hochzeit mit dem Bio-Exorzisten Beetlejuice noch immer von Visionen gepeinigt wird.

Filmografie:

1986: Lucas
1987: Square Dance
1987: AIDS Video Project (Dokumentarfilm)
1988: Beetlejuice
1988: Die Generation von 1969 (1969)
1988: Heathers
1989: Great Balls of Fire – Jerry Lee Lewis – Ein Leben für den Rock’n’Roll (Great Balls of Fire!)
1990: Ein Mädchen namens Dinky (Welcome Home, Roxy Carmichael)
1990: Edward mit den Scherenhänden (Edward Scissorhands)
1990: Meerjungfrauen küssen besser (Mermaids)
1991: Night on Earth
1992: Bram Stoker’s Dracula (Dracula)
1993: Zeit der Unschuld (The Age of Innocence)
1993: Das Geisterhaus (The House of the Spirits)
1994: Reality Bites – Voll das Leben (Reality Bites)
1994: Die Simpsons (The Simpsons, Fernsehserie, Folge 6x02 Lisas Rivalin, Stimme)
1994: Betty und ihre Schwestern (Little Women)
1995: Ein amerikanischer Quilt (How to Make an American Quilt)
1996: Run Off (Boys)
1996: Al Pacino’s Looking for Richard (Looking for Richard)
1996: Hexenjagd (The Crucible)
1997: Alien – Die Wiedergeburt (Alien: Resurrection)
1998: Celebrity – Schön. Reich. Berühmt. (Celebrity)
1999: Durchgeknallt (Girl, Interrupted)
2000: Es begann im September (Autumn in New York)
2000: Lost Souls – Verlorene Seelen (Lost Souls)
2000: Strangers with Candy (Fernsehserie, Folge 3x10 Die letzte Versuchung der Jerri Blank)
2001: Zoolander
2001: Friends (Fernsehserie)
2002: Mr. Deeds
2002: S1m0ne
2004: Das Herz ist eine hinterlistige Person (The Heart Is Deceitful Above All Things)
2006: The Darwin Awards
2006: A Scanner Darkly – Der dunkle Schirm (A Scanner Darkly)
2007: Das 10 Gebote Movie (The Ten)
2007: Sex and Death 101
2007: Welcome (Kurzfilm)
2008: The Last Word
2009: The Informers
2009: Water Pills (Kurzfilm)
2009: Stay Cool – Feuer & Flamme (Stay Cool)
2009: Star Trek
2009: Pippa Lee (The Private Lives of Pippa Lee)
2010: When Love Is Not Enough: The Lois Wilson Story (Fernsehfilm)
2010: Black Swan
2011: Dickste Freunde (The Dilemma)
2012: The Iceman
2012: The Letter
2012: Frankenweenie (Stimme)
2013: Homefront
2013–2014: Drunk History (Fernsehserie, 2 Folgen)
2014: Die Verschwörung – Tödliche Geschäfte (Turks & Caicos)
2015: Experimenter
2015: Show Me a Hero (Miniserie, 4 Folgen)
2016–2025: Stranger Things (Fernsehserie, 41 Folgen)
2018: Destination Wedding
2020: The Plot Against America (Miniserie, 6 Folgen)
2020: Sarah Cooper: Everything’s Fine
2022: Gone in the Night
2023: Geistervilla (Haunted Mansion)
2024: Beetlejuice Beetlejuice

Playlist: 

01. Jan A.P. Kaczmarek - Lost Souls (Lost Souls) - 02:54 
02. Dave Grusin - Main Title (Lucas) - 02:43 
03. David Newman - Petition Montage (Heathers) - 02:29 
04. Danny Elfman - Main Titles/End Titles (Beetlejuice) - 03:43 
05. Danny Elfman - The End (Edward Scissorhands) - 04:47 
06. Thomas Newman - This Was My Intention (Welcome Home, Roxy Carmichael) - 02:29 
07. Thomas Newman - Under the Umbrella (Little Women) - 03:41 
08. Thomas Newman - An American Quilt (How to Make An American Quilt) - 03:37 
09. Wojciech Kilar - Vampire Hunters (Bram Stoker's Dracula) - 03:07 
10. Hans Zimmer - Pedro and Blanca (Das Geisterhaus) - 09:47 
11. Gabriel Yared - Autumn Forever (Autumn In New York) - 03:39 
12. Mychael Danna - Driving In the Rain (Girl, Interrupted) - 03:20 
13. Elmer Bernstein - First Visit (The Age of Innocence) - 04:50 
14. George Fenton - Taking Elizabeth (The Crucible) - 03:03 
15. Kyle Dixon & Michael Stein - Hawkins (Stranger Things Vol. 1) - 05:00 
16. David Arnold - Cemetary Hand-Model (Zoolander) - 05:24 
17. Carter Burwell - Virtually Forever (S1M0NE) - 03:30 
18. Christopher Young - Dysfunctional Everything (The Informers) - 03:09 
19. William Ross - Afterlife Part 2 (Destination Wedding) - 03:46 
20. Graham Reynolds - Strawberry Pie (A Scanner Darkly) - 04:04 
21. Michael Giacchino - Nice to Meld You (Star Trek) - 03:13 
22. Clint Mansell - A Swan Song (Black Swan) - 06:23 
23. Mark Mancina - Haunted Mansion Opening Title (Haunted Mansion) - 03:59 
24. Danny Elfman - The Attic (Beetlejuice Beetlejuice) - 03:21 
25. John Frizzell - The Abduction (Alien: Resurrection) - 03:49 
26. Wojciech Kilar - Dracula - The Beginning (Bram Stoker's Dracula) - 08:54 
27. Hans Zimmer - The House of the Spirits (Das Geisterhaus) - 10:06

Sonntag, 1. März 2026

Playlist #444 vom 08.03.2026 - Neuheiten 2026 (1)

Herzlich willkommen zu meiner ersten Präsentation neuer Soundtracks im noch jungen Jahr 2026! Heute stehen einmal mehr Scores im Mittelpunkt, die zu Produktionen von Streaming-Diensten und -Studios wie Netflix, HBO, Amazon Prime und Hulu entstanden sind. Hier bekommen sowohl Filmemacher als auch Komponisten immer wieder interessante Möglichkeiten geboten, abseits ausgetretener Pfade des modernen Hollywood-Kinos etwas andere Geschichten zu erzählen und diese entsprechend zu vertonen. Mit dabei sind diesmal neben renommierten Veteranen wie Danny Elfman, Thomas Newman, John Debney und Bruce Broughton viele junge Talente wie Anne Nikitin, Nainita Desai, Anthony Willis, Emilie Levienaise-Farrouch und Federico Jusid. 

Der isländische Komponist Atli Örvarsson hat zusammen mit seinen Kollegen Kjartan Holm & Sin Fang die Musik zur sechsteiligen schwedischen Serie „VAKA“ beigesteuert, die von der Ausbreitung einer tödlichen Schlaflosigkeits-Epidemie in der schwedischen Hauptstadt Stockholm handelt.
Zu den Protagonisten zählt ein in Ungnade gefallener Pfarrer, der die Krise bewältigen und sich um seinen Sohn kümmern muss, während eine Krankenschwester alles daransetzt, ihren Liebhaber zu retten.
Basierend auf Julia Quinns gleichnamiger Romanreihe hat sich die US-amerikanische Netflix-Serie „Bridgerton“ zu einem Dauerrenner entwickelt. Mittlerweile ist die überwiegend im Londoner Stadtteil Mayfair im frühen 19. Jahrhundert spielende Serie in der vierten Staffel und im Jahr 1816 angekommen. Nach wie vor sind hier junge Damen und Herren der High Society auf den Bällen auf der Suche nach einer geeigneten Heiratspartie, wobei der Rang der Debütantinnen vom Urteil der britischen Königin und dem Klatsch der geheimnisvollen Lady Whistledown abhängt. Auf einem Maskenball seiner Mutter ist Benedict Bridgerton sofort verzaubert von einer Dame in Silber, die ihm vor Mitternacht entflieht. Während er anschließend lange nach ihr sucht, entbrennt zugleich Leidenschaft für die Magd Sophie Baek, ohne dass er ahnt, dass sie dieselbe Frau ist. Die einfühlsame Musik komponierte wie in den Staffeln zuvor Kris Bowers.
Die National-Geographic-Dokumentation „Von Pol zu Pol mit Will Smith“ folgt dem Rapper, Schauspieler und Filmproduzenten auf einer außergewöhnlichen Expedition über rund 40.000 Kilometer - vom Südpol bis zum Nordpol. In sieben Etappen erkundet er Regionen, die zu den ursprünglichsten und zugleich anspruchsvollsten Lebensräumen unseres Planeten zählen, von den glitzernden Eislandschaften der Antarktis, wo extreme Kälte und weite Stille den Rhythmus vorgeben, über den Amazonas, den Himalaya, abgelegene Pazifikinseln, die Kalahari-Wüste bis zur Arktis. Jede Station hält für Will Smith Erfahrungen bereit, die Anpassung erfordern, aber auch Mut und Offenheit für das Unbekannte. Unterlegt wird die Doku-Serie mit der wuchtigen, aber auch ruhigen Musik von Benjamin Wallfisch und Chris Egan.
Es folgen Cues aus fiktionalen Fernsehserien wie „Stranger Things“, „The Night Manager“, „The Lincoln Lawyer“, „A Thousand Blows“ und „Hijack“.
Nach „Promising Young Woman“ und „Saltburn“ arbeiten Autorenfilmer Emerald Fennell und Komponist Anthony Willis bei „Wuthering Heights“, einer losen Adaption von Emily Brontës vielfach verfilmten Klassiker „Sturmhöhe“ ein drittes Mal zusammen. Margot Robbie und Jacob Elordi spielen die Hauptrollen in diesem erotisch aufgeladenen Drama, das mehr durch seine sinnlichen Reize als seinen Inhalt besticht. Robie verkörpert das von ihrem lebenslustigen, gutmütigen Vater verhätschelte Mädchen Catherine. Sie wächst mit ihrem Steifbruder Heathcliff auf, den Catherines Vater während einer Geschäftsreise in Liverpool von den Straßen auflas und adoptierte, und entwickelt zu ihm eine Seelenverwandtschaft, die auf eine harte Probe gestellt wird, als die Stiefgeschwister erwachsen sind und die Familie finanziell am Ende ist. Als Catherine den wohlhabenden Nachbarn Edgar Linton heiratet, bricht sie Heathcliff das Herz…
Thomas Newman steuerte die feinsinnige Musik zu dem Science-Fiction-Drama „In the Blink of an Eye“ bei. Andrew Stantons Film folgt Menschen in drei miteinander verwobenen Handlungssträngen.
Während in der Frühzeit der Menschheit eine aus ihrer Heimat vertriebene Neandertalerfamilie ums Überleben kämpft, untersucht in der Gegenwart die Anthropologin Claire urzeitliche Überreste und beginnt eine Beziehung mit ihrem Kollegen Greg. Zwei Jahrhunderte später bekämpft Coakley auf einem Raumschiff auf dem Weg zu einem anderen Planeten eine Pflanzenkrankheit.
„Murder in Monaco“ ein Netflix-Dokumentarfilm von Hodges Ursry und untersucht die rätselhaften Umstände des Mordes an dem wohlhabenden Finanzier Edmond Safra im Jahr 1999.
„Die Filmmusik zu ,Mord in Monaco‘ wurde als moderne, kammermusikalische Antwort auf eine komplexe True-Crime-Geschichte konzipiert“, erzählt die Komponistin Nainita Desai über ihre Arbeit an dem Film. „Sie ist in Ted Mahers psychologischer und emotionaler Reise verankert und zeichnet seinen Weg von der plötzlichen Verhaftung über die Haft und Flucht bis hin zur Verurteilung nach. Von Anfang an war die Musik darauf ausgelegt, Ernsthaftigkeit mit Witz und Dynamik in Einklang zu bringen und so nicht nur die Schwere der Ereignisse, sondern auch die Intrige und die dunkle Ironie des Films widerzuspiegeln. Die Musik, die auf einem kantigen, zeitgenössischen Streichquartett basiert, das in den Abbey Road Studios in London aufgenommen wurde, entführt das Publikum in eine Welt des Reichtums, des Glamours und der Widersprüche – einen Raum, in dem Macht, Inszenierung und Privilegien die Grenze zwischen Wahrheit und Theater verwischen. Das Quartett fungiert als Erzähler und Gewissen zugleich und wurde aufgrund seiner Präzision, Intimität und seines Gespürs für psychologische Nuancen ausgewählt. Anstatt als traditionelle dramatische Kulisse zu dienen, wird es zu einem prägnanten Erzählmotor, der agil genug ist, um zwischen Verdacht, Ironie und Spannung zu wechseln. Kurze rhythmische Figuren, Pizzicato-Gesten und unruhige Ostinati treiben die Ermittlungen voran und erzeugen ein Gefühl ständiger Bewegung – ein Katz-und-Maus-Spiel, in dem Gewissheit stets unerreichbar bleibt. Die begrenzte Besetzung des Quartetts spiegelt die beengten Schauplätze und die enge zwischenmenschliche Dynamik des Films wider, während die rhythmische Flexibilität der Musik einen fließenden Übergang zwischen Ermittlung, Anklage und Konsequenz ermöglicht. Die Spannung wird durch subtile harmonische Verschiebungen und sich entwickelnde Klangfarben aufrechterhalten, die durch Anhäufung und Zurückhaltung statt durch offene Zurschaustellung entstehen.“

Playlist:

01. Atli Örvarsson, Kjartan Holm & Sin Fang - It's the Only Way (VAKA) - 03:12 
02. Kris Bowers - A Simple Dance Lesson (Bridgerton - Season Four) - 04:26 
03. Benjamin Wallfisch & Chris Egan - Self Doubt (Pole to Pole With Will Smith) - 03:11 
04. Dan Romer - One Final Spell (Stranger Things - The Orchestral Cues) - 04:58 
05. Federico Jusid - Sophie's Methods (A Thousand Blows - Season 2) - 02:58 
06. Federico Jusid - Zero Balance (The Night Manager - Season 2) - 03:40 
07. Kevon Cronin - The Only Way to End It (Hostile Takeover) - 03:05 
08. Nathan Barr - Ciara Meets Jane (56 Days) - 03:25 
09. David Buckley - The Last Ascent (Greenland 2) - 07:07 
10. David Buckley - Exhibit A (Unknown) (The Lincoln Lawyer) - 03:01 
11. Ramin Djawadi - Clean Your Name (Mercy) - 03:58 
12. Danny Elfman - Linda at Home (Send Help) - 02:00 
13. Anthony Willis - Wuthering Heights Suite (Wuthering Heights) - 04:28 
14. Emilie Levienaise-Farrouch - Mabel Suite (H Is For Hawk) - 05:03 
15. Thomas Newman - Golden Acorn (In the Blink of an Eye) - 07:25 
16. Eric Neveux - Le temps immobile (L'Affaire Laura Stern) - 03:22 
17. Garrett Crosby - Confrontation (A Room Called Home) - 06:09 
18. Oscar Fogelström - Slut pa Grannfejden (Grannfejden) - 05:42 
19. Anne Nikitin - Nature Boy (Pangolin - Kulu's Journey) - 03:27 
20. Anne Nikitin - Overestimated Me (Agatha Christie's Seven Seals) - 02:29 
21. Anne Nikitin - Sam Nelson's Theme (Hijack - Seasons 1 & 2) - 03:06 
22. Nainita Desai - On the Balance of Probability (Murder in Monaco) - 02:44 
23. Bear McCreary - The Grand Cistern (God of War - Sons of Sparta) - 03:50 
24. Geoff Zanelli - Who's Ready to Save the Future (Good Luck, Have Fun, Don't Die) - 03:21 
25. Mac Quayle - Clues On the Phone (His & Hers) - 04:27 
26. Philippe Rombi - L'attaque du train (Les Enfants de la Résistance) - 04:05 
27. John Debney & Bruce Broughton - Death of Eliza (The Gray House) - 03:34 
28. Hildur Guðnadóttir - The Bone Temple (28 Years Later - The Bone Temple) - 06:23
29. Sean Murray - End Titles (Thieves Highway) - 07:04

Montag, 19. Januar 2026

Playlist #441 vom 25.01.2026 - DEAN CUNDEY Special

Betrachtet man John Carpenters „Halloween“ (1978) als Meilenstein des Slasher-Horror-Genres, verdankt der Film seine Wirkung auch der ungewöhnlichen Kameraarbeit von Dean R. Cundey, der zu den ersten Kameraleuten zählt, der die Steadicam eingesetzt hat. Seither hat Cundey nicht nur weiterhin für John Carpenter gearbeitet, sondern auch mit prominenten Regisseuren wie Steven Spielberg, Robert Zemeckis, Joel Schumacher, Nancy Myers und Ron Howard. Ebenso prominent ist die Musik, die in der heutigen Sendung zu Filmen wie „Casper“, „Die Klapperschlange“, „Liebe braucht keine Ferien“, „Was Frauen wollen“, „Zurück in die Zukunft“, „Hook“ oder „Jurassic Park“ von Komponisten wie Jerry Goldsmith, James Horner, Alan Silvestri, John Williams, Hans Zimmer, Ennio Morricone und John Carpenter zu hören ist.
Dean Raymond Cundey wurde am 12. März 1946 im kalifornischen Alhambra geboren und bastelte bereits als Kind begeistert Modellkulissen, mit denen er sein frühes Interesse an Filmen bekundet haben dürfte, ebenso seine Leidenschaft für das Magazin „American Cinematographer“. Während seines Studiums an der UCLA Film School war der zweifache Oscargewinner und Kameramann James Wong Howe („Die tätowierte Rose“, „Der alte Mann und das Meer“) einer seiner Dozenten. Nach dem Abschluss seines Studiums im Jahr 1968 arbeitete Cundey zunächst in unterschiedlichen Funktionen in Low-Budget-Produktionen, teils als Beleuchter oder als Make-Up-Künstler bei „Nackt auf hartem Sattel“ (1968). Schließlich folgten Engagements als Hauptkameramann für heute längst vergessene Werke wie „Zum Killen dressiert“ (1973), „So Evil, My Sister“ (1974), „That Girl From Boston“ (1975), „Black Shampoo“ (1976) und „Satan’s Cheerleaders“ (1977). Als Cundey die Produzentin Debra Hill kennenlernte, engagierte sie ihn für John Carpenters „Halloween“.
Cundeys Mitarbeit an dem Film brachte erhebliche Vorteile mit sich. Neben seinem beachtlichen Können als Kameramann und Director of Photography besaß er auch den Vorteil, den Großteil seiner Ausrüstung selbst in einem großen Van, dem sogenannten „Filmvan“, transportieren und unkompliziert von einem Drehort zum nächsten wechseln zu können.
Cundeys Arbeit an „Halloween“ zählt zu den besten seiner Karriere. Neben seinem Talent für Lichtsetzung, insbesondere in der berühmten Flurszene, in der das verborgene Gesicht von Michael Myers langsam durch ein blaues Licht neben der Maske enthüllt wird, gehörte er zu den ersten Kameramännern, die die damals noch recht neue Steadicam, auch Panaglide genannt, einsetzten.
Der Panaglide ermöglichte es dem Kameramann, die Kamera quasi zu tragen und Aufnahmen zu machen, die zuvor als zu schwierig oder gar unmöglich galten. In „Halloween“ diente der Panaglide als Referenzpunkt für Michael Myers‘ Perspektive und zeigte dem Publikum, was er sah.
Cundey arbeitete später erneut mit Carpenter und Hill an den Filmen „The Fog“ (1980), „Die Klapperschlange“, „Halloween II“ (beide 1981), „Das Ding aus einer anderen Welt“ und „Halloween III – Die Nacht der Hexen“ (beide 1982). 1986 arbeitete er ein letztes Mal mit Carpenter an dem aufwendig produzierten Fantasy-Abenteuerfilm „Big Trouble in Little China“.
Neben seiner Arbeit mit Carpenter wirkte Cundey unter anderem an Filmen wie „Psycho II“ (1983), „Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten“ (1984), der „Zurück in die Zukunft“-Trilogie (1985–1990), „Falsches Spiel mit Roger Rabbit“ (1988), „Road House“ (1989), „Hook“ (1991), „Jurassic Park“ (1993), „Apollo 13“ (1995), „Was Frauen wollen“ (2000), „Garfield – Der Film“ (2004) und „Liebe braucht keine Ferien“ (2006) mit. 1997 gab er mit der Direct-to-Video-Fortsetzung „Liebling, wir haben uns geschrumpft“ sein Regiedebüt.
Zuletzt arbeitete er in Kanada an „Camp Rock“, einem von mehreren Filmen, die er außerhalb der USA drehte, darunter auch „Falsches Spiel mit Roger Rabbit“, der hauptsächlich in England entstand und der Cundey seine bislang einzige Oscar-Nominierung einbrachte.
Im Jahr 2011 drehte Cundey den Comedyfilm „Jack and Jill“, bei dem aufwendige Split-Screen- und Motion-Control-Effekte zum Einsatz kamen, um die Illusion zu erzeugen, dass Schauspieler Adam Sandler mit mehreren Leinwandfiguren interagiert.
Im Jahr 2002 wurde Cundey mit einem Daytime Emmy für sein Mitwirken an einer Episode der Sendung „Religion & Ethics Newsweekly“ ausgezeichnet. Die Society of Camera Operators zeichnete ihn 1999 mit dem President’s Award aus. 2014 wurde er mit dem ASC Lifetime Achievement Award geehrt.

„Für mich liegt die besondere Befriedigung in meinem Beruf als Kameramann – man könnte es fast meinen persönlichen Egotrip nennen – darin, zu wissen, dass meine Arbeit auch nach meinem Tod weiterleben wird“, bekannte Cundey in einem Interview. „Die meisten Menschen haben Berufe, in denen die Arbeit nach getaner Arbeit verschwindet. Ich habe das große Glück, in einem Beruf mit bleibendem Wert zu arbeiten. Er verleiht mir eine einzigartige Form der Unsterblichkeit. Sie ist natürlich nicht vergleichbar mit der Unsterblichkeit großer Künstler wie Leonardo da Vinci oder Michelangelo. Aber in gewisser Weise bedeutet sie, dass zukünftige Generationen meine Arbeit entdecken und wissen können, dass ich zu diesem Zeitpunkt hier war.“

Filmografie (Auswahl):

1973: Zum Killen dressiert (The No Mercy Man) 
1973: Brother on the Run 
1974: Wo der rote Farn wächst (Where the Red Fern Grows) 
1974: So Evil, My Sister 
1975: That Girl From Boston 
1976: The Witch Who Came from the Sea 
1976: Black Shampoo 
1976: Creature from Black Lake 
1976: Der Bastard (The Human Tornado) 
1977: Satan’s Cheerleaders 
1977: Action Man – Ein Mann, ein Kämpfer 
1977: Charge of the Model T’s 
1978: Hi Riders – Jungs, lasst die Fetzen fliegen (Hi-Riders) 
1978: Goodbye, Franklin High 
1978: Hanging on a Star 
1978: Halloween – Die Nacht des Grauens (John Carpenter’s Halloween) 
1978: The Kid from Not-So-Big 
1979: Die unschlagbaren Sieben von Las Vegas (Angels‘ Brigade) 
1979: Rock ’n’ Roll Highschool (Rock ’n’ Roll High School) 
1979: Roller Boogie 
1979: The Fog – Nebel des Grauens (John Carpenter’s The Fog) 
1980: Galaxina 
1980: Alien Shock 
1980: Das Geheimnis der fliegenden Teufel (Without Warning) 
1981: Die Klapperschlange (Escape from New York) 
1981: Separate Ways 
1981: King Kobra 
1981: Halloween II – Das Grauen kehrt zurück (Halloween II) 
1982: Das Ding aus einer anderen Welt (The Thing) 
1982: Halloween III (Halloween III – Season of the Witch) 
1982: Citizen Soldier 
1983: The Invisible Woman (Fernsehfilm) 
1983: Die Initiative (M.A.D.D.: Mothers Against Drunk Drivers, Fernsehfilm) 
1983: Psycho II 
1983: Die Chaotenclique (D.C. Cab) 
1984: Amazons (Fernsehfilm) 
1984: Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten (Romancing the Stone) 
1984: Exit – Ausgang ins Nichts (Invitation to Hell) 
1985: Warnzeichen Gen-Killer (Warning Sign) 
1985: Zurück in die Zukunft (Back to the Future) 
1986: Big Trouble in Little China 
1987: Projekt X (Project X) 
1988: Zwei mal Zwei (Big Business) 
1988: Falsches Spiel mit Roger Rabbit (Who Framed Roger Rabbit) 
1989: Geschichten aus der Gruft (Tales from the Crypt, Fernsehserie, eine Folge) 
1989: Zurück in die Zukunft II (Back to the Future Part II) 
1989: Road House 
1990: Zurück in die Zukunft III (Back to the Future Part III) 
1991: Hook 
1991: Valkenvania – Die wunderbare Welt des Wahnsinns (Nothing But Trouble) 
1992: Der Tod steht ihr gut (Death Becomes Her) 
1993: Jurassic Park 
1994: Flintstones – Die Familie Feuerstein (The Flintstones) 
1995: Casper 
1995: Apollo 13 
1997: Flubber 
1997: Liebling, jetzt haben wir uns geschrumpft (Honey, We Shrunk Ourselves) (Regie) 
1998: Ein Zwilling kommt selten allein (The Parent Trap) 
1999: Battlestar Galactica: The Second Coming 
2000: Was Frauen wollen (What Women Want) 
2003: Looney Tunes: Back in Action 
2004: Garfield – Der Film (Garfield: The Movie) 
2005: The West Wing: Im Zentrum der Macht (The West Wing, TV-Serie) 
2006: Liebe braucht keine Ferien (The Holiday) 
2007: The Whisper – Die Stimme des Bösen (The Whisper) 
2008: Camp Rock 
2009: Ein Pferd fürs Leben (Amazing Racer) 2010: Spy Daddy 
2011: Jack und Jill (Jack and Jill) 
2013: Crazy Kind of Love 
2013: Unter Feinden – Walking with the Enemy (Walking with the Enemy) 
2014: Freiheit (Freedom) 2015: The Girl in the Photographs 
2015: Diablo 
2017: Liebe zu Besuch (Home Again) 
2017: Slamma Jamma 
2019: Anastasia (Anastasia: Once Upon a Time) 
2022: Das Buch von Boba Fett (The Book of Boba Fett, Mini-Serie) 
2023: The Mandalorian (TV-Serie)
 

Playlist:

01. John Carpenter - End Credits (Halloween) - 03:33 
02. John Carpenter & Alan Howarth - The Duke Arrives / Barricade (Escape From New York) - 03:35 
03. Alan Silvestri - Struggling for the Stone (Romancing the Stone) - 06:03 
04. Alan Silvestri - It's Been Educational / Clocktower (Back to the Future) - 10:32 
05. Alan Silvestri - Eddie's Theme (Who Framed Roger Rabbit) - 05:22 
06. Jerry Goldsmith - Mother's Room #2 (Psycho II) - 04:28 
07. James Horner - A Square Peg (Apollo 13) - 03:48 
08. John Carpenter - The Fog Enters Town (The Fog) - 07:24 
09. Craig Safan - End Credits (Warning Sign) - 03:22 
10. John Carpenter & Alan Howarth - Wing Kong Exchange (Big Trouble In Little China) - 04:41 
11. Ennio Morricone - End Credits (The Thing) - 04:37 
12. John Williams - The Never-Feast (Hook) - 04:42 
13. John Williams - Welcome to Jurassic Park (Jurassic Park) - 07:53 
14. James Horner - First Lesson (Project X) - 03:20 
15. Jeff Rona - Raining Steel (Whisper) - 05:23 
16. Alan Silvestri - Goodbye Clara (Back to the Future III) - 03:03 
17. James Horner - One Last Wish (Casper) - 04:21 
18. Danny Elfman - Gamma Ray (Flubber) - 03:03 
19. Ludwig Göransson - Face to Face (Star Wars: The Mandalorian - Chapter 1) - 05:12 
20. Hans Zimmer - Maestro (The Holiday) - 03:53 
21. Alan Silvestri - End Credits (Death Becomes Her) - 05:55 
22. Alan Silvestri - Searching For Erin (What Women Want) - 04:05 
23. Jerry Goldsmith - Dead Duck Walking (Looney Tunes: Back in Action) - 03:13 
24. John Carpenter & Alan Howarth - Halloween II Suite A (Halloween II) - 10:05

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