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Dienstag, 1. September 2026

Playlist #457 vom 06.09.2026 - VILMOS ZSIGMOND Special

Der ungarisch-amerikanischer Kameramann Vilmos Zsigmond prägte mit seinen Arbeiten für namhafte Regisseure wie Robert Altman, Steven Spielberg, Brian De Palma, Michael Cimino und Woody Allen maßgeblich den Look des „New Hollywood“-Kinos und wurde von den Mitgliedern der International Cinematographers Guild zu einem der zehn einflussreichsten Kameramänner der Geschichte gewählt. Der am 1. Januar 2016 im Alter von 85 Jahren verstorbene Zsigmond gewann den Oscar für die Beste Kamera für „Unheimliche Begegnung der dritten Art“ und den BAFTA Award für die Beste Kamera für „Die durch die Hölle gehen“. In der heutigen Sendung gibt es Highlights aus den Soundtracks zu seinen Arbeiten zu hören, von Philip Glass über Bernard Herrmann, Stanley Myers und Mark Isham bis zu Jerry Goldsmith, James Newton Howard, Ennio Morricone und John Williams.

Vilmos Zsigmond
wurde am 16. Juni 1930 im ungarischen Szeged als Sohn einer Verwaltungsangestellten und eines Fußballspielers und -trainers geboren. Sein Interesse an der Fotografie begann im Alter von 17 Jahren, nachdem ihm ein Onkel einen Bildband mit Schwarz-Weiß-Fotografien des ungarischen Fotografen Jenő Dulovits geschenkt hatte.
Da seine Familie in den Augen der sowjetisch eingesetzten Regierung der Ungarischen Volksrepublik als bürgerlich galt, war es ihm jedoch verboten, Fotografie zu studieren. Stattdessen arbeitete Zsigmond in einer Fabrik, kaufte sich eine Kamera und brachte sich selbst das Fotografieren bei. Später gründete er einen Fotoclub für die Arbeiter. Dadurch gewann er den Respekt der örtlichen Kommissare und durfte an der Akademie für Drama und Film in Budapest Film studieren. Zsigmond verbrachte vier Jahre an der Filmhochschule, wo er viele 14-Stunden-Tage und Sechs-Tage-Wochen absolvierte. 
Obwohl er das Leben unter der Tyrannei des kommunistischen Regimes verabscheute, lernte er von dem Leiter des Fachbereichs, György Illés, und anderen Dozenten wichtige Erkenntnisse. „Sie lehrten uns, dass ein Film nur dann Kunst ist, wenn er eine wichtige Botschaft hat“, erinnert sich Zsigmond. „Er sollte mehr als bloße Unterhaltung sein. Er sollte einen gesellschaftlichen Wert haben.“ 
Nach seinem Studienabschluss arbeitete Zsigmond 1955 als Kameraassistent und Kameramann im staatlichen Filmstudio in Budapest.
Zsigmond und sein Freund und Kommilitone László Kovács liehen sich eine 35-mm-Kamera von ihrer Schule und dokumentierten die Ereignisse der Ungarischen Revolution von 1956 in Budapest. Sie versteckten die Kamera in einer Einkaufstasche und filmten durch ein Loch, das sie hineingeschnitten hatten. Die beiden drehten 9000 Meter Film und flohen kurz darauf nach Österreich. 1958 kamen Zsigmond und Kovács als politische Flüchtlinge in die USA und verkauften das Filmmaterial an CBS für eine Dokumentation über die Revolution, die von Walter Cronkite kommentiert wurde.
1962 wurde Zsigmond US-amerikanischer Staatsbürger, ließ sich in Los Angeles nieder und arbeitete in Fotolaboren als Techniker und Fotograf.
Sein erster Film in den USA war der 1963 erschienene Schwarzweiß-Exploitationfilm „The Sadist“ mit Arch Hall Jr. in der Hauptrolle. In den 1960er-Jahren arbeitete er an zahlreichen Low-Budget-Independent- und Lehrfilmen, um in der Filmbranche Fuß zu fassen.
Kovács, der 1969 den Film „Easy Rider“ für Peter Fonda und Dennis Hopper drehte, empfahl Zsigmond Fonda für dessen Western „Der weite Ritt“ von 1971, anschließend wurde Zsigmond von Robert Altman für dessen Western-Revisionismus „McCabe & Mrs. Miller“ engagiert. Dieser Film markierte Zsigmonds Durchbruch und seine erste Arbeit an einer großen Hollywood-Produktion.
Im Laufe des folgenden Jahrzehnts avancierte Zsigmond zu einem der gefragtesten Kameramänner Hollywoods. Zu den wichtigsten Filmen, die er in den 1970er-Jahren drehte, zählen John Boormans „Beim Sterben ist jeder der Erste“, Altmans „Der Tod kennt keine Wiederkehr“ und Brian De Palmas „Schwarzer Engel“ sowie Steven Spielbergs „Sugarland Express“ und „Unheimliche Begegnung der dritten Art“. Für letzteren Film erhielt er bei der 50. Oscarverleihung den Oscar für die Beste Kamera.
1978 arbeitete Zsigmond an Michael Ciminos Drama „Die durch die Hölle gehen“ mit Robert De Niro, Meryl Streep und Christopher Walken in den Hauptrollen. Zsigmonds visuelle Arbeit an dem Film brachte ihm 1980 den BAFTA Award für die Beste Kameraführung und eine weitere Oscar-Nominierung ein. Zsigmond arbeitete erneut mit Cimino an dessen Western-Epos „Heaven’s Gate“ (1980).
Zsigmond blieb in den folgenden Jahren ein gefragter Kameramann und arbeitete mehrfach mit verschiedenen Regisseuren zusammen. Er arbeitete erneut mit De Palma an dessen Filmen „Blow Out“, „Fegefeuer der Eitelkeiten“ und „Black Dahlia“.
Zsigmond arbeitete an Filmen wie „Liberty“, „The Rose“, „Menschen am Fluss“ und „Intersection“. Er drehte mit George Miller „Die Hexen von Eastwick“ und mit Kevin Smith „Jersey Girl“. Außerdem arbeitete er mit Woody Allen an „Melinda und Melinda“, „Cassandras Traum“ und „Ich sehe den Mann deiner Träume“, für Richard Donner stand er bei „Maverick“ and „Assassins“ hinter der Kamera.
Auf die Frage, wie er seine Projekte auswählt, antwortet Zsigmond im Interview mit The ASC: „Mein Grundsatz lautet: Wenn ein Film dem Publikum nichts Wertvolles zu vermitteln hat, lohnt es sich meiner Meinung nach nicht, ihn zu drehen. Man hat im Leben nur Zeit für eine begrenzte Anzahl von Filmen. In vielleicht 75 Prozent der Fälle lässt sich schon beim Lesen des Drehbuchs erkennen, ob sich ein Film lohnt – doch ich habe mich auch schon getäuscht. Es gab Momente, in denen ich glaubte, ein Projekt würde ein guter Film werden, was sich dann aber nicht bewahrheitete. Es müssen so viele Faktoren zusammenspielen – die Schauspieler, der Regisseur, das Drehbuch.“
Zu Zsigmonds Fernseharbeiten zählt die HBO-Miniserie „Stalin“, für die er 1993 den Emmy Award für herausragende Einzelleistung in der Kameraführung für eine Miniserie oder ein Special gewann. Für seine Arbeit an der Miniserie „Die Nebel von Avalon“ aus dem Jahr 2001 wurde er für einen Emmy nominiert. Zwischen 2012 und 2014 drehte Zsigmond außerdem 24 Episoden von „The Mindy Project“.
2011 gründete Zsigmond zusammen mit seinem Kameramannkollegen Yuri Neyman das Global Cinematography Institute in Los Angeles. Das Institut bot ein fortgeschrittenes Ausbildungsprogramm im Bereich Kameraführung für Postgraduierte und erfahrene Filmemacher an.

„Ich ermutige Filmstudenten, die sich für Kameraarbeit interessieren, sich auch mit Bildhauerei, Malerei, Musik, Schriftstellerei und anderen Kunstformen zu beschäftigen“, sagt Zsigmond im Interview mit The ASC. „Filmemachen ist eine Verbindung all dieser Künste. Studenten fragen mich oft um Rat, und ich sage ihnen, dass sie mit Begeisterung bei der Sache sein müssen, denn es ist harte Arbeit. Man kann daran nur dann Freude haben, wenn man voll und ganz darin aufgeht. Wer sich nicht auf diese Weise darauf einlässt, für den kann der Beruf sehr frustrierend sein. Ich bereue nur eine Sache in meiner Karriere: Dass wir keine Stummfilme mehr drehen. Das ist die reinste Kunstform, die ich mir vorstellen kann.“

1998 nahm er den Lifetime Achievement Award der American Society of Cinematographers in Empfang. 2003 wurde er bei einer Umfrage der International Cinematographers Guild unter ihren Mitgliedern in die Top 11 der wichtigsten Kameramänner der Filmgeschichte gewählt.
 
Filmografie: 
 
1957: Ungarn in Flammen 
1963: Todesangst (The Sadist) 
1964: 2071 – Mutan-Bestien gegen Roboter (The Time Travelers) 
1964: What’s Up Front! 
1964: The Nasty Rabbit 
1965: Deadwood ´76 
1965: Summer Children 
1965: Psycho a Go-Go 
1965: Rat Fink 
1967: The Road to Nashville 
1967: Mondo Mod 
1967: Jennie: Wife/Child 
1967: Blood of Ghastly Horror 
1968: Prelude (Kurzfilm) 
1968: Das Rasthaus der teuflischen Schwestern (The Name of the Game Is Kill!) 
1969: Futz 
1969: The Monitors 
1969: Fünf blutige Gräber (Five Bloody Graves) 
1969: Hot Rod Action 
1969: The Picasso Summer 
1970: Astro-Vampire – Todesmonster aus dem All (Horror of the Blood Monsters) 
1971: The Ski Bum 
1971: Der weite Ritt (The Hired Hand) 
1971: McCabe & Mrs. Miller 
1971: Red Sky at Morning 
1972: Beim Sterben ist jeder der Erste (Deliverance) 
1972: Spiegelbilder (Images) 
1973: Asphalt-Blüten (Scarecrow) 
1973: Der Tod kennt keine Wiederkehr (The Long Goodbye) 
1973: Zapfenstreich (Cinderella Liberty) 
1974: Das Mädchen von Petrovka (The Girl from Petrovka) 
1974: Sugarland Express 
1976: Catch Ferrari (Sweet Revenge) 
1976: Schwarzer Engel (Obsession) 
1977: Unheimliche Begegnung der dritten Art (Close Encounters of the Third Kind) 
1978: Die durch die Hölle gehen (The Deer Hunter) 
1979: Philadelphia Clan (Winter Kills) 
1979: The Rose 
1979: Flesh & Blood (Fernsehfilm) 
1980: Heaven’s Gate 
1981: Blow Out – Der Tod löscht alle Spuren (Blow Out) 
1982: Verhext (Jinxed!) 
1983: Ein Tisch für fünf (Table for Five) 
1984: Eine starke Nummer (No Small Affair) 
1984: Menschen am Fluß (The River) 
1985: Was für ein Genie (Real Genius) 
1987: Die Hexen von Eastwick (The Witches of Eastwick) 
1988: Reise zur Insel der Geister (Journey to Spirit Island) 
1989: Die Schattenmacher (Fat Man and Little Boy) 
1990: Die Spur führt zurück – The Two Jakes (The Two Jakes) 
1990: Fegefeuer der Eitelkeiten (The Bonfire of the Vanities) 
1992: Stalin 
1993: Sliver 
1994: Begegnungen – Intersection (Intersection) 
1994: Maverick – Den Colt am Gürtel, ein As im Ärmel (Maverick) 
1995: Crossing Guard – Es geschah auf offener Straße (Crossing Guard) 
1995: Assassins – Die Killer (Assassins) 
1996: Der Geist und die Dunkelheit (The Ghost and the Darkness) 
1998: Leben und lieben in L.A. (Playing by Heart) 
2000: Ljuset håller mig sällskap (Dokumentarfilm) 
2001: Das Haus am Meer (Life as a House) 
2001: The Body 
2001: Die Nebel von Avalon (The Mists of Avalon) 
2002: Bánk bán 
2004: Melinda und Melinda (Melinda and Melinda) 
2004: Jersey Girl 
2005: Surrender, Dorothy (Fernsehfilm) 
2006: The Black Dahlia 
2007: Cassandras Traum (Cassandra’s Dream) 
2010: Ich sehe den Mann deiner Träume (You Will Meet a Tall Dark Stranger) 
2010: Louis 
2011: The Maiden Danced to Death (A halálba táncoltatott leány) 
2013: Compulsion 
2012-2014: The Mindy Project (TV-Serie, 3 Folgen) 
2014: God the Father 
2014: Six Dance Lessons in Six Weeks 
 
Playlist:
01. Stanley Myers - Cavatina [Reprise] (The Deer Hunter) - 03:55 
02. Michel Legrand - Head For Home (The Picasso Summer) - 04:23 
03. John Williams - The Long Goodbye (The Long Goodbye) - 04:30 
04. John Williams - The Final Ride (The Sugarland Express) - 03:36 
05. David Mansfield - Overture (Heaven's Gate) - 03:58 
06. Bernard Herrmann - Sandra at Monument (Obsession) - 03:01 
07. Pino Donaggio - Theme From Blow Out (Blow Out) - 03:47 
08. John Williams - Love Theme (The River) - 04:55 
09. Jerry Goldsmith - The Bridge (The Ghost and the Darkness) - 04:09 
10. Ennio Morricone - We Must Not Forget (Fat Man and Little Boy) - 06:11 
11. Van Dyke Parks - The Plot Thickens (The Two Jakes) - 04:46 
12. Lee Holdridge - The Mystic's Dream (The Mists of Avalon) - 07:42 
13. Howard Shore - The End (Sliver) - 05:32 
14. James Newton Howard - End Titles (Intersection) - 04:10 
15. John Williams - Resolution and End Title (Close Encounters of the Third Kind) - 06:54 
16. Randy Newman - Opening (Maverick) - 05:37 
17. John Barry - Playing by Heart [Vows Renewed] (Playing by Heart) - 06:37 
18. Mark Isham - Madeline/Nothing Stays Buried Forever (The Black Dahlia) - 03:12 
19. Mark Isham - I Built Myself A Life (Life As A House) - 05:48 
20. Philip Glass - The Pursuit & Murder in the Park (Cassandra's Dream) - 06:46 
21. John Williams - The Dance of the Witches/End Credits (The Witches of Eastwick) - 04:47 
22. Lee Holdridge - Finale (The Mists of Avalon) - 05:19 
23. Jerry Goldsmith - Welcome to Tsavo #2 - Revised (The Ghost and the Darkness) - 09:54

Sonntag, 21. Dezember 2025

Playlist #439 vom 28.12.2025 - Neuheiten 2025 (7)

In der letzten Sendung mit neuen Soundtracks in diesem Jahr gibt es ein Wiederhören mit vielen alten Bekannten. So ist Hollywood-Starkomponist Hans Zimmer mit gleich zwei neuen Arbeiten vertreten, ebenso Ilan Eshkeri, Stephen Warbeck und Newcomerin Ariel Marx. Dazu gibt es neue Musik zum neuen „Avatar“-Abenteuer von Simon Franglen, ein klassisches Werk von Stephen Edwards und zum Remake des Science-Fiction-Films „The Running Man“ nach der Vorlage von Richard Bachman alias Stephen King. Abgerundet wird das zweistündige Programm mit der Musik zu Serien wie „Fallout“, „Landman“ und „The Iris Affair“.
Stephen King ist seit seinem 1974 veröffentlichten und von Brian De Palma großartige verfilmten Debütroman „Carrie“ lange Zeit ein Garant für erfolgreiche Leinwandadaptionen gewesen. Star-und populäre Genre-Regisseure wie Stanley Kubrick („Shining“), David Cronenberg („Dead Zone“), John Carpenter („Christine“), Rob Reiner („Stand By Me“, „Misery“) und Tobe Hooper („Brennen muss Salem“) nahmen sich der Gruselgeschichten des „King of Horror“ an. Mittlerweile haben auch Remakes früherer King-Verfilmungen Hochkonjunktur. Nachdem Andy Muschietti 2017 erfolgreich Stephen Kings Horror-Epos „Es“ 2017 als Zweiteiler neuverfilmt hatte, Remakes von „Friedhof der Kuscheltiere“, „Firestarter“ und „Salem’s Lot“ allerdings kläglich scheiterten, feiert nun „The Running Man“ seine Wiederauferstehung. In der ersten Verfilmung von 1987 kämpfte noch Arnold Schwarzenegger in einer wenig überzeugenden Leinwandadaption um sein Leben in einer Fernsehshow. Nun wagte sich Edgar Wright („Shaun of the Dead“, „Baby Driver“) an eine ansprechende Neuverfilmung, die von dem momentan sehr umtriebigen Steven Price („Gravity“, „Herz aus Stahl“) mit ebenso wuchtigen wie feinfühligen elektronischen und orchestralen Arrangements vertont worden ist.
Ein Wiedersehen gibt es auch mit den Nachwuchs-Illusionisten von „Die Unfassbaren“. Nach den zwei erfolgreichen ersten Filmen, die jeweils mehr als 330 Millionen US-Dollar in die Kinokassen spülten, wächst das Ensemble der gemeinnützig agierenden Jung-Magier in „Now You See Me, Now You Don’t“ noch einmal an. Mit dabei ist auch wieder Komponist Brian Tyler, der bereits die ersten beiden Teile vertonte.
Hollywood-Starkomponist Hans Zimmer, der seine bekanntesten Werke wie „Gladiator“, „Fluch der Karibik“, „Interstellar“, „The Dark Knight“, „Thelma & Louise“, „Dune“, „Inception“ und „Rain Man“ auch hierzulande wieder live präsentierte, vertonte jetzt nicht nur James L. Brooks Tragikomödie „Ella McCay“, in der eine idealistische junge Politikerin familiäre Probleme und ein anspruchsvolles Berufsleben unter einen Hut bringen muss, sondern sich gleichzeitig darauf vorbereitet, den Job ihres Mentors, des langjährigen Gouverneurs des Staates, zu übernehmen, sondern auch die deutsche Produktion „Schwarzes Gold“, das um 1900 in der Lüneburger Heide spielt. Dort arbeitet die Bauerntochter Johanna Lambert als Magd, um ihre Familie zu ernähren. Sie ahnt nicht, dass unter den Feldern ihrer Heimat Erdöl-Vorkommen darauf warten, den Entdeckern und Förderern Reichtum zu schenken. Nur Richard, der Sohn des benachbarten Großbauern Pape, kennt das Geheimnis und träumt davon, mit Johanna eine gemeinsame Zukunft aufzubauen. Ihre Liebe steht jedoch unter keinem guten Stern. Als der einflussreiche Ölhändler Tyler Robertson im Dorf auftaucht, entbrennt ein gnadenloser Kampf um Besitz und Macht. Wilhelm Pape, von Habsucht getrieben, setzt alles daran, um die Lamberts zu enteignen…
Der versierte Pianist und Komponist Stephen Edwards hat seit Anfang der 1990er Jahre vor allem für Action-Filme wie „American Karate Tiger“, „Shadowchaser II“, „Fist of Legend“, „Bloodsport II“, „High Voltage“ und „The Patriot“ die Musik beigesteuert, komponiert aber auch klassische Werke wie „Requiem For My Mother“, das er zu Ehren seiner 2006 verstorbenen Mutter geschrieben hatte, das 2008 in der Carnegie Hall und später beim Music Sacra Festival im Vatikan aufgeführt wurde.

„Nachdem ich 2023 die Liebe wiedergefunden hatte, inspirierte mich die Idee, das Requiem als Klavierkonzert neu zu interpretieren – nur mit der bereits existierenden Orchesteraufnahme und einer neuen Klavierstimme, die ich über das Original legen konnte. Ich hatte das Requiem über die Jahre immer wieder neu interpretiert und mich gelegentlich ans Klavier gesetzt, um meine Arrangements der gesamten Partitur zu spielen – einfach zum Vergnügen“, erzählt Stephen Edwards die Entstehungsgeschichte seines neuen Werks „Prayer For Peace: Serenade for Piano and Orchestra“. „Wie sich herausstellte, war die letzte Aufnahme, die ich in meinem Studio vor dem Brand in Palisades am 7. Januar 2025 gemacht habe. Ich habe diese Aufnahme vor der Katastrophe gemacht.“

Der britische Oscar-Preisträger Stephen Warbeck („Billy Elliott“, „Shakespeare in Love“) meldet sich mit zwei neuen Arbeiten zurück. Gaby Dellals Drama „Park Avenue“ erzählt von der Rancherin Charlotte, die vor ihrem kontrollsüchtigen Ehemann flieht und in die Wohnung ihrer Mutter zurückkehrt. Dort entdeckt sie zwar ihre Jugendliebe und das Leben, das sie hinter sich gelassen hat, wieder, doch nun müssen sich Mutter und Tochter auch mit unausgesprochenen Wahrheiten auseinandersetzen.
„Die Musik für ,Park Avenue‘ sollte persönlich und exzentrisch sein, aber dennoch zum Gesamtbild der Geschichte passen“, meint Warbeck. „Wir wollten, dass Kits einzigartige Lebensanschauung sich in der Musik widerspiegelt. Regisseurin Gaby Dellal bestand darauf, dass die Musik niemals sentimental oder rührselig wirken sollte. Einige Monate vor den Aufnahmen war ich im Urlaub und sah ein Open-Air-Konzert mit Lars Danielsson, der zusammen mit seinem Freund John Parricelli spielte. Als ich ihm zuhörte, wollte ich seinen Klang in den Mittelpunkt der Komposition stellen und habe die Musik darum herum aufgebaut.“ Während der Score zu „Park Avenue“ vor allem von dem Zusammenspiel von Cello und Bass geprägt wird und aus von Jazz- und klassischen Musikern eingespielt wurde, arbeitete Warbeck bei Rebecca Coleys Dokumentarfilm „Point of Change“ über zwei Surfer, die auf die perfekte Welle stoßen, mit Lewis Morison zusammen.
„Indonesischer Gesang, Perkussion und Flöten bilden das Herzstück des Soundtracks und verankern ihn in den spirituellen und kulturellen Wurzeln der Insel. Handpans und Daumenklaviere wurden durch den gesamten Soundtrack verwoben, um das rituelle und natürliche Schönheitsgefühl der Insel widerzuspiegeln und Klangfarben zu schaffen, die zugleich archaisch und unmittelbar wirken“, erzählen Stephen Warbeck und Lewis Morison von ihrer Arbeit an „Point of Change“. Diese Elemente verschmelzen mit westlichen Instrumenten und modernen Klangfarben und spiegeln wider, wie sich lokale Traditionen unter dem Einfluss von außen wandelten. In der Zusammenarbeit mit anderen Musikern, die ihre eigene haptische Energie einbrachten, entwickelte sich der Soundtrack zu etwas Vielschichtigem und Lebendigem – einem Treffpunkt von Kulturen, Klangfarben und Epochen.“
Ebenso wie das Lionsgate-Franchise „Die Unfassbaren“ geht auch James Camerons Fantasy-Blockbuster-Reihe „Avatar“ mit „Avatar: Fire and Ash“ in die dritte Runde.
Die Sullys finde weiterhin Unterschlupf beim Clan der Metkayina an der Küste Pandoras. Dennoch tun sie sich schwer, zu einer Art Normalität zu finden, denn der Tod von Neteyam während des Kampfes gegen die Resources Development Administration (RDA) der Menschen wiegt immer noch schwer. Jake, Neytiri, Lo’ak, Tuk, Spider und Kiri müssen alle ihren eigenen Weg finden, mit diesem bitteren Verlust umzugehen. Schließlich entscheiden die Sullys, dass es vor allem für Spider an diesem Ort nicht mehr sicher genug ist. Er soll zurück in die Festung der Omatikaya gebracht werden. Doch auf dem Weg dahin werden sie vom Mangkwan-Clan, dem Volk der Asche, angegriffen. Der Clan hat sich von der Lebensweise der Na'vi abgekehrt, seit ein Vulkanausbruch ihre Heimat in Schutt und Asche gelegt hat. Und auch die RDA hat noch nicht das letzte Wort gesprochen. Jeff Danna ist die Musik zur Netflix-Serie „The Abandons“ mit Gillian Anderson und Lena Headey in den Hauptrollen zu hören, die 1854 im Washington-Territorium zwei Frauen spielen, die an den entgegengesetzten Enden der Gesellschaft in einen gefährlichen Strudel aus Schuld und Geheimnissen verwickelt werden. Die eine führt ein privilegiertes Leben im Wohlstand, die andere hält eine selbst gewählte Familie aus Waisen und Außenseiter*innen zusammen. Was sie verbindet, sind zwei Verbrechen, eine verbotene Liebe und ein Stück Land, das Silber in seinem Boden birgt. Ihre Wege kreuzen sich auf schicksalhafte Weise – und ihr Konflikt spiegelt die tiefe Kluft zwischen Reichtum und Armut im Amerika des 19. Jahrhunderts wider.
Mit „Hamnet“ hat Max Richter auf atmosphärische Weise die unbekannte Liebesgeschichte, die Shakespeares größtes Meisterwerk inspirierte, vertont. „Hamnet“, von der Oscar-prämierten Autorin und Regisseurin Chloé Zhao, erzählt die bewegende Geschichte von Liebe und Verlust, die Shakespeare zu seinem zeitlosen Klassiker „Hamlet“ inspirierte.

Playlist: 

01. Steven Price - You Can't Kill An Idea (The Running Man) - 03:01 
02. Brian Tyler - History Lesson (Now You See Me, Now You Don't) - 04:25 
03. Ramin Djawadi - Time Takes a Toll (Fallout - Season 2) - 04:02 
04. Dan Romer - Traitor (My Dead Friend Zoe) - 03:04 
05. Jonny Greenwood - Trust Device (One Battle After Another) - 03:51 
06. Hans Zimmer - Hope Comes Close (Ella McCay) - 07:06 
07. Hans Zimmer & Aleksey Igudesman - Lonely Heath (Black Gold) - 04:41 
08. Ariel Marx - You Are Vast (Murdaugh - Death in the Family) - 02:22 
09. Ariel Marx - Weird Reaction (The Hand That Rocks the Cradle) - 02:28 
10. Ryan Taubert - Welcome Home (Xeno) - 03:29 
11. Stephen Edwards - From Death to Life (Prayer For Peace) - 03:33 
12. Alexandre Desplat - Madame Suzanne (Les Aigles de la République) - 03:04 
13. Andrew Lockington - This Is The Dream (Landman - Volume 2) - 03:41 
14. Stephen Warbeck - The Poem and the Truth (Park Avenue) - 05:13 
15. Stephen Warbeck & Lewis Morison - The Perfect Wave (Point of Change) - 03:06 
16. Ilan Eshkeri - Edward Guiness (House of Guiness) - 04:16 
17. Ilan Eshkeri - Jacqueline (Desperate Journey) - 03:57 
18. Simon Franglen - Sacrifice (Avatar - Fire and Ash) - 04:30 
19. Roque Baños & Ben Cherney - The Ring (Bone Lake) - 04:09 
20. Theodore Shapiro - You'll Learn (The Housemaid - Vol. 2) - 03:49 
21. Mikel Hurwitz - Resilience > Eruption (Soul of a Nation) - 03:52 
22. Stuart Hancock - Finding Mama and Baba (Largo) - 02:57 
23. Jeff Danna - A Fallen Priest (The Abandons) - 03:02 
24. Atli Örvarsson - Antigod (The Iris Affair) - 04:14 
25. Dustin O'Halloran - Kind People (Eleanor the Great) - 02:54 
26. Terence Blanchard - Wendell Pierce (Katrina: Come Hell and High Water) - 05:35 
27. Mark Isham - The Tub Room (Soul On Fire) - 03:44 
28. Jeff Russo - True to Yourself (The Twisted Tale of Amanda Knox) - 02:57 
29. Christopher Young & Gil Young - Johnny Loves Mom's Gums (Marvel's Deadpool VR) - 03:11 
30. Max Richter - Of A Ghost (Hamnet) - 08:46

Sonntag, 23. November 2025

Playlist #437 vom 30.11.2025 - SUSAN SARANDON Special

Susan Sarandon zählt nicht nur wegen ihres Oscar-Gewinns für ihre beeindruckende Darstellung in dem Drama „Dead Man Walking – Sein letzter Gang“ (1995) zu den profiliertesten Schauspielerinnen in Hollywood. In ihrer umfangreichen Werksbiografie finden sich Dramen, Thriller, Komödien und historische Stoffe ebenso wie eine Vielfalt an Serien. In der heutigen Sendung gibt es Musik aus einigen ihrer bekanntesten Filme wie „Begierde“, „Die Hexen von Eastwick“, „Light Sleeper“, „Betty und ihre Schwestern“, „Thelma & Louise“, „Der Klient“, „Im Zwielicht“ und „Seite an Seite“ von Komponisten wie John Williams, Howard Shore, Mark Isham, Elmer Bernstein, Hans Zimmer, Michel Legrand, Danny Elfman und Thomas Newman zu hören.

Susan Abigail Sarandon wurde am 4. Oktober 1946 in New York City als ältestes von neun Kindern einer streng katholischen Familie italienisch-walisischer Herkunft namens Tomalin geboren. Während sie die Edison High School in Edison Township besuchte, trat sie 1962 einer Band und einer Tanzgruppe bei, um kranke Kinder in einer nahegelegenen Reha-Klinik zu unterhalten. In der elften Klasse spielte sie die Hauptrolle in dem Theaterstück „Lady Precious Stream“, in der zwölften Klasse verkörperte sie die Titelrolle in der Komödie „My Sister Eileen“ und wurde dafür in den Lokalzeitungen erwähnt. 1964 wurde Sarandon in die National Honor Society aufgenommen und schloss die High School ab. Sie besuchte von 1964 bis 1968 die Catholic University of America in Washington D.C., wo sie einen Bachelor of Arts in Drama erwarb und bei dem Schauspiellehrer Gilbert V. Hartke studierte, während sie ihren Lebensunterhalt als Sekretärin, Putzfrau und Model verdiente. Obwohl sie zunächst recht wenig Interesse an der Schauspielerei hatte, wirkte sie 1964 an einer Theateraufführung mit und lernte dort ihren späteren Ehemann Chris Sarandon kennen, mit dem sie von 1967 bis 1979 verheiratet war. Das Paar wurde 1970 für John G. Avildsens „Joe – Rache für Amerika“ gecastet, doch nur Susan Sarandon bekam eine Rolle. Es folgten kleinere Parts für das Fernsehen während ihres Studiums, ehe sie an der Seite von Robert Redford 1975 in „Tollkühne Flieger“ zu sehen war. In dem Kult-Musical „The Rocky Horror Picture Show“ feierte sie in der Rolle der Janet Weiss ihren ersten großen Erfolg. Für Louis Malle stand sie in „Pretty Baby“ (1978) und „Atlantic City“ (1980) vor der Kamera, erhielt für den letzteren ihre erste Oscar-Nominierung.
Ihr umstrittenster Filmauftritt war in Tony Scotts modernem Vampir-Drama „Begierde“ (1983), in dem sie eine Sexszene mit Catherine Deneuve hatte. Es war der erste amerikanische Mainstream-Film mit einer solchen Szene zwischen zwei Star-Schauspielerinnen. Anschließend war sie in der Fantasy-Komödie „Die Hexen von Eastwick“ (1987) an der Seite von Jack Nicholson, Cher und Michelle Pfeiffer zu sehen, um dann mit Kevin Costner und Tim Robbins in dem Film „Annies Männer“ (1988) mitzuwirken, der sowohl kommerziell als auch bei den Kritikern ein Erfolg war.
Sarandon wurde in den 1990er-Jahren vier weitere Male für den Oscar nominiert: als Beste Hauptdarstellerin für ihre Rollen als Louise Sawyer in Ridley Scotts Road-Movie-Drama „Thelma & Louise“ (1991), Michaela Odone in „Lorenzos Öl“ (1992) und Reggie Love in Joel Schumachers Adaption von John Grishams Bestseller „Der Klient“ (1994). Den Oscar gewann sie schließlich für „Dead Man Walking“ (1995), in dem sie Schwester Helen Prejean spielte, die regelmäßig einen verurteilten Mörder im Todestrakt besucht. Außerdem erhielt sie acht Golden-Globe-Nominierungen, unter anderem für die Filme „Frühstück bei ihr“ (1990), „Seite an Seite“ (1998), „Igby“ (2002) und „Bernard and Doris“ (2007).
Zu ihren weiteren Filmen zählen „Bob Roberts“ (1992), „Betty und ihre Schwestern“ (1994), „James und der Riesenpfirsich“ (1996), „Überall, nur nicht hier“ (1999), „Darf ich bitten?“ (2004), „Alfie“ (2004), „Elizabethtown“ (2005), „Verwünscht“ (2007) und „Speed ​​Racer“ (2008). Sarandon hatte nicht nur Gastauftritte in zwei Folgen der „Simpsons“, sondern auch in „Friends“, „Malcolm mittendrin“, „Saturday Night Live“, „30 Rock“ und „Mike & Molly“.
Sarandon sprach den Kommentar zu über zwei Dutzend Dokumentarfilmen, von denen viele soziale und politische Themen behandelten. Außerdem moderierte sie zahlreiche Folgen der PBS-Dokumentarfilmreihe Independent Lens. 1999 und 2000 moderierte und präsentierte sie Mythos, eine Vortragsreihe des verstorbenen amerikanischen Mythologieprofessors Joseph Campbell. Sarandon ist zudem Jurymitglied des NYICFF, eines New Yorker Filmfestivals, das sich auf Filme für Kinder und Jugendliche zwischen 3 und 18 Jahren spezialisiert hat.
Sarandon spielte 2009 in Peter Jacksons „In meinem Himmel“ an der Seite einer Starbesetzung und arbeitete mit ihrer Tochter Eva Amurri, die aus einer Liebesbeziehung mit dem italienischen Regisseur Franco Amurri stammt, in „Middle of Nowhere“ (2008), „That's My Boy“ (2012) und „Das geheime Leben der Marilyn Monroe“ (2015) zusammen. Sie wirkte in den Filmen „Arbitrage“ (2012), „Cloud Atlas“ (2012), „Tammy“ (2014) und „The Meddler“ (2015) mit. 2017 verkörperte Sarandon Bette Davis in der ersten Staffel der FX-Anthologie-Serie „Feud“, wofür sie ihre neunte Golden-Globe-Nominierung erhielt.
2018 wurde Sarandon Mitglied des „Social Impact Advisory Board“ des San Diego International Film Festival. Im Herbst 2022 spielte sie die Hauptrolle in der FOX-Fernsehserie „Monarch“. 2023 war sie in dem DC-Extended-Universe-Superheldenfilm „Blue Beetle“ zu sehen. 2025 spielte sie an der Seite von Vince Vaughn in „Nonnas“, einer US-amerikanischen Komödie unter der Regie von Stephen Chbosky. Ebenfalls 2025 gab sie ihr britisches Bühnendebüt in Tracy Letts’ Stück „Mary Page Marlowe“.
Sarandon ist bekannt für ihr aktives Engagement bei progressiven und linken politischen Anliegen. Ihr Einsatz reicht von Spenden an Organisationen wie EMILY's List bis hin zur Teilnahme an einer Delegation nach Nicaragua im Jahr 1983. 1999 wurde sie zur UNICEF-Botschafterin des Guten Willens ernannt. In dieser Funktion unterstützte sie aktiv die weltweite Interessenvertretung der Organisation sowie die Arbeit des kanadischen UNICEF-Komitees. 2006 war sie eine von acht Frauen, die ausgewählt wurden, die olympische Flagge bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele 2006 in Turin, Italien, zu tragen. Im selben Jahr erhielt Sarandon den humanitären Preis von Action Against Hunger. 2018 spendete sie Obstbäume an die Jamaica Houses der New Yorker Wohnungsbehörde im Stadtbezirk Queens. Sarandon besuchte die Wohnanlage persönlich, um beim Pflanzen der Bäume zu helfen. Im Jahr 2022 wurde sie Botschafterin des HALO Trust, einer Minenräumungsorganisation. Im Mai 2024 rief sie die irischen Wähler dazu auf, Mick Wallace und Clare Daly als Europaabgeordnete wiederzuwählen. Immer wieder hat Sarandon in der Vergangenheit auch demokratische Präsidentschaftskandidaten wie Barack Obama und Bernie Sanders unterstützt.Filmografie (Auswahl)
1970: Joe – Rache für Amerika
1971: A World Apart (Fernsehserie, 1 Episode)
1971: Fleur bleue
1971: Mortadella (La Mortadella)
1974: Extrablatt (The Front Page)
1974: Aus Liebe zu Molly (Lovin’ Molly)
1974: F. Scott Fitzgerald and ’The Last of the Belles’ (Fernsehfilm)
1975: Tollkühne Flieger (The Great Waldo Pepper)

1975: The Rocky Horror Picture Show
1976: Geheimnis der Libelle (Dragonfly)
1977: Jenseits von Mitternacht (The Other Side of Midnight)
1978: Pretty Baby
1978: König der Zigeuner (King of the Gypsies)
1979: Fast wie im siebten Himmel (Something Short of Paradise)
1980: Atlantic City, USA (Atlantic City)
1980: Ein Walzer vor dem Frühstück (Loving Couples)
1982: Der Sturm (Tempest)
1983: Begierde (The Hunger)
1984: Biete Mutter – suche Vater (The Buddy System)
1985: A.D. – Anno Domini (A.D., Fernsehserie, 5 Episoden)
1985: Tödliche Beziehungen (Compromising Positions)
1987: Die Hexen von Eastwick (The Witches of Eastwick)
1988: Annies Männer (Bull Durham)
1988: Hell Zone – Im Vorhof zur Hölle (Woman of Valor)
1988: Sweethearts Dance – Liebe ist mehr als ein Wort (Sweet Hearts Dance)
1989: Im Zeichen der Jungfrau (The January Man)
1989: Weiße Zeit der Dürre (A Dry White Season)
1990: Frühstück bei ihr (White Palace)
1991: Thelma & Louise
1992: Bob Roberts
1992: Light Sleeper
1992: Lorenzos Öl (Lorenzo’s Oil)
1994: Safe Passage
1994: Der Klient (The Client)
1994: Betty und ihre Schwestern (Little Women)
1995: Dead Man Walking – Sein letzter Gang (Dead Man Walking)
1996: James und der Riesenpfirsich (James and the Giant Peach, Stimme)
1996: Tell the Truth and Run: George Seldes and the American Press (Dokumentarfilm, Stimme)
1998: Illuminata
1998: Seite an Seite (Stepmom)
1998: Im Zwielicht (Twilight)
1999: Das schwankende Schiff (Cradle Will Rock)
1999: Überall, nur nicht hier (Anywhere But Here)
1999: Earthly Possessions (Fernsehfilm)
2000: Joe Goulds Geheimnis (Joe Gould’s Secret)
2001: Friends
2002: Malcolm mittendrin (Malcolm in the Middle, Fernsehserie, 2 Episoden)
2002: Groupies Forever (The Banger Sisters)
2002: Moonlight Mile
2002: Igby (Igby Goes Down)
2003: Children of Dune (Fernsehdreiteiler, 3 Episoden)
2003: Gefangen im ewigen Eis – Die Geschichte der Dr. Jerri Nielsen (Ice Bound, Fernsehfilm)
2004: Darf ich bitten? (Shall We Dance)
2004: Alfie
2004: Noel
2005: Romance & Cigarettes
2005: Elizabethtown
2005: Die Simpsons (The Simpsons, Fernsehserie, Episode 17x14 Bart Has Two Mommies, Stimme)
2005: The Exonerated
2006: Unwiderstehlich (Irresistable)
2006: Bernard and Doris
2007: Im Tal von Elah (In the Valley of Elah)
2007: Emotional Arithmetic
2007: Verwünscht (Enchanted)
2007: Mr. Woodcock
2008: Speed Racer
2008: Emergency Room – Die Notaufnahme (ER, Fernsehserie, Episode 15x19 Old Times)
2008: Middle of Nowhere
2009: In meinem Himmel (The Lovely Bones)
2009: Solitary Man
2009: Leaves of Grass
2009: Zeit der Trauer (The Greatest)
2010: Ein Leben für den Tod (You Don’t Know Jack, Fernsehfilm)
2010: Wall Street: Geld schläft nicht (Wall Street: Money Never Sleeps)
2010: Peacock
2011: 30 Rock (Fernsehserie, 2 Episoden)
2011: Jeff, der noch zu Hause lebt (Jeff, Who Lives at Home)
2012: The Company You Keep – Die Akte Grant (The Company You Keep)
2012: Cloud Atlas
2012: Der Chaos-Dad (That’s My Boy)
2012: Arbitrage – Macht ist das beste Alibi (Arbitrage)
2012: The Big C (Fernsehserie, 6 Episoden)
2012: Robot & Frank
2013: Snitch – Ein riskanter Deal (Snitch)
2013: The Big Wedding
2013: Mein Leben mit Robin Hood (The Last of Robin Hood)
2013–2014: Mike & Molly (Fernsehserie, 2 Episoden)
2014: Tammy – Voll abgefahren (Tammy)
2014: The Calling
2015: Alle Farben des Lebens (3 Generations)
2015: Mit besten Absichten (The Meddler)
2016: Zoolander 2
2016: Ace the Case – Olivia allein zu Haus (Ace the Case)
2017: At Home with Amy Sedaris (Fernsehserie) Folge 2x05 Anniversary
2017: Feud – Die Feindschaft zwischen Bette und Joan (Feud: Bette and Joan, Fernsehserie, 8 Episoden)
2017: Bad Moms 2 (A Bad Moms Christmas)
2017–2018: Neo Yokio (Fernsehserie, 7 Episoden, Stimme)
2017–2019: Ray Donovan (Fernsehserie, 19 Episoden)
2018: The Death and Life of John F. Donovan
2018: Viper Club
2019: Blackbird – Eine Familiengeschichte (Blackbird)
2019: VHYes
2019: Jesus Rolls (The Jesus Rolls)
2020: Fearless (Stimme)
2021: Search Party (Fernsehserie, 2 Episoden)
2021: Jolt
2021: Ride the Eagle
2022: Forty Winks
2022: Monarch (Fernsehserie, 4 Episoden)
2023: Hochzeit auf Umwegen (Maybe I do)
2023: Blue Beetle
2023: C*A*U*G*H*T (Fernsehserie, 6 Episoden)
2024: The Gutter
2024: The Fabulous Four
2024: The Six Triple Eight
2025: Nonnas

Playlist:

01. Hans Zimmer - Thelma & Louise End Titles (Thelma & Louise) - 03:58 
02. Henry Mancini - Free As A Bird (The Great Waldo Pepper) - 03:00 
03. Elmer Bernstein - End Credits (Twilight) - 05:05 
04. John Williams - The Dance of the Witches / End Credits (The Witches of Eastwick) - 04:47 
05. Thomas Newman - Valley of the Shadow (Little Women) - 02:10 
06. Michel Legrand - Le sauvage (The Other Side of Midnight) - 03:50 
07. Michel Legrand - Slot Machine Baby (Atlantic City) - 03:43 
08. Léo Delibes - Lakme [Excerpt] (The Hunger) - 06:11 
09. Dave Grusin - Father and Daughter / Stoltz and Suzette (A Dry White Season) - 02:36 
10. George Fenton - The Reading (White Palace) - 03:59 
11. Danny Elfman - Score Suite (Anywhere But Here) - 07:35
12. Thomas Newman - The Player (The Player) - 03:07 
13. Brian Tyler - I Have Only Now (Children of Dune) - 03:12 
14. John Williams - A Christmas Quilt (Stepmom) - 03:56 
15. Mark Isham - Body Parts (In the Valley of Elah) - 04:39 
16. Cliff Martinez - Just Go Away (Arbitrage) - 05:23 
17. Cliff Martinez - I Met Your Daughter (The Company You Keep) - 04:03 
18. Dominic Lewis - Pretty Face (Jolt) - 02:23 
19. Brian Eno, Jon Hopkins & Leo Abrahams - Ship In A Bottle (The Lovely Bones) - 02:31 
20. Craig Armstrong - Money (Wall Street: Money Never Sleeps) - 03:13 
21. Christophe Beck - Allen & Rose (The Greatest) - 02:39 
22. Daniel Licht - Flooded Suspense (Dishonored) - 03:05 
23. Aaron Zigman - Finding Abram (The Six Triple Eight) - 04:26 
24. Marcelo Zarvos - The Letter (Nonnas) - 04:54 
25. Reinhold Heil, Johnny Klimek & Tom Tykwer - Temple of Sacrifice (Cloud Atlas) - 02:03 
26. Michael Been - Marianne's Fall (Light Sleeper) - 03:14 
27. Howard Shore - Romey's Suicide (The Client) - 08:34 
28. Eddie Vedder & Nusrat Fateh Ali Khan - The Long Road (Dead Man Walking) - 10:39

Dienstag, 7. Oktober 2025

Playlist #434 vom 19.10.2025 - KIM BASINGER Special

 Als Bond-Girl in „Sag niemals nie“ (1983) und an der Seite von Mickey Rourke in dem Erotik-Thriller „9 ½ Wochen“ (1986) wurde Kim Basinger weltberühmt. Sie überzeugte aber in Comic-Verfilmungen wie „Batman“ und „Cool World“ ebenso wie in Komödien („Nadine“, „Die blonde Versuchung“), Neo-Noir-Dramen („L.A. Confidential“) und Thrillern („Eiskalte Leidenschaft“, „Final Call“). In der heutigen Sendung bekommt ihr die Filmmusiken von Maurice Jarre, Jerry Goldsmith, Danny Elfman, George Fenton, Alan Silvestri, Christopher Young, Mark Isham u.v.a. zu hören.
Kimila „Kim“ Basinger wurde am 8. Dezember 1953 in Athens, Georgia, als drittes von fünf Kindern des Jazzmusikers und Weltkriegsveteranen Don Basinger und seiner Frau Ann geboren, die als Synchronschwimmerin in Esther-Williams-Filmen mitgewirkt hatte. So war Kim Basinger das Showgeschäft von Kindheit an vertraut. In ihrer Jugend erhielt Basinger Ballettunterricht und war Mitglied der Cheerleader-Mannschaft ihrer Schule. Im Alter von 17 Jahren gewann sie einen Schönheitswettbewerb in Georgia und unterschrieb Anfang der 1970er Jahre einen Vertrag bei der Ford Model Agency. Sie ging nach New York und arbeitete als Fotomodell, bevor sie privaten Schauspielunterricht nahm und erste kleine Auftritte auf der Theaterbühne und als Sängerin in Clubs im New Yorker Stadtteil Greenwich Village hatte. 
Im Jahr 1976 zog Basinger nach Los Angeles und versuchte zunächst, als Fernsehdarstellerin in Hollywood Fuß zu fassen. So spielte sie erste Rollen in Fernsehfilmen und Serien wie „Drei Engel für Charlie“. Ihr Kinodebüt gab sie 1981 in dem Filmdrama „Jodie – Irgendwo in Texas“, in dem sie gleich die weibliche Hauptrolle spielte. Ein erster Durchbruch als Filmschauspielerin gelang ihr 1983 als Bond-Girl Domino Petachi in dem James-Bond-Film „Sag niemals nie“ neben Sean Connery und spätestens an der Seite von Mickey Rourke in dem kontroversen Erotikfilm „9½ Wochen“ (1986), mit dem sie vor allem durch eine vielzitierte Striptease-Einlage zu Joe Cockers „You Can Leave Your Hat On“ zum Sexsymbol der 1980er Jahre avancierte.
1989 trat sie in Tim Burtons Comicverfilmung „Batman“ auf, in der sie kurzfristig ihre Schauspielkollegin Sean Young in der weiblichen Hauptrolle ersetzte und so als Fotojournalistin Vicky Vale an der Seite von Jack Nicholson und Michael Keaton zum Einsatz kam. Der Film spielte über 400 Millionen US-Dollar an den Kinokassen ein und wurde damit zum kommerziell erfolgreichsten Filmprojekt in Basingers Laufbahn. Außerdem wirkte Basinger auf dem Album „Batman“ von Prince mit, der in vier Songs Filmzitate der Schauspielerin sampelte. Anfang der 1990er Jahre übernahm sie in den Filmen „Die blonde Versuchung“ (neben Alec Baldwin) und „Eiskalte Leidenschaft“ (neben Richard Gere) jeweils die weibliche Hauptrolle. 1992 schlug sie die Hauptrolle in „Basic Instinct“ aus, die schließlich Sharon Stone erhielt. 1993 übernahm sie die Hauptrolle in dem Heist-Movie „Karen McCoy – Die Katze“, der jedoch an den Kinokassen katastrophal floppte. 1994 spielte sie in dem erotisch aufgeladenen Thriller „Getaway“ erneut an der Seite von Alec Baldwin, mit dem sie damals auch verheiratet war. 
1997 überzeugte sie in den 1950er Jahren spielenden Neo-Noir „L.A. Confidential“ unter der Regie von Curtis Hanson und erhielt 1998 einen Oscar in der Kategorie Beste Nebendarstellerin für die Rolle des Callgirls Lynn Bracken. Damit war sie das erste ehemalige Bond-Girl, das diesen Preis gewann. Spätestens zu dieser Zeit gehörte Basinger zu den bestbezahlten Hollywoodstars. Für den Film „Ich träumte von Afrika“ (2000) erhielt sie eine Gage von fünf Millionen US-Dollar, doch der Film floppte an den Kinokassen. 2002 spielte sie in dem Musikdrama „8 Mile“ – erneut unter der Regie von Curtis Hanson – die alkoholkranke Mutter des von Eminem verkörperten Protagonisten. Anschließend war Basinger in den Filmen „Final Call – Wenn er auflegt, muss sie sterben“ (2004), „The Sentinel – Wem kannst du trauen?“ (2006) und „Auf brennender Erde“ (2008) zu sehen. Im Jahr 2010 spielte sie an der Seite von Jungdarsteller Zac Efron in dem Drama „Wie durch ein Wunder“. Später wirkte sie kaum noch in nennenswerten oder kommerziell erfolgreichen Produktionen mit, so etwa in dem in Deutschland spielenden und wenig beachteten Independent-Film „Um jeden Preis“ (2014), in dem sie eine Frau spielte, die sich nach mehreren Fehlgeburten auf illegale Weise ein Kind beschaffen will. 2017 spielte sie im zweiten Teil der Filmreihe „Fifty Shades of Grey“ mit der Rolle der Elena Lincoln die Geschäftspartnerin und ehemalige Geliebte von Christian Grey. Sie erhielt dafür 2018 eine Goldene Himbeere als schlechteste Nebendarstellerin. Im dritten Teil „Fifty Shades of Grey – Befreite Lust“ sollte sie erneut die Elena spielen und war auch in den Trailern zu sehen. Ihre Szenen wurden jedoch aus der endgültigen Filmfassung herausgeschnitten. Es war Basingers bisher letzte Arbeit als Schauspielerin vor der Kamera. Als Sprecherin lieh sie danach ihre Stimme der Sally Smith in der Serie „Comrade Detective“ (2017) und sprach 2021 die Rolle „Mother Bear“ in dem animierten Kurzfilm „Back Home Again“

Filmografie (Auswahl):

1976: Gemini Man (Miniserie, Folge 1x04)
1976: Drei Engel für Charlie (Charlie’s Angels, Fernsehserie, Folge 1x05)
1977: Der Sechs-Millionen-Dollar-Mann (The Six Million Dollar Man, Fernsehserie, Folge 4x13)
1977: Dog and Cat (Fernsehserie, 7 Folgen)
1977: Dog and Cat (Fernsehfilm)
1978: Der Geist von Flug 401 (The Ghost of Flight 401)
1978: Playmate des Monats (Fernsehfilm)
1978: Vegas (Fernsehserie, 1 Folge)
1979: Verdammt in alle Ewigkeit (From Here to Eternity, Mini-Serie)
1980: From Here to Eternity (Fernsehserie, 11 Folgen)
1981: Jodie – Irgendwo in Texas (Hard Country)
1981: Killjoy – Mörderische Begegnung (Killjoy)
1982: Goldfieber (Mother Lode)
1983: Sag niemals nie (Never Say Never Again)
1983: Frauen waren sein Hobby (The Man Who Loved Women)
1984: Der Unbeugsame (The Natural)
1985: Fool for Love
1986: 9½ Wochen (Nine 1/2 Weeks)
1986: Gnadenlos (No Mercy)
1987: Blind Date – Verabredung mit einer Unbekannten (Blind Date)
1987: Nadine – Eine kugelsichere Liebe (Nadine)
1988: Meine Stiefmutter ist ein Alien (My Stepmother Is an Alien)
1989: Batman
1991: Die blonde Versuchung (The Marrying Man)
1992: Eiskalte Leidenschaft (Final Analysis)
1992: Cool World
1993: Karen McCoy – Die Katze (The Real McCoy)
1993: Wayne’s World 2
1994: Getaway (The Getaway)
1994: Prêt-à-Porter
1997: L.A. Confidential
1998: Die Simpsons (The Simpsons, Folge 10x05, Stimme)
2000: Ich träumte von Afrika (I Dreamed of Africa)
2000: Die Prophezeiung (Bless the Child)
2002: 8 Mile
2002: Im inneren Kreis (People I Know)
2004: The Door in the Floor – Die Tür der Versuchung (The Door in the Floor
2004: Elvis Has Left the Building
2004: Final Call – Wenn er auflegt, muss sie sterben (Cellular)
2006: Tödlicher Einsatz (Even Money)
2006: The Sentinel – Wem kannst du trauen? (The Sentinel)
2006: Das Geheimnis der Meerjungfrau (The Mermaid Chair)
2008: Auf brennender Erde (The Burning Plain)
2008: While She Was Out
2008: Informers
2010: Wie durch ein Wunder (Charlie St. Cloud)
2012: Black November
2013: Dritte Person (Third Person)
2013: One Square Mile
2013: Zwei vom alten Schlag (Grudge Match)
2014: Um jeden Preis (I Am Here)
2016: The Nice Guys
2017: Fifty Shades of Grey – Gefährliche Liebe (Fifty Shades Darker)
2018: Fifty Shades of Grey – Befreite Lust (Fifty Shades Freed)

Playlist:

01. Michel Legrand - Bahama Island (Never Say Never Again) - 02:50 
02. Randy Newman - Prologue 1915-1923 (The Natural) - 05:20 
03. Roger Eno - A Paler Sky ( Weeks)
04. Alan Silvestri - Save My Life (My Stepmother Is An Alien) - 06:58 
05. Henry Mancini - Something For Nash (Blind Date) - 03:30 
06. Danny Elfman - Dream / Challenge / Tender Bat Cave (Batman) - 04:28 
07. George Fenton - The Rain's Stopped (Final Analysis) - 03:36 
08. Mark Isham - Love Scene (The Getaway) - 03:23 
09. Brad Fiedel - Breaking Into Vault (The Real McCoy) - 05:22 
10. Jerry Goldsmith - False Information (L.A. Confidential) - 02:36 
11. Maurice Jarre - Arrival In Africa (I Dreamed Of Africa) - 08:45 
12. Christopher Young - Lux Aeterna (Bless the Child) - 06:44 
13. Christopher Young - Love Is Love Is Love (The Informers) - 06:43 
14. Hans Zimmer & Omar Rodriguez-Lopez - End Credits (The Burning Plain) - 06:45 
15. Marcelo Zarvos - Orient Point (The Door in the Floor) - 02:53 
16. Christophe Beck - Union Station (The Sentinel) - 03:53 
17. Paul Haslinger - Main Titles (While She Was Out) - 03:14 
18. Rolfe Kent - Sunset Goodbye (Charlie St. Cloud) - 03:30 
19. David Newman - Run, Charley, Run! (The Marrying Man) - 04:49 
20. Dario Marianelli - A Tale of Three Cities (Third Person) - 03:40 
21. Mark Isham - I'm No Dream (Cool World) - 02:27 
22. Jean-Michel Jarre - Arpegiator ( Weeks) - 06:54 
23. David Buckley & John Ottman - A Liitle Favor (The Nice Guys) - 02:52 
24. Danny Elfman - On His Knees (Fifty Shades Darker) - 03:24 
25. Brian Eno - Music For Airports: 2/1 ( Weeks) - 12:05

Mittwoch, 1. Oktober 2025

Playlist #433 vom 05.10.2025 - R.I.P. Robert Redford (1936-2025)

Robert Redford unzweifelhaft zu den bekanntesten Schauspielern seiner Generation und zu den wichtigsten Filmemachern, der als Initiator des Sundance Film Festivals vor allem Independent-Produktionen ein wichtiges Podium bietet. Darüber hinaus hat er sich als Umweltschützer einen Namen gemacht und kämpfte für die Rechte der indigenen Bevölkerung. Nach ersten Fernsehauftritten im Jahr 1960 (in Serien wie „Maverick“, „Rescue 8“, „Playhouse 90“, „Perry Mason“ und „Tate“) avancierte Redfordin den 1970er Jahren zu einem der populärsten Schauspieler der New-Hollywood-Generation und war auch als Regisseur erfolgreich.Nun verstarb die Hollywood-Legende am 16. September 2025 in Sundance, Utah, im Alter von 89 Jahren.
Der am 18. August 1936 im kalifornischen Santa Monica geborene Robert Redford wuchs in einfachen Verhältnissen auf, erhielt 1955 als herausragender Baseballspieler ein Stipendium der University of Colorado, doch brachen seine sportlichen und schulischen Leistungen nach dem Tod seiner Mutter ein. Nach dem Verlust seines Stipendiums jobbte Redford u.a. auf Ölfeldern und ging schließlich nach Europa, wo er in Paris und Florenz mehrere Kunstakademien besuchte und sich zeitweise als Straßenmaler versuchte. Nach seiner Rückkehr in die USA 1958 studierte Redford Theaterdesign am New Yorker Pratt Institute und entdeckte ab 1959 an der American Academy of Dramatic Arts seine Leidenschaft für die Schauspielerei.
Während er auf den Theaterbühnen schnell Erfolge feiern konnte, entwickelte sich seine Filmkarriere eher schleppend. Seine ersten Rollen hatte er in den Broadway-Produktionen „Tall Story“ und „Little Moon of Alban“. Das erste Mal vor der Kamera stand er für eine Folge der Fernsehserie „Maverick“, in der James Garner, Jack Kelly und Roger Moore die Hauptrollen spielten.
Nachdem er 1960 diverse Auftritte in TV-Serien wie „Perry Mason“, „Alfred Hitchcock Presents“ oder „Die Leute von der Shiloh Ranch“ hatte, konnte er 1962 in „Hinter feindlichen Linien“ sein Leinwanddebüt feiern. Der Film konnte sich zwar an den Kinokassen nicht durchsetzen, doch freundete sich Redford während der Dreharbeiten mit dem späteren Regisseur Sydney Pollack an, der hier ebenfalls als Filmschauspieler debütierte. Zunächst folgten noch etliche Flops wie die Kriegskomödie „Lage hoffnungslos – aber nicht ernst“ (1965) und das Drama „Ein Mann wird gejagt“ (1966). Mit der damals sehr populären Natalie Wood, einer ehemaligen Schulkameradin von der Van Nuys High School, drehte Redford erst „Verdammte, süße Welt“ (1965), dann „Dieses Mädchen ist für alle“ (1966), Redfords erster Zusammenarbeit mit Regisseur Sydney Pollack. 
Erst 1967 wurde Redford in „Barfuß im Park“ einem größeren Publikum bekannt und zwei Jahre später in George Roy Hills Westernkomödie „Zwei Banditen“ an der Seite von Paul Newman zum Superstar. 
Butch Cassidy und Sundance Kid“ (so der Alternativtitel) traf den liberalen Zeitgeist der späten 1960er Jahre und zeigte die beiden Zug- und Bankräuber Butch und Sundance als sympathische, fast hippiehafte Antihelden, die schließlich von einem riesigen Polizeiaufgebot zusammengeschossen werden. Der Film wurde zu einem der größten Kassenerfolge der späten 1960er Jahre und festigte bei einem weltweiten Publikum Redfords Image als Frauenschwarm und romantischer Held. Mit Paul Newman blieb er zeitlebens eng befreundet. 1973 drehten die beiden Darsteller, wieder unter der Regie von George Roy Hill, die Gaunerkomödie „Der Clou“, die zu einem der erfolgreichsten Filme der 1970er Jahre avancierte. Redford erhielt für die Darstellung des Trickbetrügers Hooker seine einzige Oscar-Nominierung als Schauspieler. Redford und Newman wollten nach „Der Clou“ ihre erfolgreiche Zusammenarbeit fortsetzen, fanden aber kein geeignetes Projekt. In „Jeremiah Johnson“ (1972) spielte Redford unter der Regie von Sydney Pollack einen zivilisationsmüden Trapper, 1973 wurde das Liebesdrama „So wie wir waren“ ebenso zum Kassenschlager wie Pollacks Polit-Thriller „Die drei Tage des Condor“ (1975), womit Redford zum erfolgreichsten Filmstar avancierte. Fortan nutzte Redford seine Popularität, um Filme zu produzieren, die seine liberale politische Haltung reflektierten, wie z.B. „Die Unbestechlichen“ von Alan J. Pakula.
„Ob er als ‚Der große Gatsby‘ im pinkfarbenen Anzug vor den Herrenhäusern der Ostküste steht, sich in ‚Jenseits von Afrika‘ mit Jägerschlapphut an Löwen heranpirscht oder in ‚Die Unbestechlichen‘ mit hochgekrempelten Hemdsärmeln seine Enthüllungsartikel in die Schreibmaschine hackt – alle Redford-Figuren sind zunächst einmal Inkarnationen seiner selbst“, befand Katja Nicodemus in „Die Zeit“ (46/2007).
Mit „Der große Gatsby“ (1974) und „Tollkühne Flieger“ (1975) konnte der Womanizer zwar nicht mehr ganz an die vorangegangenen Erfolge anknüpfen, doch durch den von ihm erstmals produzierten Polit-Thriller „Die Unbestechlichen“ (1976), mit dem Regisseur Alan J. Pakula den durch die Journalisten Bob Woodward (Redford) und Carl Bernstein (Dustin Hoffman) aufgedeckten Watergate-Skandal thematisierte, war Redford wieder ganz oben.
Es folgten noch Auftritte in dem stargespickten Kriegsfilm „Die Brücke von Arnheim“ (1977) und in Sydney Pollacks „Der elektrische Reiter“ (1979), ehe Redford 1980 mit dem Sozialdrama „Eine ganz normale Familie“ sein Regiedebüt feierte und seinen ersten Oscar in Empfang nehmen konnte. 1980 gründete Redford in seiner Heimat Utah das Sundance Institute, das sich der Förderung unabhängiger Filmemacher und ihrer Werke verschrieb. Das 1984 erstmals ins Leben gerufene Sundance Film Festival ist längst zum wichtigsten Treffpunkt der amerikanischen Independent-Filmer avanciert. In den 80er und 90er Jahren war Redford nur noch sporadisch auf der Leinwand zu bewundern. 1980 spielte er in „Brubaker“ einen idealistischen Gefängnisdirektor, 1984 war er in „Der Unbeugsame“ als Baseballspieler zu sehen. 1985 folgte das von Sydney Pollack inszenierte Liebesdrama „Jenseits von Afrika“, ein Jahr später das romantische Thriller-Drama „Staatsanwälte küsst man nicht“, ehe 1990 mit „Havanna“ die sechste und letzte Zusammenarbeit mit Sydney Pollack über die Bühne ging. In „Sneakers“ spielte Redford 1992 den Chef einer Bande von High-Tech-Einbruchsspezialisten, außerdem führte er nach „Eine ganz normale Familie“ und „Milagro – Der Krieg im Bohnenfeld“ (1988) bei dem Drama „Aus der Mitte entspringt ein Fluss“ zum dritten Mal Regie, die den Anfang der langjährigen Zusammenarbeit mit Komponist Mark Isham markierte, der auch Redfords „Quiz Show“ (1994), das Politdrama „Von Löwen und Lämmern“ (2007) und „Die Lincoln-Verschwörung“ (2010) vertonte. 1993 machte Redford Demi Moore „Ein unmoralisches Angebot“, 1996 mimte er neben Michelle Pfeiffer in „Aus nächster Nähe“ einen Fernsehjournalisten. 1998 führte er Regie bei der Bestseller-Verfilmung von „Der Pferdeflüsterer“, im Jahr 2000 bei dem Drama „Die Legende von Bagger Vance“.
Redford inszeniert seine Filme sehr entschleunigt und rhythmisch vielseitig. Dabei geht er sehr musikalisch vor. „Ich komponiere meine Filme so, wie ich auch Musik höre. Ein Teil der Konzeption von ‚Ordinary People‘ war der Kanon von Pachelbel. In ‚The Horse Whisperer‘ war es das Dvorák-Concerto, das sich während der Montagesequenz über ein Gitarrenriff in ein Western-Stück verwandelt. Von den langen, arbeitsamen Tagen der Streichermusik zu den schnellen, dissonanten Klängen des Pferdetrainings“, erklärte Redford im Interview mit Daniel Kothenschulte („Nachbesserungen am amerikanischen Traum. Der Regisseur Robert Redford“, Schüren, S. 173). „Einige Filme wurden durch den Rhythmus des Sujets bestimmt. ‚Ordinary People‘ war so langsam und finster, die Langsamkeit, in der man die Mutter aus ihrer eingefahrenen Rolle stößt und die des Heilungsprozesses. Der Pachelbel-Kanon wird zu Beginn auf einem Finger gespielt. Am Ende, wenn es zur Konfliktlösung kommt, spielt dann das ganze Orchester.“  2002 erhielt Redford den Ehre-Oscar für sein Lebenswerk. Im neuen Jahrtausend trat er zunächst in den Filmen „Die letzte Festung“ (2001) und in dem Spionagefilm „Spy Game“ (2001) auf, in dem er als Lehrmeister von Brad Pitt zu sehen war. Es folgten 13 weitere Rollen in unterschiedlichen Genres. 
Als Regisseur realisierte er nach „Die Legende von Bagger Vance“ noch drei Filme, die Politdramen „Von Löwen und Lämmern“ (2007) und „Die Lincoln-Verschwörung“ (2010) sowie den Thriller „The Company You Keep – Die Akte Grant“ (2012). In „All Is Lost“ (2013) zeigte Redford als einziger Schauspieler und mit minimalem Text seine Fähigkeit, durch seine schiere Präsenz einen Film zu tragen. Im Jahr darauf war er in der Comicverfilmung „The Return of the First Avenger“ zu sehen, in der er einen Bösewicht darstellte. Im Sommer 2018 kündigte Redford seinen Rückzug aus dem Schauspielgeschäft an. Im selben Jahr spielte er in der Krimikomödie „Ein Gauner & Gentleman“ seine letzte Hauptrolle, ein Jahr später war er noch in einer cameohaften Nebenrolle in dem stargespickten Superheldenfilm „Avengers: Endgame“ zu sehen.

Filmographie (Auswahl):

1960: Maverick (Fernsehserie, Folge 03x23)
1962: Hinter feindlichen Linien (War Hunt)
1965: Lage hoffnungslos, aber nicht ernst (Situation Hopeless … But Not Serious)
1965: Verdammte, süße Welt (Inside Daisy Clover)
1966: Dieses Mädchen ist für alle (This Property is Condemned)
1966: Ein Mann wird gejagt (The Chase)
1967: Barfuß im Park (Barefoot in the Park)
1969: Zwei Banditen (Butch Cassidy and the Sundance Kid)
1969: Blutige Spur (Tell Them Willie Boy Is Here)
1969: Schussfahrt (Downhill Racer) 1970: Stromer der Landstraße (Little Fauss and Big Halsy) 
1972: Vier schräge Vögel (The Hot Rock) 
1972: Bill McKay – Der Kandidat (The Candidate)
1973: Der Clou (The Sting)
1973: So wie wir waren (The Way We Were)
1974: Der große Gatsby (The Great Gatsby)
1975: Die drei Tage des Condor (Three Days of the Condor)
1975: Tollkühne Flieger (The Great Waldo Pepper)
1976: Die Unbestechlichen (All the President’s Men)
1977: Die Brücke von Arnheim (A Bridge Too Far)
1979: Der elektrische Reiter (The Electric Horseman)
1980: Brubaker
1980: Eine ganz normale Familie (Ordinary People, Regie)
1984: Der Unbeugsame (The Natural)
1985: Jenseits von Afrika (Out of Africa)
1986: Staatsanwälte küsst man nicht (Legal Eagles)
1988: Milagro – Der Krieg im Bohnenfeld (The Milagro Beanfield War, auch Regie)
1990: Havanna (Havana)
1992: Sneakers – Die Lautlosen (Sneakers) 
1992: Aus der Mitte entspringt ein Fluss (A River Runs Through It, Regie)
1993: Ein unmoralisches Angebot (Indecent Proposal)
1994: Quiz Show (Regie)
1996: Aus nächster Nähe (Up Close & Personal)
1998: Der Pferdeflüsterer (The Horse Whisperer, auch Regie)
2000: Die Legende von Bagger Vance (Bagger Vance)
2001: Die letzte Festung (The Last Castle)
2001: Spy Game – Der finale Countdown (Spy Game)
2004: Anatomie einer Entführung (The Clearing)
2005: Ein ungezähmtes Leben (An Unfinished Life)
2007: Von Löwen und Lämmern (Lions for Lambs, auch Regie)
2010: Die Lincoln Verschwörung (The Conspirator, Regie)
2012: The Company You Keep – Die Akte Grant (The Company You Keep, auch Regie)
2013: All Is Lost 
2014: The Return of the First Avenger (Captain America: The Winter Soldier) 
2015: Picknick mit Bären(A Walk in the Woods) 
2015: Der Moment der Wahrheit (Truth) 
2016: Elliot, der Drache (Pete’s Dragon) 
2017: The Discovery 
2017: Unsere Seelen bei Nacht (Our Souls at Night) 
2018: Ein Gauner & Gentleman (The Old Man & the Gun) 
2019: Avengers: Endgame 

Playlist: 

01. Thomas Newman - There Was Snow (The Horse Whisperer) - 03:17 
02. Kenyon Hopkins - Tea Room (Downhill Racer) - 02:34 
03. John Barry - Blues For Bubber (The Chase) - 04:06 
04. Neal Hefti - A New Home Upstairs (Barefoot in the Park) - 04:41 
05. Marvin Hamlisch - Look What I've Got (The Way We Were) - 03:05 
06. Randy Newman - The End Title (The Natural) - 03:23 
07. Harry Gregson-Williams - Beirut, A War Zone (Spy Game) - 03:20 
08. John Rubinstein & Tim McIntire - The Cabin (Jeremiah Johnson) - 04:24 
09. David Shire - Finale and End Title (All the President's Men) - 02:48 
10. Marvin Hamlisch - Time to Go Bowling (Ordinary People) - 03:08 
11. Dave Grusin - Goodbye For Kathy (3 Days of the Condor) - 02:16 
12. Lalo Schifrin - Finale [Brubaker's Adagio & Coda] (Brubaker) - 03:43 
13. Marvin Hamlisch - Solace [Orchestra Version] (The Sting) - 03:37 
14. Dave Grusin - Rising Star (The Electric Horseman) - 02:34 
15. Dave Grusin - Adios Habana (Havana) - 03:06 
16. James Horner - "… And the Blind Shall See" (Sneakers) - 04:32 
17. Cliff Martinez - I Met Your Daughter (The Company You Keep) - 04:03 
18. John Barry - End Title [You Are Karen] (Out of Africa) - 04:01 
19. John Barry - Helicopter to Yacht (Indecent Proposal) - 04:30 
20. Mark Isham - In the Half-Light of the Canyon (A River Runs Through It) - 02:47 
21. Thomas Newman - She Knows Now (Up Close & Personal) - 02:23 
22. Alexander Ebert - Dance of Lilies (All Is Lost) - 05:18 
23. Mark Isham - Todd's Decision / End Credits (Lions For Lambs) - 05:08 
24. Craig Armstrong - At the Stream (The Clearing) - 05:45 
25. Deborah Lurie - Leaving Gary (An Unfinished Life) - 02:36 
26. Rachel Portman - The Day of the Match Dawns (The Legend of Bagger Vance) - 03:09 
27. Nathan Larson - So Many Stars (A Walk in the Woods) - 05:21  
28. Daniel Hart - Three Day Bank (The Old Man & the Gun) - 06:42 
29. Mark Isham - The Oversight Blues (Quiz Show) - 10:41

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