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Donnerstag, 1. Oktober 2026

Playlist #459 vom 04.10.2026 - RACHEL McADAMS Special

Die kanadische Schauspielerin Rachel McAdams zählt mit ihren Hauptrollen in Komödien und Dramen wie „Wie ein einziger Tag“, „Die Hochzeits-Crasher“, „Die Frau des Zeitreisenden“, „To The Wonder“ und „Southpaw“ sowie ihrer Arbeit für Fernsehen und Theater zu den beliebtesten Darstellerinnen in Hollywood. Zu ihren Auszeichnungen zählen Nominierungen für einen Academy Award, einen British Academy Film Award und einen Tony Award. Im Jahr 2026 wurde sie mit einem Stern auf dem Hollywood Walk of Fame geehrt. Grund genug, die Höhepunkte aus den Soundtracks zu ihren Filmen zu präsentieren, darunter Musik von Hans Zimmer, Aaron Zigman, James Horner, Marco Beltrami, Hanan Townshend, Howard Shore und Pino Donaggio.
Rachel Anne McAdams wurde am 17. November 1978 in London, Ontario, als Tochter einer Krankenschwester und eines Lastwagenfahrers geboren. Sie wuchs in einem protestantischen Elternhaus in St. Thomas auf.
McAdams begann im Alter von vier Jahren mit dem Eiskunstlauf, lehnte jedoch mit neun Jahren das Angebot ab, für ein Training im Paarlauf nach Toronto zu ziehen. Sie betrieb den Sport bis zu ihrem 18. Lebensjahr wettkampfmäßig und gewann dabei regionale Auszeichnungen. Sie äußerte, dass das Eiskunstlaufen sie auf die Schauspielerei vorbereitet habe, da sie dabei gelernt habe, ein gutes Körpergefühl zu entwickeln.
McAdams besuchte die Myrtle Street Public School und das Central Elgin Collegiate Institute. Während der Sommerferien arbeitete sie drei Jahre lang in einer McDonald’s-Filiale.
Schon im Alter von sieben Jahren entwickelte sie ein Interesse an der Schauspielerei; ihre Eltern unterstützten sie zwar darin, suchten ihr jedoch nicht aktiv einen Agenten. Als Kind besuchte sie Sommercamps zu den Themen Disney und William Shakespeare. Ab ihrem zwölften Lebensjahr wirkte sie an Produktionen der „Original Kids Theatre Company“ in London mit und führte als Jugendliche Regie bei Kindertheaterstücken. Sie wirkte zudem an Theateraufführungen ihrer Schule mit und gewann beim Sears Ontario Drama Festival eine Auszeichnung für ihre schauspielerische Leistung. Ursprünglich wollte sie an der University of Western Ontario Kulturwissenschaften studieren, ließ sich jedoch von ihrem Theaterlehrer davon überzeugen, dass eine professionelle Schauspielkarriere eine realistische Option darstellte.
Sie begann ein vierjähriges Theaterstudium an der York University und schloss dieses 2001 mit einem Bachelor of Fine Arts (mit Auszeichnung) ab. Während ihrer Studienzeit arbeitete sie mit der in Toronto ansässigen Necessary Angel Theatre Company zusammen.
Im Jahr 2001 gab McAdams ihr Fernsehdebüt in dem MTV-Piloten „Shotgun Love Dolls“ in der Rolle der Beth Swanson; die Dreharbeiten fanden während der Semesterferien an der York University statt. Ebenfalls in diesem Jahr debütierte sie im kanadischen Film mit der Komödie „My Name Is Tanino“. Die italienisch-kanadische Koproduktion wurde auf Sizilien gedreht, als McAdams 22 Jahre alt war; für sie war es zudem das erste Mal, dass sie in einem Flugzeug saß. Später erhielt McAdams in Kanada eine Nominierung für den Genie Award für ihre Rolle in dem Drama „Perfect Pie“.
2002 gab sie an der Seite von Rob Schneider und Anna Faris ihr Hollywood-Debüt in der Komödie „The Hot Chick“ – ein Film, den McAdams als „großen Meilenstein“ ihrer Karriere bezeichnete. Sie spielte eine zickige Highschool-Schülerin, die ihren Körper mit der von Schneider verkörperten Figur – einem Kleinkriminellen – tauscht. Anschließend kehrte McAdams nach Kanada zurück, um die Rolle der Kate McNab in „Slings and Arrows“ zu übernehmen – einer Comedy-Miniserie über das Theaterleben hinter den Kulissen des fiktiven „New Burbage Shakespearean Festival“. Nach ihrem Erfolg in den Vereinigten Staaten wurde ihre Figur aus der zweiten Staffel der Serie herausgeschrieben. Für ihre Arbeit an der Serie erhielt sie zwei Nominierungen für den Gemini Award, von denen sie eine gewann.
Der Durchbruch gelang McAdams im Jahr 2004 mit der Komödie „Mean Girls – Girls Club“, in der sie an der Seite von Lindsay Lohan, Lacey Chabert und Amanda Seyfried spielte. McAdams war 24 Jahre alt, als sie für die Rolle der arroganten Highschool-Anführerin Regina George besetzt wurde; bei der Darstellung ihrer Figur orientierte sie sich an Alec Baldwins schauspielerischer Leistung in dem Drama „Glengarry Glen Ross“ (1992).
Der Film spielte weltweit 129 Millionen US-Dollar ein und brachte McAdams zwei MTV Movie Awards ein. 
Ebenfalls im Jahr 2004 spielte McAdams an der Seite ihres kanadischen Kollegen Ryan Gosling in dem romantischen Drama „Wie ein einziger Tag“, das auf dem gleichnamigen Roman von Nicholas Sparks basiert. Vor Drehbeginn verbrachte McAdams einige Zeit in Charleston, South Carolina, um sich mit dem Südstaaten-Akzent vertraut zu machen, und nahm Ballett- sowie Etikette-Unterricht. McAdams gewann einen MTV Movie Award und vier Teen Choice Awards.
Im Jahr 2005 spielte McAdams an der Seite von Owen Wilson, Vince Vaughn und Bradley Cooper in der romantischen Komödie „Die Hochzeits-Crasher“. Sie verkörperte die Tochter eines einflussreichen Politikers, die in ein Liebesdreieck mit den von Wilson und Cooper gespielten Figuren gerät. Zur Vorbereitung auf emotionale Szenen hörte sich McAdams wiederholt den Song „Landslide“ von Fleetwood Mac aus dem Jahr 1975 an. Für eine Bootssequenz absolvierte sie ein Segeltraining, da ihre Figur als versierte Seglerin dargestellt wurde.
Anschließend spielte McAdams an der Seite von Cillian Murphy in Wes Cravens Psychothriller „Red Eye“ die Hauptrolle; sie verkörperte eine junge Hotelmanagerin, die während eines Nachtflugs von Murphys Figur als Geisel genommen wird. Ende 2005 stand McAdams gemeinsam mit Sarah Jessica Parker und Diane Keaton in der weihnachtlichen Familien-Dramödie „The Family Stone – Verloben verboten!“ vor der Kamera, die McAdams die Gelegenheit bot, eine zerzauste und sarkastische Schwester zu spielen, anstatt der üblichen Rollen als „offensichtliche“ Freundin oder Ehefrau.
Von 2006 bis 2007 legte McAdams eine Pause von ihrer Filmkarriere ein. In dieser Zeit lehnte sie Rollen in den Filmen „Der Teufel trägt Prada“ (2006), „Casino Royale“ (2006), „Mission: Impossible III“ (2006), „Iron Man“ (2008) und „Get Smart“ (2008) ab.
Im Jahr 2008 kehrte McAdams zu ihrer Filmkarriere zurück. Sie spielte an der Seite von Pierce Brosnan und Chris Cooper in dem im Stil des Film noir gehaltenen Drama „Married Life“ (angesiedelt in den 1940er Jahren) die Rolle der Kay Nesbitt, einer jungen Witwe, die das Herz der beiden älteren Männer erobert.
Anschließend war McAdams an der Seite von Tim Robbins und Michael Peña in der Roadmovie-Dramödie „The Lucky Ones“zu sehen; der Film erzählt die Geschichte dreier Soldaten aus dem Irakkrieg, die nach ihrer Rückkehr in die USA eine kurze Reise quer durchs Land unternehmen.
Im Jahr 2009 spielte McAdams an der Seite von Russell Crowe, Helen Mirren und Ben Affleck in dem Politthriller „State of Play – Stand der Dinge“, der auf der gleichnamigen BBC-Fernsehserie basiert. McAdams verkörperte Della Frye, eine Online-Reporterin, die gemeinsam mit Crowes Figur – einem erfahrenen Printjournalisten – einer möglichen Verschwörung nachgeht.
Ebenfalls 2009 spielte McAdams an der Seite von Eric Bana in dem romantischen Science-Fiction-Drama „Die Frau des Zeitreisenden“, das auf dem gleichnamigen Bestsellerroman von Audrey Niffenegger basiert.
Kurz darauf war sie als Irene Adler in der Neuverfilmung der Romanreihe des „Sherlock Holmes“ und 2012 in der Fortsetzung „Sherlock Holmes: Spiel im Schatten“ zu sehen. 2012 folgten Spielfilmarbeiten mit Terrence Malick und Brian De Palma. In Malicks Drama „To the Wonder“ ist sie als Geliebte von Ben Affleck zu sehen, während sie in De Palmas Thriller „Passion“ (eine Neuverfilmung von Alain Corneaus „Liebe und Intrigen“ aus dem Jahr 2010) an der Seite von Noomi Rapace agiert. Beide Filme erhielten Einladungen in den Wettbewerb der 69. Internationalen Filmfestspiele von Venedig. 2015 war sie in einer Hauptrolle in der zweiten Staffel der HBO-Serie „True Detective“ neben Colin Farrell, Vince Vaughn und Taylor Kitsch zu sehen. 2015 übernahm sie eine größere Rolle in dem Film „Spotlight“, wofür sie eine Nominierung als Beste Nebendarstellerin bei der Oscarverleihung 2016 erhielt, sowie in dem Boxerdrama „Southpaw“ und in Wim Wenders‘ Drama „Every Thing Will Be Fine“. Zuletzt war sie in Sam Raimis Survival-Horror-Thriller „Send Help“ zu sehen.
 
Filmografie:
2000–2001: The Famous Jett Jackson (Fernsehserie, 2 Folgen)
2001: Shotgun Love Dolls
2002: My Name is Tanino
2002: Mission Erde – Sie sind unter uns (Earth: Final Conflict, Fernsehserie)
2002: Perfect Pie
2002: Guilt by Association (Coupable par Amour)
2002: Hot Chick – Verrückte Hühner (The Hot Chick)
2003–2005: Slings and Arrows (Fernsehserie, 7 Folgen)
2004: Girls Club – Vorsicht bissig! (Mean Girls)
2004: Wie ein einziger Tag (The Notebook)
2005: Die Hochzeits-Crasher (Wedding Crashers)
2005: Red Eye
2005: Die Familie Stone – Verloben verboten! (The Family Stone)
2007: Married Life
2008: The Lucky Ones
2009: State of Play – Stand der Dinge (State of Play)
2009: Die Frau des Zeitreisenden (The Time Traveler’s Wife)
2009: Sherlock Holmes
2010: Morning Glory
2011: Midnight in Paris
2011: Sherlock Holmes: Spiel im Schatten (Sherlock Holmes: A Game of Shadows)
2012: Für immer Liebe (The Vow)
2012: To the Wonder
2012: Passion
2013: Alles eine Frage der Zeit (About Time)
2014: A Most Wanted Man
2015: Every Thing Will Be Fine
2015: Aloha – Die Chance auf Glück (Aloha)
2015: True Detective (Fernsehserie, 5 Folgen)
2015: Southpaw
2015: Spotlight
2015: Der kleine Prinz (The Little Prince)
2016: Doctor Strange
2017: Ungehorsam (Disobedience)
2018: Game Night
2020: Eurovision Song Contest: The Story of Fire Saga
2021: What If…? (Fernsehserie, Folge 1x04, Stimme)
2022: Doctor Strange in the Multiverse of Madness
2023: Are You There God? It’s Me, Margaret.
2023: Dave (Fernsehserie, 3 Folgen)
2026: Send Help 

Playlist: 

01. Danny Elfman - End Credits (Send Help) - 03:04 
02. Rolfe Kent - Regina's Revenge (Mean Girls) - 03:14 
03. Rolfe Kent - Claire, a Beach and John (Wedding Crashers) - 03:21 
04. Matthew Herbert - Goodbye (Disobedience) - 06:18 
05. Michael Giacchino - It's Snowing (The Family Stone) - 05:10 
06. Aaron Zigman - End Title (The Notebook) - 05:07 
07. Marco Beltrami - Arriving at the Airport (Red Eye) - 04:11 
08. Dickon Hinchliffe - He Decided to Kill Her/Photoshop (Married Life) - 03:07 
09. Rolfe Kent - Driving Across the Prairie (The Lucky Ones) - 01:58 
10. Alex Heffes - Cal Connects the Evidence (State of Play) - 04:34 
11. Mychael Danna - Meadow (The Time Traveler's Wife) - 03:19 
12. Rachel Portman & Michael Brook - A Good Life Again (The Vow) - 02:58 
13. Hanan Townshend - Marina's Theme - Overture (To the Wonder) - 06:28 
14. Pino Donaggio - Journey Through a Nightmare (Passion) - 07:46 
15. Herbert Grönemeyer - They're Closing In (A Most Wanted Man) - 03:14 
16. James Horner - The Funeral, Alone… (Southpaw) - 05:16 
17. Michael Giacchino - Ancient History (Doctor Strange) - 04:00 
18. Howard Shore - Delivering the News (Spotlight) - 03:40 
19. Matthew Herbert - For Love (Disobedience) - 04:14 
20. Rachel Portman & Michael Brook - Remember (The Vow) - 02:30 
21. Cliff Martinez - I Cheat at Everything (Game Night) - 03:19 
22. Alex Heffes - Research (State of Play) - 04:36 
23. Hans Zimmer - Catatonictes - End Titles (Sherlock Holmes) - 03:28 
24. James Horner - A Cry For Help (Southpaw) - 04:16 
25. Hans Zimmer - Score Suite (Are You There God? It's Me, Margaret.) - 05:38 
26. Hanan Townshend - Sweet Prospect (To the Wonder) - 05:17 
27. Michael Giacchino - The Family Stone Suite (The Family Stone) - 09:06

Sonntag, 9. November 2025

Playlist #436 vom 16.11.2025 - Neuheiten 2025 (6)

Die Wiederbelebung klassischer Gruselstoffe ist wieder in Mode gekommen. Nachdem Action-Virtuose Luc Besson („Léon – Der Profi“, „Lucy“) bereits Bram Stokers „Dracula“ neues Leben eingehaucht hat, liefert nun der für seine gotischen Fantasy-Horror-Stoffe bekannte Guillermo del Toro („Nightmare Alley“, „Crimson Peak“) seine Lesart in der 120 Millionen teuren Netflix-Produktion von Mary Shelleys „Frankenstein“. In dieser Sendung gibt es dazu nicht nur die Musik von Alexandre Desplat zu hören, sondern auch neue Soundtrack-Arbeiten von Volker Bertelmann, James Newton Howard, Jeff Beal, Marcelo Zarvos, Lorne Balfe, Hans Zimmer, Carter Burwell und vielen anderen.
Guillermo del Toro hat den klassischen Schwarzweiß-Film „Frankenstein“ (1932) von Universal mit Boris Karloff in der Hauptrolle der bemitleidenswerten Kreatur als wichtigsten Film seiner Kindheit bezeichnet, weshalb es wenig überrascht, dass er mit allen Mitteln, die einem visionären und erfolgreichen Filmemacher wie ihm zur Verfügung stehen, diesem Klassiker seinen eigenen Stempel aufdrückt.
Die Arktisexpedition rund um Captain Anderson (Lars Mikkelsen) ist in der lebensfeindlichen Natur des Nordpols im Packeis zum Stehen gekommen, als ihm ein schwerverletzter Mann in die Arme läuft, der sich als Dr. Victor Frankenstein (Oscar Isaac) vorstellt. Das menschenähnliche Monster (Jacob Elordi), das ihm dicht auf den Fersen ist, wütet durch Andersons Truppe, ehe es nach wuchtigen Gewehrsalven zum Rückzug gezwungen wird. Diese Atempause nutzt Frankenstein, um dem neugierigen Captain seine Geschichte zu erzählen.
Durch den Tod seiner Mutter (Mia Goth) bei der Geburt seines Bruders William (Felix Kammerer) gehörig aus der Bahn geworfen, hat Victor dem Tod den Kampf angesagt und seine Forschungen an der Universität darauf konzentriert, künstliches Leben zu erschaffen. Doch erst sein wohlhabender Gönner Harlander (Christoph Waltz) ermöglicht ihm die Umsetzung seiner gemeinhin als ketzerisch betrachteten Ideen… Alexandre Desplat, der bereits del Toros „Pinocchio“ und „Shape of Water“ vertont hat, schuf dazu einen gotisch angehauchten, dramatischen Score, der die Dilemma sowohl des Schöpfers als auch seiner Kreatur adäquat einfängt.
Zwei neue Soundtracks gibt es auch von Jeff Beal („House of Cards“, „Rom“, „Carnivàle“). Beal schuf mit „All Her Fault“ einem orchestralen Soundtrack, den er mit elektronischen Elementen und Klavierklängen angereichert hat, eine düstere und unheilvolle Atmosphäre für die spannungsgeladene Thriller-Serie, die auf dem Roman von Andrea Mara basiert.
Die Serie handelt von der Mutter Marissa Irvine, die ihren kleinen Sohn Milo von seinem ersten Spieltreffen abholen will und feststellt, dass sie die Frau, die ihr Tür öffnet, nicht kennt. Sie hat Milo nicht und noch nie von ihm gehört. Während sich der schlimmste Albtraum aller Eltern entfaltet, führen neue Fragen zu tiefen Geheimnissen und enthüllen Risse in der scheinbar perfekten Welt der Irvines, bis schließlich alles in Trümmern liegt.
„Ein mysteriöser Thriller, kombiniert mit intelligenten und vielschichtigen Charakterzeichnungen, bot mir eine Fülle an dramatischem Material“, erzählt Beal von seiner Arbeit an „All Her Fault“. Die Show handelt von Vertrauen, Geheimnissen, Lügen, Freundschaft und letztendlich von den emotionalen Belastungen des Elternseins. Ich habe viele Elemente meiner bisherigen Arbeit in die Filmmusik einfließen lassen, insbesondere Streichorchester, Elektronik, Soloklavier und Knabensopran, um Musik zu schaffen, die diese angespannte und persönliche Welt widerspiegelt. Obwohl die Musik oft intim wirkt, hat sie aufgrund ihrer emotionalen Wucht oft etwas Opernhaftes.“
Außerdem vertonte Beal mit „RFK: Legacy“ einen Dokumentarfilm von Oliver Stones Sohn Sean Stone.
Von den Wirren der 1960er Jahre bis heute zeichnet „RFK: Legacy“ das Leben zweier Generationen von Kennedy-Männern nach, die das Establishment für Wahrheit und Gerechtigkeit herausforderten, und zeigt, wie die Echos der Geschichte durch die Zeit nachhallen.
In der Serie „The Couple Next Door“ geht es um ein junges Paar, das in ein gehobenes Viertel zieht, um eine Familie zu gründen, doch schon bald verstricken sie sich in einem komplizierten Netz aus Begierde und Verrat mit ihren neuen Nachbarn.

„Für die zweite Staffel von ,The Couple Next Door‘ wollte ich die Klangwelt der ersten Staffel erweitern und ihr gleichzeitig einen neuen emotionalen Fokus geben. Die Serie spielt weiterhin in derselben Sackgasse, aber mit einer völlig neuen Besetzung – und Mia im Mittelpunkt. Für sie komponierte ich ein Wiegenlied, das zum neuen Hauptthema der Staffel wurde. In der ersten Staffel spielten Stimmen eine entscheidende Rolle – mal natürlich, mal stark bearbeitet – und diesen Ansatz wollte ich hier fortsetzen. Diesmal führte ich eine neue Stimmfarbe ein: den klassischen Sopran“, erklärt Hannes De Maeyer. „Jolien De Gendt singt Mias Wiegenlied in mehreren Schlüsselmomenten. Ihre Stimme verleiht dem Ganzen eine intime und zugleich zeitlose Qualität, die einen Kontrast zu den düsteren, psychologischen Untertönen der Serie bildet. Um diesen Anker herum formte ich eine Klangwelt, die akustische und elektronische Elemente vereint: Zarte Klavierlinien, subtile Streicher und Orgelakkorde verschmelzen mit vielschichtigen Synthesizer-Texturen und Sounddesign. Mein Ziel war es immer, den Charakteren nahe zu bleiben und sowohl ihre Zärtlichkeit als auch die Spannung und das Unbehagen der Geschichte einzufangen.“ „Wenn die Partitur selbst eine unsichtbare Präsenz im Raum wäre.“
Der belgische Film „Baghdad Messi“ von Sahim Omar Kalifa erzählt von einem zehnjährigen Jungen, der im vom Krieg zerrissenen Irak trotz seiner schweren körperlichen Beeinträchtigung eine Begeisterung für Fußball entwickelt. 
„Die Musik von ,Bagdad Messi‘ ist eine Reise in die tiefsten Gefühle Hamoudis, dieses leidenschaftlichen Jungen, dessen Unschuld und Träume durch die Gewalt der Männer zerstört werden. Unser Ziel mit Regisseur Sahim Omar Kalifa war es, diesen Kontrast zwischen der Härte des Krieges und der Widerstandsfähigkeit der Kindheit einzufangen. Die musikalische Erzählung, geprägt von den Kontrasten zwischen der Sanftheit der Streicher, der Poesie von Duduk und Oud und dem rhythmischen Schlagwerk, nimmt uns mit auf eine Reise in Hamoudis emotionale Welt“, berichtet der belgische Komponist Frédéric Vercheval von der Arbeit an dem Soundtrack. „Die Partitur mit ihren vielfältigen, östlichen Einflüssen repräsentiert Landschaften, die Wüste, die Hitze, aber auch die Unschuld der Kindheit, Verlust, Trauer und Liebe. Manchmal erinnern Perkussion und düstere Klangfarben an die Realität eines endlosen Konflikts. Es ist Musik über Verlust, aber vor allem über die unerschütterliche Hoffnung, die im Herzen der Tragödie fortbesteht.“

Playlist: 

01. Alexandre Desplat - Family Life (Frankenstein) - 04:11 
02. Alexandre Desplat - Vie de famille (L'homme qui rétrécit) - 03:11 
03. Aaron Zigman - Hugo Finds Out + Typewriters (Truth & Treason) - 03:06 
04. Marcelo Zarvos - Hal Drives Off (The Diplomat - Season 3) - 04:06 
05. Jeff Beal - Questioning the Parents (All Her Fault) - 03:18 
06. Jeff Beal - Environmental Activism (RFK Legacy) - 04:38 
07. Hannes De Maeyer - The New You (The Couple Next Door - Season 2) - 04:00 
08. Frédéric Vercheval - Baghdad Messi (Baghdad Messi) - 06:02 
09. Volker Bertelmann - Reunion (Dead of Winter) - 03:52 
10. Volker Bertelmann - Apartment, Running & Ghost Day (Ballad of a Small Player) - 06:13 
11. Volker Bertelmann - No Longer Unimaginable (A House of Dynamite) - 06:15 
12. Ramin Djawadi - The Nominee (Death By Lightning) - 03:47 
13. Lorne Balfe & Joshua Pacey - I'm Here to Arrest You (The Hack) - 03:02 
14. Lorne Balfe & Peter Adams - Come to Terms [Variations on Behind the Wheel] (Hallow Road) - 06:57 
15. James Newton Howard - Reunited (The Lost Bus) - 04:52 
16. Joseph Trapanese & Jason Lazarus - Raison d'etre (The Ritual) - 04:22 
17. Bryce Dessner - Kate, Returned (Train Dreams) - 03:57 
18. Carter Burwell - A Life Worth Living (Good Fortune) - 04:44 
19. Hans Zimmer & James Everingham - Virdee (Virdee) - 02:31 
20. Stephen Edwards - Old Boat, New Boat (Joe Baby) - 03:16 
21. Hildur Guðnadóttir - Stolen Tale - The Band (Hedda) - 03:47 
22. Hans Zimmer - Margaret's Testament (Eden) - 02:53 
23. Joe Hisaishi - Sarah and David (A Big Bold Beautiful Journey) - 05:10 
24. Graham Reynolds - Tell Me About the Guys (Blue Moon) - 04:23 
25. Steven Price - Wake Up (Long Distance) - 03:30 
26. Brian Tyler - Nuremberg End Title (Nuremberg) - 13:44

Montag, 23. Dezember 2024

Playlist #413 vom 29.12.2024 - Neuheiten 2024 (8)

Frank Herberts „Dune“-Universum hat seit der Verfilmung durch David Lynch im Jahr 1984 immer wieder neue Inkarnationen auf dem Fernsehbildschirm oder der Kinoleinwand erlebt, zuletzt durch die epische Neuverfilmung von Denis Villeneuve. Bevor der abschließende Teil der Trilogie in die Kinos kommt, dürfen sich Fans von Herberts „Dune“ auf die Serie „Dune: Prophecy“ freuen, aus der hier ebenso die Musik zu hören sein wird wie aus Ridley Scotts „Gladiator II“ und den Fernsehserien „The Penguin“, „The Franchise“, „SILOS“, „Black Doves“ und „Yellowstone“. Mit dabei sind Komponisten wie Harry Gregson-Williams, Martin Phipps, Volker Bertelmann, Alexandre Desplat, Trent Reznor & Atticus Ross, Aaron Zigman und John Powell.

Der amerikanische Drehbuchautor Todd Komarnicki („Sully“, „The Professor and the Madman“) liefert mit „Bonhoeffer: Pastor. Spy. Assassin.“ eine Biografie des deutschen Theologen und Widerständlers Dietrich Bonhoeffer (1906–1945). Der Film beschreibt, wie der junge Pastor und Theologe Dietrich Bonhoeffer (Jonas Dassler) im Berlin der 1940er Jahre darum bemüht ist, den Umgang der Nationalsozialisten mit der Kirche und anderen Menschen nicht nur zu kritisieren, sondern sich auch zu widersetzen. Als er zu einer politischen Tat aufgerufen wird, die den Lauf der Geschichte verändern könnte, muss er als überzeugter Pazifist gut überlegen, wie er handeln soll. Die einfühlsame Musik zu dem historischen Drama steuerten Antonio Pinto und Gabriel Ferreira bei. 
Mit gleich zwei neuen Arbeiten ist der umtriebige Volker Bertelmann auch in dieser Sendung vertreten. Nachdem Denis Villeneuve mit den ersten beiden Teilen von „Dune“ Frank Herberts Sci-Fi-Klassiker auf der Leinwand zu neuem Leben erweckt hat, tauchen Diane Ademu-John und Alison Schapker mit der Serie „Dune: Prophecy“ in die graue Vorzeit von „Dune“ ein. 10.000 Jahre zuvor ist der Bene-Gesserit-Orden zwar noch nicht sehr mächtig, mischt sich aber bereits in das politische Geschehen ein. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen die beiden Schwestern Valya Harkonnen (Emily Watson) und Tula Harkonnen (Olivia Williams), die zu den Gründungsmitgliedern des geheimen Ordens gehören, der seine Tore nur für Frauen öffnet, die die Zukunft der Menschheit maßgeblich beeinflussen wollen. Während Bertelmann zu „Dune: Prophecy“ einen atmosphärisch dichten Sci-Fi-Score komponierte, steuerte er zur Serie „The Day of the Jackal“ eine passend actionlastige Musik bei. In der neuen Adaption von Frederick Forsyths Roman, der bereits 1973 mit Edward Fox und 1997 mit Bruce Willis in der Titelrolle verfilmt wurde, spielt Eddie Redmayne einen professionellen und gnadenlosen Auftragsmörder, für hohe Geldsummen ohne Skrupel jedes Hindernis beseitigt, doch nach seinem letzten Mord gerät er ins Visier einer neuen Gegnerin: Bianca (Lashana Lynch), eine unerbittliche Agentin des britischen Geheimdienstes, die nur ein Ziel hat – ihn zu fassen. Eine erbitterte Verfolgungsjagd durch Europa beginnt, bei der der Schakal alles daransetzt, unsichtbar zu bleiben, während Bianca entschlossen und rücksichtslos näher rückt. 
Im Jahr 2000 haben Regisseur Ridley Scott und sein Hauptdarsteller Russell Crowe mit „Gladiator“ eines der herausragenden Historien-Epen der Kinogeschichte geschaffen und das totgeglaubte Genre mit neuem Leben erfüllt. Scott selbst hatte mit seinen nachfolgenden Bombast-Epen „Königreich der Himmel“, „Robin Hood“, „Exodus: Götter und Könige“ und zuletzt „Napoleon“ weit weniger Erfolg. Mit „Gladiator II“ erzählt Scott die Geschichte seines fünffach Oscar-prämierten Meisterwerks eng am Original weiter. Lucius (Paul Mescal), Lucillas (Connie Nielsen) Sohn, der nach dem Tod seines Idols Maximus außerhalb des Römischen Reichs in Sicherheit gebracht und so dem Einfluss römischer Korruption, Intrigen und Machtgerangel entzogen wurde, wächst an der nordafrikanischen Küste in Frieden zu einem jungen Mann heran – bis er eines Tages von der Vergangenheit eingeholt wird. Seine neue numidische Heimat wird von römischen Legionen unter der Führung von General Marcus Acacius (Pedro Pascal) überfallen. Traumatisiert von tragischen Verlusten wird Lucius nach Rom verschleppt und an den Gladiatorenstall-Besitzer Macrinus (Denzel Washington) verkauft. Zur Unterhaltung des Volkes und der Co-Kaiser Geta (Joseph Quinn) und Caracalla (Fred Hechinger) soll er in der Arena um sein Leben kämpfen. Von unbändiger Wut angetrieben, will Lucius dem Imperium einen Schlag versetzen und vor allem Rache an dem Mann nehmen, den er als seinen ärgsten Feind ansieht: General Acacius, der allerdings mit Lucius Mutter Lucilla verheiratet ist... Vor allem Denzel Washington spielt als verschlagener Besitzer einer Gladiatorenschule seine Kolleg:innen souverän an die Wand. Musikalisch unterstützt wird er dabei von Harry Gregson-Williams, der bereits Ridley Scotts „Königreich der Himmel“ und „Der Marsianer“ vertont hat. 
Nach vielen erfolgreichen Jahren als Filmkomponist hat Marcel Barsotti („Die Päpstin“, „Deutschland. Ein Sommermärchen“) in diesem Jahr die Profession gewechselt und mit „Transformation“ seinen ersten, durch KI generierten Science-Fiction-Kurzfilm „Transformation“ auf vielen internationalen Festivals vorgestellt und bislang vier Awards eingeheimst, darunter den renommierten „IPF Honorary Film Merit Award“ in Toronto auf dem International Peace Festival. Nun ist auch der düstere, elektronische Soundtrack dazu veröffentlicht worden. 
„Die Filmmusik ist für mich eine konsequente Weiterentwicklung meines elektronischen Filmmusikschaffens der letzten Jahre. Wie auch der Science-Fiction-Film ist die Musik dystopisch, dunkel, sehr komprimiert auf Ambient, Soundscapes und Electronica-Industrial spezialisiert - eine Musikrichtung, die ich bereits seit Jahren für mich entwickelt habe und die endlich in diesem Projekt ausgeführt werden konnte“, beschreibt Barsotti die Entstehung des Soundtracks. 
Sean McNamara thematisiert in seinem Biopic „Reagan“ das Leben des früheren Schauspielers und US-amerikanischen Präsidenten Ronald Reagan von seiner Kindheit bis zu seiner Zeit im Oval Office. Das mit Dennis Quaid, Penelope Anne Miller und Jon Voight hochkarätig besetzte Drama wurde von John Coda vertont. 
„Als ich mit der ,Reagan‘-Musik begann, war es wichtig, einen emotionalen Ton zu schaffen, der das Wesen seiner Persönlichkeit angemessen einfing und die Erzählung unterstützte, die dabei half, die Geschichte zu erzählen, ohne zu aufdringlich zu sein“, erzählt Coda. „Mein Ansatz war sehr bewusst, was die Etablierung mehrerer Themen und Leitmotive angeht. Dazu gehörten vier Hauptthemen: Reagans Americana-Thema, das im Höhepunkt seiner Rede am Brandenburger Tor (‚Tear Down This Wall‘) seine volle Entfaltung findet, das sowjetisch-russische Thema, das vom traditionellen russischen Lied der Wolgaschiffer aus dem Jahr 1866 inspiriert wurde, das Liebesthema von Ron und Nancy und das Thema ‚Rendezvous mit dem Schicksal‘, das Reagans Aufruf darstellt, die Bedrohung durch den Kommunismus sowohl weltweit als auch durch seine Infiltration Hollywoods in den 1930er und 1940er Jahren herauszufordern. Der Einsatz eines vollen Orchesters war wichtig, um die Erhabenheit und Würde einer traditionellen Hollywood-Filmmusik zu schaffen, sowie um elektronische Impulse und Texturen einzubinden und zu vermischen.“ 
In der schwedischen Serie „End of Summer“ thematisiert das Verschwinden des fünfjährigen Billy 1984 im ländlichen Südschweden. Nachdem die polizeilichen Ermittlungen ergebnislos verlaufen sind und die Familie erschüttert haben, trifft Billys Schwester Vera zwanzig Jahre später einen jungen Mann, der ihr unheimlich bekannt vorkommt... 
„Die Musik für ,End of Summer‘ wurde auf einzigartige Weise geschaffen, da sie komponiert wurde, bevor die Serie überhaupt geschnitten wurde, was für mich als Komponist unglaublich inspirierend war. Dieser Ansatz ermöglichte einen freieren kreativen Prozess, als es normalerweise bei der Filmmusik der Fall ist. Regisseur Jens Jonsson und ich ließen uns von Hitchcocks Verwendung von Filmmusik inspirieren, und der Soundtrack entwickelte einen klassischen Filmmusikton mit einem Streichquintett als Kern, während er Schichten elektronischer Atmosphäre einbezog“, erklärt Matti Bye seine Arbeit an dem Soundtrack zu „End of Summer“. 
Bram Stokers „Dracula“ (1897) hat bereits unzählige Filmemacher inspiriert. Eine der bis heute populärsten und eindringlichsten Adaptionen gelang Friedrich Wilhelm Murnau mit „Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens“ (1922), doch auch Terence Fisher, Werner Herzog und Francis Ford Coppola reihten sich später in die Riege begnadeter Regisseure ein, die dem Vampirstoff neues Leben einhauchten. 
Nun vertonte Christopher Young („Hellraiser“, „The Grudge“, „Sinister“) Murnaus Originalfilm „Nosferatu – A Symphony of Horror“ neu und spielte den Score unter Leitung von Frank Strobel mit dem Tonhalle-Orchester Zürich und dem Organisten Saya Hashino. 
„Ich liebe, was Horrorfilme mir als Komponist ermöglicht haben“, verkündete Christopher Young zu Beginn seiner Arbeit. „Wenn man sich der ‚unsichtbaren Welt‘ hingibt, der dunklen, geheimnisvollen Welt, die mit uns lebt, und versucht, sie in der Musik einzufangen, ist das so erfüllend. Ich habe so viele Horrorfilme gemacht, aber das hier ist wahrscheinlich das Größte, was ich jemals machen werde.“ 
Eine atmosphärisch dichte Neuverfilmung des Gruselklassikers hat derweil Robert Eggers („Der Leuchtturm“, „The Northman“) mit „Nosferatu – Der Untote“ vorgelegt. Der junge Thomas Hutter (Nicholas Hoult) wird von seinem Arbeitgeber auf die lange Reise nach Transsylvanien geschickt. Hier soll er zum finsteren Schloss des geheimnisvollen Grafen Orlok (Bill Skarsgard) reisen, um mit ihm zusammen den Kauf einer Immobilie abzuschließen. Doch Graf Orlok verhält sich ziemlich merkwürdig und in seinem Schloss scheint obendrauf nicht alles mit rechten Dingen zuzugehen. Irgendwann scheint für den skeptischen Thomas klar, dass der Graf kein gewöhnlicher Mensch ist, sondern vielmehr ein bedrohliches Wesen der Nacht. Graf Orlok hat es zu allem Überfluss auch noch auf Thomas' Ehefrau Ellen (Lily-Rose Depp) abgesehen und macht sich deshalb schon bald mit Sack und Pack auf, um die junge Frau endgültig in seinen teuflischen Bann zu ziehen. 
Abgerundet wird die Sendung von einigen Scores zu den obligatorischen Weihnachtsfilmen, in diesem Jahr zu „Dear Santa“, „Animal Tale of Christmas Magic, „The Nightmare Before Christmas In Wonderland“ und „That Christmas“.
01. Antonio Pinto & Gabriel Ferreira - Dietrich's Theme (Bonhoeffer - Pastor. Spy. Assassin) - 02:56 
02. Volker Bertelmann - They Are Not Like You (Dune: Prophecy - Volume 1) - 05:04 
03. Volker Bertelmann - The Concert (The Day of the Jackal) - 03:02 
04. Lorne Balfe - The Traveller (Carry-On) - 05:39 
05. Max Aruj & Steffen Thum - Sticks and Stones (Betrayal) - 03:24 
06. Harry Gregson-Williams - I'll Wait For You (Gladiator II) - 05:50 
07. John Coda - The Shining City Upon Hill (Reagan) - 04:12 
08. Martin Phipps - A Business of Codes (Black Doves) - 03:14 
09. Rob - La Sante (Une amie dévouée) - 05:17 
10. Trent Reznor & Atticus Ross - Main Title Theme [Extended] (The Franchise) - 08:30 
11. Marcel Barsotti - Equilibrium (Transformation) - 02:51
12. Atli Örvarsson - Solved the Code (SILO: Season 2) - 05:01 
13. Brian Tyler & Breton Vivian - Family Matters (Yellowstone - Season 5 Vol. 2) - 05:24 
14. Matti Bye - The Mine (End of Summer) - 02:28 
15. Dario Marianelli - El Dorado (Paddington in Peru) - 05:04 
16. Aaron Zigman - Finding Abram (The Six Triple Eight) - 04:26 
17. Alexandre Desplat - The Plantation (The Piano Lesson) - 05:30 
18. Mick Giacchino - Victor's Suite (The Penguin) - 04:19 
19. John Powell & Stephen Schwartz - Replacement Teacher (Wicked) - 03:48 
20. Rupert Gregson-Williams - Let Me Get This Straight (Dear Santa) - 03:08 
21. Pablo Pico - The Little Lynx (Animal Tale of Christmas Magic) - 02:46 
22. Guy Chambers - Queen (The Nightmare Before Christmas In Wonderland) - 03:00 
23. Gustavo Santaolalla - Páramo (Pedro Páramo) - 03:19 
24. Robin Carolan - Daybreak (Nosferatu) - 08:01 
25. Christopher Young - Dead Flowers (Nosferatu - A Symphony of Horror) - 05:27 
26. John Powell - Searching and Finding (That Christmas) - 09:28

Freitag, 1. Dezember 2023

Playlist #385 vom 03.12.2023 - ROBERT DUVALL Special

Robert Duvall zählt zu den bemerkenswertesten Schauspielern in Hollywood, obwohl er meist nur in Nebenrollen zu sehen, darunter allerdings in Klassikern wie Francis Ford Coppolas „Der Pate 1 & 2“ und „Apocalypse Now“, George Lucas‘ „THX 1138“, Robert Altmans „M*A*S*H“ oder in dem John-Wayne-Western „Der Marshal“. Obwohl er bereits seinen 90.Geburtstag feierte, steht Duvall nach wie vor der Kamera, filmte zuletzt an der Seite von Adam Sadler und Ben Foster den Sportfilm „Hustle“ und den Mystery-Krimi „Der seltsame Fall des Mr Poe“. 

Robert Selden Duvall wurde am 5. Januar 1931 als Sohn einer Amateurschauspielerin und eines Admirals der United States Navy geboren, im Glauben der Christian Science erzogen und zog mit seinem Vater von einer Militärbasis zur nächsten. So wuchs er nicht nur in einem militärischen Umfeld auf, sondern musste auch häufig die Schulen wechseln. 1953/54 leistete er nach seinem Schul-Abschluss selbst den Militärdienst in der United States Army ab und nutzte die Zeit auf der Militärbasis Camp Gordon in Georgia, um als Amateur am Theater zu spielen und anschließend in New York an der Neighborhood Playhouse School of the Theatre unter Sanford Meisner Schauspiel zu studieren, wo er Klassenkamerad von Dustin Hoffman, Gene Hackman (mit denen er später eine Wohngemeinschaft bildete) und James Caan war. 
Nachdem er in den ausgehenden 1950er Jahren in verschiedenen Theatern und am Broadway spielte, war Duvall Anfang der 1960er zunächst in Fernsehserien wie „Playhouse 90“, „Shannon klärt auf“, „Alfred Hitchcock präsentiert“ und „Gnadenlose Stadt“ zu sehen, ehe er an der Seite von Gregory Peck in Robert Mulligans „Wer die Nachtigall stört“ 1962 sein Filmdebüt feierte. 
Doch bis zum Ende des Jahrzehnts beschränkten sich seine Engagements weitestgehend auf weitere Fernsehserien wie „The Outer Limits“, „Preston & Preston“, „Auf der Flucht“ und „Time Tunnel“. Nach Nebenrollen in kleineren Filmen wie „Hetzjagd in Ketten“ (1965), „Ein Mann wird gejagt“ (1966) und „Countdown – Start zum Mond“ (1967) kam Duvalls Karriere durch Nebenrollen in bedeutenderen Filmen in Schwung. So war er neben Superstar Steve McQueen in „Bullitt“ (1968) ebenso zu sehen wie in Henry Hathaways Spät-Western „Der Marshal“ (1969), Francis Ford Coppolas Liebes-Drama „Liebe niemals einen Fremden“ (1969), Robert Altmans Militär-Satire „M*A*S*H“ (1970) und George Lucas‘ Science-Fiction-Thriller-Drama „THX 1138“ (1971), in dem er die Hauptrolle des THX verkörperte. 
Seinen internationalen Durchbruch erlebte Robert Duvall 1972 in Francis Ford Coppolas Verfilmung von Mario Puzos Roman „Der Pate“. Als Anwalt der Familie Corleone wurde er als Tom Hagen, an der Seite von Marlon Brando, Al Pacino und Robert De Niro, zum Star in Hollywood. Bevor er 1979 noch einmal für Coppola mit Marlon Brando in dem Vietnam-Drama „Apocalypse Now“ vor der Kamera stand, war Duvall 1973 in „Revolte in der Unterwelt“, in „Der Pate II“ (1974) und in dem Agenten-Thriller „Die Killer-Elite“ (1975) zu sehen. 
Für das differenzierte Portrait des Country-Sängers Max Sledge in Bruce Beresfords Drama „Comeback der Liebe“ konnte Duvall 1983 dann endlich den lang verdienten Oscar entgegennehmen, dabei sang er die Lieder, die von ihm geschrieben waren, selbst. 
Zu den wichtigsten Filmen in den folgenden Jahren zählten Ulu Grosbards Thriller „Fesseln der Macht“ (1981), dass Cop-Drama „Colors – Farben der Gewalt“ (1988) und Volker Schlöndorffs Utopie „Die Geschichte der Dienerin“ (1990). 
1993 schlüpfte Duvall in „Falling Down – Ein ganz normaler Tag“ in die Maske des kurz vor der Pensionierung stehenden Kriminalpolizisten Martin Prendergast, der einen amoklaufenden Mörder (Michael Douglas) zur Strecke bringt, dann brillierte Duvall an der Seite von Richard Harris in „Walter & Frank – Ein schräges Paar“. 
1996 präsentierte sich Duvall in dem Drama „Phenomenon – Das Unmögliche wird wahr“ als Kleinstadt-Arzt und John Travoltas väterlicher Freund, bevor er – wiederum an der Seite von John Travolta - für seine Leistung als widerlicher Anwalt Jerome Facher in dem Gerichtsdrama „Zivilprozess“ (1999) seine vorerst letzte Oscar-Nominierung erhielt. 
Danach verkörperte Duvall den legendärem General Robert Edward Lee im Sezessionskriegs-Drama „Gods and Generals“ (2003), in Kevin Costners Spätwestern „Open Range – Weites Land“ den aufrechten Cowboy Boss Spearman und in Curtis Hansons Pokerfilm „Glück im Spiel“ (2007) einen legendären Pokerspieler. 
Es folgten James Grays Krimi-Drama „We Own the Night“ (2007), die Weihnachtskomödie „Mein Schatz, unsere Familie und ich“ (2008), das von der Biografie des 2007 verstorbenen Country-Sängers Hank Thompson inspirierte Drama „Crazy Heart“ (2009) und die Adaption von Cormac McCarthys Roman „Die Straße“. 
In der Tragikomödie „Am Ende des Weges – Eine wahre Lügengeschichte“ (2009) spielte Duvall den alten Einsiedler Felix Bush, der im Angesicht des nahenden Todes mit Hilfe des örtlichen Bestatters Frank Quinn (Bill Murray) seine eigene Beerdigung plant. Duvall stand außerdem für die Literaturadaption „Sieben Tage in Utopia“ (2011) und das Drama „Jayne Mansfield‘s Car“ (2013) vor der Kamera, war in dem Action-Krimi „Jack Reacher“ (2012) als ehemaliger US-Marineoffizier Cash und in dem Justizdrama „Der Richter - Recht oder Ehre“ (2014) als der ehemalige Richter Joseph Palmer zu sehen, der an der Alzheimerkrankheit leidet sowie Hauptverdächtiger eines Tötungsdeliktes ist. 
Auch im hohen Alter war der inzwischen über 92-Jährige in der Filmszene gefragt , mit sich selbst als Protagonist inszenierte er das Drama „Wild Horses“ (2015), in der Adaption von John Steinbecks „In Dubious Battle“ (2016) mimte er den Grundbesitzer Chris Bolton und in dem Thriller „Widows – Tödliche Witwen“ (2018) übernahm er den Part des Tom Mulligan, Vater des schmierigen Politikers Jack Mulligan (Colin Farrell). 
Zuletzt war Duvall in dem komödiantischen Sport-Drama „Hustle“ und in Scott Coopers Mystery-Krimi-Drama „Der denkwürdige Fall des Mr Poe“ (beide 2022) zu sehen. Als Regisseur und Produzent trat Duvall auch hinter der Kamera in Aktion. Unter seiner Leitung entstand zunächst im Jahr 1975 der Dokumentarfilm „We are not the Jet Set“, der die Geschichte einer Rodeo-Familie erzählte. 1982 zeigte er sich verantwortlich für den Spielfilm „Angelo My Love“, im Jahr 1997 für das Drama „Apostel!“, bei dem Duvall das Drehbuch schrieb, Regie führte und die Hauptrolle verkörperte. So verhielt es sich auch bei den beiden Krimi-Dramen „Killing Moves“ (2002) und „Wild Horses“ (2015). 

Filmographie:
1956: Die Hölle ist in mir (Somebody Up There Likes Me) 
1959–1960: Armstrong Circle Theatre (Fernsehserie, zwei Folgen) 
1960: Playhouse 90 (Fernsehserie, Folge 4x08 John Brown’s Raid) 
1960: The Robert Herridge Theater (Fernsehserie, Folge An Early Morning of a Bartender’s Waltz) 1961: Great Ghost Tales (Fernsehserie, Folge 1x01 William Wilson) 
1961: Cain’s Hundred (Fernsehserie, Folge 1x06 King of the Mountain) 
1961: Shannon klärt auf (Shannon, Fernsehserie, Folge 1x10 The Big Fish) 
1961–1962: Gnadenlose Stadt (Naked City, Fernsehserie, vier Folgen) 
1961–1963: Route 66 (Fernsehserie, drei Folgen) 
1961–1965: Preston & Preston (The Defenders, Fernsehserie, drei Folgen) 
1962: Alfred Hitchcock präsentiert (Alfred Hitchcock Presents, Fernsehserie, Folge 7x14 Bad Actor) 
1962: Wer die Nachtigall stört (To Kill A Mockingbird) 
1963: Die Unbestechlichen (The Untouchables, Fernsehserie, Folge 4x17 Blues for a Gone Goose) 
1963: Twilight Zone (The Twilight Zone, Fernsehserie, Folge 4x08 Miniature) 
1963: Die Leute von der Shiloh Ranch (The Virginian, Fernsehserie, Folge 1x24 The Golden Door) 1963: Stoney Burke (Fernsehserie, Folge 1x23 Joby) 
1963: Arrest and Trial (Fernsehserie, Folge 1x10 The Quality of Justice) 
1963: Captain Newman (Captain Newman, M.D.) 
1963–1965: Auf der Flucht (The Fugitive, Fernsehserie, drei Folgen) 
1964: The Lieutenant (Fernsehserie, Folge 1x25 Man with an Edge) 
1964: Stunde der Entscheidung (Kraft Suspense Theatre, Fernsehserie, Folge 1x22 Portrait of an Unknown Man) 
1964: The Outer Limits (The Outer Limits, Fernsehserie, drei Folgen) 
1965: Die Seaview – In geheimer Mission (Voyage to the Bottom of the Sea, Fernsehserie, Folge 1x20 The Invaders) 
1965: Hetzjagd in Ketten (Nightmare in the Sun) 
1965–1967: Combat! (Fernsehserie, drei Folgen) 
1965–1969: FBI (The F.B.I., Fernsehserie, fünf Folgen) 
1966: Ein Mann wird gejagt (The Chase) 
1966: Bob Hope Presents the Chrysler Theatre (Fernsehserie, Folge 3x15 Guilty or Not Guilty) 
1966: Hawk (Fernsehserie, Folge 1x06 The Theory of the Innocent Bystander) 
1966: Gefährlicher Alltag (Felony Squad, Fernsehserie, Folge 1x08 Death of a Dream) 
1966: Shane (Fernsehserie, Folge 1x09 Poor Tom’s A–Cold) 
1966: Fame Is the Name of the Game (Fernsehfilm) 
1966–1967: T.H.E. Cat – Artist und Detektiv (T.H.E. Cat, Fernsehserie, zwei Folgen) 
1967: Time Tunnel (The Time Tunnel, Fernsehserie, Folge 1x24 Chase Through Time) 
1967: Countdown: Start zum Mond (Countdown) 
1967: Cosa Nostra – Erzfeind des FBI (Cosa Nostra, Arch Enemy of the FBI, Fernsehfilm) 
1967: Der Marshall von Cimarron (Cimarron Strip, Fernsehserie, Folge 1x08 The Roarer) 
1967: Verrückter wilder Westen (The Wild Wild West, Fernsehserie, Folge 3x10 The Night of the Falcon) 
1968: Flesh and Blood (Fernsehfilm) 
1968: Wettlauf mit dem Tod (Run for Your Life, Fernsehserie, Folge 3x19 The Killing Scene) 
1968: Judd for the Defense (Fernsehserie, Folge 1x24 Square House) 
1968: Der Detektiv (The Detective) 
1968: CBS Playhouse (Fernsehreihe, Folge 2x01 The People Next Door) 
1968: Bullitt 1969: Twen–Police (The Mod Squad, Fernsehserie, Folge 1x23 Keep the Faith, Baby) 1969: Liebe niemals einen Fremden (The Rain People) 
1969: Der Marshal (True Grit) 
1970: M*A*S*H 
1970: The Revolutionary 
1971: THX 1138 
1971: Lawman 
1972: Der Pate (The Godfather) 
1972: Heute und morgen und in alle Ewigkeit (Tomorrow) 
1972: Der große Minnesota–Überfall (The Great Northfield Minnesota Raid) 
1972: Sinola (Joe Kidd) 
1973: Diamantenlady (Lady Ice) 
1973: Wie ein Panther in der Nacht (Badge 373) 
1973: Revolte in der Unterwelt (The Outfit) 
1974: Der Dialog (The Conversation) 
1974: Der Pate – Teil II (The Godfather: Part II) 
1975: Die Killer-Elite (The Killer Elite) 
1975: Der Mann ohne Nerven (Breakout) 
1976: Der Adler ist gelandet (The Eagle Has Landed) 
1976: Network 
1976: Kein Koks für Sherlock Holmes (The Seven-Per-Cent Solution) 
1977: Ich bin der Größte (The Greatest) 
1977: Der Pate: Die Saga (The Godfather: A Novel for Television, Fernsehvierteiler, alle Folgen) 
1978: Der Clan (The Betsy) 
1978: Die Körperfresser kommen (Invasion of the Body Snatchers) 
1979: Ike (Fernsehdreiteiler, alle Folgen) 
1979: Der große Santini (The Great Santini) 
1979: Apocalypse Now 
1980: Ike: The War Years (Fernsehfilm) 
1981: Fesseln der Macht (True Confessions) 
1981: Die Jagd (The Pursuit of D.B. Cooper) 
1983: Comeback der Liebe (Tender Mercies) 
1983: Marathon der Hoffnung (The Terry Fox Story, Fernsehfilm) 
1984: The Stone Boy 
1984: Der Unbeugsame (The Natural) 
1985: Das Feuerschiff (The Lightship) 
1986: Waylon Jennings: America (Kurzfilm) 
1986: Belizaire – Der Cajun (Belizaire the Cajun) 
1986: Holt Harry raus! (Let’s Get Harry) 
1987: Killer Connection (Hotel Colonial) 
1988: Colors – Farben der Gewalt (Colors) 
1989: Weg in die Wildnis (Lonesome Dove, vierteilige Fernsehserie) 
1990: Die Geschichte der Dienerin (The Handmaid’s Tale) 
1990: Die Stärke der Macht (A Show of Force) 
1990: Tage des Donners (Days of Thunder) 
1991: Die Lust der schönen Rose (Rambling Rose) 
1991: Verdammte des Südens (Convicts) 
1992: Die Zeitungsjungen (Newsies) 
1992: Die Pest (La Peste) 
1992: Stalin (Fernsehfilm) 
1993: Walter & Frank – Ein schräges Paar (Wrestling Ernest Hemingway) 
1993: Falling Down – Ein ganz normaler Tag (Falling Down) 
1993: Geronimo – Eine Legende (Geronimo: An American Legend) 
1994: Schlagzeilen (The Paper) 
1995: Power of Love (Something to Talk About) 
1995: Der wunderliche Mr. Cox (The Stars Fell on Henrietta) 
1995: Der scharlachrote Buchstabe (The Scarlet Letter) 
1996: A Family Thing – Brüder wider Willen (A Family Thing) 
1996: Phenomenon – Das Unmögliche wird wahr (Phenomenon) 
1996: Sling Blade – Auf Messers Schneide (Sling Blade) 
1996: Der Mann, der Eichmann jagte (The Man Who Captured Eichmann, Fernsehfilm) 
1997: Apostel! (The Apostle, auch Regie) 
1998: Gingerbread Man (The Gingerbread Man) 
1998: Saturday Night Live (Fernsehserie, Folge 23x14 Garth Brooks) 
1998: Deep Impact 
1998: Zivilprozess (A Civil Action) 
2000: Nur noch 60 Sekunden (Gone in Sixty Seconds) 
2000: Shot at Glory – Das Spiel ihres Lebens (A Shot at Glory) 
2000: The 6th Day 
2002: Killing Moves (Assassination Tango, auch Regie) 
2002: John Q – Verzweifelte Wut (John Q) 
2003: Löwen aus zweiter Hand (Secondhand Lions) 
2003: Gods and Generals 
2003: Open Range – Weites Land (Open Range) 
2005: The American Experience (Fernsehserie, Folge 17x10 The Carter Family: Will the Circle Be Unbroken) 
2005: Thank You for Smoking 
2005: Fußballfieber – Elfmeter für Daddy (Kicking & Screaming) 
2006: Broken Trail (Fernsehzweiteiler, zwei Folgen) 
2007: Glück im Spiel (Lucky You) 
2007: Helden der Nacht – We Own the Night (We Own the Night) 
2008: Mein Schatz, unsere Familie und ich (Four Christmases) 
2009: The Road 
2009: Am Ende des Weges – Eine wahre Lügengeschichte (Get Low) 
2009: Crazy Heart 
2011: Sieben Tage in Utopia (Seven Days in Utopia) 
2012: Jayne Mansfield’s Car 
2012: Hemingway & Gellhorn (Fernsehfilm) 
2012: Jack Reacher 
2013: A Night in Old Mexico (Una noche en el viejo México) 
2014: Der Richter – Recht oder Ehre (The Judge) 
2015: Wild Horses (auch Regie) 
2016: Stürmische Ernte – In Dubious Battle (In Dubious Battle) 
2018: Widows – Tödliche Witwen (Widows) 
2021: 12 Mighty Orphans 2022: Hustle (Hustle) 
2022: Der denkwürdige Fall des Mr Poe (The Pale Blue Eye) 

Playlist:

1. Jan A.P. Kaczamarek - The Mystery Of Felix (Get Low) - 04:26 
2. Elmer Bernstein - Main Title (To Kill A Mockingbird) - 03:22 
3. Jerry Fielding - Titles (Lawman) - 04:41 
4. Nino Rota - End Credits (The Godfather) - 03:26 
5. Danny Elfman - The River (A Civil Action) - 03:08 
6. John Barry - Arrival / Search For Home (The Scarlet Letter) - 06:17 
7. Georges Delerue - End Credits (True Confessions) - 03:56 
8. Ry Cooder - Wayfaring Stranger (Geronimo) - 03:09 
9. Elmer Bernstein - Confession (The Great Santini) - 02:28 
10. Elmer Bernstein - Rose And Buddy (Rambling Rose) - 04:26 
11. Randy Newman - Prologue 1915-1923 (The Natural) - 05:21 
12. Randy Newman - Clocks (The Paper) - 03:12 
13. Mark Knopfler - The New Laird (A Shot At Glory) - 04:14 
14. James Newton Howard - MacArthur Park (Falling Down) - 02:50 
15. Aaron Zigman - Operation (John Q) - 04:08 
16. James Horner - A Distant Discovery (Deep Impact) - 03:58 
17. Thomas Newman - The Rest Of Us (Phenomenon) - 02:53 
18. Thomas Newman - Missing Time (The Judge) - 05:06 
19. Nick Cave & Warren Ellis - The Beach (The Road) - 03:51 
20. Christopher Young - Left Pocket Money (Lucky You) - 04:00 
21. Rolfe Kent - Donate It & Sex Back In Cigarettes (Thank You For Smoking) - 03:02 
22. Wojciech Kilar - End Credits (We Own The Night) - 02:58 
23. Klaus Badelt & Christopher Carmichael - Leaving Utopia (Seven Days In Utopia) - 02:37 
24. Volker Bertelmann - Go Get Doc (In Dubious Battle) - 06:09 
25. Michael Kamen - Proposal (Open Range) - 03:32 
26. Timothy Williams - Memories (Wild Horses) - 02:13 
27. Mark Orton - Red Herring / Still Running (12 Mighty Orphans) - 02:37 
28. Hans Zimmer - Marcus (Widows) - 03:25 
29. Howard Shore - Tightening the Noose (The Pale Blue Eye) - 07:06 
30. Joe Kraemer - Finale & End Credits (Jack Reacher) - 07:26

Montag, 1. Mai 2023

Playlist #370 vom 07.05.2023 - JOHN CUSACK Special

Vom Teenager-Idol zum vielseitigen Hollywood-Star: John Cusack zählt zu den wenigen Darstellern in Hollywood, die den schwierigen Spagat von einem einnehmenden Teenager-Star in den 1980er Jahren zum vielgefragten, wandlungsfähigen Charakter-Darsteller gemeistert haben, der in Action-Blockbustern eine ebenso überzeugende Figur machte wie in romantischen Komödien, Dramen und Horror-Thrillern. Nach überaus erfolgreichen Filmen in den 1990er Jahren mit Hauptrollen in so unterschiedlichen Filmen wie Harold Beckers Neo-Noir „City Hall“, Simon Wests Action-Kracher „Con Air“, Clint Eastwoods Krimi-Drama „Mitternacht im Garten von Gut und Böse“, George Armitages Krimi-Komödie „Ein Mann, ein Mord“ und Terrence Malicks Antikriegs-Drama „Der schmale Grat“ folgten in den 2000er Jahren zwar noch einige Highlights wie Stephen Frears‘ „High Fidelity“ und James Mangolds Mystery-Thriller „Identität“, doch häuften sich bereits Engagements in billig produzierten Thrillern wie „The Ice Harvest“, „The Factory“, „Numbers Station“ und „Drive Hard“. 
Der am 28. Juni 1966 in Evanston, Illinois, geborene John Paul Cusack wuchs in einer Schauspieler-Familie auf. Ebenso wie sein Vater, Drehbuchautor, Schauspieler, Produzent und Dokumentarfilmer Richard J. „Dick“ Cusack (1925-2003), schlugen neben John auch seine Geschwister Ann und Joan eine Schauspielkarriere ein, ohne jedoch den Erfolg von John Cusack zu haben. Bereits im Grundschulalter besuchte Cusack den Piven Theatre Workshop in Chicago, den die Eltern seines Freundes Jeremy Piven gegründet hatten, und stand für Werbespots vor der Kamera. Nach seinem Abschluss an der Evanston Township High School im Jahr 1984 verbrachte Cusack ein Jahr an der New York University, bevor er lieber vor der Kamera stehen wollte. 
Mit Auftritten in den Coming-of-Age Comedy-Dramen „Class“ (1983), „Der Volltreffer“ (1985), „Lanny dreht auf“ (1985), „Ein ganz verrückter Sommer“ (1986) und „Teen Lover“ (1989) avancierte Cusack zunächst zum Teenie-Idol und machte dann in Independent-Produktionen wie Stephen Frears‘ Neo-Noir „Grifters“ (1990), Roland Joffés biografischen Drama „Der Schattenmacher“ (1989), Herbert Ross‘ Drama „Der Preis der Macht“ und den Woody-Allen-Filmen „Schatten und Nebel“ (1991) und „Bullets Over Broadway“ (1994) auf sich aufmerksam. 
Seinen Durchbruch feierte Cusack mit der Hauptrolle in der Krimi-Komödie „Ein Mann, ein Mord“ (1997), worauf weitere eindrucksvolle Hauptrollen in so unterschiedlichen Filmen wie Clint Eastwoods Südstaaten-Krimi-Drama „Mitternacht im Garten von Gut und Böse“ (1997), Simon Wests Action-Blockbuster „Con Air“ (1997), Terrence Malicks Antikriegs-Epos „Der schmale Grat“ (1998), Spike Jonzes psychologischen Drama „Being John Malkovich“ (1999) und den romantischen Komödien „High Fidelity“ (2000), „America’s Sweethearts“ (2001), „Weil es dich gibt“ (2001) und „Frau mit Hund sucht … Mann mit Herz“ (2005) folgten. 
In der John-Grisham-Verfilmung „Das Urteil“ (2003) spielte er neben Rachel Weisz, Dustin Hoffman und Gene Hackman. 2007 sah man ihn in Mikael Håfströms erfolgreichen Horrorthriller „Zimmer 1408“ nach einer Kurzgeschichte von Stephen King, 2009 in Roland Emmerichs Katastrophenfilm „2012“. 
Cusack tritt inzwischen häufig als jugendlich wirkender beziehungsweise alternder Anti-Held auf und hat ein breites Repertoire an unterschiedlichen Charakteren gespielt. Häufig arbeitet er in Filmen zusammen mit seinen Verwandten (insbesondere Joan Cusack, mit der er bislang in acht Filmen vor die Kamera trat), genauso wie mit seinem „Sandkasten“-Freund Piven. 
Zusammen mit seinem guten Freund Tim Robbins hat er bereits in sechs Filmen gespielt. Er selbst behauptet, mit seinen bisherigen Projekten zufrieden gewesen zu sein. Die ultimative Rolle habe er aber bislang noch nicht spielen können. 2014 verkörperte Cusack den Beach-Boys-Sänger und Songwriter Brian Wilson in dessen mittleren Lebensjahren in der Film-Biografie „Love & Mercy“. 
In den letzten Jahren war Cusack vermehrt in Filmen zu sehen, die direkt für den Video-Markt produziert wurden, darunter einige Actionproduktionen wie „The Factory“, „Numbers Station“, „The Frozen Ground“, „Grand Piano“ (alle 2013), „Drive Hard“, „The Prince“, „Reclaim“ (alle 2014), die Stephen-King-Verfilmung „Puls“ (2016), „Arsenal“, „Blood Money“ und „Singularity“ (alle 2017). 
Seit 1997 betätigt sich Cusack auch als Produzent und Drehbuchautor. So wirkte er hinter der Kamera unter anderem an der Entstehung von „Ein Mann, ein Mord“, „High Fidelity“, „War Inc. – Sie bestellen Krieg: Wir liefern“ und „Puls“ mit. Zuletzt war Cusack in Ivan Kavanaghs Western-Drama „Never Grow Old“ (2019), in Gillian Flynns Mystery-Serie „Utopia“ (2020) und in dem Action-Horror „Pursuit“ (2022) zu sehen. 

Filmographie:

1983: Class 
1984: Das darf man nur als Erwachsener (Sixteen Candles) 
1984: Speedway Trio (Grandview, U.S.A.) 
1985: Der Volltreffer (The Sure Thing) 
1985: Lanny dreht auf (Better Off Dead…) 
1985: Die Abenteuer der Natty Gann (The Journey of Natty Gann) 
1986: Stand by Me – Das Geheimnis eines Sommers (Stand by Me) 
1986: Ein ganz verrückter Sommer (One Crazy Summer) 
1987: Mr. Alligator … See You Later (Hot Pursuit) 
1987: Nachrichtenfieber – Broadcast News (Broadcast News) 
1988: Acht Mann und ein Skandal (Eight Men Out) 
1988: Tapeheads – Verrückt auf Video (Tapeheads) 
1989: Elvis Stories (Kurzfilm) 
1989: Teen Lover (Say Anything…) 
1989: Die Schattenmacher (Fat Man and Little Boy) 
1990: Grifters (The Grifters)
1991: Der Preis der Macht (True Colors) 
1991: Schatten und Nebel (Shadows and Fog) 
1992: Asphalt-Propheten (Roadside Prophets) 
1992: Bob Roberts 
1992: Flucht aus dem Eis (Map of the Human Heart) 
1993: Der Preis für eine Million (Money for Nothing) 
1994: Haltlos (Floundering) 
1994: Bullets Over Broadway 
1994: Willkommen in Wellville (The Road to Wellville) 
1996: City Hall 
1997: Con Air 
1997: Mitternacht im Garten von Gut und Böse (Midnight in the Garden of Good and Evil) 
1997: Ein Mann – ein Mord (Grosse Pointe Blank) 
1997: Anastasia (Stimme von Dmitri) 
1998: Chicago Cab 
1998: This Is My Father 
1998: Der schmale Grat (The Thin Red Line) 
1999: Reiter auf verbrannter Erde (The Jack Bull, Fernsehfilm) 
1999: Turbulenzen – und andere Katastrophen (Pushing Tin) 
1999: Das schwankende Schiff (Cradle Will Rock) 
1999: Being John Malkovich 
2000: High Fidelity 
2001: America’s Sweethearts 
2001: Weil es Dich gibt (Serendipity) 
2002: Max 
2003: Identität (Identity) 
2003: Das Urteil – Jeder ist käuflich (Runaway Jury) 
2005: Frau mit Hund sucht … Mann mit Herz (Must Love Dogs) 
2005: The Ice Harvest 
2006: The Contract 
2007: Die Zeit ohne Grace (Grace Is Gone) 
2007: Zimmer 1408 (1408) 
2007: Joe Strummer: The Future Is Unwritten 
2007: Mein Kind vom Mars (Martian Child) 
2008: War Inc. – Sie bestellen Krieg: Wir liefern (War, Inc.) 
2008: Igor 
2009: 2012 
2010: Shanghai 
2010: Hot Tub – Der Whirlpool … ist ’ne verdammte Zeitmaschine! (Hot Tub Time Machine) 
2011: The Factory 
2012: The Raven – Prophet des Teufels (The Raven) 
2012: The Paperboy 
2013: Numbers Station (The Numbers Station) 
2013: Adult World 
2013: Frozen Ground (The Frozen Ground) 
2013: Der Butler (The Butler) 
2013: Grand Piano – Symphonie der Angst (Grand Piano) 
2014: Motel Room 13 (The Bag Man) 
2014: Maps to the Stars 
2014: The Prince – Only God Forgives (The Prince) 
2014: Drive Hard 
2014: Love & Mercy 
2014: Reclaim – Auf eigenes Risiko (Reclaim) 
2015: Dragon Blade 
2015: Chi-Raq 
2016: Puls (Cell) 
2017: Arsenal 
2017: Blood Money 
2017: Singularity 
2018: Distorted 
2018: River Runs Red 
2019: Never Grow Old 
2020: Utopia (Serie) 
2022: Pursuit 

Playlist:

1. Elmer Bernstein - The City (The Grifters) - 03:36 
2. Rupert Hine - Better Off Dub (Better Off Dead) - 03:49 
3. James Horner - First Love (The Journey of Natty Gann) - 03:31 
4. Jack Nitzsche - Suite (Stand By Me) - 03:38 
5. Bill Conti - Italian Embassy [alternate] (Broadcast News) - 02:46 
6. Ennio Morricone - Above the Clouds (Fat Man And Little Boy) - 06:02 
7. Gabriel Yared - Like a Bird on the Way to Montreal (Map of the Human Heart) - 03:43 
8. Hans Zimmer - Light (The Thin Red Line) - 07:22 
9. Jerry Goldsmith - Count It On (City Hall) - 04:51 
10. Trevor Rabin, Mark Mancina & Paul Linford - Overture (Con Air) - 04:19 
11. Anne Dudley - A Restless Heart (Pushing Tin) - 03:21 
12. Carter Burwell - Craig Plots (Being John Malkovich) - 03:41 
13. James Newton Howard - Kiki and Eddie in Bed (America's Sweethearts) - 03:07 
14. Alan Silverstri - The Obituary (Serendipity) - 03:11 
15. Paul Leonard-Morgan - Reflections (The Numbers Station) - 03:12 
16. Alan Silverstri - Prologue (Identity) - 03:00 
17. Jerry Goldsmith - Take a Vacation (City Hall) - 03:35 
18. Christopher Young - Runaway Jury (Runaway Jury) - 05:38 
19. Craig Armstrong - Sarah Races Fior Jake (Must Love Dogs) - 04:58 
20. David Kitay - Money (The Ice Harvest) - 01:48 
21. Aaron Zigman - At the Park (Martian Child) - 03:12 
22. Atticus Ross - Believe (Love & Mercy) - 04:40 
23. Klaus Badelt - Opium House (Shanghai) - 02:14 
24. Rachel Portman - Wellville (The Road to Wellville) - 03:03 
25. Howard Shore - I Write Your Name (Maps to the Stars) - 03:48 
26. Howard Shore - End Credits (High Fidelity) - 02:00 
27. Clint Eastwood - Stanley's Lost (Grace Is Gone) - 03:26 
28. Lucas Vidal - Poe On Bench (The Raven) - 01:52 
29. Lorne Balfe - Leaving (The Frozen Ground) - 03:21 
30. Inon Zur - Captured (Reclaim) - 03:31 
31. Harald Kloser & Thomas Wander - Great Kid (2012) - 02:18 
32. Gabriel Yared - Olin in the Minibar (1408) - 05:51

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