Sonntag, 3. Juli 2011

Playlist # 62 vom 03.07..11 (1) - JULIA ROBERTS Special

Julia Roberts wurde im vergangenen Jahr vom People Magazine nicht nur zur schönsten Frau der Welt gekürt, sie zählt auch zu den bestbezahlten Schauspielerinnen, deren neuer Film „Larry Crowne“ seit dem 30. Juni in den deutschen Kinos läuft.

Bevor die am 28. Oktober 1967 in Atlanta, Georgia, geborene Roberts den Durchbruch mit „Pretty Woman“ schaffte, zog sie 1985 nach ihrem Highschool-Abschluss aus dem kleinen Smyrna nach New York zu ihrer Schwester Lisa, um sich – wie ihr Bruder Eric - ganz der Schauspielerei zu widmen. Schließlich führten bereits ihre Eltern in den 60er Jahren eine Schauspielschule für Kinder in Atlanta, und nachdem Julias Bruder Eric bereits Karriere gemacht hatte („The Expendables“, „The Dark Knight“), folgt nun auch ihre Nichte Emma Roberts („Scream 4“).
Doch der Einstieg ins Filmgeschäft fiel Julia Roberts nicht leicht. Zunächst hielt sie sich mit verhassten Modeljobs über Wasser. Nach einem 15-sekündigen Auftritt in der Komödie „Firehouse“ besorgte ihr Bruder ihr eine Nebenrolle in dem Spätwestern „Blood Red – Stirb für dein Land“, der jedoch erst 1989 in die Kinos kam und dort fürchterlich floppte.
1987 bekam die damals 19-Jährige ihre erste Filmrolle in dem Rock-Musical „Satisfaction“ und ging eine kurze Beziehung mit ihrem Co-Star, dem 35-jährigen Liam Neeson, ein, mit dem sie zusammen nach Venice in Kalifornien zog, bevor sie sich 1988 wieder trennten.
Um an die Rolle der portugiesischstämmigen Daisy Arujo in der Komödie „Pizza, Pizza – Ein Stück vom Himmel“ (1988) zu kommen, färbte sich die ehrgeizige Julia zum Casting die Haare schwarz – mit einer Mischung aus Schuhcreme und Schaumfestiger – und begeisterte sogleich Kritiker wie Publikum.
Für ihre Darstellung der krebskranken Shelby in Herbert Ross‘ Drama „Magnolien aus Stahl“ erhielt sie 1989 ihren ersten Golden Globe. 1990 sollte dann ihr großes Jahr werden. Zunächst katapultierte sich Julia Roberts in der Romantik-Komödie an der Seite von Richard Gere als Edel-Prostituierte Vivian Ward in „Pretty Woman“ an die Spitze der weltweiten Kinocharts und in die Herzen des Publikums. Dabei sollte der Film erst in Anlehnung an das Honorar für Vivians Liebesdienste schlicht „3.000“ heißen und kein Happy End haben.
Dann überzeugte sie als wissensdurstige Medizinstudentin, die sich auf ein gewagtes Experiment mit dem Tod einlässt, auch in Joel Schumachers Mystery-Thriller „Flatliners“ und verliebte sich in ihren Co-Star Kiefer Sutherland, doch aus der geplanten Hochzeit wurde ebenso nichts wie aus der anschließenden Affäre mit Schauspieler-Kollege Jason Patric.
„Pretty Woman“ und „Flatliners“ waren interessanterweise auch die beiden Filme, mit denen Komponist James Newton Howard in Hollywood sich einen Namen machte. 1991 folgten Joseph Rubens arg konstruierter Psychothriller „Der Feind in meinem Bett“ und Joel Schumachers bittersüßliches Liebesdrama „Entscheidung aus Liebe“ sowie ein Mini-Auftritt als Tinkerbell in Steven Spielbergs Peter-Pan-Verfilmung „Hook“.
Auch in Robert Altmans Hollywood-Satire "The Player" (1992) ging Julia Roberts zwischen 45 anderen Filmstars unter. Allerdings lernte sie am Set den zehn Jahre älteren Country-Musiker Lyle Lovett kennen, mit dem sie immerhin 21 Monate verheiratet blieb, und drehte an der Seite von Denzel Washington unter der Regie von Alan J. Pakula die überzeugende John-Grisham-Verfilmung „Die Akte“.
Die nächsten Jahre liefen allerdings nicht mehr so gut. Ihre Filme „I Love Trouble“ (1994), “Power Of Love” (1995) und “Mary Reilly” (1996) wurden vom Publikum weitgehend ignoriert. Erst mit der Liebeskomödie “Die Hochzeit meines besten Freundes” kehrte sie 1997 wieder an die Spitze der Kinocharts zurück. Es folgten der Psycho-Thriller „Fletschers Visionen“ (1997) mit Mel Gibson, das Drama „Seite an Seite“ (1998), das sie zusammen mit Co-Star und Freundin Susan Sarandon auch produzierte, und 1999 die beiden Romantik-Komödien „Notting Hill“ und die „Pretty Woman“-Fortsetzung „Die Braut, die sich nicht traut“.
Für ihre Rolle als engagierte Titelheldin in Stephen Soderberghs Drama „Erin Brockovich“ gewann Julia Roberts 2000 ihren ersten Oscar® .

Am Set von „The Mexican“ lernte sie Kameramann Danny Moder kennen, den sie zwei Jahre später heiraten sollte und mit dem sie bis heute drei Kinder hat.
Mit Stephen Soderbergh arbeitete Roberts auch in dessen "Ocean's Eleven", dem Remake der Gangster-Komödie „Frankie und seine Spießgesellen“, an der Seite von George Clooney, Matt Damon, Brad Pitt und anderen Stars zusammen, und war auch 2004 bei der Fortsetzung „Ocean’s Twelve“ mit von der Partie.
Nach ihrem Oscar®-Triumph gehörte Julia Roberts als erste Frau offiziell zum exklusiven 20-Millionen-Dollar-Gage-Club und zementierte ihren Ruf als derzeit bestbezahlte Schauspielerin in „Mona Lisas Lächeln“ (2003). Ein Jahr später schenkte sie den Zwillingen Phinnaeus Walter und Hazel Patricia das Leben.
Obwohl Nacktszenen für die attraktive Schauspielerin absolut tabu sind, knisterte es in Mike Nichols‘ Beziehungsdrama „Hautnah“ (2004) nur so vor Erotik. Nach der Babypause hatte Roberts ihren ersten Auftritt in dem Musikvideo „Dreamgirl“ der Dave Matthews Band, dann stand sie drei Monate lang in dem Broadway-Revival von Richard Greenbergs „Three Days Of Rain“ auf der Bühne, was ihr wöchentlich eine Gage von 35.000 Tausend Dollar in der Woche einbrachte.
2006 folgten drei Sprechrollen in den Animationsfilmen „Charlotte’s Web“, „Lucas, der Ameisenschreck“ sowie in „Schweinchen Wilbur und seine Freunde“, ehe sie ein Jahr später in der Polit-Satire „Der Krieg des Charlie Wilson“ an der Seite von Tom Hanks als kecke Südstaatenwitwe erstmals wieder auf der großen Leinwand zu sehen war.
„Es ist schön, wieder vor der Kamera zu stehen. Aber es ist nicht so, dass ich es darauf angelegt hätte, sofort wieder loszulegen – ich konnte diesem Angebot nur absolut nicht widerstehen“, berichtet Julia Roberts im Interview mit Skip. „ Joanne Herring zu spielen, ist eine großartige Gelegenheit. Und dazu konnte ich mit Mike Nichols arbeiten – er ist nicht nur einer meiner absoluten Lieblingsregisseure, sondern überhaupt einer meiner Lieblingsmenschen. Ja, wirklich. Wenn ich das Gefühl habe, ich brauche Rat von jemandem, dann sind das genau drei Menschen, an die ich mich wende: Stephen Soderbergh, Mike Nichols – und natürlich Danny.“
Es folgten das Drama „Zurück im Sommer“ (2008) und der Agenten-Thriller „Duplicity“, den einmal mehr James Newton Howard vertonte.
Nach „Valentinstag“ stürmte Julia Roberts mit der Bestseller-Verfilmung von Elizabeth Gilberts autobiographischen Roman „Eat Pray Love“ die Kinocharts.
„Ich fand das ganze Thema toll. Die Art, wie im Buch über Lebenserfahrung erzählt wird, die Suche nach Antworten und wie wichtig bestimmte Menschen für deinen Weg durch diese Welt sein können. Das ist eine unheimlich spannende Geschichte, die mich sehr inspiriert hat. Da wollte ich mitmachen... (lacht). Wissen, eigentlich ist es gar nicht so kompliziert mit meiner Rollenauswahl. Wenn ich ein Drehbuch lese und die letzte Seite umblättere, dann habe ich dieses Gefühl. Ich weiß sofort, es gefällt mir, oder ich denke nie wieder daran“, erläutert die Schauspielerin im Freundin-Interview.
In dem von Tom Hanks inszenierten Liebesfilm „Larry Crowne“ spielt sie die attraktive, aber unmotivierte Dozentin eines Rhetorik-Kurses am College, für den sich auch der unerwartet arbeitslos gewordene Kaufhaus-Angestellte Larry Crowne (Tom Hanks) einschreibt, um seinen Berufsabschluss nachzuholen und neue Perspektiven für sich zu gewinnen. Dass er sich nebenbei auch noch in seine Dozentin verliebt, setzt seinem Glück die Krone auf.

Die Musik komponierte wie schon zum ersten Tom-Hanks-Julia-Roberts-Film-Rendezvouz „Der Krieg des Charlie Wilson“ James Newton Howard, der bereits etliche andere Julia-Roberts-Filme musikalisch bereicherte, nämlich “Pretty Woman”, “My Best Friend’s Wedding”, “Runaway Bride”, “America’s Sweethearts” und „Duplicity“.
Zurzeit dreht Julia Roberts gerade an einer neuen Verfilmung des Märchenklassikers „Schneewittchen“, in dem sie die böse Königin spielt.
Julia Roberts ist nicht nur die einzige Schauspielerin, die mindestens genauso viel Gage verlangen kann wie ihre männlichen Kollegen, ihre Filme haben zusammengenommen bereits über eine Milliarde Dollar eingespielt, was noch keine andere Schauspielerin in der Geschichte Hollywoods geschafft hat.

Filmographie:
1987 - Pizza, Pizza - Ein Stück vom Himmel (Mystic Pizza)
1987 – Satisfaction
1988 – Liebe auf texanisch (Baja Oklahoma)
1989 - Blood Red - Stirb für dein Land
1989 - Magnolien aus Stahl - Die Stärke der Frauen (Steel Magnolias)
1990 - Flatliners
1990 - Pretty Woman
1990 - Der Feind in meinem Bett (Sleeping with the Enemy)
1991 - Hook
1991 - Entscheidung aus Liebe (Dying Young)
1992 - The Player
1993 - Die Akte (The Pelican Brief)
1994 - I Love Trouble - Nichts als Ärger
1995 - Mary Reilly
1995 - The Power of Love (Something to Talk About)
1995 - Prêt-à-Porter
1996 - Alle sagen: I love you (Everyone Says I Love You)
1996 - Michael Collins
1997 - Die Hochzeit meines besten Freundes (My Best Friend's Wedding)
1997 - Fletchers Visionen (Conspiracy Theory)
1998 - Seite an Seite (Stepmom)
1999 - Notting Hill
1999 - Die Braut, die sich nicht traut (The Runaway Bride)
2000 - Erin Brockovich - Eine wahre Geschichte
2001 - The Mexican
2001 - America's Sweethearts
2001 - Ocean's Eleven
2002 - Voll Frontal (Full Frontal)
2003 - Mona Lisas Lächeln (Mona Lisa Smile)
2003 - Geständnisse - Confessions of a Dangerous Mind
2004 - Ocean's Twelve
2004 – Hautnah (Closer)
2006 - Lucas, der Ameisenschreck (The Ant Bully) - Sprechrolle
2006 - Schweinchen Wilbur und seine Freunde (Charlotte's Web)- Sprechrolle
2007 - Der Krieg des Charlie Wilson (Charlie Wilson's War)
2008 - Zurück im Sommer (Fireflies in the Garden)
2009 - Duplicity - Gemeinsame Geheimsache
2010 - Valentinstag (Valentine's Day)
2010 - Eat, Pray, Love
2011 - Larry Crowne

Playlist:
1 James Newton Howard - Main Title (Pretty Woman) - 03:45
2 Jerry Goldsmith - The Funeral (Sleeping With The Enemy) - 03:25
3 James Newton Howard - Diary Of A Surgeon (Flatliners) - 02:29
4 James Horner - The Killing (The Pelican Brief) - 03:17
5 James Newton Howard - The Maze (Dying Young) - 02:40
6 Thomas Newman - Malign (Erin Brockovich) - 02:40
7 Carter Burwell - Searching For The Music (Conspiracy Theory) - 03:11
8 Alan Silvestri - It's Cursed, That Gun (The Mexican) - 03:25
9 David Holmes - Gritty Shaker (Ocean's Eleven) - 03:26
10 John Williams - Flight To Neverland (Hook) - 04:44
11 John Williams - The Soccer Game (Stepmom) - 04:27
12 Javier Navarrete - Town Of Austere (Fireflies In The Garden) - 02:54
13 John Debney - Flower Shop Talk (Valentine's Day) - 03:28
14 James Newton Howard - Security Meeting (Duplicity) - 02:49
15 James Newton Howard - Turning The Tide (Charlie Wilson's War) - 08:33

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