Montag, 17. September 2018

Playlist #250 vom 30.09.2018 - IRMIN SCHMIDT Special

Die 1968 von Irmin Schmidt, Holger Czukay, Jaki Liebezeit und Michael Karoli gegründete Krautrock-Band CAN zählt bis heute zu den einflussreichsten Acts der Avantgarde-Rock-Szene und beeinflusste so unterschiedliche Acts wie Sonic Youth, David Bowie, Radiohead, King Crimson, Joy Division oder Portishead. Seit die Mitglieder von CAN Ende der 1970er Jahre getrennte Wege gehen, hat sich Irmin Schmidt mit Solo-Alben, Kollaborationen und vor allem Filmmusik einen eigenen Namen gemacht. Am 7. November präsentiert er im Rahmen des 32. Braunschweig Filmfestivals im Staatstheater eine Auswahl seiner Arbeiten für CAN und den Film.

Der am 29. Mai 1937 in Berlin geborene Irmin Schmidt gründete bereits im Alter von 16 Jahren ein Schulorchester, das er selbst dirigierte, diplomierte am Konservatorium Dortmund mit Auszeichnung als Klavierlehrer und studierte weiterhin an der Essener Folkwang Hochschule – u.a. bei György Ligeti -, am Mozarteum Salzburg und an der Hochschule für Musik in Köln, wo er zusammen mit Holger Czukay bei Karlheinz Stockhausen von 1964 bis 1966 in die Kompositionslehre ging.
Als Dirigent leitete Schmidt zahlreiche Konzerte der Bochumer Symphoniker, der Wiener Symphoniker und das 1962 von ihm gegründete Dortmunder Ensemble für Neue Musik. Außerdem war er als Kapellmeister am Stadttheater Aachen, als Dozent für Musical und Chanson an der Schauspielschule Bochum und als Konzertpianist tätig.
Doch anstatt seine Karriere als Dirigent voranzutreiben, gründete Schmidt 1968 mit CAN ein Experimentierkollektiv, das Musiker mit ganz unterschiedlichen musikalischen Hintergründen vereinte.
„Ich las Artaud, traf John Cage, Steve Reich und La Monte Young in New York und erlebte die Fluxus-Szene in Deutschland. Ich habe zunächst keine Rockgruppe gegründet, ich versuchte nur ein paar Leute aus unvereinbaren Musikrichtungen zusammenzubringen: einen Jazzschlagzeuger, einen jungen Gitarristen, jemanden, der in der Elektronik zu Hause war, und einen, der aus der Klassik kam, mich. Rock war nicht das Ziel“, blickt Schmidt im Interview mit Die Zeit zurück. „Alles wurde gemeinschaftlich entwickelt von Jaki, Holger, Michael und mir. Später kam noch Malcolm Mooney dazu. Malcolm hatte nie gesungen, war ein Maler aus Paris. Eigentlich wollte ich ihn in der Kölner Galerieszene bekannt machen, stattdessen schleppte ich ihn mit ins Studio, wo er spontan anfing zu singen. Diese Spontanität lag damals in der Luft. Diese Kraft, aus dem Nichts irgendwelchen Irrsinn zu machen.“ 
Nach einem Konzert im Juni 1968 nahmen CAN im November den Soundtrack zum Kinofilm „Kama Sutra – Vollendung der Liebe“ auf, die erste LP „Monster Movie“ entstand am 25. Juli 1969 in Schloss Nörvenich und verkaufte die erste Auflage von gerade mal 500 Exemplaren innerhalb von zwei Wochen. Da das nächste Album einige Zeit in Anspruch nehmen würde, beschlossen CAN, die Lücke bis dahin mit einer Sammlung von Filmmusiken zu überbrücken, bei denen Irmin Schmidt die treibende Kraft gewesen ist und die der Band ein finanzielles Auskommen sicherte.
Das Album „Soundtracks“ enthält verschiedene Titel aus den Filmen „Deadlock“, „Cream“, „Mädchen mit Gewalt“ und „Bottom – Ein großer graublauer Vogel“ und eröffnete der Band eine neue Arbeitsweise. Irmin Schmidt, der als einziger aus der Band auch die Filme gesehen hatte, zu der CAN die Musik komponierten, war vor allem daran interessiert, wie das Drama der narrativen Form des Kinos die Richtung der Musik beeinflusste, aber auch an der umgekehrten Richtung.
Auch auf späteren Alben fanden sich immer wieder Tracks, die in Filmen, Krimireihen und Fernsehsendungen verwendet wurden. So wurde „Spoon“ zur Erkennungsmelodie der dreiteiligen Durbridge-Krimiserie „Das Messer“ (1971) und war wie „Vitamin C“ aus der „Tatort“-Folge „Tote Taube in der Beethovenstraße“ (1973) auf dem Album „Ege Bamyasi“ enthalten. Außerdem war in der Krimiserie „Eurogang“ die CAN-Single „Hunters and Collectors“ aus dem Album „Landed“ zu hören und der Track „Aspectable“ aus dem Album „CAN“ wurde im Februar 1978 passenderweise zur Erkennungsmelodie des ZDF-Kulturmagazins „Aspekte“.
Dass Irmin Schmidt nach der Auflösung von CAN der Filmmusik treu geblieben ist, verwundert kaum. So sind in seiner umfangreichen, 12 CDs umfassenden Retrospektive „Electro Violet“ (2012) nicht nur seine Solo-Alben „Toy Planet“ (1981), „Musk At Dusk“ (1987) und „Impossible Holidays“ (1991), die beiden Kollaborationen mit dem elektronischen Musiker Kumo („Masters of Confusion“, 2001, und „Axolotl Eyes“, 2008) sowie die Oper „Gormenghast“ (2000) enthalten, sondern auch die sechs CDs umfassende Anthologie mit Schmidts Filmmusiken.
„Man kann lernen, durch welche Mittel man im Film Emotionen verstärken oder verbinden kann. Letzten Endes ist man dann doch Komponist. Für einen Komponisten ist dann Filmmusik, wenn sie gut sein soll, so wie jede andere Musik. Ich glaube nicht, dass das, was man heute lernen kann über Filmmusik, sich wesentlich unterscheidet von dem, was Nino Rota oder Ennio Morricone oder die Amerikaner wie Max Steiner und Bernard Hermann getan haben“, meint Irmin Schmidt im Interview mit JazzPages zu den Möglichkeiten, das Handwerk der Filmkomponisten zu erlernen.
„Im Wesentlichen ist es eine Musik, die einen Film mitstrukturieren und den Ausdruck verstärken soll. Das war seit eh und je so. Das passiert auf so viel verschiedene Weisen. Wenn man bedenkt, was Nino Rota für Musik gemacht hat und was Tōru Takemitsu gemacht hat – beides sind einfach wunderschöne Musiken, auch ohne den Film. Die Qualität der Musik ist entscheidend. Dass Henry Mancinis Filmmusik toll ist, liegt daran, dass er eben ein guter Komponist war, einfallsreich und mit eigenem Stil. Das kann man natürlich nur bedingt vermitteln und lehren. Man kann auf die großen Komponisten und ihre Ausdrucksmittel aufmerksam machen.“
Mittlerweile lebt der vielseitige Komponist in Frankreich und veröffentlicht am 16. November sein neues Album „5 Klavierstücke“.

Filmographie: 
1969: Agilok & Blubbo (mit CAN)
1969: Kamasutra (mit CAN)
1970: Das Millionenspiel (mit CAN)
1970: Deadlock (mit CAN)
1970: Deep End (mit CAN)
1970: Mädchen mit Gewalt (mit CAN)
1970: Ein großer graublauer Vogel (mit CAN)
1971: Cream – Schwabing Report (mit CAN)
1974: Die letzten Tage von Gomorrha (mit CAN)
1978: Messer im Kopf
1979: Der Tote bin ich
1979: … als Diesel geboren (Dokumentation)
1979: Neues aus Transkastanien (Mini-TV-Serie)
1980: Im Herzen des Hurrican
1980: Endstation Freiheit
1981: Flächenbrand
1981: Exil (Mini-TV-Serie)
1981: Die Heimsuchung des Assistenten Jung
1982: Der Mann auf der Mauer
1983, 1989: Rote Erde (TV-Serie)
1983: Ruhe sanft, Bruno
1983: Leben Gundlings Friedrich von Preußen (Theater)
1984: Flight to Berlin
1984: Es ist nicht aller Tage Abend
1985: Wallenstein (Theater)
1985: Alle Geister kreisen
1985: Kein schöner Land (Mini-TV-Serie)
1986: Tatort – Freunde
1989: Reporter (Fernsehserie)
1991: Pizza Colonia
1991: Unter der Treppe (Theater)
1992: Baal (Theater)
1992: Negerküsse
1993: Morlock (1 Folge)
1995: Der Mörder und sein Kind
1996: Angst hat eine kalte Hand
1997: Der rote Schakal
1997: Schimanski – Hart am Limit
1998: Zucker für die Bestie
2002: Bloch – Schwarzer Staub
2002: Bloch – Ein begrabener Hund
2003: Tatort – Wenn Frauen Austern essen
2003: Bloch – Silbergraue Augen
2004: Der Stich des Skorpion
2004: Bloch – Schwestern
2004: Bloch – Fleck auf der Haut
2004: Ich werde immer bei euch sein
2005: Bloch – Ein krankes Herz
2005: Bloch – Der Freund meiner Tochter
2005: In Sachen Kaminski
2005: Schneeland
2006: Bloch – Der Mann im Smoking
2007: Bloch – Der Kinderfreund
2007: Paparazzo
2007: Einsatz in Hamburg (Fernsehserie, 1 Folge)
2008: Bloch – Vergeben, nicht vergessen
2008: Bloch – Die blaue Stunde
2008: Palermo Shooting
2009: Bloch – Bauchgefühl
2009: Bloch – Schattenkind
2009: Bloch – Tod eines Freundes
2011: Bloch – Inschallah
2011: Bloch – Der Heiland
2012: Innenansichten – Deutschland 1937 (Fernseh-Dokumentation)
2012: Lösegeld
2013: Mord in Eberswalde
2013: L'Enfant du Soleil
2014: Zwei allein
2016: Tatort – Hundstage
Playlist:
01. CAN - Spoon (Das Messer - "Ege Bamyasi") - 03:03
02. CAN - Aspectacle (Aspekte - "Can") - 05:52
03. CAN - Deadlock [instrumental] (Deadlock - "Soundtracks") - 01:40
04. Irmin Schmidt - Verdi Prati Valse (Pizza Colonia - "Filmmusik Anthology Volume 1") - 03:30
05. Irmin Schmidt - Der Elch (Im Herzen des Hurrican - "Filmmusik Anthology Volume 3") - 05:01
06. Irmin Schmidt - 2 Alone (Zwei allein - "Filmmusik Anthology Volume 6") - 05:36
07. Irmin Schmidt - Solo (Der Tote bin ich - "Filmmusik Anthology Volume 3") - 05:37
08. Irmin Schmidt - Heimkehr (Rote Erde - "Filmmusik Anthology Volume 1") - 06:29
09. Irmin Schmidt - Messer im Kopf [Titelmusik] (Messer im Kopf - "Filmmusik Anthology Volume 3") - 04:46
10. Irmin Schmidt - Bohemian Step (Theater: Wallenstein - "Filmmusik Anthology Volume 1") - 06:26
11. Irmin Schmidt - Decision (Endstation Freiheit - "Filmmusik Anthology Volume 3") - 03:50
12. Irmin Schmidt - Rita's Tune (Alle Geister kreisen - "Filmmusik Anthology Volume 1") - 04:41
13. Irmin Schmidt - Hinter Glas (Tatort: Wenn Frauen Austern essen - "Filmmusik Anthology Volume 5") - 02:59
14. Irmin Schmidt - Fresco & Finale [Flavia Theme III & IV] (Palermo Shooting - "Filmmusik Anthology Volume 4") - 06:40
15. Irmin Schmidt - Exit West (Der Stich des Skorpion - "Filmmusik Anthology Volume 5") - 04:21
16. Irmin Schmidt - Ina & Aaron (Schneeland - "Filmmusik Anthology Volume 4") - 04:06
17. Irmin Schmidt - Coming Home (In Sachen Kaminsky - "Filmmusik Anthology Volume 5") - 03:51
18. Irmin Schmidt - Tattoo (Paparazzo - "Filmmusik Anthology Volume 4)" - 04:34
19. Irmin Schmidt - Geisterlied (Ich werde immer bei euch sein - "Filmmusik Anthology Volume 5") - 04:11
20. Irmin Schmidt - Ultimate City Limit (Der Mann auf der Mauer - "Filmmusik Anthology Volume 2") - 05:52
21. Irmin Schmidt - Why Not (Lösegeld - "Filmmusik Anthology Volume 6") - 04:15
22. Irmin Schmidt - Morning in Berlin (Flight to Berlin - "Filmmusik Anthology Volume 2") - 03:12
23. Irmin Schmidt - L'Enfant du Soleil (L'Enfant du Soleil - "Filmmusik Anthology Volume 6") - 05:18
24. Irmin Schmidt - Abschied (Bloch 7: Ein krankes Herz - "Filmmusik Anthology Volume 5") - 06:59

Dienstag, 11. September 2018

Filmkonzerte auf dem 32. Filmfest Braunschweig

Seit 1987 lädt das Filmfest Braunschweig Filmschaffende, Journalisten und Filmbegeisterte ein, vor allem junges europäisches Kino zu erleben und dabei auch mit den Regisseuren und Schauspielern selbst ins Gespräch zu kommen. Seit jeher bildet die Reihe „Musik und Film“ einen Themenschwerpunkt des Festivals. Nachdem in der Vergangenheit bereits Oscar-Preisträger Ludovic Bource („The Artist“), Alfonso di Vilallonga („Blancanieves“) und im vergangenen Jahr Don Davis („The Matrix“) mit dem Staatsorchester Braunschweig „live to projection“ ihre Kompositionen vorgestellt haben, wird das diesjährige, mittlerweile 32. Filmfest Braunschweig (5. – 11. November 2018) mit dem Stummfilmkonzert zum Klassiker „Panzerkreuzer Potemkin“ eröffnet.

Der Film wurde 1925 von Sergej Eisenstein inszeniert und am 21. Dezember 1925 im Moskauer Bolschoi-Theater als offizieller Jubiläumsfilm zur Feier der Revolution des Jahres 1905 uraufgeführt. Zwar war „Panzerkreuzer Potemkin“ als Propagandafilm gedacht, doch starke emotionale Reaktionen rief der Film nicht nur beim sowjetischen Publikum hervor, sondern weltweit, wo er bis heute als einer der einflussreichsten Filme aller Zeiten gilt. Allerdings enthielt der Film keine Originalmusik, sondern wurde mit klassischen Kompositionen von u.a. Beethoven und Tschaikowski unterlegt. Für die deutsche Fassung schrieb Edmund Meisel 1926 die erste eigenständige Musik, der er 1930 auch Geräusche und knappe Dialoge hinzufügte. Danach komponierte nicht nur Nikolai Krjukow die Musik zur Neufassung des Films (1950), auch die Pet Shop Boys vertonten den Film mit den Dredner Sinfonikern neu (2004).
Am 5. November präsentiert der US-amerikanische Komponist Yati Durant, der bereits Karl Heinz Martins Thriller-Drama „Von morgens bis mitternachts“ (1920) und Ernst Lubitschs Komödie „Lady Windermeres Fächer“ (1925) mit eigener Musik versorgte, seine Komposition für „Panzerkreuzer Potemkin“ in der Stadthalle Braunschweig. „Durant versöhnt in seiner Arbeit die Formensprache der klassischen Avantgarde mit der der Neue Musik und erweitert einen großen sinfonischen Klangkörper geschickt mit elektronischen Passagen“, heißt es auf der Seite des Veranstalters.
Zwei Tage später ist CAN-Mitbegründer Irmin Schmidt zu Gast im Staatstheater Braunschweig, wo er ebenfalls mit dem Staatsorchester Braunschweig einen Querschnitt aus seinem Schaffen mit CAN und eigenen Filmmusiken präsentiert, die er für Filmemacher wie Wim Wenders („Palermo Shooting“), Hark Bohm („Im Herzen des Hurrican“), Hajo Gies („Ruhe sanft, Bruno“), Klaus Emmerich („Kein schöner Land“, „Reporter“, „Pizza Colonia“, „Rote Erde“) und H.W. Geissendörfer („Schneeland“) kreiert hat.
Am 11.11.18 spielt das Staatsorchester Braunschweig unter der musikalischen Leitung von Sebastian Beckedorf die Musik, die Manfred Knaak 2011 für Lewis Milestones Klassiker „Im Westen nichts Neues“ (1939) neu komponiert hatte und dabei so unterschiedliche Einflüsse von Komponisten wie Berg, Ravel, Miles Davis und Zappa vereinte.
Weitere Infos zum Festival findet ihr hier: Filmfest Braunschweig

Montag, 10. September 2018

Playlist #249 vom 16.09.2018 - RAMIN DJAWADI Special

Der in Duisburg geborene, seit vielen Jahren in Hollywood lebende und erfolgreich arbeitende Komponist Ramin Djawadi hat sich längst aus dem Schatten seines Mentors Hans Zimmers herausgeschält und vor allem durch seine Arbeit an den Fernsehserien „Prison Break“, „Person of Interest“ und vor allem der vielfach preisgekrönten Serie „Game of Thrones“ in die oberste Liga der Filmmusik katapultiert. Nun erscheinen mit der Musik zum Horror-Thriller „Slender Man“, zur zweiten Staffel der Sci-Fi-Serie „Westworld“ und der ersten Staffel von „Tom Clancy’s Jack Ryan“ gleich drei neue Soundtracks des deutsch-iranischen Komponisten, der mit großem Orchester und fetten Effekten „Game of Thrones“ weltweit auch noch in die klassischen Konzertsäle bringt.

Der Sohn einer deutschen Mutter und eines iranischen Vaters hat mit vier Jahren angefangen, auf dem Klavier seiner Großeltern bekannte Melodien nachzuspielen, woraufhin ihn seine Eltern im Orgelspiel unterrichteten. Zwar begann Ramin Djawadi mit dreizehn Jahren auch damit, in einer Rockband Gitarre zu spielen, aber die Musik, die er selbst schrieb, war immer instrumental.
Als er die Musik von Elmer Bernstein zum Western-Klassiker „Die glorreichen Sieben“ und von John Williams zu „Star Wars“ hörte, wollte Djawadi selbst Filmkomponist werden und ging nach dem Abitur auf das Berklee College in Boston, um Musik zu studieren.
Über verschiedene Umwege kam schließlich der Kontakt zu Hans Zimmer zustande, für dessen Produktionsfirma Remote Control er sich ab 1999 um die Technik kümmerte.
„Besser hätte es nicht laufen können, weil die Arbeit des Filmkomponisten eigentlich unmöglich zu erlernen ist. Man erwartet, dass man fürs Bild schreiben kann, aber wie soll man das ohne ein Projekt lernen? In dieser Zeit wurde auch mein Durchhaltevermögen auf die Probe gestellt. Die Deadlines sind so hart, dass ich am Ende nachts im Studio geschlafen habe. Ich durfte aber auch mitschreiben, zum Beispiel an ,Fluch der Karibik‘, ‚Was das Herz begehrt‘ und ‚Thunderbirds‘“, rekapituliert der Komponist im Interview auf faz.net.
Nachdem Djawadi mit Klaus Badelt an „Der Fluch der Ahnen“ (2003) und mit Hans Zimmer an „Thunderbirds“ (2004) zusammengearbeitet hatte, folgten mit „Prison Break“ (ab 2005) und „Blade – Die Jagd geht weiter“ (2006) die ersten Serienengagements, bevor er sich mit den Scores zu den Animationsfilmen „Jagdfieber 2“ und „Fly Me to the Moon“ (beide 2008), zum Horror-Thriller „The Unborn“ (2009) und den beiden Blockbustern „Iron Man“ (2008) und „Kampf der Titanen“ (2010) als eigenständiger Komponist etablieren konnte, auch wenn er die Erfahrung aus den Gemeinschaftsprojekten nicht missen möchte.
„Ich genieße die Zusammenarbeit mit anderen Komponisten wirklich. Du kannst viel voneinander lernen und es ist immer erstaunlich, mit welchen Ideen der andere Komponist aufwartet. Es war einfach eine Ehre, Teil von ‚Batman Begins‘ zu sein und zu sehen, wie Hans und James [Newton Howard] miteinander umgingen. Ich hatte auch eine wundervolle Erfahrung mit Heitor Pereira bei ‚Ask the Dust‘. Wir haben den größten Teil der Musik zusammen in einem Zimmer geschrieben. Ich denke, der wichtigste Teil besteht darin, einander zu respektieren und offen für die Kommentare oder Kritik des anderen Komponisten zu sein“, erzählt Djawadi im Interview mit soundtrack.net
Es ist aber die langjährige Arbeit an der vielfach Emmy-prämierten Fantasy-Serie „Game of Thrones“, die Djawadi wirklich berühmt gemacht hat. Im Gegensatz zu ähnlichen Fantasy-Filmen wie „Der Herr der Ringe“ haben die Produzenten Abstand davon genommen, typisch folkloristische Instrumente wie die Flöte einzusetzen, und stattdessen einen anderen Ansatz zu verfolgen.
„Ein sehr hervorstechender Sound ist zum Beispiel das Cello. Dadurch, dass ,Game of Thrones‘ überwiegend eine sehr düstere Serie ist, hat das Cello mit seinem tiefen Klang gut dazu gepasst“, erklärt Djawadi seine Arbeit an der Serie auf dw.com. „Dadurch, dass wir in dieser Fantasiewelt sind und Figuren wie Daenerys Targaryen und das Volk der Dothraki ethnische Züge haben, wurde die Tür für ethnische Instrumente wie Taikos oder die Duduk - ein Blasinstrument, das aber nicht wie eine Flöte klingt - geöffnet. Das hat den Machern gut gefallen. Ich selbst sammle viele ethnische Instrumente. Und als Gitarrist kann ich - so lange Saiten auf dem Instrument sind - es meistens in irgendeiner Form spielen. Deswegen experimentiere ich gerne damit.“
Die Experimentierfreude kommt Djawadi auch bei seinem aktuellen Serien-Engagement für Jonathan Nolans „Westworld“ zugute, wo der Komponist nicht nur Rock- und Pop-Songs von Kanye West („Runaway“), The Rolling Stones („Paint It, Black“), Nirvana („Heart-Shaped Box“) und The White Stripes („Seven Nation Army“) in ein orchestrales Gewand bringt, sondern auch wieder ganz andere musikalische Welten erschafft.

Filmographie: 
2001: Shoo Fly (Kurzfilm)
2003: Der Fluch der Ahnen (Beat The Drum) (zusammen mit Klaus Badelt)
2003: Saving Jessica Lynch
2004: The Grid (TV-Mini-Serie)
2004: Thunderbirds (zusammen mit Hans Zimmer)
2004: Blade: Trinity (zusammen mit RZA)
2005: Buffalo Dreams
2005: Alle Kinder dieser Welt (All The Invisible Children, Segment „Jonathan“)
2005: Nemesis – Der Angriff (Threshold) (TV-Serie, 1 Folge)
2005–2017: Prison Break (TV-Serie)
2006: Blade – Die Jagd geht weiter (Blade: The Series) (TV-Serie)
2006: Boog & Elliot's Midnight Bun Run (Videokurzfilm)
2006: Jagdfieber (Open Season)
2006: In den Staub geschrieben (Ask the Dust) (zusammen mit Heitor Pereira)
2007: Mr. Brooks – Der Mörder in Dir (Mr. Brooks)
2007: The Chubbchubbs Save Xmas (Kurzfilm)
2008: Fly Me to the Moon 3D
2008: Jagdfieber 2 (Open Season 2)
2008: Iron Man
2009: Ehrenmedaille
2008: Deception – Tödliche Versuchung (Deception)
2009: The Unborn
2010: Kampf der Titanen (Clash of the Titans)
2010: Sammys Abenteuer – Die Suche nach der geheimen Passage (Sammy’s avonturen: De geheime doorgang)
2010: Flashforward (TV-Serie)
2010: Medal Of Honor (Videospiel)
2010: Need for Speed: Shift 2 Unleashed (Videospiel)
2011−2012: Breakout Kings (TV-Serie)
2011–2016: Person of Interest (TV-Serie)
seit 2011: Game of Thrones (TV-Serie)
2011: Fright Night
2012: Safe House
2012: Red Dawn
2012: Sammys Abenteuer 2
2012: Medal Of Honor: Warfighter (Videospiel)
2013: Pacific Rim
2013: African Safari 3D
2013: Das magische Haus (Thunder and the House of Magic)
2014: Dracula Untold
2014-2017: The Strain (TV-Serie)
seit 2016: Westworld (TV-Serie)
2016: Gears of War 4 (Videospiel)
2016: Warcraft: The Beginning (Warcraft)
2016: The Great Wall
2016: Robinson Crusoe (The Wild Life)
2017: Zwischen zwei Leben (The Mountain Between Us)
2018: Das Zeiträtsel (A Wrinkle in Time)
2018: Slender Man (zusammen mit Brandon Campbell)
seit 2018: Tom Clancy’s Jack Ryan (TV-Serie)
Playlist:
01. Ramin Djawadi & Brandon Campbell - Surrender (Slender Man) - 04:04
02. Ramin Djawadi - An In-Be-Tweener (Prison Break) - 03:14
03. Ramin Djawadi - Concerned 3rd Party (Person Of Interest) - 03:02
04. Ramin Djawadi - Love In The Eyes (Game Of Thrones) - 04:00
05. Ramin Djawadi & Heitor Pereira - Lover's Night (Ask The Dusk) - 03:03
06. Ramin Djawadi & Klaus Badelt - The Journey (Beat The Drum) - 02:46
07. Ramin Djawadi - Family Reunion - Farewell - Parade (Saving Jessica Lynch) - 04:18
08. Ramin Djawadi - Sunbeam (Deception) - 04:32
09. Ramin Djawadi - Regrets Of An Artist (Mr. Brooks) - 04:46
10. Ramin Djawadi - Mi Familia (Person Of Interest - Season 2) - 03:11
11. Ramin Djawadi - Safe And Sound (Prison Break - Seasons 3 & 4) - 03:52
12. Ramin Djawadi - Fright Night (Fright Night) - 04:12
13. Ramin Djawadi - The Unborn (The Unborn) - 04:19
14. Ramin Djawadi - Mhysa (Game Of Thrones - Season 3) - 03:54
15. Ramin Djawadi - Oathkeeper (Game Of Thrones - Season 4) - 04:33
16. Ramin Djawadi - Atonement (Game Of Thrones - Season 5) - 02:54
17. Ramin Djawadi - Light Of The Seven (Game Of Thrones - Season 6) - 09:48
18. Ramin Djawadi - Casterly Rock (Game Of Thrones - Season 7) - 02:23
19. Ramin Djawadi - Kiksuya (Westworld - Season 2) - 03:22
20. Ramin Djawadi - Streets Of Gardez (Medal Of Honor) - 03:55
21. Ramin Djawadi - Bekaa Brothers (Tom Clancy's Jack Ryan - Season 1) - 02:52
22. Ramin Djawadi - Nameless Order (The Great Wall) - 04:27
23. Ramin Djawadi - Written In The Stars (Clash Of The Titans) - 02:54
24. Ramin Djawadi - The Shatterdome (Pacific Rim) - 02:30
25. Ramin Djawadi - Mark II (Iron Man) - 02:48
26. Ramin Djawadi - A Marine And His Riffle (Red Dawn) - 02:48
27. Ramin Djawadi - Danny's Balloon (Africa Safari 3D) - 03:36
28. Ramin Djawadi - Amelia Earhart (Fly Me To The Moon) - 02:07
29. Ramin Djawadi - 12 Months (Safe House) - 03:06
30. Ramin Djawadi - Forgive Me (A Wrinkle In Time) - 03:11
31. Ramin Djawadi - The Mountain Between Us (The Mountain Between Us) - 06:10

Samstag, 1. September 2018

Playlist #248 vom 02.09.2018 - HARRY GREGSON-WILLIAMS Special

Durch seine langjährige Zusammenarbeit mit Regisseuren wie Tony Scott, Ridley Scott, Joel Schumacher und Antoine Fuqua sowie seine Arbeit an den Filmreihen „Shrek“ und „The Chronicles Of Narnia“ hat sich der britische Komponist Harry Gregson-Williams seit Anfang der 2000er Jahre in die oberste Liga in Hollywood katapultieren können. Nachdem er gerade Denzel Washington zum zweiten Mal auf dessen Gerechtigkeits-Mission in Antoine Fuquas „The Equalizer 2“ begleitete, vertonte er nun Jason Stathams Auseinandersetzung mit einem Riesen-Hai in Jon Turteltaubs „Meg“.

Harry Gregson-Williams wurde am 13. Dezember 1961 in England geboren und besuchte bereits im Alter von sechs Jahren die Musikschule, um Klavier zu lernen, entwickelte aber vor allem als Sänger ein großes Talent, tourte mit dem Chor durch Europa und war im Fernsehen und Radio zu hören. Als Zwölfjähriger lernte Gregson-Williams Latein und begann, Kirchenmusik zu komponieren. Er ging auf die Guildhall School of Music and Drama in London, um sein Wissen anschließend in verschiedenen Teilen Afrikas weiterzugeben, ehe er nach England als Grundschullehrer zurückkehrte.
Wie sein berühmter Freund und Kollege Hans Zimmer lernte er dann bei Stanley Myers („Die Mars-Chroniken“, Die durch die Hölle gehen“) das Komponieren für den Film. Er arbeitete mit Myers 1993 an dem britischen Low-Budget-Thriller „White Angel“ mit und folgte Hans Zimmer zwei Jahre später nach Hollywood, wo er mit vielen anderen Komponisten in dessen Media Ventures Studio mitwirkte.
Seine ersten Meriten verdiente sich Gregson-Williams durch die Zusammenarbeit mit Hans Zimmer an den Filmen „The Whole Wide World“ und Michael Bays Action-Blockbuster „The Rock“ (beide 1996) sowie Bille August‘ Literaturverfilmung von „Fräulein Smillas Gespür für Schnee“ (1997). Seine ersten Solo-Credits erhielt der Komponist in Hollywood, als er 1997 die Filme „Scharfe Täuschung“ und „Ein Fall für die Borger“ vertonte und 1998 erstmals mit Regisseur Antoine Fuqua an „The Replacement Killers“ zusammenarbeitete.
Mit seinem Kollegen John Powell komponierte er die Musik zu den Animationsfilmen „Antz“ (1998) und „Shrek“ (2001), darüber hinaus arbeitete Gregson-Williams für DreamWorks Animation eigenverantwortlich an „Chicken Run“ (2000), „Sinbad: Legend of the Seven Seas“ (2003), „Shrek 2 – Der tollkühne Held kehrt zurück“ (2004), „Flushed Away“ (2006), „Shrek der Dritte“ (2007) und „Für immer Shrek“ (2010).
Wegweisend für seine Karriere sollte die Zusammenarbeit mit Tony Scott werden. 1998 komponierte Gregson-Williams noch zusammen mit Trevor Rabin die Musik zum Thriller „Der Staatsfeind Nr. 1“, anschließend wirkte der Engländer im Alleingang an allen weiteren Tony-Scott-Filmen mit, wobei ihm die Arbeit an „Spy Game“ (2001) mit Harrison Ford und Brad Pitt in den Hauptrollen am meisten Spaß gemacht hat. Danach folgten „Man On Fire“ (2004), „Domino“ (2005), „Déjà Vu“ (2006), „The Taking of Pelham 123“ (2009) und „Unstoppable“ (2010), bevor sich Tony Scott am 19. August 2012 das Leben nahm.
Mit dessen älteren Bruder Ridley Scott hat Gregson-Williams auch zusammengearbeitet, erstmals bei „Königreich der Himmel“ (2005), dann für zwei Titel des Soundtracks von „Prometheus“ (2012) und schließlich bei „Der Marsianer“ (2015).
„Ein guter Regisseur lässt dich spüren, dass du Teil eines Teams bist, und Ridley macht das. Er zeigt dir die Richtung, in die er dich lenken will. In erster Linie und vor allem ist er ein Künstler. Das macht er die meisten Morgende mit seiner Zeit, wenn er nicht filmt. Er spricht in einer Sprache, die ich interpretieren kann. Kunst und Musik teilen eine Menge – Klang, Farbe, Textur. Dies sind all die Dinge, über die er mit mir spricht, und ich habe sie musikalisch zu übersetzen“, erzählte der Komponist zu seiner Zusammenarbeit mit Ridley Scott im Interview mit flickeringmyth.com. „In jeder vorhandenen Szene mag er meine Musik dazu hören und sagen: ‚Ich möchte, dass sich das Publikum etwas mehr fürchtet‘ oder ,Ich möchte, dass sich die Stimmung etwas leichter anfühlt‘, und ich habe das umzusetzen. Das gehört dazu, wenn du ein Filmkomponist bist.“ 
Neben seinen eindrucksvollen Arbeiten für die große Leinwand kreierte Gregson-Williams auch die Musik zu den Videospielen „Metal Gear Solid 2: Sons of Liberty“, „Metal Gear Solid 3: Snake Eater“, „Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots“ sowie das Hauptthema für „Call of Duty 4: Modern Warfare“, teilweise zusammen mit anderen Komponisten wie Stephen Barton, Audiomachine und Norihiko Hibino.
Zu den Regisseuren, mit denen Gregson-Williams immer wieder gemeinsame Projekte realisiert hat, zählen auch Joel Schumacher („Nicht auflegen!“, „Die Journalistin“, „Number 23“, „Twelve“), Dan Ireland („The Whole Wide World“, „Passionada“) und Ben Affleck („Gone Baby Gone“, „The Town“, „Live by Night“).

Filmographie:
1993: White Angel
1994: Broken Heart (Kurzfilm)
1995: Hotel Paradise
1996: Alle Liebe dieser Welt (The Whole Wide World, mit Hans Zimmer)
1997: Ein Fall für die Borger (The Borrowers)
1997: Scharfe Täuschung (Deceiver)
1997: Fräulein Smillas Gespür für Schnee (Smilla’s Sense of Snow, mit Hans Zimmer)
1998: Der Staatsfeind Nr. 1 (Enemy of the State) (mit Trevor Rabin)
1998: Antz (mit John Powell)
1998: Armageddon – Das jüngste Gericht (Armageddon, mit Trevor Rabin)
1998: Die Ersatzkiller (The Replacement Killers)
1999: Light It Up
1999: The Match
1999: Was geschah mit Harold Smith? (Whatever Happened to Harold Smith?)
2000: Chicken Run – Hennen rennen (Chicken Run)
2000: King of the Jungle
2000: Tiggers großes Abenteuer (The Tigger Movie)
2000: The Magic of Marciano
2001: Shrek – Der tollkühne Held (Shrek, mit John Powell)
2001: Metal Gear Solid 2: Sons Of Liberty (Videospiel)
2002: Nicht auflegen! (Phone Booth)
2002: Spy Game – Der finale Countdown (Spy Game)
2002: Passionada
2003: Sinbad – Der Herr der sieben Meere (Sinbad: Legend of the Seven Seas)
2003: Welcome to the Jungle (The Rundown)
2003: Die Journalistin (Veronica Guerin)
2004: Team America: World Police
2004: Metal Gear Solid 3: Snake Eater (Videospiel, mit Norihiko Hibino)
2004: Shrek 2 – Der tollkühne Held kehrt zurück (Shrek 2)
2004: Mann unter Feuer (Man on Fire)
2004: Bridget Jones – Am Rande des Wahnsinns (Bridget Jones – The Edge of Reason)
2004: Return to Sender
2005: Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia (The Chronicles of Narnia: The Lion, the Witch and the Wardrobe)
2005: Königreich der Himmel (Kingdom of Heaven)
2005: Domino (Domino)
2006: Déjà Vu – Wettlauf gegen die Zeit (Déjà Vu)
2006: Flutsch und weg (Flushed Away)
2006: Metal Gear Solid: Portable Ops (Videospiel, Main Theme)
2006: Seraphim Falls
2007: Em
2007: Call Of Duty 4: Modern Warfare (Videospiel, mit Stephen Barton)
2007: Gone Baby Gone – Kein Kinderspiel (Gone Baby Gone)
2007: Shrek der Dritte (Shrek the Third)
2007: Number 23 (The Number 23)
2008: Jolene
2008: Metal Gear Solid: Peace Walker (Videospiel, Main Theme)
2008: Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots (Videospiel, mit Nobuko Toda)
2008: Die Chroniken von Narnia: Prinz Kaspian von Narnia (The Chronicles of Narnia: Prince Caspian)
2009: Die Entführung der U-Bahn Pelham 123 (The Taking of Pelham 123)
2009: X-Men Origins: Wolverine
2010: Prince of Persia: Der Sand der Zeit (Prince of Persia: The Sands of Time)
2010: Twelve
2010: The Town – Stadt ohne Gnade (The Town, mit David Buckley)
2010: Unstoppable – Außer Kontrolle (Unstoppable)
2010: Für immer Shrek (Shrek Forever After)
2011: Cowboys & Aliens
2011: Life in a Day – Ein Tag auf unserer Erde (Dokumentation)
2011: Arthur Weihnachtsmann (Arthur Christmas)
2012: Prometheus – Dunkle Zeichen (Prometheus, zusätzliche Musik)
2012: Total Recall
2012: Mr. Pip
2012: I Am Bad
2013: The East (Themen)
2014: The Equalizer
2014: Secretos (Kurzfilm)
2014: Hate from a Distance (Kurzfilm, mit Tom Howe)
2014: Metal Gear Solid 5: Ground Zeroes (Videospiel, mit Ludvig Forssell und Akihiro Honda)
2014: Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain (Videospiel, mit Ludvig Forssell und Akihiro Honda) 2014: Call of Duty: Advanced Warfare (Videospiel, mit Audiomachine)
2015: Blackhat
2015: Der Marsianer – Rettet Mark Watney (The Martian)
2015: Im Reich der Affen (Monkey Kingdom, Dokumentation)
2015: Im Himmel trägt man hohe Schuhe (Miss You Already)
2015: A Most Peculiar Man (Kurzfilm, mit Tom Howe)
2016: Live by Night
2016: Auf Treu und Glauben (Confirmation)
2017: Breath
2017-2018: Electric Dreams (Fernsehserie, 2 Folgen)
2017: Die Frau des Zoodirektors (The Zookeeper’s Wife)
2018: Early Man – Steinzeit bereit (Early Man)
2018: The Equalizer 2
2018: Meg (The Meg)
Playlist:
01. Harry Gregson-Williams - A New World (The Meg) - 04:57
02. Harry Gregson-Williams & Hans Zimmer - Isaiah's Theme (Smilla's Sense Of Snow) - 02:06
03. Harry Gregson-Williams - Novalyne’s Theme (The Whole Wide World) - 03:09
04. Harry Gregson-Williams - John's Theme (The Replacement Killers) - 02:43
05. Harry Gregson-Williams - The Boat Trip - Closing Titles (The Magic Of Marciano) - 03:19
06. Harry Gregson-Williams - Fireworks And Lanterns (Life In A Day) - 02:56
07. Harry Gregson-Williams - Foodplay (Passionada) - 03:37
08. Harry Gregson-Williams - Operation Dinner Out (Spy Game) - 04:49
09. Harry Gregson-Williams - The Drop (Man On Fire) - 02:58
10. Harry Gregson-Williams - Algiers Ferry (Déjà Vu) - 03:08
11. Harry Gregson-Williams - Paying Our Debts (The Taking Of Pelham 1 2 3) - 03:06
12. Harry Gregson-Williams - Stanton, PA (Unstoppable) - 03:33
13. Harry Gregson-Williams & John Powell - Fiona's Secret (Shrek) - 03:02
14. Harry Gregson-Williams - Let The Games Begin (Sinbad - Legend Of The Seven Seas) - 03:04
15. Harry Gregson-Williams - Trapped (Phone Booth) - 03:40
16. Harry Gregson-Williams - Dublin 1996 (Veronica Guerin) - 02:50
17. Harry Gregson-Williams - Fingerling's Childhood (Number 23) - 03:03
18. Harry Gregson-Williams - The Pilgrim Road (Kingdom Of Heaven) - 04:07
19. Harry Gregson-Williams - The Prince Of Persia (Prince Of Persia: The Sands Of Time) - 05:22
20. Harry Gregson-Williams - Hatcher's End (The Rundown) - 03:59
21. Harry Gregson-Williams - Evacuating London (The Chronicles Of Narnia: The Lion, The Witch And The Wardrobe) - 03:38
22. Harry Gregson-Williams - The Kings And Queens Of Old (The Chronicles Of Narnia: Prince Caspian) - 03:32
23. Harry Gregson-Williams - Jake Lonergan (Cowboys & Aliens) - 03:07
24. Harry Gregson-Williams - Gone Baby Gone (Gone Baby Gone) - 04:50
25. Harry Gregson-Williams - Goodbye (Miss You Already) - 03:38
26. Harry Gregson-Williams - Refugees (The Zookeeper's Wife) - 03:13
27. Harry Gregson-Williams - Loretta Figgis (Live By Night) - 03:42
28. Harry Gregson-Williams - Journey Home (Disneynature: Monkey Kingdom) - 03:05
29. Harry Gregson-Williams - Thomas Nominated (Confirmation) - 03:25
30. Harry Gregson-Williams - McCall's Return (The Equalizer 2) - 04:39
31. Harry Gregson-Williams - Dug's Theme (Early Man) - 02:41
32. Harry Gregson-Williams - "It's Noth For Me" (Breath) - 06:58

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