Freitag, 10. Februar 2012

Playlist # 78 vom 12.02.12 - UNDERWORLD Special

Seit das Horror-Genre vor einigen Jahren durch Wes Cravens „Scream“ revitalisiert worden ist, wurde der Fantasie der Filmemacher keine Grenzen gesetzt. Nachdem „Dracula“ ins 20. Jahrhundert katapultiert worden ist, Geisterhäuser eine schöne Renaissance feiern durften und alle Spielarten des Slasher-Horrors die Leinwand bevölkerten, schickt man nun die Ikonen und Gattungen des Genres aufeinander los. Nach „Freddy vs. Jason“ standen sich 2004 in „Underworld“ nun erstmals Vampire und Werwölfe gegenüber, die zu Klängen von Skinny Puppy, A Perfect Circle, David Bowie und The Damning Well ihren finalen Kampf ausgefochten haben.

Der Gothic-Look, den zuvor Ridley Scott in „Blade Runner“, Tim Burton in „Edward mit den Scherenhänden“, Alex Proyas in „The Crow“ und die Wachowski-Brüder in der „Matrix“-Trilogie salonfähig gemacht haben, erobert mit „Underworld: Awakening“ nun bereits zum vierten Mal die Kinoleinwand. Regiedebütant Len Wiseman inszenierte mit „Underworld“ das Finale eines seit Jahrhunderten tobenden Kampfes zwischen Vampiren und Werwölfen, die ihre Gegner nicht mit Holzpflöcken oder Kreuzen angreifen, sondern sich modernster Waffen bedienen. Auf der Seite der Vampire steht die gefährlich schöne Kriegerin Selene (Kate Beckinsale) unter der Führung des machthungrigen Kraven. Sie werden von einer Horde brutaler Werwölfe gejagt, wobei mit Michael auch ein unschuldiger Mensch aus Fleisch und Blut involviert wird. Die visuell beeindruckende Schlacht der mythischen Horror-Geschöpfe mit Romeo-und-Julia-Touch wartet dabei mit einem exzellenten Soundtrack auf. Während der ehemalige Tangerine-Dream-Musiker Paul Haslinger, der zuvor noch eng mit Hollywood-Kollege Graeme Revell an Filmen wie "Verhandlungssache" und "Blow" zusammenarbeitete, den atmosphärischen und pulsierenden Score komponierte, wurde niemand Geringerer als Danny Lohner (Nine Inch Nails) mit der Produktion des Soundtrack-Samplers beauftragt.
Zwar hat es sich mittlerweile eingebürgert, dass Soundtracks zu Horror Movies mit einer Alternative-Rock-Auswahl gerade das Musik-interessierte junge Kinopublikum zu ködern versuchen, aber selten genug beauftragt man dabei einen Musiker aus der Szene, um den Soundtrack zusammenzustellen. „Unser Soundtrack ist ein wenig anders als die üblichen Song-Kopplungen zu anderen Filmen“, betont Danny dann auch gleich, „weil fast alle Stücke auf 'Underworld' eben nur auf diesem Soundtrack zu finden sind. Wir haben keine Songs von bereits veröffentlichten Alben aufgepickt, sondern wir wollten eine ganz besondere Stimmung für diesen Soundtrack kreieren. Es ist so ein richtiger Soundtrack für Halloween, von dem wir hoffen, dass man ihn gut in einem Stück anhören kann. Es sind viele melancholische Sachen drauf und nicht nur die modernen Nu-Metal-Geschichten.“
Besondere Aufmerksamkeit verdienen dabei gleich die ersten beiden Tracks von relativ neuen Projekten. The Damning Well ist nämlich die Fusion von Limp Bizkits Wes Borland, Filters Richard Patrick, Danny Lohner und Josh Freese, während bei Puscifer Danny Lohner und Maynard James Keenan (Tool, A Perfect Circle) zusammenfanden. Aber auch Skinny Puppy sind mit einem exklusiven Song namens „Optimissed“ vertreten, der nahtlos an „The Process“ anschließt, dazu gibt es Remixe von David Bowies „Bring Me The Disco King“ und zwei A-Perfect-Circle-Tracks. Unter dem Pseudonym Renholder (rückwärts für red. Lohner, sprich: regarding Lohner, ein Spitzname, den Danny von A Perfect Circle verpasst bekam) komponierte Danny auch noch ein paar atmosphärische Score-Cues.
„Was an dem Soundtrack interessant war, war der Umstand, dass wir ihn für eine Independent-Firma namens Lakeshore gemacht haben, die ihr eigenes Soundtrack-Department haben. Sie gaben mir alle Freiheiten zu tun, was ich für richtig hielt. Wir hatten natürlich nicht so viel Geld zur Verfügung, aber wir wollten vor allem einen coolen und nicht kommerziellen Soundtrack machen. Als ich den Leuten Teile des Films zeigte und ihnen erzählte, was mir vorschwebte, waren alle gleich begeistert und unterstützten mich auf jede Art und Weise. Die meisten Songs nahmen wir bei mir zuhause und in einigen anderen Home Studios auf, was die Kosten erheblich reduzierte. Maynard und ich haben seit einiger Zeit das Projekt Puscifer am Laufen, und der Film gab uns die Möglichkeit, endlich unseren ersten Song einzuspielen“, meint Danny. „Am meisten beeindruckt hat mich die Tatsache, wie einfach das Arbeiten mit den Künstlern gewesen ist. Obwohl das alles sehr bekannte Namen sind, die viel Geld verdienen, war es für sie kein Problem, in mein Studio zu kommen, etliche Entbehrungen in Kauf zu nehmen, um coole Musik für einen coolen Film zu machen.“
Von der Kritik wurde „Underworld“ allerdings gespalten aufgenommen. Einig war man sich einzig über den coolen Look des apokalyptischen Gemetzels.
„So schwelgt ‚Underworld‘ von der ersten Minute an in einer martialischen, rasant geschnittenen und visuell in makelloser Videoclip-Ästhetik, die völlig vergessen lässt, mit was für einem für Hollywoodverhältnisse geradezu minimalistischen Budget der Streifen realisiert wurde. Zur entsprechenden Visualisierung entschied sich Wiseman für hyperkinetische Kamera- und Schnittarbeit, was es manchmal schwer macht, die in stimmigstem Schwarzblau aufgenommen Bilder in ihrer vollen Pracht wahrzunehmen. Die zeitweise eingesetzte schwindelerregende Beschleunigung, wenn beispielsweise die Kamera aus den Augen eines laufenden Werwolfs blickt, oder die Zeitlupe der Schusswechsel unterstreichen den offensichtlich gewünschten Videogame-Effekt. Dem Diktat des Markts passt sich auch der hämmernde Soundtrack von Rap, Metal und Industrial an, der den aggressiven Horroractioner auch auf akustischer Ebene mit einer kompromisslosen Dosis an Adrenalin anreichert“, urteilt Johannes Pietsch auf filmstarts.de. „Die Britin Kate Beckinsale bildet den attraktiven Mittelpunkt des dynamischen Geschehens. Als Vampirin Selene, die in lasziv hautenger Latex- und Lederkluft und bewaffnet mit zwei großkalibrigen Kanonen Jagd auf die verhassten Lycaner macht, die einst ihre Familie ermordeten, stellt sie die idealtypische weibliche Variante all jener schwarz gewandeter Rächer der Nacht von ‚Batman‘ bis zu ‚Blade‘ dar, die seit einem traumatisierenden Verlust die dafür Verantwortlichen zur Strecke bringen.“ 
Nachdem „Underworld“ das Fünffache seines Produktionsbudgets eingespielt hatte, war das Sequel natürlich vorprogrammiert. Mit den bekannten Charakteren aus dem ersten Teil, aber etwas anderem Look und mehr Action durfte Kate Beckinsale wieder auf Werwolf-Jagd gehen. Bis vor kurzem war die Todeshändlerin Selene (Kate Beckinsale) davon überzeugt, dass Werwölfe ihre Familie ausgerottet haben und sie selbst von Viktor, einem der drei Vampir-Ältesten, gerettet wurde. Daraufhin konvertierte sie zu den Blutsaugern und verschrieb ihr Leben dem Abschlachten von Lykanern.
Am Ende von „Underworld“ kam sie hinter das Geheimnis, dass Viktor ihre Familie abgeschlachtet hatte, wofür er schließlich mit einem sauber gespaltenen Schädel bezahlen musste. Sie wandte sich von ihrem Orden ab, als sie den Hybriden Michael rettete, der von den Lykanern auf ihre Seite gezogen werden sollte. Zusammen mit Michael, der mittlerweile die Kräfte des Werwolfs und des Vampirs in sich vereint, will Selene die ganze Geschichte der Blutfehde zwischen den Vampiren und Lykanern enträtseln und sucht dazu den offiziellen Chronisten des Vampirordens, Adrian Tanis, auf. Dort erfährt sie, dass nicht Marcus oder Viktor die obersten Herrscher ihres Clans sind, sondern Alexander Corvinus (Derek Jacobi), Vater der beiden Zwillingsbrüder Marcus und William. Corvinus ließ den Werwolf William für den Rest seines Lebens einkerkern und vertraute darauf, dass die Blutlust von Marcus ausreichen würde, seine Weltherrschaft zu sichern. Marcus befreit seinen Bruder schließlich und löst damit eine Kette weiterer blutiger Schrecken aus, in deren Wirren sich Selene und Michael endlich näher kommen …
„Zu Beginn des Films ist Selene sehr verwirrt“, rekapituliert Kate Beckinsale ihre Rolle. „Alles, was sie dachte, dass seit Jahrhunderten wahr sei, ist falsch gewesen. Sie tötete unzählige Werwölfe aus Rache, die komplett unangebracht war. Und nun, nachdem sie Viktor getötet hat und sich selbst von den Vampiren lossagte, ist Michael ihr einziger Verbündeter, der selbst mit der Tatsache zu kämpfen hat, dass er ein Hybrid geworden ist.“
Während gewöhnliche Sequels meist nicht mehr als einen wenig originellen Abklatsch des Originals darstellen, versuchten die Filmemacher, allen voran Regisseur und Beckinsale-Ehemann Len Wiseman, die Geschichte von „Underworld“ weiterzuerzählen. Dazu zählt vor allem die sich weiter entwickelnde Beziehung zwischen Selene und Michael. „Ich habe den ersten Film mit Absicht mit dem Anfang der Beziehung beendet“, enthüllt Len Wiseman seinen Masterplan. „Es gab diesen Romeo-und-Julia-Aspekt in der Geschichte von Lucian und seiner Vampir-Liebe Sonja, und dann mit Selene und Michael. Selene hasst die Menschen, so dass der Beziehung keine echte Chance gegeben wurde, bis der Film endete. Am Ende des Films haben die Leute dann spekuliert: Wird es eine Beziehung geben? Wie würde sie dann aussehen?“
Interessanterweise inszenierte Wiseman das Horror-Spektakel nicht als mythisch verwurzeltes Drama, sondern als modernes, eher wissenschaftlich ausgerichtetes Action-Drama mit Figuren aus der Typologie des Grauens. „Ich bin kein großer Fan der alten Filme und Legenden“, gibt Wiseman zu. Statt sich an den Klassikern der amerikanischen Universal-Ära in den 30ern und 40ern bzw. der Hammer-Produktionen aus den 60ern und 70ern zu orientieren, ließ der junge Regisseur allen religiösen Hokuspokus beiseite und stellt die Herrschaftslinie der Vampire als Resultat eines genetischen Defekts dar.
„Ich halte nichts von den religiösen Vampiren, denen man ein Kreuz vors Gesicht hält und die dann zu Staub zerfallen. Ich betrachte sie als Fantasy-Vampire, während in meiner Welt wirkliche Vampire existieren. Es geht dabei mehr um eine seltene Blutkrankheit, eine Seuche, statt um etwas allzu Fantastisches. Ich wollte etwas anderes sehen, also entwickelte ich ‚Underworld’ als geradlinigen Actionfilm mit diesen Horror-Charakteren. Es ist ja so: Wenn du dich an die Regeln hältst, erreichst du irgendwann den Punkt, wo jeder sagt, dein Film ist langweilig, das hat man alles schon gesehen. Natürlich haben sie das, weil die Leute angepisst sind, wenn die Regeln geändert werden. Aber ich ändere gern die Regeln. Und es gibt gewisse Dinge, gegen die ich nichts habe. Wenn Vampire nicht davon leben würden, Blut zu trinken, warum sollte ich dann Vampire nehmen? Werwölfe haben etwas mit dem Mond zu tun. Aber ich wollte keine religiösen Elemente in ‚Underworld’. Vampire haben keinen Bezug zu irgendeiner Religion, sie sind keine Dämonen. Es gibt nur dieses Virus, das sich verbreitet und eine Blutkrankheit darstellt. Ich wollte einen Weg finden, etwas anderes zu machen. Manche Leute mögen das, andere nicht.“ 
Das eigensinnige Konzept funktionierte. Nachdem „Underworld“ bereits vor DVD-Veröffentlichung das Fünffache seines Budgets eingespielt hatte, plante man schnell das Sequel, das sich etwas vom blau-monochromen Underground-Look des Vorgängers abheben sollte. Zwar ist auch der Look von „Underworld: Evolution“ in meist blauen Tönen gehalten, wirkt aber schon dadurch etwas farbenfroher und heller, weil das Geschehen nicht mehr in der Stadt und seinen verborgenen Winkeln spielt, sondern nach draußen in die Natur verlegt worden ist.
„Der Film verfügt über etwas mehr Farbe, aber in verschiedenen Umgebungen“, erzählt Wiseman. „’Underworld’ war noch sehr urban und klaustrophobisch, während dieser Film sich öffnet. Er ist auf der Flucht. Er spielt draußen, in den Bergen. Ich wollte nicht den gleichen Film noch einmal drehen.“ Und der Schluss von „Underworld: Evolution“ ist zum Glück so gestaltet, dass die Option für ein weiteres Sequel natürlich offen bleibt … „Natürlich machen wir uns schon Gedanken darüber, es gibt eine Menge Fragen. Wir sind in der gleichen Situation wie beim ersten Film, als wir uns fragten, ob es einen zweiten geben wird. Ob es genügend Interesse an einer Fortsetzung gibt und ob die Fans begeistert sind … Ich denke, viele Leute mögen die Geschichte, die wir entwickelt haben, da es nicht mehr viele Filme gibt, die so einen Hintergrund bieten“, meint Wiseman.

Im Prequel „Underworld: Aufstand der Lykaner“ (2009) kehrte die Geschichte zurück zu den Anfängen der jahrhundertealten Blutfehde zwischen den aristokratischen Vampiren (Death Dealer) und ihren einstigen Sklaven, den barbarischen Lykan-Werwölfen. In diesen finsteren Zeiten erhebt sich der junge Lykaner Lucian (Michael Sheen) zum Revolutionsführer im Kampf gegen den grausamen Vampirkönig Viktor (Bill Nighy), der die Lykaner seit hunderten von Jahren verfolgt. In seinem Kampf wird Lucian von seiner heimlichen Liebe, der schönen Vampirfrau Sonja (Rhona Mitra), unterstützt. Der renommierte Special Effects- und Creature-Designer Patrick Tatopoulos („Underworld“, Underworld: Evolution“, „I, Robot“, „I am Legend“), der in den ersten beiden Filmen von 2003 und 2006 bereits die Kreaturen schuf, übernahm die Regie der neuesten Folge dieser stylischen Horror-Reihe. Bei der Kritik fiel das Prequel aber komplett durch:
‘Underworld‘ wusste seinerzeit als konsequenter Action-Comic-Gothic-Horror-Hybrid zu überzeugen, der gewohnte Seh- und Umgangsformen mit Werwölfen und Vampiren auf den Kopf stellte. Kate Beckinsale, eskortiert von Scott Speedman, gab im Latexkostüm die Amazone, perfekt abgestimmt auf eine wirklich düstere blaustichige Nacht- und Unterwelt. Ein Sequel wärmte all das auf und nun befinden wir uns im per se düsteren Mittelalter, wo Obervampir Viktor (Bill Nighy) sich Lykaner zur Abwehr der Werwölfe züchtet. Da wir seit Spartakus wissen, dass Sklaven rebellieren und seit Shakespeare, dass sich die Töchter meist die falschen Liebhaber suchen, kommt es, wie es kommen musste. Im Gegensatz zu den überkomplexen Vorgängern ist ‚Aufstand der Lykaner‘ eher unterkomplex. Die Plot-Reduktion lässt sich schon daran erkennen, dass überhaupt nur eine Handvoll Sprechrollen auszumachen ist. Die Geschichte läuft in äußerst geraden und vorhersehbaren Bahnen, ohne dabei zu langweilen“, befindet Sascha Keilholz auf critic.de „Trotz des Schauplatz- und Zeitwechsels bleibt sich die Reihe optisch treu. ‚Aufstand der Lykaner‘ spielt ausschließlich in der naturgemäß düsteren Vampirburg und im nächtlichen Wald, beider Orts kommt es zu Auseinandersetzungen, die wie gewohnt mit gepflegter Brutalität ausgetragen werden. ‚Aufstand der Lykaner‘ ist ganz seinem Look und seiner Mittelalter-Monster-Comic-Action verschrieben.
“ Für das vierte „Underworld“-Abenteuer schlüpfte Kate Beckinsale wieder in das Lack-und-Leder-Kostüm, die Regie übernahmen bei "Underworld: Awakening" die Schweden Björn Stein und Måns Mårlind („Storm“, „Shelter“).
Nachdem sie zwölf Jahre lang in einem komatösen Zustand gehalten wurde, erfährt die Vampirin Selene (Kate Beckinsale), dass sie Mutter einer ebenso alten Tochter namens Eve (India Eisley) ist. Diese ist halb Vampir und halb Lykaner. Als Selene versucht den Mensch-Lykaner und vermeintlichen Vater Michael (Scott Speedman) zu finden, muss sie feststellen, dass die Welt nicht die ist, die sie einmal war. Denn nun sind es die Menschen, die die größten Feinde der Vampire sind. Seitdem die Menschheit von der Existenz der Vampire und Lykaner weiss, versucht sie beide auszurotten. Um dies zu verhindern, ziehen Selene und ihre neue Familie alle Register und wollen zu diesem Zweck ihrem größten Gegner, der Organisation Antigen, das Handwerk legen, die mit dem Erschaffen von Super-Lykanern den Tod aller bedeuten würden. Den Regisseuren war bewusst, wie viel Arbeit darin steckte, diese Saga erschaffen und über drei Filme hinweg konsequent weitererzählt zu haben. Sie haben großen Respekt vor dem Franchise.
„Die Filme basieren auf einer starken, interessanten und durchdachten Mythologie, weshalb wir von Anfang an Fans waren“, sagt Mårlind. „Hier geht es um universale Themen wie Liebe, Überleben und Tod. Wir nehmen das sehr ernst, aber gleichzeitig passieren unentwegt so viele coole Dinge, dass es nie aufgesetzt wirkt. Die Serie zeichnet sich aus durch eine gute Mischung aus Darstellungen und visuellem Stil. Das gefällt uns. Wir sehen uns weder nur als visuelle Regisseure oder nur als Schauspielerregisseure. Wir mögen beides.“ 
Das Hauptanliegen des Duos war es, so Stein, neue, spannende Elemente auf die Leinwand zu zaubern, während man das Beste aus der Vergangenheit beibehalten wollte. „Wir wollten dabei sein, weil das Drehbuch so gut war“, sagt Stein. „Das Konzept des Films weicht tatsächlich etwas von den früheren Teilen ab, also ist es ein Balanceakt. ‚Underworld Awakening‘ spielt nicht heute, er ist nicht in unserer Welt angesiedelt. Das war eine Herausforderung, weil wir eine völlig neue Welt erschaffen mussten, während man gleichzeitig immer sofort erkennen sollte, dass es sich um einen ‚Underworld‘-Film handelt, der sich der Reihe absolut verpflichtet fühlt.“
"Und auch wenn Mårlind und Stein sich hin und wieder dem Waffen-, Lack- und Lederfetischismus ergeben, der zum Markenzeichen des Franchises geworden ist, so präsentieren sie doch mehr Schauwerte als nur phallisch in den Zuschauerraum ragende Pistolenläufe", findet Tim Slagman auf gamona.de. "Wilde, blutige Action-Choreographien in dunkelster Nacht haben die Filmemacher entworfen, und sie beweisen dabei ein erstaunliches Gefühl für Rhythmus und Bewegung, Montage und Raum."
Wie in den vorangegangenen „Underworld“-Filmen spielt auch in Teil 4 die Musik eine tragende Rolle. Für den Score zeichnet wieder Paul Haslinger verantwortlich, der mit seiner Musik zum ersten „Underworld“-Film den Durchbruch als Filmkomponist in Hollywood erzielte. Ergänzt wird die Score-Veröffentlichung erneut durch eine Song-Compilation mit Beiträgen von Hochkarätern wie The Cure, Evanescence, Linkin Park, Lacuna Coil, Ministry und Combichrist.
Playlist:
1 The Cure - Apart (Renholder Remix) (Underworld: Awakening - Soundtrack) - 06:39
2 Paul Haslinger - Deathdealers Deploy (Underworld - Score) - 02:16
3 Milla - Rocket Collecting (Underworld - Soundtrack) - 05:44
4 Slipknot - Vermillion Pt 2 (Bloodstone Mix) (Underworld: Evolution - Soundtrack) - 03:39
5 Puscifer - REV 22:20 (Underworld - Soundtrack) - 04:41
6 Paul Haslinger - Bloodlines (Underworld - Score) - 05:11
7 Renholder - Down In The Lab (Underworld - Soundtrack) - 01:48
8 Paul Haslinger - Eternity And A Day (Underworld - Score) - 04:07
9 David Bowie - Bring Me The Disco King (Loner Mix) (Underworld - Soundtrack) - 06:08
10 Paul Haslinger - Keep Watch Over The Night (Underworld - Score) - 05:37
11 Marco Beltrami - Corvin's Crusin' Crypt (Underworld: Evolution - Score) - 03:13
12 Paul Haslinger - Sonja's Trial And Execution (Underworld: Rise of the Lycans - Score) - 05:26
13 Hole In The Earth - Deftones (Renholder Remix) (Underworld: Rise of the Lycans - Soundtrack) - 03:47
14 The Naked And The Famous - Young Blood (Renholder Remix) (Underworld: Awakening - Soundtrack) - 04:09
15 Genghis Tron - Board Up The House (Renholder Remix) (Underworld: Rise of the Lycans - Soundtrack) - 04:19
16 William Control - The Posthumous Letter (Underworld: Awakening - Soundtrack) - 04:06
17 Thrice - Broken Lungs (Legion of Doom Remix) (Underworld: Rise of the Lycans - Soundtrack) - 04:48
18 Civil Twilight - How'm I Supposed to Die (Underworld: Awakening - Soundtrack) - 03:21
19 Paul Haslinger - The Purge (Underworld: Awakening - Score) - 03:02
20 Paul Haslinger - The Rise of the Lycans (Precious Cargo Remix) (Underworld: Rise of the Lycans - Score) - 03:54
21 Paul Haslinger - This Is Not One of Us (Underworld: Awakening - Score) - 03:20
22 Alkaline Trio - Over and Out (Renholder Remix) (Underworld: Rise of the Lycans - Soundtrack) - 03:29
23 Paul Haslinger - A New Dawn (Underworld: Awakening - Soundtrack) - 03:36
24 Sarah Bettens - All of this Past (Underworld - Soundtrack) - 04:28
25 The Cure - Underneath The Stars (Renholder Remix) (Underworld: Rise of the Lycans - Soundtrack) - 03:36
26 Puscifer - The Undertaker (Renholder Remix) (Underworld: Evolution – Soundtrack) - 03:57
27 Paul Haslinger - If You Knew Him As I Did (Underworld: Awakening - Score) - 03:47

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