Donnerstag, 26. Dezember 2013

Playlist #127 vom 29.12.2013 - DUSTIN O'HALLORAN Special

Dem amerikanischen Komponisten Dustin O’Halloran wurde seine musikalische Begabung offensichtlich schon in die Wiege gelegt. Denn bereits im Alter von sieben Jahren erhielt er Klavierunterricht und gab als Elfjähriger Konzerte, bei denen er seine eigenen Kompositionen vorstellte. Mittlerweile hat der in Berlin lebende und arbeitende O’Halloran nicht nur mit Dévics eine eigene Band ins Leben gerufen, sondern auch einige bemerkenswerte Solo-Alben veröffentlicht und sich einen Namen in der Filmmusikszene machen können. Gerade hat Milan Records den Soundtrack zu Drake Doremus' Familiendrama „Breathe In“ veröffentlicht.

Während seines Studiums am Santa Monica College in Los Angeles lernte O'Halloran die Sängerin und Musikerin Sara Lov kennen, mit der er die Band Dévics gründete. Zwischen 1998 und 2006 erschienen die Alben „If You Forget Me…“ (1998), „My Beautiful Sinking Ship“ (2001), „The Stars At Saint Andrea“ (2003) und „Push The Heart“ (2006). In dieser Zeit sammelte O’Halloran auch seine ersten Filmmusikerfahrungen. Seine Musik wurde in Matthew Modines „One Last Score“ (1999), Jason Blooms „Viva Las Nowhere“ (2001), Giuseppe BertoluccisL’amore probabilmente“ (2001) und Chris Lovenkos „Easy Six“ (2003) verwendet, bevor er 2004 nach Italien auswanderte, wo er seine Komponistenkarriere vorantrieb. Mit dem Klavier, das ihm seine damalige Freundin schenkte, verband den Komponisten gleich eine innige Beziehung. Seiner Meinung nach gewinnt das Klavier durch seine Fähigkeit, so viele Variationen und Oktaven abzudecken, an Ausdruckskraft, zudem strahlt es als echtes Soloinstrument eine Intimität aus, die unglaublich intensiv ist.
Obwohl O’Halloran von zeitgenössischen Komponisten wie Erik Satie und Arvo Pärt, Frédéric Chopin, Philip Glass, Hans Otte, John Luther Adams, Olivier Messiaen, Ennio Morricone oder Gavin Bryars inspiriert wird, hat er seinen Rock- und Dreampop-Background nie vergessen und arbeitet immer wieder mit Künstlern aus ganz unterschiedlichen Bereichen zusammen (z.B. k.d. lang, Soulsavers, Johán Johánnsson, Hauschka und Mark Lanegan).
2004 und 2006 erschienen seine ersten beiden Solo-Alben „Piano Solos“ und „Piano Solos Vol. 2“, von denen Sofia Coppola gleich drei Stücke für den Soundtrack zu ihrem Kostümdrama „Marie Antoinette“ (2006) verwendete („Opus 17“, „Opus 23“, „Opus 36“). Es folgten Beiträge zu den Soundtracks „The Good Life“, „Boot Camp“ und „The Beautiful Ordinary“ (alle 2007) sowie zu „Bresson & Adeline“ (2008), dazu komponierte O’Halloran die Scores zu „An American Affair“ und „Remember The Daze“ (ebenfalls beide 2008).
Nach einer etwas längeren Veröffentlichungspause erschienen 2011 bei Fat Cat Records das Live-Album „Vorleben“ und das neue Studiowerk „Lumiere“, das O’Halloran mit verschiedenen Streichorchestern in Europa, China und Nordamerika auch live vorstellte.
„Das Album ist ein Konzept über die Synästhesie, die Fähigkeit Farben zu sehen, wenn man Musik hört, also, ja, es ist visuell in einem filmischen Sinne. Mir ist klar geworden, dass das die Art und Weise ist, wie ich Musik erfahre, nachdem ich während der Aufnahmen zum Album zu diesem Thema recherchiert habe. Und ich habe viele Verbindungen zwischen Malern und Komponisten wie Kandinsky, Rothko, Olivier Messiaen, Schoenberg oder Debussy entdeckt“, erklärt O’Halloran das Konzept des Albums im Interview mit hhv-mag.com
2011 erschien auch das gleichnamige Debütalbum von A Winged Victory For The Sullen, einem Projekt das O’Halloran mit dem amerikanischen Komponisten Adam Wiltzie ins Leben gerufen hat. Im selben Jahr begann auch die bis heute andauernde Zusammenarbeit mit dem Filmemacher Drake Doremus, für den O’Halloran die Filme „Like Crazy“ (2011) und „Breathe In“ (2013) sowie die TV-Mini-Serie „The Beauty Inside“ musikalisch vertont hat.
„In kürzester Zeit musst du extrem viel Kreativität aufbringen. Das ist vielleicht nicht die förderlichste oder natürlichste Art und Weise, Musik zu machen, aber es ist oft eine tolle Erfahrung und man stellt schnell fest, dass man mehr schaffen kann, als man anfangs gedacht hätte. Aber natürlich ist es auch oft sehr stressig und ich frage mich, wieso ich das eigentlich immer wieder tue“, beschreibt O’Halloran seine Arbeit für den Film im Interview mit pink-pong.de. „Es hängt auch stark vom Regisseur und dem Projekt ab. So auch bei ‚Breathe In‘, dem letzten Film, zu dem ich den Soundtrack beigesteuert habe. Es war bereits das vierte Mal, dass Drake Doremus und ich zusammengearbeitet haben. Sein erster Film war ein Low-Budget-Movie namens ‚Like Crazy‘ und ich hatte nur einen Monat für das Komponieren. Ich saß hier, es war Dezember, ich verpasste Weihnachten und arbeitete nur. Doch am Ende gewannen wir den Großen Preis der Jury bei den Sundance Filmfestspielen, was völlig unerwartet kam. Rückblickend war das eine wirklich tolle und ehrliche Erfahrung. Jeder hat sehr viel Energie dafür aufgebracht, wurde kaum bezahlt und es war am Ende ein wirklicher Liebesdienst für den Film. Bei ‚Breathe In‘ ist das jetzt alles ganz anders. Die Produktion ist wesentlich größer. Im Film geht es teilweise um Musik und es gibt sogar einige Liveperformances. Und ich durfte von Anfang an mit dabei sein.“

Filmographie/Diskographie:
1999 – „One Last Score“ (Soundtrack)
2001 – „Viva Las Nowhere“ (Soundtrack)
2001 – “L’amore probabilmente” (Score)
2003 – „Easy Six“ (Soundtrack)
2004 – “Piano Solos” (Solo-Album)
2006 – “Piano Solos Vol. 2” (Solo-Album)
2006 – “Alone With Her” (Soundtrack, “The Parade”, “How Things Burn”)
2006 – “Maria Antoinette” (Soundtrack, “Opus 17”, “Opus 23”, “Opus 36”)
2007 – “Boot Camp” (Soundtrack)
2007 – “The Beautiful Ordinary” (Soundtrack)
2008 – “Bresson & Adeline” (Soundtrack, "Opus 30", "Opus 13", "Opus 20", "Opus 7")
2008 – “An American Affair” (Score)
2008 – “Remember The Daze” (Score)
2011 – “Like Crazy” (Score)
2011 – “Lumiere” (Solo-Album)
2011 – “Vorleben” (Live-Album)
2011 – “A Winged Victory for The Sullen” (Projekt mit Adam Wiltzie)
2012 – “Now Is Good” (Score)
2012 – “The Beauty Inside” (Score)
2012 – “The Other Dream Team” (Score)
2013 – “Breathe In” (Score)

Playlist:
01. Dustin O'Halloran - Confrontations (Breathe In) - 02:16
02. Dévics - The End And The Beginning (The Stars At Saint Andrea) - 04:35
03. Dévics - Form (If You Forget Me…) - 06:17
04. Dévics - Red Morning (The Stars At Saint Andrea) - 04:42
05. Dustin O'Halloran - Opus 17 (Marie Antoinette) - 03:52
06. Dustin O'Halloran - Opus 30 (Bresson & Adeline) - 04:08
07. Dustin O'Halloran - Opus 7 (Bresson & Adeline) - 03:44
08. Dustin O'Halloran - Adam And Catherine's Tango (An American Affair) - 04:30
09. Dustin O'Halloran - Opus 55 (Like Crazy) - 06:06
10. Dustin O'Halloran - A Great Divide (Lumiere) - 06:19
11. Dustin O'Halloran - Opus 37 (Like Crazy) - 05:22
12. Dustin O'Halloran - Snow + Light (Lumiere) - 06:34
13. A Winged Victory For The Sullen - Sleep Hills of Vicodin Tears (Breathe In) - 04:24
14. Dustin O'Halloran - In The Forest (Now Is Good) - 03:38
15. Dustin O'Halloran - Opus 16 (Piano Solos) - 04:39
16. Dustin O'Halloran - Opus 38 (Piana Solos Vol. 2) - 06:43
17. Dustin O'Halloran - Light (Now Is Good) - 05:34
18. Dustin O'Halloran - Death Of A President (An American Affair) - 03:00
19. Dustin O'Halloran - Opus 43 (Lumiere) - 06:30
20. Dustin O'Halloran - All Things Must Fall (Now Is Good) - 04:19
21. Dustin O'Halloran - Opus 35 (Piano Solos Vol. 2) - 04:58
22. Dustin O'Halloran - Antiques (The Beauty Inside) - 02:39
23. Dustin O'Halloran - Twin Stars (Like Crazy) - 03:57
24. A Winged Victory For The Sullen - A Symphonie Pathetique (Breathe In) - 08:58

Soundtrack Adventures #127 with DUSTIN O'HALLORAN @ Radio ZuSa by Dirk Hoffmann on Mixcloud

Mittwoch, 11. Dezember 2013

Playlist #126 vom 15.12.2013 - NEUHEITEN 2013 (4)



Große Filme werfen manchmal auch musikalisch ihre Schatten voraus. Das trifft in diesem Jahr einmal mehr auf Peter Jacksons zweiten Film aus seiner Hobbit-Trilogie, „Der Hobbit: Smaugs Einöde“, zu, den Howard Shore ebenso vertonte wie schon zuvor Jacksons gefeierte „Herr der Ringe“-Trilogie und den ersten Hobbit-Film „Eine unerwartete Reise“. Auch für den zweiten Hobbit-Film schuf der kanadische Komponist die vertraut mächtigen, farbenfrohen Orchester-Arrangements, die das Fantasy-Spektakel auf der Leinwand mit melodischem Reichtum begleiten.
Die letzten Wochen haben dem geneigten Hörer aber auch eine Menge weiterer interessanter Soundtracks beschert, die es wert sind, in der vorletzten Sendung in diesem Jahr vorgestellt zu werden. Besonders erfreulich sind dabei die beiden neuen Arbeiten von James Newton Howard. Während er zu „Parkland“, dem Regiedebüt von Journalist Peter Landesman, der in seinem Film das Attentat auf John F. Kennedy aus der Perspektive einiger am Rand des Geschehens stehender Beteiligter und Zeugen rekapituliert, einen ruhigen elektronischen Ansatz verfolgt, arbeitet er Francis Lawrences zweiter Verfilmung der „Die Tribute von Panem“-Trilogie, „Catching Fire“, die wunderschönen Themen, die er für den ersten Film komponiert hat, auf vielschichtige Weise aus.
Überraschend elektronisch ist auch Carter Burwells, eigentlich Hauskomponist der Coen-Brüder, Score zum biografischen Thriller-Drama „Inside Wikileaks – Die fünfte Gewalt“ ausgefallen, in der Regisseur Bill Condon die Geschichte von Wikileaks aufrollt.
Mit zwei ganz unterschiedlichen Scores überzeugt der sonst vor allem auf Komödien-Stoffe abonnierte Christophe Beck („Hangover“-Trilogie, „Aushilfsgangster“). Während er zu Brad Furmans rasanten Thriller „Runner Runner“ mit elektronisch-rhythmischen Klängen auftrumpft, vertont er Disneys animiertes Märchen-Musical "Die Eiskönigin - völlig unverfroren" mit lyrischen Orchesterarrangements, die durch Songs von Kristen Anderson-Lopez wunderbar ergänzt werden.
In dem nächsten musikalischen Block geht es weitgehend ruhig zu, angefangen mit Daniel Pembertons Score zu Ridley Scotts Thriller-Drama „The Counselor“ über Alexander Eberts fast meditativen Klängen zum Abenteuer-Drama „All Is Lost“ mit Robert Redford in der Hauptrolle, Dickon Hinchliffes akustisch akzentuierter Musik zu Scott Coopers Thriller-Drama „Out Of The Furnace“ und Alexandres Desplats melodischen Kompositionen zu Stephen Frears Drama „Philomena“ bis zu Dustin O’Hallorans einschmeichelnden Piano-Klängen zum Liebes-Drama „Breathe In“ und Simon Fisher Turners meditativen Soundscapes zur 1924 entstandenen Dokumentation „The Epic Of Everest“.
Darüber hinaus gibt es in dieser Sendung neue Fernsehserien-Musik von Blake Neely („Arrow“) und Dave Porter („Breaking Bad“), neue Videogame-Action von David Buckley („Call of Duty: Ghosts“) und Christopher Drake („Arkham Origins“) sowie exotische Klänge von Niki Reiser zu Caroline Links neuen Afrika-Film „Exit Marrakech“ zu hören.
Zum Abschluss ist Maestro John Williams mit der blumigen Musik zu Brian Percivals Adaption von Markus Zusaks Bestseller „Die Bücherdiebin“, die im Frühjahr 2014 bei uns in den Kinos startet, zu bewundern sowie Zbigniews Preisners klassisches Werk „Diaries Of Hope“, eine eindringliche Hommage an die polnischen Kinder, die im Holocaust umgekommen sind.


Playlist:
1 Howard Shore - Protector of the Common Folk (The Hobbit: The Desolation of Smaug) - 03:37
2 James Newton Howard - The Tour (The Hunger Games: Catching Fire) - 05:56
3 James Newton Howard - Parade Prep (Parkland) - 03:48
4 Carter Burwell - Never Mess With Sunday (The Fifth Estate) - 04:30
5 Christophe Beck - Escape From Costa Rica (Runner Runner) - 03:05
6 Daniel Pemberton - A Rare Stone (The Counselor) - 03:25
7 Christopher Gordon - Uncertainty (Adore) - 04:05
8 Alexander Ebert - All Is Lost (All Is Lost) - 04:30
9 Dickon Hinchliffe - Our Slate Ain't Clean (Out Of The Furnace) - 03:23
10 Alexandre Desplat - Birth (Philomena) - 03:00
11 Dustin O'Halloran - Opus 20 (Breathe In) - 06:17
12 Simon Fisher Turner - Makalu (The Epic Of Everest) - 04:22
13 Atli Örvarsson - Remembering (A Single Shot) - 04:20
14 Nick Urata - To The Beach (What Maisie Knew) - 03:22
15 Alex Heffes - Plan B/Introducing Javed (Escape Plan) - 06:07
16 Alex Heffes - Sons of Xhosa pt. 1/The Dream/Sons of Xhosa pt. 2 (Mandela) - 03:28
17 Niki Reiser - Journey to Marrakech (Exit Marrakech) - 04:49
18 David Buckley - Main Theme (Call Of Duty: Ghosts) - 03:13
19 Christopher Drake - Allies (Arkham Origins) - 03:04
20 James Newton Howard - Peacekeepers (The Hunger Games: Catching Fire) - 05:55
21 Blake Neely - I Forget Who I Was (Arrow - Season 1) - 04:00
22 Christophe Beck - Epilogue (Frozen) - 03:06
23 Zbigniew Preisner - Epitaph (Diaries of Hope) - 07:39
24 John Williams - The Book Thief (The Book Thief) - 07:04
25 Dave Porter - Dead Freight (Breaking Bad Volume 2) - 09:02

Sonntag, 1. Dezember 2013

Playlist #125 vom 01.12.2013 - ETHAN HAWKE Special

Obwohl er bereits im Alter von 14 Jahren im Science-Fiction-Abenteuer „Explorers“ sein Leinwand-Debüt feiern durfte, hatte Ethan Hawke erst vier Jahre später seinen großen Durchbruch als zurückhaltender, aber zunehmend entschlossen wirkender Schüler in Peter Weirs Meisterwerk „Der Club der toten Dichter“ (1989). Mittlerweile hat sich Hawke sowohl als wandlungsfähiger Schauspieler, talentierter Buchautor und Gelegenheits-Regisseur einen Namen gemacht und ist momentan in dem Action-Thriller „Getaway“ wieder im Kino zu sehen.

Ethan Hawke besuchte in Princeton Junction, New Jersey, die Schauspielschule, konnte aber nach seinem Debüt in „Explorers“ (1985) keine Engagements mehr für sich verbuchen, also ging er aufs College und entdeckte die Theaterbühne für sich. Mit der Einladung, an der Seite von Robin Williams den schüchternen Eliteschüler Todd Anderson in Peter Weirs Drama „Der Club der toten Dichter“ zu spielen, konnte Ethan Hawke Kritiker, Publikum und Filmemacher auf sich aufmerksam machen. In den folgenden Jahren spielte er sowohl in Disneys Jack-London-Verfilmung „Wolfsblut“ (1991) als auch in Keith Gordons Kriegsdrama „Spezialeinheit IQ“ (1992) und neben Jeremy Irons in Stephen Gyllenhaals Adaption von Graham Swifts „Waterland“.
1994 glänzte Hawke nicht nur in Ben Stillers Generation-X-Komödie „Reality Bites“, sondern veröffentlichte auch seinen gefeierten Debütroman „Hin und weg“, den er 2007 auch selbst verfilmte. 1995 nahm Richard Linklaters „Before“-Trilogie mit „Before Sunrise“ ihren Anfang. Hawke spielt darin den Amerikaner Jesse, der während der Zugfahrt von Budapest nach Wien die hübsche Französin Céline (Julie Delpy) kennenlernt und mit ihr vierzehn Stunden in Wien verbringt. 1997 folgte Andrew Niccols Science-Fiction-Drama „Gattaca“, dem zwar kein Erfolg an der Kinokasse vergönnt war, aber Hawke verliebte sich in seine Filmpartnerin Uma Thurman, heiratete sie und zog mit ihr zwei Kinder auf. 2004 wurde die Ehe allerdings wieder geschieden.
Ende der 90er überzeugte Hawke in der Charles-Dickens-Verfilmung „Große Erwartungen“, in Richard Linklaters Neo-Western „The Newton Boys“ (beide 1998) und Scott Hicks Bestseller-Verfilmung von David Gutersons „Schnee der auf Zedern fällt“, in der Hawke einen kriegsversehrten Journalisten spielt, der den Mord an einem Japaner zum Ende des Zweiten Weltkriegs untersucht und dabei noch einmal mit ganz persönlichen Enttäuschungen konfrontiert wird.
Im Jahr 2000 übernahm Hawke die Hauptrolle in Michael Almereydas moderner „Hamlet“-Adaption und arbeitete ein Jahr später an der Seite seiner Ehefrau Uma Thurman erneut mit Richard Linklater in dem Drama „Tape“ mit. Anfang der 2000er Jahre bewies Hawke, dass er auch ein ganzer Kerl sein kann. Als junger Polizist unter den Fittichen eines von Denzel Washington gespielten korrupten Cops heimste Hawke in „Training Day“ (2001) seine erste Oscar-Nominierung ein, und auch in dem Psycho-Thriller „Taking Lives“ (2004) und in dem Remake von John Carpenters „Das Ende – Assault on Precinct 13“ (2005) lernte man den bislang in sensiblen Jünglings-Rollen besetzten Schauspieler von einer ganz anderen Seite kennen. Um nicht darauf warten zu müssen, bis ihm eine neue Rolle angeboten wird, hat sich Ethan Hawke auch in anderen Disziplinen betätigt, hat mit „Aschermittwoch“ 2002 seinen zweiten Roman vorgelegt und sich auch als Regisseur betätigt. In den letzten Jahren war Hawke in Sidney Lumets Thriller „Tödliche Entscheidung“ (2007), im Cop-Drama „What Doesn’t Kill You“ (2008), im Vampir-Thriller „Daybreakers“ (2009), in der Fernsehserie „Moby Dick“, in dem Horror-Schocker „Sinister“ (2012) und in diesem Jahr in „Before Midnight“ zu sehen und zeigt sich aktuell in dem Action-Thriller „Getaway“ auf der Leinwand.

Filmographie: 
1985: Explorers – Ein phantastisches Abenteuer (Explorers)
1988: Lion’s Den (Kurzfilm)
1989: Der Club der toten Dichter (Dead Poets Society)
1989: Dad
1991: Wolfsblut (White Fang)
1991: Mystery Date – Eine geheimnisvolle Verabredung (Mystery Date)
1992: Spezialeinheit IQ (A Midnight Clear)
1992: Waterland
1993: Überleben! (Alive)
1993: Auf der Suche nach dem Glück (Rich in Love)
1994: Haltlos (Floundering)
1994: Reality Bites – Voll das Leben (Reality Bites)
1995: Before Sunrise
1995: The Moviemaker (Search and Destroy)
1997: Gattaca
1998: Große Erwartungen (Great Expectations)
1998: Die Newton Boys (The Newton Boys)
1998: Schrille Nächte in New York (The Velocity of Gary)
1999: Schnee, der auf Zedern fällt (Snow Falling on Cedars)
2000: Hamlet
2001: Waking Life
2001: The Jimmy Show
2001: Tape
2001: Training Day
2004: Before Sunset
2004: Taking Lives – Für Dein Leben würde er töten (Taking Lives)
2005: Das Ende – Assault on Precinct 13 (Assault on Precinct 13)
2005: Das Traumdate (One Last Thing…)
2005: Lord of War – Händler des Todes (Lord of War)
2006: Fast Food Nation
2007: Tödliche Entscheidung – Before the Devil Knows You’re Dead
2008: What Doesn’t Kill You
2009: Staten Island
2009: Daybreakers
2009: New York, I Love You
2010: Gesetz der Straße – Brooklyn’s Finest (Brooklyn’s Finest)
2010: Moby Dick
2012: Die geheimnisvolle Fremde (La Femme du Vème)
2012: Sinister
2012: Total Recall
2013: The Purge – Die Säuberung (The Purge)
2013: Before Midnight
2013: Getaway
Playlist:
1 James Newton Howard - Humanity Goes On Trial (Snow Falling On Cedars) - 04:49
2 Maurice Jarre - Keating's Triumph (Dead Poets Society) - 05:59
3 Jerry Goldsmith - First Flight (Explorers) - 02:45
4 Carter Burwell - The Fens (Waterland) - 04:06
5 Mark Isham - A Midnight Clear Pt 2 (A Midnight Clear) - 07:16
6 James Horner - Prologue and Main Title (Dad) - 05:15
7 Hans Zimmer - Opening Credits (White Fang) - 04:18
8 Georges Delerue - Stop Thinking About Her (Rich In Love) - 03:53
9 Patrick Doyle - Finn (Great Expectations) - 02:54
10 James Newton Howard - Typing (Snow Falling On Cedars) - 01:40
11 Maurice Jarre - Carpe Diem (Dead Poets Society) - 04:48
12 Michael Nyman - The Morrow (Gattaca) - 03:13
13 Philip Glass - Main Titles (Taking Lives) - 02:50
14 James Newton Howard - The Evacuation (Snow Falling On Cedars) - 06:34
15 Antonio Pinto - Love Deception (Lord Of War) - 03:44
16 Carter Burwell - Too Too Solid Flesh (Hamlet) - 02:44
17 James Newton Howard - Eating (Alive) - 05:00
18 James Newton Howard - End Titles (Snow Falling On Cedars) - 06:04
19 Mark Mancina - End Titles (Training Day) - 03:05
20 Nathan Whitehead - Who Needs A Car On A Boat (The Purge) - 03:02
21 Christopher Young - Never Go In Dad's Office (Sinister) - 04:47
22 Graeme Revell - What's My Line-up? (Assault on Precinct 13) - 02:35
23 Justin Burnett - Powerplant (Getaway) - 02:24
24 Graham Reynolds - Forgetting Little Things (Before Midnight) - 03:42
25 Placebo - Running Up That Hill (Daybreakers) - 04:52
26 Ethan Hawke - I'm Nuthin' (Reality Bites) - 03:37
27 Marcelo Zarvos - Saint Michael's Prayer (Brooklyn's Finest) - 09:06

Samstag, 9. November 2013

Playlist #124 vom 17.11.2013 - ROBERT FOLK Special

Obwohl er bereits seit 1980 als Komponist für Film und Fernsehen tätig ist, zählt der am 5. März 1949 in New York geborene Robert Folk nach wie vor zu den wenig bekannten Vertretern seiner Zunft. Seine Blütezeit hatte er in den 80er Jahren, als er die komplette „Police Academy“-Serie vertonte, bis zur Mitte der 90er Jahre, als er die Scores zu Major-Produktionen wie „Die unendliche Geschichte 2: Auf der Suche nach Phantásien“, den Trickfilm „Der Zaubertroll“, die Komödie „Schneesturm im Paradies“ und den Jean-Claude-Van-Damme-Actioner „Maximum Risk“ komponierte. Aber erst jetzt erscheinen einiger seiner Arbeiten auf offiziellen Soundtrack-CDs – wie „Can’t Buy My Love“, „A Troll In Central Park“ oder sein aus dem Jahre 2011 stammendes Werk „There Be Dragons“.

Bereits im Jugendalter tat sich Robert Folk als Songwriter und Bandmitglied bei verschiedenen East-Coast-Rock-Acts hervor, bis er seine Leidenschaft für die klassische Musik entdeckte und an renommierten Juilliard School of Music in New York studierte. Alles schien auf eine rein akademische Karriere hinauszulaufen, denn mit dem Doktorgrad ausgezeichnet unterrichtete Folk bereits einige Jahre an der Fakultät, bevor er über einen befreundeten Regisseur einen Fuß in die Türen von Hollywood setzen konnte. Nach seinem Engagement für die Fernsehserien „Hart aber herzlich“ und „Unter der Sonne Kaliforniens“ Anfang der 80er feierte Robert Folk 1984 seinen Durchbruch, als er für die Komödie „Police Academy“ 1984 den Score komponierte und nach dem großen Erfolg des Films alle weiteren Filme des Franchise vertonen durfte, worüber der Komponist heute nicht mehr allzu glücklich ist:
"Ich bedauere, dass ausgerechnet diese Scores am populärsten sind [...] man kann doch nur schwerlich einen dieser Filme als sehenswert bezeichnen. Es hat mir jedoch Spaß gemacht, weil ich Musik mit Marsch-Charakter für großes Orchester schreiben durfte [... außerdem ist] der Produzent ein guter Freund von mir, dem ich stets gern einen Gefallen erweise. Wäre es nicht so, ich hätte wahrscheinlich nach dem ersten Teil keinen Score mehr für die Serie geschrieben“, verriet Folk im Interview mit dem Deutschen Filmmusik-Dienst (Nr. 18 / September 1991).
Seither hat Robert Folk in ganz unterschiedlichen Genres gewirkt, die Musik zu den Science-Fiction-Filmen „Tremors“ (1990) und „Der Rasenmäher-Mann 2“ (1994) ebenso geschrieben wie zu den Animationsfilmen „Rock-A-Doodle“ (1991), „Arabian Knight“ (1993) und „Der Zaubertroll“ (1994), zur Teenie-Komödie „Can’t Buy My Love“ (1987) und den Action-Filmen „Toy Soldiers“ (1991) und „Maximum Risk“ (1996). Nur ein Bruchteil seiner Arbeiten sind von den Soundtrack-Labels Intrada und Varese Sarabande auf CD veröffentlicht worden, einige hat der Komponist selbst als Promos produziert. Momentan arbeitet Robert Folk, der 1990 auch die Ballett-Musik zu „To Dream Of Roses“ komponiert hat, an dem Reboot der „Police Academy“-Serie und einem „Kung Pow“-Sequel. Ein ausführliches Interview mit Robert Folk findet ihr hier .

Filmographie:
1981 Gefangene der Bestien
1982 The Slayer
1982-1983 Hart aber herzlich (TV-Serie)
1982-1983 Unter der Sonne Kaliforniens (TV-Serie)
1983 The Planets (Fernsehfilm-Dokumentation)
1983-1984 Falcon Crest (TVSerie)
1984 Bachelor Party
1984 Einmal Hölle und zurück
1984 Police Academy - Dümmer als die Polizei erlaubt
1984-1987 Faerie Tale Theatre (TV-Serie)
1985 Police Academy 2 - Jetzt geht's erst richtig los
1985 Tall Tales & Legends (TV-Serie)
1985 Thunder Alley
1986 Combat Academy (Fernsehfilm)
1986 Der Prinz von Bel Air (Fernsehfilm)
1986 Die Stewardessen Academy
1986 Disneyland (TV-Serie)
1986 Heiße Geschäfte
1986 Police Academy 3 - ...und keiner kann sie bremsen
1986 Unbekannte Dimensionen (TV-Serie)
1987 Can't Buy Me Love
1987 Police Academy 4 - Und jetzt geht's rund
1987 The Room Upstairs (Fernsehfilm)
1988 Der letzte Outlaw
1988 Police Academy 5 - Auftrag Miami Beach
1989 Crazy Honeymoon - Ein verrückter Hochzeitstrip (Video)
1989 Happy Together
1989 Jesse Hawkes (TV-Serie)
1989 Police Academy 6 - Widerstand zwecklos
1989 Tanz der Hexen
1990 Die unendliche Geschichte 2: Auf der Suche nach Phantásien
1990 To Dream of Roses (Ballett)
1990 Tremors – Im Land der Raketenwürmer
1991 Arizona-Killer
1991 Beastmaster 2 - Der Zeitspringer
1991 Boy Soldiers (Toy Soldiers)
1991 Rock-A-Doodle
1992 Bad Fellows (Fernsehfilm)
1993 Der Racheschwur (Fernsehfilm)
1993 Loaded Weapon 1
1993 Shadowhunter (Fernsehfilm)
1993 The Princess and the Cobbler
1994 Der Mörder unserer Kinder (Fernsehfilm)
1994 Der Zaubertroll
1994 In the Army Now - Die Trottel der Kompanie
1994 Notfall in den Rocky Mountains (Fernsehfilm)
1994 Nunzio's Second Cousin (Kurzfilm)
1994 Police Academy 7 - Mission in Moskau
1994 Schneesturm im Paradies
1994 Skandal in der Notaufnahme (Fernsehfilm)
1995 Ace Ventura - Jetzt wird's wild
1995 Hilfe, meine Familie spinnt (Fernsehfilm)
1995 T-Rex (Video)
1996 Der Rasenmähermann 2 - Beyond Cyberspace
1996 Maximum Risk
1996 Verrückt nach Sam
1997 Booty Call - One Night Stand mit Hindernissen
1997 Boys Life 2 (Segment "Nunzio's Second Cousin")
1997 Nix zu verlieren (Nothing To Lose)
1998 Das Dschungelbuch - Mowglis Abenteuer (Video)
1998 Zweite Liga - Die Indianer von Cleveland sind zurück
1999 Held Up - Achtung Geiselnahme!
1999 The All New Adventures of Laurel & Hardy in 'For Love or Mummy'
1999 Thumb Wars: The Phantom Cuticle (TV-Kurzfilm)
1999 You Are Dead
2001 Die Männer Ihrer Majestät
2002 40 (Kurzfilm)
2002 Boat Trip
2002 Kung Pow: Enter the Fist
2003 Ein Cousin zum Knutschen (Fernsehfilm)
2004 El sol de los venados
2004 In the Shadow of the Cobra
2005 American Pie präsentiert: Die nächste Generation (Video)
2005 Back in the Day
2006 Party Animals 2
2008 Beethoven's Big Break (Video)
2011 Elephant White
2011 There Be Dragons
2011 Underground - Tödliche Bestien
2013 The Secret Village

Playlist: 
1 Robert Folk - Robert's Investigation (There Be Dragons) - 03:36
2 Robert Folk - Suite (Police Academy) - 09:17
3 Robert Folk - Boot Camp (In The Army Now) - 04:48
4 Robert Folk - Toy Soldiers (Toy Soldiers) - 04:57
5 Robert Folk - Key To The Heart (Beatmaster 2) - 05:32
6 Robert Folk - Opening Title (Arabian Knight) - 02:29
7 Robert Folk - Main Title And Magic Thumb (A Troll In Central Park) - 05:40
8 Robert Folk - The Courtroom (Arabian Knight) - 04:09
9 Robert Folk - Bed Of Flowers (A Troll In Central Park) - 07:04
10 Robert Folk - Suite (Kung Pow: Enter The Fist) - 03:46
11 Robert Folk - Main Titles (Trapped In Paradise) - 03:00
12 Robert Folk - Suite (Nothing To Lose) - 03:54
13 Robert Folk - Searching For Fantasia (The Neverending Story II) - 02:19
14 Robert Folk - Suite (To Dream Of Roses) - 03:22
15 Robert Folk - Bastian's Dream (The Neverending Story II) - 02:05
16 Robert Folk - Suite (The Planets) - 03:31
17 Robert Folk - Suite (Miles From Home) - 08:00
18 Robert Folk - Suite (You're Dead) - 03:40
19 Robert Folk - Tour de Nice (Maximum Risk) - 04:42
20 Robert Folk - Stealth Ace (Ace Ventura: When Nature Calls) - 04:04
21 Robert Folk - Mikhail's Diary (Maximum Risk) - 03:33
22 Robert Folk - "Think!"/Out Of Body (Ace Ventura: When Nature Calls) - 02:55
23 Robert Folk - Maximum Conflagration (Maximum Risk) - 03:21
24 Robert Folk - Romance (There Be Dragons) - 02:36
25 Robert Folk - Broken Moon (Can't Buy My Love) - 03:31
26 Robert Folk - Suite (The Thief And The Cobbler) - 13:05

Soundtrack Adventures #124 with ROBERT FOLK @ Radio ZuSa by Dirk Hoffmann on Mixcloud

Freitag, 1. November 2013

Playlist #123 vom 03.11.2013 - STEVE JABLONSKY Special

Wer einmal das Glück hatte, im Umfeld von Hollywood-Komponisten-Star Hans Zimmer zu arbeiten, hat in der Regel gute Chancen, auch auf den eigenen Beinen Karriere im Soundtrack-Business zu machen. Das ist Leuten wie Harry Gregson-Williams und John Powell ebenso gelungen wie Klaus Badelt, Ramin Djawadi, Jeff Rona, Blake Neely, Geoff Zanelli, Henry Jackman oder auch Steve Jablonsky. Der produktive Mann hat in den letzten Monaten die Scores zu so unterschiedlichen Filmen wie dem apokalyptischen Sci-Fi-Thriller „Battlefield“, zur Action-Komödie „Pain & Gain“, zu dem Gangster-Drama „Gangster Squad“ und ganz aktuell zum Sci-Fi-Drama „Ender’s Game“ kreiert.

Nach seinem Studium an der renommierten University of California in Berkeley arbeitete Jablonsky zunächst mit Hans Zimmer und Harry Gregson-Williams an der Bernd-Eichinger-Produktion von „Fräulein Smillas Gespür für Schnee“ mit (1997) und im selben Jahr mit Gregson-Williams an „Ein Fall für die Borger“. Die langjährige Zusammenarbeit mit Michael Bay nahm 1998 ihren Anfang, als Harry Gregson-Williams und Trevor Rabin die Musik zum Blockbuster „Armageddon“ komponierten und Jablonsky Teile des Titelthemas mitkomponierte.
Seine ersten eigenen Filmprojekte realiserte Jablonsky mit den beiden Independent-Filmen „Border to Border“ (1998) und „Überall, nur nicht hier“ (1999). Er schrieb Lieder für die beiden Zeichentrickfilme „Antz“ (1999) und „Chicken Run“ (2000), woraufhin Jablonsky und Gregson-Williams ihre Zusammenarbeit beendeten. Stattdessen wirkte Jablonsky bei Hans Zimmers Scores zu „Hannibal“ und „Pearl Harbor“ (beide 2001) mit, komponierte u.a. jeweils die Trailer zu Michael Bays Kriegs-Epos für den amerikanischen und europäischen Markt.
Nachdem er für „Spirit – Der wilde Mustang“ (2002) den Bryan-Adams-Song „Brothers under the Sun“ geschrieben hatte, startete Jablonskys Karriere richtig durch, als er zunächst die Musik zu „Michael Bay’s Texas Chainsaw Massacre“ (2003) komponieren durfte, dann auch zu Bays Sci-Fi-Filmen „Die Insel“ (2005) und „Transformers“ (2007). Vor allem für Remakes von Horror-Klassikern wurde Jablonsky ein gefragter Name: „Amityville Horror“ (2005), „The Hitcher“ (2007), „Freitag der 13.“ (2009) und „A Nightmare on Elm Street“ (2010) zählten zu den erfolgreichsten Genre-Beiträgen und machten den Namen Steve Jablonsky noch populärer. Dabei schrieb der Komponist nebenbei auch die Musik für die vielfach preisgekrönte Fernsehserie „Desperate Housewives“ (2004-2012) und die Videospielreihen „Gears of War“, "Command & Conquer 3", "Transformers" und „Die Sims 3“.
2012 schuf Jablonsky für Peter Bergs apokalyptischen Action-Drama „Battlefield“ einen entsprechend wuchtigen Orchester-Score, in diesem Jahr glänzte er mit der pulsierenden wie düsteren Arbeit zum Gangster-Drama „Gangster Squad“, für die Action-Komödie „Pain & Gain“ produzierte er einen elektronischen Ambient-Score mit Rock-Elementen, Tribal Percussions und fast schon technoiden Club-Sounds. Für das Science-Fiction-Drama „Ender’s Game“ komponierte Jablonsky schließlich einen wuchtigen wie vielfältigen Orchester-Score mit eindrucksvollen Chorsequenzen.

Filmographie: 
1998: Border to Border
1998: Sorrow’s Child (Kurzfilm)
2002: AFP: American Fighter Pilot (TV-Serie)
2002: Hostage (Kurzfilm)
2002: Live aus Bagdad (Fernsehfilm)
2003: Weltwunder der Technik (TV-Serie)
2003: Michael Bay’s Texas Chainsaw Massacre
2004: Steamboy
2004–2012: Desperate Housewives (TV-Serie)
2005: The Contender (TV-Serie)
2005: Nemesis – Der Angriff (TV-Serie)
2005: Amityville Horror – Eine wahre Geschichte
2005: Die Insel (The Island)
2006: Him and Us (Fernsehfilm)
2006: The Texas Chainsaw Massacre: The Beginning
2007: The Hitcher
2007: D-War
2007: Transformers
2007: Command & Conquer 3: Tiberium Wars (Videogame)
2007: Transformers: The Game (Videogame)
2008: Gears of War 2 (Videogame)
2008: Command & Conquer 3: Kane’s Wrath (Videogame)
2009: Die Sims 3 (Videogame)
2009: Die Sims 3: Reiseabenteuer (Videogame)
2009: Transformers: Die Rache
2009: Freitag der 13.
2009: Transformers – Die Rache (Videogame)
2010: A Nightmare on Elm Street
2010: Prince of Persia: Die vergessene Zeit (Videogame)
2010: Die Sims 3: Traumkarrieren (Videogame)
2010: Die Sims 3: Late Night (Videogame)
2010: Transformers: War for Cybertron (Videogame)
2011: Die Sims 3: Lebensfreude (Videogame)
2011: Gears of War 3 (Videogame)
2011: Your Highness
2011: Transformers 3 (Transformers: Dark of the Moon)
2012: Battleship
2012: Where’s Waldo? (Kurzfilm)
2013: The List (Fernsehfilm)
2013: Gangster Squad
2013: Pain & Gain
2013: Ender’s Game – Das große Spiel
2013: Gears of War: Judgment (Videogame)
2013: Lone Survivor
2014: Transformers: Age of Extinction
Playlist: 
1 Steve Jablonsky - The Battle Room (Ender's Game) - 03:03
2 Steve Jablonsky - Manchester 1866 (Steamboy) - 05:12
3 Steve Jablonsky - A Special Purpose In Life (The Island) - 02:25
4 Steve Jablonsky - London World Exposition (Steamboy) - 03:31
5 Steve Jablonsky - Going For Help (The Hitcher) - 03:18
6 Steve Jablonsky - Yeouijoo (D-War) - 02:58
7 Steve Jablonsky - The Lake (Transformers) - 02:05
8 Steve Jablonsky - Yellow Temple (Command & Conquer 3: Tiberian Wars) - 02:10
9 Steve Jablonsky - Simmering Mallets (The Sims 3) - 03:03
10 Steve Jablonsky - Mannequin Dreams (The Sims 3: Showtime, Supernatural & Seasons) - 02:22
11 Steve Jablonsky – Maps & Simbols (The Sims 3) - 02:00
12 Steve Jablonsky - Two Of These Please (The Sims 3: World Adventures & Ambitions) - 02:00
13 Steve Jablonsky - Main Title (A Nightmare On Elm Street) - 02:35
14 Steve Jablonsky - Finding The House (The Amityville Horror) - 03:37
15 Steve Jablonsky - Friday the 13th Opening Title (Friday the 13th) - 03:43
16 Steve Jablonsky - Ten Push Ups (The Texas Chainsaw Massacre: The Beginning) - 03:49
17 Steve Jablonsky - Defying Gravity (Prince Of Persia: The Forgotten Sands) - 03:01
18 Steve Jablonsky - Let Us Quest! (Your Highness) - 04:29
19 Steve Jablonsky - The Art Of War (Battleship) - 04:31
20 Steve Jablonsky - Gathering Storm (Gears Of War 2) - 04:09
21 Steve Jablonsky - Bridge Too Far Indeed (Gears Of War 3) - 03:40
22 Steve Jablonsky - Return Fire (Gears Of War 3: Judgement) - 03:10
23 Steve Jablonsky - Release Of The Djinn (Prince Of Persia: The Forgotten Sands) - 03:53
24 Steve Jablonsky - Arirang (D-War) - 03:16
25 Steve Jablonsky - I'm Lincoln (The Island) - 03:42
26 Steve Jablonsky - I'm Gonna Tell Jesus (Pain & Gain) - 04:02
27 Steve Jablonsky - War For The Soul Of LA (Gangster Squad) - 02:48
28 Steve Jablonsky - The Legend Awakes (D-War) - 06:00
29 Steve Jablonsky - End Credits (The Island) - 06:06
30 Steve Jablonsky, Hans Zimmer - The Jablonsky Variations On A Theme By HZ/Cameron Border Post (Tears Of The Sun) - 08:42
31 Steve Jablonsky - Ender's Promise (Ender's Game) - 05:09

Soundtrack Adventures #123 with STEVE JABLONSKY @ Radio ZuSa by Dirk Hoffmann on Mixcloud

Samstag, 12. Oktober 2013

Playlist #122 vom 20.10.2013 - MAX RICHTER Special

Der in Deutschland geborene und in England aufgewachsene Pianist, Komponist und Produzent Max Richter zählt zu den interessantesten zeitgenössischen Stimmen und macht sich in letzter Zeit vor allem als Filmkomponist einen Namen. Allein in diesem Jahr hat Richter die Musik zu den Filmen „Die Nonne“, „The Congress“, „Lunchbox“, „The Last Days on Mars“ und „Miserere“ komponiert.

Max Richter studierte klassische Komposition und Klavier an der University of Edinburgh und an der Royal Academy of Music, bevor er am Tempo Reale in Florenz bei Luciano Berio in die Lehre ging. Er war Mitbegründer des aus sechs Pianisten bestehenden Ensembles Piano Circus, das sich mit zeitgenössischen Werken von Komponisten wie Arvo Pärt, Brian Eno, Philip Glass und Steve Reich auseinandersetzte und in zehn Jahren fünf Alben produzierte.
1996 wirkte er als Pianist und Co-Komponist am Album „Dead Cities“ der britischen Electro-Formation The Future Sound of London ebenso mit wie an den Folgewerken „The Isness“ und „The Pepperment Tree and Seeds of Superconsciousness”.
,Dead Cities’ ist eine wirklich interessante Platte. Es war der Anfang meiner Zeit mit Future Sound of London und gerade für ‚Dead Cities‘ jammte ich einfach in einer Nacht etwas Zeugs zusammen. Sie drückten einfach stundenlang die Record-Taste und ich spielte das Piano, mehr war es nicht. Der Track ‚Max‘ war das Ergebnis. Das ist insofern interessant, weil es zwei Ströme an Improvisation in diesem Track gibt, der eine ist mein Piano-Part, der andere ist das Saxophon. Es sind zwei völlig unabhängig voneinander aufgenommene Performances an verschiedenen Tagen, ohne die jeweils andere Darbietung zu hören. Gary und Brian schnitten und würzten sie, bis sie zusammenpassten. Auf ihrem nächsten Album ‚The Isness‘ (2002), das eine dreijährige chaotische Phase umfasste, war ich mehr auf der Produktionsebene involviert, und ich arbeitete auf ganz unterschiedliche Weise mit ihnen zusammen. Dabei verbrachte ich viel Zeit am Telefon mit Gary, der zu der Zeit in Indien weilte. Es war eine merkwürdige Zusammenarbeit über das Telefon, durch das Gary mit seine Mixes schickte. Diese Platte nahm über einen langen Zeitraum eine seltsame, chaotische Form an, es war ein wilder Ritt“, rekapituliert Richter in einem Interview mit cyclicdefrost.com.
Im Jahr 2000 arbeitete Richter mit Roni Size am Reprazent-Album „In The Mode“ mit und produzierte 2005 das Comeback-Album „Lookaftering“ der legendären englischen Folksängerin Vashti Bunyan – 35 Jahre nach ihrem erst über die Jahre hinweg geschätzten Debütalbum „Just Another Diamond Day“. In der Zwischenzeit hat Max Richter mit „Memoryhouse“ im Jahr 2002 sein Solodebüt veröffentlicht, das er mit dem BBC Philharmonic Orchestra und dem Violinisten Alexander Balanescu aufnahm. Darin werden Textpassagen und Gedichtlesungen mit Ambient-Collagen unterlegt, von denen fünf Stücke in der sechsteiligen BBC-Dokumentation „Auschwitz: The Nazis and the Final Solution“ verwendet wurden.
Für das Nachfolgealbum „The Blue Notebooks“ (2004) ließ Richter die Schauspielerin Tilda Swinton Tagebuchaufzeichnungen von Franz Kafka lesen. Zwei Jahre später waren es auf „Songs from Before“ die Texte des japanischen Schriftstellers Haruki Murakami, vorgetragen von Robert Wyatt.
„Ich bin von Murakami fasziniert; ich denke, er ist ein wirklich interessanter Autor, er verfügt über eine magische Art, mit sehr gewöhnlichen Dingen umzugehen. Du denkst, du liest über etwas sehr Gewöhnliches, aber unter der Oberfläche geschehen sehr ergreifende und ernsthafte Dinge. Ich bin fasziniert von seiner Fähigkeit, die Natur der Dinge zu thematisieren, ohne direkt die großen Themen zu verarbeiten“, erinnert sich Richter in dem besagten Interview mit cyclicdefrost.com. „Mit ‚Memoryhouse‘ und ‚The Blue Notebooks‘ habe ich sehr perfekte, abgeschlossene Stücke zu kreieren versucht. Bei ‚Songs from Before‘ wollte ich irgendwie etwas Raueres schaffen, ich wollte die Enden etwas mehr hervorscheinen lassen – so denke ich, es ist mehr eine punkige Platte.“ 
2008 erschien Richters viertes Album „24 Postcards in Full Colour“, eine Sammlung von 24 meist nur einminütigen Stücken, die auch als Klingeltöne konzeptioniert worden sind. Dabei sind Stücke entstanden, die von den Musikern Louisa Fuller (Violine), Robert Mc Fall (Violine), Natalia Bonner (Violine), John Metcalfe (Viola), Ian Burdge (Cello), Chris Worsey (Cello), Sua Lee (Cello), Preston Reed (Gitarre) und Max Richter selbst am Piano eingespielt und von Klängen und Geräuschen von Vinyl-Platten und aus dem Radio ergänzt wurden.
Parallel dazu wurde eine Mikro-Website mit 24 Postkartenmotiven kreiert, die jeweils einem Track zugeordnet sind. „Wenn man darüber nachdenkt, wie wir heutzutage Musik hören, wundere ich mich, warum man Klingeltöne bislang als unangemessen für kreative Musik betrachtet hat. Wer sagt, dass Klingeltöne so schlecht sind? Das ist so, als würde man sagen, LPs oder CDs sind schlecht – es ist nur ein Medium“, erklärt Max. „Weil das Stück eine Sammlung von Tönen ist, bei denen ich keine Kontrolle über die Anordnung habe, schuf ich eine Struktur, die das Ganze durch den Gebrauch des geteilten Materials zusammenhält – wie eine Wolke von Stücken oder eine Handvoll Konfetti oder eine Konstellation von Fragmenten, die so geführt wird, wie du es wünschst.“
Im selben Jahr schrieb Richter in Zusammenarbeit mit dem Tänzer Wayne McGregor und dem Künstler Julian Opie die Musik zum Ballettstück „Infra“, das im Royal Opera House in London uraufgeführt wurde und 2010 als Album erschienen ist.
Nach einigen kleineren Filmen, zu denen Richter seit 2006 die Musik komponierte („Soundproof“, „Hoffnung“, „Henry May Long“ und „Frankie Howerd: Rather You Than Me“) feierte er 2008 auch in dieser Disziplin seinen Durchbruch, als er für seinen Score zum israelischen Dokumentarfilm „Waltz With Bashir“ von Ari Folman mit dem Europäischen Filmpreis und der Film selbst mit diversen internationalen Preisen ausgezeichnet worden ist.
Richter verarbeitete in seiner Arbeit zwei bekannte Piano-Motive, Schuberts D.959 und den „Funeral March“ aus Chopin Op.35. „Ich habe diese Fragmente in dem Film verwendet, nachdem ich mit Ari über die Gründe diskutiert hatte, warum er Schubert im Trailer benutzt hat. Es stellte sich heraus, dass seine Mutter Pianistin war und dass diese Stücke ihm persönlich viel bedeutet haben. Also machte es absolut Sinn, sich auf dieses Material in einigen Szenen zu beziehen“, erzählt Max Richter im Interview mit theplaylist.blogspot.de und berichtet seine weitere Herangehensweise an das Projekt. „Ari temptrackte einige Szenen mit teilweise sehr guter Musik, Stücke von Sigur Ros, Brian Eno etc. So bekam ich durch dieses Material ein gutes Gespür für einen möglichen Weg, aber ich entschied mich, das vorübergehende Zeugs beiseite zu legen und stattdessen einfach ein erstes Set mit Sketchen aus dem Skript zu schreiben. Ich begann damit, das Gefühl zu verscheuchen, das ich durch dieses Material bekommen hatte, und schrieb ‚The Haunted Ocean‘ direkt aufs Papier. Als ich dieses Stück fertig hatte, fiel alles andere an seinen Platz. Ari selbst ist sehr musikalisch, so dass er ein idealer Regisseur zum Zusammenarbeiten war. Es war einfach eine großartige Erfahrung, das Material alle paar Wochen zwischen uns hin- und herzuschlagen, so dass die Bilder und der Score sich parallel entwickeln konnten.“
Seither hat Max Richter für eine Vielzahl von Filmen die Musik komponiert, zusammen mit Stéphane Moucha den Score zu Feo Aladags Drama „Die Fremde“, der 2010 den Preis der deutschen Filmkritik für die beste Filmmusik erhielt, außerdem für das französische Drama „Sarahs Schlüssel“ (2010) von Gilles Paquet-Brenner, David Mackenzies Thriller „Perfect Sense“ (2011), Henry Alex Rubins Drama „Disconnect“ (2012) und Ari Folmans neuen Film „The Congress“ (2013).
Außerdem erschien mit „Recomposed by Max Richter: Vivaldi’s Four Seasons“ ein Klassiker in neuem Gewand: „Als Kind habe ich mich darin verliebt. Es ist schöne, charmante Musik mit einer großartigen Melodie und wunderschönen Farben. Später, als ich musikalisch gebildeter war und viel Musik gehört hatte, fand ich es schwieriger zu lieben. Wir hören es überall – in der Warteschleife, im Einkaufszentrum, in der Werbung, es ist überall. Für mich bedeuteten die Aufnahme und das Projekt, den Frieden zurückzugewinnen zu versuchen, mich wieder in das Stück zu verlieben“, erklärt Max Richter auf npr.org die Hintergründe für seine Neuinterpretation.
Was Max Richter auszeichnet, ist nicht nur sein klassischer Hintergrund, sondern auch alles an Musik, die der Komponist in jungen Jahren konsumiert hat, Electronica, frühe Dance Music, Punk und Psychedelia. Den Einfluss von zeitgenössischen Komponisten wie Arvo Pärt, John Tavener, Henryk Górecki und Michael Nyman verbindet Richter mit der Verwendung von Samples, Kammermusik, Ambient-Soundscapes, Spoken-Words-Fragmenten und experimenteller Electronica.
„Ich strebe nach der unglaublichen Intensität und Klarheit und verwende das Minimum an Noten, die nötig sind. Es ist definitiv ein Fall von weniger ist mehr, Dinge wirklich zu konzentrieren. In diesem Sinne bin ich ein Minimalist.“ 

Discographie: 
2002 - Memoryhouse
2004 - The Blue Notebooks
2006 - Songs from Before
2008 - 24 Postcards in Full Colour
2010 - Infra
2012 - Recomposed by Max Richter. Vivaldi's Four Seasons
Filmographie: 
2003 Geheime Geschichten (Fernsehfilm)
2003 Gender Trouble (Kurzfilm)
2006 A Storm and Some Snow (Kurzfilm)
2006 Soundproof (Fernsehfilm)
2006 Work (Kurzfilm)
2007 Butterfly (Video-Dokumentar-Kurzfilm)
2007 Hoffnung
2008 Frankie Howerd: Rather You Than Me (Fernsehfilm)
2008 Henry May Long
2008 Lost and Found (TV Kurzfilm)
2008 Waltz with Bashir (Dokumentarfilm)
2009 Die wilde Farm (Dokumentarfilm)
2009 La prima linea
2009 Like Father Like Son (Kurzfilm)
2009 Lila, Lila
2009 Penelopa
2010 Die Fremde
2010 My Trip to Al-Qaeda (Dokumentarfilm)
2010 Sarahs Schlüssel
2010 Womb
2011 Gangsters
2011 How to Die in Oregon (Dokumentarfilm)
2011 Impardonnables
2011 Nach der Stille (Dokumentarfilm)
2011 Perfect Sense
2011 More Than Meets the Eye (Kurzfilm)
2012 Anton tut ryadom (Dokumentarfilm)
2012 Baek Ya
2012 Das Mädchen Wadjda
2012 Lore
2012 Spanien
2012 Disconnect
2012 The Gift (Kurzfilm)
2013 A Matter of Time (Kurzfilm)
2013 Die Nonne
2013 Lunchbox
2013 Miserere
2013 The Congress
2013 The Last Days on Mars
2013 Prison Terminal: The Last Days of Private Jack Hall (Dokumentar-Kurzfilm)
Playlist: 
1 Max Richter - Wadjda's Journey (Wadjda) - 02:39
2 Max Richter - Europe, After The Rain (Memoryhouse) - 06:14
3 Max Richter - On The Nature Of Daylight (The Blue Notebooks) - 06:12
4 Max Richter - Sarajewo (Memoryhouse) - 04:03
5 Max Richter - Trees (The Blue Notebooks) - 07:53
6 The Future Sound Of London - Elysian Fields (The Isness) - 04:50
7 The Future Sound Of London - Max (Dead Cities) - 02:50
8 The Future Sound Of London - Divinity (The Isness) - 07:28
9 Max Richter - On The Road To Alabama, Pt. 1 (The Congress) - 04:14
10 Max Richter - Haunted Ocean 4 (Waltz with Bashir) - 03:45
11 Max Richter - Running (Disconnect) - 07:04
12 Max Richter - A Sudden Manhattan Of The Mind (24 Postcards In Full Colour) - 02:51
13 Max Richter - Beginning And Ending (The Congress) - 04:53
14 Max Richter - Infra 5 (Infra) - 05:17
15 Max Richter - When She Came Back (Sarah's Key) - 03:35
16 Max Richter - Die Wilde Farm Title (Die wilde Farm) - 03:59
17 Max Richter - Luminous (Perfect Sense) - 05:06
18 Max Richter - Summa (La Marque des anges - Miserere) - 07:10
19 Max Richter - Flowers For Yulia (Songs From Before) - 06:51
20 Max Richter - Summer 3 (Recomposed by Max Richter: Vivaldi - The Four Seasons) - 05:02
21 Max Richter - Dinner And The Ship Of Dreams (Henry May Long) - 05:27
22 Max Richter - Confrontation (Disconnect) - 11:01

SOUNDTRACK ADVENTURES #122 with MAX RICHTER @ Radio ZuSa by Dirk Hoffmann on Mixcloud

Dienstag, 1. Oktober 2013

Playlist #121 vom 06.10.2013 - RON HOWARD Special

Ron Howard ist einer der wenigen amerikanischen Filmemacher, der schon als Kind zu Starruhm als Schauspieler kam, als Erwachsener den Erfolg fortsetzen konnte und bis heute schließlich zu einem Regisseur mit dauerhaften Blockbuster-Qualitäten („Apollo 13“, „Backdraft“, „Sakrileg“) avanciert ist. Nun startet sein neuer Film „Rush“ in den deutschen Kinos.

Ron und sein Bruder Clint wurden von ihrem Vater Rance, einem bekannten Schauspieler („Chinatown“, „Cocoon“), oft in Kinderrollen untergebracht. Meist als Ronny Howard geführt, spielte er von 1960 bis 1968 den Opie Taylor in der „Andy Griffith Show“, im Kino feierte er 1973 seinen Durchbruch in George Lucas‘ „American Graffiti“, 1976 spielte er u.a. in dem Western „The Shootist“, der gleichzeitig der letzte Film der Schauspiellegende John Wayne gewesen ist.
Bereits ein Jahr später begann Howard seine Karriere als Regisseur, zunächst mit dem Low-Budget-Film „Grand Theft Auto“ und beim Fernsehen, bevor er sich Anfang der 80er Jahre mit der Komödie „Nightshift – Das Leichenhaus flippt völlig aus“ (1982) und der Romantik-Komödie „Splash – Jungfrau am Haken“ (1984) in Hollywood einen Namen machten konnte.
1986 gründete Howard mit Filmproduzent Brian Gazer die Produktionsfirma Imagine Entertainment, die fortan Howards Filmprojekte unter ihre Fittiche nahm, darunter das Science-Fiction-Märchen „Cocoon“ (1985) und das Fantasy-Abenteuer „Willow“ (1988), den ersten beiden Zusammenarbeiten zwischen Howard und dem Komponisten James Horner.
Wie vielseitig Howard als Regisseur ist, bewies er vor allem mit den nächsten Produktionen, dem Thriller „Backdraft“ (1991), für den Hans Zimmer den mächtigen Score komponierte, dem epischen Auswandererdrama „In einem fernen Land“ (1992) mit Tom Cruise und Nicole Kidman in den Hauptrollen und einem bemerkenswerten Score von Altmeister John Williams, dem komödiantischen Drama „Schlagzeilen“ (1994) und dem Raumfahrt-Drama „Apollo 13“ (1995), das mit Oscars für den besten Schnitt und den besten Sound ausgezeichnet wurde.
„Das Kapitel ‚Apollo 13‘, das als erfolgreicher Fehlschlag eingestuft wurde, ist mit Sicherheit nicht das glorreichste der US-Raumfahrtgeschichte, aber definitiv das aufregendste und elektrisierendste. Das wusste auch Regisseur Ron Howard (‚A Beautiful Mind‘, ‚The Missing‘) und er tat gut daran, den TV-Filmern die glatt und ohne Pannen abgelaufene Armstrong-Mission zu überlassen. In ‚Apollo 13‘ steckt wesentlich mehr Spannung, menschliches Drama und Tragödie als in dem Heldenstück um die Apollo-11-Mission. Als Faktenvorlage wählte Howard Jim Lovells Bestseller ‚Lost Moon‘“, fasst Carsten Baumgardt auf filmstarts.de zusammen. „‚Apollo 13‘ begeistert Raumfahrt-Interessierte gleich auf mehreren Ebenen. Technisch ist der Film schlicht perfekt. Die wirklichkeitsgetreue Ausstattung stimmt bis ins Detail. Für die Szenen in simulierter Schwerelosigkeit quälte Howard seine Crew mit Drehs im berühmt-berüchtigten ‚Kotzbomber‘. Das Flugzeug stürzt sich in den sogenannten Parabelflug, um für einige Sekunden den Effekt der Schwerelosigkeit zu erreichen. Es sind diese Kleinigkeiten, die ‚Apollo 13‘ so überzeugend machen.“ 
Spannenden Nervenkitzel inszenierte Howard auch mit seinem Thriller „Kopfgeld“ (1996), in dem der millionenschwere Unternehmer Tom Mullen (Mel Gibson) einen ungewöhnlichen Weg beschreitet, seinen gekidnappten Sohn zurückzubekommen: Statt das geforderte Lösegeld von zwei Millionen Dollar zu zahlen und das FBI die Dinge in die Hand nehmen zu lassen, setzt Mullen die Geldsumme als Kopfgeld auf den Entführer Jimmy Shaker (Gary Sinise) aus.
Thematisch ähnlich angesiedelt wie Peter Weirs gefeierte „Truman Show“ ist auch Howards Medien-Satire „EDtv“, in der der einfache Angestellte Ed (Matthew McConaughey) seine eigene TV-Show erhält, in der jede Minute jeder Aspekt seines Lebens der Fernsehöffentlichkeit präsentiert wird. Etwas bissiger fiel Howards trickreiche Adaption von Dr. Seuss‘ etwas anderer Weihnachtsgeschichte „Der Grinch“ aus, wenn sich ein unter der kunstvollen Maskierung kaum noch wiederzuerkennender Jim Carrey daran macht, in dem märchenhaften Whoville Weihnachten zu stehlen.
„Natürlich werden Miesmuffel und Whos am Ende geläutert, wodurch nicht nur ihm, sondern auch dem Film das Herz zu platzen droht. Für sporadische Überzuckerung entschädigen aber immer wieder gelungene Effekte, viele hübsche und komische Einfälle (Lippen als Saugnäpfe zum Glasschneiden) und eine engagierte kreative Synchronisation, in der in einem glänzenden Ensemble vor allem Otto Sander als Erzähler und Stefan Fredrich als Carreys Stimme Akzente setzen. Es sollte schon mit dem Grinch zugehen, wenn dieses Märchen nicht, zumindest bei den Kindern, die Vorweihnachtszeit mitdominiert“, heißt es dazu in der Kritik auf kino.de
Mit seinem nächsten Film „A Beautiful Mind – Genie und Wahnsinn“ (2001) konnte Ron Howard Publikum und Kritiker gleichermaßen für sich einnehmen. In einer Oscar-reifen Leistung spielt Russell Crowe den hoch begabten wie exzentrischen Mathematiker John Nash, der mit einem Stipendium 1947 an die Princeton Universität gelangt und mit einer wegweisenden Forschungsarbeit schließlich so bekannt wird, dass ihn der amerikanische Geheimdienst immer häufiger für Decodier-Aufgaben rekrutiert. Als bei ihm jedoch paranoide Schizophrenie diagnostiziert wird, droht Nash alles zu verlieren, was ihm wichtig ist.
"Geschickte Winkelzüge des Drehbuchs, das Nash in einen gefährlichen Regierungsauftrag während des Kalten Krieges verwickelt, und schauspielerische Glanzleistungen sichern die Aufmerksamkeit des Publikums. Dabei hält es Regisseur Ron Howard freilich mehr mit der Beschwörung von Mitleid und Rührseligkeit als mit einer Hinterfragung von Krankheit und Genie“, befand der film-dienst in seiner Ausgabe 05/2002.
Der Film wurde mit vier Oscars ausgezeichnet, u.a. für den Besten Film und die Beste Regie.
2003 gelang Howard mit „The Missing“ ein perfekt inszenierter Neo-Western mit starken Darstellern. Nachdem Samuel Jones (Tommy Lee Jones) vor Jahren seine Familie verlassen hat, um bei den Apachen zu leben, kehrt er 1886 nach New Mexico zurück, nur um festzustellen, dass seine Frau mittlerweile verstorben ist und seine inzwischen erwachsene Tochter Maggie (Cate Blanchett) nichts von ihm wissen will. Doch als ihre Tochter Lilly von einer brutalen Bande verschleppt wird, ist sie auf die Hilfe ihres entfremdeten Vaters angewiesen.
"Der neue Film von Ron Howard hat alles, was man sich von Hollywood wünscht: Mitunter ist er ziemlich komisch, obwohl er das womöglich gar nicht sein will; er ist hinreichend spannend und bunt, routiniert im traditionellen Western-Breitwand-Format inszeniert, gut gespielt - und er schildert das Ringen der Frau um Selbstverwirklichung auf historisch korrekte Art“, begeisterte sich Anke Westphal in der Berliner Zeitung vom 06.02.2004 für den Film.
Mit „A Beautiful Mind“-Hauptdarsteller Russell Crowe arbeitete Howard dann erneut bei dem Boxer-Drama „Das Comeback“ zusammen, nach „Gung Ho“ übrigens die zweite Zusammenarbeit zwischen dem Regisseur und Komponist Thomas Newman. Der Film erzählt die Geschichte des einst bekannten Boxers Jim Braddock, der während der Großen Depression verarmt ist und alles daran setzt, im Boxring wieder an alte Zeiten anzuknüpfen, um seine Frau (Renée Zellweger) und die drei Kinder durchzubringen. Neben den tadellosen Darstellerleistungen gefallen auch die stimmungsvolle Ausstattung und die edle Kameraführung.
"Armut, Verzweiflung und Existenzangst schildert Regisseur Ron Howard in diesem unter die Haut gehenden Drama und zeichnet nach dem tiefen Fall den Aufstieg Braddocks zum Volkshelden, der seinen Mitbürgern Mut macht und Vorbildfunktion übernimmt, zahlt er doch sogar stolz die Sozialhilfe wieder zurück, als es ihm besser geht. Die Lebensbedingungen sind nach historischen Fakten realistisch dargestellt und ohne sozialromantische Schnörkel“, meint Margret Köhler am 19.08.2005 auf br-online.de. „Russell Crowe verkörpert überzeugend die Hauptfigur als Fighter und Familienvater und sorgt mit seiner Präsenz dafür, dass die Glaubwürdigkeit der Geschichte trotz einer Prise amerikanischem Pathos nicht leidet.“ 
2006 machte sich Ron Howard an die Verfilmung des heißdiskutierten Bestsellers „The Da Vinci Code – Sakrileg“ von Dan Brown. Darin gehen der Symbol-Experte Robert Langdon (Tom Hanks), die Kriminologin Sophie Neveu (Audrey Tautou), der Kunstkenner Sir Leigh Teabing (Ian McKellen) und Kommissar Bezu Fache (Jean Reno) einem Komplott auf die Spur, bei dem die katholische Organisation Opus Die zu vertuschen versucht, dass Jesus Christus mit der heiligen Maria Magdalena ein Kind gezeugt hat.
Bei der Kritik fiel „The Da Vinci Code“ allerdings gnadenlos durch.
„Der amerikanische Regisseur Ron Howard zeigt sich in ‚The Da Vinci Code‘ fasziniert weniger von diesen dogmatischen Revolutionen als von den ehrwürdigen europäischen Schauplätzen. Der Louvre und die Kirche Saint-Sulpice in Paris, die Temple Church in London sind tolle Orte. Wo auch immer Robert Langdon und Sophie Neveu, die schon nach wenigen Minuten unter Mordverdacht stehen, auftauchen, steht bald die Polizei vor der Tür. Es gibt aber immer einen Hinterausgang, und weil dieses Schema sich schnell als allzu verlässlich erweist, fehlt dem Film jede Dynamik“, meint Bert Rebhandl auf spiegel.de. „Auf den einzigen anderen Ausweg, eine auch nur angedeutete Selbstironie, verzichtet Howard. Mit religiösem Ernst folgt er der Geschichte von Dan Browns Bestseller in alle Verliese und Gruften, immer auf der Suche nach dem vielgestaltigen Gral, der Symbol, Person, Reliquie zugleich sein kann, auf jeden Fall aber eine DNA-Spur in die Urkirche. Die Spannungsdramaturgie des Buchs, das in kurzen Kapiteln jeweils ein neues Rätsel entwarf und ein altes klärte, geht bei Howard völlig verloren. Es scheint, als hätte er selbst geahnt, dass die Gegenwart nicht genug Stoff für den Phantasieraum enthält, den Dan Brown geöffnet hat. Howard reichert das Morden und Dechiffrieren zwischendurch mit kurzen historischen 'Rückblenden' an, die graublau verwaschen sind, dabei aber doch all das an Energie enthalten, was der Haupterzählung fehlt.“
Howards nächster Film „Frost/Nixon“ (2008) versöhnte die Kritiker, konnte aber an den Kinokassen nicht punkten. Drei Jahre, nachdem Richard Nixon (Frank Langella) aufgrund der Watergate-Affäre seines Amtes als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika enthoben worden war, gab er 1977 dem britischen Fernsehmoderator David Frost (Michael Sheen) ein legendäres Fernseh-Interview, in dessen Verlauf sich der zunächst selbstgefällige Nixon sogar beim Publikum für seine politischen Fehltritte entschuldigte.
„In dekorativer Retro-Kulisse zeigt Howard zwei erbitterte Gegenspieler, die sich zwar durch ihren Lebensstil und die politische Gesinnung stark unterscheiden, ansonsten aber viel gemeinsam haben. Sowohl Nixon wie auch Frost befinden sich auf dem Tiefpunkt ihrer Karriere und sehen das Interview als letzte Chance, etwas an diesem Zustand zu ändern. Die gemeinsame Herkunft aus der Arbeiterklasse und der dadurch umso mühsamere soziale Aufstieg werden zum Konsens zwischen den beiden Kontrahenten und zum Inhalt eines fiktiven Telefongesprächs, dass der stark alkoholisierte Nixon eines Nachts mit Frost führt“, resümiert Michael Kienzl auf critic.de
Obwohl „The Da Vinci Code“ von der Kritik weitgehend zerrissen wurde, konnte bei dem Erfolg an den Kinokassen auch eine Adaption von Dan Browns „Illuminati“ nicht lange auf sich warten lassen. Diesmal entdeckt der Kunsthistoriker und Symbol-Experte Robert Langdon (Tom Hanks) Beweise für die Reaktivierung des uralten Geheimbundes der Illuminati, die seit jeher mit der katholischen Kirche verfehdet sind. Da Langdon Gefahr im Verzug erkennt, fliegt er augenblicklich nach Rom, wo er sich mit der rätselhaften italienischen Wissenschaftlerin Vittoria Vetra (Ayelet July Zurer) auf eine wilde Odyssee durch die versiegelten Krypten und Katakomben der ewigen Stadt macht, um den Vatikan zu retten.
"In den Hauptrollen glänzen diesmal Armin Mueller-Stahl, der herrlich vielschichtig den Kardinal Strauss gibt. Außerdem der Brite Ewan McGregor als Camerlengo, eine Schlüsselfigur in jeder Hinsicht, zumal er als Kardinal für die Nachfolge des Papstes verantwortlich ist. Und welche Rolle spielt eigentlich der Chef der Schweizergarde (Stellan Skarsgard)? Ron Howard legt viele falsche Fährten; wer der Strippenzieher sein könnte muss erst noch im Dunkeln bleiben... Und so ist ‚Illuminati‘ ein unterhaltsam geratenes filmisches Spektakel, das actionreich, etwas kitschig und wortgewaltig daherkommt, aber glücklicherweise nicht allzu ernst genommen werden muss“, urteilt Heidi Reutter auf br-online.de (06.05.2009).
Nach diesem Blockbuster-Spektakel, für das erneut Hans Zimmer die sakral anmutende Musik komponierte, präsentierte Howard 2011 mit „Dickste Freunde“ eine leichte Fingerübung in Form einer Komödie über eine Männerfreundschaft, bevor er sich nun mit dem Rennfahrer-Drama „Rush“ zurückmeldet, in der Howard die legendäre Rivalität zwischen den beiden Formel-1-Rennfahrern Niki Lauda (Daniel Brühl) und James Hunt (Chris Hemsworth) aufarbeitet. Nachdem der Ferrari des Österreichers beim deutschen Grand Prix 1976 am Nürburgring ins Schleudern geriet und Lauda selbst fast bei dem Crash verbrannt wurde, gewann der Brite Hunt das Rennen. Als Lauda sechs Wochen später wieder am Steuer saß, begann eine famose Aufholjagd um den Weltmeistertitel.
„In erster Linie ist ‚Rush‘ ein präzises Charakterdrama, aber der Hintergrund des Formel-1-Zirkus wird vor allem sportlich bis ins Detail akkurat und authentisch gezeichnet, nur wenige Einzelheiten wurden aus dramaturgischen Gründen geändert. Obwohl die geschilderten Ereignisse zumindest für Kenner der Motorsport-Szene bis ins Letzte bekannt sind, ist Spannung dabei stets garantiert. Das ist Howards inszenatorischer Raffinesse zu verdanken, der hier wie schon bei seinem Raumfahrt-Epos ‚Apollo 13‘ an den entscheidenden Stellen ein Maximum an Emotionalität herausholt. Der ehemalige Kinderstar erweist sich erneut als gewiefter Unterhaltungsdienstleister mit einem feinen Gespür für die Publikumsinteressen“, resümiert Carsten Baumgardt auf filmstarts.de
Wie schon zu „Backdraft“, den beiden Dan-Brown-Verfilmungen, „Frost/Nixon“ und „Dickste Freunde“ komponierte erneut Hollywood-Größe Hans Zimmer den überzeugenden Score.
So hat Ron Howard mit seinen viele Genres umfassenden Filmen, in denen er stets die menschlichsten Tugenden herauszustellen versucht, auch immer die namhaftesten Komponisten für sich gewinnen können, was unterstreicht, wie wichtig die Musik in seinen Werken ist.
„Musik ist ein Feld, das ich sehr ernst nehme und über das ich viel nachdenke. Am Ende des Tages hängen meine Filme von der Vorstellungskraft und den Talenten der Komponisten ab“, meint der passionierte Filmemacher. „Ich versuche, ihnen Möglichkeiten zu schaffen, wenn ich filme. Es ist nicht so, dass ich den Rhythmus der Musik höre oder verstehe, wie es klingt, wenn ich eine Szene drehe. Aber ich weiß, dass der Score wichtig sein wird und dass der Komponist und ich eine Melodie finden müssen, die es wert ist, im Mittelpunkt zu stehen.“

Filmographie: 
1977: Highway 101 – Vollgas bis die Fetzen fliegen (Grand Theft Auto)
1980: Julie erobert den Himmel (Skyward)
1981: Das Geheimnis der Pyramide (Through the Magic Pyramid)
1982: Nightshift – Das Leichenhaus flippt völlig aus (Night Shift)
1984: Splash – Eine Jungfrau am Haken (Splash)
1985: Cocoon
1985: Gung Ho
1988: Willow
1989: Eine Wahnsinnsfamilie (Parenthood)
1990: Backdraft – Männer, die durchs Feuer gehen (Backdraft)
1992: In einem fernen Land (Far and Away)
1994: Schlagzeilen (The Paper)
1995: Apollo 13
1996: Kopfgeld (Ransom)
1999: EDtv
2000: Der Grinch (How the Grinch stole Christmas)
2001: A Beautiful Mind – Genie und Wahnsinn (A Beautiful Mind)
2003: The Missing
2005: Das Comeback (Cinderella Man)
2006: The Da Vinci Code – Sakrileg (The Da Vinci Code)
2008: Frost/Nixon
2009: Illuminati (Angels & Demons)
2010: Dickste Freunde (The Dilemma)
2013: Rush – Alles für den Sieg (Rush)
Playlist: 
1 Hans Zimmer - 1976 (Rush) - 02:59
2 Peter Ivers - Main Theme (Grand Theft Auto) - 02:43
3 Thomas Newman - Track 13 (Gung Ho) - 02:24
4 Lee Holdridge - Love Theme (Splash) - 03:33
5 James Horner - Returning To The Sea (Cocoon) - 04:13
6 James Horner - Elora Danan (Willow) - 09:45
7 Randy Newman - Karen and Gil/Montage (Parenthood) - 04:51
8 James Horner - Parallel Stories (Ransom) - 02:34
9 Randy Newman - The Newsroom 7:00 P.M. (The Paper) - 02:51
10 Randy Edelman - Streetwalkin' Ed (EDtv) - 03:26
11 Hans Zimmer - Fighting 17th (Backdraft) - 04:26
12 John Williams - The Big Match (Far And Away) - 05:56
13 James Horner - End Credits (Apollo 13) - 06:56
14 James Horner - The Stranger (The Missing) - 03:51
15 James Horner - Alicia Discovers Nash's Dark World (A Beautiful Mind) - 08:28
16 James Horner - Memories Of A Green Childhood (Dr. Seuss' How The Grinch Stole Christmas) - 03:28
17 Hans Zimmer - We Need To Talk (The Dilemma) - 02:36
18 Thomas Newman - All Prayed Out (Cinderella Man) - 02:38
19 Hans Zimmer - Ad Arcana (The Da Vinci Code) - 06:07
20 Hans Zimmer - 160 BPM (Angels & Demons) - 06:42
21 Hans Zimmer - Poisened Chalice (The Da Vinci Code) - 06:18
22 James Horner - Dawn To Dusk; The Riderless Horse (The Missing) - 04:22
23 Thomas Newman - Fight Day (Cinderella Man) - 03:38
24 Hans Zimmer - Watergate (Frost/Nixon) - 04:25
25 Hans Zimmer - Air (Angels & Demons) - 09:09

Soundtrack Adventures #121 with RON HOWARD @ Radio ZuSa by Dirk Hoffmann on Mixcloud

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