Sonntag, 31. Juli 2011

Playlist # 64 vom 31.07.11 (1) - CHRISTOPHE BECK Special

Der 1972 im kanadischen Montreal geborene Christophe Beck zählt momentan zu den meistbeschäftigten Komponisten in Hollywood, wobei vor allem Komödienhits wie „Der Date-Profi“, „Hangover“ und „Lizenz zum Heiraten“ zählen, aber auch Action-Filme wie „Elektra“, „The Sentinel“ oder „R.E.D.“ und Dramen wie „Zeit der Trauer“ und „Sie waren Helden“.

Bereits im Alter von fünf Jahren erhielt er Klavierstunden und schrieb als Elfjähriger Musik für seine erste Band, Chris and The Cupcakes. Während seiner Schulzeit studierte Christophe Beck verschiedene Instrumente wie Flöte, Saxophon und Drums und spielte in einigen Rock-Bands. Doch als Beck in Yale Musik studierte, stellte er fest, dass sein Talent eher im Komponieren als im Spielen lag. Er schrieb zwei Musicals mit seinem Bruder Jason und eine Oper, die auf Edgar Allan Poes berühmter Geschichte „The Tell-Tale Heart“ basierte.
Nach dem Ende seines Studiums in Yale ging Beck 1992 nach Los Angeles und nahm an der University of Southern California am Film Scoring Programm mit Altmeister Jerry Goldsmith („Alien“, „The Omen“, „Planet der Affen“) teil. Er war fasziniert von den kreativen Herausforderungen, die die Verbindung von Bild und Musik ergab.
Nach einer persönlichen Empfehlung von Buddy Baker, dem Leiter der universitären Musikabteilung, erhielt Christophe Beck den Job, die Musik für die kanadische Fernsehserie „White Fang“ zu komponieren. Schon mit dem nächsten Auftrag etablierte sich Beck in der Filmmusikszene, als er zur zweiten Staffel der erfolgreichen Serie „Buffy – Im Bann der Dämonen“ stieß, wofür er zwischen 1997 und 2001 tätig war und schließlich mit einem Emmy™ ausgezeichnet wurde. Das gab dem ehrgeizigen Komponisten den nötigen Rückhalt, dem Fernsehen den Rücken zu kehren und seine Kino-Karriere in Angriff zu nehmen.
Vor allem mit Komödien wie „Im Dutzend billiger“ (2003), „Deine, Meine und Unsere“ (2005), „Love Vegas“ (2008) oder „Hangover“ (2010) wurde der vielbeschäftigte Komponist bekannt, aber auch im Action-Genre („Elektra“, „The Sentinel“) oder im Drama-Fach („Zeit der Trauer“, „Confidence“, „Sie waren Helden“) lieferte Beck bislang starke Arbeiten ab. In letzter Zeit war er mit den Scores zur Action-Komödie „R.E.D. – Älter, Härter, Besser“ und den Komödien „Stichtag“ und "Hangover 2" zu hören.

Filmographie:
1997 - 2001: Buffy - The Vampire Slayer (TV-Serie)
1997: Crossworlds
1997: Hostile Intent
1998: The Alarmist
1998: Thick As Thieves
1998: Starstruck
1998: Airborne
1998: Bone Daddy – Bis auf die Knochen (Bone Daddy)
1998: Das Mädchen und der Fotograf (Guinevere)
1998: Todesschwadron aus der Zukunft (Past Perfect)
1999: The Last Witness – Nur tote Zeugen schweigen (Caracara)
2000: Der Club der gebrochenen Herzen (The Broken Hearts Club: A Romantic Comedy)
2000: Girls United (Bring It On)
2002: Freche Biester! (Slap Her... She's French)
2002: Interstate 60
2002: Lügen haben kurze Beine (Big Fat Liar)
2002: Schwere Jungs (Stealing Harvard)
2002: The Skulls II
2002: The Tuxedo – Gefahr im Anzug (The Tuxedo)
2003: American Pie – Jetzt wird geheiratet (American Wedding)
2003: The Event
2003: Confidence
2003: Dickie Roberts: Kinderstar (Dickie Roberts: Former Child Star)
2003: Im Dutzend billiger (Cheaper by the Dozen)
2003: Unter der Sonne der Toskana (Under the Tuscan Sun)
2003: Voll verheiratet (Just Married)
2004: Cinderella Story
2004: Die Ex-Freundinnen meines Freundes (Little Black Book)
2004: Garfield – Der Film (Garfield)
2004: New York Taxi
2004: Saved! – Die Highschool-Missionarinnen (Saved!)
2004: The Skulls 3 (The Skulls III)
2004: Trouble ohne Paddel (Without a Paddle)
2005: 3 Needles
2005: Das schnelle Geld (Two for the Money)
2005: Deine, Meine & Unsere (Yours, Mine and Ours)
2005: Die Eisprinzessin (Ice Princess)
2005: Elektra
2005: The Perfect Man
2006: Der Date Profi (School for Scoundrels)
2006: Der rosarote Panther (The Pink Panther)
2006: Zoom – Akademie für Superhelden (Zoom)
2006: Garfield 2 (Garfield: A Tail of Two Kitties)
2006: Sie waren Helden (We Are Marshall)
2006: The Sentinel – Wem kannst du trauen? (The Sentinel)
2007: Charlie Bartlett
2007: Die Gebrüder Weihnachtsmann (Fred Claus)
2007: Lizenz zum Heiraten (License to Wed)
2007: Wintersonnenwende – Die Jagd nach den sechs Zeichen des Lichts (The Seeker: The Dark Is Rising)
2007: Year of the Dog
2008: Drillbit Taylor – Ein Mann für alle Unfälle (Drillbit Taylor)
2008: Love Vegas (What Happens in Vegas …)
2008: Phoebe in Wonderland
2009: Hangover (The Hangover)
2009: Verrückt nach Steve (All About Steve)
2009: Zeit der Trauer (The Greatest)
2009: Post Grad
2009: The Marc Pease Experience
2009: I Love You Beth Cooper
2009: The Pink Panther 2
2010: Date Night – Gangster für eine Nacht
2010: Percy Jackson – Diebe im Olymp (Percy Jackson & the Olympians: The Lightning Thief)
2010: Death at a Funeral
2010: Hub Tub Time Machine
2010: Waiting For Superman
2010: All About Steve
2010: R.E.D. – Älter, Härter, Besser (RED – Retired Extremely Dangerous)
2010: Stichtag (Due Date)
2010: Burlesque
2011: Cedar Rapids
2011: Hangover 2

Playlist:
1 Christophe Beck - Mother (The Event) - 04:12
2 Christophe Beck - Spellbound (Buffy The Vampire Slayer) - 02:40
3 Christophe Beck - Perfect Day For A Murder (The Pink Panther) - 02:59
4 Christophe Beck - The Airport (Date Night) - 03:14
5 Christophe Beck - Follow The Flower (Under The Tuscan Sun) - 03:41
6 Christophe Beck - The Lottery (Waiting For Superman) - 04:22
7 Christophe Beck - Union Station (The Sentinel) - 03:53
8 Christophe Beck - Ferry Crossing (Elektra) - 03:19
9 Christophe Beck - Radical Early Discovery (R.E.D.) - 03:31
10 Christophe Beck - King's Lair (Confidence) - 02:53
11 Christophe Beck - Main Titles (Phoebe In Wonderland) - 02:49
12 Christophe Beck - Our Boys' Plane (We Are Marshall) - 03:08
13 Christophe Beck - The Parthenon (Percy Jackson & The Olympians: The Lightning Thief) - 03:45
14 Christophe Beck - Theme From "Death At A Funeral" (Death At A Funeral) - 03:29
15 Christophe Beck - I Knew This Boy (The Greatest) - 04:30

Playlist # 64 vom 31.07.11 (2) - TERRENCE MALICK Special

Er gehört fraglos nicht zu den produktivsten Filmemachern in Hollywood, dafür aber zu den am meisten gefeierten, wie sein aktueller Film „The Tree Of Life“ mit Brad Pitt und Sean Penn in den Hauptrollen einmal mehr dokumentierte, als der Film dieses Jahr mit der Goldenen Palme der Internationalen Filmfestspiele von Cannes ausgezeichnet wurde.

Der am 30. November 1943 in Ottawa, Illinois, geborene Drehbuchautor, Regisseur und Produzent arbeitete zunächst auf einem texanischen Bauernhof, bevor er in Harvard Philosophie studierte und nach einem Stipendiums-Aufenthalt in Oxford in New York als freiberuflicher Journalist tätig wurde. Durch einen Filmkurs am Massachusetts Institute of Technology erwachte Malicks Interesse am Filmemachen, weshalb er 1962 an das neu gegründete Center for Advanced Film Studies des amerikanischen Filminstitutes (AFI) in Los Angeles ging, wo er mit seinem 17-minütigen Abschlussfilm „Lanton Mills“ (1969) auch gleich sein Kurzfilm-Regiedebüt vorlegte.
1972 begannen die Arbeiten an dem Langfilmdebüt „Badlands – Zerschossene Träume“, dessen bescheidenes Budget von 500.000 Millionen Dollar von verschiedenen kleineren Investoren stammte, damit sich Malick nicht in die Abhängigkeit eines Studios begeben musste.
Das Drehbuch hat Malick allerdings bereits 1958 während seines Studiums verfasst und war von den berüchtigten Serienkiller Charles Starkweather und Caril Fugate inspiriert, die 1958 in Nebraska und Wyoming ihr blutiges Unwesen trieben. Der Film erzählt die Geschichte der naiven 15-jährigen Holly (Sissy Spacek), die sich auf eine Romanze mit dem selbstbewussten, zehn Jahre älteren Müllmann Kit (Martin Sheen) einlässt. Nachdem Kit ihren Vater erschossen hat, flieht sie mit ihm nach Montana, wo sie in einem eigens errichteten Baumhaus ein neues Leben beginnen wollen, aber letztlich zu ihren konservativen Lebensentwürfen zurückkehren. Später sollten sich Oliver Stone („Natural Born Killers“), Tony Scott („Thelma & Louise“) und Quentin Tarantino („Pulp Fiction“) von diesem Meisterwerk inspirieren lassen.
Malick ließ sich bis 1978 Zeit, ehe er sein Zweitwerk „In der Glut des Südens“ präsentierte, allerdings wurden die Außenaufnahmen auch allesamt nur in der kurzen Zeit des Sonnenauf- und –untergangs realisiert. Der Film erzählt die Dreiecksliebesgeschichte zwischen dem Farmarbeiter Bill (Richard Gere) und der jungen Abby (Brooke Adams), die auf der Flucht vor der Polizei nach Texas bei einem reichen Farmer (Sam Shepard) unterkommen. Als sich der totkranke Mann in Abby verliebt, will das Paar an sein Vermögen. Einmal mehr überzeugte Malick mit einem grandios fotografierten Werk, für das Kameramann Néstor Almendros mit dem Oscar® und Malick in Cannes als bester Regisseur ausgezeichnet wurde.
Erst zwanzig Jahre später kehrte Malick mit „Der schmale Grat“ auf die Kinoleinwand zurück. Der bis in die Nebenrollen hochkarätig mit Sean Penn, Nick Nolte, Adrien Brody und Jim Caviezel besetzte Film thematisierte die Schlacht um Guadalcanal während des Pazifikkrieges. Wie schon bei „In der Glut des Südens“ drehte Malick nur mit natürlichem Licht und ließ Hans Zimmer die Musik zum Drehbuch, nicht zur Rohfassung des Films schreiben.
„Wie kaum ein anderer Regisseur bekommen bei Malick auch die Bild- und Tonebene eine immense Bedeutung. Auf der Bildebene stellt er immer wieder dem kriegerischen Treiben des Menschen Bilder einer reinen, unberührten Natur mit Tieren und Pflanzen gegenüber, die den Wahnsinn des Krieges umso deutlicher werden lassen. Die Harmonie, die unter den Ureinwohnern der Insel herrscht, und welche Private Witt (Jim Caviezel) immer wieder sucht, zeigt eindrucksvoll, wie friedlich die Menschheit eigentlich leben könnte, aber später auch, wie der Mensch diesen Frieden zerstören kann. (...) Die grandiose Kameraarbeit von John Toll bietet dem Betrachter eine unendliche Fülle von sehenswerten Bildern, die alleine schon genug Aussagekraft hätten, sich so aber ganz in den Dienst des Gesamtkunstwerks stellen“, meint René Schumacher in seiner Kritik auf filmstarts.de.
„Dies tut auf der Tonebene auch die vom in Hollywood erfolgreichen Komponisten Hans Zimmer ("Der König der Löwen") geschriebene Musik des Films. Sie dient nicht nur der Spannungssteigerung, Zimmer drückt mit seiner musikalischen Untermalung auch Gefühle der Protagonisten aus. Wenn Private Peale (Mark Boone Junior) beim Sturm auf einen Bunker plötzlich psychisch ausklinkt und selbstmörderisch direkt auf die MG-Stellung zustürmt, dann kündigt schon die Musik bei seiner Nahaufnahme an, dass gerade in seinem Kopf rationale Überlegungen einem Wahnsinn weichen, der später gerne als Todesmut bezeichnet wird. Dazu arbeitet Malick immer wieder mit Off-Stimmen der Protagonisten. Diese geben Einblicke in das Innere der Charaktere und unterstützen mit der Poesie ihrer Sprache die Bilder. Oft werden dabei Fragen gestellt, aber wenig Antworten gegeben. Malick plädiert auf einen mündigen Zuschauer, dem er es überlässt, sich Antworten selber zu erschließen.“
Malick wurde auf Internationalen Filmfestspielen von Berlin für den Film mit dem „Goldenen Bären“ ausgezeichnet, ging bei den Academy Awards allerdings leer aus.
Nachdem er sich in den folgenden Jahren vorwiegend um das Produzieren von Filmen gekümmert hatte, brachte er mit „The New World“ 2006 vor dem Hintergrund der britischen Kolonialisierung Amerikas im frühen 17. Jahrhundert eine bildgewaltige Liebesgeschichte zwischen dem britischen Entdecker John Smith (Colin Farrell) und der schönen Indianerprinzessin Pocahontas (Q’orianka Kilcher) in die Kinos.
Der Regisseur "sammelt Eindrücke, streift herum, studiert das Licht und das Wetter, blickt den Algonquin in die geschminkten Gesichter, und hört in die Herzen seiner Figuren. Dazu hat James Horner einen Soundtrack geschrieben, in dem Richard Wagners 'Rheingold' eine zentrale Rolle spielt - auch 'The New World' entsteht aus dem Wasser, die Schätze liegen offen zu Tage und lösen dann doch eine fatale Konkurrenz aus. ... 'The New World' ist keineswegs so eindimensional, wie es aufgebrachten Kritikern erscheinen mag, sondern trägt die Struktur der Säkularisierung in sich selbst: Das ursprüngliche Amerika ist bei Malick ein Mythos, dessen Entstehung und Zerfall er noch einmal nachvollzieht“, urteilt Bert Rebhandl in der „Berliner Zeitung“ (zitiert auf film-zeit.de).
Mit seinem neuen Film „The Tree Of Life” erzählt Malick die Geschichte des elfjährigen Jack O’Brien, der in den 50er Jahren als ältester von drei Brüdern im Mittleren Westen aufwächst und dabei von zwei konträren Lebensentwürfen geprägt wird: Während Jacks liebevolle Mutter (Jessica Chastain) alles versucht, den Jungen die Welt mit dem Herzen sehen zu lassen, zieht ihn sein (Brad Pitt) mit der Maxime auf, dass man zunächst an sich selbst denken müsse, um in der harten Realität zu bestehen.
„The Tree Of Life“ ist laut der Neue Züricher Zeitung „ ein bildgewaltiger Hymnus auf das Leben und die Entstehung allen Seins, eine Exploration der Urgewalten, die das Universum erschufen und zusammenhalten, eine Ode an die Liebe. Sean Penn wandelt durch eine irritierende Welt, sich seiner Kindheit und des autoritären Vaters (Brad Pitt) erinnernd. Er ist auf der Suche nach Gott. Glaubenszweifel treiben ihn um, die wahre Religiosität erst konstituieren. Malick blickt auf den Beginn der Welt, die Elemente, die das Dasein begründen – und findet eine Erklärung für den Glauben. Es ist, als habe man das Leben in seiner Essenz geschaut“.
Neben dem Original Motion Picture Score von Alexandre Desplat sind in dem bildgewaltigen spirituellen Epos über die Entstehung und das Vergehen des Lebens vor allem klassische Opern- , meditative Choral- und Orchesterwerke zu hören, am bemerkenswertesten sicher die Stücke des serbischen Komponisten Arsenije Jovanovic, der Stimmen, Instrumente, Feldaufnahmen und manipulierte Klänge in seine Kompositionen einfließen lässt. Darüber hinaus runden u.a. “Siciliana Da Antiche Danze Ed Arie Suite III” von Ottorino Respighi, “My Country –Vltava (The Moldau)” von Bedrich Smetana, “Funeral Canticle” von John Tavener, Mahlers “Symphony Nr. 1“, “Lacrimosa 2” von Zbigniew Preisner und “Symphony No. 3” von Henryk Górecki die einzigartige musikalische Odyssee ab. Eine vollständige Liste aller im Film verwendeten Stücke findet ihr im The Playlist Blog.

Filmographie:
1969: Lanton Mills
1973: Badlands – Zerschossene Träume (Badlands)
1978: In der Glut des Südens (Days of Heaven)
1998: Der schmale Grat (The Thin Red Line)
2005: The New World
2011: The Tree of Life

Playlist:
1 John Tavener - Funeral Canticle (The Tree Of Life) - 07:45
2 Ennio Morricone - Harvest (Days Of Heaven) - 02:58
3 Hans Zimmer - The Lagoon (The Thin Red Line) - 08:36
4 James Horner - Forbidden Corn (The New World) - 11:00
5 Ottorino Respighi - Suite III: Siciliana. Andantino (The Tree Of Life) - 03:22
6 Alexandre Desplat - Light And Darkness (The Tree Of Life) - 08:17
7 Zbigniew Preisner - Lacrimosa - Day Of Tears (The Tree Of Life) - 04:04
8 Alexandre Desplat - Temptation (The Tree Of Life) - 06:47
9 Hans Zimmer - Light (The Thin Red Line) - 07:19


Sonntag, 17. Juli 2011

Playlist # 63 vom 17.07.11 (1) - ALEXANDRE DESPLAT Special

Mit seinem die Harry-Potter-Saga abschließenden Score zu „Die Heiligtümer des Todes – Teil 2“ fügt der am 23. August 1961 in Paris geborene Komponist Alexandre Desplat einen weiteren Meilenstein seiner bislang schon imponierenden Filmographie hinzu.

Bereits als Sechsjähriger erhielt der zweisprachig aufgewachsene Desplat Klavierunterricht, mit acht bzw. zehn Jahren erweiterte der Junge sein Instrumentarium um Trompete und Flöte. Schon damals begann er mit eigenen Kompositionen und setzte seine Ausbildung am Conservatoire de Paris unter Claude Ballifs sowie am Le Atelier UPIC von Iannis Xenakis fort, bevor er in Los Angeles bei Jack Hayes Orchestrierung studierte. Seinen musikalischen Horizont erweiterte Desplat beim Brasilianer Carlinhos Brown und dem Zairer Ray Lema. 1985 legte er seinen ersten Score für Robert Guédiguians Komödie „Ki lo sa?“ vor.
Bevor er auch in Hollywood ein gefragter Komponist wurde, machte er sich durch die Zusammenarbeit mit europäischen Regisseuren wie Jacques Audiard, Marleen Gorris und Patrice Leconte einen Namen, wurde für seine Arbeiten zu Audiards Filmen „Das Leben: Eine Lüge“ (1996) und „Lippenbekenntnisse“ (2001) für den renommierten französischen Filmpreis César nominiert und komponierte schließlich die Titelmelodie für den Episodenfilm „11'09"01 – September 11“ (2002). Er war als Komponist für Karl Zeros Album „Songs For Cabriolets“ und Eric Morenas Werke „Ô mon Bateau“ und „Je suis le Torero de l’Amour“ ebenso tätig wie für Theater- und Ballett-Aufführungen.
„Ich komme mit einem gewissen Hintergrund an Gefühlen und Wünschen, wenn ich einen Film sehe, und ich verwende ihn für die Musik. Mein Job besteht auch darin, das zu liefern, wonach der Film verlangt – viel Musik, wenig Musik, groß oder klein – und der dramatische Bogen des Films muss betont werden“, erklärt Desplat seine Arbeitsweise im Interview mit Scott Holleran.
Das international gefeierte Historiendrama „Das Mädchen mit dem Perlenohrring“ mit Scarlett Johansson und Colin Firth in den Hauptrollen bescherte Alexandre Desplat im Jahre 2003 schließlich den internationalen Durchbruch, der mit dem Score zu Jonathan Glazers verstörenden Drama „Birth“ mit Nicole Kidman gefestigt wurde. Es folgten die Golden-Globe-nominierten Werke zu Stephen Gaghans Politdrama „Syriana“ (2005) und das Beziehungsdrama „Der bunte Schleier“, das letztlich auch den Preis für sich beanspruchen durfte.
Zu den weiteren Highlights zählen die Musiken zu Ang Lees Drama „Gefahr und Begierde“, Roman Polanskis Agenten-Verwirrspiel „The Ghost Writer“, zum Romantik-Drama „An deiner Schulter“, zur Kinderbuch-Verfilmung „Der goldene Kompass“, zu den beiden Action-Komödien „Largo Winch“ und „Largo Winch 2" sowie zum gefeierten Drama "The Tree Of Life" von Terrence Malick.
Oscar®-Nominierungen gab es für die Scores zu Stephen Frears‘ Biopic „The Queen“, David Finchers Literaturverfilmung von „Der seltsame Fall des Benjamin Button“ (2008), Wes Anderson Animationsspaß „Der fantastische Mr. Fox“ (2009) und zuletzt „The King’s Speech“ (2010).

Filmographie:
1993: Pesthauch des Bösen (The Hour of the Pig)
1994: Wenn Männer fallen (Regarde les hommes tomber)
1995: Marie-Louise ou la permission
1995: Les milles – Gefangen im Lager
1995: Unschuldige Lügen (Innocent Lies)
1996: Das Leben: Eine Lüge (Un héros très discret)
1996: Love, etc.
1997: Sous les pieds des femmes
1997: Hering auf der Hose (The Revengers' Comedies)
1998: Alle meine Väter (Chance Sur Deux)
1998: La femme du cosmonaute
1998: Restons groupés
1999: C'est pas ma faute !
1999: Kwom Und Der König Der Affen (Le Château Des Singes)
1999: Männer ohne Ehre (Toni)
1999: Amazone
2000: Lushins Verteidigung (The Luzhin Defence)
2001: Lippenbekenntnisse (Sur mes lèvres)
2001: Les portes de la gloire
2001: Reines d'un jour
2001: Der Traum der Rinaldis (Les ritaliens)
2001: Vive nous!
2001: Barnie et ses petites contrariétés
2001: Home Sweet Home
2001: Mauvais genres
2001: Campagnes
2002: Das tödliche Wespennest (Nid de guêpes)
2002: 11'09"01 – September 11
2002: Michel Audiard et le mystère du triangle des Bermudes
2002: Madame Sans-Gêne
2002: Une autre femme
2002: Tous les chagrins se ressemblent
2002: Paroles d'étoiles
2003: Es brennt in mir (Les corps impatients)
2003: Das Mädchen mit dem Perlenohrring (Girl with a Pearl Earring)
2003: Rire et châtiment
2003: Inquiétudes
2003: Pakt des Schweigens (Le pacte du silence)
2003: Stormy Weather
2003: Virus au paradis
2003: Les baisers des autres
2003: Tristan
2003: À boire
2003: Les beaux jours
2004: Le pays des enfants perdus
2004: Birth
2004: L'enquête Corse
2005: An deiner Schulter (The Upside of Anger)
2005: Der wilde Schlag meines Herzens (De battre mon coeur s'est arrêté)
2005: Hostage – Entführt (Hostage)
2005: Casanova
2005: Syriana
2006: Firewall
2006: Die Queen (The Queen)
2006: Der bunte Schleier (The Painted Veil)
2005: Une aventure
2005: Tu vas rire, mais je te quitte
2006: Alibi – Ihr kleines schmutziges Geheimnis ist bei uns sicher (The Alibi)
2006: La Doublure
2006: Chanson d'Amour (Quand j'étais chanteur)
2006: Alexandre Desplat – Jacques Audiard (Compilation)
2007: Mr. Magoriums Wunderladen (Mr. Magorium's Wonder Emporium)
2007: Gefahr und Begierde ('色, 戒; Sè, Jiè)
2007: Der Feind in den eigenen Reihen – Intimate Enemies (L'Ennemi intime)
2007: Der Goldene Kompass (The Golden Compass)
2007: Michou d'Auber
2007: Ségo et Sarko sont dans un bateau…
2008: Afterwards (Ein Engel im Winter)
2008: Der seltsame Fall des Benjamin Button (The Curious Case of Benjamin Button)
2008: Largo Winch
2009: Chéri
2009: Coco Chanel – Der Beginn einer Leidenschaft (Coco avant Chanel)
2009: Ein Prophet (Un prophète)
2009: L'armée du crime
2009: Julie & Julia
2009: Der fantastische Mr. Fox (Fantastic Mr. Fox)
2009: New Moon – Bis(s) zur Mittagsstunde (The Twilight Saga: New Moon)
2010: Der Ghostwriter (The Ghost Writer)
2010: Immer Drama um Tamara (Tamara Drewe)
2010: The King’s Speech
2010: Harry Potter und die Heiligtümer des Todes: Teil 1 (Harry Potter and the Deathly Hallows: Part I)
2011: Largo Winch (Tome 2)
2011: The Tree of Life
2011: Harry Potter und die Heiligtümer des Todes: Teil 2 (Harry Potter and the Deathly Hallows: Part 2)

Playlist
1 Alexandre Desplat - Aya prend les armes (Sous les pieds des femmes) - 03:35
2 Alexandre Desplat - Griet's Theme (Girl With A Pearl Earring) - 04:09
3 Alexandre Desplat - Toxique (Inquiétudes) - 03:59
4 Alexandre Desplat - Trahison (L'Ennemi Intime) - 03:13
5 Alexandre Desplat - Driving In Geneva (Syriana) - 02:44
6 Alexandre Desplat - Walter's Mission (The Painted Veil) - 03:55
7 Alexandre Desplat - Edward Leaves (The Twilight Saga: New Moon) - 05:07
8 Alexandre Desplat - Crossroad (Afterwards) - 04:56
9 Alexandre Desplat - Julie's Theme (Julie & Julia) - 02:23
10 Alexandre Desplat - L'Abandon (Coco Avant Chanel) - 04:06
11 Alexandre Desplat - To Biarritz (Chéri) - 04:07
12 Alexandre Desplat - The Deathly Hollows (Harry Potter and the Deathly Hollows Part 1) - 03:14
13 Alexandre Desplat - Lily's Theme (Harry Potter and the Deathly Hollows Part 2) - 02:27
14 Alexandre Desplat - River (The Tree Of Life) - 03:35

Playlist # 63 vom 17.07.11 (2) - DANIEL LICHT Special

Daniel Licht ist zurzeit als Komponist für die höchst erfolgreiche TV-Serie „Dexter“ in aller Munde. Auch wenn er immer wieder mal für Low-Budget-Kino- und Video-Produktionen tätig gewesen ist, scheint seine eigentliche Heimat das Fernsehen zu sein.

Nach seinem Studium der Komposition, Jazz und World Music am Hampshire College in Massachusetts ging Daniel Licht zunächst nach New York, wo er als Musiker in der kreativen Szene an der Lower East Side tätig gewesen ist. Von dort aus reiste er nach Deutschland, Holland und Nordeuropa, um für verschiedene Theater- und Tanz-Ensembles zu komponieren und musizieren, dann ging es weiter nach Japan und Indonesien, wo er auf Java und Bali die Musik des Gamelan-Orchesters studierte.
Zurück in New York spielte er Jazz mit Don Cherry, Jaki Byard und David Amram oder war mit Barbara Benarys Gruppe Gamelan: Son of Lion unterwegs. Wie so viele seiner Kollegen gelangte Daniel Licht über die Werbebranche zur Filmmusik, als er Musik für Kunden wie Mercedes Benz und Sony komponierte. Schließlich folgte er seinem Freund und ehemaligen Klassenkameraden Christopher Young („Hellraiser“) nach Los Angeles, wo er für ihn die Synthesizer-Sessions programmierte und ausführte. Seinen Einstand als Filmkomponist gab Licht mit Mathew Patricks Independent-Film „Atrapados“ und der Propaganda-Film-Serie „Inside Out“, sein Kinodebüt und ersten Soundtrack-Release feierte er 1991 mit „Children Of The Night“, gefolgt von „Children Of The Corn II“, ebenfalls von Bay Cities als Soundtrack veröffentlicht.
Ebenso wie Christopher Young exotische Instrumente in vielen seiner Scores einsetzte, hob Licht mit indischen Flöten und der chinesischen Pipa-Laute seine Kompositionen aus dem Gros der Veröffentlichungen hervor. So erregte er schließlich die Aufmerksamkeit von Clive Barker, dessen vierten „Hellraiser“-Film „Bloodline“ er mit vollem Orchester, Chor, tibetischen Posaunen und singenden Mönchen musikalisch untermalte.
Mit Tom Hollands Stephen-King-Verfilmung „Thinner“ und Eric Reds Werwolf-Schocker „Bad Moon“ blieb Licht dem Horror-Genre treu, ehe er für Alex Cox‘ „The Winner“ einen luftigen Jazz-Score schuf und für Leon Ichaso war er gleich mehrmals aktiv war. Sein Score für „Zooman“ vereinte eine Solo-Trompete mit rhythmischen Hip-Hop-Klängen, für „Execution of Justice“, einen Film über die Ermordung von Mayor George Moscone und dem schwulen Aktivisten Harvey Milk, setzte er irische Musiker und Sänger ein. Ein Herzenswunsch ging für Licht in Erfüllung, als er die Adaption eines seiner Lieblingsbücher, Huxleys „Brave New World“, für NBC musikalisch begleiten durfte. Anschließend wurde er von Ben Stiller für die Drogen-Komödie „Permanent Midnight“ engagiert.
Für das Fernsehen absolvierte Daniel Licht die Scores zu den Komödien „Oliver Beene“, „Kitchen Confidential“, zwei Staffeln von „Jake in Progress“ und bis jetzt vier Staffeln von „Dexter“, wo er viele exotische Klänge einbringen kann. Weitere Fernsehfilme wie Darren Starrs Komödie „Cashmere Mafia“ und die Verfilmung von Kim Edwards Bestseller „Memory Keeper’s Daughter“ sorgten in letzter Zeit dafür, dass der Name Daniel Licht auch weiterhin in aller Munde bleibt …

Filmographie:
1991 - Children of the Night
1992 - Amityville V - Face of Terror (Video)
1992 - Cold Sweat
1992 - Inside Out II (Video)
1992 - Inside Out III (Video)
1992 - Inside Out IV (Video)
1992 - Kinder des Zorns II - Tödliche Ernte
1992 - The Thing - Gene außer Kontrolle
1993 - A Girls' Guide to Sex (TV)
1993 - Amityville VI - A New Generation (Video)
1993 - C2 - Killerinsect (Video)
1993 - Rosen sind tot (TV)
1993 - Where Are We? Our Trip Through America (Dokumentation)
1994 - The Hard Truth - Gnadenlose Enthüllung
1995 - Kinder des Zorns 3
1995 - Zooman (TV)
1996 - Bad Moon
1996 - Gnadenschuss im Flammenmeer (TV)
1996 - Heiße Nächte in Las Vegas
1996 - Hellraiser: Bloodline
1996 - Stephen Kings Thinner - Der Fluch
1998 - Der lange Weg zur Wahrheit (TV)
1998 - Durst - Die Epidemie (TV)
1998 - Geklonte Zukunft (TV)
1998 - Marabunta - Killerameisen greifen an (TV)
1998 - Permanent Midnight - Voll auf Droge
1999 - City, Friends & Sex
1999 - Don't Look Under the Bed (TV)
1999 - Execution of Justice (TV)
2000 - Hendrix (TV)
2000 - Stumme Schreie im See (TV)
2001 - Anatomy of a Hate Crime (TV)
2001 - Off Season (TV)
2001 - Ring of Fire - Raging Bull
2001 - Soul Survivors
2002 - Video Voyeur - Verbotene Blicke (TV)
2003 - Oliver Beene (TV)
2004 - ABC's of Newborn Baby Care (Video)
2004 - King Solomon's Mines (TV)
2005 - Icon (TV)
2005-2006 - Jake in Progress (TV-Serie)
2005-2006 - Kitchen Confidential (TV-Serie)
2006-2010 - Dexter (TV-Serie)
2008 - Cashmere Mafia (TV-Serie)
2008 - Teacher: The Movie (TV)
2008 - The Memory Keeper's Daughter (TV)
2009 - Maneater (TV Mini-Serie)
2010 - Dumbstruck (Dokumentation)
2010 - Romantically Challenged (TV-Serie)
2010 - Wake
2011 - Body of Proof (TV-Serie)

Playlist: 
1 Daniel Licht - Blood Theme Redux (Dexter: Seasons 2/3) - 01:49
2 Daniel Licht - Bloodsucker's Ball (Children Of The Night) - 03:37
3 Daniel Licht - Children Of The Children (Children Of The Corn II) - 02:55
4 Daniel Licht - Main Title (Amityville: A New Generation) - 02:00
5 Daniel Licht - Back To The Past/Present Tense (Hellraiser: Bloodline) - 03:33
6 Daniel Licht - Andrea's Theme (Amityville: It's About Time) - 03:01
7 Daniel Licht - End Credits (Bad Moon) - 04:07
8 Daniel Licht - Underground Above (Soul Survivors) - 03:43
9 Daniel Licht -  Opening (King Solomon's Mines) - 01:59
10 Daniel Licht - Main Title (Woman Undone) - 04:00
11 Daniel Licht - Louise Dies (The Winner) - 03:33
12 Daniel Licht - Zooman (Zooman) - 07:11
13 Daniel Licht - Ice Cream/Following Scott (Dexter: Season 4) - 03:28
14 Daniel Licht - Epilogue (Dexter: Season 1) - 02:30
15 Daniel Licht - Lizard (Stephen King's The Thinner) - 06:48

Sonntag, 3. Juli 2011

Playlist # 62 vom 03.07..11 (1) - JULIA ROBERTS Special

Julia Roberts wurde im vergangenen Jahr vom People Magazine nicht nur zur schönsten Frau der Welt gekürt, sie zählt auch zu den bestbezahlten Schauspielerinnen, deren neuer Film „Larry Crowne“ seit dem 30. Juni in den deutschen Kinos läuft.

Bevor die am 28. Oktober 1967 in Atlanta, Georgia, geborene Roberts den Durchbruch mit „Pretty Woman“ schaffte, zog sie 1985 nach ihrem Highschool-Abschluss aus dem kleinen Smyrna nach New York zu ihrer Schwester Lisa, um sich – wie ihr Bruder Eric - ganz der Schauspielerei zu widmen. Schließlich führten bereits ihre Eltern in den 60er Jahren eine Schauspielschule für Kinder in Atlanta, und nachdem Julias Bruder Eric bereits Karriere gemacht hatte („The Expendables“, „The Dark Knight“), folgt nun auch ihre Nichte Emma Roberts („Scream 4“).
Doch der Einstieg ins Filmgeschäft fiel Julia Roberts nicht leicht. Zunächst hielt sie sich mit verhassten Modeljobs über Wasser. Nach einem 15-sekündigen Auftritt in der Komödie „Firehouse“ besorgte ihr Bruder ihr eine Nebenrolle in dem Spätwestern „Blood Red – Stirb für dein Land“, der jedoch erst 1989 in die Kinos kam und dort fürchterlich floppte.
1987 bekam die damals 19-Jährige ihre erste Filmrolle in dem Rock-Musical „Satisfaction“ und ging eine kurze Beziehung mit ihrem Co-Star, dem 35-jährigen Liam Neeson, ein, mit dem sie zusammen nach Venice in Kalifornien zog, bevor sie sich 1988 wieder trennten.
Um an die Rolle der portugiesischstämmigen Daisy Arujo in der Komödie „Pizza, Pizza – Ein Stück vom Himmel“ (1988) zu kommen, färbte sich die ehrgeizige Julia zum Casting die Haare schwarz – mit einer Mischung aus Schuhcreme und Schaumfestiger – und begeisterte sogleich Kritiker wie Publikum.
Für ihre Darstellung der krebskranken Shelby in Herbert Ross‘ Drama „Magnolien aus Stahl“ erhielt sie 1989 ihren ersten Golden Globe. 1990 sollte dann ihr großes Jahr werden. Zunächst katapultierte sich Julia Roberts in der Romantik-Komödie an der Seite von Richard Gere als Edel-Prostituierte Vivian Ward in „Pretty Woman“ an die Spitze der weltweiten Kinocharts und in die Herzen des Publikums. Dabei sollte der Film erst in Anlehnung an das Honorar für Vivians Liebesdienste schlicht „3.000“ heißen und kein Happy End haben.
Dann überzeugte sie als wissensdurstige Medizinstudentin, die sich auf ein gewagtes Experiment mit dem Tod einlässt, auch in Joel Schumachers Mystery-Thriller „Flatliners“ und verliebte sich in ihren Co-Star Kiefer Sutherland, doch aus der geplanten Hochzeit wurde ebenso nichts wie aus der anschließenden Affäre mit Schauspieler-Kollege Jason Patric.
„Pretty Woman“ und „Flatliners“ waren interessanterweise auch die beiden Filme, mit denen Komponist James Newton Howard in Hollywood sich einen Namen machte. 1991 folgten Joseph Rubens arg konstruierter Psychothriller „Der Feind in meinem Bett“ und Joel Schumachers bittersüßliches Liebesdrama „Entscheidung aus Liebe“ sowie ein Mini-Auftritt als Tinkerbell in Steven Spielbergs Peter-Pan-Verfilmung „Hook“.
Auch in Robert Altmans Hollywood-Satire "The Player" (1992) ging Julia Roberts zwischen 45 anderen Filmstars unter. Allerdings lernte sie am Set den zehn Jahre älteren Country-Musiker Lyle Lovett kennen, mit dem sie immerhin 21 Monate verheiratet blieb, und drehte an der Seite von Denzel Washington unter der Regie von Alan J. Pakula die überzeugende John-Grisham-Verfilmung „Die Akte“.
Die nächsten Jahre liefen allerdings nicht mehr so gut. Ihre Filme „I Love Trouble“ (1994), “Power Of Love” (1995) und “Mary Reilly” (1996) wurden vom Publikum weitgehend ignoriert. Erst mit der Liebeskomödie “Die Hochzeit meines besten Freundes” kehrte sie 1997 wieder an die Spitze der Kinocharts zurück. Es folgten der Psycho-Thriller „Fletschers Visionen“ (1997) mit Mel Gibson, das Drama „Seite an Seite“ (1998), das sie zusammen mit Co-Star und Freundin Susan Sarandon auch produzierte, und 1999 die beiden Romantik-Komödien „Notting Hill“ und die „Pretty Woman“-Fortsetzung „Die Braut, die sich nicht traut“.
Für ihre Rolle als engagierte Titelheldin in Stephen Soderberghs Drama „Erin Brockovich“ gewann Julia Roberts 2000 ihren ersten Oscar® .

Am Set von „The Mexican“ lernte sie Kameramann Danny Moder kennen, den sie zwei Jahre später heiraten sollte und mit dem sie bis heute drei Kinder hat.
Mit Stephen Soderbergh arbeitete Roberts auch in dessen "Ocean's Eleven", dem Remake der Gangster-Komödie „Frankie und seine Spießgesellen“, an der Seite von George Clooney, Matt Damon, Brad Pitt und anderen Stars zusammen, und war auch 2004 bei der Fortsetzung „Ocean’s Twelve“ mit von der Partie.
Nach ihrem Oscar®-Triumph gehörte Julia Roberts als erste Frau offiziell zum exklusiven 20-Millionen-Dollar-Gage-Club und zementierte ihren Ruf als derzeit bestbezahlte Schauspielerin in „Mona Lisas Lächeln“ (2003). Ein Jahr später schenkte sie den Zwillingen Phinnaeus Walter und Hazel Patricia das Leben.
Obwohl Nacktszenen für die attraktive Schauspielerin absolut tabu sind, knisterte es in Mike Nichols‘ Beziehungsdrama „Hautnah“ (2004) nur so vor Erotik. Nach der Babypause hatte Roberts ihren ersten Auftritt in dem Musikvideo „Dreamgirl“ der Dave Matthews Band, dann stand sie drei Monate lang in dem Broadway-Revival von Richard Greenbergs „Three Days Of Rain“ auf der Bühne, was ihr wöchentlich eine Gage von 35.000 Tausend Dollar in der Woche einbrachte.
2006 folgten drei Sprechrollen in den Animationsfilmen „Charlotte’s Web“, „Lucas, der Ameisenschreck“ sowie in „Schweinchen Wilbur und seine Freunde“, ehe sie ein Jahr später in der Polit-Satire „Der Krieg des Charlie Wilson“ an der Seite von Tom Hanks als kecke Südstaatenwitwe erstmals wieder auf der großen Leinwand zu sehen war.
„Es ist schön, wieder vor der Kamera zu stehen. Aber es ist nicht so, dass ich es darauf angelegt hätte, sofort wieder loszulegen – ich konnte diesem Angebot nur absolut nicht widerstehen“, berichtet Julia Roberts im Interview mit Skip. „ Joanne Herring zu spielen, ist eine großartige Gelegenheit. Und dazu konnte ich mit Mike Nichols arbeiten – er ist nicht nur einer meiner absoluten Lieblingsregisseure, sondern überhaupt einer meiner Lieblingsmenschen. Ja, wirklich. Wenn ich das Gefühl habe, ich brauche Rat von jemandem, dann sind das genau drei Menschen, an die ich mich wende: Stephen Soderbergh, Mike Nichols – und natürlich Danny.“
Es folgten das Drama „Zurück im Sommer“ (2008) und der Agenten-Thriller „Duplicity“, den einmal mehr James Newton Howard vertonte.
Nach „Valentinstag“ stürmte Julia Roberts mit der Bestseller-Verfilmung von Elizabeth Gilberts autobiographischen Roman „Eat Pray Love“ die Kinocharts.
„Ich fand das ganze Thema toll. Die Art, wie im Buch über Lebenserfahrung erzählt wird, die Suche nach Antworten und wie wichtig bestimmte Menschen für deinen Weg durch diese Welt sein können. Das ist eine unheimlich spannende Geschichte, die mich sehr inspiriert hat. Da wollte ich mitmachen... (lacht). Wissen, eigentlich ist es gar nicht so kompliziert mit meiner Rollenauswahl. Wenn ich ein Drehbuch lese und die letzte Seite umblättere, dann habe ich dieses Gefühl. Ich weiß sofort, es gefällt mir, oder ich denke nie wieder daran“, erläutert die Schauspielerin im Freundin-Interview.
In dem von Tom Hanks inszenierten Liebesfilm „Larry Crowne“ spielt sie die attraktive, aber unmotivierte Dozentin eines Rhetorik-Kurses am College, für den sich auch der unerwartet arbeitslos gewordene Kaufhaus-Angestellte Larry Crowne (Tom Hanks) einschreibt, um seinen Berufsabschluss nachzuholen und neue Perspektiven für sich zu gewinnen. Dass er sich nebenbei auch noch in seine Dozentin verliebt, setzt seinem Glück die Krone auf.

Die Musik komponierte wie schon zum ersten Tom-Hanks-Julia-Roberts-Film-Rendezvouz „Der Krieg des Charlie Wilson“ James Newton Howard, der bereits etliche andere Julia-Roberts-Filme musikalisch bereicherte, nämlich “Pretty Woman”, “My Best Friend’s Wedding”, “Runaway Bride”, “America’s Sweethearts” und „Duplicity“.
Zurzeit dreht Julia Roberts gerade an einer neuen Verfilmung des Märchenklassikers „Schneewittchen“, in dem sie die böse Königin spielt.
Julia Roberts ist nicht nur die einzige Schauspielerin, die mindestens genauso viel Gage verlangen kann wie ihre männlichen Kollegen, ihre Filme haben zusammengenommen bereits über eine Milliarde Dollar eingespielt, was noch keine andere Schauspielerin in der Geschichte Hollywoods geschafft hat.

Filmographie:
1987 - Pizza, Pizza - Ein Stück vom Himmel (Mystic Pizza)
1987 – Satisfaction
1988 – Liebe auf texanisch (Baja Oklahoma)
1989 - Blood Red - Stirb für dein Land
1989 - Magnolien aus Stahl - Die Stärke der Frauen (Steel Magnolias)
1990 - Flatliners
1990 - Pretty Woman
1990 - Der Feind in meinem Bett (Sleeping with the Enemy)
1991 - Hook
1991 - Entscheidung aus Liebe (Dying Young)
1992 - The Player
1993 - Die Akte (The Pelican Brief)
1994 - I Love Trouble - Nichts als Ärger
1995 - Mary Reilly
1995 - The Power of Love (Something to Talk About)
1995 - Prêt-à-Porter
1996 - Alle sagen: I love you (Everyone Says I Love You)
1996 - Michael Collins
1997 - Die Hochzeit meines besten Freundes (My Best Friend's Wedding)
1997 - Fletchers Visionen (Conspiracy Theory)
1998 - Seite an Seite (Stepmom)
1999 - Notting Hill
1999 - Die Braut, die sich nicht traut (The Runaway Bride)
2000 - Erin Brockovich - Eine wahre Geschichte
2001 - The Mexican
2001 - America's Sweethearts
2001 - Ocean's Eleven
2002 - Voll Frontal (Full Frontal)
2003 - Mona Lisas Lächeln (Mona Lisa Smile)
2003 - Geständnisse - Confessions of a Dangerous Mind
2004 - Ocean's Twelve
2004 – Hautnah (Closer)
2006 - Lucas, der Ameisenschreck (The Ant Bully) - Sprechrolle
2006 - Schweinchen Wilbur und seine Freunde (Charlotte's Web)- Sprechrolle
2007 - Der Krieg des Charlie Wilson (Charlie Wilson's War)
2008 - Zurück im Sommer (Fireflies in the Garden)
2009 - Duplicity - Gemeinsame Geheimsache
2010 - Valentinstag (Valentine's Day)
2010 - Eat, Pray, Love
2011 - Larry Crowne

Playlist:
1 James Newton Howard - Main Title (Pretty Woman) - 03:45
2 Jerry Goldsmith - The Funeral (Sleeping With The Enemy) - 03:25
3 James Newton Howard - Diary Of A Surgeon (Flatliners) - 02:29
4 James Horner - The Killing (The Pelican Brief) - 03:17
5 James Newton Howard - The Maze (Dying Young) - 02:40
6 Thomas Newman - Malign (Erin Brockovich) - 02:40
7 Carter Burwell - Searching For The Music (Conspiracy Theory) - 03:11
8 Alan Silvestri - It's Cursed, That Gun (The Mexican) - 03:25
9 David Holmes - Gritty Shaker (Ocean's Eleven) - 03:26
10 John Williams - Flight To Neverland (Hook) - 04:44
11 John Williams - The Soccer Game (Stepmom) - 04:27
12 Javier Navarrete - Town Of Austere (Fireflies In The Garden) - 02:54
13 John Debney - Flower Shop Talk (Valentine's Day) - 03:28
14 James Newton Howard - Security Meeting (Duplicity) - 02:49
15 James Newton Howard - Turning The Tide (Charlie Wilson's War) - 08:33

Playlist # 62 vom 03.07..11 - KEVIN COSTNER Special

Mit seinem Oscar-prämierten Meisterwerk „Der mit dem Wolf tanzt“ hat Schauspieler, Regisseur und Produzent Kevin Costner 1990 seinen kreativen wie ruhmreichen Höhepunkt erlebt. Darüber hinaus hat er legendäre Helden wie den Al-Capone-Jäger Eliot Ness in Brian De Palmas „The Untouchables“, die Cowboy-Legende Wyatt Earp oder auch Robin Hood gemimt.


Vor allem das Sport- und Western-Genre haben es dem Sohn einer irischstämmigen Sozialarbeiterin und eines deutschstämmigen Angestellten besonders angetan. Als Jugendlicher spielte der am 18. Januar 1955 im kalifornischen Lynwood Geborene leidenschaftlich gern Basketball, Baseball und American Football, später auch Golf. Nachdem er 1973 mit intensivem Schauspielunterricht angefangen hatte, machte er 1978 einen College-Business-Abschluss und heiratete dann seine Jugendliebe Cindy Silva. In der South Coast Actors Coop spielt er in Stücken von Arthur Miller und Clifford Odets.
Nach dem ernüchternden Auftritt in der Softsex-Komödie „Heißer Strand USA“ (1974) entwickelte sich in den 80ern eine längere Zusammenarbeit mit Regisseur Lawrence Kasdan. Zwar fiel Costners Rolle in Kasdans Tragikomödie „Der große Frust“ (1983) dem Schnitt zum Opfer, doch dafür machte Costner in Kasdans Neo-Western „Silverado“ (1985) eine so überzeugende Figur, dass er 1987 neben Sean Connery die Hauptrolle in Brian De Palmas Mafia-Thriller „Die Unbestechlichen“ erhielt.
Als smarter Einsatzleiter Eliot Ness legte er mit einer erlesenen Truppe Al Capone das Handwerk, noch im selben Jahr überzeugte Costner auch in Roger Donaldsons Verschwörungs-Thriller „No Way Out“ an der Seite von Gene Hackman und Sean Young.
Bis zu seinem Mega-Erfolg „Der mit dem Wolf tanzt“ brillierte der aufstrebende Schaupieler auch in dem starken Fantasy-Baseball-Drama „Feld der Träume“ (1989), floppte aber mit Tony Scotts Rache-Thriller „Revenge“ (1990). Dieser Misserfolg verblasste aber schnell im blendenden Licht der sieben Oscars – u.a. für den Besten Film und Komponist John Barry für die Beste Filmmusik -, die Kevin Costner mit seinem dreistündigen Western-Epos „Der mit dem Wolf tanzt“ erstmals auch als Regisseur einheimsen durfte.
Costner war somit prädestiniert, 1995 die 8-teilige Dokumentation „500 Nations – Die Geschichte der Indianer“ zu produzieren, mit der Costner auf umfassende Weise versuchte, die zum großen Teil unbekannte Geschichte der Ureinwohner Nord- und Zentralamerikas aufzuarbeiten.
Seine nächsten Rollen wählte er mit Bedacht aus. In der von ihm co-produzierten Neuverfilmung des Abenteuer-Klassikers „Robin Hood“ seines Freundes Kevin Reynolds spielte er selbst ebenso die Hauptrolle wie in Oliver Stones Thriller-Drama „JFK – Tatort Dallas“ (1991), dem mit Sängerin Whitney Houston besetzten Thriller „Bodyguard“ (1991) und Clint Eastwoods Thrillerdrama „Perfect World“ (1993), in dem Costner erstmals einen Verbrecher spielte.
Mit Lawrence Kasdan arbeitete Costner wieder an dem Western-Epos „Wyatt Earp“ (1994) zusammen, erstmals mit James Newton Howard als Komponist, der in der Folge nicht nur weiterhin mit Lawrence Kasdan, sondern auch mit Kevin Costner kollaborierte. Doch das von Costner co-produzierte Werk floppte an der Kinokasse ebenso wie das von ihm produzierte Ethno-Drama „Rapa Nui – Rebellion im Paradies“ (1994).
Während der Dreharbeiten zum apokalyptischen Drama „Waterworld“ (1995) entzweite sich Produzent und Hauptdarsteller Kevin Costner mit Regisseur Kevin Reynolds, woraufhin Costner den Regiestuhl besetzte und James Newton Howard mit der Filmmusik beauftragte, die allerdings auch nicht verhindern konnte, dass Costner mit dem bis dahin teuersten Film der Geschichte fürchterlich baden ging.
Endzeitlich präsentierte sich auch Costners nächste Regiearbeit: „Postman“ entwickelte sich 1997 dabei zu einem noch größeren Desaster. Costner zog es vor, einen großen Bogen um den Regiestuhl zu machen, und konzentrierte sich wieder auf seine Schauspielkarriere. 1999 spielte er in „Aus Liebe zum Spiel“ einen alternden Footballprofi und in der Verfilmung von Nicholas Sparks‘ Bestseller „Message In A Bottle“ einen zurückgezogen lebenden Bootsbauer, der den Tod seiner Frau nicht verwinden kann.
Seine zweite Zusammenarbeit mit Regisseur Roger Donaldson führte zu dem Polit-Drama „Thirteen Days“ (2000), in dem Costner als Berater von John F. Kennedy fungierte und mit dazu beitrug, die Kuba-Krise von 1962 zu einem guten Ausgang zu führen. Erst 2003 widmete sich Kevin Costner wieder seinem Lieblingsgenre und stellte sich für den Western „Open Range“ (2003) auch wieder hinter die Kamera. Als Komponisten engagierte er Michael Kamen („Highlander“), der mit Costner bereits bei „Robin Hood“ zusammenarbeitete. Danach war Costner in eher unbedeutenden Filmen zu sehen, so in den Liebeskomödien „Wo die Liebe hinfällt …“ und „An deiner Schulter“ (beide 2005) sowie in dem Action-Drama „The Guardian“ (2006). In „Mr. Brooks“ (2007) überzeugte er allerdings auch als Serienkiller. Mittlerweile konzentrierte sich Kevin Costner eher auf sein Familienleben und seine Karriere als Countrymusiker. Nachdem 1994 seine Ehe mit Cindy Silva geschieden wurde, heiratete er 2004 die deutsche Modedesignerin Christine Baumgartner, mit der ebenfalls drei Kinder hat. 2007 gründete er die Band Kevin Costner & Modern West, die daraufhin die zwei Alben „Untold Truth“ (2008) und „Turn It On“ (2010) veröffentlichte und sie auch auf einer Tour in Deutschland und bei „Wetten, dass …?“ vorstellte.
Ab dem 07. Juli ist Kevin Costner in dem Wirtschaftskrisen-Drama „The Company Men“ zu sehen, einem Film, der thematisiert, wie auch Besserverdienende in Zeiten der Krise durch den Verlust ihres Jobs nicht nur ihren Wohlstand, sondern auch Status und Identität bedroht sehen. Costner stellt dabei den Schwager des gerade gefeuerten GTX-Executive Bobby (Ben Affleck) dar, der ihm einen Job auf dem Bau anbietet.
Momentan realisiert Kevin Costner aber wieder ein neues Regie-Projekt: „A Little War Of Our Own“ handelt von einem Sheriff während des Zweiten Weltkriegs …

Filmographie:
1974: Heißer Strand USA (Malibu Summer)
1981: Eine pechschwarze Nacht
1982: Nightshift – Das Leichenhaus flippt völlig aus (Night Shift)
1982: Gewagtes Spiel (Stacy’s Knights)
1982: Chasing Dreams – Träume sind wie Staub im Wind
1983: Das letzte Testament (Testament)
1983: Ein Tisch für fünf – Table for five
1984: The Gunrunner – Zwischen allen Fronten (The Gunrunner)
1984: Fandango
1985: Die Sieger – American Flyers (American Flyers)
1985: Silverado
1987: No Way Out – Es gibt kein Zurück (No Way Out)
1987: The Untouchables – Die Unbestechlichen (The Untouchables)
1988: Annies Männer (Bull Durham)
1989: Feld der Träume (Field of Dreams)
1990: Revenge – Eine gefährliche Affäre (Revenge)
1990: Der mit dem Wolf tanzt (Dances with Wolves) – auch Regie
1991: JFK – Tatort Dallas (JFK)
1991: Robin Hood – König der Diebe (Robin Hood: Prince of Thieves)
1992: Bodyguard (The Bodyguard)
1993: Perfect World
1994: Wyatt Earp – Das Leben einer Legende (Wyatt Earp)
1994: Das Baumhaus (The War)
1995: Waterworld – teilweise auch Regie
1996: Tin Cup
1997: Postman (The Postman) – auch Regie
1999: Message in a Bottle – Der Beginn einer großen Liebe
1999: Aus Liebe zum Spiel (For Love of the Game)
2000: Thirteen Days
2001: Crime is King (3000 Miles to Graceland)
2002: Im Zeichen der Libelle (Dragonfly)
2003: Open Range – Weites Land (Open Range) – auch Regie
2004: The Gunrunner
2005: Wo die Liebe hinfällt … (Rumor Has It…)
2005: An deiner Schulter (The Upside of Anger)
2006: Jede Sekunde zählt – The Guardian (The Guardian)
2007: Mr. Brooks – Der Mörder in Dir (Mr. Brooks)
2008: Swing Vote
2009: The New Daughter
2010: The Company Men

Playlist:
1 Aaron Zigman - Suicide - Funeral (The Company Men) - 06:00
2 John Barry - Journey To The Buffalo Killing Ground (Dances With Wolves) - 03:39
3 Bruce Broughton - On To Silverado (Silverado) - 06:26
4 James Newton Howard - The Wagon Chase (Wyatt Earp) - 02:41
5 James Newton Howard - Deacon's Speech (Waterworld) - 03:52
6 James Newton Howard - The Restored United States (The Postman) - 06:43
7 Alexandre Desplat - Emily (Upside & Anger) - 04:18
8 Ramin Djawadi - Regrets Of An Artist (Mr. Brooks) - 04:46
9 James Horner - Doc's Memories (Field Of Dreams) - 03:17
10 John Williams - Prologue (JFK) - 04:00
11 Thomas Newman - Juliette (The War) - 03:10
12 Gabriel Yared - Dear Catherine (Message In A Bottle) - 07:04

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