Donnerstag, 1. Oktober 2026
Sonntag, 9. November 2025
Playlist #436 vom 16.11.2025 - Neuheiten 2025 (6)
„Für die zweite Staffel von ,The Couple Next Door‘ wollte ich die Klangwelt der ersten Staffel erweitern und ihr gleichzeitig einen neuen emotionalen Fokus geben. Die Serie spielt weiterhin in derselben Sackgasse, aber mit einer völlig neuen Besetzung – und Mia im Mittelpunkt. Für sie komponierte ich ein Wiegenlied, das zum neuen Hauptthema der Staffel wurde. In der ersten Staffel spielten Stimmen eine entscheidende Rolle – mal natürlich, mal stark bearbeitet – und diesen Ansatz wollte ich hier fortsetzen. Diesmal führte ich eine neue Stimmfarbe ein: den klassischen Sopran“, erklärt Hannes De Maeyer. „Jolien De Gendt singt Mias Wiegenlied in mehreren Schlüsselmomenten. Ihre Stimme verleiht dem Ganzen eine intime und zugleich zeitlose Qualität, die einen Kontrast zu den düsteren, psychologischen Untertönen der Serie bildet. Um diesen Anker herum formte ich eine Klangwelt, die akustische und elektronische Elemente vereint: Zarte Klavierlinien, subtile Streicher und Orgelakkorde verschmelzen mit vielschichtigen Synthesizer-Texturen und Sounddesign. Mein Ziel war es immer, den Charakteren nahe zu bleiben und sowohl ihre Zärtlichkeit als auch die Spannung und das Unbehagen der Geschichte einzufangen.“ „Wenn die Partitur selbst eine unsichtbare Präsenz im Raum wäre.“
„Die Musik von ,Bagdad Messi‘ ist eine Reise in die tiefsten Gefühle Hamoudis, dieses leidenschaftlichen Jungen, dessen Unschuld und Träume durch die Gewalt der Männer zerstört werden. Unser Ziel mit Regisseur Sahim Omar Kalifa war es, diesen Kontrast zwischen der Härte des Krieges und der Widerstandsfähigkeit der Kindheit einzufangen. Die musikalische Erzählung, geprägt von den Kontrasten zwischen der Sanftheit der Streicher, der Poesie von Duduk und Oud und dem rhythmischen Schlagwerk, nimmt uns mit auf eine Reise in Hamoudis emotionale Welt“, berichtet der belgische Komponist Frédéric Vercheval von der Arbeit an dem Soundtrack. „Die Partitur mit ihren vielfältigen, östlichen Einflüssen repräsentiert Landschaften, die Wüste, die Hitze, aber auch die Unschuld der Kindheit, Verlust, Trauer und Liebe. Manchmal erinnern Perkussion und düstere Klangfarben an die Realität eines endlosen Konflikts. Es ist Musik über Verlust, aber vor allem über die unerschütterliche Hoffnung, die im Herzen der Tragödie fortbesteht.“
Playlist:
Montag, 23. Dezember 2024
Playlist #413 vom 29.12.2024 - Neuheiten 2024 (8)
Frank Herberts „Dune“-Universum hat seit der Verfilmung durch David Lynch im Jahr 1984 immer wieder neue Inkarnationen auf dem Fernsehbildschirm oder der Kinoleinwand erlebt, zuletzt durch die epische Neuverfilmung von Denis Villeneuve. Bevor der abschließende Teil der Trilogie in die Kinos kommt, dürfen sich Fans von Herberts „Dune“ auf die Serie „Dune: Prophecy“ freuen, aus der hier ebenso die Musik zu hören sein wird wie aus Ridley Scotts „Gladiator II“ und den Fernsehserien „The Penguin“, „The Franchise“, „SILOS“, „Black Doves“ und „Yellowstone“. Mit dabei sind Komponisten wie Harry Gregson-Williams, Martin Phipps, Volker Bertelmann, Alexandre Desplat, Trent Reznor & Atticus Ross, Aaron Zigman und John Powell.
Mit gleich zwei neuen Arbeiten ist der umtriebige Volker Bertelmann auch in dieser Sendung vertreten. Nachdem Denis Villeneuve mit den ersten beiden Teilen von „Dune“ Frank Herberts Sci-Fi-Klassiker auf der Leinwand zu neuem Leben erweckt hat, tauchen Diane Ademu-John und Alison Schapker mit der Serie „Dune: Prophecy“ in die graue Vorzeit von „Dune“ ein. 10.000 Jahre zuvor ist der Bene-Gesserit-Orden zwar noch nicht sehr mächtig, mischt sich aber bereits in das politische Geschehen ein. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen die beiden Schwestern Valya Harkonnen (Emily Watson) und Tula Harkonnen (Olivia Williams), die zu den Gründungsmitgliedern des geheimen Ordens gehören, der seine Tore nur für Frauen öffnet, die die Zukunft der Menschheit maßgeblich beeinflussen wollen. Während Bertelmann zu „Dune: Prophecy“ einen atmosphärisch dichten Sci-Fi-Score komponierte, steuerte er zur Serie „The Day of the Jackal“ eine passend actionlastige Musik bei. In der neuen Adaption von Frederick Forsyths Roman, der bereits 1973 mit Edward Fox und 1997 mit Bruce Willis in der Titelrolle verfilmt wurde, spielt Eddie Redmayne einen professionellen und gnadenlosen Auftragsmörder, für hohe Geldsummen ohne Skrupel jedes Hindernis beseitigt, doch nach seinem letzten Mord gerät er ins Visier einer neuen Gegnerin: Bianca (Lashana Lynch), eine unerbittliche Agentin des britischen Geheimdienstes, die nur ein Ziel hat – ihn zu fassen. Eine erbitterte Verfolgungsjagd durch Europa beginnt, bei der der Schakal alles daransetzt, unsichtbar zu bleiben, während Bianca entschlossen und rücksichtslos näher rückt.
„Die Filmmusik ist für mich eine konsequente Weiterentwicklung meines elektronischen Filmmusikschaffens der letzten Jahre. Wie auch der Science-Fiction-Film ist die Musik dystopisch, dunkel, sehr komprimiert auf Ambient, Soundscapes und Electronica-Industrial spezialisiert - eine Musikrichtung, die ich bereits seit Jahren für mich entwickelt habe und die endlich in diesem Projekt ausgeführt werden konnte“, beschreibt Barsotti die Entstehung des Soundtracks.
„Die Musik für ,End of Summer‘ wurde auf einzigartige Weise geschaffen, da sie komponiert wurde, bevor die Serie überhaupt geschnitten wurde, was für mich als Komponist unglaublich inspirierend war. Dieser Ansatz ermöglichte einen freieren kreativen Prozess, als es normalerweise bei der Filmmusik der Fall ist. Regisseur Jens Jonsson und ich ließen uns von Hitchcocks Verwendung von Filmmusik inspirieren, und der Soundtrack entwickelte einen klassischen Filmmusikton mit einem Streichquintett als Kern, während er Schichten elektronischer Atmosphäre einbezog“, erklärt Matti Bye seine Arbeit an dem Soundtrack zu „End of Summer“.
„Ich liebe, was Horrorfilme mir als Komponist ermöglicht haben“, verkündete Christopher Young zu Beginn seiner Arbeit. „Wenn man sich der ‚unsichtbaren Welt‘ hingibt, der dunklen, geheimnisvollen Welt, die mit uns lebt, und versucht, sie in der Musik einzufangen, ist das so erfüllend. Ich habe so viele Horrorfilme gemacht, aber das hier ist wahrscheinlich das Größte, was ich jemals machen werde.“
Freitag, 1. Dezember 2023
Playlist #385 vom 03.12.2023 - ROBERT DUVALL Special
Robert Duvall zählt zu den bemerkenswertesten Schauspielern in Hollywood, obwohl er meist nur in Nebenrollen zu sehen, darunter allerdings in Klassikern wie Francis Ford Coppolas „Der Pate 1 & 2“ und „Apocalypse Now“, George Lucas‘ „THX 1138“, Robert Altmans „M*A*S*H“ oder in dem John-Wayne-Western „Der Marshal“. Obwohl er bereits seinen 90.Geburtstag feierte, steht Duvall nach wie vor der Kamera, filmte zuletzt an der Seite von Adam Sadler und Ben Foster den Sportfilm „Hustle“ und den Mystery-Krimi „Der seltsame Fall des Mr Poe“.














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