Playlist vom 15.11.2026 - RICHARD GERE Special
1999 wurde er zum „Sexiest Man Alive“ gekürt, hatte da
bereits mit „Ein Offizier und Gentleman“, „Internal Affairs“, „Pretty Woman“
und „Sommersby“ seine bekanntesten Filme abgedreht. Mittlerweile ist der
sowohl mehrmals für einen Golden Globe als auch für die Goldene Himbeere (als
schlechtester Schauspieler) nominierte Richard Gere vor allem für sein
humanitäres Engagement bekannt.
Richard Tiffany Gere wurde am 31. August 1949 in
Philadelphia als Sohn einer Hausfrau und eines Versicherungsvertreters geboren.
Nach seinem Abschluss an der North Syracuse Central High School im Jahr 1967 besuchte
er die University of Massachusetts Amherst, wo er dank eines Turnstipendiums
Philosophie studierte. Gere erlernte früh mehrere Instrumente (Klavier,
Gitarre, Trompete, Schlagzeug) und komponierte für das Studententheater. Nach
zwei Jahren verließ er die Universität, ohne einen Abschluss zu erlangen.
Gere war 1969 erstmals beruflich am Seattle
Repertory Theatre sowie am Provincetown Playhouse auf Cape Cod
tätig, wo er in dem Stück „Rosencrantz and Guildenstern Are Dead“
auftrat. Seine erste bedeutende Schauspielrolle hatte er 1971 in der Rockoper „Soon“,
die am Broadway im Ritz Theatre aufgeführt wurde, jedoch bereits nach drei
Vorstellungen wieder abgesetzt wurde. Im Jahr 1973 wirkte er zudem in der
Londoner Originalinszenierung des Musicals „Grease“ mit. Gere war
einer der ersten namhaften Hollywood-Schauspieler, die eine homosexuelle Figur
verkörperten: In der Broadway-Inszenierung des Stücks „Bent“ (1979)
spielte er ein schwules Holocaust-Opfer und wurde dafür mit einem Theatre
World Award ausgezeichnet.
Mitte der 1970er-Jahre begann Gere, in
Hollywood-Filmen mitzuwirken. Ursprünglich für eine Hauptrolle in „The Lords
of Flatbush“ (1974) vorgesehen, wurde er nach einer Auseinandersetzung mit
seinem Schauspielkollegen Sylvester Stallone durch einen anderen
Darsteller ersetzt. In „Looking for Mr. Goodbar“ (1977) übernahm Gere
eine kleine, aber bedeutsame Rolle, und in dem von der Kritik gelobten Drama „In
der Glut des Südens“ (1978) von Regisseur Terrence Malick spielte er
eine Hauptrolle. Das Kriminaldrama „Ein Mann für gewisse Stunden“ (1980)
steigerte seinen Bekanntheitsgrad erheblich, und das romantische Drama „Ein
Offizier und Gentleman“ (1982) – an der Seite von Debra Winger –
festigte seinen Aufstieg zum Star. Der Film spielte weltweit fast 130 Millionen
US-Dollar ein und gewann zwei Oscars bei insgesamt sechs Nominierungen; Gere
selbst erhielt für seine Darstellung seine erste Golden-Globe-Nominierung. Im
weiteren Verlauf der 1980er-Jahre war Gere in Filmen zu sehen, die bei
Kritik und Publikum unterschiedlich aufgenommen wurden. Seine Karriere erlebte
einen neuen Aufschwung mit den Filmen „Internal Affairs – Trau‘ ihm, er ist
ein Cop“ (1990) und „Pretty Woman“ (1990); für Letzteren erhielt Gere
seine zweite Golden-Globe-Nominierung. In den 1990er-Jahren spielte Gere
in erfolgreichen Filmen mit, darunter „Sommersby“ (1993) (an der Seite
von Jodie Foster), „Zwielicht“ (1996) und „Die Braut, die sich
nicht traut“ (1999) – letzterer führte ihn wieder mit seiner „Pretty-Woman“-Filmpartnerin
Julia Roberts zusammen. Zudem übernahm er eine Hauptrolle in dem
Action-Thriller „Der Schakal“ (1997), in dem er den ehemaligen
IRA-Kämpfer Declan Mulqueen verkörperte; für diese Rolle legte sich Gere
einen irischen Akzent zu. Im selben Jahr übernahm Gere eine weitere
Hauptrolle: Er spielte einen unschuldigen amerikanischen Geschäftsmann in dem
kontroversen Justizthriller „Red Corner“.
Außerdem war Gere als Ritter Lancelot in „Der
1. Ritter“ (1995) sowie als hochsensibler Manisch-Depressiver in „Mr. Jones“
(1993) zu sehen - gemeinsam mit Lena Olin, die die Rolle seiner Therapeutin
einnimmt.
1999 wurde Gere vom „People“-Magazin zum „Sexiest Man
Alive“ gekürt. Kurz darauf – noch im selben Jahr – war er in den erfolgreichen
Filmen „Die Mothman Prophezeiungen“ (2002), „Untreu“ (2002) sowie
der mit einem Oscar ausgezeichneten Musical-Verfilmung „Chicago“ (2002) zu
sehen; für Letztere erhielt Gere seinen ersten Golden Globe Award. Auch
das Tanzdrama „Darf ich bitten?“ (2004) war ein solider Erfolg und
spielte weltweit 170 Millionen US-Dollar ein.
Sein nächster Film, die Romanverfilmung „Bee Season“
(2005), wurde hingegen zum kommerziellen Misserfolg. Anschließend spielte Gere
an der Seite von Jesse Eisenberg und Terrence Howard in „The
Hunting Party“ (2007) – einem Thriller, in dem er einen Journalisten in
Bosnien verkörperte. Danach trat er gemeinsam mit Christian Bale, Heath
Ledger und Cate Blanchett in Todd Haynes’ semi-biografischem
Film über Bob Dylan, „I’m Not There“ (2007), auf; Gere war
einer von sechs Schauspielern, die jeweils eine Facette von Dylan
darstellten. In dem romantischen Drama „Das Lächeln der Sterne“ (2008)
spielte er an der Seite von Diane Lane. Es ist der bislang letzte Film
mit ihm, der vollständig von einem großen Filmstudio produziert wurde.
Der protestantisch erzogene Gere bekam auf einer Nepal-Reise
1978 einen bleibenden Eindruck von der östlichen Spiritualität. Seit Anfang der
1990er Jahre bekennt er sich zum Buddhismus und gilt als Freund des Dalai
Lama. Zeitweise lebt er in einem Haus in Dharamsala, dem Exilsitz des
geistlichen Oberhaupts des tibetischen Buddhismus. 1987 gründete Gere das Tibet-Haus
in New York. Da er bei der Oscar-Verleihung 1993 die chinesische Tibet-Politik
anprangerte, wurde er von China zur persona non grata (Einreise oder Aufenthalt
in China wird nicht geduldet) erklärt. Zudem ist er Mitbegründer und
Vorsitzender der International Campaign for Tibet.
Gere hat geäußert, dass seine politische Haltung
gegenüber China – einem wichtigen Finanzmarkt für große Hollywood-Studios –
dazu geführt habe, dass er in Hollywood nicht mehr willkommen sei. Gere nahm
dieses faktische Exil aus Hollywood an und wandte sich stattdessen
Independent-Filmen zu, die ihm einige der besten Kritiken seiner Karriere
einbrachten. Besonders hervorgehoben wurde seine Darstellung des Geschäftsmanns
Robert Miller in „Arbitrage“ (2012), die ihm seine vierte
Golden-Globe-Nominierung einbrachte. Ebenfalls 2012 erhielt er den „Golden
Starfish Award“ für sein Lebenswerk vom Hamptons International Film Festival
sowie den „Career Achievement Award“ bei den Hollywood Film Awards. Bereits im
Dezember 2010 war Gere auf dem 34. Internationalen Filmfestival Kairo
mit einem Preis ausgezeichnet worden. Mit Joseph Cedars Politdrama „Norman“
(2016) vollzog Gere einen bemerkenswerten Bruch mit seinem gewohnten
Leinwand-Image. Er verkörperte darin Norman Oppenheimer, einen jüdischen
„Vermittler“ im kleinen Stil. Gere selbst beschrieb die Figur als
Verkörperung jener „Seiten an uns, von denen wir wissen, dass sie nervig und
bedürftig sind“.
Zahlreiche Filmkritiker und Medienvertreter zählen Gere
zu den besten Schauspielern, die noch nie eine Oscar-Nominierung erhalten
haben.
Gere engagiert sich auch für bedrohte Völker, unter
anderem ist er Unterstützer der Menschenrechtsorganisation Survival
International, die sich für indigene Völker einsetzt. Er engagiert sich neben
bedrohten ethnischen Gruppen auch für den internationalen Frieden. So besuchte
er z. B. als Gast der Organisation Ruach Schalom im Juni 2003
sowohl Israelis als auch Palästinenser, um Friedensgespräche mit
Geschäftsleuten, Künstlern und Politikern zu führen.
Im September 2025 trat Gere beim Konzert Together for
Palestine in der Londoner OVO Arena Wembley auf. Der Erlös der
Veranstaltung wurde vollständig an verschiedene palästinensische
Hilfsorganisationen gespendet.
Filmografie:
1973: Chelsea D.H.O. (Fernsehfilm)
1975: Der einsame Job (Report to the Commissioner)
1975: Strike Force (Fernsehfilm)
1976: Baby Blue Marine
1976: Kojak – Einsatz in Manhattan (TV-Serie, 1 Folge)
1977: Auf der Suche nach Mr. Goodbar (Looking for Mr. Goodbar)
1978: Heißes Blut (Bloodbrothers)
1978: In der Glut des Südens (Days of Heaven)
1979: Yanks – Gestern waren wir noch Fremde (Yanks)
1980: Ein Mann für gewisse Stunden (American Gigolo)
1982: Ein Offizier und Gentleman (An Officer and a Gentleman)
1983: Atemlos (Breathless)
1984: Cotton Club (The Cotton Club)
1985: König David (King David)
1986: Power – Weg zum Ruhm (Power)
1986: Gnadenlos (No Mercy)
1988: Der letzte Outlaw (Miles from Home)
1990: Internal Affairs – Trau’ ihm, er ist ein Cop (Internal Affairs)
1990: Pretty Woman
1991: Rhapsodie im August (Hachigatsu no kyohshikyoku)
1992: Eiskalte Leidenschaft (Final Analysis)
1993: Sommersby
1993: Mr. Jones
1993: … und das Leben geht weiter (And the Band Played On)
1994: Begegnungen – Intersection (Intersection)
1995: Der 1. Ritter (First Knight)
1996: Zwielicht (Primal Fear)
1997: Red Corner – Labyrinth ohne Ausweg (Red Corner)
1997: Der Schakal (The Jackal)
1999: Die Braut, die sich nicht traut (Runaway Bride)
2000: Es begann im September (Autumn in New York)
2000: Dr. T and the Women
2002: Untreu (Unfaithful)
2002: Die Mothman Prophezeiungen (The Mothman Prophecies)
2002: Chicago
2003: Freedom: A History of US (TV-Serie, 2 Folgen)
2004: Darf ich bitten? (Shall We Dance)
2005: Die Buchstabenprinzessin (Bee Season)
2005: Another Summer – 45 Jahre nach Hiroshima
2006: The Hoax – Der große Bluff
2007: Hunting Party – Wenn der Jäger zum Gejagten wird
2007: The Flock – Dunkle Triebe (The Flock)
2008: Das Lächeln der Sterne (Nights in Rodanthe)
2009: Amelia
2009: Hachiko – Eine wunderbare Freundschaft (Hachi: A Dog’s Tale)
2010: Gesetz der Straße – Brooklyn’s Finest (Brooklyn’s Finest)
2011: The Double – Eiskaltes Duell (The Double)
2012: Arbitrage – Macht ist das beste Alibi (Arbitrage)
2013: Movie 43
2014: Time Out of Mind
2015: Best Exotic Marigold Hotel 2 (The Second Best Marigold Hotel)
2015: Der Glücksbringer – Liebe gibt es nicht umsonst (The Benefactor)
2016: Norman (Norman: The Moderate Rise and Tragic Fall of a New York Fixer)
2017: The Dinner
2017: State of Mind – Der Kampf des Dr. Stone (Three Christs)
2019: MotherFatherSon (Fernseh-Miniserie, 8 Folgen)
2023: Hochzeit auf Umwegen (Maybe I do)
2024: Oh, Canada
2024: Longing
seit 2024: The Agency (Fernsehserie)
2025: The Basics of Philsophy
01. Ennio Morricone - Days of Heaven (Days of Heaven) - 03:30
02. Richard Rodney Bennett - Matt and Jean Return / Goodbye (Yanks) - 03:31
03. Jack Nitzsche - The Morning After Love Theme (An Officer and Gentleman) - 03:10
04. John Barry - Mood Indigo (Cotton Club) - 03:38
05. James Newton Howard - Piano Suite (Pretty Woman) - 02:52
06. James Newton Howard - End Titles (Intersection) - 04:10
07. James Newton Howard - The Murder Scene (Primal Fear) - 02:46
08. Carter Burwell - Jackal Followed / Parking Garage (The Jackal) - 06:24
09. Carter Burwell - The French Succeed (And the Band Played On) - 03:35
10. Thomas Newman - Remarkable Things (Red Corner) - 05:03
11. Thomas Newman - Map of the World (The Second Best Exotic Marigold Hotel) - 04:42
12. Jerry Goldsmith - Arthur's Farewell (First Knight) - 05:27
13. George Fenton - The Rain's Stopped (Final Analysis) - 03:36
14. Danny Elfman - Townsend's Tale (Sommersby) - 06:09
15. Danny Elfman - Roxie's Suite (Chicago) - 03:58
16. Gabriel Yared - Can You Let Me Love You? (Autumn in New York) - 03:00
17. Marcelo Zarvos - Brooklyn's Finest (Brooklyn's Finest) - 05:04
18. Anthony Marinelli - Dennis & Kathy (Internal Affairs) - 03:15
19. Giorgio Mororder - The Apartment (American Gigolo) - 04:31
20. Alan Silvestri - Main Title (No Mercy) - 03:13
21. Emilie Levienaise-Farrouch - I'm In Teheran (The Agency) - 03:41
22. Tomandandy - John's Theme / Cellos (The Mothman Prophecies) - 07:05
23. Rolfe Kent - Catch And Release (The Hunting Party) - 04:34
24. Jan A.P. Kaczmarek - To Train Together (Hachiko: A Dog's Story) - 03:25
25. Jan A.P. Kaczmarek - Burning Pictures (Unfaithful) - 04:52
26. Cliff Martinez - Just Go Away (Arbitrage) - 05:23
27. Gabriel Yared - Final Flight (Amelia) - 11:03







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