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Donnerstag, 16. Juli 2026

Playlist #454 vom 26.07.2026 - DANNY GLOVER Special

Vor allem als Mel Gibsons Partner in der erfolgreichen Action-Filmreihe „Lethal Weapon“ ist Danny Glover weltweit berühmt geworden, doch auch in Filmen wie Steven Spielbergs „Die Farbe Lila“ (1984), Peter Weirs „Der einzige Zeuge“ (1985), „Predator 2“ (1990), „Saw“ (2004) oder Roland Emmerichs Katastrophenfilm „2012“ (2009) hinterließ der politisch aktive schwarze Schauspieler, Regisseur und UNICEF-Sonderbotschafter einen bleibenden Eindruck. In der heutigen Sendung sind neben der Musik aus den genannten und weiteren Filmen von Komponisten wie Maurice Jarre, Michael Kamen, Christopher Young, James Newton Howard, Basil Poledouris, Charlie Clouser, Georges Delerue, James Horner und Rachel Portman auch welche aus Serien wie „Brothers & Sisters“ und „Leverage“ zu hören.
Danny Lebern Glover wurde am 22. Juli 1946 im kalifornischen San Francisco als Sohn von Postangestellten geboren, die sich auch für Bürgerrechte engagierten. Glover studierte an der San Francisco State University, machte aber keinen Abschluss. Stattdessen war er in der Stadtverwaltung im Bereich der Gemeindeentwicklung tätig, bevor er zum Theater wechselte. „Ich empfand den Wechsel nicht als schwierig. Die Schauspielerei ist eine Plattform, die als Sprachrohr für Ideen dienen kann. Kunst ist eine Möglichkeit, Dinge zu verstehen sowie sich mit Problemen und den eigenen Gefühlen auseinanderzusetzen – all dies im Rahmen der Möglichkeiten, die sie bietet“, rekapitulierte Glover in einem Interview mit dem "Ability Magazine". „Für mich war es vielleicht ein Sprung ins Ungewisse, nicht nur wegen meiner Lernschwäche (Legasthenie), sondern auch, weil ich mich oft unbeholfen fühlte. Ich erlebte all das, was jemand empfindet, der gut 1,90 Meter groß ist, gepaart mit meinen eigenen, eher bescheidenen Vorstellungen davon, wer ich sein könnte und wie ich mich fühlen würde. Ganz gleich, ob ich mich der Kunst, der Schauspielerei oder dem Theater widme: ​​Ich bringe dabei stets besonders viel Leidenschaft und Energie ein.“ Seine ersten Erfahrungen im Theaterbereich sammelte er am American Conservatory Theatre, einem regionalen Ausbildungsinstitut in San Francisco. 
Es war sein Broadway-Debüt in Fugards „Master Harold... and the Boys“, das ihm nationale Anerkennung einbrachte und Regisseur Robert Benton veranlasste, Glover 1984 in seiner für den Oscar nominierten Film „Ein Platz im Herzen“ zu spielen. Im darauffolgenden Jahr spielte Glover in zwei weiteren Nominierungen für den besten Film mit: Er spielte den Ehemann von Whoopi Goldbergs Figur Celie in der gefeierten Literaturverfilmung „Die Farbe Lila“ und Lieutenant James McFee in Peter Weirs Krimi-Drama „Der einzige Zeuge“
Am bekanntesten ist Glover für seine Darstellung des Police-Sergeants Roger Murtaugh aus Los Angeles im Actionfilm „Lethal Weapon – Zwei stahlharte Profis“ (1987) sowie in den Fortsetzungen der Filmreihe aus den Jahren 1989, 1992 und 1998, in denen er an der Seite von Mel Gibson spielte. Er erhielt Nominierungen für den Primetime Emmy Award für seine Rollen als Nelson Mandela im HBO-Fernsehfilm „Mandela“ (1987) und als Joshua Deets in der CBS-Western-Miniserie „Lonesome Dove“ (1989). 1990 übernahm er die Hauptrolle in dem Blockbuster „Predator 2“ (an der Seite von Gary Busey), der Fortsetzung des Science-Fiction-Actionfilms „Predator“
Im selben Jahr spielte er in Charles Burnetts „To Sleep with Anger“ die Hauptrolle, wofür er mit dem Independent Spirit Award als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet wurde. Zudem wirkte er in Filmen wie „Grand Canyon – Im Herzen der Stadt“ (1991) und „Bopha!“ (1993) mit. 1994 gründete Glover gemeinsam mit dem Schauspieler Ben Guillory die Robey Theatre Company in Los Angeles zu Ehren des Schauspielers und Konzertsängers Paul Robeson. Ziel der Gründung war es, den Fokus auf Theaterstücke von und über schwarze Menschen zu legen. Ebenfalls 1994 gab Glover sein Regiedebüt mit dem Kurzfilm „Override“ für den Sender Showtime und spielte die Rolle des Baseball-Managers George Knox in dem Disney-Film „Angels in the Outfield“. Wie zuvor Humphrey Bogart, Elliott Gould und Robert Mitchum, die Raymond Chandlers Privatdetektiv Philip Marlowe verkörpert hatten, übernahm auch Glover diese Rolle in der Episode „Red Wind“ der Showtime-Serie „Fallen Angels“ (1995), wofür er eine Nominierung für den Primetime Emmy Award erhielt. 
Im selben Jahr spielte Glover die Rolle des Captain Sam Cahill in dem Kriegsfilm „Operation Dumbo Drop“. 1997 fungierte Glover über seine damalige Produktionsfirma Carrie Films als ausführender Produzent für zahlreiche Filme von Regisseuren, die ihr Debüt gaben; dazu gehörte unter anderem Pamm Malveaux’ Neo-Noir-Kurzfilm „Final Act“ mit Joe Morton in der Hauptrolle, der auf dem Independent Film Channel ausgestrahlt wurde. 1998 spielte er die Rolle des Paul D. in dem Filmdrama „Beloved“, das auf dem Roman von Toni Morrison basiert. Darüber hinaus war Glover als Synchronsprecher an vielen Kinderfilmen beteiligt, darunter „Der Prinz von Ägypten“ (1998), „Antz“ (1998) und „Our Friend, Martin“(1999). 
Im Jahr 2000 verkörperte er Will Walker in dem für den Sender TNT produzierten Biopic „Freedom Song“, was ihm eine weitere Nominierung für einen Primetime Emmy Award einbrachte. An der Seite von Gwyneth Paltrow, Anjelica Huston, Ben Stiller und Owen Wilson war Glover 2001 in Wes Andersons „The Royal Tenenbaums“ zu sehen. Er spielte in dem von der Kritik hochgelobten Spielfilm „Dreamgirls“ unter der Regie von Bill Condon und in „Po' Boy's Game“ für Regisseur Clement Virgo mit. Er trat in dem Spielfilmhit „Shooter“ von Antoine Fuqua, „Honeydripper“ von John Sayles und „Abgedreht“ von Michel Gondry auf. Glover hat auch Anerkennung für seinen weitreichenden gemeinnützigen Aktivismus und seine philanthropischen Bemühungen erlangt, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf dem Eintreten für wirtschaftliche Gerechtigkeit und dem Zugang zu Gesundheits- und Bildungsprogrammen in den Vereinigten Staaten und Afrika liegt. 
Auf internationaler Ebene war Glover von 1998-2004 als Botschafter des guten Willens für das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen tätig, wobei er sich auf Themen wie Armut, Krankheit und wirtschaftliche Entwicklung in Afrika, Lateinamerika und der Karibik konzentrierte. Außerdem ist er UNICEF-Botschafter. 2005 war Glover Mitbegründer von Louverture Films, das sich der Entwicklung und Produktion von Filmen von historischer Relevanz, sozialem Zweck, kommerziellem Wert und künstlerischer Integrität widmete. 
Das in New York ansässige Unternehmen hat eine Reihe progressiver Spiel- und Dokumentarfilme veröffentlicht, darunter „Trouble the Water“, der 2008 beim Sundance Film Festival mit dem Großen Preis der Jury ausgezeichnet wurde, „Africa Unite“, der preisgekrönte Spielfilm „Bamako“ und die jüngsten Projekte „Uncle Boonmee Who Can Recall His Past Lives“ und „The Disappearance of McKinley Nolan“. 
Glover beteiligte sich 2008 neben anderen als Produzent an dem palästinensischen Spielfilm „Das Salz des Meeres“. 2020 fungierte er gemeinsam mit Regisseur Oliver Stone als Executive Producer der dreiteiligen Reportage-Reihe „The War on Cuba“ der unabhängigen Dokumentarfilmfirma Belly of the Beast. Am 5. November 2021 startete die zweite Staffel der Serie über Kuba und die Beziehungen zwischen Kuba und den USA, die erneut drei Folgen umfassen soll. 
Im Jahr 2009 wirkte Glover in „The People Speak“ mit, einem Dokumentarfilm, der auf Howard Zinns Werk „A People's History of the United States“ basiert und Briefe, Tagebucheinträge sowie Reden gewöhnlicher Amerikaner in Form dramatischer und musikalischer Darbietungen präsentiert. Zudem übernahm er wiederkehrende Rollen in den Serien „ER“ und „Brothers & Sisters“.  
Glover spielte Präsident Thomas Wilson in dem Katastrophenfilm „2012“ unter der Regie von Roland Emmerich. 2010 war er in der schwarzen Komödie „Death at a Funeral“ sowie in dem spanischen Film „I Want to Be a Soldier“ zu sehen. 2012 spielte er eine Hauptrolle in dem Film „Donovan's Echo“. Glover spielte eine Rolle in der Science-Fiction-Komödie „Sorry to Bother You“ (2018). Außerdem wirkte er in dem Film „The Last Black Man in San Francisco“ (2019) mit. 
Im Dezember 2019 verkörperte er Milo Walker in der Actionkomödie „Jumanji: The Next Level“ an der Seite von Dwayne Johnson, Kevin Hart, Jack Black und Karen Gillan. Glover spielte Mark Walker in dem Indie-Drama „The Drummer“ (2020). Im Jahr 2020 trat er als Uncle Norman in einer Folge der ABC-Sitcom „Black-ish“ (2014–2022) auf. Er spielte Jerry in der Komödie „American Dreamer“ (2022) und Cooper in dem Liebesdrama „Press Play“ (2022). Zudem verkörperte er den Weihnachtsmann im Disney+-Film „The Naughty Nine“ (2023) sowie Michael Tedeschi im Film „Double Soul“ (2023). Zuletzt war Glover in den beiden Kurzfilmen „Newbies“ und „Grizzly Peak“ (beide 2025) zu sehen. 

Filmografie: 

1979: B.J. und der Bär (B.J. and the Bear, Fernsehserie, Folge 1x03 A Coffin with a View) 
1979: Flucht von Alcatraz (Escape from Alcatraz) 
1979: Lou Grant (Fernsehserie, Folge 3x03 Slammer) 
1979: Paris (Fernsehserie, Folge 1x02 Dear John) 
1981: Palmerstown, U.S.A. (Fernsehserie, Folge 2x06 The Threat) 
1981: The Greatest American Hero (Fernsehserie, Folge 1x07 Fire Man) 
1981: Crazy Street Life (Chu Chu and the Philly Flash) 
1981: Polizeirevier Hill Street (Hill Street Blues, Fernsehserie, 4 Folgen) 
1981: Gimme a Break! (Fernsehserie, Folge 1x06 A Man in Nell’s Room) 
1982: Out 
1983: The Face of Rage (Fernsehfilm) 
1983: Die Polizei-Chiefs von Delano (Chiefs, Fernsehdreiteiler, Folge 1x02 Part 2) 
1983: Die Schuld der Helden (Memorial Day, Fernsehfilm) 
1984: The Stand-In 
1984: Ein Platz im Herzen (Places in the Heart) 
1984: Rückkehr aus einer anderen Welt (Iceman) 
1985: Die Farbe Lila (The Color Purple) 
1985: Der einzige Zeuge (Witness) 
1985: Silverado 
1987: Mandela (Fernsehfilm) 
1987: Lethal Weapon – Zwei stahlharte Profis (Lethal Weapon) 
1988: A Place at the Table (Fernsehfilm) 
1988: BAT-21 – Mitten im Feuer (BAT21) 
1989: Weg in die Wildnis (Lonesome Dove) (Vierteilige TV-Serie) 
1989: Brennpunkt L.A. (Lethal Weapon 2) 
1989: Der Henker muss warten (Dead Man Out, Fernsehfilm) 1990: Predator 2 
1990: Zorniger Schlaf (To Sleep With Anger) 
1991: Flug durch die Hölle (Flight of the Intruder) 
1991: Reine Glückssache (Pure Luck) 
1991: Harlem Action 
1991: Grand Canyon – Im Herzen der Stadt (Grand Canyon) 
1992: Brennpunkt L.A. – Die Profis sind zurück (Lethal Weapon 3) 
1993: Queen (Miniserie, 3 Folgen) 
1993: Bopha! 
1993: Streets of New York (The Saint of Fort Washington) 
1994: Angels – Engel gibt es wirklich! (Angels in the Outfield) 
1994: Maverick – Den Colt am Gürtel, ein As im Ärmel (Maverick) 
1995: Operation: Dumbo (Operation Dumbo Drop) 
1997: Buffalo Soldiers (Fernsehfilm) 
1997: Wild America 
1997: Switchback – Gnadenlose Flucht (Switchback) 
1997: Der 100.000 $ Fisch (Gone Fishin’) 
1997: Der Regenmacher (The Rainmaker) 
1998: Lethal Weapon 4 
1998: Antz (Synchronisation) 
1998: Menschenkind (Beloved) 
1998: Der Prinz von Ägypten (The Prince of Egypt, Synchronisation) 
1999: The Monster 
2000: Freedom Song (Fernsehfilm) 
2000: Bàttu 
2000: Boesman and Lena 
2000: 3 A.M. – Drei Stunden nach Mitternacht (3 A.M.) 
2001: Die Royal Tenenbaums (The Royal Tenenbaums) 
2003: Good Fences (Fernsehfilm) 
2003: The Law and Mr. Lee (Fernsehfilm) 
2004: Earthsea – Die Saga von Erdsee (Fernsehzweiteiler, alle Folgen) 
2004: Saw 
2004: The Cookout 
2005: Emergency Room – Die Notaufnahme (ER, Fernsehserie, 4 Folgen) 
2005: Manderlay 
2005: The Exonerated (Fernsehfilm) 
2005: Missing in America 
2006: Dreamgirls 
2006: Poor Boy’s Game 
2006: Das Weltgericht von Bamako (Bamako) 
2006: Shaggy Dog – Hör mal, wer da bellt (The Shaggy Dog) 
2007: Shooter 
2007: Poor Boy’s Game 
2007: Terra (Battle for Terra) 
2007: Honeydripper 
2007: Namibia – Der Kampf um die Freiheit (Namibia: The Struggle for Liberation) 
2007–2008: Brothers & Sisters (Fernsehserie, 6 Folgen) 
2008: Abgedreht (Be Kind Rewind) 
2008: Die Stadt der Blinden (Blindness) 
2008: Gospel Hill 
2009: Night Train 
2009: The Harimaya Bridge 
2009: Down for Life 
2009: 2012 
2009: My Name Is Earl (Fernsehserie, Folge 4x19) 
2010: Legendary – In jedem steckt ein Held (Legendary) 
2010: Fünf Minarette in New York (Five Minarets in New York) 
2010: Sterben will gelernt sein (Death at a Funeral) 
2010: Alpha und Omega (Alpha and Omega, Synchronisation) 
2010: I’m Still Here 
2010: Mooz-Lum 
2010: Ich möchte Soldat werden (De mayor quiero ser soldado) 
2011: Age of the Dragons 2011: Mysteria 
2011: Leverage (Fernsehserie, Folge 4x04 The Van Gogh Job) 
2011: Psych (Fernsehserie, Folge 6x05) 
2012: Touch (Fernsehserie, 7 Folgen) 
2013: Muhammad Alis größter Kampf (Muhammad Ali's Greatest Fight) 
2013: Extraction 
2013: The Shift 2013: Chasing Shakespeare 
2013: Highland Park 
2013: The Bouquet 
2013: A Timeless Love Story – Die Liebe meines Lebens (Chasing Shakespeare) 
2013: Space Warriors – Das verrückte Weltraumcamp (Space Warriors) 
2014: Tokarev – Die Vergangenheit stirbt niemals (Rage) 
2014: Bad Ass 2: Bad Asses (Bad Asses) 
2014: Supremacy 
2014: Mumie des Grauens (Day of the Mummy) 
2015: Bad Ass 3 (Bad Asses on the Bayou) 
2015: Schachmatt – Spiel ohne Ausweg 
2015: Waffle Street 
2015: Andròn: The Black Labyrinth (Das schwarze Labyrinth) 
2015: Diablo 
2015: Gridlocked – In der Schusslinie (Gridlocked) 
2016: Almost Christmas 
2016: Dirty Grandpa 
2016: Complete Unknown 
2016: Darkweb 
2016: Mr. Pig 
2016: Criminal Minds (Fernsehserie, Folge 11x16 Derek) 
2016: Monster Trucks 
2016: Back in the Day 
2016: Pushing Dead 
2016: Mozart in the Jungle (TV-Serie, 1 Folge) 
2016: 93 Days 
2017: Erpressung – Wie viel ist deine Familie wert? (Extortion) 
2017: Locke & Key (Fernsehfilm) 
2017: The Christmas Train (Fernsehfilm) 
2017: Buckout Road 
2017: Vagabonds (Kurzfilm) 
2017: Tour de Pharmacy (Fernsehfilm) 
2017: Cold Case Files (TV-Serie, 9 Folgen) 
2017: The Good Catholic 
2018: Proud Mary 
2018: Sorry to Bother You 
2018: Come Sunday 
2018: Ulysses: A Dark Odyssey 
2018: Ein Gauner & Gentleman (The Old Man & the Gun) 
2018: Death Race: Anarchy 
2018: Izzy gegen die Weihnachtsräuber (Christmas Break-In) 
2019: The Last Black Man in San Francisco 
2019: The Dead Don’t Die 
2019: Strive 
2019: Jumanji: The Next Level 
2020: The Drummer 
2020: Black-ish (Fernsehserie, Folge 7x06 Our Wedding Dre) 
2021: Saint Paul 
2022: Raus aus dem Haus – Living the American Dream (American Dreamer) 
2022: Press Play and Love Again (Press Play) 
2023: Double Soul 
2023: Andy’s 8 – Der Weihnachtsraub (The Naughty Nine) 
2025: Newbies (Kurzfilm) 
2025: Grizzly Peak (Kurzfilm)

Playlist: 

01. Bruce Smeaton - Main Title (Iceman) - 03:31 
02. Maurice Jarre - Witness / Journey to Baltimore (Witness) - 06:22 
03. Bruce Broughton - On to Silverado (Silverado) - 06:26 
04. Quincy Jones - Reunion / Finale (The Color Purple) - 04:33 
05. Michael Kamen & Eric Clapton - Amanda (Lethal Weapon) - 03:07 
06. Michael Kamen, Eric Clapton & David Sanborn - Goodnight Rika (Lethal Weapon 2) - 04:04 
07. Christopher Young - North Passage (BAT 21) - 05:06 
08. Basil Poledouris - Captain Call's Journey (Lonesome Dove) - 07:18 
09. Basil Poledouris - Morg's Death (Flight of the Intruder) - 06:40 
10. Alan Silvestri - Swinging Rude Boys (Predator 2) - 05:33 
11. Jonathan Sheffer - Getting Close (Pure Luck) - 03:37 
12. James Newton Howard - Don't Want Out (Grand Canyon) - 06:49 
13. James Newton Howard - Matthew Takes A Picture (The Saint of Fort Washington) - 03:22 
14. James Horner - Theme From Bopha! / Amandla! (Bopha!) - 06:02 
15. Randy Edelman - Man of the Hour (Angels in the Outfield) - 03:52 
16. Randy Edelman - Sleepwalking (Gone Fishin') - 03:34 
17. Uakti - Minimal 13 (Blindness) - 03:31 
18. David Newman - Cahill and Lihn / The Temple (Operation Dumbo Drop) - 06:13 
19. Rachel Portman - Beloved (Beloved) - 03:35 
20. Charlie Clouser - Hello Zepp (Saw) - 03:03 
21. Jeff Rona - If Not Us (Earthsea) - 03:22 
22. Daniel Hart - You're Doing A Great Job (The Old Man and the Gun) - 03:35 
23. Fil Eisler - I'm Mary (Proud Mary) - 03:39  
24. Basil Poledouris - Spreader Fight (Switchback) - 10:54

Sonntag, 15. Februar 2026

Playlist #443 vom 22.02.2026 - MICHELLE YEOH Special

Das chinesische Publikum hatte Michelle Yeoh bereits Mitte der 1990er Jahre mit Hauptrollen in Filmen wie „In the Line of Duty – Ultra Force 2“, „Police Story 3“ und „Wing Chun“ erobert. Seit ihrem bemerkenswerten Auftritt als chinesische Agentin in „James Bond 007 – Der Morgen stirbt nie“ (1997) ist sie auch den internationalen Kinogängern ein Begriff und begeisterte weltweit ihr Publikum mit Auftritten in „Tiger and Dragon“ (2000), „Die Geisha“ (2005), „Die Mumie: Das Grabmal des Drachenkaisers“ (2008) und „The Lady“ (2011). Nachdem sie 2022 als erste Schauspielerin asiatischer Abstammung mit dem Oscar für die beste Hauptrolle in „Everything Everywhere All at Once“ ausgezeichnet wurde, erhielt sie kürzlich bei der 76. Berlinale den Goldenen Ehrenbären für ihr Lebenswerk. Grund genug, ihre Arbeit in der folgenden Sendung mit Musik von Komponisten wie John Williams, David Arnold, Tan Dun, Eric Serra, Jeff Russo, Shigeru Umebayashi, Mark Isham u.v.a. zu würdigen.
Michelle Yeoh wurde am 6. August 1962 im malaysischen Ipoh als Tochter von Nachkommen chinesischer Einwanderer geboren. Bereits in frühen Jahren betrieb sie etliche Sportarten wie Schwimmen, Tauchen und Squash, erhielt ab ihrem vierten Lebensjahr Ballettunterricht, später auch in Klavier und Kalligrafie. Nachdem sie im Alter von 15 Jahren ein Internat in England besuchte hatte, studierte sie an der London Royal Academy of Dance im Hauptfach Ballett, doch musste sie eine angestrebte Ballettkarriere nach einem schweren Sturz mit einer Verletzung an der Wirbelsäule aufgeben. Stattdessen erwarb sie 1982 einen Bachelor in „Creative Arts“ mit dem Nebenfach Schauspiel. Während Yeoh eigentlich ihre Ausbildung in England fortsetzen wollte, meldete ihre Mutter sie ohne ihr Wissen bei einem Schönheitswettbewerb an, worauf sie zur Miss Malaysia 1983 gewählt wurde. In dieser Funktion diente sie als auch als Goodwill-Botschafterin für ihr Land und lernte dabei in Hongkong den Geschäftsmann Dickson Poon kennen, der sie für zwei Werbespots engagierte, wo sie zusammen mit Chow Yun-fat und Jackie Chan auftrat.
Poon engagierte sie im Jahr 1984 für eine Rolle in Sammo Hungs Actionkomödie „The Owl vs. Dumbo“, der von D&B Films, dem kürzlich gegründeten Filmstudio von Poon, produziert wurde. Hier hatte sie noch eine typische Frauenrolle ohne Action. Allerdings wünschte sie sich bereits zu dieser Zeit Rollen mit Action-Szenen zu spielen, wie Sammo Hung in diesem Film, womit sich D&B Films einverstanden erklärte. Als Vorbereitung auf den nächsten Film trainierte Yeoh intensiv Kung Fu. Im Jahr 1985 trat sie in einer Cameo-Rolle in Jackie Chans und Sammo Hungs Actionkomödie „Tokyo Powerman“ auf, in der sie ihren ersten Kampf vor der Kamera hatte.
In „Ultra Force 2“ (1985) hatte Yeoh zusammen mit Cynthia Rothrock ihren ersten großen Auftritt. Sie spielte eine furchtlose Polizistin und drehte zahlreiche Stunts. Der Film beeinflusste nicht nur das Geschlechterverhältnis in Hongkong, sondern machte Yeoh auf einen Schlag bekannt und begründete sowohl das „Girls With Guns“-Genre als auch die Filmreihe „In the Line of Duty“, sodass in Hongkong nach einem ähnlichen Handlungsmuster mehr als 100 weitere Polizeifilme mit Frauen in den Hauptrollen entstanden.
In „Magnificent Warriors“ (1987) spielte Yeoh eine Pilotin, die zur Zeit der japanischen Besetzung Chinas Waffen über die Frontlinien schmuggelt und die Widerstandsbewegung gegen die Japaner unterstützt. Aufgrund von Verletzungen verzichtete sie im folgenden Film „Easy Money“ (1987) in ihrer Rolle auf Actionelemente. Im Jahr 1988 heiratete Yeoh den Produzenten und Multimillionär Poon und gab auf sein Drängen hin ihre Filmkarriere auf, die sie nach der Scheidung im Jahr 1992 aber wieder mit einem gelungenen Comeback in „Police Story 3“ fortsetzte.
In den folgenden Jahren trat sie in einer Vielzahl von Wuxia-Filmen auf, darunter „The Heroic Trio“ (1993), „Executioners“ (1994), „Butterfly & Sword“, „Wing Chun“ und zusammen mit Jet Li in „Tai Chi Master“. Des Weiteren spielte sie in den Action-Filmen „Holy Weapon“, „Wonder Seven“, „Ah Kam“ und „Project S“ mit, außerdem in dem Drama „The Soong Sisters“.
Im Jahr 1997 spielte Yeoh den chinesischen Oberst Wai Lin im Film „James Bond 007 – Der Morgen stirbt nie“ neben Pierce Brosnan. Yeoh gilt damit als das kampfstärkste und aktivste Bondgirl, das jemals in der Serie um den britischen Geheimagenten auftrat. Sie trug damit erheblich zur Modernisierung von James Bond bei, der in den 1980er Jahren unter anderem wegen seines Sexismus kritisiert wurde. Der internationale Durchbruch blieb jedoch zunächst aus, Yeoh bekam wider Erwarten trotz des Auftritts als Bondgirl keine Filmangebote aus Hollywood.
Erst im Jahr 2000 gelang ihr mit ihrer Darstellung der Schwertkämpferin Yu Shu Lien in Ang Lees Wuxia-Film „Tiger and Dragon“ ein erneuter internationaler Erfolg.
Im Jahr 2005 war Yeoh in der von Steven Spielberg produzierten Romanverfilmung „Die Geisha“ in der Rolle der prominenten Geisha Mameha zu sehen. Der Film löste sowohl im chinesischen als auch im japanischen Raum Kontroversen fast bis zum Skandal aus, da sämtliche japanischen Hauptcharaktere von chinesischen Schauspielerinnen (Michelle Yeoh, Gong Li, Zhang Ziyi) dargestellt wurden.
In Luc Bessons Filmbiographie „The Lady“ (2011) verkörperte Yeoh die Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi. Der Film feierte am 12. September 2011 auf dem Toronto International Film Festival seine Premiere. Im Zusammenhang mit diesem Film konnte sie die von ihr porträtierte Aung San Suu Kyi einmal besuchen, aber ein zweiter Besuch in Myanmar wurde ihr verweigert. Die Schauspielerin wurde im Flughafen von Rangun an der Einreise gehindert und umgehend ausgewiesen.
Sie trat weiterhin in Hongkong und dem chinesischen Kino auf und spielte in „True Legend“ und „Reign of Assassins“ (beide 2010), „Crouching Tiger, Hidden Dragon: Sword of Destiny (2016) und „Master Z: Ip Man Legacy“ (2018).
Yeoh spielte Nebenrollen in den romantischen Komödien „Crazy Rich Asians“ (2018) und „Last Christmas“ (2019) sowie in dem Marvel Cinematic Universe-Film „Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings“ (2021) und der Fernsehserie „Star Trek: Discovery“ (2017–2020). Ihre stimmschauspielerische Arbeit umfasste „Kung Fu Panda 2“ (2011), „Minions: The Rise of Gru“ und „Paws of Fury: The Legend of Hank“ (beide 2022), „Transformers: Rise of the Beasts“ (2023) und „The Tiger's Apprentice“ (2024)
Im Jahr 2023 gewann sie für ihre Hauptrolle der Evelyn Wang in dem Fantasy-Abenteuerfilm „Everything Everywhere All at Once“ einen Golden Globe Award sowie einen Oscar.
Yeoh war 2023 in der Disney+-Serie „American Born Chinese“ zu sehen, die auf dem gleichnamigen Buch von Gene Luen Yang basiert. Sie spielte als psychisches Medium neben Kenneth Branagh in dessen „A Haunting in Venice“ (2023). Im selben Jahr wurde Yeoh Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees und hielt eine Rede an die Klasse 2023 der Harvard Law School.
Im Januar 2024 war Yeoh in der achtteiligen Netflix-Action-Comedy-Serie „The Brothers Sun“ zu sehen. Sie spielt seitdem als Madame Morrible in der zweiteiligen Verfilmung des Musicals „Wicked“ unter der Regie von Jon M. Chu. Im Jahr 2025 schloss sich Yeoh der englischsprachigen Besetzung des animierten chinesischen Blockbusters Ne Zha 2“ an und sprach eine Hauptfigur in der Version von A24 und CMC Pictures.
Im Mai 2024 wurde Yeoh in einer Hauptrolle als Replikant neben Hunter Schafer in der Amazon Science-Fiction-Fernsehserie Blade Runner 2099“ besetzt. Sie wird auch als Humanwissenschaftlerin Dr. Karina Mogue in „Avatar 4“ und „Avatar 5“ zu sehen sein. Im November 2025 gaben die Internationalen Filmfestspiele Berlin bekannt, dass sie Yeoh 2026 den Goldenen Ehrenbären in Anerkennung ihrer herausragenden Leistungen in Film und Kino verleihen werden.

Filmografie:

1984: The Owl vs. Dumbo (Mao tou ying yu xiao fei xiang)
1985: Tokyo Powerman
1985: Powerman 2 (Xia ri fu xing)
1985: In the Line of Duty – Ultra Force 2 (Yes, Madam, Police Assassins 2)
1986: In the Line of Duty – Ultra Force (Royal Warriors, Police Assassins)
1987: Easy Money (Tong tian da dao)
1987: Dynamite Fighters (Zungwaa Zinsi, international auch Magnificent Warriors)
1992: Police Story 3 (Gingchaat goosi III: Chiukup gingchaat)
1993: The Heroic Trio (Dung fong sam hap)
1993: Butterfly & Sword
1993: Project S
1993: Wuxia qi gongzhu (Holy Weapon)
1993: Executioners
1993: Tai Chi
1994: Wing Chun – Gefährlich wie eine Pantherkatze (Wing Chun)
1994: Phantom Seven (Wonder Seven)
1996: Ah Kam
1997: The Soong Sisters (Song jia huang chao)
1997: James Bond 007 – Der Morgen stirbt nie (Tomorrow Never Dies)
1999: Sing yuet tung wa
2000: Tiger and Dragon (Wohu canglong)
2002: The Touch
2004: Silver Hawk
2005: Die Geisha (Memoirs of a Geisha)
2006: Fearless
2007: Sunshine
2007: Far North
2008: Die Mumie: Das Grabmal des Drachenkaisers (The Mummy: Tomb of the Dragon Emperor)
2008: Babylon A.D.
2008: Die Kinder der Seidenstraße (The Children of Huang Shi)
2010: True Legend (Su Qi’er)
2010: Dark Stone – Reign of Assassins (Jianyu)
2010: Rose wie Paris (Rose, c'est Paris, Fernsehfilm)
2010: The Karate Kid (Cameo)
2011: The Lady
2011: Kung Fu Panda 2 (Stimme)
2013: Final Recipe
2015: Strike Back (Fernsehserie, 9 Folgen)
2015: Marco Polo: One Hundred Years (Fernsehfilm)
2016: Mechanic: Resurrection
2016: Das Morgan Projekt (Morgan)
2016: Marco Polo (Fernsehserie, 7 Folgen)
2016: Crouching Tiger, Hidden Dragon: Sword of Destiny
2017: Guardians of the Galaxy Vol. 2
2017–2020: Star Trek: Discovery (Fernsehserie, 25 Folgen)
2018: Crazy Rich (Crazy Rich Asians)
2018: Star Trek: Short Treks (Fernsehserie, 1 Folge)
2018: Master Z: The Ip Man Legacy
2019: Last Christmas
2020: Boss Level
2021: Gunpowder Milkshake
2021: Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings
2022: Everything Everywhere All at Once
2022: Minions – Auf der Suche nach dem Mini-Boss (Minions: The Rise of Gru, Stimme)
2022: Paws of Fury: The Legend of Hank (Stimme)
2022: The School for Good and Evil
2022: The Witcher: Blood Origin (Miniserie)
2023: American Born Chinese (Fernsehserie, 8 Folgen)
2023: Transformers: Aufstieg der Bestien (Transformers: Rise of the Beasts, Stimme)
2023: A Haunting in Venice
2024: The Brothers Sun (Fernsehserie, 8 Folgen)
2024: Wicked
2024: The Tiger's Apprentice
2025: Star Trek: Sektion 31
2024-2025: Ark: The Animated Series (Fernsehserie, 13 Folgen)
2025: Wicked: Teil 2 (Wicked: For Good)
 

Playlist:

 
01. David Arnold - Company Car (James Bond 007 - Tomorrow Never Dies) - 03:36 
02. Tan Dun - Through the Bamboo Forest (Crouching Tiger, Hidden Dragon) - 04:23 
03. Basil Poledouris - Memories of Days Gone (The Touch) - 03:12 
04. Kitaro & Randy Miller - Echoing Wall (The Soong Sisters) - 04:41  
05. Shigeru Umebayashi - A Long Road Home (Fearless) - 04:20 
06. John Murphy - Sunshine [Adagio in D Minor] (Sunshine) - 04:28 
07. David Hirschfelder - Brave & Beautiful / Arrival Lanchow (The Children of Huang Shi) - 04:02 
08. Randy Edelman - Reading of the Scrolls (The Mummy - Tomb of the Dragon Emperor) - 03:56 
09. Shigeru Umebayashi - Hit Battle (True Legend) - 03:21 
10. Atli Örvarsson - Aurora's Theme (Babylon A.D.) - 04:02 
11. Clinton Shorter - Wait For Me (Boss Level) - 03:03 
12. Eric Serra - Nobel Peace Price 1991 (The Lady) - 03:10 
13. Peter Nashel - Yusuf's Farewell (Marco Polo) - 03:19 
14. John Williams - Becoming a Geisha (Memoirs of a Geisha) - 04:52 
15. Max Richter - Sketch #1 - Morgan (Morgan) - 03:24 
16. Brian Tyler - Parallel Decisions (Crazy Rich Asians) - 04:36 
17. Shigeru Umebayashi - This Is Our Story / Your Mother Is My Teacher (Crouching Tiger, Hidden Dragon - Sword of Destiny) - 03:47 
18. Mark Isham - Tattoos, Trackers and Shark Repellent (Mechanic: Resurrection) - 03:57 
19. Basil Poledouris - Healing of Hearts (The Touch) - 03:20 
20. Jeff Russo - The Day Is Saved (Star Trek: Discovery) - 03:10 
21. Son Lux - Very Busy (Everything Everywhere All at Once) - 05:09 
22. Nathan Matthew David & Nick Lee - The Kiss (The Brothers Sun) - 03:05 
23. Hildur Guðnadóttir - Money in the Mattress (A Haunting In Venice) - 04:19 
24. Tan Dun - The Eternal Vow (Crouching Tiger, Hidden Dragon) - 03:01 
25. John Williams - Sayuri's Theme and End Credits (Memoirs of a Geisha) - 05:06 
26. Jeff Russo - Philippa Returns (Star Trek: Section 31) - 03:16 
27. Scott Shields - Killing the Love (Strike Back) - 03:29 
28. Shigeru Umebayashi - Fearless Men / Theme of Yuanjia and Moon (Fearless) - 04:26 
29. David Hirschfelder - End Credits (The Children of Huang Shi) - 09:51

Sonntag, 4. Januar 2026

Playlist #440 vom 11.01.2026 - R.I.P. Rob Reiner (1947-2025)

Unter den Verstorbenen, die Hollywood im vergangenen Jahr zu beklagen hatte (darunter die Schauspieler Udo Kier, Diane Keaton und Richard Chamberlain), war der von Filmregisseur, Produzent und Schauspieler Rob Reiner wohl am tragischsten, steht doch sein eigener Sohn Nick im Verdacht, seine Eltern ermordet zu haben. Bekannt wurde Reiner zunächst als Schauspieler in der Fernsehserie „All in the Family“, später machte er als Regisseur von Filmen wie den beiden Stephen-King-Verfilmungen „Stand by Me“ und „Misery“ sowie „Die Braut des Prinzen“, „Harry und Sally“ sowie „Eine Frage der Ehre“ Furore. In der heutigen Sendung in Gedenken an Rob Reiner gibt es Musik von Jack Nitzsche, Marc Shaiman, Mark Knopfler, Jeff Beal, Ry Cooder und anderen zu hören.
Robert „Rob“ Reiner wurde am 6. März 1947 im New Yorker Stadtteil Bronx als Sohn des Regisseurs, Schauspielers und Komikers Carl Reiner und der Schauspielerin Estelle Reiner geboren. Bereits als Zwölfjähriger war Reiner in der Serie „77 Sunset Strip“ zu sehen, worauf Gastauftritte in Serien wie „Alfred Hitchcock Presents“, „Batman“, „The Andy Griffith Show“, „The Beverly Hillbillies“ und „Die Partridge Familie“ folgten.
Populär wurde er ab 1971 mit seiner Emmy-preisgekrönten Rolle als Schwiegersohn Michael „Meathead“ Stivic in der Serie „All in the Family“ (1971–1979), der Vorlage für die deutsche Serie „Ein Herz und eine Seele“. Ähnlich wie später Diether Krebs‘ Rolle war Reiners Figur als überzeugter Linker angelegt, der mit seinem reaktionären Schwiegervater regelmäßig aneinandergeriet. Erstmals wurden hier im US-Fernsehen Rassismus, Homosexualität und Emanzipation thematisiert.
Auch wenn Reiner in den 1980er Jahren sich hauptsächlich als Regisseur betätigte, so blieb er doch auch Schauspieler. Er hatte oft Nebenrollen in seinen eigenen Filmen, wirkte aber auch weiterhin in Werken anderer Regisseure mit. So übernahm er über die Jahre Rollen in bekannten Kinofilmen wie „Schlaflos in Seattle“, „Schmeiß’ die Mama aus dem Zug!“, „Der Club der Teufelinnen“, „Mit aller Macht“ und „EDtv“. In der Fernsehserie „New Girl“ verkörperte er von 2012 bis 2018 in insgesamt elf Folgen den Vater der von Zooey Deschanel dargestellten Protagonistin Jessica Day. Er war in Martin ScorsesesThe Wolf of Wall Street“ (2013) als Max Belfort zu sehen, Vater von Leonardo DiCaprios Hauptfigur Jordan Belfort. 2025 hatte er als Albert Schnurr eine wiederkehrende Rolle in der vierten Staffel der Serie „The Bear: King of the Kitchen“
Nach kleineren Fernseh-Regiearbeiten feierte Reiner mit der Mockumentary „This Is Spinal Tap“ (1984) seinen Einstand für das Kino, einer Komödie über die Höhen und Tiefen einer fiktiven Rockband, die im englischsprachigen Raum zum Kultfilm avancierte. Reiner selbst übernahm eine Rolle als angeblicher Dokumentarfilmer, der die Musikgruppe begleitet, und schrieb am Drehbuch mit. Nach dem Teenager-Streifen „Der Volltreffer“ mit John Cusack inszenierte Reiner das Coming-of-Age-Drama „Stand by Me – Das Geheimnis eines Sommers“ (1986) nach einem Kurzroman von Stephen King, die sowohl bei der Directors Guild of America als auch der Hollywood Foreign Press Association eine Nominierung für die beste Regie einbrachte.
In der Liebeskomödie „Harry und Sally“ (1989) sind Billy Crystal und Meg Ryan als Liebespaar in einer wechselhaften Beziehung zu sehen, in dem Gerichtsdrama „Eine Frage der Ehre“ (1992) bekommt es Tom Cruise als eigenwilliger junger Marineanwalt mit Jack Nicholson zu tun.
Es folgten der ironisch angehauchte Märchenfilm „Die Braut des Prinzen“ (1987), die Stephen-King-Adaption „Misery“ (1990) mit der für ihre Darstellung Oscar-prämierte Kathy Bates und James Caan in den Hauptrollen. Die enge Beziehung zu Stephen Kings Werk schlug sich 1987 auch in der von Rob Reiner zusammen mit Andrew Scheinman gegründeten Produktionsfirma Castle Rock Entertainment nieder.
Seit dem Flop mit der Komödie „North“ (1994), die in verschiedenen Kategorien sechs „Goldene Himbeeren“-Nominierungen erhielt, büßten Rob Reiners Regiearbeiten immer wieder mal an Qualität ein und konnten nicht mehr an seine früheren Erfolge anknüpfen. Auf die erfolgreiche romantische Komödie „Hallo, Mr. President“ (1995) mit Michael Douglas in der Rolle des verwitweten US-Präsidenten, der sich frisch verliebt, folgte das Drama „An deiner Seite“ (1999) mit Bruce Willis und Michelle Pfeiffer in den Hauptrollen, die Liebeskomödie „Alex & Emma“ (2003) mit Luke Wilson als jungen Schriftsteller auf zwei Zeitebenen und „Wo die Liebe hinfällt …“ mit Jennifer Aniston und Kevin Costner in den Hauptrollen.
2007 inszenierte Reiner die Tragikomödie „Das Beste kommt zum Schluss“ mit Morgan Freeman und Jack Nicholson in den Hauptrollen als krebskranke ältere Männer, die vor ihrem Tod noch eine Weltreise unternehmen. In den 2010er Jahren drehte Reiner mehrmals politisch akzentuierte Filme wie die Biografie „LBJ“ (2016) von US-Präsident Lyndon B. Johnson und „Shock and Awe“ (2017) über die Gründe der Irak-Invasion unter der Regierung Bush, jeweils mit Woody Harrelson in der Hauptrolle besetzt. Reiners letzte Regiearbeit war der im September 2025 erschienene Film „Spinal Tap II: The End Continues“, eine Fortsetzung von „This Is the Spinal Tap“, welche die altgewordenen Rockmusiker aus dem ersten Film bei ihrem Comeback zeigt.
Am 14. Dezember 2025 wurden er und seine Ehefrau Michele Singer von ihrer Tochter in ihrem Haus in Brentwood erstochen aufgefunden. Beamte des Los Angeles Police Department leiteten daraufhin Mordermittlungen ein.

Filmografie (Regie):

1974: Sonny Boy (Fernsehfilm)
1981: Likely Stories, Vol. 1 (Fernsehfilm)
1981: Spinal Tap: The Final Tour (Kurzfilm)
1984: This Is Spinal Tap
1985: Der Volltreffer (The Sure Thing)
1986: Stand by Me – Das Geheimnis eines Sommers (Stand by Me)
1987: Die Braut des Prinzen (The Princess Bride)
1989: Harry und Sally (When Harry Met Sally…)
1990: Misery
1992: Eine Frage der Ehre (A Few Good Men)
1994: North
1995: Hallo, Mr. President (The American President)
1996: Das Attentat (Ghosts of Mississippi)
1997: I Am Your Child (Fernsehfilm)
1999: An deiner Seite (The Story of Us)
2003: Alex & Emma
2004: Everyday Life (Fernsehfilm)
2005: Wo die Liebe hinfällt … (Rumor Has It…)
2007: Das Beste kommt zum Schluss (The Bucket List)
2010: Verliebt und ausgeflippt (Flipped)
2012: 8 (Fernsehfilm)
2012: The Magic of Belle Isle – Ein verzauberter Sommer (The Magic of Belle Isle)
2014: Das grenzt an Liebe (And So It Goes)
2015: Being Charlie – Zurück ins Leben (Being Charlie)
2016: LBJ
2017: Shock and Awe
2023: Albert Brooks: Defending My Life (Dokumentarfilm)
2025: Spinal Tap II: The End Continues

Playlist:

01. Marc Shaiman - Pep Talk (A Few Good Men) - 03:15 
02. Marc Shaiman - She Can't Be Dead (Misery) - 06:16 
03. Eric Clapton & Marc Shaiman - Keepin' Out of Mischief Now (The Story of Us) - 04:34 
04. Marc Shaiman - Remembering Mother (Albert Brooks: Defending My Life) - 03:40 
05. Marc Shaiman - Prologue (Ghostos of Mississippi) - 06:14 
06. Jack Nitzsche - Suite (Stand By Me) - 03:37 
07. Marc Shaiman - Operation Hell Hath No Fury (The First Wives Club) - 04:45 
08. Marc Shaiman - Hawaii (North) - 03:21 
09. Marc Shaiman - Make the Deal (The American President) - 03:43 
10. Mark Knopfler - Once Upon a Time… Storybook Love (The Princess Bride) - 04:00 
11. Marc Shaiman - It's About '68 / He's Gone (LBJ) - 04:23 
12. Jeff Beal - Secret War Committee (Shock and Awe) - 03:20 
13. Ry Cooder - Don't Break Our Hearts (Primary Colours)  - 03:03 
14. Marc Shaiman - Buster's Last Stand (Misery) - 04:14 
15. Marc Shaiman - Theme from Defending My Life (Albert Brooks: Defending My Life) - 02:20 
16. Marc Shaiman - Life and Death (The Bucket List) - 03:54 
17. Marc Shaiman - The Big Break In (The First Wives Club) - 05:17 
18. Mark Knopfler - Guide My Sword (The Princess Bride) - 05:11 
19. Jeff Beal - Democratic Experiment (Shock and Awe) - 06:09 
20. Marc Shaiman - Honor (A Few Good Men) - 03:47 
21. Marc Shaiman - Klandestine Meeting (Ghosts of Mississippi) - 03:37 
22. Marc Shaiman - The Speech (LBJ) - 03:42 
23. Ry Cooder - Wide Sky (Primary Colours) - 06:03 
24. Eric Clapton & Marc Shaiman - Let's Go to Chow Fun (The Story of Us) - 03:21 
25. Randy Edelman - Streetwalkin' Ed (EDtv) - 03:26 
26. Marc Shaiman - End Credits (The Bucket List) - 03:53 
27. Marc Shaiman - President Shepherd (The American President) - 07:27

Donnerstag, 5. Dezember 2024

Playlist #412 vom 15.12.2024 - AMY ADAMS Special

Die US-amerikanische Schauspielerin Amy Adams zählt seit dem Disney-Erfolg „Verwünscht“ (2007) und so unterschiedlichen Kassenschlagern wie „Sunshine Cleaning“, „Glaubensfrage“, „The Fighter“, „The Master“, „Man of Steel“, „American Hustle“ und „Her“ zu den bestbezahlten Schauspielerinnen in Hollywood und wurde bereits sechsmal für einen Oscar nominiert. Nun ist sie in dem schwarzhumorigen Body-Horror-Streifen „Nightbitch“ zu sehen. Zu hören gibt es in dieser Sendung Musik aus ihren bekanntesten Filmen – von Komponisten wie Hans Zimmer, Danny Elfman, Howard Shore, Alan Menken, John Williams u.v.a. 

Amy Adams kam am 20. August 1974 im italienischen Vicenza, wo ihr Vater als US-Soldat stationiert war, zur Welt, wuchs als mittleres von sieben Kindern einer mormonischen Familie im ländlichen Castle Rock im US-Bundesstaat Colorado auf und kam schon früh mit der Schauspielerei in Berührung. Ihr Vater, der selbst Schauspieler war, schrieb nämlich in seiner Freizeit Theaterstücke, die im Kreis der Familie aufgeführt wurden. Während ihrer Zeit an der Highschool im Douglas County nahm sie Ballettunterricht und spielte Theater. Nach ihrem Schulabschluss arbeitete sie in einem Dinner Theater (einem Restaurant, das die Mahlzeiten mit Theaterinszenierungen verbindet) in Denver, Colorado, sowie kurzzeitig als Hostess und Kellnerin bei der bekannten US-amerikanischen Systemgastronomiekette Hooters. Danach ersetzte Adams eine Kollegin in Minnesota und arbeitete im Chanhassen Dinner Theater, wo sie u. a. in einer Aufführung des Broadway-Musicals „Good News“ auftrat. Im Jahr 1999 feierte sie ihre erste Filmrolle an der Seite von Kirsten Dunst, Denise Richards und Kirstie Alley in der Satire „Gnadenlos schön“, wo sie in einer Nebenrolle als einfältige Cheerleaderin zu sehen ist. Daraufhin zog Adams nach Los Angeles, wo sie eine Hauptrolle in der Fernsehserie „Manchester Prep“ verkörperte. Allerdings wurde die Serie, die ein Prequel zum Thriller „Eiskalte Engel“ darstellte, wegen eines Rechtsstreits nach drei abgedrehten Folgen annulliert, neu geschnitten und als „Eiskalte Engel 2“ direkt auf Video veröffentlicht. 
Es folgten Nebenrollen in Robert Lee Kings Horrorkomödie „Psycho Beach Party“, in dem Sportlerdrama „Pumpkin“ und in der romantischen Komödie „Scheidung ist süß“
Im Jahr 2002 wurde die Casting-Direktorin Deborah Zane auf Adams aufmerksam und schlug sie Steven Spielberg für seinen Film „Catch Me If You Can“ vor, wo sie die Geliebte der von Leonardo DiCaprio dargestellten Hauptperson verkörpern durfte. 
Mit diesem Erfolg im Rücken folgten Hauptrollen in Jonathan Sagalls Tragikomödie „The Last Run“ und dem Drama „Standing Still – Blick zurück nach vorn“, ehe sie die wiederkehrende Rolle der Alice Doherty in der nach einem Jahr schon wieder abgesetzten CBS-Fernsehserie „Dr. Vegas“ ergatterte. Nach einer Rolle in der Komödie „Wedding Date“ spielte Amy Adams in Phil Morrisons Independentfilm „Junikäfer“ die hochschwangere und kindliche Ashley aus dem ländlichen North Carolina, die Besuch von ihrem kosmopolitischen Schwager nebst Gattin erhält und davon träumt, ihrem Baby den ausgefallenen Namen Junebug zu geben. 
Ihre überzeugende Darstellung wurde mit ihrer ersten Oscar-Nominierung, dem Spezialpreis der Jury auf dem Sundance Film Festival 2005 sowie den Auszeichnungen des Filmkritikerverbandes von San Francisco, der Southeastern Film Critics Association, der National Society of Film Critics und dem Independent Spirit Award, jeweils als beste Nebendarstellerin belohnt. 
Die rothaarige Adams war anschließend in Adam McKays Komödie „Ricky Bobby – König der Rennfahrer“ und Disneys romantischer Fantasykomödie „Verwünscht“ als Prinzessin zu sehen, die von einer bösen Hexe aus einem Cartoon ins New York der Gegenwart gezaubert wird. 
Immer wieder war Adams auch mit Gastauftritten in Fernsehserien wie „Buffy – Im Bann der Dämonen“ (2000), „Smallville“ (2001), „The West Wing – Im Zentrum der Macht“ (2002) und „The Office“ (2005–2006) vertreten. 
In den Jahren 2007/2008 zählte Amy Adams zu den am besten verdienenden Schauspielerinnen in Hollywood. Zwischen Juni 2007 und Juni 2008 erhielt sie Gagen in Höhe von 14,5 Mio. US-Dollar und rangierte hinter Cameron Diaz, Keira Knightley, Jennifer Aniston, Reese Witherspoon, Gwyneth Paltrow, Jodie Foster, Sarah Jessica Parker und Meryl Streep auf Platz neun. Ein Jahr später spielte sie in John Patrick Shanleys Theaterverfilmung „Glaubensfrage“ (2008) neben Meryl Streep und Philip Seymour Hoffman die Rolle einer jungen Nonne und Geschichtslehrerin an einer katholischen Schule, die mit Missbrauchsvorwürfen gegen den Geistlichen konfrontiert wird. Der Part der Schwester James brachte ihr erneut Nominierungen für die wichtigsten Filmpreise, darunter Golden Globe und Oscar, ein. 
2009 war sie in der Komödie „Nachts im Museum 2“ zu sehen, in der sie an der Seite von Ben Stiller und Owen Wilson die Flugpionierin Amelia Earhart verkörperte. Ebenfalls 2009 war sie in dem Film „Julie & Julia“ in der Rolle der Julie Powell zu sehen. 2010 folgte eine Nebenrolle in David O. Russells Boxer-Drama „The Fighter“ neben Mark Wahlberg, Christian Bale und Melissa Leo, wofür sie 2011 erneut eine Golden-Globe- und Oscar-Nominierung erhielt. 
Für Tim Burtons Spielfilm „Big Eyes“ bekam sie 2015 den Golden-Globe als beste Hauptdarstellerin. Bei den Golden Globe Awards 2017 war sie in derselben Kategorie für „Arrival“ von Denis Villeneuve nominiert. Mit „Nocturnal Animals“, „Justice League“ und „Vice – Der zweite Mann“ folgten weitere von Kritik und Publikum beachtete Filme. 2018 war sie auch in der Hauptrolle der von Jean-Marc Vallée inszenierten HBO-Miniserie „Sharp Objects“ nach dem Roman von Gillian Flynn zu sehen. Zuletzt spielte sie an der Seite von Glenn Close in Ron Howards komödiantischen Drama „Hillbilly-Elegie“ (2020), verkörperte in Joe Wrights Psychothriller „The Woman in the Widow“ eine in New York alleinlebende agoraphobische Frau, die beginnt, ihre neuen Nachbarn auszuspionieren, und war in „Zack Snyder’s Justice League“ ebenso präsent wie in der „Verwünscht“-Fortsetzung „Verwünscht nochmal“ (2022). 

Filmographie: 

1999: Gnadenlos schön (Drop Dead Gorgeous) 
2000: Psycho Beach Party 
2000: The Peter Principle (Fernsehfilm) 
2000: Die wilden Siebziger (That ’70s Show, Fernsehserie, Folge 2x15: Dumm und dümmer) 
2000: Charmed – Zauberhafte Hexen (Charmed, Fernsehserie, Folge 2x16: Murphy’s Luck) 
2000: The Chromium Hook (Kurzfilm) 
2000: Eiskalte Engel 2 (Cruel Intentions 2) 
2000: Buffy – Im Bann der Dämonen (Buffy the Vampire Slayer, Fernsehserie, Folge 5x06: Family) 2001: Smallville (Fernsehserie, Folge 1x07 Craving) 
2002: The Slaughter Rule 
2002: Pumpkin 
2002: Scheidung ist süß (Serving Sara) 
2002: Catch Me If You Can
2003: The West Wing – Im Zentrum der Macht (The West Wing, Fernsehserie, 1 Folge) 
2004: Standing Still – Blick zurück nach vorn (Standing Still) 
2004: The Last Run 
2004: Dr. Vegas (Fernsehserie, 5 Folgen) 
2005: Wedding Date (The Wedding Date) 
2005: Junikäfer (Junebug) 
2005–2006: The Office (Fernsehserie, 3 Folgen) 
2006: Ricky Bobby – König der Rennfahrer (Talladega Nights: The Ballad of Ricky Bobby) 
2006: Dein Ex – Mein Albtraum (Fast Track) 
2006: Kings of Rock – Tenacious D (Tenacious D in The Pick of Destiny) 
2007: Verwünscht (Enchanted) 
2007: Der Krieg des Charlie Wilson (Charlie Wilson’s War) 
2007: Underdog – Unbesiegt weil er fliegt (Underdog) 
2008: Miss Pettigrews großer Tag (Miss Pettigrew Lives for a Day) 
2008: Sunshine Cleaning 
2008: Glaubensfrage (Doubt) 
2009: Nachts im Museum 2 (Night at the Museum 2: Battle of the Smithsonian) 
2009: Julie & Julia 
2010: Verlobung auf Umwegen (Leap Year) 
2010: The Fighter 
2011: Die Muppets (The Muppets) 
2012: On the Road – Unterwegs (On the Road) 
2012: The Master 
2012: Back in the Game (Trouble with the Curve) 
2013: Man of Steel 
2013: American Hustle 
2013: Her 
2014: Lullaby 
2014: Big Eyes 
2016: Batman v Superman: Dawn of Justice 
2016: Arrival 
2016: Nocturnal Animals 
2017: Justice League 
2018: Sharp Objects (Miniserie) 
2018: Vice – Der zweite Mann (Vice) 
2020: Hillbilly-Elegie (Hillbilly Elegy) 
2021: The Woman in the Window 
2021: Zack Snyder’s Justice League 
2021: Dear Evan Hansen 
2022: Verwünscht nochmal (Disenchanted) 
2024: Nightbitch 

Playlist: 

01. Alexandre Desplat - Starting Out (Julie & Julia) - 02:45 
02. Blake Neely - Invitation To A Wedding (The Wedding Date) - 04:59 
03. Danny Elfman - Opening (Big Eyes) - 04:00 
04. Alan Menken - Enchanted Suite (Enchanted) - 04:36 
05. Randy Edelman - Coming Together (Underdog) - 06:21 
06. James Newton Howard - Turning the Tide (Charlie Wilson's War) - 08:35 
07. Marco Beltrami - Wilson At Bat (Trouble With The Curve) - 03:12 
08. Howard Shore - Goodbye Sermon (Doubt) - 02:37 
09. John Williams - A Broken Home (Catch Me If You Can) - 04:26 
10. Hans Zimmer & David Fleming - Responsibility (Hillbilly Elegy) - 05:05 
11. Alan Silvestri - Amelia Says Goodbye (Night at the Museum 2) - 02:46 
12. Jóhann Jóhannsson - Heptapod B (Arrival) - 03:42 
13. Danny Elfman - The End (The Woman in the Window) - 04:53 
14. Hans Zimmer - Homecoming (Man of Steel) - 02:33 
15. Randy Edelman - Anna's Theme (Leap Year) - 02:55 
16. Christophe Beck - We Fail Together (The Muppets) - 03:40 
17. Danny Elfman - A New Hope (Justice League) - 04:36 
18. Hans Zimmer & Junkie XL - Beautiful Lie (Batman v Superman: Dawn of Justice) - 03:47 
19. Nicholas Britell - The Iraq War Symphony (Vice) - 02:48 
20. Jonny Greenwood - Alethia (The Master) - 04:05 
21. Alan Menken - Disenchanted Score Suite (Disenchanted) - 07:44 
22. James Newton Howard - Refugee Camp (Charlie Wilson's War) - 05:08 
23. Abel Korzeniowski - Mothers (Nocturnal Animals) - 02:31 
24. Nate Heller - Thorough Transfiguration (Nightbitch) - 03:11 
25. William Butler & Owen Pallett - Some Other Place (Her) - 03:39 
26. Michael Brook - It's My Life (The Fighter) - 02:26 
27. Gustavo Santaolalla - Lovin' It (On the Road) - 05:32 
28. John Williams - Learning the Ropes (Catch Me If You Can) - 08:44

Sonntag, 20. Februar 2022

Playlist #339 vom 27.02.2022 - R.I.P. IVAN REITMAN (1946-2022)

Vor allem in den 1980er und 1990er Jahren avancierte Ivan Reitman mit Filmen wie „Ich glaub‘ mich knutscht ein Elch“, „Ghostbusters – Die Geisterjäger“, „Twins – Zwillinge“ und „Kindergarten Cop“ zu einem der erfolgreichsten Komödien-Regisseure in Hollywood. Er verschaffte Action-Star Arnold Schwarzenegger und die auf ernsthafte Rollen abonnierte Sigourney Weaver ein komödiantisches Profil und arbeitete mit Super-Stars wie Bill Murray, Danny DeVito, Emma Thompson, Harrison Ford, Robin Williams und Robert Redford zusammen. Am 12. Februar verstarb Ivan Reitman im Alter von 75 Jahren in seinem Haus in Montecito. 
Ivan Reitman wurde als Sohn jüdischer Eltern in der ehemaligen Tschechoslowakei geboren. Die während des Holocausts verfolgte Familie emigrierte 1950 ins kanadische Toronto. Bereits während seines Studiums an der McMaster University in Hamilton drehte Reitman erste Kurzfilme und lernte u.a. die späteren Schauspieler Martin Short und Rick Moranis kennen. Nach dem Studium arbeitete Reitman zunächst für den in Toronto ansässigen Fernsehsender CITY-TV und begann Anfang der 1970er Jahre, sein Sinn für Komödien umzusetzen. 
Nach „Foxy Lady“ (1971) und der Horror-Komödie „Cannibal Girls – Der Film mit der Warnglocke“ (1973) etablierte sich die Zusammenarbeit mit dem damals noch unbekannten Schauspieler Bill Murray. 1979 spielte Murray in „Babyspeck und Fleischklößchen“ einen Betreuer in einem Sommercamp, mit der Militär-Satire „Ich glaub‘ mich knutscht ein Elch“ gelang dem Duo schließlich der Durchbruch, bevor sie mit dem Blockbuster „Ghostbusters“ 1984 zu Comedy-Stars avancierten. 
Reitman wurde daraufhin als „Director of the Year“ von der National Association of Theater Owners ausgezeichnet und erhielt ein Jahr später den „Special Achievement Award“ bei den Canadian Genie Awards. 1986 entstand mit „Staatsanwälte küsst man nicht“ ein romantischer Thriller mit Robert Redford, Debra Winger und Daryl Hannah in den Hauptrollen. Es war die letzte Zusammenarbeit von Reitman mit dem Komponisten Elmer Bernstein, der seit „Meatballs“ alle Filme des Regisseur vertont hatte. Mit Randy Edelman verwirklichte Reitman anschließend seine nächsten Projekte „Twins – Zwillinge“ (1988), „Ghostbusters II“ (1989) und „Kindergarten Cop“ (1990), der zweiten Zusammenarbeit des Regisseurs mit Action-Star Arnold Schwarzenegger, die 1994 mit „Junior“ ihren Abschluss fand. 
Zwar drehte Reitman auch in den nachfolgenden Jahren noch Filme wie „Sechs Tage, sieben Nächte“ (1998), „Evolution“ (2001) und „Freundschaft Plus“ (2011), aber lag sein Hauptaugenmerk bereits auf dem Produzieren. Besondere Erwähnung dürften hier das Biopic „Hitchcock“ und die von seinem Sohn Jason Reitman inszenierte und mit sechs Oscar-Nominierungen bedachte Komödie „Up in the Air“ finden. 
2014 drehte er mit „Draft Day“ mit Kevin Costner in der Hauptrolle seinen letzten Film, produzierte aber noch das „Ghostbusters“-Reboot mit den Filmen „Ghostbusters“ (2016) und „Ghostbusters: Legacy“ (2021). 
 

Filmographie:

1968: Orientation (Kurzfilm) 
1971: Foxy Lady 
1973: Cannibal Girls 
1979: Babyspeck und Fleischklößchen (Meatballs) 
1981: Ich glaub’ mich knutscht ein Elch! (Stripes) 
1984: Ghostbusters – Die Geisterjäger (Ghostbusters) 
1986: Staatsanwälte küßt man nicht (Legal Eagles) 
1988: Twins – Zwillinge (Twins) 
1989: Ghostbusters II 
1990: Kindergarten Cop 
1993: Dave 
1994: Junior 
1997: Ein Vater zuviel (Fathers’ Day) 
1998: Sechs Tage, sieben Nächte (Six Days Seven Nights) 
2001: Evolution 
2004: Cooking Lessons (Fernsehfilm) 
2006: Die Super-Ex (My Super Ex-Girlfriend) 
2011: Freundschaft Plus (No Strings Attached) 
2014: Draft Day 

Playlist:

1. Elmer Bernstein - Ghostbusters Theme (Ghostbusters) - 03:01 
2. Elmer Bernstein - Freeze Frames (Stripes) - 03:50 
3. Elmer Bernstein - Chelsea Seeks Shelter (Legal Eagles) - 03:13 
4. Randy Edelman - The Sensitive Side of Dana (Ghostbusters II) - 04:07 
5. Randy Edelman - Children's Montage (Kindergarten Cop) - 03:22 
6. Randy Edelman - Subways and Skyscrapers (Six Days Seven Nights) - 03:25 
7. Georges Delerue - Main Title Theme (Twins) - 03:00 
8. Randy Edelman - Going to Santa Fe (Twins) - 02:10 
9. James Newton Howard - The Picnic (Dave) - 04:14 
10. James Newton Howard - Labor (Junior) - 04:08 
11. John Powell - Sex-Wayne Copters (Evolution) - 03:50 
12. John Debney - Get Putney, Different World (Draft Day) - 03:08 
13. John Debney - I'd Choose Adam / First Date (No Strings Attached) - 03:53 
14. Christophe Beck - Opening (Post Grad) - 02:16 
15. Theodore Shapiro - The Aldridge Mansion (Ghostbusters) - 02:57 
16. Rolfe Kent - What's In Your Backpag (Up In The Air) - 02:05 
17. Randy Edelman - Family Portrait - Finale (Ghostbusters II) - 03:49 
18. John Debney - Emma Surprises Adam / I Love You (No Strings Attached) - 03:30 
19. Rob Simonsen - Reconciliation (Ghostbusters: Afterlife) - 04:36 
20. Mychael Danna - Chardonnay (Chloe) - 05:07 
21. Danny Elfman - End Credits #1 (Hitchcock) - 02:34 
22. John Debney - Brown on the Clock (Draft Day) - 02:54 
23. James Newton Howard - She Hates Me (Dave) - 03:14
24. Randy Edelman - Oscar is Quietly Surrounded (Ghostbusters II) - 04:22 
25. Elmer Bernstein - Dana's Theme (Ghostbusters) - 03:32 
26. Elmer Bernstein - Laura and Tom's Love Theme (Legal Eagles) - 02:50 
27. James Newton Howard - First Pregnant Man (Junior) - 03:13 
28. Theodore Shapiro - Ley Lines (Ghostbusters) - 03:47 
29. Rob Simonsen - The Plan (Ghostbusters: Afterlife) - 02:59 
30. Danny Elfman - Suspicion (Hitchcock) - 02:30 
31. James Newton Howard - End Titles (Dave) - 04:17 
32. Randy Edelman - Fire at the School (Kindergarten Cop) - 05:39 
33. Mychael Danna - Your Parent's Room (Chloe) - 07:54

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