Radio ZuSa
Posts mit dem Label Thomas Newman werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Thomas Newman werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 9. September 2026

Playlist #458 vom 20.09.2026 - TOM NOONAN Special

Tom Noonan war sicher kein Hollywood-Star, doch mit seinen bemerkenswerten Rollen als Francis Dollarhyde in Michael Manns „Manhunter“ (1986), Frankensteins Monster in „The Monster Squad“ (1987), Kain in „RoboCop 2“ (1990), der Ripper in „Last Action Hero“ (1993), Kelso in „Heat“ (1995), Sammy Barnathan in „Synecdoche, New York“ (2008) oder als Reverend Nathaniel in der Fernsehserie „Hell on Wheels“ (2011–2014), hat der 1,96 Meter große US-amerikanischer Schauspieler, Regisseur und Drehbuchautor durchaus nachhaltig Eindruck hinterlassen. Zudem war der am 14. Februar 2026 im Alter von 74 verstorbene Noonan als Autor und Regisseur für Theater und Film tätig. In der heutigen Sendung zu seinem Andenken gibt es Musik aus seinen Filmen von Elliot Goldenthal, Jon Brion, Carter Burwell, Thomas Newman, Harry Gregson-Williams, David Wingo, Graeme Revell und anderen zu hören.
Thomas Patrick Noonan wurde am 12. April 1951 als Sohn einer Mathematiklehrerin und eines Jazzmusikers und Zahnarztes in Greenwich, Connecticut, geboren. Sein älterer Bruder John Ford Noonan war Schauspieler, Dramatiker und Drehbuchautor, er selbst ein sehr talentierter Basketballspieler: „Basketballspielen hat mir in vielerlei Hinsicht das Performen beigebracht. Dadurch bin ich auf die Schauspielerei aufmerksam geworden … Als Kind habe ich nie Theater gespielt. Ich habe nie in Schultheaterstücken mitgewirkt. Ich habe erst mit 27 Jahren angefangen zu spielen … Man lernt unheimlich viel, wenn man vor Publikum steht, die Menge begeistert und man etwas tut, das man liebt. Viele der Fähigkeiten, die man für die Schauspielerei braucht, erwirbt man dabei … Es ist wie ein Kampf auf Leben und Tod vor Menschen, die man beeindrucken möchte.“
Noonan studierte Schauspiel an der Yale University. Nach seinem Abschluss 1983 gründete er in New York die Theatergruppe The Paradise Factory (ursprünglich: Paradise Theatre) und war als Schauspieler, Regisseur und Dramatiker tätig. Später betrieb er mit seiner Gruppe eine eigene Spielstätte im Manhattans East Village. Er spielte u.a. in der Off-Broadway-Uraufführung von Sam Shepards Stück „Buried Child“ mit, hatte Anfang der 80er Jahre aber schon seine ersten Filmrollen. So war er 1980 an der Seite von Michael Ontkean in der Komödie „Willie and Phil“ zu sehen, spielte im Thriller „Gloria, die Gangsterbraut“ (1980) von John Cassavetes neben Gena Rowlands, im Western „Heaven’s Gate“ (1980) an der Seite von Kris Kristofferson, Christopher Walken und John Hurt.
Mit einer Körpergröße von 1,96 m war Noonans imposante Erscheinung wohl der Grund dafür, dass er häufig als bedrohlicher Bösewicht besetzt wurde, wie beispielsweise in „RoboCop 2“, „Last Action Hero“, „Manhunter“ und „Das Versprechen“. Seine Größe wurde in „The Moving Finger“, dem Serienfinale der Horror-Anthologie „Monsters“ (bei der er auch bei mehreren Episoden Regie führte und das Drehbuch schrieb), komisch eingesetzt.
1986 spielte Noonan Francis Dollarhyde, einen Serienmörder, der ganze Familien auslöscht, in Michael Manns „Manhunter“, dem ersten Film mit Hannibal Lecter. Eine weitere Nebenrolle und eine weitere Zusammenarbeit mit Mann folgte 1995 als Kelso in „Heat“. Er spielte außerdem das Frankenstein-Monster in „The Monster Squad“ und den Drogenboss Cain in „RoboCop 2“. In den 1990er-Jahren verfasste er mehrere Theaterstücke. Für das Drehbuch zu „What Happened Was…“ (1994) wurde Noonan auf dem Sundance Film Festival 1994 mit dem Grand Jury Price und dem Waldo Salt Screenwriting Award ausgezeichnet. Auch bei seinen Filmen „The Wife“ (1995), „Wang Dang“ (1999) und „The Shape of Something Squashed“ (2014) war er zugleich als Darsteller, Regisseur und Drehbuchautor tätig. The Wife war 1995 für den Grand Jury Prize des Sundance Film Festivals nominiert. In den 2000er-Jahren wirkte Noonan in mehreren weiteren Filmen mit, darunter Charlie Kaufmans Regiedebüt „Synecdoche, New York“ als Sammy Barnathan.
Noonan hatte außerdem zahlreiche Gastauftritte in Fernsehserien, darunter „Akte X“ (in der vielgelobten Folge „Paper Hearts“ von 1996, die eigens für ihn geschrieben wurde), „Law & Order: Criminal Intent“, „Law & Order: Special Victims Unit“, „Tales from the Darkside“ und „CSI: Den Tätern auf der Spur“ sowie als Detective Victor Huntley in „Damages“. In „Blacklist“ war er als „The Stew Maker, Louie“ zu sehen, ein Arzt, der den jungen Louie in drastischen anatomischen Details durch die Kreuzigung führt. Außerdem spielte er Reverend Nathaniel Cole in der AMC-Originalserie „Hell on Wheels“.
Im Jahr 2015 sprach Noonan alle Nebenrollen in Duke Johnsons und Charlie Kaufmans Stop-Motion-Komödie „Anomalisa“, wofür er den San Diego Film Critics Society Award als Bester Nebendarsteller gewann.
Noonan starb am 14. Februar 2026 im Alter von 74 Jahren in einem Krankenhaus in Englewood, New Jersey.

Filmografie: 

1980: Willie and Phil 
1980: Gloria, die Gangsterbraut (Gloria) 
1980: Rage (Fernsehfilm) 
1980: Heaven’s Gate 
1981: Wolfen 
1983: Kopfjagd (Eddie Macon’s Run) 
1983: Monty, der Millionenerbe (Easy Money) 
1984: Angriff ist die beste Verteidigung (Best Defense) 
1984: Geschichten aus der Schattenwelt (Tales from the Darkside, TV-Serie, 1 Folge) 
1985: Der Verrückte mit dem Geigenkasten (The Man with One Red Shoe) 
1986: F/X – Tödliche Tricks (F/X) 
1986: Manhunter – Roter Drache (Manhunter) 
1987: Monster Busters (The Monster Squad) 
1989: Der Equalizer (The Equalizer, TV-Serie, 1 Folge) 
1989: Mystery Train 
1989: Detroit City – Ein irrer Job (Collision Course) 
1990: Robocop 2 
1991: Das 10 Millionen Ding (The 10 Million Dollar Getaway) 
1991: Monsters (TV-Serie, 1 Folge) 
1993: Last Action Hero 
1994: What Happened Was… (auch Regie und Drehbuch) 
1994: Fackeln im Sturm – Buch 3 (Heaven & Hell: North & South, Book III; TV-Miniserie) 
1995: The Wife (auch Regie und Drehbuch) 
1995: Heat 
1997: Akte X – Die unheimlichen Fälle des FBI (The X-Files, Fernsehserie, eine Folge) 
1998: Phoenix – Blutige Stadt (Phoenix) 
1999: Die Frau des Astronauten (The Astronaut’s Wife) 
1999: Sein letzter Coup (The Opportunists) 
2000: The Photographer 
2001: Das Versprechen (The Pledge) 
2001: Knockaround Guys 
2002: CSI: Den Tätern auf der Spur (CSI: Crime Scene Investigation, TV-Serie, eine Folge) 
2002: Arac Attack – Angriff der achtbeinigen Monster (Eight Legged Freaks) 
2003: Criminal Intent – Verbrechen im Visier (Law & Order: Criminal Intent, TV-Serie, Folge 2x21) 
2003: Madness and Genius 
2003: The Egoists 
2005: The Roost 
2006: Seraphim Falls 
2007: Engel im Schnee (Snow Angels) 
2008: Alphabet Killer (The Alphabet Killer) 
2008: Synecdoche, New York 
2009: Law & Order: New York (Law & Order: Special Victims Unit, TV-Serie, eine Folge) 
2009: Follow the Prophet 
2009–2011: Damages – Im Netz der Macht (Damages, TV-Serie, 17 Folgen) 
2009: The House of the Devil 
2011: The Cape (TV-Serie, 2 Folgen) 
2011: Bad Karma (TV-Serie, 1 Folge) 
2011–2014: Hell on Wheels (TV-Serie, 18 Folgen) 
2014: The Leftovers (TV-Serie, 1 Folge) 
2014: Late Phases 
2013: The Blacklist (TV-Serie, eine Folge) 
2014: How and Why (Fernsehfilm) 
2014: The Shape of Something Squashed (auch Regie und Drehbuch) 
2015: Anomalisa 
2015–2018: 12 Monkeys /TV-Serie, 18 Folgen) 
2016: Deckname Quarry (Quarry, TV-Serie, 3 Folgen) 
2016: Horace and Pete (TV-Serie, 3 Folgen) 
2017: Wonderstruck

Playlist:

01. Bill Conti - On the Run (Gloria) - 03:04 
02. David Mansfield - Long Road (Heaven's Gate) - 03:48 
03. James Horner - Indian Bar (Wolfen) - 06:57 
04. Thomas Newman - Strange Beginning (The Man With One Red Shoe) - 04:20 
05. Bill Conti - Hi Rollie, I'm Leo (F/X) - 04:15 
06. Shriekback - Coelocanth (Manhunter) - 04:20 
07. Klaus Schulze - Freeze (Manhunter) - 06:42 
08. Kitaro - Hikari no Sono (Manhunter) - 04:33 
09. Moby - God Moving Over the Face of the Waters (Heat) - 06:59 
10. Lisa Gerrard - Gloradin (Heat) - 03:56 
11. Mark Snow - El Camino [Paper Hearts] (The X-Files) - 06:38 
12. George S. Clinton - Post Coital/Positive/Fried (The Astronaut's Wife) - 03:00 
13. Graeme Revell - Getting Things Sorted Out/Doing the Right (Phoenix) - 04:22 
14. Hans Zimmer & Klaus Badelt - Opening Salvation (The Pledge) - 05:44 
15. Harry Gregson-Williams - Forgive Me (Seraphim Falls) - 05:03 
16. Kevin Kiner - Ruth Goes to the Fight (Hell on Wheels) - 02:57 
17. Shriekback - Evaporation (Manhunter) - 03:20 
18. Michael Brook - Ultramarine (Heat) - 04:34 
19. Leonard Rosenman - Robo Finds Hob (Robocp 2) - 03:20 
20. Stephen Barton - The Right Thing, The Right Way (12 Monkeys) - 03:02 
21. David Wingo & Jeff McIllwain - Credits (Snow Angels) - 03:41 
22. Jon Brion - Piano Three (Synecdoche, New York) - 04:02 
23. Carter Burwell - Mementos (Wonderstruck) - 04:24 
24. Max Richter - De Profundis (The Leftovers - Season 1) - 05:05
25. Bear McCreary - The Faraday Family (The Cape) - 02:00 
26. Elliot Goldenthal - Heat (Heat) - 08:32

Samstag, 1. August 2026

Playlist #455 vom 09.08.2026 - R.I.P. SAM NEILL (1947-2026)

Als Dr. Alan Grant in Steven Spielbergs „Jurassic Park“ (1993) wurde Sam Neill weltberühmt, doch war er schon zuvor in Filmen wie „Das Omen III“ (1981), „Jagd auf Roter Oktober“ (1990) und „Todesstille“ (1989) einem größeren Publikum bekannt. Der für drei Primetime Emmy Awards und zwei Golden Globe Awards nominierte neuseeländische Schauspieler verstarb am 13. Juli 2026 im Alter von 78 Jahren an den Folgen einer Lungenentzündung.
In der heutigen Sendung gedenken wir dem charismatischen Darsteller mit Kompositionen von John Williams, Jerry Goldsmith, Michael Nymen, Graeme Revell, Basil Poledouris, Trevor Jones, Thomas Neman, Trevor Morris und vielen anderen.
Nigel John Dermot Neill wurde am 14. September 1947 in Omagh, County Tyrone, Nordirland, als Sohn einer Engländerin, Priscilla Beatrice Ingham, und eines Neuseeländers, Dermot Neill, geboren. Infolgedessen besaß er drei offizielle Staatsbürgerschaften: die irische, die britische und die neuseeländische. Sein Urgroßvater, Percival „Percy“ Neill, Sohn eines Weinhändlers, war von Belfast nach Australien ausgewandert, wo er in Melbourne in eine Handelsfirma eintrat. Schließlich zog er nach Neuseeland und ließ sich 1863 in Dunedin nieder. Zum Zeitpunkt von Neills Geburt war sein Vater in Nordirland stationiert und diente als Offizier bei den Royal Irish Fusiliers.
1954 zog die Familie Neill nach Neuseeland und ließ sich im Christchurch-Vorort Cashmere nieder. Neill besuchte die Cashmere Primary School und die Medbury School, eine private Vorbereitungsschule. Nach einem Jahr zogen seine Eltern und seine jüngere Schwester Juliet in den Süden, in die Heimatstadt seines Vaters, Dunedin. Als Kind stotterte Neill und hoffte, von Leuten nicht angesprochen zu werden, damit er nicht antworten müsse. Er wuchs
In der Schule nannte er sich „Sam“, weil mehrere andere Jungen Nigel hießen und weil er den Namen Nigel für einen neuseeländischen Spielplatz als etwas zu affektiert empfand. Ab 1961 war er Internatsschüler am Christ’s College, einem anglikanischen Jungeninternat und Tagesgymnasium in Christchurch.
Er besuchte die University of Canterbury in Christchurch, war sich aber bezüglich seiner beruflichen Laufbahn unsicher und entschied sich, nicht in die Fußstapfen seines Vaters zu treten und weder zum Militär noch in das Familienunternehmen einzusteigen. Er erwog ein Jurastudium, fiel aber im ersten Jahr in allen vier Modulen durch. Er wirkte in mehreren Universitätsaufführungen mit, unter anderem 1969 als Theseus in „Ein Sommernachtstraum“ und in Mervyn Thompsons Inszenierung von „Marat/Sade“.
Nach seinem Umzug nach Wellington wechselte er für ein Jahr an die Victoria University of Wellington, um seinen Bachelor of Arts abzuschließen. 1970 erwarb er dort einen Bachelor-Abschluss in Anglistik. Er spielte Macbeth in einer Universitätsproduktion und wurde als professioneller Schauspieler bei Downstage engagiert, wo er Pentheus in Euripides’ „Die Bakchen“ verkörperte.
Seinen Einstand beim Film feierte Neill mit dem neuseeländischen Fernsehfilm „The City of No“ (1971), es folgten der Kurzfilm „The Water Cycle“ (1972) und der Fernsehfilm „Hunt’s Duffer“ (1973). Neill schrieb und inszenierte Filme für die New Zealand National Film Unit, darunter „Phone“ (1974), „Flare – A Ski Trip“ (1977) und „Architect Athfield“ (1977). Er spielte auch in „Landfall“ (1975). Sein Durchbruch gelang ihm mit „Sleeping Dogs“ (1977), der erstmals auch im Ausland breite Beachtung fand.
Neill zog nach Australien, wo er eine Gastrolle in der Fernsehserie „The Sullivans“ hatte. Er spielte die romantische Hauptrolle in „My Brilliant Career“ (1979) an der Seite von Judy Davis sowie in mehreren australischen Filmen, die weniger Beachtung fanden.
1981 erhielt Neill seine erste große internationale Rolle als Damien Thorn in „The Final Conflict“. Im selben Jahr spielte er die männliche Hauptrolle in Andrzej Żuławskis Kultfilm „Possession“.
Die Verfilmung von „Ivanhoe“ aus dem Jahr 1982 machte Neill in Schweden zu einer lokalen Berühmtheit. Der Film wird dort seit vier Jahrzehnten jedes Jahr am Neujahrstag auf SVT ausgestrahlt.
Er galt als einer der aussichtsreichsten Kandidaten für die Nachfolge von Roger Moore als James Bond, doch die Rolle ging letztendlich an Timothy Dalton.
Neill verkörperte Helden und gelegentlich auch Schurken in einer Reihe von Film- und Fernsehproduktionen, sowohl in Dramen als auch in Komödien. In Großbritannien erlangte er früh Bekanntheit und wurde für seine Darstellung von Sidney Reilly in der Miniserie „Reilly, Ace of Spies“ (1983) für einen Golden Globe nominiert. Eine seiner ersten amerikanischen Hauptrollen spielte er in „Amerika“ (1987), in dem er einen hochrangigen KGB-Offizier verkörperte, der die Besetzung und Aufteilung der besiegten Vereinigten Staaten leitete. Zu seinen Haupt- und Nebenrollen in Filmen zählen der Thriller „Todesstille“ (1989) und das zweiteilige Historienepos „La Révolution française“ (1989), in dem er den Marquis de Lafayette darstellte.
Neill
festigte seinen Status als Hauptdarsteller mit Filmen wie „Jagd auf Roter Oktober“ (1990), „Tod in Braunschweig“ (1990), „Jurassic Park“ (1993), „Verführung der Sirenen“ (1994), „Das Dschungelbuch“ (1994), John Carpenters „Die Mächte des Wahnsinns“ (1995), „Event Horizon“ (1997), „Der 200 Jahre Mann“ (1999) und „Jurassic Park III“ (2001). Er wirkte weiterhin in neuseeländischen Filmen mit, darunter Jane Campions „Das Piano“ (1993), „Perfect Strangers“ (2003), „Under the Mountain“ (2009) und Taika Waititis „Wo die wilden Menschen jagen“ (2016).
Er verkörperte die Titelrolle in der Miniserie „Merlin“ (1998) und kehrte später in „Merlin 2 - Der letzte Zauberer“ (2006) in diese Rolle zurück.
Neill spielte die Hauptrolle des Kardinals Thomas Wolsey in der historischen Fernsehserie „Die Tudors“.
In „Peaky Blinders“ war er als Chief Inspector Chest Campbell zu sehen, ein korrupter und sadistischer Polizist, der von Winston Churchill zur Säuberung des Nachkriegs-Birminghams entsandt wurde.
2017 war er in „Thor: Ragnarok“ als Odin zu sehen. Dieselbe Meta-Rolle übernahm er 2022 auch in „Thor: Love and Thunder“.
2022 spielte Neill in der Foxtel-Anwaltsserie „The Twelve“ die Rolle des Brett Colby.
In seiner im März 2023 erschienenen Autobiografie „Did I Ever Tell You This?“ (‚Hab ich Dir das je erzählt?‘) gab Neill bekannt, dass er sich seit März 2022 einer Chemotherapie unterziehen müsse, nachdem bei ihm ein Angioimmunoblastisches T-Zell-Lymphom (ein Non-Hodgkin-Lymphom) diagnostiziert worden sei. Er sei nach der Therapie krebsfrei gewesen. 

Filmografie:

1975: Landfall 
1977: Schlafende Hunde (Sleeping Dogs)
1979: Meine brillante Karriere (My Brilliant Career) 
1980: Barbara’s Baby – Omen III (The Final Conflict: Omen 3)
1981: Aus einem fernen Land (Da un paese lontano)
1981: Possession
1982: Ivanhoe (Fernsehfilm)
1982: Die grünen Teufel vom Mekong (Attack Force Z) 
1982: Enigma
1983: Zwei Mädchen vom Lande (The Country Girls) 
1983: Reilly, Spion der Spione (Reilly, Ace of Spies, Fernsehserie) 
1984: Das Blut der Anderen (Le Sang des autres) 
1985: Kain und Abel (Kane and Abel)
1985: Bandit aus gutem Hause – Die Captain Starlight Legende (Robbery Under Arms) 
1985: Eine demanzipierte Frau (Plenty)
1985: Nur die Liebe allein (For Love Alone)
1986: The Good Wife (The Umbrella Woman) 
1986: Strong Medicine – Tödliche Dosis (Strong Medicine) 
1987: Amerika (Fernsehserie)
1988: Im Zweifel für das Leben – Sieg über den Krebs (Leap of Faith)
1988: Ein Schrei in der Dunkelheit (A Cry in the Dark)
1989: Todesstille (Dead Calm) 
1989: Die Französische Revolution – Jahre der Hoffnung/Jahre des Zorns (La révolution française)
1990: Jagd auf Roter Oktober (The Hunt for Red October) 
1990: Gesellschaft für Mrs. Di Marco (Death in Brunswick)
1991: Allein gegen den Wind (One Against The Wind) 
1991: Undercover – Geiseln des Terrors (The Hostage)
1991: Fieber des Bösen (Fever)
1991: Bis ans Ende der Welt
1992: Das Piano (The Piano)
1992: Anschlag auf die Rainbow Warrior (The Sinking of the Rainbow Warrior)
1992: Jagd auf einen Unsichtbaren (Memoirs of an Invisible Man) 
1993: Szenen einer Familie (Family Pictures) – Regie: Philip Saville 
1993: Jurassic Park – Regie: Steven Spielberg 
1994: Eine Liebe in Australien (Country Life)
1994: Victory
1994: Verführung der Sirenen (Sirens) 
1994: Das Dschungelbuch (The Jungle Book) 
1994: Die Mächte des Wahnsinns (John Carpenter’s In the Mouth of Madness) 
1995: Forgotten Silver
1995: Zeit der Sinnlichkeit (Restoration) 
1996: Kaltblütig 1. + 2. Teil (In Cold Blood, Part 1 + 2) 
1996: Children of the Revolution
1997: Schneewittchen (Snow White: A Tale of Terror)
1997: Hering auf der Hose (The Revengers’ Comedies) 
1997: Event Horizon – Am Rande des Universums (Event Horizon) 
1998: Der Pferdeflüsterer (The Horse Whisperer) 
1998: Merlin
1999: Molokai: The Story of Father Damien
1999: Der 200 Jahre Mann (Bicentennial Man)
2000: The Dish
2000: Der Zauberpudding (The Magic Pudding, Stimme) 
2000: Sally Hemings: An American Scandal (Fernsehfilm) 
2001: Jurassic Park III
2001: Gefangen in eisigen Tiefen (Submerged, Fernsehfilm)
2001: The Zookeeper
2002: Doktor Schiwago (Doctor Zhivago)
2002: The Master Criminal (Framed)
2003: Perfect Strangers 
2002: Dirty Deeds – Dirty Business (Dirty Deeds) 
2004: Wimbledon – Spiel, Satz und … Liebe (Wimbledon)
2004: Yes  
2005: Little Fish
2005: To the Ends of the Earth (Miniseries, 3 Episoden) 
2006: Unwiderstehlich (Irresistible) 
2006: Merlin 2 – Der letzte Zauberer (Merlin’s Apprentice)
2006: Bermuda Dreieck – Tor zu einer anderen Zeit (The Triangle) 
2007: Angel – Ein Leben wie im Traum (Angel)
2007: Die Tudors (The Tudors, Fernsehserie) 
2008: Dean Spanley 
2008: Skin – Schrei nach Gerechtigkeit (Skin)
2008–2010: Crusoe (Fernsehserie) 
2009: Daybreakers 
2009: I Am You – Mörderische Sehnsucht (In Her Skin) 
2009: Under the Mountain 
2010: Happy Town (Fernsehserie) 
2010: Die Legende der Wächter (Legend of the Guardians: The Owls of Ga’Hoole, Stimme) 
2011: The Hunter 
2011: Ice – Der Tag, an dem die Welt erfriert (Ice, Fernsehfilm) 
2011: Das Geheimnis der Drachenperle (The Dragon Pearl) 
2012: Für immer Liebe (The Vow) 
2012: Alcatraz (Fernsehserie, 13 Episoden) 
2013: Escape Plan 
2013: Der Abenteurer – Der Fluch des Midas (The Adventurer: The Curse of the Midas Box) 
2013–2014: Peaky Blinders – Gangs of Birmingham (Peaky Blinders, Fernsehserie) 
2014: A Long Way Down
2014: United Passions
2015: Und dann gabs keines mehr (And Then There Were None, Miniserie) 
2015: MindGamers
2015: Backtrack – Tote vergessen nicht (Backtrack)
2015: Die Wildente (The Daughter)
2016: Wo die wilden Menschen jagen (Hunt for the Wilderpeople)
2017: Sweet Country
2017: Thor: Tag der Entscheidung (Thor: Ragnarok)
2018: The Commuter
2018: Peter Hase (Peter Rabbit)
2019: Rick and Morty (Fernsehserie, Episode 4x02, Stimme) 
2019: Ride Like a Girl – Ihr größter Traum (Ride Like a Girl)
2019: Blackbird – Eine Familiengeschichte (Blackbird)
2020: Besser wird’s nicht (Rams)
2021: Peter Hase 2 – Ein Hase macht sich vom Acker (Peter Rabbit 2: The Runaway, Stimme)
2021: Infiltration (Fernsehserie, Episode 1x01) 
2022: Jurassic World: Ein neues Zeitalter (Jurassic World Dominion)
2022: Thor: Love and Thunder
2022–2025: The Twelve (Miniserie) 
2023: The Portable Door
2023: Assassin Club
2025: The Fox (Stimme) 
2025: Untamed (Miniserie, 6 Episoden)

Playlist:

01. Jeff Russo - Sorry (Untamed) - 04:21 
02. Jerry Goldsmith - Main Title (The Final Conflict) - 03:25 
03. Graeme Revell - Storm Is Coming / Back to John (Dead Calm) - 06:19 
04. Bruce Smeaton - Plenty (Plenty) - 03:59 
05. Georges Delerue - Déclaration des Droits de l'homme (La révolution française) - 04:48 
06. Basil Poledouris - End Title (The Hunt For Red October) - 04:40 
07. Rafael May - Critical Theory (The Twelve - Season 1) - 03:52 
08. Bruce Smeaton - Main Title (A Cry In the Dark) - 03:27 
09. Shirley Walker - In A State of Molecular Flux (Memoirs of an Invisible Man) - 04:03 
10. Michael Nyman - Promise (The Piano) - 04:16 
11. John Williams - Welcome to Jurassic Park (Jurassic Park) - 07:53 
12. Rachel Portman - The Yearning / Sirens Suite (Sirens) - 03:27 
13. Basil Poledouris - Mowgli (The Jungle Book) - 03:40 
14. James Newton Howard - The Fire (Restoration) - 03:18 
15. John Ottman - Claudia Arrives (Snow White) - 03:01 
16. Graeme Revell - Harmonica III (Until the End of the World) - 03:42
17. Thomas Newman - The Rhythm of the Horse (The Horse Whisperer) - 03:15 
18. Trevor Jones - May Angels Fly Thee Home (Merlin) - 08:15 
19. James Horner - A New Home / Passage of Time (Bicentennial Man) - 04:18 
20. Iva Davies - Opening Episode 2 (The Incredible Journey of Mary Bryant) - 03:03 
21. Philippe Rombi - A Gift From Paradise (Angel) - 04:24 
22. Trevor Morris - A Historic Love (The Tudors - Season 1) - 03:00 
23. Peter Gregson - Paul Walks Alone (Blackbird) - 03:53  
24. John Carpenter & Jim Lang - The Portal Opens (In the Mouth of Madness) - 03:06 
25. Fernando Velázquez - Otto's Secret Room (The Adventurer- The Curse Of The Midas Box) - 02:56 
26. Ales Heffes - Striking A Deal With Hobbs (Escape Plan) - 05:05 
27. Michael Giacchino - Suite, Suite Dino Revenge (Jurassic World: Dominion) - 08:58

Sonntag, 24. Mai 2026

Playlist #450 vom 31.05.2026 - TIM ROBBINS Special

Als Schauspieler in Meisterwerken wie Robert Altmans „The Player“, Clint Eastwoods „Mystic River“ und Frank Darabonts Stephen-King-Verfilmung „Die Verurteilten“, aber auch als Regisseur des Gefängnis-Dramas „Dead Man Walking“ hat sich Tim Robbins seinen Stern auf dem Walk of Fame in Hollywood redlich verdient. Der heutige Rückblick auf Leben und Wirken des charismatischen, politisch engagierten Mannes, der 21 Jahre lang mit der Hollywood-Schauspielerin Susan Sarandon liiert war, präsentiert Musik von Komponisten wie Thomas Newman, Carter Burwell, James Newton Howard, Jerry Goldsmith, John Williams, Maurice Jarre und Ennio Morricone.

Tim Robbins wurde am 16. Oktober 1958 in West Covina, Kalifornien, als Sohn der Musikerin Mary Cecelia und des Sängers, Schauspielers Gilbert Lee Robbins geboren, der auch als Manager des „Gaslight Café“ fungierte. Robbins wuchs mit seinen zwei Schwestern und seinem Bruder David in New York City auf und besuchte die Stuyvesant High School. Bereits in jungen Jahren zog Robbins mit seiner Familie nach Greenwich Village, während sein Vater eine Karriere als Mitglied der Folk-Gruppe The Highwaymen verfolgte. Nachdem er im Alter von zwölf Jahren angefangen hatte, Theater zu spielen, trat Robbins dem Theaterclub der Stuyvesant High School bei, verbrachte zwei Jahre an der SUNY Plattsburgh und kehrte anschließend nach Kalifornien zurück, um an der UCLA Film School zu studieren. 1981 schloss er sein Studium mit einem Bachelor of Arts in Theaterwissenschaften ab.
Robbins’ Schauspielkarriere begann am Theater for the New City, wo er während seiner Teenagerjahre im Rahmen des jährlichen „Summer Street Theater“-Programms auftrat und zudem die Titelrolle in einer Musical-Adaption von Antoine de Saint-Exupérys „Der kleine Prinz“ spielte. Nach seinem College-Abschluss im Jahr 1981 gründete Robbins gemeinsam mit befreundeten Schauspielern aus seinem College-Softballteam – darunter auch John Cusack – in Los Angeles die Actors’ Gang, eine experimentelle Theatergruppe.
Im Jahr 1982 trat er in drei Episoden der Fernsehserie „St. Elsewhere“ in der Rolle des inländischen Terroristen Andrew Reinhardt auf. Zudem übernahm er eine kleine Rolle in dem Film „No Small Affair“ (1984), in dem Demi Moore die Hauptrolle spielte. Nach einem Gastauftritt in der zweiten Folge der Fernsehserie „Moonlighting“ (1985) und ersten Rollen in Spielfilmen, wie etwa die eines wilden Studentenverbindungsmitglieds in „American Eiskrem“ (1985) und die des Lt. Sam „Merlin“ Wells in dem Kampfpilotenfilm „Top Gun“ (1986), feierte Robbins seinen Durchbruch als Pitchers Ebby Calvin „Nuke“ LaLoosh in dem Baseballfilm „Annies Männer“ (1988), in dem er an der Seite von Susan Sarandon und Kevin Costner spielte.
Robbins’ Darstellung eines amoralischen Filmmanagers in Robert Altmans Film „The Player“ (1992) brachte ihm bei den Filmfestspielen von Cannes eine Auszeichnung als bester Darsteller ein. Sein Debüt als Regisseur und Drehbuchautor gab er mit „Bob Roberts“ (ebenfalls 1992), einer Mockumentary über einen rechten Senatskandidaten. Anschließend spielte Robbins an der Seite von Morgan Freeman in Frank Darabonts Drama „Die Verurteilten“ (1994), das auf einer Novelle von Stephen King basierte.
Robbins hat mehrere Filme mit starkem gesellschaftskritischem Gehalt geschrieben, produziert und inszeniert – darunter das Drama über die Todesstrafe „Dead Man Walking“ (1995) mit Susan Sarandon und Sean Penn. Der Film brachte ihm eine Oscar-Nominierung für die Beste Regie ein. Laut
Seine nächste Regiearbeit war das im Zeitalter der Weltwirtschaftskrise angesiedelte Musical „Cradle Will Rock“ (1999). Robbins trat zudem in kommerziellen Hollywood-Thrillern auf – etwa in „Arlington Road“ (ebenfalls 1999) als mutmaßlicher Terrorist und in „Antitrust“ (2001) als skrupelloser Computer-Tycoon – sowie in Komödien wie „Hudsucker – Der große Sprung“ (1994), „Nichts zu verlieren“ (1997) und „High Fidelity“ (2000). Darüber hinaus wirkte Robbins als Schauspieler und Regisseur an mehreren Theaterproduktionen der Actors' Gang mit.
Robbins gewann den Oscar als Bester Nebendarsteller sowie den SAG Award für seine Leistung in „Mystic River“ (2003), in dem er einen Mann verkörperte, der durch eine Entführung und Vergewaltigung in seiner Kindheit schwer traumatisiert ist. Auf seinen Oscar-Gewinn folgten Rollen als vorübergehend erblindeter Mann, der von einer psychisch verwundeten jungen Frau gesund gepflegt wird („The Secret Life of Words“, 2005), sowie als Folterer aus der Apartheid-Ära („Catch a Fire“, 2006).
Anfang 2006 führte Robbins Regie bei einer Bühnenadaption von George Orwells Roman „1984“, verfasst von Michael Gene Sullivan, einem Mitglied der mit dem Tony Award ausgezeichneten San Francisco Mime Troupe. Die Inszenierung feierte ihre Premiere bei der Actors' Gang an deren neuem Spielort, der Ivy Substation in Culver City, Kalifornien. Neben Auftritten an Spielstätten in den gesamten Vereinigten Staaten gastierte die Produktion auch in Athen (Griechenland), beim Melbourne International Festival in Australien sowie beim Hong Kong Arts Festival.
Robbins wirkte in den Filmen „The Lucky Ones“ – an der Seite seiner Schauspielkollegin Rachel McAdams – sowie in „City of Ember“ (beide 2008) mit. Seine nächste Filmrolle übernahm Robbins als Senator Hammond in dem Superheldenfilm „Green Lantern“ (2011).
Im Jahr 2010 veröffentlichte Robbins das Album „Tim Robbins & The Rogues Gallery Band“ – eine Sammlung von Liedern, die er im Laufe von 25 Jahren geschrieben hatte und mit der er schließlich auf Welttournee ging. Bereits 1992, nach dem Erfolg seines Films „Bob Roberts“, war ihm ursprünglich die Gelegenheit geboten worden, ein Album aufzunehmen; er lehnte jedoch ab, da er „zu großen Respekt vor dem Prozess“ hatte – nicht zuletzt, weil er miterlebt hatte, wie hart sein Vater als Musiker gearbeitet hatte – und weil er das Gefühl hatte, zu jenem Zeitpunkt noch nichts wirklich Wichtiges zu sagen zu haben. Robbins führte von 1988 bis 2009 eine langjährige Beziehung mit der Schauspielerin Susan Sarandon, mit der er einen gemeinsamen Sohn hat. Von 2017 bis 2022 war er mit der Schauspielerin Gratiela Brancusi verheiratet. Er ist bekannt für sein umfangreiches politisches Engagement auf liberaler Seite, wozu auch sein Widerstand gegen den Irakkrieg zählt.
Zuletzt war Tim Robbins in den Serien „Castle Rock“ (2019) und „Silo“ (seit 2023) zu sehen. 

Filmografie:

1979: Buck Rogers (Buck Rogers in the 25th Century, Fernsehserie) 
1982: Chefarzt Dr. Westphall (St. Elsewhere, Fernsehserie) 
1983: Die Football-Prinzessin (Quarterback Princess)
1983: Love Boat (The Love Boat, Fernsehserie, Folge 8x02) 
1984: Legmen (Fernsehserie) 
1984: Hardcastle & McCormick (Fernsehserie) 
1984: California Clan (Santa Barbara, Fernsehserie) 
1984: Polizeirevier Hill Street (Hill Street Blues, Fernsehserie) 
1984: Schnitzeljagd – Teenage Apocalypse (Toy Soldiers) 
1984: Eine starke Nummer (No Small Affair) 
1985: American Eiskrem (Fraternity Vacation) 
1985: Der Volltreffer (The Sure Thing) 
1985: Das Model und der Schnüffler (Moonlighting, Fernsehserie) 
1985: Verrücktes Hollywood (Malice in Wonderland, Fernsehfilm) 
1986: Unglaubliche Geschichten (Amazing Stories, Fernsehserie) 
1986: Top Gun – Sie fürchten weder Tod noch Teufel (Top Gun) 
1986: Howard – Ein tierischer Held (Howard the Duck) 
1987: Pinguine in der Bronx (Five Corners) 
1988: Annies Männer (Bull Durham) 
1988: Tapeheads – Verrückt auf Video (Tapeheads) 
1989: Miss Firecracker 
1989: Twister – Keine ganz normale Familie (Twister) 
1989: Erik der Wikinger (Erik the Viking) 
1990: Cadillac Man 
1990: Jacob’s Ladder – In der Gewalt des Jenseits (Jacob’s Ladder) 
1991: Jungle Fever 
1992: The Player 
1992: Bob Roberts (auch Regie) 
1986–1992: Saturday Night Live (Fernsehshow, als Ensemblemitglied) 
1993: Short Cuts 
1994: Hudsucker – Der große Sprung (The Hudsucker Proxy) 
1994: Die Verurteilten (The Shawshank Redemption) 
1994: Prêt-à-Porter 
1994: I.Q. – Liebe ist relativ (I.Q.) 
1995: Dead Man Walking – Sein letzter Gang (Dead Man Walking, nur Regie) 
1997: Nix zu verlieren (Nothing to Lose) 
1999: Arlington Road 
1999: Austin Powers – Spion in geheimer Missionarsstellung (Austin Powers: The Spy Who Shagged Me) 1999: Das schwankende Schiff (Cradle Will Rock, nur Regie) 
2000: Mission to Mars 
2000: High Fidelity 
2001: Startup (Antitrust) 
2001: Human Nature – Die Krone der Schöpfung (Human Nature) 
2002: The Truth About Charlie 
2003: Freedom: A History of Us (Fernsehserie) 
2003: Mystic River 
2003: Code 46 
2004: Anchorman – Die Legende von Ron Burgundy (Anchorman: The Legend of Ron Burgundy) 
2005: Krieg der Welten (War of the Worlds) 
2005: Das geheime Leben der Worte (The Secret Life of Words) 
2005: Embedded (auch Regie) 
2005: Zathura – Ein Abenteuer im Weltraum (Zathura: A Space Adventure) 
2006: Catch a Fire 
2006: Kings of Rock – Tenacious D (Tenacious D in The Pick of Destiny) 
2006: Tim Robbins: The Punk Gets Responsible (Kurzfilm) 
2007: Noise – Lärm! (Noise) 
2008: The Lucky Ones 
2008: Possible Side Efects (Fernsehfilm, nur Regie) 
2008: City of Ember – Flucht aus der Dunkelheit (City of Ember) 
2011: Green Lantern 
2011: Cinema Verite – Das wahre Leben (Cinema Verite) 
2012: Thanks for Sharing – Süchtig nach Sex (Thanks for Sharing) 
2012: Empire of War – Der letzte Widerstand (Yi jiu si er) 
2013: Life of Crime 
2015: A Perfect Day 
2015: The Brink – Die Welt am Abgrund (The Brink, Fernsehserie, 10 Folgen) 
2017: Marjorie Prime 
2018: Here and Now (Fernsehserie, 10 Folgen) 
2019: Vergiftete Wahrheit (Dark Waters) 
2019: 45 Seconds of Laughter (Dokumentarfilm, Regie) 
2019: Castle Rock (Fernsehserie, 10 Folgen) 
seit 2023: Silo (Fernsehserie)

Playlist:

01. Atli Örvarsson - Spoken Request (SILO - Season 1) - 04:24 
02. Harold Faltermeyer - Love Scene (Top Gun) - 03:42 
03. James Newton Howard - Penguin (Five Corners) - 03:13 
04. Thomas Newman - Good Dog's Water (The Player) - 02:39 
05. Thomas Newman - Compass and Guns (The Shawshank Redemption) - 05:36 
06. Carter Burwell - Norville Suite (The Hudsucker Proxy) - 03:54 
07. Jerry Goldsmith - End Credits (I.Q.) - 04:05 
08. Marcelo Zarvos - End Credits (Dark Waters) - 03:27 
09. John Barry - Jenning As Dark Overload (Howard the Duck) - 07:21 
10. Angelo Badalamenti - The Truth Is Out There (Arlington Road) - 03:11 
11. Ennio Morricone - A Heart Beats In Space (Mission to Mars) - 07:58 
12. Rachel Portman - Lola Is Killed (The Truth About Charlie) - 03:06 
13. Thomas Newman - Hey Killer (Castle Rock) - 04:14 
14. John Debney - Aftermath (Zathura) - 02:59 
15. Clint Eastwood - Orchestral Variation #1 (Mystic River) - 07:36 
16. The Free Association - Dreaming On A Train (Code 46) - 03:53 
17. Rolfe Kent - Driving Across Prairie (The Lucky Ones) - 01:58 
18. John Williams - Bodies In the Water / Ray and Rachel (War of the Worlds) - 03:46 
19. Andrew Lockington - Escape to Sunrise (City of Ember) - 04:57 
20. James Newton Howard - Prologue / Parallax Unbound (Green Lantern) - 03:09 
21. Robert Folk - Locked Up Tight (Nothing to Lose) - 03:10 
22. Angelo Badalamenti - Lament For Leah (Arlington Road) - 03:51 
23. David Robbins & Nusrat Fateh Ali Khan - The Execution (Dead Man Walking) - 04:22
24. Thomas Newman - Brooks Was Here (The Shawshank Redemption) - 05:17 
25. Graeme Revell - Parade (Human Nature) - 02:37 
26. Maurice Jarre - Sarah (Jacob's Ladder) - 07:17 
27. Harold Faltermeyer - Mav Reflects In Goose's Room / Mav Bugs Out (Top Gun) - 11:04

Mittwoch, 1. April 2026

Playlist #446 vom 05.04.2026 - WINONA RYDER Special

In den 1990er Jahren erlebte Winona Ryder mit Rollen in Tim Burtons „Edward mit den Scherenhänden“, Francis Ford Coppolas „Bram Stokers Dracula“, Bille Augusts „Das Geisterhaus“, Jim Jarmuschs „Night On Earth“ und Martin Scorseses „Zeit der Unschuld“ größten Erfolge. Sie hat es allerdings geschafft, bis heute immer wieder in von Kritikern und Publikum gefeierten Filmen und Serien mitzuwirken, zuletzt in Tim Burtons „Beetlejuice Beetlejuice“ und in der Serie „Stranger Things“. In der heutigen Sendung könnt ihr euch auf Musik von Danny Elfman, Thomas Newman, Hans Zimmer, Clint Mansell, Mychael Danna, Elmer Bernstein, Christopher Young und Carter Burwell freuen.
Als Tochter zweier Hippies wuchs die am 29. Oktober 1971 in Winona, Minnesota, geborene Winona Laura Horowitz ab 1978 in einer Kommune in der Nähe von Mendocino in Kalifornien auf. Als die Familie 1981 ins kalifornische Petaluma umzog, besuchte Winona zunächst eine private Schule, weil sie in der staatlichen Schule als Außenseiterin galt, und später die Schauspielschule des American Conservatory Theater.
1985 bewarb sie sich mit einem Video, auf dem sie einen Monolog aus dem Buch „Franny und Zooey“ von J. D. Salinger vortrug, um eine Rolle in dem Film „Desert Bloom“ zu erhalten. Obwohl die Wahl der Besetzung auf ihre Kollegin Annabeth Gish fiel, erkannte der Regisseur und Autor David Seltzer ihr Talent und besetzte sie als Rina in seinem Film „Lucas“ (1986) über einen Teenager (Corey Haim) und sein Leben an der High School. Als sie entscheiden sollte, unter welchem Namen sie im Abspann genannt werden wollte, fiel ihre Wahl auf Ryder als Künstlername, weil im Hintergrund des Abspanns ein Lied von Mitch Ryder gespielt wurde.
Nachdem sie auch in „Square Dance – Wiedersehen in Texas“ (1987) überzeugen konnte, besetzte Tim Burton sie in seinem Film „Beetlejuice“ (1988), weil ihm ihre Performance in „Lucas“ gefiel.
1989 spielte sie die Hauptrolle der Veronica Sawyer in dem Independent-Film „Heathers“. Der Film handelt von einem Pärchen, das populäre Schülerinnen umbringt. Der Film war allerdings ebenso ein finanzieller Misserfolg wie das Biopic „Great Balls of Fire – Jerry Lee Lewis – Ein Leben für den Rock’n’Roll“ (1989). Im selben Jahr trat Ryder in Mojo Nixons Musikvideo „Debbie Gibson Is Pregnant with My Two-Headed Love Child“ auf. 
Anfang der 1990er Jahre nahm Ryders Karriere ordentlich an Fahrt auf. In Tim Burtons erfolgreicher Fantasy-Märchen „Edward mit den Scherenhänden“ (1990) an der Seite ihres späteren Lebensgefährten Johnny Depp und Horror-Ikone Vincent Price in seiner letzten Rolle überzeugte sie ebenso wie in der ebenfalls 1990 im Kino angelaufenen Familienkomödie „Meerjungfrauen küssen besser“ mit Cher und Christina Ricci, in Jim Jarmuschs Episoden-Kulthit „Night on Earth“ (1991) und in Francis Ford Coppolas bildgewaltigen Adaption von „Bram Stokers Dracula“ (1992), in der sie sowohl als Mina Murray als auch Elisabeta zu sehen war. Es folgte die Verfilmung von Isabel Allendes Bestseller „Das Geisterhaus“ (1993) mit Antonio Banderas, Meryl Streep und Glenn Close, Martin Scorseses Adaption von Edith Whartons Roman „Zeit der Unschuld“ mit Michelle Pfeiffer und Daniel Day-Lewis. Ihre Rolle brachte ihr einen Golden Globe als beste Nebendarstellerin sowie eine Oscar-Nominierung ein.
Nach ihrer Rolle in Ben Stillers Komödie „Reality Bites – Voll das Leben“ (1994) erhielt sie im selben Jahr eine weitere Oscar-Nominierung für ihre Rolle als Jo in dem Drama „Betty und ihre Schwestern“.
1996 spielte sie neben Daniel Day-Lewis und Joan Allen die Hauptrolle in „Hexenjagd“, einer Adaption von Arthur Millers Bühnenstück über die puritanische Hexenverfolgung in Salem. Ein Jahr später verkörperte sie einen Androiden in dem erfolgreichen Horrorfilm „Alien – Die Wiedergeburt“ (1997) an der Seite von Sigourney Weavers Ripley. 1998 war sie in Woody AllensCelebrity – Schön. Reich. Berühmt.“ zu sehen, nachdem Drew Barrymore die Rolle abgelehnt hatte. 
1999 spielte sie im Drama „Durchgeknallt“ eine Psychiatriepatientin mit Borderline-Syndrom, basierend auf Susanna Kaysens autobiografischem Roman. Der Film wurde zum Durchbruch für ihre Kollegin Angelina Jolie, die mit einem Oscar ausgezeichnet wurde.
Im folgenden Jahr trat sie neben Richard Gere in „Es begann im September“ auf, einer Romanze über die Liebe eines älteren Mannes zu einer jüngeren Frau. Außerdem hatte sie einen Gastauftritt in der Komödie „Zoolander“ (2000). Im Oktober 2000 erhielt Ryder den Stern mit der Nummer 2165 auf dem Hollywood Walk of Fame.
2002 wurde die Komödie „Mr. Deeds“ (mit Adam Sandler) ihr bislang größter finanzieller Erfolg, fiel aber bei den Kritikern durch.
Nachdem sie 2002 wegen wiederholten Ladendiebstahls von Kleidern im Wert von 5000 US-Dollar zu einer Bewährungszeit von drei Jahren und einer Arbeitsauflage von 480 Stunden verurteilt worden war, zog sich Winona Ryder aus der Öffentlichkeit zurück und kehrte erst ab 2006 wieder vermehrt auf die Leinwand zurück. So war sie in Verfilmung von Philip K. Dicks Roman „A Scanner Darkly“ an der Seite von Keanu Reeves, Robert Downey Jr. und Woody Harrelson zu sehen, dann in J.J. Abrams„Star Trek“ (2009). Sie trat zudem an der Seite von Robin Wright und Julianne Moore in Rebecca MillersPippa Lee“ (2009) auf, außerdem neben Natalie Portman und Mila Kunis in Darren AronofskysBlack Swan“ (2010). Darüber hinaus spielte sie die Hauptrolle in dem Fernsehfilm „When Love Is Not Enough: The Lois Wilson Story“, was ihr Nominierungen für den Satellite Award und den Screen Actors Guild Award einbrachte.
2011 war sie an der Seite von Vince Vaughn, Kevin James und Jennifer Connelly in der Komödie „Dickste Freunde“ zu sehen. Danach spielte sie in den Thrillern „The Iceman“ (2012) und „The Letter“ (2012). In Tim BurtonsFrankenweenie“ (2012) lieh sie der Figur Elsa Van Helsing ihre Stimme. In der Netflix-Serie „Stranger Things“ verkörperte sie von 2016 bis 2025 die Hauptfigur Joyce Byers. 2023 spielt Ryder in Disneys „Haunted Mansion“ eine genervte Museumsführerin.
2024 kehrte sie in Tim Burtons Sequel „Beetlejuice Beetlejuice“ in der Rolle der inzwischen erwachsenen Lydia Deetz zurück, die 36 Jahre nach der verhinderten Hochzeit mit dem Bio-Exorzisten Beetlejuice noch immer von Visionen gepeinigt wird.

Filmografie:

1986: Lucas
1987: Square Dance
1987: AIDS Video Project (Dokumentarfilm)
1988: Beetlejuice
1988: Die Generation von 1969 (1969)
1988: Heathers
1989: Great Balls of Fire – Jerry Lee Lewis – Ein Leben für den Rock’n’Roll (Great Balls of Fire!)
1990: Ein Mädchen namens Dinky (Welcome Home, Roxy Carmichael)
1990: Edward mit den Scherenhänden (Edward Scissorhands)
1990: Meerjungfrauen küssen besser (Mermaids)
1991: Night on Earth
1992: Bram Stoker’s Dracula (Dracula)
1993: Zeit der Unschuld (The Age of Innocence)
1993: Das Geisterhaus (The House of the Spirits)
1994: Reality Bites – Voll das Leben (Reality Bites)
1994: Die Simpsons (The Simpsons, Fernsehserie, Folge 6x02 Lisas Rivalin, Stimme)
1994: Betty und ihre Schwestern (Little Women)
1995: Ein amerikanischer Quilt (How to Make an American Quilt)
1996: Run Off (Boys)
1996: Al Pacino’s Looking for Richard (Looking for Richard)
1996: Hexenjagd (The Crucible)
1997: Alien – Die Wiedergeburt (Alien: Resurrection)
1998: Celebrity – Schön. Reich. Berühmt. (Celebrity)
1999: Durchgeknallt (Girl, Interrupted)
2000: Es begann im September (Autumn in New York)
2000: Lost Souls – Verlorene Seelen (Lost Souls)
2000: Strangers with Candy (Fernsehserie, Folge 3x10 Die letzte Versuchung der Jerri Blank)
2001: Zoolander
2001: Friends (Fernsehserie)
2002: Mr. Deeds
2002: S1m0ne
2004: Das Herz ist eine hinterlistige Person (The Heart Is Deceitful Above All Things)
2006: The Darwin Awards
2006: A Scanner Darkly – Der dunkle Schirm (A Scanner Darkly)
2007: Das 10 Gebote Movie (The Ten)
2007: Sex and Death 101
2007: Welcome (Kurzfilm)
2008: The Last Word
2009: The Informers
2009: Water Pills (Kurzfilm)
2009: Stay Cool – Feuer & Flamme (Stay Cool)
2009: Star Trek
2009: Pippa Lee (The Private Lives of Pippa Lee)
2010: When Love Is Not Enough: The Lois Wilson Story (Fernsehfilm)
2010: Black Swan
2011: Dickste Freunde (The Dilemma)
2012: The Iceman
2012: The Letter
2012: Frankenweenie (Stimme)
2013: Homefront
2013–2014: Drunk History (Fernsehserie, 2 Folgen)
2014: Die Verschwörung – Tödliche Geschäfte (Turks & Caicos)
2015: Experimenter
2015: Show Me a Hero (Miniserie, 4 Folgen)
2016–2025: Stranger Things (Fernsehserie, 41 Folgen)
2018: Destination Wedding
2020: The Plot Against America (Miniserie, 6 Folgen)
2020: Sarah Cooper: Everything’s Fine
2022: Gone in the Night
2023: Geistervilla (Haunted Mansion)
2024: Beetlejuice Beetlejuice

Playlist: 

01. Jan A.P. Kaczmarek - Lost Souls (Lost Souls) - 02:54 
02. Dave Grusin - Main Title (Lucas) - 02:43 
03. David Newman - Petition Montage (Heathers) - 02:29 
04. Danny Elfman - Main Titles/End Titles (Beetlejuice) - 03:43 
05. Danny Elfman - The End (Edward Scissorhands) - 04:47 
06. Thomas Newman - This Was My Intention (Welcome Home, Roxy Carmichael) - 02:29 
07. Thomas Newman - Under the Umbrella (Little Women) - 03:41 
08. Thomas Newman - An American Quilt (How to Make An American Quilt) - 03:37 
09. Wojciech Kilar - Vampire Hunters (Bram Stoker's Dracula) - 03:07 
10. Hans Zimmer - Pedro and Blanca (Das Geisterhaus) - 09:47 
11. Gabriel Yared - Autumn Forever (Autumn In New York) - 03:39 
12. Mychael Danna - Driving In the Rain (Girl, Interrupted) - 03:20 
13. Elmer Bernstein - First Visit (The Age of Innocence) - 04:50 
14. George Fenton - Taking Elizabeth (The Crucible) - 03:03 
15. Kyle Dixon & Michael Stein - Hawkins (Stranger Things Vol. 1) - 05:00 
16. David Arnold - Cemetary Hand-Model (Zoolander) - 05:24 
17. Carter Burwell - Virtually Forever (S1M0NE) - 03:30 
18. Christopher Young - Dysfunctional Everything (The Informers) - 03:09 
19. William Ross - Afterlife Part 2 (Destination Wedding) - 03:46 
20. Graham Reynolds - Strawberry Pie (A Scanner Darkly) - 04:04 
21. Michael Giacchino - Nice to Meld You (Star Trek) - 03:13 
22. Clint Mansell - A Swan Song (Black Swan) - 06:23 
23. Mark Mancina - Haunted Mansion Opening Title (Haunted Mansion) - 03:59 
24. Danny Elfman - The Attic (Beetlejuice Beetlejuice) - 03:21 
25. John Frizzell - The Abduction (Alien: Resurrection) - 03:49 
26. Wojciech Kilar - Dracula - The Beginning (Bram Stoker's Dracula) - 08:54 
27. Hans Zimmer - The House of the Spirits (Das Geisterhaus) - 10:06

Sonntag, 1. März 2026

Playlist #444 vom 08.03.2026 - Neuheiten 2026 (1)

Herzlich willkommen zu meiner ersten Präsentation neuer Soundtracks im noch jungen Jahr 2026! Heute stehen einmal mehr Scores im Mittelpunkt, die zu Produktionen von Streaming-Diensten und -Studios wie Netflix, HBO, Amazon Prime und Hulu entstanden sind. Hier bekommen sowohl Filmemacher als auch Komponisten immer wieder interessante Möglichkeiten geboten, abseits ausgetretener Pfade des modernen Hollywood-Kinos etwas andere Geschichten zu erzählen und diese entsprechend zu vertonen. Mit dabei sind diesmal neben renommierten Veteranen wie Danny Elfman, Thomas Newman, John Debney und Bruce Broughton viele junge Talente wie Anne Nikitin, Nainita Desai, Anthony Willis, Emilie Levienaise-Farrouch und Federico Jusid. 

Der isländische Komponist Atli Örvarsson hat zusammen mit seinen Kollegen Kjartan Holm & Sin Fang die Musik zur sechsteiligen schwedischen Serie „VAKA“ beigesteuert, die von der Ausbreitung einer tödlichen Schlaflosigkeits-Epidemie in der schwedischen Hauptstadt Stockholm handelt.
Zu den Protagonisten zählt ein in Ungnade gefallener Pfarrer, der die Krise bewältigen und sich um seinen Sohn kümmern muss, während eine Krankenschwester alles daransetzt, ihren Liebhaber zu retten.
Basierend auf Julia Quinns gleichnamiger Romanreihe hat sich die US-amerikanische Netflix-Serie „Bridgerton“ zu einem Dauerrenner entwickelt. Mittlerweile ist die überwiegend im Londoner Stadtteil Mayfair im frühen 19. Jahrhundert spielende Serie in der vierten Staffel und im Jahr 1816 angekommen. Nach wie vor sind hier junge Damen und Herren der High Society auf den Bällen auf der Suche nach einer geeigneten Heiratspartie, wobei der Rang der Debütantinnen vom Urteil der britischen Königin und dem Klatsch der geheimnisvollen Lady Whistledown abhängt. Auf einem Maskenball seiner Mutter ist Benedict Bridgerton sofort verzaubert von einer Dame in Silber, die ihm vor Mitternacht entflieht. Während er anschließend lange nach ihr sucht, entbrennt zugleich Leidenschaft für die Magd Sophie Baek, ohne dass er ahnt, dass sie dieselbe Frau ist. Die einfühlsame Musik komponierte wie in den Staffeln zuvor Kris Bowers.
Die National-Geographic-Dokumentation „Von Pol zu Pol mit Will Smith“ folgt dem Rapper, Schauspieler und Filmproduzenten auf einer außergewöhnlichen Expedition über rund 40.000 Kilometer - vom Südpol bis zum Nordpol. In sieben Etappen erkundet er Regionen, die zu den ursprünglichsten und zugleich anspruchsvollsten Lebensräumen unseres Planeten zählen, von den glitzernden Eislandschaften der Antarktis, wo extreme Kälte und weite Stille den Rhythmus vorgeben, über den Amazonas, den Himalaya, abgelegene Pazifikinseln, die Kalahari-Wüste bis zur Arktis. Jede Station hält für Will Smith Erfahrungen bereit, die Anpassung erfordern, aber auch Mut und Offenheit für das Unbekannte. Unterlegt wird die Doku-Serie mit der wuchtigen, aber auch ruhigen Musik von Benjamin Wallfisch und Chris Egan.
Es folgen Cues aus fiktionalen Fernsehserien wie „Stranger Things“, „The Night Manager“, „The Lincoln Lawyer“, „A Thousand Blows“ und „Hijack“.
Nach „Promising Young Woman“ und „Saltburn“ arbeiten Autorenfilmer Emerald Fennell und Komponist Anthony Willis bei „Wuthering Heights“, einer losen Adaption von Emily Brontës vielfach verfilmten Klassiker „Sturmhöhe“ ein drittes Mal zusammen. Margot Robbie und Jacob Elordi spielen die Hauptrollen in diesem erotisch aufgeladenen Drama, das mehr durch seine sinnlichen Reize als seinen Inhalt besticht. Robie verkörpert das von ihrem lebenslustigen, gutmütigen Vater verhätschelte Mädchen Catherine. Sie wächst mit ihrem Steifbruder Heathcliff auf, den Catherines Vater während einer Geschäftsreise in Liverpool von den Straßen auflas und adoptierte, und entwickelt zu ihm eine Seelenverwandtschaft, die auf eine harte Probe gestellt wird, als die Stiefgeschwister erwachsen sind und die Familie finanziell am Ende ist. Als Catherine den wohlhabenden Nachbarn Edgar Linton heiratet, bricht sie Heathcliff das Herz…
Thomas Newman steuerte die feinsinnige Musik zu dem Science-Fiction-Drama „In the Blink of an Eye“ bei. Andrew Stantons Film folgt Menschen in drei miteinander verwobenen Handlungssträngen.
Während in der Frühzeit der Menschheit eine aus ihrer Heimat vertriebene Neandertalerfamilie ums Überleben kämpft, untersucht in der Gegenwart die Anthropologin Claire urzeitliche Überreste und beginnt eine Beziehung mit ihrem Kollegen Greg. Zwei Jahrhunderte später bekämpft Coakley auf einem Raumschiff auf dem Weg zu einem anderen Planeten eine Pflanzenkrankheit.
„Murder in Monaco“ ein Netflix-Dokumentarfilm von Hodges Ursry und untersucht die rätselhaften Umstände des Mordes an dem wohlhabenden Finanzier Edmond Safra im Jahr 1999.
„Die Filmmusik zu ,Mord in Monaco‘ wurde als moderne, kammermusikalische Antwort auf eine komplexe True-Crime-Geschichte konzipiert“, erzählt die Komponistin Nainita Desai über ihre Arbeit an dem Film. „Sie ist in Ted Mahers psychologischer und emotionaler Reise verankert und zeichnet seinen Weg von der plötzlichen Verhaftung über die Haft und Flucht bis hin zur Verurteilung nach. Von Anfang an war die Musik darauf ausgelegt, Ernsthaftigkeit mit Witz und Dynamik in Einklang zu bringen und so nicht nur die Schwere der Ereignisse, sondern auch die Intrige und die dunkle Ironie des Films widerzuspiegeln. Die Musik, die auf einem kantigen, zeitgenössischen Streichquartett basiert, das in den Abbey Road Studios in London aufgenommen wurde, entführt das Publikum in eine Welt des Reichtums, des Glamours und der Widersprüche – einen Raum, in dem Macht, Inszenierung und Privilegien die Grenze zwischen Wahrheit und Theater verwischen. Das Quartett fungiert als Erzähler und Gewissen zugleich und wurde aufgrund seiner Präzision, Intimität und seines Gespürs für psychologische Nuancen ausgewählt. Anstatt als traditionelle dramatische Kulisse zu dienen, wird es zu einem prägnanten Erzählmotor, der agil genug ist, um zwischen Verdacht, Ironie und Spannung zu wechseln. Kurze rhythmische Figuren, Pizzicato-Gesten und unruhige Ostinati treiben die Ermittlungen voran und erzeugen ein Gefühl ständiger Bewegung – ein Katz-und-Maus-Spiel, in dem Gewissheit stets unerreichbar bleibt. Die begrenzte Besetzung des Quartetts spiegelt die beengten Schauplätze und die enge zwischenmenschliche Dynamik des Films wider, während die rhythmische Flexibilität der Musik einen fließenden Übergang zwischen Ermittlung, Anklage und Konsequenz ermöglicht. Die Spannung wird durch subtile harmonische Verschiebungen und sich entwickelnde Klangfarben aufrechterhalten, die durch Anhäufung und Zurückhaltung statt durch offene Zurschaustellung entstehen.“

Playlist:

01. Atli Örvarsson, Kjartan Holm & Sin Fang - It's the Only Way (VAKA) - 03:12 
02. Kris Bowers - A Simple Dance Lesson (Bridgerton - Season Four) - 04:26 
03. Benjamin Wallfisch & Chris Egan - Self Doubt (Pole to Pole With Will Smith) - 03:11 
04. Dan Romer - One Final Spell (Stranger Things - The Orchestral Cues) - 04:58 
05. Federico Jusid - Sophie's Methods (A Thousand Blows - Season 2) - 02:58 
06. Federico Jusid - Zero Balance (The Night Manager - Season 2) - 03:40 
07. Kevon Cronin - The Only Way to End It (Hostile Takeover) - 03:05 
08. Nathan Barr - Ciara Meets Jane (56 Days) - 03:25 
09. David Buckley - The Last Ascent (Greenland 2) - 07:07 
10. David Buckley - Exhibit A (Unknown) (The Lincoln Lawyer) - 03:01 
11. Ramin Djawadi - Clean Your Name (Mercy) - 03:58 
12. Danny Elfman - Linda at Home (Send Help) - 02:00 
13. Anthony Willis - Wuthering Heights Suite (Wuthering Heights) - 04:28 
14. Emilie Levienaise-Farrouch - Mabel Suite (H Is For Hawk) - 05:03 
15. Thomas Newman - Golden Acorn (In the Blink of an Eye) - 07:25 
16. Eric Neveux - Le temps immobile (L'Affaire Laura Stern) - 03:22 
17. Garrett Crosby - Confrontation (A Room Called Home) - 06:09 
18. Oscar Fogelström - Slut pa Grannfejden (Grannfejden) - 05:42 
19. Anne Nikitin - Nature Boy (Pangolin - Kulu's Journey) - 03:27 
20. Anne Nikitin - Overestimated Me (Agatha Christie's Seven Seals) - 02:29 
21. Anne Nikitin - Sam Nelson's Theme (Hijack - Seasons 1 & 2) - 03:06 
22. Nainita Desai - On the Balance of Probability (Murder in Monaco) - 02:44 
23. Bear McCreary - The Grand Cistern (God of War - Sons of Sparta) - 03:50 
24. Geoff Zanelli - Who's Ready to Save the Future (Good Luck, Have Fun, Don't Die) - 03:21 
25. Mac Quayle - Clues On the Phone (His & Hers) - 04:27 
26. Philippe Rombi - L'attaque du train (Les Enfants de la Résistance) - 04:05 
27. John Debney & Bruce Broughton - Death of Eliza (The Gray House) - 03:34 
28. Hildur Guðnadóttir - The Bone Temple (28 Years Later - The Bone Temple) - 06:23
29. Sean Murray - End Titles (Thieves Highway) - 07:04

  © Blogger template Brooklyn by Ourblogtemplates.com 2008

Back to TOP