Radio ZuSa
Posts mit dem Label Randy Edelman werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Randy Edelman werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 15. Februar 2026

Playlist #443 vom 22.02.2026 - MICHELLE YEOH Special

Das chinesische Publikum hatte Michelle Yeoh bereits Mitte der 1990er Jahre mit Hauptrollen in Filmen wie „In the Line of Duty – Ultra Force 2“, „Police Story 3“ und „Wing Chun“ erobert. Seit ihrem bemerkenswerten Auftritt als chinesische Agentin in „James Bond 007 – Der Morgen stirbt nie“ (1997) ist sie auch den internationalen Kinogängern ein Begriff und begeisterte weltweit ihr Publikum mit Auftritten in „Tiger and Dragon“ (2000), „Die Geisha“ (2005), „Die Mumie: Das Grabmal des Drachenkaisers“ (2008) und „The Lady“ (2011). Nachdem sie 2022 als erste Schauspielerin asiatischer Abstammung mit dem Oscar für die beste Hauptrolle in „Everything Everywhere All at Once“ ausgezeichnet wurde, erhielt sie kürzlich bei der 76. Berlinale den Goldenen Ehrenbären für ihr Lebenswerk. Grund genug, ihre Arbeit in der folgenden Sendung mit Musik von Komponisten wie John Williams, David Arnold, Tan Dun, Eric Serra, Jeff Russo, Shigeru Umebayashi, Mark Isham u.v.a. zu würdigen.
Michelle Yeoh wurde am 6. August 1962 im malaysischen Ipoh als Tochter von Nachkommen chinesischer Einwanderer geboren. Bereits in frühen Jahren betrieb sie etliche Sportarten wie Schwimmen, Tauchen und Squash, erhielt ab ihrem vierten Lebensjahr Ballettunterricht, später auch in Klavier und Kalligrafie. Nachdem sie im Alter von 15 Jahren ein Internat in England besuchte hatte, studierte sie an der London Royal Academy of Dance im Hauptfach Ballett, doch musste sie eine angestrebte Ballettkarriere nach einem schweren Sturz mit einer Verletzung an der Wirbelsäule aufgeben. Stattdessen erwarb sie 1982 einen Bachelor in „Creative Arts“ mit dem Nebenfach Schauspiel. Während Yeoh eigentlich ihre Ausbildung in England fortsetzen wollte, meldete ihre Mutter sie ohne ihr Wissen bei einem Schönheitswettbewerb an, worauf sie zur Miss Malaysia 1983 gewählt wurde. In dieser Funktion diente sie als auch als Goodwill-Botschafterin für ihr Land und lernte dabei in Hongkong den Geschäftsmann Dickson Poon kennen, der sie für zwei Werbespots engagierte, wo sie zusammen mit Chow Yun-fat und Jackie Chan auftrat.
Poon engagierte sie im Jahr 1984 für eine Rolle in Sammo Hungs Actionkomödie „The Owl vs. Dumbo“, der von D&B Films, dem kürzlich gegründeten Filmstudio von Poon, produziert wurde. Hier hatte sie noch eine typische Frauenrolle ohne Action. Allerdings wünschte sie sich bereits zu dieser Zeit Rollen mit Action-Szenen zu spielen, wie Sammo Hung in diesem Film, womit sich D&B Films einverstanden erklärte. Als Vorbereitung auf den nächsten Film trainierte Yeoh intensiv Kung Fu. Im Jahr 1985 trat sie in einer Cameo-Rolle in Jackie Chans und Sammo Hungs Actionkomödie „Tokyo Powerman“ auf, in der sie ihren ersten Kampf vor der Kamera hatte.
In „Ultra Force 2“ (1985) hatte Yeoh zusammen mit Cynthia Rothrock ihren ersten großen Auftritt. Sie spielte eine furchtlose Polizistin und drehte zahlreiche Stunts. Der Film beeinflusste nicht nur das Geschlechterverhältnis in Hongkong, sondern machte Yeoh auf einen Schlag bekannt und begründete sowohl das „Girls With Guns“-Genre als auch die Filmreihe „In the Line of Duty“, sodass in Hongkong nach einem ähnlichen Handlungsmuster mehr als 100 weitere Polizeifilme mit Frauen in den Hauptrollen entstanden.
In „Magnificent Warriors“ (1987) spielte Yeoh eine Pilotin, die zur Zeit der japanischen Besetzung Chinas Waffen über die Frontlinien schmuggelt und die Widerstandsbewegung gegen die Japaner unterstützt. Aufgrund von Verletzungen verzichtete sie im folgenden Film „Easy Money“ (1987) in ihrer Rolle auf Actionelemente. Im Jahr 1988 heiratete Yeoh den Produzenten und Multimillionär Poon und gab auf sein Drängen hin ihre Filmkarriere auf, die sie nach der Scheidung im Jahr 1992 aber wieder mit einem gelungenen Comeback in „Police Story 3“ fortsetzte.
In den folgenden Jahren trat sie in einer Vielzahl von Wuxia-Filmen auf, darunter „The Heroic Trio“ (1993), „Executioners“ (1994), „Butterfly & Sword“, „Wing Chun“ und zusammen mit Jet Li in „Tai Chi Master“. Des Weiteren spielte sie in den Action-Filmen „Holy Weapon“, „Wonder Seven“, „Ah Kam“ und „Project S“ mit, außerdem in dem Drama „The Soong Sisters“.
Im Jahr 1997 spielte Yeoh den chinesischen Oberst Wai Lin im Film „James Bond 007 – Der Morgen stirbt nie“ neben Pierce Brosnan. Yeoh gilt damit als das kampfstärkste und aktivste Bondgirl, das jemals in der Serie um den britischen Geheimagenten auftrat. Sie trug damit erheblich zur Modernisierung von James Bond bei, der in den 1980er Jahren unter anderem wegen seines Sexismus kritisiert wurde. Der internationale Durchbruch blieb jedoch zunächst aus, Yeoh bekam wider Erwarten trotz des Auftritts als Bondgirl keine Filmangebote aus Hollywood.
Erst im Jahr 2000 gelang ihr mit ihrer Darstellung der Schwertkämpferin Yu Shu Lien in Ang Lees Wuxia-Film „Tiger and Dragon“ ein erneuter internationaler Erfolg.
Im Jahr 2005 war Yeoh in der von Steven Spielberg produzierten Romanverfilmung „Die Geisha“ in der Rolle der prominenten Geisha Mameha zu sehen. Der Film löste sowohl im chinesischen als auch im japanischen Raum Kontroversen fast bis zum Skandal aus, da sämtliche japanischen Hauptcharaktere von chinesischen Schauspielerinnen (Michelle Yeoh, Gong Li, Zhang Ziyi) dargestellt wurden.
In Luc Bessons Filmbiographie „The Lady“ (2011) verkörperte Yeoh die Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi. Der Film feierte am 12. September 2011 auf dem Toronto International Film Festival seine Premiere. Im Zusammenhang mit diesem Film konnte sie die von ihr porträtierte Aung San Suu Kyi einmal besuchen, aber ein zweiter Besuch in Myanmar wurde ihr verweigert. Die Schauspielerin wurde im Flughafen von Rangun an der Einreise gehindert und umgehend ausgewiesen.
Sie trat weiterhin in Hongkong und dem chinesischen Kino auf und spielte in „True Legend“ und „Reign of Assassins“ (beide 2010), „Crouching Tiger, Hidden Dragon: Sword of Destiny (2016) und „Master Z: Ip Man Legacy“ (2018).
Yeoh spielte Nebenrollen in den romantischen Komödien „Crazy Rich Asians“ (2018) und „Last Christmas“ (2019) sowie in dem Marvel Cinematic Universe-Film „Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings“ (2021) und der Fernsehserie „Star Trek: Discovery“ (2017–2020). Ihre stimmschauspielerische Arbeit umfasste „Kung Fu Panda 2“ (2011), „Minions: The Rise of Gru“ und „Paws of Fury: The Legend of Hank“ (beide 2022), „Transformers: Rise of the Beasts“ (2023) und „The Tiger's Apprentice“ (2024)
Im Jahr 2023 gewann sie für ihre Hauptrolle der Evelyn Wang in dem Fantasy-Abenteuerfilm „Everything Everywhere All at Once“ einen Golden Globe Award sowie einen Oscar.
Yeoh war 2023 in der Disney+-Serie „American Born Chinese“ zu sehen, die auf dem gleichnamigen Buch von Gene Luen Yang basiert. Sie spielte als psychisches Medium neben Kenneth Branagh in dessen „A Haunting in Venice“ (2023). Im selben Jahr wurde Yeoh Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees und hielt eine Rede an die Klasse 2023 der Harvard Law School.
Im Januar 2024 war Yeoh in der achtteiligen Netflix-Action-Comedy-Serie „The Brothers Sun“ zu sehen. Sie spielt seitdem als Madame Morrible in der zweiteiligen Verfilmung des Musicals „Wicked“ unter der Regie von Jon M. Chu. Im Jahr 2025 schloss sich Yeoh der englischsprachigen Besetzung des animierten chinesischen Blockbusters Ne Zha 2“ an und sprach eine Hauptfigur in der Version von A24 und CMC Pictures.
Im Mai 2024 wurde Yeoh in einer Hauptrolle als Replikant neben Hunter Schafer in der Amazon Science-Fiction-Fernsehserie Blade Runner 2099“ besetzt. Sie wird auch als Humanwissenschaftlerin Dr. Karina Mogue in „Avatar 4“ und „Avatar 5“ zu sehen sein. Im November 2025 gaben die Internationalen Filmfestspiele Berlin bekannt, dass sie Yeoh 2026 den Goldenen Ehrenbären in Anerkennung ihrer herausragenden Leistungen in Film und Kino verleihen werden.

Filmografie:

1984: The Owl vs. Dumbo (Mao tou ying yu xiao fei xiang)
1985: Tokyo Powerman
1985: Powerman 2 (Xia ri fu xing)
1985: In the Line of Duty – Ultra Force 2 (Yes, Madam, Police Assassins 2)
1986: In the Line of Duty – Ultra Force (Royal Warriors, Police Assassins)
1987: Easy Money (Tong tian da dao)
1987: Dynamite Fighters (Zungwaa Zinsi, international auch Magnificent Warriors)
1992: Police Story 3 (Gingchaat goosi III: Chiukup gingchaat)
1993: The Heroic Trio (Dung fong sam hap)
1993: Butterfly & Sword
1993: Project S
1993: Wuxia qi gongzhu (Holy Weapon)
1993: Executioners
1993: Tai Chi
1994: Wing Chun – Gefährlich wie eine Pantherkatze (Wing Chun)
1994: Phantom Seven (Wonder Seven)
1996: Ah Kam
1997: The Soong Sisters (Song jia huang chao)
1997: James Bond 007 – Der Morgen stirbt nie (Tomorrow Never Dies)
1999: Sing yuet tung wa
2000: Tiger and Dragon (Wohu canglong)
2002: The Touch
2004: Silver Hawk
2005: Die Geisha (Memoirs of a Geisha)
2006: Fearless
2007: Sunshine
2007: Far North
2008: Die Mumie: Das Grabmal des Drachenkaisers (The Mummy: Tomb of the Dragon Emperor)
2008: Babylon A.D.
2008: Die Kinder der Seidenstraße (The Children of Huang Shi)
2010: True Legend (Su Qi’er)
2010: Dark Stone – Reign of Assassins (Jianyu)
2010: Rose wie Paris (Rose, c'est Paris, Fernsehfilm)
2010: The Karate Kid (Cameo)
2011: The Lady
2011: Kung Fu Panda 2 (Stimme)
2013: Final Recipe
2015: Strike Back (Fernsehserie, 9 Folgen)
2015: Marco Polo: One Hundred Years (Fernsehfilm)
2016: Mechanic: Resurrection
2016: Das Morgan Projekt (Morgan)
2016: Marco Polo (Fernsehserie, 7 Folgen)
2016: Crouching Tiger, Hidden Dragon: Sword of Destiny
2017: Guardians of the Galaxy Vol. 2
2017–2020: Star Trek: Discovery (Fernsehserie, 25 Folgen)
2018: Crazy Rich (Crazy Rich Asians)
2018: Star Trek: Short Treks (Fernsehserie, 1 Folge)
2018: Master Z: The Ip Man Legacy
2019: Last Christmas
2020: Boss Level
2021: Gunpowder Milkshake
2021: Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings
2022: Everything Everywhere All at Once
2022: Minions – Auf der Suche nach dem Mini-Boss (Minions: The Rise of Gru, Stimme)
2022: Paws of Fury: The Legend of Hank (Stimme)
2022: The School for Good and Evil
2022: The Witcher: Blood Origin (Miniserie)
2023: American Born Chinese (Fernsehserie, 8 Folgen)
2023: Transformers: Aufstieg der Bestien (Transformers: Rise of the Beasts, Stimme)
2023: A Haunting in Venice
2024: The Brothers Sun (Fernsehserie, 8 Folgen)
2024: Wicked
2024: The Tiger's Apprentice
2025: Star Trek: Sektion 31
2024-2025: Ark: The Animated Series (Fernsehserie, 13 Folgen)
2025: Wicked: Teil 2 (Wicked: For Good)
 

Playlist:

 
01. David Arnold - Company Car (James Bond 007 - Tomorrow Never Dies) - 03:36 
02. Tan Dun - Through the Bamboo Forest (Crouching Tiger, Hidden Dragon) - 04:23 
03. Basil Poledouris - Memories of Days Gone (The Touch) - 03:12 
04. Kitaro & Randy Miller - Echoing Wall (The Soong Sisters) - 04:41  
05. Shigeru Umebayashi - A Long Road Home (Fearless) - 04:20 
06. John Murphy - Sunshine [Adagio in D Minor] (Sunshine) - 04:28 
07. David Hirschfelder - Brave & Beautiful / Arrival Lanchow (The Children of Huang Shi) - 04:02 
08. Randy Edelman - Reading of the Scrolls (The Mummy - Tomb of the Dragon Emperor) - 03:56 
09. Shigeru Umebayashi - Hit Battle (True Legend) - 03:21 
10. Atli Örvarsson - Aurora's Theme (Babylon A.D.) - 04:02 
11. Clinton Shorter - Wait For Me (Boss Level) - 03:03 
12. Eric Serra - Nobel Peace Price 1991 (The Lady) - 03:10 
13. Peter Nashel - Yusuf's Farewell (Marco Polo) - 03:19 
14. John Williams - Becoming a Geisha (Memoirs of a Geisha) - 04:52 
15. Max Richter - Sketch #1 - Morgan (Morgan) - 03:24 
16. Brian Tyler - Parallel Decisions (Crazy Rich Asians) - 04:36 
17. Shigeru Umebayashi - This Is Our Story / Your Mother Is My Teacher (Crouching Tiger, Hidden Dragon - Sword of Destiny) - 03:47 
18. Mark Isham - Tattoos, Trackers and Shark Repellent (Mechanic: Resurrection) - 03:57 
19. Basil Poledouris - Healing of Hearts (The Touch) - 03:20 
20. Jeff Russo - The Day Is Saved (Star Trek: Discovery) - 03:10 
21. Son Lux - Very Busy (Everything Everywhere All at Once) - 05:09 
22. Nathan Matthew David & Nick Lee - The Kiss (The Brothers Sun) - 03:05 
23. Hildur Guðnadóttir - Money in the Mattress (A Haunting In Venice) - 04:19 
24. Tan Dun - The Eternal Vow (Crouching Tiger, Hidden Dragon) - 03:01 
25. John Williams - Sayuri's Theme and End Credits (Memoirs of a Geisha) - 05:06 
26. Jeff Russo - Philippa Returns (Star Trek: Section 31) - 03:16 
27. Scott Shields - Killing the Love (Strike Back) - 03:29 
28. Shigeru Umebayashi - Fearless Men / Theme of Yuanjia and Moon (Fearless) - 04:26 
29. David Hirschfelder - End Credits (The Children of Huang Shi) - 09:51

Sonntag, 4. Januar 2026

Playlist #440 vom 11.01.2026 - R.I.P. Rob Reiner (1947-2025)

Unter den Verstorbenen, die Hollywood im vergangenen Jahr zu beklagen hatte (darunter die Schauspieler Udo Kier, Diane Keaton und Richard Chamberlain), war der von Filmregisseur, Produzent und Schauspieler Rob Reiner wohl am tragischsten, steht doch sein eigener Sohn Nick im Verdacht, seine Eltern ermordet zu haben. Bekannt wurde Reiner zunächst als Schauspieler in der Fernsehserie „All in the Family“, später machte er als Regisseur von Filmen wie den beiden Stephen-King-Verfilmungen „Stand by Me“ und „Misery“ sowie „Die Braut des Prinzen“, „Harry und Sally“ sowie „Eine Frage der Ehre“ Furore. In der heutigen Sendung in Gedenken an Rob Reiner gibt es Musik von Jack Nitzsche, Marc Shaiman, Mark Knopfler, Jeff Beal, Ry Cooder und anderen zu hören.
Robert „Rob“ Reiner wurde am 6. März 1947 im New Yorker Stadtteil Bronx als Sohn des Regisseurs, Schauspielers und Komikers Carl Reiner und der Schauspielerin Estelle Reiner geboren. Bereits als Zwölfjähriger war Reiner in der Serie „77 Sunset Strip“ zu sehen, worauf Gastauftritte in Serien wie „Alfred Hitchcock Presents“, „Batman“, „The Andy Griffith Show“, „The Beverly Hillbillies“ und „Die Partridge Familie“ folgten.
Populär wurde er ab 1971 mit seiner Emmy-preisgekrönten Rolle als Schwiegersohn Michael „Meathead“ Stivic in der Serie „All in the Family“ (1971–1979), der Vorlage für die deutsche Serie „Ein Herz und eine Seele“. Ähnlich wie später Diether Krebs‘ Rolle war Reiners Figur als überzeugter Linker angelegt, der mit seinem reaktionären Schwiegervater regelmäßig aneinandergeriet. Erstmals wurden hier im US-Fernsehen Rassismus, Homosexualität und Emanzipation thematisiert.
Auch wenn Reiner in den 1980er Jahren sich hauptsächlich als Regisseur betätigte, so blieb er doch auch Schauspieler. Er hatte oft Nebenrollen in seinen eigenen Filmen, wirkte aber auch weiterhin in Werken anderer Regisseure mit. So übernahm er über die Jahre Rollen in bekannten Kinofilmen wie „Schlaflos in Seattle“, „Schmeiß’ die Mama aus dem Zug!“, „Der Club der Teufelinnen“, „Mit aller Macht“ und „EDtv“. In der Fernsehserie „New Girl“ verkörperte er von 2012 bis 2018 in insgesamt elf Folgen den Vater der von Zooey Deschanel dargestellten Protagonistin Jessica Day. Er war in Martin ScorsesesThe Wolf of Wall Street“ (2013) als Max Belfort zu sehen, Vater von Leonardo DiCaprios Hauptfigur Jordan Belfort. 2025 hatte er als Albert Schnurr eine wiederkehrende Rolle in der vierten Staffel der Serie „The Bear: King of the Kitchen“
Nach kleineren Fernseh-Regiearbeiten feierte Reiner mit der Mockumentary „This Is Spinal Tap“ (1984) seinen Einstand für das Kino, einer Komödie über die Höhen und Tiefen einer fiktiven Rockband, die im englischsprachigen Raum zum Kultfilm avancierte. Reiner selbst übernahm eine Rolle als angeblicher Dokumentarfilmer, der die Musikgruppe begleitet, und schrieb am Drehbuch mit. Nach dem Teenager-Streifen „Der Volltreffer“ mit John Cusack inszenierte Reiner das Coming-of-Age-Drama „Stand by Me – Das Geheimnis eines Sommers“ (1986) nach einem Kurzroman von Stephen King, die sowohl bei der Directors Guild of America als auch der Hollywood Foreign Press Association eine Nominierung für die beste Regie einbrachte.
In der Liebeskomödie „Harry und Sally“ (1989) sind Billy Crystal und Meg Ryan als Liebespaar in einer wechselhaften Beziehung zu sehen, in dem Gerichtsdrama „Eine Frage der Ehre“ (1992) bekommt es Tom Cruise als eigenwilliger junger Marineanwalt mit Jack Nicholson zu tun.
Es folgten der ironisch angehauchte Märchenfilm „Die Braut des Prinzen“ (1987), die Stephen-King-Adaption „Misery“ (1990) mit der für ihre Darstellung Oscar-prämierte Kathy Bates und James Caan in den Hauptrollen. Die enge Beziehung zu Stephen Kings Werk schlug sich 1987 auch in der von Rob Reiner zusammen mit Andrew Scheinman gegründeten Produktionsfirma Castle Rock Entertainment nieder.
Seit dem Flop mit der Komödie „North“ (1994), die in verschiedenen Kategorien sechs „Goldene Himbeeren“-Nominierungen erhielt, büßten Rob Reiners Regiearbeiten immer wieder mal an Qualität ein und konnten nicht mehr an seine früheren Erfolge anknüpfen. Auf die erfolgreiche romantische Komödie „Hallo, Mr. President“ (1995) mit Michael Douglas in der Rolle des verwitweten US-Präsidenten, der sich frisch verliebt, folgte das Drama „An deiner Seite“ (1999) mit Bruce Willis und Michelle Pfeiffer in den Hauptrollen, die Liebeskomödie „Alex & Emma“ (2003) mit Luke Wilson als jungen Schriftsteller auf zwei Zeitebenen und „Wo die Liebe hinfällt …“ mit Jennifer Aniston und Kevin Costner in den Hauptrollen.
2007 inszenierte Reiner die Tragikomödie „Das Beste kommt zum Schluss“ mit Morgan Freeman und Jack Nicholson in den Hauptrollen als krebskranke ältere Männer, die vor ihrem Tod noch eine Weltreise unternehmen. In den 2010er Jahren drehte Reiner mehrmals politisch akzentuierte Filme wie die Biografie „LBJ“ (2016) von US-Präsident Lyndon B. Johnson und „Shock and Awe“ (2017) über die Gründe der Irak-Invasion unter der Regierung Bush, jeweils mit Woody Harrelson in der Hauptrolle besetzt. Reiners letzte Regiearbeit war der im September 2025 erschienene Film „Spinal Tap II: The End Continues“, eine Fortsetzung von „This Is the Spinal Tap“, welche die altgewordenen Rockmusiker aus dem ersten Film bei ihrem Comeback zeigt.
Am 14. Dezember 2025 wurden er und seine Ehefrau Michele Singer von ihrer Tochter in ihrem Haus in Brentwood erstochen aufgefunden. Beamte des Los Angeles Police Department leiteten daraufhin Mordermittlungen ein.

Filmografie (Regie):

1974: Sonny Boy (Fernsehfilm)
1981: Likely Stories, Vol. 1 (Fernsehfilm)
1981: Spinal Tap: The Final Tour (Kurzfilm)
1984: This Is Spinal Tap
1985: Der Volltreffer (The Sure Thing)
1986: Stand by Me – Das Geheimnis eines Sommers (Stand by Me)
1987: Die Braut des Prinzen (The Princess Bride)
1989: Harry und Sally (When Harry Met Sally…)
1990: Misery
1992: Eine Frage der Ehre (A Few Good Men)
1994: North
1995: Hallo, Mr. President (The American President)
1996: Das Attentat (Ghosts of Mississippi)
1997: I Am Your Child (Fernsehfilm)
1999: An deiner Seite (The Story of Us)
2003: Alex & Emma
2004: Everyday Life (Fernsehfilm)
2005: Wo die Liebe hinfällt … (Rumor Has It…)
2007: Das Beste kommt zum Schluss (The Bucket List)
2010: Verliebt und ausgeflippt (Flipped)
2012: 8 (Fernsehfilm)
2012: The Magic of Belle Isle – Ein verzauberter Sommer (The Magic of Belle Isle)
2014: Das grenzt an Liebe (And So It Goes)
2015: Being Charlie – Zurück ins Leben (Being Charlie)
2016: LBJ
2017: Shock and Awe
2023: Albert Brooks: Defending My Life (Dokumentarfilm)
2025: Spinal Tap II: The End Continues

Playlist:

01. Marc Shaiman - Pep Talk (A Few Good Men) - 03:15 
02. Marc Shaiman - She Can't Be Dead (Misery) - 06:16 
03. Eric Clapton & Marc Shaiman - Keepin' Out of Mischief Now (The Story of Us) - 04:34 
04. Marc Shaiman - Remembering Mother (Albert Brooks: Defending My Life) - 03:40 
05. Marc Shaiman - Prologue (Ghostos of Mississippi) - 06:14 
06. Jack Nitzsche - Suite (Stand By Me) - 03:37 
07. Marc Shaiman - Operation Hell Hath No Fury (The First Wives Club) - 04:45 
08. Marc Shaiman - Hawaii (North) - 03:21 
09. Marc Shaiman - Make the Deal (The American President) - 03:43 
10. Mark Knopfler - Once Upon a Time… Storybook Love (The Princess Bride) - 04:00 
11. Marc Shaiman - It's About '68 / He's Gone (LBJ) - 04:23 
12. Jeff Beal - Secret War Committee (Shock and Awe) - 03:20 
13. Ry Cooder - Don't Break Our Hearts (Primary Colours)  - 03:03 
14. Marc Shaiman - Buster's Last Stand (Misery) - 04:14 
15. Marc Shaiman - Theme from Defending My Life (Albert Brooks: Defending My Life) - 02:20 
16. Marc Shaiman - Life and Death (The Bucket List) - 03:54 
17. Marc Shaiman - The Big Break In (The First Wives Club) - 05:17 
18. Mark Knopfler - Guide My Sword (The Princess Bride) - 05:11 
19. Jeff Beal - Democratic Experiment (Shock and Awe) - 06:09 
20. Marc Shaiman - Honor (A Few Good Men) - 03:47 
21. Marc Shaiman - Klandestine Meeting (Ghosts of Mississippi) - 03:37 
22. Marc Shaiman - The Speech (LBJ) - 03:42 
23. Ry Cooder - Wide Sky (Primary Colours) - 06:03 
24. Eric Clapton & Marc Shaiman - Let's Go to Chow Fun (The Story of Us) - 03:21 
25. Randy Edelman - Streetwalkin' Ed (EDtv) - 03:26 
26. Marc Shaiman - End Credits (The Bucket List) - 03:53 
27. Marc Shaiman - President Shepherd (The American President) - 07:27

Donnerstag, 5. Dezember 2024

Playlist #412 vom 15.12.2024 - AMY ADAMS Special

Die US-amerikanische Schauspielerin Amy Adams zählt seit dem Disney-Erfolg „Verwünscht“ (2007) und so unterschiedlichen Kassenschlagern wie „Sunshine Cleaning“, „Glaubensfrage“, „The Fighter“, „The Master“, „Man of Steel“, „American Hustle“ und „Her“ zu den bestbezahlten Schauspielerinnen in Hollywood und wurde bereits sechsmal für einen Oscar nominiert. Nun ist sie in dem schwarzhumorigen Body-Horror-Streifen „Nightbitch“ zu sehen. Zu hören gibt es in dieser Sendung Musik aus ihren bekanntesten Filmen – von Komponisten wie Hans Zimmer, Danny Elfman, Howard Shore, Alan Menken, John Williams u.v.a. 

Amy Adams kam am 20. August 1974 im italienischen Vicenza, wo ihr Vater als US-Soldat stationiert war, zur Welt, wuchs als mittleres von sieben Kindern einer mormonischen Familie im ländlichen Castle Rock im US-Bundesstaat Colorado auf und kam schon früh mit der Schauspielerei in Berührung. Ihr Vater, der selbst Schauspieler war, schrieb nämlich in seiner Freizeit Theaterstücke, die im Kreis der Familie aufgeführt wurden. Während ihrer Zeit an der Highschool im Douglas County nahm sie Ballettunterricht und spielte Theater. Nach ihrem Schulabschluss arbeitete sie in einem Dinner Theater (einem Restaurant, das die Mahlzeiten mit Theaterinszenierungen verbindet) in Denver, Colorado, sowie kurzzeitig als Hostess und Kellnerin bei der bekannten US-amerikanischen Systemgastronomiekette Hooters. Danach ersetzte Adams eine Kollegin in Minnesota und arbeitete im Chanhassen Dinner Theater, wo sie u. a. in einer Aufführung des Broadway-Musicals „Good News“ auftrat. Im Jahr 1999 feierte sie ihre erste Filmrolle an der Seite von Kirsten Dunst, Denise Richards und Kirstie Alley in der Satire „Gnadenlos schön“, wo sie in einer Nebenrolle als einfältige Cheerleaderin zu sehen ist. Daraufhin zog Adams nach Los Angeles, wo sie eine Hauptrolle in der Fernsehserie „Manchester Prep“ verkörperte. Allerdings wurde die Serie, die ein Prequel zum Thriller „Eiskalte Engel“ darstellte, wegen eines Rechtsstreits nach drei abgedrehten Folgen annulliert, neu geschnitten und als „Eiskalte Engel 2“ direkt auf Video veröffentlicht. 
Es folgten Nebenrollen in Robert Lee Kings Horrorkomödie „Psycho Beach Party“, in dem Sportlerdrama „Pumpkin“ und in der romantischen Komödie „Scheidung ist süß“
Im Jahr 2002 wurde die Casting-Direktorin Deborah Zane auf Adams aufmerksam und schlug sie Steven Spielberg für seinen Film „Catch Me If You Can“ vor, wo sie die Geliebte der von Leonardo DiCaprio dargestellten Hauptperson verkörpern durfte. 
Mit diesem Erfolg im Rücken folgten Hauptrollen in Jonathan Sagalls Tragikomödie „The Last Run“ und dem Drama „Standing Still – Blick zurück nach vorn“, ehe sie die wiederkehrende Rolle der Alice Doherty in der nach einem Jahr schon wieder abgesetzten CBS-Fernsehserie „Dr. Vegas“ ergatterte. Nach einer Rolle in der Komödie „Wedding Date“ spielte Amy Adams in Phil Morrisons Independentfilm „Junikäfer“ die hochschwangere und kindliche Ashley aus dem ländlichen North Carolina, die Besuch von ihrem kosmopolitischen Schwager nebst Gattin erhält und davon träumt, ihrem Baby den ausgefallenen Namen Junebug zu geben. 
Ihre überzeugende Darstellung wurde mit ihrer ersten Oscar-Nominierung, dem Spezialpreis der Jury auf dem Sundance Film Festival 2005 sowie den Auszeichnungen des Filmkritikerverbandes von San Francisco, der Southeastern Film Critics Association, der National Society of Film Critics und dem Independent Spirit Award, jeweils als beste Nebendarstellerin belohnt. 
Die rothaarige Adams war anschließend in Adam McKays Komödie „Ricky Bobby – König der Rennfahrer“ und Disneys romantischer Fantasykomödie „Verwünscht“ als Prinzessin zu sehen, die von einer bösen Hexe aus einem Cartoon ins New York der Gegenwart gezaubert wird. 
Immer wieder war Adams auch mit Gastauftritten in Fernsehserien wie „Buffy – Im Bann der Dämonen“ (2000), „Smallville“ (2001), „The West Wing – Im Zentrum der Macht“ (2002) und „The Office“ (2005–2006) vertreten. 
In den Jahren 2007/2008 zählte Amy Adams zu den am besten verdienenden Schauspielerinnen in Hollywood. Zwischen Juni 2007 und Juni 2008 erhielt sie Gagen in Höhe von 14,5 Mio. US-Dollar und rangierte hinter Cameron Diaz, Keira Knightley, Jennifer Aniston, Reese Witherspoon, Gwyneth Paltrow, Jodie Foster, Sarah Jessica Parker und Meryl Streep auf Platz neun. Ein Jahr später spielte sie in John Patrick Shanleys Theaterverfilmung „Glaubensfrage“ (2008) neben Meryl Streep und Philip Seymour Hoffman die Rolle einer jungen Nonne und Geschichtslehrerin an einer katholischen Schule, die mit Missbrauchsvorwürfen gegen den Geistlichen konfrontiert wird. Der Part der Schwester James brachte ihr erneut Nominierungen für die wichtigsten Filmpreise, darunter Golden Globe und Oscar, ein. 
2009 war sie in der Komödie „Nachts im Museum 2“ zu sehen, in der sie an der Seite von Ben Stiller und Owen Wilson die Flugpionierin Amelia Earhart verkörperte. Ebenfalls 2009 war sie in dem Film „Julie & Julia“ in der Rolle der Julie Powell zu sehen. 2010 folgte eine Nebenrolle in David O. Russells Boxer-Drama „The Fighter“ neben Mark Wahlberg, Christian Bale und Melissa Leo, wofür sie 2011 erneut eine Golden-Globe- und Oscar-Nominierung erhielt. 
Für Tim Burtons Spielfilm „Big Eyes“ bekam sie 2015 den Golden-Globe als beste Hauptdarstellerin. Bei den Golden Globe Awards 2017 war sie in derselben Kategorie für „Arrival“ von Denis Villeneuve nominiert. Mit „Nocturnal Animals“, „Justice League“ und „Vice – Der zweite Mann“ folgten weitere von Kritik und Publikum beachtete Filme. 2018 war sie auch in der Hauptrolle der von Jean-Marc Vallée inszenierten HBO-Miniserie „Sharp Objects“ nach dem Roman von Gillian Flynn zu sehen. Zuletzt spielte sie an der Seite von Glenn Close in Ron Howards komödiantischen Drama „Hillbilly-Elegie“ (2020), verkörperte in Joe Wrights Psychothriller „The Woman in the Widow“ eine in New York alleinlebende agoraphobische Frau, die beginnt, ihre neuen Nachbarn auszuspionieren, und war in „Zack Snyder’s Justice League“ ebenso präsent wie in der „Verwünscht“-Fortsetzung „Verwünscht nochmal“ (2022). 

Filmographie: 

1999: Gnadenlos schön (Drop Dead Gorgeous) 
2000: Psycho Beach Party 
2000: The Peter Principle (Fernsehfilm) 
2000: Die wilden Siebziger (That ’70s Show, Fernsehserie, Folge 2x15: Dumm und dümmer) 
2000: Charmed – Zauberhafte Hexen (Charmed, Fernsehserie, Folge 2x16: Murphy’s Luck) 
2000: The Chromium Hook (Kurzfilm) 
2000: Eiskalte Engel 2 (Cruel Intentions 2) 
2000: Buffy – Im Bann der Dämonen (Buffy the Vampire Slayer, Fernsehserie, Folge 5x06: Family) 2001: Smallville (Fernsehserie, Folge 1x07 Craving) 
2002: The Slaughter Rule 
2002: Pumpkin 
2002: Scheidung ist süß (Serving Sara) 
2002: Catch Me If You Can
2003: The West Wing – Im Zentrum der Macht (The West Wing, Fernsehserie, 1 Folge) 
2004: Standing Still – Blick zurück nach vorn (Standing Still) 
2004: The Last Run 
2004: Dr. Vegas (Fernsehserie, 5 Folgen) 
2005: Wedding Date (The Wedding Date) 
2005: Junikäfer (Junebug) 
2005–2006: The Office (Fernsehserie, 3 Folgen) 
2006: Ricky Bobby – König der Rennfahrer (Talladega Nights: The Ballad of Ricky Bobby) 
2006: Dein Ex – Mein Albtraum (Fast Track) 
2006: Kings of Rock – Tenacious D (Tenacious D in The Pick of Destiny) 
2007: Verwünscht (Enchanted) 
2007: Der Krieg des Charlie Wilson (Charlie Wilson’s War) 
2007: Underdog – Unbesiegt weil er fliegt (Underdog) 
2008: Miss Pettigrews großer Tag (Miss Pettigrew Lives for a Day) 
2008: Sunshine Cleaning 
2008: Glaubensfrage (Doubt) 
2009: Nachts im Museum 2 (Night at the Museum 2: Battle of the Smithsonian) 
2009: Julie & Julia 
2010: Verlobung auf Umwegen (Leap Year) 
2010: The Fighter 
2011: Die Muppets (The Muppets) 
2012: On the Road – Unterwegs (On the Road) 
2012: The Master 
2012: Back in the Game (Trouble with the Curve) 
2013: Man of Steel 
2013: American Hustle 
2013: Her 
2014: Lullaby 
2014: Big Eyes 
2016: Batman v Superman: Dawn of Justice 
2016: Arrival 
2016: Nocturnal Animals 
2017: Justice League 
2018: Sharp Objects (Miniserie) 
2018: Vice – Der zweite Mann (Vice) 
2020: Hillbilly-Elegie (Hillbilly Elegy) 
2021: The Woman in the Window 
2021: Zack Snyder’s Justice League 
2021: Dear Evan Hansen 
2022: Verwünscht nochmal (Disenchanted) 
2024: Nightbitch 

Playlist: 

01. Alexandre Desplat - Starting Out (Julie & Julia) - 02:45 
02. Blake Neely - Invitation To A Wedding (The Wedding Date) - 04:59 
03. Danny Elfman - Opening (Big Eyes) - 04:00 
04. Alan Menken - Enchanted Suite (Enchanted) - 04:36 
05. Randy Edelman - Coming Together (Underdog) - 06:21 
06. James Newton Howard - Turning the Tide (Charlie Wilson's War) - 08:35 
07. Marco Beltrami - Wilson At Bat (Trouble With The Curve) - 03:12 
08. Howard Shore - Goodbye Sermon (Doubt) - 02:37 
09. John Williams - A Broken Home (Catch Me If You Can) - 04:26 
10. Hans Zimmer & David Fleming - Responsibility (Hillbilly Elegy) - 05:05 
11. Alan Silvestri - Amelia Says Goodbye (Night at the Museum 2) - 02:46 
12. Jóhann Jóhannsson - Heptapod B (Arrival) - 03:42 
13. Danny Elfman - The End (The Woman in the Window) - 04:53 
14. Hans Zimmer - Homecoming (Man of Steel) - 02:33 
15. Randy Edelman - Anna's Theme (Leap Year) - 02:55 
16. Christophe Beck - We Fail Together (The Muppets) - 03:40 
17. Danny Elfman - A New Hope (Justice League) - 04:36 
18. Hans Zimmer & Junkie XL - Beautiful Lie (Batman v Superman: Dawn of Justice) - 03:47 
19. Nicholas Britell - The Iraq War Symphony (Vice) - 02:48 
20. Jonny Greenwood - Alethia (The Master) - 04:05 
21. Alan Menken - Disenchanted Score Suite (Disenchanted) - 07:44 
22. James Newton Howard - Refugee Camp (Charlie Wilson's War) - 05:08 
23. Abel Korzeniowski - Mothers (Nocturnal Animals) - 02:31 
24. Nate Heller - Thorough Transfiguration (Nightbitch) - 03:11 
25. William Butler & Owen Pallett - Some Other Place (Her) - 03:39 
26. Michael Brook - It's My Life (The Fighter) - 02:26 
27. Gustavo Santaolalla - Lovin' It (On the Road) - 05:32 
28. John Williams - Learning the Ropes (Catch Me If You Can) - 08:44

Sonntag, 20. Februar 2022

Playlist #339 vom 27.02.2022 - R.I.P. IVAN REITMAN (1946-2022)

Vor allem in den 1980er und 1990er Jahren avancierte Ivan Reitman mit Filmen wie „Ich glaub‘ mich knutscht ein Elch“, „Ghostbusters – Die Geisterjäger“, „Twins – Zwillinge“ und „Kindergarten Cop“ zu einem der erfolgreichsten Komödien-Regisseure in Hollywood. Er verschaffte Action-Star Arnold Schwarzenegger und die auf ernsthafte Rollen abonnierte Sigourney Weaver ein komödiantisches Profil und arbeitete mit Super-Stars wie Bill Murray, Danny DeVito, Emma Thompson, Harrison Ford, Robin Williams und Robert Redford zusammen. Am 12. Februar verstarb Ivan Reitman im Alter von 75 Jahren in seinem Haus in Montecito. 
Ivan Reitman wurde als Sohn jüdischer Eltern in der ehemaligen Tschechoslowakei geboren. Die während des Holocausts verfolgte Familie emigrierte 1950 ins kanadische Toronto. Bereits während seines Studiums an der McMaster University in Hamilton drehte Reitman erste Kurzfilme und lernte u.a. die späteren Schauspieler Martin Short und Rick Moranis kennen. Nach dem Studium arbeitete Reitman zunächst für den in Toronto ansässigen Fernsehsender CITY-TV und begann Anfang der 1970er Jahre, sein Sinn für Komödien umzusetzen. 
Nach „Foxy Lady“ (1971) und der Horror-Komödie „Cannibal Girls – Der Film mit der Warnglocke“ (1973) etablierte sich die Zusammenarbeit mit dem damals noch unbekannten Schauspieler Bill Murray. 1979 spielte Murray in „Babyspeck und Fleischklößchen“ einen Betreuer in einem Sommercamp, mit der Militär-Satire „Ich glaub‘ mich knutscht ein Elch“ gelang dem Duo schließlich der Durchbruch, bevor sie mit dem Blockbuster „Ghostbusters“ 1984 zu Comedy-Stars avancierten. 
Reitman wurde daraufhin als „Director of the Year“ von der National Association of Theater Owners ausgezeichnet und erhielt ein Jahr später den „Special Achievement Award“ bei den Canadian Genie Awards. 1986 entstand mit „Staatsanwälte küsst man nicht“ ein romantischer Thriller mit Robert Redford, Debra Winger und Daryl Hannah in den Hauptrollen. Es war die letzte Zusammenarbeit von Reitman mit dem Komponisten Elmer Bernstein, der seit „Meatballs“ alle Filme des Regisseur vertont hatte. Mit Randy Edelman verwirklichte Reitman anschließend seine nächsten Projekte „Twins – Zwillinge“ (1988), „Ghostbusters II“ (1989) und „Kindergarten Cop“ (1990), der zweiten Zusammenarbeit des Regisseurs mit Action-Star Arnold Schwarzenegger, die 1994 mit „Junior“ ihren Abschluss fand. 
Zwar drehte Reitman auch in den nachfolgenden Jahren noch Filme wie „Sechs Tage, sieben Nächte“ (1998), „Evolution“ (2001) und „Freundschaft Plus“ (2011), aber lag sein Hauptaugenmerk bereits auf dem Produzieren. Besondere Erwähnung dürften hier das Biopic „Hitchcock“ und die von seinem Sohn Jason Reitman inszenierte und mit sechs Oscar-Nominierungen bedachte Komödie „Up in the Air“ finden. 
2014 drehte er mit „Draft Day“ mit Kevin Costner in der Hauptrolle seinen letzten Film, produzierte aber noch das „Ghostbusters“-Reboot mit den Filmen „Ghostbusters“ (2016) und „Ghostbusters: Legacy“ (2021). 
 

Filmographie:

1968: Orientation (Kurzfilm) 
1971: Foxy Lady 
1973: Cannibal Girls 
1979: Babyspeck und Fleischklößchen (Meatballs) 
1981: Ich glaub’ mich knutscht ein Elch! (Stripes) 
1984: Ghostbusters – Die Geisterjäger (Ghostbusters) 
1986: Staatsanwälte küßt man nicht (Legal Eagles) 
1988: Twins – Zwillinge (Twins) 
1989: Ghostbusters II 
1990: Kindergarten Cop 
1993: Dave 
1994: Junior 
1997: Ein Vater zuviel (Fathers’ Day) 
1998: Sechs Tage, sieben Nächte (Six Days Seven Nights) 
2001: Evolution 
2004: Cooking Lessons (Fernsehfilm) 
2006: Die Super-Ex (My Super Ex-Girlfriend) 
2011: Freundschaft Plus (No Strings Attached) 
2014: Draft Day 

Playlist:

1. Elmer Bernstein - Ghostbusters Theme (Ghostbusters) - 03:01 
2. Elmer Bernstein - Freeze Frames (Stripes) - 03:50 
3. Elmer Bernstein - Chelsea Seeks Shelter (Legal Eagles) - 03:13 
4. Randy Edelman - The Sensitive Side of Dana (Ghostbusters II) - 04:07 
5. Randy Edelman - Children's Montage (Kindergarten Cop) - 03:22 
6. Randy Edelman - Subways and Skyscrapers (Six Days Seven Nights) - 03:25 
7. Georges Delerue - Main Title Theme (Twins) - 03:00 
8. Randy Edelman - Going to Santa Fe (Twins) - 02:10 
9. James Newton Howard - The Picnic (Dave) - 04:14 
10. James Newton Howard - Labor (Junior) - 04:08 
11. John Powell - Sex-Wayne Copters (Evolution) - 03:50 
12. John Debney - Get Putney, Different World (Draft Day) - 03:08 
13. John Debney - I'd Choose Adam / First Date (No Strings Attached) - 03:53 
14. Christophe Beck - Opening (Post Grad) - 02:16 
15. Theodore Shapiro - The Aldridge Mansion (Ghostbusters) - 02:57 
16. Rolfe Kent - What's In Your Backpag (Up In The Air) - 02:05 
17. Randy Edelman - Family Portrait - Finale (Ghostbusters II) - 03:49 
18. John Debney - Emma Surprises Adam / I Love You (No Strings Attached) - 03:30 
19. Rob Simonsen - Reconciliation (Ghostbusters: Afterlife) - 04:36 
20. Mychael Danna - Chardonnay (Chloe) - 05:07 
21. Danny Elfman - End Credits #1 (Hitchcock) - 02:34 
22. John Debney - Brown on the Clock (Draft Day) - 02:54 
23. James Newton Howard - She Hates Me (Dave) - 03:14
24. Randy Edelman - Oscar is Quietly Surrounded (Ghostbusters II) - 04:22 
25. Elmer Bernstein - Dana's Theme (Ghostbusters) - 03:32 
26. Elmer Bernstein - Laura and Tom's Love Theme (Legal Eagles) - 02:50 
27. James Newton Howard - First Pregnant Man (Junior) - 03:13 
28. Theodore Shapiro - Ley Lines (Ghostbusters) - 03:47 
29. Rob Simonsen - The Plan (Ghostbusters: Afterlife) - 02:59 
30. Danny Elfman - Suspicion (Hitchcock) - 02:30 
31. James Newton Howard - End Titles (Dave) - 04:17 
32. Randy Edelman - Fire at the School (Kindergarten Cop) - 05:39 
33. Mychael Danna - Your Parent's Room (Chloe) - 07:54

Freitag, 9. April 2021

Playlist #316 vom 11.04.2021 - MICHAEL CHAPMAN Special

Michael Chapman zählt zu den bekanntesten Kameraleuten des New Hollywood, hat mit Regisseuren wie Martin Scorese („Wie ein wilder Stier“, „Taxi Driver“), Philip Kaufman („Die weiße Dämmerung“, „Die Körperfresser kommen“) und Ivan Reitman („Ghostbusters 2“, „Kindergarten Cop“) gearbeitet, wurde zweimal für den Oscar nominiert (für „Wie ein wilder Stier“ und „Auf der Flucht“) und sich selbst als Regisseur probiert („Ayla und der Clan des Bären“, „Der richtige Dreh“). 2004 wurde er von der American Society of Cinematographers mit dem Lifetime Achievement Award ausgezeichnet.

Chapman wurde am 21. November 1935 in New York City geboren und wuchs in Wellesley, Massachusetts, auf. Als Jugendlicher interessierte er sich jedoch mehr für Sport als für Fotografie oder Malerei. Er brachte dem Kino die gleiche Begeisterung entgegen wie seine Altersgenossen, doch war es für ihn eine andere Welt, in der er nicht glaubte, einen Job bekommen zu können. 
Nach seinem Abschluss der High School und an der Columbia University ging Chapman zur Eisenbahn, bevor er zur Armee musste. Da seine Dienstzeit zwischen Korea und Vietnam lag, war er froh, seine Militärzeit beenden zu können, ohne jemanden erschossen zu haben. Er kehrte nach New York zurück, wo er eine Kommilitonin von der Columbia heiratete, deren Vater der Oscar-nominierte Kameramann Joseph C. Brun gewesen ist. Brun verschaffte seinem Schwiegersohn einen Job in seiner Branche, wo Chapman zunächst Hilfs- und Assistenten-Jobs übernahm und schließlich bei MPO Videotronics landete, wo er hoffte, über den Rang eines Assistenten hinauszukommen. 
Tatsächlich hat er es Gordon Willis zu verdanken, das Filmemachen eher als Leidenschaft denn als Job zu betrachten. Chapman war als Camera Operator für Willis bei „Der Hausbesitzer“ (1970), „Klute“ (1971), „Der Pate“ (1972) und „Der Pate - Teil II“ ( 1974) tätig, stellte fest, dass er gut in seinem Job war, und wollte selbst Kameramann werden. Die Gelegenheit ergab sich, als Hal Ashby, mit dem Chapman bereits an „Der Hausbesitzer“ arbeitete, die Vorbereitungen zu „Das letzte Kommando“ (1973) traf und die Kameramänner, die er gern gehabt hätte, entweder nicht verfügbar waren oder die falsche Berechtigungskarte für einen Job an der Ostküste hatten, weshalb er Chapman den Job gab. 
„Hal ist einer der 70er-Jahre-Filmemacher, über die man nicht genug redet“, wird der 2020 verstorbene Chapman in einem Nachruf auf "The American Society of Cinematographers" zitiert. „Er war wirklich gut, und er machte einige wundervolle Filme. Ich denke, ,Das letzte Kommando‘ ist eine der besten Sachen, die Jack Nicholson gemacht hat. Davon abgesehen verdanke ich Hal die Tatsache, dass er derjenige gewesen ist, der meine Karriere als Kameramann zum Laufen brachte.“ 
Ebenso hilfreich für die weitere Karriere war die Zusammenarbeit mit Philip Kaufman, der 1974 das in der Arktis spielende Drama „Die weiße Dämmerung“ inszenierte, von den Probeaufnahmen des kanadischen Kameramanns aber so enttäuscht war, dass er Chapman mit seiner Lizenz für Ostküsten-Drehs als Ersatz anheuerte. Daraufhin arbeitete Kaufman mit Chapman auch an „Die Invasion der Körperfresser“ (1978) und „The Wanderers – Terror in der Bronx“ (1979) zusammen. Zwischenzeitlich nahm Chapman auch wieder einen Job als Camera Operator an, diesmal für Bill Butler, der 1975 für Steven Spielberg den Blockbuster „Der weiße Hai“ filmte. 
Kurz darauf eröffnete sich für Chapman der Beginn einer weiteren fruchtbaren Zusammenarbeit – mit Martin Scorsese. Nach einigen kleinen Filmen wie „Hexenkessel“ (1973) und „Alice lebt nicht mehr hier“ (1974) wollte Scorsese ein kleines Drama über einen New Yorker Taxifahrer drehen. Chapman las das Drehbuch von Paul Schrader und sah sofort die unglaublichen künstlerischen Möglichkeiten. „Paul konnte wie ein Engel schreiben. ,Taxi Driver‘ war das beste Skript, das ich je gelesen habe – und es war sehr visuell. So viele Details in dem Film waren schon im Drehbuch vorhanden“, erinnerte sich Chapman (ebd.). „Das Projekt bot enorme visuelle Möglichkeiten, und wir fühlten, dass es richtig sei, ungewöhnliche Dinge bei der Arbeit mit der Kamera und dem Licht zu tun.“ 
Anschließend kamen Scorsese und Chapman für den ambitionierten Konzertfilm „The Last Waltz“ (1978) zusammen, der das Abschiedskonzert von Robbie Robertsons The Band festhielt. Danach folgte ein Film, der sowohl für Scorsese als auch für Chapman einen gewaltigen Karriereschub einbrachte und in die Filmgeschichte einging: „Wie ein wilder Stier“ (1980). 
Chapmans Schwarzweiß-Fotografie wurde vor allem von den Medien geprägt, mit denen die Filmemacher den Boxsport assoziierten. „Boxen war Schwarzweiß für uns, ob es die nächtlichen Kämpfe am Freitag im Fernsehen oder die Bilder im ,Life‘-Magazin waren. Und dann waren da noch all die Filme, die mit Boxen zu tun hatten, wie ,Im Taumel der Weltstadt‘.“ (ebd.) 
Die Oscar-nominierte Kameraarbeit führte Chapman direkt zu seinem Engagement für Carl Reiners Noir-Hommage „Tote tragen keine Karos“ (1982) mit Steve Martin in der Hauptrolle. Chapman arbeitete an einer Reihe von Komödien mit Regisseur Ivan Reitman wie „Ghostbusters II“ (1989), „Kindergarten Cop“ (1990), „Sechs Tage, sieben Nächte“ (1998) und „Evolution“ (2001). 
Zu seinen letzten Filmen zählten der Psycho-Thriller „Suspect Zero“ (2004) und das Familien-Abenteuer „Brücke nach Terabithia“ (2007). 
Obwohl er schon schwer erkrankt war, nahm er 2016 seine Auszeichnung mit dem Lifetime Achievement Award beim 24. International Film Festival of the Art of Cinematography Camerimage im polnischen Bydgoszcz persönlich entgegen. 
 
Filmographie: 
1973: Das letzte Kommando (The Last Detail) 
1974: Die weiße Dämmerung (The White Dawn) 
1975: Death Be Not Proud (Fernsehfilm) 
1976: Der nächste Mann (The Next Man) 
1976: Der Strohmann (The Front) 
1976: Taxi Driver 
1978: American Boy: A Profile of - Steven Prince (Dokumentation) 
1978: Die Körperfresser kommen (Invasion of the Body Snatchers) 
1978: Finger - Zärtlich und brutal (Fingers) 
1978: King (TV Mini-Serie) 
1978: Shoot the Sun Down 
1978: The Band (Dokumentation) 
1979: Hardcore - Ein Vater sieht rot (Hardcore) 
1979: The Wanderers - Terror in der Bronx (The Wanderers) 
1980: Wie ein wilder Stier (Raging Bull) 
1982: Personal Best 
1982: Tote tragen keine Karos (Dead Men Don't Wear Plaid) 
1983: Der Mann mit zwei Gehirnen (The Man with Two Brains) 
1984: Der richtige Dreh (All the right Moves, Regie) 
1985: Ayla und der Clan des Bären (The Clan of the Cave Bear, Regie) 
1986: Die Androiden – Sie sind unter uns (Annihilator, Fernsehfilm, Regie) 
1987: Michael Jackson: Bad (Musikvideo) 
1987: The Lost Boys 
1988: Die Geister, die ich rief... (Scrooged) 
1988: Mörderischer Vorsprung (Shoot to Kill) 
1988: Tote Engel lügen nicht (Gotham, Fernsehfilm) 
1989: Ghostbusters 2 
1990: Ein verrückt genialer Coup (Quick Change) 
1990: Kindergarten Cop 
1991: Doc Hollywood 
1992: Baroque Duet (Fernsehfilm-Dokumentation) 
1992: Stimmen im Dunkel (Whispers in the Dark) 
1993: Auf der Flucht (The Fugitive) 
1993: Die Wiege der Sonne (Rising Sun) 
1995: The Viking Sagas (Regie)
1996: Space Jam 
1996: Zwielicht (Primal Fear) 
1998: Sechs Tage, sieben Nächte (Six Days, Seven Nights) 
1999: An deiner Seite (The Story of Us) 
1999: White River Kid 
2000: The Watcher 
2001: Evolution 
2004: Eulogy 
2004: House of D 
2004: Suspect Zero - Im Auge des Mörders (Suspect Zero) 
2006: Eulen - Kleine Freunde in großer Gefahr! (Hoot) 
2007: Brücke nach Terabithia (Bridge to Terabithia) 
 
Playlist:
1. James Newton Howard - Main Title (The Fugitive) - 03:50 
2. Henry Mancini - Arctic Whale Hunt (The White Dawn) - 03:39 
3. Michael Kamen - Beach Scene (The Next Man) - 03:14 
4. Bernard Herrmann - Theme From Taxi Driver (Taxi Driver) - 04:14 
5. John Scott - Main Title (Shoot to Kill) - 03:33 
6. Thomas Newman - Trip to Iowa (Whispers In the Dark) - 02:17 
7. Randy Edelman - Big Ball O' Yellow / The Symbol (Ghostbusters II) - 03:57 
8. Randy Edelman - Children's Montage (Kindergarten Cop) - 03:22 
9. Carter Burwell - Life Sentence (Doc Hollywood) - 04:25 
10. Toru Takemitsu - Medley (Rising Sun) - 03:05 
11. Randy Edelman - Floating Pontoons (Six Days, Seven Nights) - 02:30 
12. James Newton Howard - Courtroom Montage (Primal Fear) - 02:14 
13. Dulce Pontes Frederico de Brito & Ferrer Trindade - Canção Do Mar (Primal Fear) - 05:19 
14. Bernard Herrmann - The Days Do Not End (Taxi Driver) - 04:06 
15. Ruby Braff and His New England Songhounds - Keepin' Out of Mischief Now (The Story of Us) - 04:34 
16. Miklós Rózsa - Finale (Dead Men Don't Wear Plaid) - 04:30 
17. Alan Silvestri - The Vision (The Clan of the Cave Bear) - 03:39 
18. Thomas Newman - They're Coming (The Lost Boys) - 02:43 
19. Danny Elfman - Asylum / Luncheon / Crematorium / On Fire (Scrooged) - 03:50 
20. Thomas Newman - My Best Friend (Whispers In the Dark) - 03:26 
21. Clint Mansell - Looking For Fran (Suspect Zero) - 02:24 
22. Randy Edelman - Subways and Skyscrapers (Six Days, Seven Nights) - 03:25 
23. Eric Clapton & Marc Shaiman - Let's Go to Chow Fun (The Story of Us) - 03:22 
24. Michael Kamen - Nicole's Theme (The Next Man) - 02:35 
25. Marco Beltrami - Driven (The Watcher) - 03:26 
26. Aaron Zigman - All of Terabithia (Bridge to Terabithia) - 03:47 
27. Geoff Zanelli - Samba Pa Ti (House of D) - 05:08 
28. John Scott - End Titles (Shoot to Kill) - 03:56 
29. Danny Elfman - The Big Speech [Alternate] (Scrooged) - 03:17 
30. Jack Nitzsche - Hollywood Nightride (Hardcore) - 02:05 
31. James Newton Howard - Kimble Dyes His Hair (The Fugitive) - 04:23 
32. Alan Silvestri - End Title (The Clan of the Cave Bear) - 06:35

Sonntag, 13. Dezember 2020

Playlist #308 vom 20.12.2020 - ADRIAN BIDDLE Special

In der letzten Sendung dieses Jahres widmen wir uns dem britischen Kameramann Adrian Biddle, der vor allem durch seine Mitarbeit bei Ridley Scott („Thelma & Louise“, „1492 – Die Eroberung des Paradieses“) bekannt geworden ist, aber auch mit namhaften Regisseuren wie James Cameron („Aliens“), Rob Reiner („Die Braut des Prinzen“), Ron Howard („Willow“) und Neil Jordan („Der Schlächterbursche“) zusammengearbeitet hat. 

Adrian Biddle wurde am 20. Juli 1952 in Woolwich, London, als Sohn eines Lebensmittelhändlers geboren und verdankt seinen Einstieg ins Filmgeschäft seinem Talent als Schwimmer. Der legendäre Unterwasser-Fotograf Egil S. Woxholt nahm sich des damals 15-jährigen Schwimm-Champions an und ließ ihn 1969 mit am James-Bond-Film „Im Geheimdienst Ihrer Majestät“ und 1970 an „Kapitän Nemo und die Unterwasserstadt“ mitarbeiten. Anfang der 1970er wechselte er zur Firma Ridley Scott Associates, wo er an Spielfilmen und Werbevideos mitwirkte, ehe er ab 1980 Chefkameramann wurde und über 100 Werbefilme drehte. Er assistierte Ridley Scott und seinem Kameramann Derek Vanlint 1979 bei dem Science-Fiction-Klassiker „Alien“ und übernahm 1986 erstmals den Posten des Chefkameramanns bei James Camerons Fortsetzung „Aliens – Die Rückkehr“
Danach wirkte Biddle an etlichen Blockbuster-Erfolgen mit. Nach Rob Reiners Fantasy-Romanze „Die Braut des Prinzen“ (1987) war Biddle für die Kameraarbeit bei Ron Howards Fantasy-Abenteuer „Willow“ (1988) und die beiden Ridley-Scott-Filme „Thelma & Louise“ (1991) und „1492 – Die Eroberung des Paradieses“ (1992) verantwortlich, wobei er für seine Arbeit an „Thelma & Louise“ seine erste und einzige Oscar-Nominierung erhielt. 
Zu den weiteren Filmen, zu denen Biddle die Bilder beisteuerte, zählen Danny Cannons Comic-Adaption von „Judge Dredd“ (1995), Fred Schepisis Komödie „Wilde Kreaturen“ (1997), Neil Jordans kaum bekanntes Drama „Der Schlächterbursche“ (1997), Paul W. Andersons Science-Fiction-Drama „Event Horizon – Am Rande des Universums“ (1997), die ersten beiden „Die Mumie“-Filme (1998 und 2001) von Stephen Sommers sowie das James-Bond-Abenteuer „Die Welt ist nicht genug“ (1999). 
Seine letzten Produktionen waren die romantische Komödie „Bridget Jones – Am Rand des Wahnsinns“ (2004), der Horror-Film „Der Fluch der Betsy Bell“ (2005) und die Comic-Verfilmung von „V wie Vendetta“ (2005). Der 1998 mit dem Europäischen Filmpreis ausgezeichnete Kameramann erlag am 7. Dezember 2005 einem Herzinfarkt. 

Filmographie: 
1986: Aliens – Die Rückkehr (Aliens) – Regie: James Cameron 
1987: Die Braut des Prinzen (The Princess Bride) – Regie: Rob Reiner 
1988: Der Fremde am Strand (The Dawning) – Regie: Robert Knights 
1988: Willow – Regie: Ron Howard 
1989: Das lange Elend (The Tall Guy) – Regie: Mel Smith 
1991: Thelma & Louise – Regie: Ridley Scott 
1992: 1492 – Die Eroberung des Paradieses (1492: Conquest of Paradise) – Regie: Ridley Scott 
1994: Die goldenen Jungs (City Slickers II: The Legend of Curly’s Gold) – Regie: Paul Weiland 
1995: Judge Dredd – Regie: Danny Cannon 
1996: 101 Dalmatiner (101 Dalmatians) – Regie: Stephen Herek 
1997: Wilde Kreaturen (Fierce Creatures) – Regie: Fred Schepisi 
1997: Der Schlächterbursche (The Butcher Boy) – Regie: Neil Jordan 
1997: Event Horizon – Am Rande des Universums (Event Horizon) – Regie: Paul W. S. Anderson 
1998: Der Guru (Holy Man) – Regie: Stephen Herek 
1998: Die Mumie (The Mummy) – Regie: Stephen Sommers 
1999: James Bond 007 – Die Welt ist nicht genug (The World is not enough) – Regie: Michael Apted 
2000: Das Gewicht des Wassers (The Weight of Water) – Regie: Kathryn Bigelow 
2000: 102 Dalmatiner (102 Dalmatians) – Regie: Kevin Lima 
2001: Die Mumie kehrt zurück (The Mummy Returns) – Regie: Stephen Sommers 
2001: Die Herrschaft des Feuers (Reign of Fire) – Regie: Rob Bowman 
2003: Shanghai Knights – Regie: David Dobkin 
2004: Laws of Attraction – Regie: Peter Howitt 
2004: Bridget Jones – Am Rande des Wahnsinns (Bridget Jones – The Edge of Reason) – Regie: Beeban Kidron 
2005: Der Fluch der Betsy Bell (An American Haunting) – Regie: Courtney Solomon 
2005: V wie Vendetta (V for Vendetta) – Regie: James McTeigue 
Playlist: 
1. Dario Marianelli - Rokewood (V For Vendetta) - 03:45 
2. David Arnold - Gun Barrel / Bond Has Left the Building (The World Is Not Enough) - 03:13 
3. James Horner - Willow's Theme (Willow) - 03:57 
4. Vangelis - Hispanola (1492: Conquest of Paradise) - 04:57 
5. Marc Shaiman - Main Title (City Slickers II) - 02:50 
6. Alan Silvestri - Grass of Importance (Holy Man) - 06:33 
7. Harry Gregson-Williams - Bridget's Theme (Bridget Jones - The Edge of Reason) - 02:11 
8. Edward Shearmur - Main Title (Laws of Attraction) - 03:35 
9. Edward Shearmur - Prologue (Reign of Fire) - 03:22 
10. Hans Zimmer - Thelma & Louise / End Credits (Thelma & Louise) - 03:58 
11. Michael Kamen - The Wedding (101 Dalmatians) - 07:02 
12. David Newman - Kevin Gets Arrested (102 Dalmatians) - 03:45 
13. Alan Silvestri - The Mummy Returns (The Mummy Returns) - 07:44
14. Randy Edelman - The Seal in Danger (Shanghai Knights) - 03:02
15. Alan Silvestri - We Created You (Judge Dredd) - 03:48 
16. Jerry Goldsmith - End Credits (Fierce Creatures) - 03:35 
17. Edward Shearmur - Love at Last (Laws of Attraction) - 03:33 
18. Alan Silvestri - Don't You Worry About A Thing (Holy Man) - 04:23 
19. Randy Edelman - Knights In Shining Armor (Shanghai Knights) - 03:55 
20. Elliot Goldenthal - Blood of the Apache (The Butcher Boy) - 02:34 
21. Edward Shearmur - Rebirth (Reign of Fire) - 02:41 
22. Jerry Goldsmith - Camel Race (The Mummy) - 03:23 
23. Alan Silvestri - End Credits (The Mummy Returns) - 02:29 
24. James Horner - Resolution and Hyperspace (Aliens) - 06:30 
25. Dario Marianelli - End Credits (V For Vendetta) - 07:33 
26. James Horner - Elora Danan (Willow) - 09:48

  © Blogger template Brooklyn by Ourblogtemplates.com 2008

Back to TOP