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Sonntag, 23. November 2025

Playlist #437 vom 30.11.2025 - SUSAN SARANDON Special

Susan Sarandon zählt nicht nur wegen ihres Oscar-Gewinns für ihre beeindruckende Darstellung in dem Drama „Dead Man Walking – Sein letzter Gang“ (1995) zu den profiliertesten Schauspielerinnen in Hollywood. In ihrer umfangreichen Werksbiografie finden sich Dramen, Thriller, Komödien und historische Stoffe ebenso wie eine Vielfalt an Serien. In der heutigen Sendung gibt es Musik aus einigen ihrer bekanntesten Filme wie „Begierde“, „Die Hexen von Eastwick“, „Light Sleeper“, „Betty und ihre Schwestern“, „Thelma & Louise“, „Der Klient“, „Im Zwielicht“ und „Seite an Seite“ von Komponisten wie John Williams, Howard Shore, Mark Isham, Elmer Bernstein, Hans Zimmer, Michel Legrand, Danny Elfman und Thomas Newman zu hören.

Susan Abigail Sarandon wurde am 4. Oktober 1946 in New York City als ältestes von neun Kindern einer streng katholischen Familie italienisch-walisischer Herkunft namens Tomalin geboren. Während sie die Edison High School in Edison Township besuchte, trat sie 1962 einer Band und einer Tanzgruppe bei, um kranke Kinder in einer nahegelegenen Reha-Klinik zu unterhalten. In der elften Klasse spielte sie die Hauptrolle in dem Theaterstück „Lady Precious Stream“, in der zwölften Klasse verkörperte sie die Titelrolle in der Komödie „My Sister Eileen“ und wurde dafür in den Lokalzeitungen erwähnt. 1964 wurde Sarandon in die National Honor Society aufgenommen und schloss die High School ab. Sie besuchte von 1964 bis 1968 die Catholic University of America in Washington D.C., wo sie einen Bachelor of Arts in Drama erwarb und bei dem Schauspiellehrer Gilbert V. Hartke studierte, während sie ihren Lebensunterhalt als Sekretärin, Putzfrau und Model verdiente. Obwohl sie zunächst recht wenig Interesse an der Schauspielerei hatte, wirkte sie 1964 an einer Theateraufführung mit und lernte dort ihren späteren Ehemann Chris Sarandon kennen, mit dem sie von 1967 bis 1979 verheiratet war. Das Paar wurde 1970 für John G. Avildsens „Joe – Rache für Amerika“ gecastet, doch nur Susan Sarandon bekam eine Rolle. Es folgten kleinere Parts für das Fernsehen während ihres Studiums, ehe sie an der Seite von Robert Redford 1975 in „Tollkühne Flieger“ zu sehen war. In dem Kult-Musical „The Rocky Horror Picture Show“ feierte sie in der Rolle der Janet Weiss ihren ersten großen Erfolg. Für Louis Malle stand sie in „Pretty Baby“ (1978) und „Atlantic City“ (1980) vor der Kamera, erhielt für den letzteren ihre erste Oscar-Nominierung.
Ihr umstrittenster Filmauftritt war in Tony Scotts modernem Vampir-Drama „Begierde“ (1983), in dem sie eine Sexszene mit Catherine Deneuve hatte. Es war der erste amerikanische Mainstream-Film mit einer solchen Szene zwischen zwei Star-Schauspielerinnen. Anschließend war sie in der Fantasy-Komödie „Die Hexen von Eastwick“ (1987) an der Seite von Jack Nicholson, Cher und Michelle Pfeiffer zu sehen, um dann mit Kevin Costner und Tim Robbins in dem Film „Annies Männer“ (1988) mitzuwirken, der sowohl kommerziell als auch bei den Kritikern ein Erfolg war.
Sarandon wurde in den 1990er-Jahren vier weitere Male für den Oscar nominiert: als Beste Hauptdarstellerin für ihre Rollen als Louise Sawyer in Ridley Scotts Road-Movie-Drama „Thelma & Louise“ (1991), Michaela Odone in „Lorenzos Öl“ (1992) und Reggie Love in Joel Schumachers Adaption von John Grishams Bestseller „Der Klient“ (1994). Den Oscar gewann sie schließlich für „Dead Man Walking“ (1995), in dem sie Schwester Helen Prejean spielte, die regelmäßig einen verurteilten Mörder im Todestrakt besucht. Außerdem erhielt sie acht Golden-Globe-Nominierungen, unter anderem für die Filme „Frühstück bei ihr“ (1990), „Seite an Seite“ (1998), „Igby“ (2002) und „Bernard and Doris“ (2007).
Zu ihren weiteren Filmen zählen „Bob Roberts“ (1992), „Betty und ihre Schwestern“ (1994), „James und der Riesenpfirsich“ (1996), „Überall, nur nicht hier“ (1999), „Darf ich bitten?“ (2004), „Alfie“ (2004), „Elizabethtown“ (2005), „Verwünscht“ (2007) und „Speed ​​Racer“ (2008). Sarandon hatte nicht nur Gastauftritte in zwei Folgen der „Simpsons“, sondern auch in „Friends“, „Malcolm mittendrin“, „Saturday Night Live“, „30 Rock“ und „Mike & Molly“.
Sarandon sprach den Kommentar zu über zwei Dutzend Dokumentarfilmen, von denen viele soziale und politische Themen behandelten. Außerdem moderierte sie zahlreiche Folgen der PBS-Dokumentarfilmreihe Independent Lens. 1999 und 2000 moderierte und präsentierte sie Mythos, eine Vortragsreihe des verstorbenen amerikanischen Mythologieprofessors Joseph Campbell. Sarandon ist zudem Jurymitglied des NYICFF, eines New Yorker Filmfestivals, das sich auf Filme für Kinder und Jugendliche zwischen 3 und 18 Jahren spezialisiert hat.
Sarandon spielte 2009 in Peter Jacksons „In meinem Himmel“ an der Seite einer Starbesetzung und arbeitete mit ihrer Tochter Eva Amurri, die aus einer Liebesbeziehung mit dem italienischen Regisseur Franco Amurri stammt, in „Middle of Nowhere“ (2008), „That's My Boy“ (2012) und „Das geheime Leben der Marilyn Monroe“ (2015) zusammen. Sie wirkte in den Filmen „Arbitrage“ (2012), „Cloud Atlas“ (2012), „Tammy“ (2014) und „The Meddler“ (2015) mit. 2017 verkörperte Sarandon Bette Davis in der ersten Staffel der FX-Anthologie-Serie „Feud“, wofür sie ihre neunte Golden-Globe-Nominierung erhielt.
2018 wurde Sarandon Mitglied des „Social Impact Advisory Board“ des San Diego International Film Festival. Im Herbst 2022 spielte sie die Hauptrolle in der FOX-Fernsehserie „Monarch“. 2023 war sie in dem DC-Extended-Universe-Superheldenfilm „Blue Beetle“ zu sehen. 2025 spielte sie an der Seite von Vince Vaughn in „Nonnas“, einer US-amerikanischen Komödie unter der Regie von Stephen Chbosky. Ebenfalls 2025 gab sie ihr britisches Bühnendebüt in Tracy Letts’ Stück „Mary Page Marlowe“.
Sarandon ist bekannt für ihr aktives Engagement bei progressiven und linken politischen Anliegen. Ihr Einsatz reicht von Spenden an Organisationen wie EMILY's List bis hin zur Teilnahme an einer Delegation nach Nicaragua im Jahr 1983. 1999 wurde sie zur UNICEF-Botschafterin des Guten Willens ernannt. In dieser Funktion unterstützte sie aktiv die weltweite Interessenvertretung der Organisation sowie die Arbeit des kanadischen UNICEF-Komitees. 2006 war sie eine von acht Frauen, die ausgewählt wurden, die olympische Flagge bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele 2006 in Turin, Italien, zu tragen. Im selben Jahr erhielt Sarandon den humanitären Preis von Action Against Hunger. 2018 spendete sie Obstbäume an die Jamaica Houses der New Yorker Wohnungsbehörde im Stadtbezirk Queens. Sarandon besuchte die Wohnanlage persönlich, um beim Pflanzen der Bäume zu helfen. Im Jahr 2022 wurde sie Botschafterin des HALO Trust, einer Minenräumungsorganisation. Im Mai 2024 rief sie die irischen Wähler dazu auf, Mick Wallace und Clare Daly als Europaabgeordnete wiederzuwählen. Immer wieder hat Sarandon in der Vergangenheit auch demokratische Präsidentschaftskandidaten wie Barack Obama und Bernie Sanders unterstützt.Filmografie (Auswahl)
1970: Joe – Rache für Amerika
1971: A World Apart (Fernsehserie, 1 Episode)
1971: Fleur bleue
1971: Mortadella (La Mortadella)
1974: Extrablatt (The Front Page)
1974: Aus Liebe zu Molly (Lovin’ Molly)
1974: F. Scott Fitzgerald and ’The Last of the Belles’ (Fernsehfilm)
1975: Tollkühne Flieger (The Great Waldo Pepper)

1975: The Rocky Horror Picture Show
1976: Geheimnis der Libelle (Dragonfly)
1977: Jenseits von Mitternacht (The Other Side of Midnight)
1978: Pretty Baby
1978: König der Zigeuner (King of the Gypsies)
1979: Fast wie im siebten Himmel (Something Short of Paradise)
1980: Atlantic City, USA (Atlantic City)
1980: Ein Walzer vor dem Frühstück (Loving Couples)
1982: Der Sturm (Tempest)
1983: Begierde (The Hunger)
1984: Biete Mutter – suche Vater (The Buddy System)
1985: A.D. – Anno Domini (A.D., Fernsehserie, 5 Episoden)
1985: Tödliche Beziehungen (Compromising Positions)
1987: Die Hexen von Eastwick (The Witches of Eastwick)
1988: Annies Männer (Bull Durham)
1988: Hell Zone – Im Vorhof zur Hölle (Woman of Valor)
1988: Sweethearts Dance – Liebe ist mehr als ein Wort (Sweet Hearts Dance)
1989: Im Zeichen der Jungfrau (The January Man)
1989: Weiße Zeit der Dürre (A Dry White Season)
1990: Frühstück bei ihr (White Palace)
1991: Thelma & Louise
1992: Bob Roberts
1992: Light Sleeper
1992: Lorenzos Öl (Lorenzo’s Oil)
1994: Safe Passage
1994: Der Klient (The Client)
1994: Betty und ihre Schwestern (Little Women)
1995: Dead Man Walking – Sein letzter Gang (Dead Man Walking)
1996: James und der Riesenpfirsich (James and the Giant Peach, Stimme)
1996: Tell the Truth and Run: George Seldes and the American Press (Dokumentarfilm, Stimme)
1998: Illuminata
1998: Seite an Seite (Stepmom)
1998: Im Zwielicht (Twilight)
1999: Das schwankende Schiff (Cradle Will Rock)
1999: Überall, nur nicht hier (Anywhere But Here)
1999: Earthly Possessions (Fernsehfilm)
2000: Joe Goulds Geheimnis (Joe Gould’s Secret)
2001: Friends
2002: Malcolm mittendrin (Malcolm in the Middle, Fernsehserie, 2 Episoden)
2002: Groupies Forever (The Banger Sisters)
2002: Moonlight Mile
2002: Igby (Igby Goes Down)
2003: Children of Dune (Fernsehdreiteiler, 3 Episoden)
2003: Gefangen im ewigen Eis – Die Geschichte der Dr. Jerri Nielsen (Ice Bound, Fernsehfilm)
2004: Darf ich bitten? (Shall We Dance)
2004: Alfie
2004: Noel
2005: Romance & Cigarettes
2005: Elizabethtown
2005: Die Simpsons (The Simpsons, Fernsehserie, Episode 17x14 Bart Has Two Mommies, Stimme)
2005: The Exonerated
2006: Unwiderstehlich (Irresistable)
2006: Bernard and Doris
2007: Im Tal von Elah (In the Valley of Elah)
2007: Emotional Arithmetic
2007: Verwünscht (Enchanted)
2007: Mr. Woodcock
2008: Speed Racer
2008: Emergency Room – Die Notaufnahme (ER, Fernsehserie, Episode 15x19 Old Times)
2008: Middle of Nowhere
2009: In meinem Himmel (The Lovely Bones)
2009: Solitary Man
2009: Leaves of Grass
2009: Zeit der Trauer (The Greatest)
2010: Ein Leben für den Tod (You Don’t Know Jack, Fernsehfilm)
2010: Wall Street: Geld schläft nicht (Wall Street: Money Never Sleeps)
2010: Peacock
2011: 30 Rock (Fernsehserie, 2 Episoden)
2011: Jeff, der noch zu Hause lebt (Jeff, Who Lives at Home)
2012: The Company You Keep – Die Akte Grant (The Company You Keep)
2012: Cloud Atlas
2012: Der Chaos-Dad (That’s My Boy)
2012: Arbitrage – Macht ist das beste Alibi (Arbitrage)
2012: The Big C (Fernsehserie, 6 Episoden)
2012: Robot & Frank
2013: Snitch – Ein riskanter Deal (Snitch)
2013: The Big Wedding
2013: Mein Leben mit Robin Hood (The Last of Robin Hood)
2013–2014: Mike & Molly (Fernsehserie, 2 Episoden)
2014: Tammy – Voll abgefahren (Tammy)
2014: The Calling
2015: Alle Farben des Lebens (3 Generations)
2015: Mit besten Absichten (The Meddler)
2016: Zoolander 2
2016: Ace the Case – Olivia allein zu Haus (Ace the Case)
2017: At Home with Amy Sedaris (Fernsehserie) Folge 2x05 Anniversary
2017: Feud – Die Feindschaft zwischen Bette und Joan (Feud: Bette and Joan, Fernsehserie, 8 Episoden)
2017: Bad Moms 2 (A Bad Moms Christmas)
2017–2018: Neo Yokio (Fernsehserie, 7 Episoden, Stimme)
2017–2019: Ray Donovan (Fernsehserie, 19 Episoden)
2018: The Death and Life of John F. Donovan
2018: Viper Club
2019: Blackbird – Eine Familiengeschichte (Blackbird)
2019: VHYes
2019: Jesus Rolls (The Jesus Rolls)
2020: Fearless (Stimme)
2021: Search Party (Fernsehserie, 2 Episoden)
2021: Jolt
2021: Ride the Eagle
2022: Forty Winks
2022: Monarch (Fernsehserie, 4 Episoden)
2023: Hochzeit auf Umwegen (Maybe I do)
2023: Blue Beetle
2023: C*A*U*G*H*T (Fernsehserie, 6 Episoden)
2024: The Gutter
2024: The Fabulous Four
2024: The Six Triple Eight
2025: Nonnas

Playlist:

01. Hans Zimmer - Thelma & Louise End Titles (Thelma & Louise) - 03:58 
02. Henry Mancini - Free As A Bird (The Great Waldo Pepper) - 03:00 
03. Elmer Bernstein - End Credits (Twilight) - 05:05 
04. John Williams - The Dance of the Witches / End Credits (The Witches of Eastwick) - 04:47 
05. Thomas Newman - Valley of the Shadow (Little Women) - 02:10 
06. Michel Legrand - Le sauvage (The Other Side of Midnight) - 03:50 
07. Michel Legrand - Slot Machine Baby (Atlantic City) - 03:43 
08. Léo Delibes - Lakme [Excerpt] (The Hunger) - 06:11 
09. Dave Grusin - Father and Daughter / Stoltz and Suzette (A Dry White Season) - 02:36 
10. George Fenton - The Reading (White Palace) - 03:59 
11. Danny Elfman - Score Suite (Anywhere But Here) - 07:35
12. Thomas Newman - The Player (The Player) - 03:07 
13. Brian Tyler - I Have Only Now (Children of Dune) - 03:12 
14. John Williams - A Christmas Quilt (Stepmom) - 03:56 
15. Mark Isham - Body Parts (In the Valley of Elah) - 04:39 
16. Cliff Martinez - Just Go Away (Arbitrage) - 05:23 
17. Cliff Martinez - I Met Your Daughter (The Company You Keep) - 04:03 
18. Dominic Lewis - Pretty Face (Jolt) - 02:23 
19. Brian Eno, Jon Hopkins & Leo Abrahams - Ship In A Bottle (The Lovely Bones) - 02:31 
20. Craig Armstrong - Money (Wall Street: Money Never Sleeps) - 03:13 
21. Christophe Beck - Allen & Rose (The Greatest) - 02:39 
22. Daniel Licht - Flooded Suspense (Dishonored) - 03:05 
23. Aaron Zigman - Finding Abram (The Six Triple Eight) - 04:26 
24. Marcelo Zarvos - The Letter (Nonnas) - 04:54 
25. Reinhold Heil, Johnny Klimek & Tom Tykwer - Temple of Sacrifice (Cloud Atlas) - 02:03 
26. Michael Been - Marianne's Fall (Light Sleeper) - 03:14 
27. Howard Shore - Romey's Suicide (The Client) - 08:34 
28. Eddie Vedder & Nusrat Fateh Ali Khan - The Long Road (Dead Man Walking) - 10:39

Freitag, 15. August 2025

Playlist #430 vom 24.08.2025 - WALLY PFISTER Special

Als Wally Pfister, langjähriger Weggefährte von Hollywoods Ausnahme-Regisseur Christopher Nolan, 2011 den Oscar in der Kategorie Beste Kamera für seine Arbeit an „Inception“ erhielt, war er auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Seither ist er vor allem durch sein einmaliges Regiedebüt „Transcendence“ (2014) mit Johnny Depp und Rebecca Hall in Erscheinung getreten, bevor er – nach vernichtenden Kritiken - fast vollständig von der Bildfläche verschwand. Doch die Arbeiten, an denen er als einfacher Kameramann oder als Director of Photography seit den 1990er Jahren mitgewirkt hat, warten immerhin mit hörenswerten Soundtracks von Komponisten wie Hans Zimmer, David Julyan, Mark Isham, Thomas Newman, Daniel Licht, Mychael Danna, Ryuichi Sakamoto, Danny Elfman und Alan Silvestri auf.
Pfister wurde am 8. Juli 1961 in Chicago, Illinois, geboren und wuchs im New Yorker Vorort Irvington-on-Hudson auf. Sein Vater war Fernsehnachrichtenproduzent und begann seine Karriere 1955 bei CBS-TV in Chicago. Später arbeitete Pfister als leitender Angestellter bei ABC News mit David Brinkley und Peter Jennings zusammen und berichtete über politische Parteitage, Weltraumflüge und die Bürgerrechtsbewegung.
Als Pfister etwa elf Jahre alt war, drehte eine Filmgesellschaft in seinem Viertel Irvington Szenen für „Shamus“ (1973) mit Burt Reynolds. Der Junge war fasziniert von der Crew, die Licht und Kameras aufbaute. Bald darauf begann er, 8-mm-Heimvideos und Kurzfilme zu drehen. Pfister eiferte seinem Vater auch nach, indem er mit Kodachrome drehte und daraus Sendungen für Familie und Freunde zusammenstellte.
Nach der High School fand Pfister eine Anstellung als Produktionsassistent beim Fernsehsender WMDT-TV in Salisbury, Maryland. Innerhalb weniger Monate lieh er sich eine CP-16-Nachrichtenkamera und begann, an Wochenenden Filme zu drehen, darunter einen visuellen Essay über ein viktorianisches Haus. „Ich habe diese langsamen, kleinen, komplizierten Bewegungen rund um die Architektur des Hauses gemacht“, erinnert er sich, „und sie mit Musik zusammengeschnitten und dem Produktionsleiter gezeigt. Sie machten mich zum Kameramann.“
Innerhalb weniger Monate fand Pfister eine Anstellung als Kameramann bei einem Washingtoner Nachrichtendienst, der Fernsehsender im ganzen Land filmte. Von 1982 bis 1985 berichtete er über den US-Kongress, das Weiße Haus und aktuelle Nachrichten. 1985 begann Pfister eine freiberufliche Karriere mit Dokumentarfilmen für die PBS-Serie „Frontline“ und Industrievideos für verschiedene Washingtoner Produktionsfirmen.
1988 kam Robert Altman nach Washington, um bei einer Miniserie für HBO mit dem Titel „Tanner '88“ (1988) Regie zu führen. Altman suchte einen echten Nachrichtenkameramann für diese Rolle in seiner Sendung. Sie engagierten Pfister und baten ihn, auch einige B-Roll-Aufnahmen zu machen. Als die Produzenten seine Arbeit sahen, holten sie Pfister als Kameramann der Second Unit in die Sendung. Es war sein erster Kontakt mit Schauspiel und dramatischen Stoffen.
Anschließend schrieb sich Pfister am American Film Institute ein. Im zweiten Jahr arbeitete er mit seinen Kommilitonen an einem Kurzfilm mit dem Titel „Senzeni Na?“, der 1991 für den Oscar als bester Realfilm nominiert wurde. Der Film erzählte die Geschichte eines Mannes, der in den Kampf um die Apartheid verwickelt war, wobei Pfister auf seine Erfahrungen als Dokumentarfilmer zurückgriff.
Janusz Kamiński hatte gerade sein Studium am AFI Conservatory abgeschlossen und lernte Pfister im selben Jahr kennen. Er sah Pfisters Film und engagierte ihn als Beleuchter für verschiedene Projekte, darunter einige mit Phedon Papamichael.
Roger Corman gab Pfister die Gelegenheit, Nachaufnahmen und Einblendungen für einen Papamichael-Film zu drehen. Es war das erste Mal, dass er einen 35-mm-Film drehte. Danach betreute Pfister Papamichaels Second Unit bei „Body Chemistry“ und anderen Corman-Filmen.

„Wenn man nach Hollywood kommt – ich bin hierhergekommen, um Kameramann zu werden und Filme zu drehen –, dreht man am Ende viele verschiedene Sachen. MTV-Shows. Und ich habe ‚Animal Instinct‘ gemacht. Ich habe all diese Erotikthriller gemacht, die zwar keine Pornografie waren, aber irgendwie ab 18 Jahren“, blickt Pfister im Interview mit indepthcine.com zurück.

„Sie wurden Erotikthriller genannt. Ehrlich gesagt habe ich dort meine ersten Erfahrungen gesammelt und gelernt, wie man Licht einsetzt. Und zwar schnell. Wir haben Filme in 15 Tagen gedreht, bei einem Film mit großem Budget hat man ihn in 18 Tagen gedreht.“
Pfister drehte 1991 seinen ersten Spielfilm, „The Unborn“. Danach drehte er eine Reihe unabhängiger B-Movies, typischerweise in 15-Tage-Rhythmen. Viele dieser frühen Filme wurden von Gregory Dark inszeniert.
1995 bat Papamichael Pfister, für ihn bei Diane Keatons „Unstrung Heroes“ (1995) zu fotografieren.
1998 drehte Pfister „The Hi-Line“ im tiefsten Winter in Montana mit einem Budget von 300.000 Dollar, der im Wettbewerb des Sundance Film Festivals lief. Dort lernte er Nolan kennen, der mit einem Film auf demselben Festival vertreten war.
Pfisters erste Zusammenarbeit mit Nolan fand beim Neo-Noir-Thriller „Memento“ (2000) statt. Danach wurde er Nolans regelmäßiger Kameramann bei dessen folgenden Filmen.
Für seine sieben Filme, bei denen Nolan Regie führte, erhielt Pfister vier Nominierungen für den Oscar für die beste Kamera, darunter eine für seine Arbeit an „Inception“ im Jahr 2011.

„Wir hatten eine tolle Beziehung. Wir haben uns gegenseitig herausgefordert. Seit wir an seinem zweiten Film und meinem ersten Film von entsprechender Qualität gearbeitet haben, betraten wir beide gemeinsam diese schöne neue Welt“, erinnert sich Pfister im Interview mit "The Talks" an die Arbeit mit Nolan zurück. „Wir sind in gewisser Weise gemeinsam erwachsen geworden. Er war zweifellos die Autorität in dieser Sache, aber ich glaube, er hat von mir gelernt, so wie ich von ihm, und dann haben wir gemeinsam etwas aufgebaut. Bei den letzten Filmen hatten wir eine großartige, mühelose Kommunikation, in der wir wirklich im großen Stil kreativ sein konnten. Und diese Art der Zusammenarbeit basiert absolut auf Respekt. Das ist unglaublich wichtig, und man merkt es, wenn es nicht so ist – man erkennt es, wenn es nicht so ist.“

Pfister erklärte, er habe „viele Projekte abgelehnt (darunter mehrere „Harry Potter“-Filme), manchmal nur, um für Nolan verfügbar zu sein oder um zu Hause bei meiner Familie zu bleiben“.
Ihre Zusammenarbeit endete 2012 mit „The Dark Knight Rises“, als Pfister die Chance bekam, bei seinem ersten Film „Transcendence“ Regie zu führen.
„Ich suchte nach einer Veränderung in meinem Leben; ich hatte 15 Jahre lang als Kameramann und insbesondere mit Christopher Nolan gearbeitet. Und ich wollte einfach etwas anderes ausprobieren … nicht nur künstlerisch, sondern auch privat, und so kam ich schließlich zu ,Transcendence‘“, blickt Pfister im Interview mit "The Talks" zum Wechsel auf den Regiestuhl zurück.
„Ich glaube, meine größte Ausdruckskraft als Kameramann bestand darin, das Material eines Regisseurs oder Autors zu interpretieren. Chris Nolan und ich haben im Laufe der sieben Filme, die wir gemeinsam drehten, eine unglaubliche Zusammenarbeit entwickelt: Ich interpretiere die Worte und die Intention und folge seinem Erzählstrang, während ich gleichzeitig meine eigene visuelle Interpretation meiner eigenen Ideen darstelle. Und so funktioniert diese Zusammenarbeit am besten.“
Hoyte van Hoytema ersetzte Pfister dann bei Nolans „Interstellar“, und nachdem Pfister seine Tätigkeit als Kameramann aufgegeben hatte, wurde Van Hoytema Nolans Stammkameramann.
Nolan fungierte allerdings noch als ausführender Produzent bei Pfisters Regiedebüt.
Danach arbeitete er hauptsächlich in der Werbung und im Fernsehen, darunter in Episoden von „Flaked“ und „The Tick“.
 

Filmographie:

1988: Tanner for President (Mini-Serie)
1989: After Midnight
1990: Straßen des Schreckens (Streets)
1990: Eine verhängnisvolle Verbindung (Body Chemistry)
1990: Slumber Party Massacre III
1990: Rollerboys
1990: Naked Obsession
1991: Die Alptraumbraut (The Perfect Bride, Fernsehfilm)
1991: Lederjacken – Sie kennen kein Gesetz (Leather Jackets)
1991: Unborn – Kind des Satans (The Unborn)
1991: Inside Out
1991: Barbara Stanwyck: Fire and Desire (Fernsehfilm)
1991: Lower Level – Todesangst im Hochhaus (Lower Level)
1992: In the Heat of Passion – Mord aus Leidenschaft
1992: Secret Games
1992: Inside Out II
1992: Night Crimes
1992: Inside Out III
1992: Animal Crimes
1992: Inside Out IV
1992: Colors of Crime (Sketch Artist)
1993: Stiefmutter – Stiefmonster (Stepmonster)
1993: 883: Nord sud ovest est
1993: Amityville – A New Generation
1993: Wild Palms (Mini-Serie)
1994: Animal Instinct 2 (Mirror Images II)
1994: Past Tense – Abgründe der Leidenschaft (Fernsehfilm)
1994: Das Objekt der Begierde (Object of Obsession)
1994: Animal Instincts II
1994: Blackout (Stranger by Night)
1995: Evil Date – Verabredung mit dem Teufel (The Granny)
1995: Während du schliefst (While You Were Sleeping)
1995: Rusta – Planet der Tränen (White Dwarf)
1995: Entfesselte Helden (Unstrong Heroes)
1995: Secret Games 3
1996: Phenomenon – Das Unmögliche wird wahr (Phenomenon)
1996: Cherokee Kid – Der Racheengel (The Cherokee Kid)
1997: Austin Powers – Das Schärfste, was Ihre Majestät zu bieten hat (Austin Powers: International Man of Mystery)
1997: Mäusejagd (Mousehunt)
1998: Dennis – Widerstand zwecklos (Dennis the Menace Strikes Again!)
1998: Glory, Glory (Fernsehfilm)
1998: Familienchaos (Rhapsody in Bloom, Fernsehfilm)
1998: Frühstück mit Einstein (Breakfast with Einstein)
1999: The Hi-Line 
1999: Instinkt (Instinct)
1999: Stuart Little
2000: The Million Dollar Hotel
2000: Mexico City
2000: Memento
2000: Verborgene Wahrheit (Sharing the Secret, Fernsehfilm)
2001: Heimkehr in den Tod (Sanctuary)
2001: Scotland, PA
2001: Rustin
2002: Laurel Canyon
2002: Insomnia – Schlaflos (Insomnia)
2003: The Italian Job – Jagd auf Millionen (The Italian Job)
2005: Batman Begins
2005: Slow Burn – Verführerische Falle (Slow Burn)
2006: Prestige – Die Meister der Magie (The Prestige)
2008: The Dark Knight
2010: Inception
2011: Die Kunst zu gewinnen – Moneyball (Moneyball)
2012: The Dark Knight Rises
2012: Marley
2014: Transcendence (Regie)

Playlist:

01. Hans Zimmer & James Newton Howard - Eptesicus (Batman Begins) - 04:20 
02. Mark Isham - Physical Evidence (Sketch Artist) - 04:09 
03. Daniel Licht - Main Title (Amityville: A New Generation) - 02:00 
04. Ryuichi Sakamoto - The Beach (Wild Palms) - 04:11 
05. David Julyan - A New Trick (The Prestige) - 04:29 
06. David Julyan - Call to Hap's Window (Insomnia) - 03:45 
07. Peace Orchestra - Who Am I? (Memento) - 04:21 
08. Paul Oakenfold - Amnesia (Memento) - 04:37 
09. Danny Elfman - Into the Wild (Instinct) - 08:48 
10. Thomas Newman - There Is No Conspiracy (Unstrung Heroes) - 03:35 
11. Randy Edelman - Riverside Walk (While You Were Sleeping) - 05:22 
12. Thomas Newman - Phenomenon (Phenomenon) - 03:44 
13. Alan Silvestri - End Credits (Mouse Hunt) - 05:36 
14. Alan Silvestri - Tearful Goodbyes (Stuart Little) - 04:45 
15. Mark Isham - Jack and Ray (Sketch Artist) - 03:58 
16. Radiohead - Treefingers (Memento) - 04:45 
17. Ryuichi Sakamoto - Tully Hooked (Wild Palms) - 03:12 
18. Thomas Newman - Is Unstrung (Unstrung Heroes) - 03:12 
19. Jeff Rona - Main Title (Slow Burn) - 05:30 
20. John Powell - Venice Gold Heist (The Italian Job) - 04:40 
21. Hans Zimmer - The End (The Dark Knight Rises) - 06:13 
22. Mychael Danna - The Streak (Moneyball) - 03:03 
23. Moby - First Cool Hive (Memento) - 04:50 
24. Mychael Danna - Healing the Sick (Transcendence) - 04:09 
25. Hans Zimmer - Radical Notion (Inception) - 03:43 
26. Jon Hassell, Gregg Arreguin, Jamie Muhoberac & Peter Freeman - Amsterdam Blue (The Million Dollar Hotel) - 09:19

Sonntag, 13. August 2017

Playlist #221 vom 20.08.2017 - STEPHEN KING Special

In der Internet Movie Database wird Stephen King als Autor mit über 230 Credits geführt, angefangen bei Brian De Palmas Verfilmung von „Carrie“ (1976), der Fernsehfilmadaption von „Brennen muss Salem“ (1979) und Stanley Kubricks verstörendem Meisterwerk „Shining“ (1980) über die Fernsehserien „Under the Dome“, „Haven“, „11.22.63 – Der Anschlag“, „The Mist“ und „Mr. Mercedes“ bis zur aktuellen Verfilmung von Stephen Kings Lebenswerk „Der Dunkle Turm“.

Bevor der am 21. September 1947 in Portland, Maine, geborene Stephen King in den 1980er Jahren zum meistverkauften, meistgelesene und bestverdienenden Schriftsteller avancierte, studierte er nach seinem High-School-Abschluss von 1966 bis 1970 Englisch an der Universität von Maine, wo er auch seine spätere Frau Tabitha Spruce kennenlernte, die er 1971 heiratete.
Nach Abschluss seines Studiums unterrichtete er in Hampden, Maine, als Englischlehrer. Bereits zu High-School-Zeiten schrieb er Kurzgeschichten, von denen er zwar gelegentlich einige verkaufen konnte doch seine dann folgenden Romane wurden von den Verlegern allesamt abgelehnt. Erst 1973 fand sein Roman „Carrie“ bei Doubleday einen Abnehmer. Nachdem sich die 1974 erschienene Hardcover-Ausgabe noch schleppend verkauft hatte, entwickelten sich die Taschenbuchausgaben von „Carrie“ und „Brennen muss Salem!“ zu Bestsellern, was auch auf die gebundene Ausgabe von „Shining“ zutreffen sollte.
Mit „Dead Zone“ belegte King erstmals Platz 1 der Bestsellerliste der New York Times, „Christine“, das zusammen mit Peter Straub geschriebene „Der Talisman“ und „Die Augen des Drachen“ setzten danach die Erfolgswelle fort, mit der sich King zu einem absoluten Phänomen entwickelte.
Es wäre müßig, die unzähligen Romane und Verfilmungen an dieser Stelle aufzulisten, das Internet und die Bibliotheken sind voll von Abhandlungen über das Schaffen des „King of Horror“.
„Viele Gründe sind für Kings Popularität angeführt worden. Gemeinsames Element zahlreicher Theorien ist seine Glaubwürdigkeit als Schriftsteller“, wird Kings populärer Kollege Clive Barker in „Das Stephen King Buch“ (herausgegeben von Joachim Körber, Heyne, 1989, S. 302f.) zitiert. „In seinen Romanen – weniger in den Kurzgeschichten – beschreibt er die Konfrontation zwischen den realen und fantastischen Elementen in seinem Werk so glaubwürdig, dass die rationale Sensibilität des Lesers selten, wenn überhaupt jemals, erbost wird. Die Bilder von Macht, von Verlust, von Verwandlung, von wilden Kindern und schrecklichen Hotels, von mythologischen und tollwütigen und menschlichen Bestien – sie alle werden so geschickt in die Beschaffenheit der Welt, die er heraufbeschwört, eingearbeitet – Teilchen für Teilchen -, dass wir, wenn wir schließlich den Mund voll haben, mehr als bereitwillig schlucken.“ 
Für King selbst hat Horror vor allem für das Teenager-Publikum einen bestätigenden Wert. Nach ihrer Reise in ein Land der Tabus, an Orte, an denen Freaks wie der Skelettmann oder Mr. Elektro leben, werden Teenager und ihre Werte neu bestätigt. Darüber hinaus ist Horror eine Generalprobe für den Tod.
„Man sieht sehr selten ältere Menschen, die mit ihrem Seniorenpass aus Kinos herauskommen, in denen ‚Zombie‘ und ‚Das Kettensägen-Massaker‘ gezeigt wird, weil sie diese Erfahrung nicht brauchen. Sie wissen Bescheid. Sie müssen den Tod nicht proben“, schreibt King (ebd., S. 49). „Sie haben ihre Freunde sterben sehen, sie haben ihre Verwandten sterben sehen. Sie sind diejenigen, die auf der rechten Seite schlafen, sie spüren die Arthritis. Sie kennen den Schmerz, sie leben mit dem Schmerz, und sie müssen ihn nicht üben, weil er da ist. Das trifft für den Rest von uns nur manchmal zu.“
Interessant ist auf jeden Fall die Tatsache, dass selbst Kurzgeschichten bis heute den Weg auf die Kinoleinwand gefunden haben und sich von Beginn an auch so namhafte Regisseure wie Brian De Palma („Carrie“), John Carpenter („Christine“), George A. Romero („Die unheimlich verrückte Geisterstunde“, „Geschichten aus der Schattenwelt“, „The Dark Half“), David Cronenberg („Dead Zone – Der Attentäter“), Stanley Kubrick („Shining“), Rob Reiner („Stand By Me – Das Geheimnis eines Sommers“, „Misery“), Scott Hicks („Hearts In Atlantis“) und Lawrence Kasdan („Dreamcatcher“) diverser Storys und Romane angenommen haben.
Vor allem Mick Garris entwickelte sich seit seinem ersten King-Film „Stephen Kings Schlafwandler“ (1992) zu einem besonders fleißigen Verwerter von Kings literarischen Werken. Es folgten nämlich über die Jahre „The Stand – Das letzte Gefecht“ (1994), die TV-Adaption „The Shining“, „Quicksilver Highway“ (beide 1997), „Riding The Bullet“ (2004), „Desparation“ (2006) und „Bag Of Bones“ (2011).
Qualitativ hochwertig waren vor allem die Adaptionen von Frank Darabont, der 1994 mit „Die Verurteilten“ sein außergewöhnliches Gespür für die tragische Dimension der berührenden Story bewies und auch bei der Verfilmung von Kings Fortsetzungsroman „The Green Mile“ (1999) großes Einfühlungsvermögen für den Stoff zeigte.
Zuletzt adaptierte er 2008 den Kurzroman „Der Nebel“. Stephen King versuchte sich 1986 bei „Rhea M – Es begann ohne Warnung“ einmalig selbst ebenfalls als Regisseur, musste aber einsehen, dass er hinter dem Schreibtisch besser aufgehoben ist als hinter der Kamera.

Filmographie:
1976: Carrie – Des Satans jüngste Tochter (Carrie), Regie: Brian De Palma
1979: Brennen muss Salem (Salem's Lot), Regie: Tobe Hooper
1980: Shining, Regie: Stanley Kubrick
1982: Die unheimlich verrückte Geisterstunde (Creepshow), Regie: George A. Romero
1983: Dead Zone – Der Attentäter (Dead Zone), Regie: David Cronenberg
1983: Cujo, Regie: Lewis Teague
1983: Christine, Regie: John Carpenter
1984 Kinder des Zorns (Children of the Corn), Regie: Fritz Kiersch
1984 Der Feuerteufel (Firestarter), Regie: Mark L. Lester
1985 Katzenauge (Cat's Eye), Regie: Lewis Teague
1985 Werwolf von Tarker Mills (Silver Bullet), Regie: Daniel Attias
1986 Stand by Me – Das Geheimnis eines Sommers (Stand by Me), Regie: Rob Reiner
1986 Rhea M – Es begann ohne Warnung (Maximum Overdrive), Regie: Stephen King
1987 Running Man, Regie: Paul Michael Glaser
1989 Friedhof der Kuscheltiere (Pet Sematary), Regie: Mary Lambert
1990 Es (It), Regie: Tommy Lee Wallace
1990 Geschichten aus der Schattenwelt (Tales From The Darkside), Regie: George A. Romero
1990 Nachtschicht (Graveyard Shift), Regie: Ralph S. Singleton
1990 Misery, Regie: Rob Reiner
1991 Manchmal kommen sie wieder (Sometimes They Come Back), Regie: Tom McLoughlin
1991 Golden Years, Regie: Kenneth Fink, Allen Coulter, Michael Gornick, Stephen Tolkin
1992 Der Rasenmähermann (The Lawnmower Man), Regie: Brett Leonard
1992 Stephen Kings Schlafwandler (Sleepwalkers), Regie: Mick Garris
1993 Tommyknockers – Das Monstrum (Tommyknockers), Regie: John Power
1993 In einer kleinen Stadt (Needful Things), Regie: Fraser Clarke Heston
1993 Stephen Kings Stark (The Dark Half), Regie: George A. Romero
1994 The Stand – Das letzte Gefecht (The Stand), Regie: Mick Garris
1994 Die Verurteilten (The Shawshank Redemption), Regie: Frank Darabont
1995 Langoliers – Verschollen im Zeitloch (Langoliers), Regie: Tom Holland
1995 The Mangler, Regie: Tobe Hooper
1995 Dolores, Regie: Taylor Hackford
1996 Thinner – Der Fluch (Thinner), Regie: Tom Holland
1997 The Shining, Regie: Mick Garris
1997 Quicksilver Highway, Regie: Mick Garris
1997 The Night Flier, Regie: Mark Pavia
1997 Trucks – Out of Control (Remake), Regie: Chris Thomson
1998 Der Musterschüler (Apt Pupil), Regie: Bryan Singer 
1999 Der Sturm des Jahrhunderts (Storm of the Century), Regie: Craig R. Baxley
1999 The Green Mile, Regie: Frank Darabont
2001 Hearts in Atlantis, Regie: Scott Hicks
2001 Haus der Verdammnis (Rose Red, TV-Mini-Serie), Regie: Craig R. Baxley
2002 Carrie (Remake), Regie: David Carson
2003 Dreamcatcher, Regie: Lawrence Kasdan
2004 Das geheime Fenster (The Secret Window), Regie: David Koepp
2004 Salem’s Lot – Brennen muss Salem (Remake), Regie: Mikael Salomon
2004 Riding the Bullet, Regie: Mick Garris
2004 Kingdom Hospital (Miniserie), Regie: Craig R. Baxley
2006 Desperation, Regie: Mick Garris
2006 Nightmares & Dreamscapes, Regie: Brian Hanson
2007 Zimmer 1408 (1408), Regie: Mikael Håfström
2008 Der Nebel (The Mist), Regie: Frank Darabont
2009 Dolan’s Cadillac, Regie: Jeff Beesley
2009 Children of the Corn (Remake), Regie: Donald P. Borchers
2011 Bag of Bones, Regie: Mick Garris
2013 Carrie (2. Remake) Kimberly Peirce
2014 A Good Marriage, Regie: Peter Askin
2014 Big Driver, Regie: Mikael Salomon
2016 Puls (The Cell), Regie: Tod Williams
2017 Der Dunkle Turm (The Dark Tower), Regie: Nikolaj Arcel
Playlist:
01. Tom Holkenborg - The Creed (The Dark Tower) - 03:14
02. Wendy Carlos - Main Title Theme (The Shining) - 03:28
03. Pino Donaggio - The Dream/The Night/End Titles (Carrie) - 05:10
04. Michael Kamen - Opening Titles (The Dead Zone) - 04:20
05. Tangerine Dream - Crystal Voice (Firestarter) - 03:10
06. Jonathan Elias - Main Title (Children Of The Corn) - 01:32
07. Gary Chung - Ending Suite (Kingdom Hospital) - 03:57
08. John Carpenter - Moochie's Death (Christine) - 02:25
09. Charles Bernstein - Theme From Cujo (Cujo) - 02:41
10. Jeff Beal - The Fifth Quarter: Barney Dies (Nightmares & Dreamscapes) - 03:20
11. Gary Chung - Main Title/Annie (Rose Red) - 02:49
12. Thomas Newman - Compass And Guns (The Shawshank Redemption) - 05:57
13. Thomas Newman - Coffey On The Mile (The Green Mile) - 05:10
14. Christopher Young - The Dark Half (The Dark Half) - 04:39
15. Patrick Doyle - Gaunt's Web (Needful Things) - 02:51
16. Danny Elfman - End Credits (Dolores Claiborne) - 05:20
17. James Newton Howard - Animal Exodus (Dreamcatcher) - 03:45
18. Dead Can Dance & Mark Isham - The Host Of Seraphim (The Mist) - 07:19
19. Elliot Goldenthal - The Pet Sematary (Pet Sematary) - 03:03
20. Mychael Danna - Molly (Hearts In Atlantis) - 04:22
21. Gabriel Yared - Katie's Theme (1408) - 02:48
22. John Ottman - Main Titles (Apt Pupil) - 03:25
23. Marc Shaiman - Number One Fan (Misery) - 06:42
24. W.G. Snuffy Walden - On The Road To Kansas (The Stand) - 03:56
25. Alex Heffes - The Past Pushes Back (11.22.63) - 04:09
26. Richard Bellis - Enter The Clown (It) - 03:05
27. Donald A. Rubinstein - Main Title (Tales From The Darkside: The Movie) - 02:34
28. Daniel Licht - Lizard (Thinner) - 06:48

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