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Sonntag, 15. Februar 2026

Playlist #443 vom 22.02.2026 - MICHELLE YEOH Special

Das chinesische Publikum hatte Michelle Yeoh bereits Mitte der 1990er Jahre mit Hauptrollen in Filmen wie „In the Line of Duty – Ultra Force 2“, „Police Story 3“ und „Wing Chun“ erobert. Seit ihrem bemerkenswerten Auftritt als chinesische Agentin in „James Bond 007 – Der Morgen stirbt nie“ (1997) ist sie auch den internationalen Kinogängern ein Begriff und begeisterte weltweit ihr Publikum mit Auftritten in „Tiger and Dragon“ (2000), „Die Geisha“ (2005), „Die Mumie: Das Grabmal des Drachenkaisers“ (2008) und „The Lady“ (2011). Nachdem sie 2022 als erste Schauspielerin asiatischer Abstammung mit dem Oscar für die beste Hauptrolle in „Everything Everywhere All at Once“ ausgezeichnet wurde, erhielt sie kürzlich bei der 76. Berlinale den Goldenen Ehrenbären für ihr Lebenswerk. Grund genug, ihre Arbeit in der folgenden Sendung mit Musik von Komponisten wie John Williams, David Arnold, Tan Dun, Eric Serra, Jeff Russo, Shigeru Umebayashi, Mark Isham u.v.a. zu würdigen.
Michelle Yeoh wurde am 6. August 1962 im malaysischen Ipoh als Tochter von Nachkommen chinesischer Einwanderer geboren. Bereits in frühen Jahren betrieb sie etliche Sportarten wie Schwimmen, Tauchen und Squash, erhielt ab ihrem vierten Lebensjahr Ballettunterricht, später auch in Klavier und Kalligrafie. Nachdem sie im Alter von 15 Jahren ein Internat in England besuchte hatte, studierte sie an der London Royal Academy of Dance im Hauptfach Ballett, doch musste sie eine angestrebte Ballettkarriere nach einem schweren Sturz mit einer Verletzung an der Wirbelsäule aufgeben. Stattdessen erwarb sie 1982 einen Bachelor in „Creative Arts“ mit dem Nebenfach Schauspiel. Während Yeoh eigentlich ihre Ausbildung in England fortsetzen wollte, meldete ihre Mutter sie ohne ihr Wissen bei einem Schönheitswettbewerb an, worauf sie zur Miss Malaysia 1983 gewählt wurde. In dieser Funktion diente sie als auch als Goodwill-Botschafterin für ihr Land und lernte dabei in Hongkong den Geschäftsmann Dickson Poon kennen, der sie für zwei Werbespots engagierte, wo sie zusammen mit Chow Yun-fat und Jackie Chan auftrat.
Poon engagierte sie im Jahr 1984 für eine Rolle in Sammo Hungs Actionkomödie „The Owl vs. Dumbo“, der von D&B Films, dem kürzlich gegründeten Filmstudio von Poon, produziert wurde. Hier hatte sie noch eine typische Frauenrolle ohne Action. Allerdings wünschte sie sich bereits zu dieser Zeit Rollen mit Action-Szenen zu spielen, wie Sammo Hung in diesem Film, womit sich D&B Films einverstanden erklärte. Als Vorbereitung auf den nächsten Film trainierte Yeoh intensiv Kung Fu. Im Jahr 1985 trat sie in einer Cameo-Rolle in Jackie Chans und Sammo Hungs Actionkomödie „Tokyo Powerman“ auf, in der sie ihren ersten Kampf vor der Kamera hatte.
In „Ultra Force 2“ (1985) hatte Yeoh zusammen mit Cynthia Rothrock ihren ersten großen Auftritt. Sie spielte eine furchtlose Polizistin und drehte zahlreiche Stunts. Der Film beeinflusste nicht nur das Geschlechterverhältnis in Hongkong, sondern machte Yeoh auf einen Schlag bekannt und begründete sowohl das „Girls With Guns“-Genre als auch die Filmreihe „In the Line of Duty“, sodass in Hongkong nach einem ähnlichen Handlungsmuster mehr als 100 weitere Polizeifilme mit Frauen in den Hauptrollen entstanden.
In „Magnificent Warriors“ (1987) spielte Yeoh eine Pilotin, die zur Zeit der japanischen Besetzung Chinas Waffen über die Frontlinien schmuggelt und die Widerstandsbewegung gegen die Japaner unterstützt. Aufgrund von Verletzungen verzichtete sie im folgenden Film „Easy Money“ (1987) in ihrer Rolle auf Actionelemente. Im Jahr 1988 heiratete Yeoh den Produzenten und Multimillionär Poon und gab auf sein Drängen hin ihre Filmkarriere auf, die sie nach der Scheidung im Jahr 1992 aber wieder mit einem gelungenen Comeback in „Police Story 3“ fortsetzte.
In den folgenden Jahren trat sie in einer Vielzahl von Wuxia-Filmen auf, darunter „The Heroic Trio“ (1993), „Executioners“ (1994), „Butterfly & Sword“, „Wing Chun“ und zusammen mit Jet Li in „Tai Chi Master“. Des Weiteren spielte sie in den Action-Filmen „Holy Weapon“, „Wonder Seven“, „Ah Kam“ und „Project S“ mit, außerdem in dem Drama „The Soong Sisters“.
Im Jahr 1997 spielte Yeoh den chinesischen Oberst Wai Lin im Film „James Bond 007 – Der Morgen stirbt nie“ neben Pierce Brosnan. Yeoh gilt damit als das kampfstärkste und aktivste Bondgirl, das jemals in der Serie um den britischen Geheimagenten auftrat. Sie trug damit erheblich zur Modernisierung von James Bond bei, der in den 1980er Jahren unter anderem wegen seines Sexismus kritisiert wurde. Der internationale Durchbruch blieb jedoch zunächst aus, Yeoh bekam wider Erwarten trotz des Auftritts als Bondgirl keine Filmangebote aus Hollywood.
Erst im Jahr 2000 gelang ihr mit ihrer Darstellung der Schwertkämpferin Yu Shu Lien in Ang Lees Wuxia-Film „Tiger and Dragon“ ein erneuter internationaler Erfolg.
Im Jahr 2005 war Yeoh in der von Steven Spielberg produzierten Romanverfilmung „Die Geisha“ in der Rolle der prominenten Geisha Mameha zu sehen. Der Film löste sowohl im chinesischen als auch im japanischen Raum Kontroversen fast bis zum Skandal aus, da sämtliche japanischen Hauptcharaktere von chinesischen Schauspielerinnen (Michelle Yeoh, Gong Li, Zhang Ziyi) dargestellt wurden.
In Luc Bessons Filmbiographie „The Lady“ (2011) verkörperte Yeoh die Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi. Der Film feierte am 12. September 2011 auf dem Toronto International Film Festival seine Premiere. Im Zusammenhang mit diesem Film konnte sie die von ihr porträtierte Aung San Suu Kyi einmal besuchen, aber ein zweiter Besuch in Myanmar wurde ihr verweigert. Die Schauspielerin wurde im Flughafen von Rangun an der Einreise gehindert und umgehend ausgewiesen.
Sie trat weiterhin in Hongkong und dem chinesischen Kino auf und spielte in „True Legend“ und „Reign of Assassins“ (beide 2010), „Crouching Tiger, Hidden Dragon: Sword of Destiny (2016) und „Master Z: Ip Man Legacy“ (2018).
Yeoh spielte Nebenrollen in den romantischen Komödien „Crazy Rich Asians“ (2018) und „Last Christmas“ (2019) sowie in dem Marvel Cinematic Universe-Film „Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings“ (2021) und der Fernsehserie „Star Trek: Discovery“ (2017–2020). Ihre stimmschauspielerische Arbeit umfasste „Kung Fu Panda 2“ (2011), „Minions: The Rise of Gru“ und „Paws of Fury: The Legend of Hank“ (beide 2022), „Transformers: Rise of the Beasts“ (2023) und „The Tiger's Apprentice“ (2024)
Im Jahr 2023 gewann sie für ihre Hauptrolle der Evelyn Wang in dem Fantasy-Abenteuerfilm „Everything Everywhere All at Once“ einen Golden Globe Award sowie einen Oscar.
Yeoh war 2023 in der Disney+-Serie „American Born Chinese“ zu sehen, die auf dem gleichnamigen Buch von Gene Luen Yang basiert. Sie spielte als psychisches Medium neben Kenneth Branagh in dessen „A Haunting in Venice“ (2023). Im selben Jahr wurde Yeoh Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees und hielt eine Rede an die Klasse 2023 der Harvard Law School.
Im Januar 2024 war Yeoh in der achtteiligen Netflix-Action-Comedy-Serie „The Brothers Sun“ zu sehen. Sie spielt seitdem als Madame Morrible in der zweiteiligen Verfilmung des Musicals „Wicked“ unter der Regie von Jon M. Chu. Im Jahr 2025 schloss sich Yeoh der englischsprachigen Besetzung des animierten chinesischen Blockbusters Ne Zha 2“ an und sprach eine Hauptfigur in der Version von A24 und CMC Pictures.
Im Mai 2024 wurde Yeoh in einer Hauptrolle als Replikant neben Hunter Schafer in der Amazon Science-Fiction-Fernsehserie Blade Runner 2099“ besetzt. Sie wird auch als Humanwissenschaftlerin Dr. Karina Mogue in „Avatar 4“ und „Avatar 5“ zu sehen sein. Im November 2025 gaben die Internationalen Filmfestspiele Berlin bekannt, dass sie Yeoh 2026 den Goldenen Ehrenbären in Anerkennung ihrer herausragenden Leistungen in Film und Kino verleihen werden.

Filmografie:

1984: The Owl vs. Dumbo (Mao tou ying yu xiao fei xiang)
1985: Tokyo Powerman
1985: Powerman 2 (Xia ri fu xing)
1985: In the Line of Duty – Ultra Force 2 (Yes, Madam, Police Assassins 2)
1986: In the Line of Duty – Ultra Force (Royal Warriors, Police Assassins)
1987: Easy Money (Tong tian da dao)
1987: Dynamite Fighters (Zungwaa Zinsi, international auch Magnificent Warriors)
1992: Police Story 3 (Gingchaat goosi III: Chiukup gingchaat)
1993: The Heroic Trio (Dung fong sam hap)
1993: Butterfly & Sword
1993: Project S
1993: Wuxia qi gongzhu (Holy Weapon)
1993: Executioners
1993: Tai Chi
1994: Wing Chun – Gefährlich wie eine Pantherkatze (Wing Chun)
1994: Phantom Seven (Wonder Seven)
1996: Ah Kam
1997: The Soong Sisters (Song jia huang chao)
1997: James Bond 007 – Der Morgen stirbt nie (Tomorrow Never Dies)
1999: Sing yuet tung wa
2000: Tiger and Dragon (Wohu canglong)
2002: The Touch
2004: Silver Hawk
2005: Die Geisha (Memoirs of a Geisha)
2006: Fearless
2007: Sunshine
2007: Far North
2008: Die Mumie: Das Grabmal des Drachenkaisers (The Mummy: Tomb of the Dragon Emperor)
2008: Babylon A.D.
2008: Die Kinder der Seidenstraße (The Children of Huang Shi)
2010: True Legend (Su Qi’er)
2010: Dark Stone – Reign of Assassins (Jianyu)
2010: Rose wie Paris (Rose, c'est Paris, Fernsehfilm)
2010: The Karate Kid (Cameo)
2011: The Lady
2011: Kung Fu Panda 2 (Stimme)
2013: Final Recipe
2015: Strike Back (Fernsehserie, 9 Folgen)
2015: Marco Polo: One Hundred Years (Fernsehfilm)
2016: Mechanic: Resurrection
2016: Das Morgan Projekt (Morgan)
2016: Marco Polo (Fernsehserie, 7 Folgen)
2016: Crouching Tiger, Hidden Dragon: Sword of Destiny
2017: Guardians of the Galaxy Vol. 2
2017–2020: Star Trek: Discovery (Fernsehserie, 25 Folgen)
2018: Crazy Rich (Crazy Rich Asians)
2018: Star Trek: Short Treks (Fernsehserie, 1 Folge)
2018: Master Z: The Ip Man Legacy
2019: Last Christmas
2020: Boss Level
2021: Gunpowder Milkshake
2021: Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings
2022: Everything Everywhere All at Once
2022: Minions – Auf der Suche nach dem Mini-Boss (Minions: The Rise of Gru, Stimme)
2022: Paws of Fury: The Legend of Hank (Stimme)
2022: The School for Good and Evil
2022: The Witcher: Blood Origin (Miniserie)
2023: American Born Chinese (Fernsehserie, 8 Folgen)
2023: Transformers: Aufstieg der Bestien (Transformers: Rise of the Beasts, Stimme)
2023: A Haunting in Venice
2024: The Brothers Sun (Fernsehserie, 8 Folgen)
2024: Wicked
2024: The Tiger's Apprentice
2025: Star Trek: Sektion 31
2024-2025: Ark: The Animated Series (Fernsehserie, 13 Folgen)
2025: Wicked: Teil 2 (Wicked: For Good)
 

Playlist:

 
01. David Arnold - Company Car (James Bond 007 - Tomorrow Never Dies) - 03:36 
02. Tan Dun - Through the Bamboo Forest (Crouching Tiger, Hidden Dragon) - 04:23 
03. Basil Poledouris - Memories of Days Gone (The Touch) - 03:12 
04. Kitaro & Randy Miller - Echoing Wall (The Soong Sisters) - 04:41  
05. Shigeru Umebayashi - A Long Road Home (Fearless) - 04:20 
06. John Murphy - Sunshine [Adagio in D Minor] (Sunshine) - 04:28 
07. David Hirschfelder - Brave & Beautiful / Arrival Lanchow (The Children of Huang Shi) - 04:02 
08. Randy Edelman - Reading of the Scrolls (The Mummy - Tomb of the Dragon Emperor) - 03:56 
09. Shigeru Umebayashi - Hit Battle (True Legend) - 03:21 
10. Atli Örvarsson - Aurora's Theme (Babylon A.D.) - 04:02 
11. Clinton Shorter - Wait For Me (Boss Level) - 03:03 
12. Eric Serra - Nobel Peace Price 1991 (The Lady) - 03:10 
13. Peter Nashel - Yusuf's Farewell (Marco Polo) - 03:19 
14. John Williams - Becoming a Geisha (Memoirs of a Geisha) - 04:52 
15. Max Richter - Sketch #1 - Morgan (Morgan) - 03:24 
16. Brian Tyler - Parallel Decisions (Crazy Rich Asians) - 04:36 
17. Shigeru Umebayashi - This Is Our Story / Your Mother Is My Teacher (Crouching Tiger, Hidden Dragon - Sword of Destiny) - 03:47 
18. Mark Isham - Tattoos, Trackers and Shark Repellent (Mechanic: Resurrection) - 03:57 
19. Basil Poledouris - Healing of Hearts (The Touch) - 03:20 
20. Jeff Russo - The Day Is Saved (Star Trek: Discovery) - 03:10 
21. Son Lux - Very Busy (Everything Everywhere All at Once) - 05:09 
22. Nathan Matthew David & Nick Lee - The Kiss (The Brothers Sun) - 03:05 
23. Hildur Guðnadóttir - Money in the Mattress (A Haunting In Venice) - 04:19 
24. Tan Dun - The Eternal Vow (Crouching Tiger, Hidden Dragon) - 03:01 
25. John Williams - Sayuri's Theme and End Credits (Memoirs of a Geisha) - 05:06 
26. Jeff Russo - Philippa Returns (Star Trek: Section 31) - 03:16 
27. Scott Shields - Killing the Love (Strike Back) - 03:29 
28. Shigeru Umebayashi - Fearless Men / Theme of Yuanjia and Moon (Fearless) - 04:26 
29. David Hirschfelder - End Credits (The Children of Huang Shi) - 09:51

Sonntag, 21. Dezember 2025

Playlist #439 vom 28.12.2025 - Neuheiten 2025 (7)

In der letzten Sendung mit neuen Soundtracks in diesem Jahr gibt es ein Wiederhören mit vielen alten Bekannten. So ist Hollywood-Starkomponist Hans Zimmer mit gleich zwei neuen Arbeiten vertreten, ebenso Ilan Eshkeri, Stephen Warbeck und Newcomerin Ariel Marx. Dazu gibt es neue Musik zum neuen „Avatar“-Abenteuer von Simon Franglen, ein klassisches Werk von Stephen Edwards und zum Remake des Science-Fiction-Films „The Running Man“ nach der Vorlage von Richard Bachman alias Stephen King. Abgerundet wird das zweistündige Programm mit der Musik zu Serien wie „Fallout“, „Landman“ und „The Iris Affair“.
Stephen King ist seit seinem 1974 veröffentlichten und von Brian De Palma großartige verfilmten Debütroman „Carrie“ lange Zeit ein Garant für erfolgreiche Leinwandadaptionen gewesen. Star-und populäre Genre-Regisseure wie Stanley Kubrick („Shining“), David Cronenberg („Dead Zone“), John Carpenter („Christine“), Rob Reiner („Stand By Me“, „Misery“) und Tobe Hooper („Brennen muss Salem“) nahmen sich der Gruselgeschichten des „King of Horror“ an. Mittlerweile haben auch Remakes früherer King-Verfilmungen Hochkonjunktur. Nachdem Andy Muschietti 2017 erfolgreich Stephen Kings Horror-Epos „Es“ 2017 als Zweiteiler neuverfilmt hatte, Remakes von „Friedhof der Kuscheltiere“, „Firestarter“ und „Salem’s Lot“ allerdings kläglich scheiterten, feiert nun „The Running Man“ seine Wiederauferstehung. In der ersten Verfilmung von 1987 kämpfte noch Arnold Schwarzenegger in einer wenig überzeugenden Leinwandadaption um sein Leben in einer Fernsehshow. Nun wagte sich Edgar Wright („Shaun of the Dead“, „Baby Driver“) an eine ansprechende Neuverfilmung, die von dem momentan sehr umtriebigen Steven Price („Gravity“, „Herz aus Stahl“) mit ebenso wuchtigen wie feinfühligen elektronischen und orchestralen Arrangements vertont worden ist.
Ein Wiedersehen gibt es auch mit den Nachwuchs-Illusionisten von „Die Unfassbaren“. Nach den zwei erfolgreichen ersten Filmen, die jeweils mehr als 330 Millionen US-Dollar in die Kinokassen spülten, wächst das Ensemble der gemeinnützig agierenden Jung-Magier in „Now You See Me, Now You Don’t“ noch einmal an. Mit dabei ist auch wieder Komponist Brian Tyler, der bereits die ersten beiden Teile vertonte.
Hollywood-Starkomponist Hans Zimmer, der seine bekanntesten Werke wie „Gladiator“, „Fluch der Karibik“, „Interstellar“, „The Dark Knight“, „Thelma & Louise“, „Dune“, „Inception“ und „Rain Man“ auch hierzulande wieder live präsentierte, vertonte jetzt nicht nur James L. Brooks Tragikomödie „Ella McCay“, in der eine idealistische junge Politikerin familiäre Probleme und ein anspruchsvolles Berufsleben unter einen Hut bringen muss, sondern sich gleichzeitig darauf vorbereitet, den Job ihres Mentors, des langjährigen Gouverneurs des Staates, zu übernehmen, sondern auch die deutsche Produktion „Schwarzes Gold“, das um 1900 in der Lüneburger Heide spielt. Dort arbeitet die Bauerntochter Johanna Lambert als Magd, um ihre Familie zu ernähren. Sie ahnt nicht, dass unter den Feldern ihrer Heimat Erdöl-Vorkommen darauf warten, den Entdeckern und Förderern Reichtum zu schenken. Nur Richard, der Sohn des benachbarten Großbauern Pape, kennt das Geheimnis und träumt davon, mit Johanna eine gemeinsame Zukunft aufzubauen. Ihre Liebe steht jedoch unter keinem guten Stern. Als der einflussreiche Ölhändler Tyler Robertson im Dorf auftaucht, entbrennt ein gnadenloser Kampf um Besitz und Macht. Wilhelm Pape, von Habsucht getrieben, setzt alles daran, um die Lamberts zu enteignen…
Der versierte Pianist und Komponist Stephen Edwards hat seit Anfang der 1990er Jahre vor allem für Action-Filme wie „American Karate Tiger“, „Shadowchaser II“, „Fist of Legend“, „Bloodsport II“, „High Voltage“ und „The Patriot“ die Musik beigesteuert, komponiert aber auch klassische Werke wie „Requiem For My Mother“, das er zu Ehren seiner 2006 verstorbenen Mutter geschrieben hatte, das 2008 in der Carnegie Hall und später beim Music Sacra Festival im Vatikan aufgeführt wurde.

„Nachdem ich 2023 die Liebe wiedergefunden hatte, inspirierte mich die Idee, das Requiem als Klavierkonzert neu zu interpretieren – nur mit der bereits existierenden Orchesteraufnahme und einer neuen Klavierstimme, die ich über das Original legen konnte. Ich hatte das Requiem über die Jahre immer wieder neu interpretiert und mich gelegentlich ans Klavier gesetzt, um meine Arrangements der gesamten Partitur zu spielen – einfach zum Vergnügen“, erzählt Stephen Edwards die Entstehungsgeschichte seines neuen Werks „Prayer For Peace: Serenade for Piano and Orchestra“. „Wie sich herausstellte, war die letzte Aufnahme, die ich in meinem Studio vor dem Brand in Palisades am 7. Januar 2025 gemacht habe. Ich habe diese Aufnahme vor der Katastrophe gemacht.“

Der britische Oscar-Preisträger Stephen Warbeck („Billy Elliott“, „Shakespeare in Love“) meldet sich mit zwei neuen Arbeiten zurück. Gaby Dellals Drama „Park Avenue“ erzählt von der Rancherin Charlotte, die vor ihrem kontrollsüchtigen Ehemann flieht und in die Wohnung ihrer Mutter zurückkehrt. Dort entdeckt sie zwar ihre Jugendliebe und das Leben, das sie hinter sich gelassen hat, wieder, doch nun müssen sich Mutter und Tochter auch mit unausgesprochenen Wahrheiten auseinandersetzen.
„Die Musik für ,Park Avenue‘ sollte persönlich und exzentrisch sein, aber dennoch zum Gesamtbild der Geschichte passen“, meint Warbeck. „Wir wollten, dass Kits einzigartige Lebensanschauung sich in der Musik widerspiegelt. Regisseurin Gaby Dellal bestand darauf, dass die Musik niemals sentimental oder rührselig wirken sollte. Einige Monate vor den Aufnahmen war ich im Urlaub und sah ein Open-Air-Konzert mit Lars Danielsson, der zusammen mit seinem Freund John Parricelli spielte. Als ich ihm zuhörte, wollte ich seinen Klang in den Mittelpunkt der Komposition stellen und habe die Musik darum herum aufgebaut.“ Während der Score zu „Park Avenue“ vor allem von dem Zusammenspiel von Cello und Bass geprägt wird und aus von Jazz- und klassischen Musikern eingespielt wurde, arbeitete Warbeck bei Rebecca Coleys Dokumentarfilm „Point of Change“ über zwei Surfer, die auf die perfekte Welle stoßen, mit Lewis Morison zusammen.
„Indonesischer Gesang, Perkussion und Flöten bilden das Herzstück des Soundtracks und verankern ihn in den spirituellen und kulturellen Wurzeln der Insel. Handpans und Daumenklaviere wurden durch den gesamten Soundtrack verwoben, um das rituelle und natürliche Schönheitsgefühl der Insel widerzuspiegeln und Klangfarben zu schaffen, die zugleich archaisch und unmittelbar wirken“, erzählen Stephen Warbeck und Lewis Morison von ihrer Arbeit an „Point of Change“. Diese Elemente verschmelzen mit westlichen Instrumenten und modernen Klangfarben und spiegeln wider, wie sich lokale Traditionen unter dem Einfluss von außen wandelten. In der Zusammenarbeit mit anderen Musikern, die ihre eigene haptische Energie einbrachten, entwickelte sich der Soundtrack zu etwas Vielschichtigem und Lebendigem – einem Treffpunkt von Kulturen, Klangfarben und Epochen.“
Ebenso wie das Lionsgate-Franchise „Die Unfassbaren“ geht auch James Camerons Fantasy-Blockbuster-Reihe „Avatar“ mit „Avatar: Fire and Ash“ in die dritte Runde.
Die Sullys finde weiterhin Unterschlupf beim Clan der Metkayina an der Küste Pandoras. Dennoch tun sie sich schwer, zu einer Art Normalität zu finden, denn der Tod von Neteyam während des Kampfes gegen die Resources Development Administration (RDA) der Menschen wiegt immer noch schwer. Jake, Neytiri, Lo’ak, Tuk, Spider und Kiri müssen alle ihren eigenen Weg finden, mit diesem bitteren Verlust umzugehen. Schließlich entscheiden die Sullys, dass es vor allem für Spider an diesem Ort nicht mehr sicher genug ist. Er soll zurück in die Festung der Omatikaya gebracht werden. Doch auf dem Weg dahin werden sie vom Mangkwan-Clan, dem Volk der Asche, angegriffen. Der Clan hat sich von der Lebensweise der Na'vi abgekehrt, seit ein Vulkanausbruch ihre Heimat in Schutt und Asche gelegt hat. Und auch die RDA hat noch nicht das letzte Wort gesprochen. Jeff Danna ist die Musik zur Netflix-Serie „The Abandons“ mit Gillian Anderson und Lena Headey in den Hauptrollen zu hören, die 1854 im Washington-Territorium zwei Frauen spielen, die an den entgegengesetzten Enden der Gesellschaft in einen gefährlichen Strudel aus Schuld und Geheimnissen verwickelt werden. Die eine führt ein privilegiertes Leben im Wohlstand, die andere hält eine selbst gewählte Familie aus Waisen und Außenseiter*innen zusammen. Was sie verbindet, sind zwei Verbrechen, eine verbotene Liebe und ein Stück Land, das Silber in seinem Boden birgt. Ihre Wege kreuzen sich auf schicksalhafte Weise – und ihr Konflikt spiegelt die tiefe Kluft zwischen Reichtum und Armut im Amerika des 19. Jahrhunderts wider.
Mit „Hamnet“ hat Max Richter auf atmosphärische Weise die unbekannte Liebesgeschichte, die Shakespeares größtes Meisterwerk inspirierte, vertont. „Hamnet“, von der Oscar-prämierten Autorin und Regisseurin Chloé Zhao, erzählt die bewegende Geschichte von Liebe und Verlust, die Shakespeare zu seinem zeitlosen Klassiker „Hamlet“ inspirierte.

Playlist: 

01. Steven Price - You Can't Kill An Idea (The Running Man) - 03:01 
02. Brian Tyler - History Lesson (Now You See Me, Now You Don't) - 04:25 
03. Ramin Djawadi - Time Takes a Toll (Fallout - Season 2) - 04:02 
04. Dan Romer - Traitor (My Dead Friend Zoe) - 03:04 
05. Jonny Greenwood - Trust Device (One Battle After Another) - 03:51 
06. Hans Zimmer - Hope Comes Close (Ella McCay) - 07:06 
07. Hans Zimmer & Aleksey Igudesman - Lonely Heath (Black Gold) - 04:41 
08. Ariel Marx - You Are Vast (Murdaugh - Death in the Family) - 02:22 
09. Ariel Marx - Weird Reaction (The Hand That Rocks the Cradle) - 02:28 
10. Ryan Taubert - Welcome Home (Xeno) - 03:29 
11. Stephen Edwards - From Death to Life (Prayer For Peace) - 03:33 
12. Alexandre Desplat - Madame Suzanne (Les Aigles de la République) - 03:04 
13. Andrew Lockington - This Is The Dream (Landman - Volume 2) - 03:41 
14. Stephen Warbeck - The Poem and the Truth (Park Avenue) - 05:13 
15. Stephen Warbeck & Lewis Morison - The Perfect Wave (Point of Change) - 03:06 
16. Ilan Eshkeri - Edward Guiness (House of Guiness) - 04:16 
17. Ilan Eshkeri - Jacqueline (Desperate Journey) - 03:57 
18. Simon Franglen - Sacrifice (Avatar - Fire and Ash) - 04:30 
19. Roque Baños & Ben Cherney - The Ring (Bone Lake) - 04:09 
20. Theodore Shapiro - You'll Learn (The Housemaid - Vol. 2) - 03:49 
21. Mikel Hurwitz - Resilience > Eruption (Soul of a Nation) - 03:52 
22. Stuart Hancock - Finding Mama and Baba (Largo) - 02:57 
23. Jeff Danna - A Fallen Priest (The Abandons) - 03:02 
24. Atli Örvarsson - Antigod (The Iris Affair) - 04:14 
25. Dustin O'Halloran - Kind People (Eleanor the Great) - 02:54 
26. Terence Blanchard - Wendell Pierce (Katrina: Come Hell and High Water) - 05:35 
27. Mark Isham - The Tub Room (Soul On Fire) - 03:44 
28. Jeff Russo - True to Yourself (The Twisted Tale of Amanda Knox) - 02:57 
29. Christopher Young & Gil Young - Johnny Loves Mom's Gums (Marvel's Deadpool VR) - 03:11 
30. Max Richter - Of A Ghost (Hamnet) - 08:46

Sonntag, 23. November 2025

Playlist #437 vom 30.11.2025 - SUSAN SARANDON Special

Susan Sarandon zählt nicht nur wegen ihres Oscar-Gewinns für ihre beeindruckende Darstellung in dem Drama „Dead Man Walking – Sein letzter Gang“ (1995) zu den profiliertesten Schauspielerinnen in Hollywood. In ihrer umfangreichen Werksbiografie finden sich Dramen, Thriller, Komödien und historische Stoffe ebenso wie eine Vielfalt an Serien. In der heutigen Sendung gibt es Musik aus einigen ihrer bekanntesten Filme wie „Begierde“, „Die Hexen von Eastwick“, „Light Sleeper“, „Betty und ihre Schwestern“, „Thelma & Louise“, „Der Klient“, „Im Zwielicht“ und „Seite an Seite“ von Komponisten wie John Williams, Howard Shore, Mark Isham, Elmer Bernstein, Hans Zimmer, Michel Legrand, Danny Elfman und Thomas Newman zu hören.

Susan Abigail Sarandon wurde am 4. Oktober 1946 in New York City als ältestes von neun Kindern einer streng katholischen Familie italienisch-walisischer Herkunft namens Tomalin geboren. Während sie die Edison High School in Edison Township besuchte, trat sie 1962 einer Band und einer Tanzgruppe bei, um kranke Kinder in einer nahegelegenen Reha-Klinik zu unterhalten. In der elften Klasse spielte sie die Hauptrolle in dem Theaterstück „Lady Precious Stream“, in der zwölften Klasse verkörperte sie die Titelrolle in der Komödie „My Sister Eileen“ und wurde dafür in den Lokalzeitungen erwähnt. 1964 wurde Sarandon in die National Honor Society aufgenommen und schloss die High School ab. Sie besuchte von 1964 bis 1968 die Catholic University of America in Washington D.C., wo sie einen Bachelor of Arts in Drama erwarb und bei dem Schauspiellehrer Gilbert V. Hartke studierte, während sie ihren Lebensunterhalt als Sekretärin, Putzfrau und Model verdiente. Obwohl sie zunächst recht wenig Interesse an der Schauspielerei hatte, wirkte sie 1964 an einer Theateraufführung mit und lernte dort ihren späteren Ehemann Chris Sarandon kennen, mit dem sie von 1967 bis 1979 verheiratet war. Das Paar wurde 1970 für John G. Avildsens „Joe – Rache für Amerika“ gecastet, doch nur Susan Sarandon bekam eine Rolle. Es folgten kleinere Parts für das Fernsehen während ihres Studiums, ehe sie an der Seite von Robert Redford 1975 in „Tollkühne Flieger“ zu sehen war. In dem Kult-Musical „The Rocky Horror Picture Show“ feierte sie in der Rolle der Janet Weiss ihren ersten großen Erfolg. Für Louis Malle stand sie in „Pretty Baby“ (1978) und „Atlantic City“ (1980) vor der Kamera, erhielt für den letzteren ihre erste Oscar-Nominierung.
Ihr umstrittenster Filmauftritt war in Tony Scotts modernem Vampir-Drama „Begierde“ (1983), in dem sie eine Sexszene mit Catherine Deneuve hatte. Es war der erste amerikanische Mainstream-Film mit einer solchen Szene zwischen zwei Star-Schauspielerinnen. Anschließend war sie in der Fantasy-Komödie „Die Hexen von Eastwick“ (1987) an der Seite von Jack Nicholson, Cher und Michelle Pfeiffer zu sehen, um dann mit Kevin Costner und Tim Robbins in dem Film „Annies Männer“ (1988) mitzuwirken, der sowohl kommerziell als auch bei den Kritikern ein Erfolg war.
Sarandon wurde in den 1990er-Jahren vier weitere Male für den Oscar nominiert: als Beste Hauptdarstellerin für ihre Rollen als Louise Sawyer in Ridley Scotts Road-Movie-Drama „Thelma & Louise“ (1991), Michaela Odone in „Lorenzos Öl“ (1992) und Reggie Love in Joel Schumachers Adaption von John Grishams Bestseller „Der Klient“ (1994). Den Oscar gewann sie schließlich für „Dead Man Walking“ (1995), in dem sie Schwester Helen Prejean spielte, die regelmäßig einen verurteilten Mörder im Todestrakt besucht. Außerdem erhielt sie acht Golden-Globe-Nominierungen, unter anderem für die Filme „Frühstück bei ihr“ (1990), „Seite an Seite“ (1998), „Igby“ (2002) und „Bernard and Doris“ (2007).
Zu ihren weiteren Filmen zählen „Bob Roberts“ (1992), „Betty und ihre Schwestern“ (1994), „James und der Riesenpfirsich“ (1996), „Überall, nur nicht hier“ (1999), „Darf ich bitten?“ (2004), „Alfie“ (2004), „Elizabethtown“ (2005), „Verwünscht“ (2007) und „Speed ​​Racer“ (2008). Sarandon hatte nicht nur Gastauftritte in zwei Folgen der „Simpsons“, sondern auch in „Friends“, „Malcolm mittendrin“, „Saturday Night Live“, „30 Rock“ und „Mike & Molly“.
Sarandon sprach den Kommentar zu über zwei Dutzend Dokumentarfilmen, von denen viele soziale und politische Themen behandelten. Außerdem moderierte sie zahlreiche Folgen der PBS-Dokumentarfilmreihe Independent Lens. 1999 und 2000 moderierte und präsentierte sie Mythos, eine Vortragsreihe des verstorbenen amerikanischen Mythologieprofessors Joseph Campbell. Sarandon ist zudem Jurymitglied des NYICFF, eines New Yorker Filmfestivals, das sich auf Filme für Kinder und Jugendliche zwischen 3 und 18 Jahren spezialisiert hat.
Sarandon spielte 2009 in Peter Jacksons „In meinem Himmel“ an der Seite einer Starbesetzung und arbeitete mit ihrer Tochter Eva Amurri, die aus einer Liebesbeziehung mit dem italienischen Regisseur Franco Amurri stammt, in „Middle of Nowhere“ (2008), „That's My Boy“ (2012) und „Das geheime Leben der Marilyn Monroe“ (2015) zusammen. Sie wirkte in den Filmen „Arbitrage“ (2012), „Cloud Atlas“ (2012), „Tammy“ (2014) und „The Meddler“ (2015) mit. 2017 verkörperte Sarandon Bette Davis in der ersten Staffel der FX-Anthologie-Serie „Feud“, wofür sie ihre neunte Golden-Globe-Nominierung erhielt.
2018 wurde Sarandon Mitglied des „Social Impact Advisory Board“ des San Diego International Film Festival. Im Herbst 2022 spielte sie die Hauptrolle in der FOX-Fernsehserie „Monarch“. 2023 war sie in dem DC-Extended-Universe-Superheldenfilm „Blue Beetle“ zu sehen. 2025 spielte sie an der Seite von Vince Vaughn in „Nonnas“, einer US-amerikanischen Komödie unter der Regie von Stephen Chbosky. Ebenfalls 2025 gab sie ihr britisches Bühnendebüt in Tracy Letts’ Stück „Mary Page Marlowe“.
Sarandon ist bekannt für ihr aktives Engagement bei progressiven und linken politischen Anliegen. Ihr Einsatz reicht von Spenden an Organisationen wie EMILY's List bis hin zur Teilnahme an einer Delegation nach Nicaragua im Jahr 1983. 1999 wurde sie zur UNICEF-Botschafterin des Guten Willens ernannt. In dieser Funktion unterstützte sie aktiv die weltweite Interessenvertretung der Organisation sowie die Arbeit des kanadischen UNICEF-Komitees. 2006 war sie eine von acht Frauen, die ausgewählt wurden, die olympische Flagge bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele 2006 in Turin, Italien, zu tragen. Im selben Jahr erhielt Sarandon den humanitären Preis von Action Against Hunger. 2018 spendete sie Obstbäume an die Jamaica Houses der New Yorker Wohnungsbehörde im Stadtbezirk Queens. Sarandon besuchte die Wohnanlage persönlich, um beim Pflanzen der Bäume zu helfen. Im Jahr 2022 wurde sie Botschafterin des HALO Trust, einer Minenräumungsorganisation. Im Mai 2024 rief sie die irischen Wähler dazu auf, Mick Wallace und Clare Daly als Europaabgeordnete wiederzuwählen. Immer wieder hat Sarandon in der Vergangenheit auch demokratische Präsidentschaftskandidaten wie Barack Obama und Bernie Sanders unterstützt.Filmografie (Auswahl)
1970: Joe – Rache für Amerika
1971: A World Apart (Fernsehserie, 1 Episode)
1971: Fleur bleue
1971: Mortadella (La Mortadella)
1974: Extrablatt (The Front Page)
1974: Aus Liebe zu Molly (Lovin’ Molly)
1974: F. Scott Fitzgerald and ’The Last of the Belles’ (Fernsehfilm)
1975: Tollkühne Flieger (The Great Waldo Pepper)

1975: The Rocky Horror Picture Show
1976: Geheimnis der Libelle (Dragonfly)
1977: Jenseits von Mitternacht (The Other Side of Midnight)
1978: Pretty Baby
1978: König der Zigeuner (King of the Gypsies)
1979: Fast wie im siebten Himmel (Something Short of Paradise)
1980: Atlantic City, USA (Atlantic City)
1980: Ein Walzer vor dem Frühstück (Loving Couples)
1982: Der Sturm (Tempest)
1983: Begierde (The Hunger)
1984: Biete Mutter – suche Vater (The Buddy System)
1985: A.D. – Anno Domini (A.D., Fernsehserie, 5 Episoden)
1985: Tödliche Beziehungen (Compromising Positions)
1987: Die Hexen von Eastwick (The Witches of Eastwick)
1988: Annies Männer (Bull Durham)
1988: Hell Zone – Im Vorhof zur Hölle (Woman of Valor)
1988: Sweethearts Dance – Liebe ist mehr als ein Wort (Sweet Hearts Dance)
1989: Im Zeichen der Jungfrau (The January Man)
1989: Weiße Zeit der Dürre (A Dry White Season)
1990: Frühstück bei ihr (White Palace)
1991: Thelma & Louise
1992: Bob Roberts
1992: Light Sleeper
1992: Lorenzos Öl (Lorenzo’s Oil)
1994: Safe Passage
1994: Der Klient (The Client)
1994: Betty und ihre Schwestern (Little Women)
1995: Dead Man Walking – Sein letzter Gang (Dead Man Walking)
1996: James und der Riesenpfirsich (James and the Giant Peach, Stimme)
1996: Tell the Truth and Run: George Seldes and the American Press (Dokumentarfilm, Stimme)
1998: Illuminata
1998: Seite an Seite (Stepmom)
1998: Im Zwielicht (Twilight)
1999: Das schwankende Schiff (Cradle Will Rock)
1999: Überall, nur nicht hier (Anywhere But Here)
1999: Earthly Possessions (Fernsehfilm)
2000: Joe Goulds Geheimnis (Joe Gould’s Secret)
2001: Friends
2002: Malcolm mittendrin (Malcolm in the Middle, Fernsehserie, 2 Episoden)
2002: Groupies Forever (The Banger Sisters)
2002: Moonlight Mile
2002: Igby (Igby Goes Down)
2003: Children of Dune (Fernsehdreiteiler, 3 Episoden)
2003: Gefangen im ewigen Eis – Die Geschichte der Dr. Jerri Nielsen (Ice Bound, Fernsehfilm)
2004: Darf ich bitten? (Shall We Dance)
2004: Alfie
2004: Noel
2005: Romance & Cigarettes
2005: Elizabethtown
2005: Die Simpsons (The Simpsons, Fernsehserie, Episode 17x14 Bart Has Two Mommies, Stimme)
2005: The Exonerated
2006: Unwiderstehlich (Irresistable)
2006: Bernard and Doris
2007: Im Tal von Elah (In the Valley of Elah)
2007: Emotional Arithmetic
2007: Verwünscht (Enchanted)
2007: Mr. Woodcock
2008: Speed Racer
2008: Emergency Room – Die Notaufnahme (ER, Fernsehserie, Episode 15x19 Old Times)
2008: Middle of Nowhere
2009: In meinem Himmel (The Lovely Bones)
2009: Solitary Man
2009: Leaves of Grass
2009: Zeit der Trauer (The Greatest)
2010: Ein Leben für den Tod (You Don’t Know Jack, Fernsehfilm)
2010: Wall Street: Geld schläft nicht (Wall Street: Money Never Sleeps)
2010: Peacock
2011: 30 Rock (Fernsehserie, 2 Episoden)
2011: Jeff, der noch zu Hause lebt (Jeff, Who Lives at Home)
2012: The Company You Keep – Die Akte Grant (The Company You Keep)
2012: Cloud Atlas
2012: Der Chaos-Dad (That’s My Boy)
2012: Arbitrage – Macht ist das beste Alibi (Arbitrage)
2012: The Big C (Fernsehserie, 6 Episoden)
2012: Robot & Frank
2013: Snitch – Ein riskanter Deal (Snitch)
2013: The Big Wedding
2013: Mein Leben mit Robin Hood (The Last of Robin Hood)
2013–2014: Mike & Molly (Fernsehserie, 2 Episoden)
2014: Tammy – Voll abgefahren (Tammy)
2014: The Calling
2015: Alle Farben des Lebens (3 Generations)
2015: Mit besten Absichten (The Meddler)
2016: Zoolander 2
2016: Ace the Case – Olivia allein zu Haus (Ace the Case)
2017: At Home with Amy Sedaris (Fernsehserie) Folge 2x05 Anniversary
2017: Feud – Die Feindschaft zwischen Bette und Joan (Feud: Bette and Joan, Fernsehserie, 8 Episoden)
2017: Bad Moms 2 (A Bad Moms Christmas)
2017–2018: Neo Yokio (Fernsehserie, 7 Episoden, Stimme)
2017–2019: Ray Donovan (Fernsehserie, 19 Episoden)
2018: The Death and Life of John F. Donovan
2018: Viper Club
2019: Blackbird – Eine Familiengeschichte (Blackbird)
2019: VHYes
2019: Jesus Rolls (The Jesus Rolls)
2020: Fearless (Stimme)
2021: Search Party (Fernsehserie, 2 Episoden)
2021: Jolt
2021: Ride the Eagle
2022: Forty Winks
2022: Monarch (Fernsehserie, 4 Episoden)
2023: Hochzeit auf Umwegen (Maybe I do)
2023: Blue Beetle
2023: C*A*U*G*H*T (Fernsehserie, 6 Episoden)
2024: The Gutter
2024: The Fabulous Four
2024: The Six Triple Eight
2025: Nonnas

Playlist:

01. Hans Zimmer - Thelma & Louise End Titles (Thelma & Louise) - 03:58 
02. Henry Mancini - Free As A Bird (The Great Waldo Pepper) - 03:00 
03. Elmer Bernstein - End Credits (Twilight) - 05:05 
04. John Williams - The Dance of the Witches / End Credits (The Witches of Eastwick) - 04:47 
05. Thomas Newman - Valley of the Shadow (Little Women) - 02:10 
06. Michel Legrand - Le sauvage (The Other Side of Midnight) - 03:50 
07. Michel Legrand - Slot Machine Baby (Atlantic City) - 03:43 
08. Léo Delibes - Lakme [Excerpt] (The Hunger) - 06:11 
09. Dave Grusin - Father and Daughter / Stoltz and Suzette (A Dry White Season) - 02:36 
10. George Fenton - The Reading (White Palace) - 03:59 
11. Danny Elfman - Score Suite (Anywhere But Here) - 07:35
12. Thomas Newman - The Player (The Player) - 03:07 
13. Brian Tyler - I Have Only Now (Children of Dune) - 03:12 
14. John Williams - A Christmas Quilt (Stepmom) - 03:56 
15. Mark Isham - Body Parts (In the Valley of Elah) - 04:39 
16. Cliff Martinez - Just Go Away (Arbitrage) - 05:23 
17. Cliff Martinez - I Met Your Daughter (The Company You Keep) - 04:03 
18. Dominic Lewis - Pretty Face (Jolt) - 02:23 
19. Brian Eno, Jon Hopkins & Leo Abrahams - Ship In A Bottle (The Lovely Bones) - 02:31 
20. Craig Armstrong - Money (Wall Street: Money Never Sleeps) - 03:13 
21. Christophe Beck - Allen & Rose (The Greatest) - 02:39 
22. Daniel Licht - Flooded Suspense (Dishonored) - 03:05 
23. Aaron Zigman - Finding Abram (The Six Triple Eight) - 04:26 
24. Marcelo Zarvos - The Letter (Nonnas) - 04:54 
25. Reinhold Heil, Johnny Klimek & Tom Tykwer - Temple of Sacrifice (Cloud Atlas) - 02:03 
26. Michael Been - Marianne's Fall (Light Sleeper) - 03:14 
27. Howard Shore - Romey's Suicide (The Client) - 08:34 
28. Eddie Vedder & Nusrat Fateh Ali Khan - The Long Road (Dead Man Walking) - 10:39

Sonntag, 9. November 2025

Playlist #436 vom 16.11.2025 - Neuheiten 2025 (6)

Die Wiederbelebung klassischer Gruselstoffe ist wieder in Mode gekommen. Nachdem Action-Virtuose Luc Besson („Léon – Der Profi“, „Lucy“) bereits Bram Stokers „Dracula“ neues Leben eingehaucht hat, liefert nun der für seine gotischen Fantasy-Horror-Stoffe bekannte Guillermo del Toro („Nightmare Alley“, „Crimson Peak“) seine Lesart in der 120 Millionen teuren Netflix-Produktion von Mary Shelleys „Frankenstein“. In dieser Sendung gibt es dazu nicht nur die Musik von Alexandre Desplat zu hören, sondern auch neue Soundtrack-Arbeiten von Volker Bertelmann, James Newton Howard, Jeff Beal, Marcelo Zarvos, Lorne Balfe, Hans Zimmer, Carter Burwell und vielen anderen.
Guillermo del Toro hat den klassischen Schwarzweiß-Film „Frankenstein“ (1932) von Universal mit Boris Karloff in der Hauptrolle der bemitleidenswerten Kreatur als wichtigsten Film seiner Kindheit bezeichnet, weshalb es wenig überrascht, dass er mit allen Mitteln, die einem visionären und erfolgreichen Filmemacher wie ihm zur Verfügung stehen, diesem Klassiker seinen eigenen Stempel aufdrückt.
Die Arktisexpedition rund um Captain Anderson (Lars Mikkelsen) ist in der lebensfeindlichen Natur des Nordpols im Packeis zum Stehen gekommen, als ihm ein schwerverletzter Mann in die Arme läuft, der sich als Dr. Victor Frankenstein (Oscar Isaac) vorstellt. Das menschenähnliche Monster (Jacob Elordi), das ihm dicht auf den Fersen ist, wütet durch Andersons Truppe, ehe es nach wuchtigen Gewehrsalven zum Rückzug gezwungen wird. Diese Atempause nutzt Frankenstein, um dem neugierigen Captain seine Geschichte zu erzählen.
Durch den Tod seiner Mutter (Mia Goth) bei der Geburt seines Bruders William (Felix Kammerer) gehörig aus der Bahn geworfen, hat Victor dem Tod den Kampf angesagt und seine Forschungen an der Universität darauf konzentriert, künstliches Leben zu erschaffen. Doch erst sein wohlhabender Gönner Harlander (Christoph Waltz) ermöglicht ihm die Umsetzung seiner gemeinhin als ketzerisch betrachteten Ideen… Alexandre Desplat, der bereits del Toros „Pinocchio“ und „Shape of Water“ vertont hat, schuf dazu einen gotisch angehauchten, dramatischen Score, der die Dilemma sowohl des Schöpfers als auch seiner Kreatur adäquat einfängt.
Zwei neue Soundtracks gibt es auch von Jeff Beal („House of Cards“, „Rom“, „Carnivàle“). Beal schuf mit „All Her Fault“ einem orchestralen Soundtrack, den er mit elektronischen Elementen und Klavierklängen angereichert hat, eine düstere und unheilvolle Atmosphäre für die spannungsgeladene Thriller-Serie, die auf dem Roman von Andrea Mara basiert.
Die Serie handelt von der Mutter Marissa Irvine, die ihren kleinen Sohn Milo von seinem ersten Spieltreffen abholen will und feststellt, dass sie die Frau, die ihr Tür öffnet, nicht kennt. Sie hat Milo nicht und noch nie von ihm gehört. Während sich der schlimmste Albtraum aller Eltern entfaltet, führen neue Fragen zu tiefen Geheimnissen und enthüllen Risse in der scheinbar perfekten Welt der Irvines, bis schließlich alles in Trümmern liegt.
„Ein mysteriöser Thriller, kombiniert mit intelligenten und vielschichtigen Charakterzeichnungen, bot mir eine Fülle an dramatischem Material“, erzählt Beal von seiner Arbeit an „All Her Fault“. Die Show handelt von Vertrauen, Geheimnissen, Lügen, Freundschaft und letztendlich von den emotionalen Belastungen des Elternseins. Ich habe viele Elemente meiner bisherigen Arbeit in die Filmmusik einfließen lassen, insbesondere Streichorchester, Elektronik, Soloklavier und Knabensopran, um Musik zu schaffen, die diese angespannte und persönliche Welt widerspiegelt. Obwohl die Musik oft intim wirkt, hat sie aufgrund ihrer emotionalen Wucht oft etwas Opernhaftes.“
Außerdem vertonte Beal mit „RFK: Legacy“ einen Dokumentarfilm von Oliver Stones Sohn Sean Stone.
Von den Wirren der 1960er Jahre bis heute zeichnet „RFK: Legacy“ das Leben zweier Generationen von Kennedy-Männern nach, die das Establishment für Wahrheit und Gerechtigkeit herausforderten, und zeigt, wie die Echos der Geschichte durch die Zeit nachhallen.
In der Serie „The Couple Next Door“ geht es um ein junges Paar, das in ein gehobenes Viertel zieht, um eine Familie zu gründen, doch schon bald verstricken sie sich in einem komplizierten Netz aus Begierde und Verrat mit ihren neuen Nachbarn.

„Für die zweite Staffel von ,The Couple Next Door‘ wollte ich die Klangwelt der ersten Staffel erweitern und ihr gleichzeitig einen neuen emotionalen Fokus geben. Die Serie spielt weiterhin in derselben Sackgasse, aber mit einer völlig neuen Besetzung – und Mia im Mittelpunkt. Für sie komponierte ich ein Wiegenlied, das zum neuen Hauptthema der Staffel wurde. In der ersten Staffel spielten Stimmen eine entscheidende Rolle – mal natürlich, mal stark bearbeitet – und diesen Ansatz wollte ich hier fortsetzen. Diesmal führte ich eine neue Stimmfarbe ein: den klassischen Sopran“, erklärt Hannes De Maeyer.Jolien De Gendt singt Mias Wiegenlied in mehreren Schlüsselmomenten. Ihre Stimme verleiht dem Ganzen eine intime und zugleich zeitlose Qualität, die einen Kontrast zu den düsteren, psychologischen Untertönen der Serie bildet. Um diesen Anker herum formte ich eine Klangwelt, die akustische und elektronische Elemente vereint: Zarte Klavierlinien, subtile Streicher und Orgelakkorde verschmelzen mit vielschichtigen Synthesizer-Texturen und Sounddesign. Mein Ziel war es immer, den Charakteren nahe zu bleiben und sowohl ihre Zärtlichkeit als auch die Spannung und das Unbehagen der Geschichte einzufangen.“ „Wenn die Partitur selbst eine unsichtbare Präsenz im Raum wäre.“
Der belgische Film „Baghdad Messi“ von Sahim Omar Kalifa erzählt von einem zehnjährigen Jungen, der im vom Krieg zerrissenen Irak trotz seiner schweren körperlichen Beeinträchtigung eine Begeisterung für Fußball entwickelt. 
„Die Musik von ,Bagdad Messi‘ ist eine Reise in die tiefsten Gefühle Hamoudis, dieses leidenschaftlichen Jungen, dessen Unschuld und Träume durch die Gewalt der Männer zerstört werden. Unser Ziel mit Regisseur Sahim Omar Kalifa war es, diesen Kontrast zwischen der Härte des Krieges und der Widerstandsfähigkeit der Kindheit einzufangen. Die musikalische Erzählung, geprägt von den Kontrasten zwischen der Sanftheit der Streicher, der Poesie von Duduk und Oud und dem rhythmischen Schlagwerk, nimmt uns mit auf eine Reise in Hamoudis emotionale Welt“, berichtet der belgische Komponist Frédéric Vercheval von der Arbeit an dem Soundtrack. „Die Partitur mit ihren vielfältigen, östlichen Einflüssen repräsentiert Landschaften, die Wüste, die Hitze, aber auch die Unschuld der Kindheit, Verlust, Trauer und Liebe. Manchmal erinnern Perkussion und düstere Klangfarben an die Realität eines endlosen Konflikts. Es ist Musik über Verlust, aber vor allem über die unerschütterliche Hoffnung, die im Herzen der Tragödie fortbesteht.“

Playlist: 

01. Alexandre Desplat - Family Life (Frankenstein) - 04:11 
02. Alexandre Desplat - Vie de famille (L'homme qui rétrécit) - 03:11 
03. Aaron Zigman - Hugo Finds Out + Typewriters (Truth & Treason) - 03:06 
04. Marcelo Zarvos - Hal Drives Off (The Diplomat - Season 3) - 04:06 
05. Jeff Beal - Questioning the Parents (All Her Fault) - 03:18 
06. Jeff Beal - Environmental Activism (RFK Legacy) - 04:38 
07. Hannes De Maeyer - The New You (The Couple Next Door - Season 2) - 04:00 
08. Frédéric Vercheval - Baghdad Messi (Baghdad Messi) - 06:02 
09. Volker Bertelmann - Reunion (Dead of Winter) - 03:52 
10. Volker Bertelmann - Apartment, Running & Ghost Day (Ballad of a Small Player) - 06:13 
11. Volker Bertelmann - No Longer Unimaginable (A House of Dynamite) - 06:15 
12. Ramin Djawadi - The Nominee (Death By Lightning) - 03:47 
13. Lorne Balfe & Joshua Pacey - I'm Here to Arrest You (The Hack) - 03:02 
14. Lorne Balfe & Peter Adams - Come to Terms [Variations on Behind the Wheel] (Hallow Road) - 06:57 
15. James Newton Howard - Reunited (The Lost Bus) - 04:52 
16. Joseph Trapanese & Jason Lazarus - Raison d'etre (The Ritual) - 04:22 
17. Bryce Dessner - Kate, Returned (Train Dreams) - 03:57 
18. Carter Burwell - A Life Worth Living (Good Fortune) - 04:44 
19. Hans Zimmer & James Everingham - Virdee (Virdee) - 02:31 
20. Stephen Edwards - Old Boat, New Boat (Joe Baby) - 03:16 
21. Hildur Guðnadóttir - Stolen Tale - The Band (Hedda) - 03:47 
22. Hans Zimmer - Margaret's Testament (Eden) - 02:53 
23. Joe Hisaishi - Sarah and David (A Big Bold Beautiful Journey) - 05:10 
24. Graham Reynolds - Tell Me About the Guys (Blue Moon) - 04:23 
25. Steven Price - Wake Up (Long Distance) - 03:30 
26. Brian Tyler - Nuremberg End Title (Nuremberg) - 13:44

Sonntag, 1. Juni 2025

Playlist #424 vom 01.06.2025 - Neuheiten 2025 (3)

Mit einer Mischung aus Musiken zu Naturdokumentationen, Streaming-Serien, romantischen Dramen, Science-Fiction-Komödien, Biopics, Action-Thrillern und modernen Western-Stoffen bietet die heutige Sendung einen bunten Querschnitt über neue Soundtrack-Veröffentlichungen. Zu den populärsten Vertretern zählen diesmal Howard Shore mit einer neuen Arbeit für David Cronenberg, Thomas Newman mit einer Komposition für die Ballett-Version des Literaturklassikers „Of Mice And Men“, Volker Bertelmann mit seiner Musik zum Spionage-Thriller „The Amateur“ und Brian Tyler mit dem Soundtrack zur abschließenden zweiten Staffel des „Yellowstone“-Spin-offs „1923“.
Der britische Oscar-Gewinner Steven Price („Gravity“) hat seit seiner ersten Zusammenarbeit mit David Attenborough an der Doku-Mini-Serie „Die Jagd – Auf Leben und Tod“ (2015) eine ganze Reihe von Naturdokumentationen vertont, so den von Natalie Portman vorgetragenen Disney-Film „Dolphin Reef“ (2018), David Attenboroughs „Unser Planet“ (2019-2023) und Hugh Pearsons „Blue Whales: Return of the Giants“ (2023).
Mit dem Kinofilm „Ozean mit David Attenborough“ fängt das Regietrio Colin Butfield, Toby Nowlan und Keith Scholey die Fähigkeit des britischen Naturforschers und Dokumentarfilmers ein, nicht nur wissenschaftliche Erkenntnisse einem breiten Publikum klar zu vermitteln, sondern auch mit einer spürbaren Leidenschaft für das Thema Anreize zu vermitteln, sorgsamer mit der Natur umzugehen.
Attenborough erklärt, was man unter Tiefseebergen versteht und wie sie einst entstanden sind. Der Film zeigt uns eine Welt in einem empfindlichen Gleichgewicht und präsentiert deutliche Hinweis zur Notwendigkeit des Klimaschutzes, wenn er die Zerstörung der Natur durch den Menschen thematisiert, beispielsweise durch schädliche Fischereimethoden. Zugleich zeichnet er aber kein durchweg düsteres Bild, sondern vermittelt eine hoffnungsvolle Perspektive, wenn wir nur unser Verhalten ändern und auf die Umwelt hören. Steven Price untermalt die eindrucksvollen Bilder vom Meeresgrund und Korallenriffen mit melodischen und einfühlsamen Klängen.
Bereits beim 2022 realisierten „Crimes Of The Future“, seinem Beitrag zum Wettbewerb der Filmfestspiele in Cannes, war der kanadische Regie-Exzentriker David Cronenberg stolze 79 Jahre alt, nun legt er mit „The Shrouds“ seinen wohl – nach eigener Aussage – letzten Film vor, mit dem Cronenberg die jahrelange Trauerarbeit nach dem Tod seiner Frau, der 2017 verstorbenen Filmeditorin Carolyn Zeifman, zu einem Mystery-Drama verarbeitet hat.
Vincent Cassel verkörpert in dem Film Cronenbergs Alter Ego Karsh, der seine Frau Becca (Diane Krueger) an Krebs verloren hat. Das Bedürfnis, ihr ins Grab zu folgen, sie beim weiteren Zerfall ihres Körpers nicht allein zu lassen, sei der Anlass gewesen für sein Hightech-Friedhof-Projekt. Gräber, in denen die Körper der Verstorbenen in Nanotech-Leichentücher eingewickelt bestattet werden. Das Material scannt den Körper in Echtzeit und liefert via App jederzeit hochauflösend gerenderte 3D-Modelle der Leichen. Karsh findet Trost in dieser virtuell-realen Nähe, und er hofft, dass es auch anderen so gehen möge. Cronenbergs langjähriger Hauskomponist Howard Shore („Die Fliege“, „Naked Lunch“) kreierte dazu zumeist melancholische, fast schon elegische Klänge.Der bereits 2023 produzierte Dokumentarfilm „UnBroken“ von Beth Lane erzählt vom Schicksal der Tochter eines Holocaust-Überlebenden, die die außergewöhnliche Geschichte der Flucht ihrer Mutter und sechs Geschwister aus Nazi-Deutschland entdeckt.
„Ich wollte mit der Musik zu ,UnBroken‘ die Unzuverlässigkeit der Erinnerung und die Nostalgie für eine Zeit heraufbeschwören, die es vielleicht nie gegeben hat. Es ist eine Geschichte von Familie, Hoffnung und Stabilität, die auf einem Fundament aus Tragödie und Verlust aufbaut. Menschen, die sich über einen verwerflichen Zeitgeist erheben und Wege finden, einander zu helfen; das Erbe, das diese einfachen moralischen Handlungen hinterlassen können“, erklärt Komponist Jonathan Snipes. „Folglich sollte sich die Musik wie ein Echo aus der Vergangenheit anfühlen, das sich vorwärtsbewegt, näher zu uns, durch die Zeit, beginnend in den Wurzeln von Schmerz und Trauer, aber Schönheit und Geborgenheit hinterlässt, wenn sie den Hörer erreicht. Dafür habe ich viel alte Aufnahmetechnik verwendet: Tonbandgeräte, Delays, Federhall, Aufnahmen von Vinyl-Knistern, Rauschen und andere Unvollkommenheiten der Aufnahmemedien der Vergangenheit. Das ist vielleicht eine zu offensichtliche Metapher für den Verfall von Erinnerungen, aber manchmal ist es ratsam, offensichtlich zu sein. Wir sollten kein Blatt vor den Mund nehmen, wenn wir über die Schrecken der jüdischen Erfahrung im Deutschland der 1930er Jahre sprechen. Besonders heute.“
Der Oscar-nominierte und Grammy-prämierte Komponist Thomas Newman („Die Verurteilten“, „American Beauty“, „Skyfall“) präsentiert mit dem Album „Of Mice And Men“ seine erste eigene Ballettmusik, inspiriert von John Steinbecks klassischem Roman „Von Mäusen und Menschen“ und komponiert für die von Kritikern gefeierte Produktion des Joffrey Ballet im Jahr 2022, choreografiert von Cathy Marston. Newmans Musik thematisiert Einsamkeit und den Wunsch nach einem neuen Leben, selbst angesichts unglaublicher Härten. Dabei verwendet Newman viele akustische Instrumente, die bereits seine besten Scores aus früheren Jahren wie „Grüne Tomaten“, „Rendezvous mit Joe Black“ und „The Green Mile“ ausgezeichnet haben.
In Chris Readings Science-Fiction-Komödie „Time Travel Is Dangerous“ betreiben die besten Freundinnen Ruth und Megan in Muswell Hill einen Vintage-Laden. Als sie auf eine Zeitmaschine stoßen, begeben sie sich auf Reisen in die Vergangenheit, um ihren Laden aufzufüllen – ohne zu ahnen, welchen irreparablen Schaden sie dem Universum zufügen.

„Angesichts des Genre-Mashups war das Schreiben der Musik für diesen Film eigentlich eine zweiteilige Aufgabe: Die erste Hälfte der erklärenden Mockumentary zu vertonen, als wäre es eine normale Fernsehdokumentation – im Grunde eine Art ,Bibliotheksmusik‘, bei der ich mich nicht auf bestimmte Beats oder Momente konzentrieren musste. Und die Musik für einen Film über Zeitreisen zu schreiben, ist meiner Meinung nach in vielerlei Hinsicht der Traum eines Filmkomponisten – es bietet die Möglichkeit, sich wie ein Chamäleon zu verhalten und alle möglichen Musikgenres zu vermitteln, während Ruth und Megan durch die verschiedenen Epochen reisen“, schwärmt Simon Porter über die Arbeit an dem Soundtrack. „In diesem Fall umfasst das das Mittelalter, den amerikanischen Bürgerkrieg, die amerikanische Grenze, den Funk der 70er und die 80er. Synthwave/heulender Gitarren, 90er-Jahre-New-Jack-Swing, bis hin zur Gegenwart, wo der Film die Protagonisten in der Gegenwart einholt und eher zu einer traditionellen orchestralen Filmmusik wird, mit hier und da etwas Retro-80er-Würze.“

Cyrille Aufort („Splice“, „A Royal Affair“) vertonte mit „A Dangerous Friendship“ Alain Tasmas Historiendrama-Serie über eine lebhafte Herzogin, die sich mit der schüchternen Königin von Frankreich anfreundet. Sie möchte die Königin wieder mit dem distanzierten König vereinen, indem sie die nüchterne Atmosphäre des Königshauses mit Heiterkeit bereichert und damit am Hof ​​für Kontroversen sorgt.
„,A Dangerous Friendship‘ ist ein lebendiges Porträt zweier Frauen – Marie de Rohan und Anna von Österreich, Königin von Frankreich –, die eine starke und komplexe Freundschaft verbindet. Vor dem reichen historischen Hintergrund des Frankreichs des 17. Jahrhunderts erzählt die Fernsehserie eine Geschichte von Hofintrigen, geheimen Verschwörungen, persönlichem Ehrgeiz und unerbittlichen Machtkämpfen – ein Universum, in dem Loyalität auf die Probe gestellt wird, Geheimnisse als Währung gelten und Gefahr oft hinter einem Lächeln lauert“, beschreibt Cyrille Aufort. „Die Filmmusik spielt eine entscheidende Rolle bei der Vermittlung der Tiefe und Nuancen dieser Welt. Regisseur Alain Tasma wollte die Musik nicht nur als Begleitung, sondern als eigenständige erzählerische Kraft, die das Publikum durch die komplexen Stimmungen und wechselnden Töne der Geschichte führt. Die Partitur musste sich fließend zwischen verschiedenen Musikgenres bewegen, von Barockmusik mit Viola da Gamba, Laute und Barockvioline bis hin zu den schwülen, spannungsgeladenen Klängen eines erotischen und giftigen Thrillers. Während die Erzählung düsterer wird und die emotionalen Einsätze im Finale steigen, verändert sich die Musik. Sie wird moderner, sinnlicher und gefährlicher – ein Spiegelbild der verführerischen und tückischen Elemente der Geschichte. Dissonante Texturen, langsame Rhythmen und geheimnisvolle Harmonien erzeugen die Atmosphäre eines düster-verführerischen Thrillers, durchzogen von Spannung und psychologischer Spannung.“

Der schwedische Filmemacher Lasse Hallström ist durch Literaturverfilmungen wie „Chocolat“, „Gottes Werk und Teufels Beitrag“ und „Schiffsmeldungen“ bekannt geworden. Mit der Verfilmung von Ragnar Jónassons Roman „The Darkness“ präsentiert Hallström sein Seriendebüt geben. Die Hauptrolle in der sechsteiligen britischen Miniserie spielt Lena Olin, mit der der schwedische Regisseur bereits bei seinen Kinofilmen „Chocolat“ und „Hilma“ zusammengearbeitet hat und die eine Kommissarin spielt, die in einer Mordserie ermittelt und sich dabei mir ihren eigenen Traumata konfrontiert sieht. Vor dem Hintergrund einer drohenden Frühpensionierung muss sie den Killer finden, auch wenn es für sie Lebensgefahr bedeutet. Die düstere, atmosphärische Musik steuerte der Isländer Atli Örvarsson in Zusammenarbeit mit Kjartan Hólm und Sin Fang bei. 

Playlist:

01. Steven Price - A Truly Wild Ocean (Ocean With David Attenborough) - 03:24 
02. Howard Shore - For All Eternity (The Shrouds) - 05:04 
03. Ben Bartlett - Tender (Vera: The Final Seasons) - 04:21 
04. Ludwig Göransson - Clarksdale Love (Sinners) - 03:22 
05. Jonathan Snipes - Time to Go (UnBroken) - 04:47 
06. Theodosia Roussos - Love Sours Turns to Flowers (Lilies Not For Me) - 03:08 
07. Marcelo Zarvos - The Letter (Nonnas) - 04:54 
08. Samuel Sim - Make Him Listen (A Cruel Love: The Ruth Ellis Story) - 06:56 
09. Thomas Newman - Crooks (Of Mice And Men) - 04:52 
10. Simon Porter - Ralph's Workshop (Time Travel Is Dangerous) - 02:23 
11. Johan Söderqvist - Two Daughters (Six Jours) - 03:26 
12. Benjamin Wallfisch - Trigger Point (Until Dawn) - 03:15 
13. Martin Phipps & Dan Jeffries - Epilogue (Suspect: The Shooting of Jean Charles De Menezes) - 04:25 
14. Cyrille Aufort - Let Him Live (A Dangerous Friendship) - 03:08 
15. Jay Wadley & Trevor Gureckis - One More Summer (The Friend) - 02:48 
16. Jeff Cardoni - Great Wide Open (Ransom Canyon) - 03:10 
17. Brian Tyler & Breton Vivian - Teonna And Pete (1923 - Season 2) - 03:45 
18. Mark Orton - Henry Is Gone (On Swift Horses) - 03:27 
19. Christopher Tyng - Lifeline (Suits LA) - 04:58 
20. Volker Bertelmann - Missing Sarah (The Amateur) - 03:52 
21. Pierre-Henri Wicomb - I Know You (Breathing In) - 03:42 
22. Armand Amar - Elle le suit (Moon Le Panda) - 03:53 
23. Atli Örvarsson, Kjartan Hólm & Sin Fang - Flashbacks Again (The Darkness) - 02:28 
24. Pinar Toprak - Intimate Conversations (Lonely Planet) - 03:03 
25. Diego Baldenweg, Lionel Baldenweg & Nora Baldenweg - Departure (Home Is The Ocean) - 02:50 
26. Antonio Pinto - The Children (2073) - 07:21 
27. Steve Matthew Carter - I Can't Protect You (Gazer) - 04:21 
28. Tyler Bates & Travis Bacon - Sins Of The Bondsman (The Bondsman) - 02:45 
29. Bryce Dessner - Juárez (The Accountant 2) - 10:43

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